Reisebericht: Wo sind all die Elefanten hin?

Reisebericht 118 Antworten · 37,2k Aufrufe · gestartet 26. Aug. 2012 von mamba29
Themenstarter835 Beiträge · seit 200607. Sept. 2012 · #41
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Nach einer entspannten Mittagspause machten wir wieder unseren Ausflug zum Campshop und genossen die Aussicht auf dem Deck. Als hätte das Hippo auf Mara gewartet, tauchte es aus dem Wasser auf und präsentierte uns sein gewaltiges Maul.

IMG_8697ImCamp-HippoamLookout_1.jpg


Da der Vormittagsgamedrive nicht besonders ergiebig gewesen war und wir durch die Straßensperrung nur wenige Möglichkeiten für andere Strecken hatten, entschlossen wir uns, den Nachmittag mit Lesen, Vorlesen und Spielen im Camp zu verbringen.

IMG_8703ImCamp-Sonnenuntergang_1.jpg


Als wir uns an diesem Abend einen Tisch im Restaurant suchten, verzichteten wir auf die schöne Aussicht auf den Fluss (angesichts der sehr rasch hereinbrechenden Dunkelheit hat man ja sowieso nicht viel davon), sondern suchten uns einen Tisch in der Nähe einer der wenigen Lichtquellen auf der Terrasse. So war es zwar beim Essen nicht wirklich hell, aber man sah immerhin so ungefähr, was man auf dem Teller hatte. Heute verzichteten wir auf das Buffet und bestellten nach Karte.

Danach saßen wir noch eine Weile bei einem Savanna auf der Terrasse und besprachen die Routenplanung für unseren Weg nach Satara.

Fazit Olifants: Wirklich überzeugt hat uns Olifants trotz der sehr schönen Aussicht auf den Fluss nicht. Vielleicht lag das auch an den Straßensperrungen und den damit verbundenen Einschränkungen. Falls wir das Camp nochmals besuchen werden, werden wir auf alle Fälle trotz des deutlich höheren Preises einen größeren Bungalow nehmen und natürlich versuchen, einen mit Flusssicht zu bekommen. Dieser war einfach viel zu eng.
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2012 · #42
07.08.2012: Auf dem Weg nach Satara oder Manchmal werden Hoffnungen tatsächlich wahr…

Da ich am Abend zuvor schon weitestgehend gepackt hatte, konnten wir Olifants am nächsten Morgen zügig gegen kurz vor sieben verlassen.
Wir wollten heute über den Gudzani und einem Frühstückszwischenstop auf dem N’wanetsi Picknickplatz nach Satara fahren. Ohne die Sperrung wären bei Balule über die Brücke gefahren und dann direkt auf die Old Main Road gekommen.

So durften wir erst mal wieder größeren Umweg über die schon bekannte Kombination S92/S91 fahren, um dann schließlich über die H8 und die Ngotso Weir Road die S90 zu erreichen.
Bereits auf der Ngotso Weir Road begegnete uns eine kleine Gruppe von Zebras, die vor uns die Straße überquerten. Mara fiel dazu sofort das Lied „Zebrastreifen“ von Rolf Zuchowski ein, das wir uns dann auch noch in voller Länge auf dem Tablet PC anhörten, während die Zebras schön gemütlich uns beobachtend die Straße überquerten. Zebrastreifen auf die andere Art eben…

bersichtZebrastreifen.jpg



Nach dem Abbiegen auf die Old Main Road standen ziemlich nahe am Straßenrand mehrere Giraffen, die uns höchst interessiert beäugten. Auch wenn wir in diesem Urlaub sicherlich schon mindestens 30 von diesen Tieren gesehen hatten, fand sie Mara auch dieses Mal völlig faszinierend. Wir stellten also den Motor ab und beobachteten uns eine Weile gegenseitig…

bersichtTierevorSatara.jpg


Wenige Zeit später kreuzte ein Elefant unseren Weg und eine Zebraherde mit einem einzelnen Gnu unseren Weg. Für Mara, die gerne unsere Tierbeobachtungen in die ihr bekannten Kategorien übertrug, waren das Schulkind-Zebras die von ihrer Gnu-Lehrerin auf einem Ausflug begleitet wurden…

bersichtZebrasundGnu.jpg


Am Gudzani East Wasserloch konnten wir einen Ohrengeiger beobachten.

Hätten wir uns hier doch weniger Zeit gelassen.😠 Als wir kurze Zeit später Richtung Gudzani Dam fuhren, standen auf der kurzen Zufahrt mehrere Autos dort am Rand. Alles spähte in den Busch. Wir vermuteten hoffnungsfroh Löwen und fragten im Auto neben uns, nach was und wo wir suchen mussten. Es war tatsächlich ein Löwenpärchen. Allerdings hatten die beiden wohl durch das vor wenigen Minuten beendete posieren so viel Energie verbraucht, dass sie jetzt nur noch unter einigen Büschen lagen und sich nicht mehr rührten. Hätten wir nicht auf der Videokamera unseres Nebenmannes sehen können, dass hinter dem Buch ca. 10 m einwärts tatsächlich eben noch Löwenpaar war, wir hätten es nicht geglaubt.😕

Wir warteten noch ungefähr 15 min, ob sich die Beiden nochmals zeigen würden, dann begann Mara unruhig zu werden und nach einem Frühstück zu verlangen. Also gaben wir auf, schade. Micha äußerte schon üble Befürchtungen, dass es mit Löwen und Leoparden in diesem Urlaub gar nichts werden würde. Ich hingegen war noch hoffnungsfroh, auch wenn das eben schon ein bisschen enttäuschend war. Ohne Kind hätten wir sicherlich länger gewartet, aber zu viel Geduld durften wir von ihr natürlich auch nicht erwarten, vor allem, wenn sie Hunger hatte.
Der Damm selbst bescherte uns wie immer schöne Bilder und natürlich eine weitere Anzahl von Hippos auf unserer „Bald kennen wir alle Hippos des KNP“-Liste…


bersichtTierevorSatara2.jpg


bersichtCrocs.jpg



Nachdem auch auf dem Rückweg vom Damm nicht mal die Schwanzspitze eines Löwen aus dem Gebüsch ragte, gaben wir endgültig auf und fuhren richtig Picknickplatz. Als kleinem Trost begegneten wir noch einer Warzenschweinfamilie.
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2012 · #43
Der N’wanetsi Picknickplatz ist mein persönlicher Lieblingsplatz im Kruger. Er ist nämlich vollkommen vogelfrei, zumindest, was die bettelnden Vögel angeht. Wir vermuten, dass es daran liegt, dass das Personal die Grillschalen sofort nach dem Grillen reinigt und die Grills nicht wie auf den anderen Picknickplätzen noch eine Weile mit den Essensresten herumstehen, an deren sich die Vögel gütlich tun können.

Wir waren insgesamt zweimal hier. Beim ersten Mal haben wir doch ziemlich irritiert geschaut, als uns der Grill quasi unter der Grillzange weg entfernt wurde, aber nachdem das System zu funktionieren scheint, ist das natürlich kein Thema. Nett fanden wir auch, dass uns hier vom Personal angeboten wurde, unser Picknickgeschirr zu spülen. Dieses Angebot haben wir natürlich gerne angenommen und mit entsprechendem Trinkgeld honoriert.

Nach einem ausführlichen Frühstück mit Eiern, Würstchen, Toast und Obst sind wir dann noch den kurzen Weg auf den Aussichtspunkt gestiegen und haben zur Wasserstelle hinuntergeschaut. Dort turnten aber nur einige Paviane.

Bevor wir uns endgültig auf den Weg Richtung Satara machten, legten wir noch einen kurzen Zwischenstop am Sweni Hide ein, eine meiner Lieblingsstellen in dieser Gegend. Hier konnten wir neben den üblichen Verdächtigen Hippos und Krokodilen einem Graureiher beim Fischen zuschauen.

bersichtVogelmitFisch.jpg


UbersichtHipposaufdemWegnachSatara.jpg


Danach ging es über die H6 endgültig Richtung Satara. Kurz vor der Abbiegung auf die H1-3 konnten wir an einer Wasserstelle mehrere Geier bei Flugversuchen beobachten. Es ist erstaunlich, wie schwerfällig es aussieht, bis diese Tiere endlich in der Luft sind und wie elegant sie dann doch kreisen.

bersichtGeierbeimStart.jpg


Kurz vor zwei erreichten wir Satara und bekamen an der Rezeption unseren Schlüssel für den Bungalow B32 ausgehändigt. Als wir dort ankamen, mussten wir erstaunt feststellen, dass hier noch nichts gerichtet war. Der Tisch auf der Terrasse fehlte, die Betten waren ungemacht und standen verschoben im Raum, eine Toilettenpapierrolle verteilte sich im Wind auf der Terrasse. Servicepersonal war nicht zu sehen. Also Bilder gemacht und zurück zu Rezeption. Die haben gleich den Service verständigt und uns versichert, dass in 20min alles gerichtet wäre. Anscheinend wäre der Wäschereilaster nicht gekommen und alles wäre im Zeitverzug.
Also haben wir uns erst mal ein Eis gegönnt und uns ein bisschen in die Sonne gesetzt. Als wir gegen halb drei zum Bungalow zurückkamen, war fast alles gerichtet. Nur der Tisch fehlte noch. Wir haben uns dann noch sehr nett mit der Chefin des Housekeepingteams unterhalten. Als ich in der Küche feststelle, dass kein Stöpsel vorhanden war, wurde der auch prompt gebracht. Ein sehr netter und freundlicher Service.:)

bersichtHausSA.jpg
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2012 · #44
Nachdem wir alles verstaut hatten und ich wieder etwas Wäsche gewaschen hatte, sind wir am späten Nachmittag nochmals aufgebrochen. Micha uns ich konnten uns nicht einigen, wohin es gehen sollte. Er war dafür, es heute schon auf der „Löwenstraße“ S100 zu versuchen, während ich das für morgen aufheben wollte und die H 7 Richtung Orpen Gate bevorzugte. Erfreulicherweise gab Micha nach, denn nach nur wenigen Kilometern am Nsemani Dam lagen sie dann auch endlich: Löwen. Zwar etwas weiter weg und nur mit Konverter trotz 500mm-Objektiv gut fotografierbar, aber immerhin. Die beiden waren sogar so freundlich, für ein bisschen Show zu sorgen:

bersichtLwen1.jpg


bersichtLwen2.jpg


Mara schaute sich die Beiden zwar interessiert an, aber für sie waren sie anscheinend zu weit weg, um ihre wirkliche Größe zu verstehen. Aber das sollte sich einige Tage später noch ändern.B)
Nachdem wir die beiden längere Zeit beobachtet hatten und dabei auch noch den Sonnenuntergang genießen konnten, kamen wir kurz vor sechs ins Camp zurück.

IMG_8864SonnenuntergangbeidenLwen_1_1.jpg


Da wir ziemlichen Hunger hatten, entscheiden wir uns gegen das Grillen und kochten Nudeln mit Tomatensauce.

IMG_8866AbendstimmunginCamp_1_1.jpg


Den Abend ließen wir wie immer mit einem Savanna auf der Terrasse ausklingen, bevor wir uns dann vor der heraufziehenden Kühle ins Haus flüchteten.
Das war doch schon mal ein toller Anfang von unserem Aufenthalt in Satara. Ob es morgen so weitergehen würde?
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
388 Beiträge · seit 201211. Sept. 2012 · #45
Hallo Susanne,

da ich heute krank zu Hause bin, hat mir Dein Bericht sehr gut die Zeit vertrieben.
Vielen Dank dafür - besonders gelungen finde ich die ausgewogene Mischung zwischen Text und den tollen Photos.

Da wir in den vergangenen Jahren auch an all diesen Plätzen (außer Pilanesberg) waren, ist es ein schönes deja-vue-Erlebnis, noch einmal mit Euch mit zu reisen.

Ich kann Euch beruhigen - auch wir haben in Marakele insgesamt 2 und in Mapungubwe gar keine Elefanten gesehen. Das fanden wir aufgrund der tollen Landschaftserlebnisse und der außergewöhnlichen Unterkünfte aber nicht so schlimm.

Dafür wurdet Ihr ja bislang im Krüger ausreichend mit Elefantensichtungen entschädigt!

An die Schlaglochstraße in den Norden hoch kann ich mich auch noch gut erinnern. 🤢 🙄 🤢 Mein Mann hat mir unterstellt, dass ich absichtlich immer wieder eins mitnehmen würde. 😈 Am Ende hab ich dann festgestellt, dass ich eine neue Brille brauche... 🤩

Olifants haben wir ebenfalls gemischt empfunden: super Lage mit vielen Tieren drum herum, aber bei den Unterkünften allenfalls bessere Jugendherberge. Lustig fanden, wir, dass alle Camps dieselbe Speisekarte haben 🤪

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung
herzliche Grüße
Kerstin
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200612. Sept. 2012 · #46
Hallo Kerstin,

zunächst mal gute Besserung!

Danke für Deine netten Worte zu unserem Reisebericht. Wie schon weiter oben geschrieben, macht es mir viel Spaß, unsere Erlebnisse und Erinnerungen aufzuschreiben. Da wir den Link zu diesem Bericht auch an einige Freunde und Familienmitglieder geschickt haben, die noch nie im Südafrika waren und ein bisschen mehr von unserer Reise wissen wollten, versuche ich beim Schreiben das Spagat zwischen Grundinformationen vermitteln und gleichzeititg natürlich interessante Hinweise für die "erfahrenen" Leser bieten zu schaffen.

Elefanten haben wir tatsächlich mehr als genug gesehen. Es war anfangs nur etwas schwierig, unserer Tochter zu vermitteln, dass es angesichts dieser Berge von Elefantendung im Marakele und Mapungubwe tatsächlich möglich ist, keinen der Verursacher zu treffen. Wir haben es ja selbst fast nicht geglaubt.

Auf der Schlaglochpiste war es bei uns oft so, dass genau dann ein besonders fieses Exemplar auftauchte, wenn Micha gerade die Trinkflasche in der Hand hatte. Irgendwann hat er mir einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Trinkflasche reichen und Schlagloch auftauchen unterstellt...;)

Bis auf Pretoriuskop kennen wir inwzwischen alle Main-Camps, Croc Bridge und Skukuza allerdings nur von Tagesbesuchen. Unsere persönlichen Highlights sind Punda Maria ganz im Norden (aber nur die Zelte dort!)sowie trotz der Größe Satara und Lower Sabie.

Die stehen auch 2014 wahrscheinlich wieder auf dem Plan, wenn wir wie ihr 2011 versuchen werden, von Kapstadt über den KTP (leider ohne die Wildernesscamps) in den Krüger zu fahren. (Micha: Kein Südafrika-Urlaub ohne KNP....:) )

Viele liebe Grüße
Susanne

P.S.: Fortsetzung folgt spätestens am Freitag, ich muss noch Fotos bearbeiten und sortieren...
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2'460 Beiträge · seit 200612. Sept. 2012 · #47
Habe die letzten Tage fleißig mitgelesen und eure Erlebnisse verfolgt, zum "Kommentare abgeben" blieb jedoch leider keine Zeit.
Der Nsemani Dam war auch bei uns im letzten Jahr "löwensicher", nur die vielen Autos waren weniger schön, aber wer fährt bei einer Löwensichtung schon schnell weiter 😄
mamba29 schrieb:
P.S.: Fortsetzung folgt spätestens am Freitag, ich muss noch Fotos bearbeiten und sortieren...
Och, das ist aber schade, na dann muss ich mir wohl wieder ein eigenes Bild vom Treiben im Krüger machen - morgen geht's los nach SA, ab 17.09. sind wir dann im Krüger 😛

Ich werde deinen RB dann in Ruhe nach meinem Urlaub zu Ende lesen.

VG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
8'691 Beiträge · seit 201012. Sept. 2012 · #48
mamba29 schrieb: Für Mara, die gerne unsere Tierbeobachtungen in die ihr bekannten Kategorien übertrug, waren das Schulkind-Zebras die von ihrer Gnu-Lehrerin auf einem Ausflug begleitet wurden…

bersichtZebrasundGnu.jpg


Hallo Susanne,

ich hatte das gestern schon gelesen - kannst du dir ansatzweise mein fettes Grinsen im Gesicht vorstellen, als ich heute mit den Drittklässlern eine Straße überqueren musste???? 😄

Ich hab dann später auf der Lehrertoillete schnell und heimlich im Spiegel überprüft, wie weit die Ähnlichkeit mit dem Gnu bei mir schon fortgeschritten ist 🤩 !

Danke für den Spaß und Grüße an Mara, ich hoffe ihr bleibt später im Leben eine Gnulehrerin erspart: ich mag mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn sie mit der Klasse einen Lerngang an einen Fluss machen würde 🤩

Deinen schönen Bericht überfliege ich momentan eher - aus Zeitmangel und da ich mich in dieser Ecke der Welt (noch) so gar nicht auskenne und mir die Konzentration daher etwas schwer fällt!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200613. Sept. 2012 · #49
Guten Morgen,

@chrissie: Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub mit tollen Erlebnissen und freue mich nach eurer Rückkehr auf einen spannenden Reisebericht.
Ich tröste mich solange mit der Urlaubsplanung 2014...

@Bele: Ich freue ich, dass ich Dir den Vormittag etwas versüssen konnte...;) Und falls es Dich beruhigt: Zumindest Deinem Avatarbild sieht man noch keinerlei Ähnlichkeit mit diesen netten Tierchen an...B)
Aber mal ernsthaft: Ich glaube, für Mara war es zum Begreifen und Verstehen einfach notwendig, die Tierwelt in ihr bekannte Formen zu übertragen. So haben wir natürlich auch oft Tierfamilien mit Mama, Papa und Kindern gesehen. Überrascht hat mich dann auch eher, dass es ihr quasi nichts ausgemacht hat, als wir einen Leoparden mit Impala-Beute gesehen haben. Da hätte ich eher erwartet, dass sie das total schlimm findet mit dem toten Tier. Aber ne: Der muss ja auch was essen, Mama...

So, jetzt macht ich mich mal ans Arbeiten, damit ich heute abend vielleicht Zeit für die Fortsetzung finde.

LG
Susanne
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Themenstarter835 Beiträge · seit 200613. Sept. 2012 · #50
08.08.2012: Die Tshokwane-Runde

Da uns 2008 die Gegend um Tshokwane ziemlich gut gefallen hatte, beschlossen wir, heute die doch recht große Runde von Satara aus dorthin zu fahren.

Los ging es um kurz vor sieben auf der S 100. Schon nach wenigen hundert Metern hatten wir Glück. Ein Safarifahrzeug stand an Rand und alles guckte angestrengt in den Busch. Wir fragten und wurden auf Löwen auf der gegenüberliegenden Hangseite hingewiesen. Nun ja. Es waren wohl tatsächlich Löwen, aber es war leider nur ab und an ein Kopf oder eine Schwanzspitze hinter dem recht dichten Busch zu entdecken. Wenn wir die fotografiert hätten, wäre es wieder in einem „Wo im Busch hat sicher Löwe denn nun versteckt?“-Suchbild geendet. Also sind wir recht schnell weitergefahren.

Nach nur wenigen Kilometern dann das:

Lwen1.jpg


Lwen2.jpg


Wären sie dagelegen, hätten wir sie wohl gar nicht gesehen.
Mara hat in diesem Moment wohl zum ersten Mal mitbekommen, wie groß die Tiere tatsächlich sind. Der Abstand zwischen Emma und ihnen war ungefähr 20 Meter. Sie saß jedenfalls völlig fasziniert im Auto. Schade fand sie lediglich, dass es „nur“ Löwinnen waren. Leo wollte doch einen „richtigen Löwen“ sehen. Wir waren jedenfalls schon mal völlig begeistert von diesem tollen Tagesanfang.:)

Kurz danach posierte dieser goldige kleine Kerl für uns:

Schakal.jpg



Am Ende der S100 machten wir wieder einen kurzen Abstecher zum Gudzani Damm und beobachteten mehrere Krokodile, die gerade aus dem Wasser kamen. Ich fand es interessant, auch mal ein laufendes Croc zu sehen. Normalerweise kenne ich sie nur liegend oder schwimmend. Natürlich durften auch unsere Hippo-Freunde nicht fehlen (OT: Für alle Eltern mit Kindern, die Hippos mögen: Ein tolles Buch ist: Als das Nilpferd Sehnsucht hatte…).

Gudzani.jpg


Kurz vor dem Picknickplatz sahen wir ein Fahrzeug der Singita Lodge am Rand stehen. Wie üblich alle Blick in den Buch. Auf fragenden Blick: Gepard. Wir: Wo? Na da hinten. Da war aber nur Busch. Der Ranger im Fahrzeug bedeutet uns, direkt parallel neben sein Fahrzeug zu fahren und wies Micha quasi zentimetergenau ein, wie er sich hinstellen soll, damit wir vielleicht auch etwas sehen würden. Er vermutete aber, dass wir wohl ein Stückchen zu niedrig seien. Das war dann auch der Fall. Ich glaube, die Ohren des Tieres gesehen zu haben, mehr aber auch nicht, Micha und Mara sahen gar nichts. Aber immerhin, Gepardenohren. Aber als wirkliche Sichtung mag ich das nicht bezeichnen.

Danach war erst mal ein frühes Frühstück angesagt. Wir steuerten wieder den N‘wantsi Picknickplatz an. Micha kam seiner Aufgabe auch hier wieder hervorragend nach und bereitete uns ein sehr leckeres Frühstück mit Eiern, Toast und gebratenem Speck. Anschließend noch der tolle Abspülservice - was will man mehr!:)

IMG_1743Picknickplatz_2_1.jpg



Frisch gestärkt machten wir als nächstes natürlich wieder einen Stop am Sweni Hide und durften ein wenig Croc-Mobbing beobachten. Auf den Bildern sieht man es leider nicht perfekt, daher die Geschichte dazu:
Zuerst standen bzw. lagen alle Beteiligten nur träge da. Dann mache das rechte Hippo auf einmal einen Schritt nach vorne und fing an, mit seiner Schnauze gegen den Schwanz des Croc zu drücken. Als das nicht unverzüglich reagiert hatte, holte das Hippo mit der Schnauze aus und verpasste dem Croc einen ziemlich ordentlichen Schubser. Das Croc flüchtete daraufhin ein Stück nach vorne. Allerdings offensichtlich nicht genug, da nun das linke Hippo anfing, das Croc mit der Schnauze zu traktieren. Irgendwann wurde es dem armen Croc dann doch zuviel und es flüchtete in Wasser.


MobbingHippos.jpg


Daneben gab es eine größere Gruppe Gelbschnabelstörche sowie einen Graureiher zu beobachten. Hatte ich schon erwähnt, dass Sweni eine meiner Lieblingshides ist?

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IMG_8956FliegenderWasservogelamSweniHide_1.jpg


Danach ging es etwas ruhiger zur Sache. Wir fuhren über die S37 und S35 bis zum Orpen Dam. Am Dam selbst konnten wir einige Elefanten in größere Entfernung beobachten, sonst war es dort eher ruhig. Kurz hinter dem Dam begegneten wir noch drei Büffeln, die das Rentenalter wohl schon sehr lange erreicht hatten.

Der Orpen Dam war übrigens ziemlich belagert und auch die Lautstärke war dementsprechend unangenehm hoch. Bei solchen Gelegenheiten habe ich mich dann immer gefragt, warum wir Mara konsequent beigebracht haben, an Hides nur leise zu sprechen und sich ruhig zu verhalten, wenn sich andere Erwachsene dann wie auf einer Gartenparty benehmen?

IMG_8959ElefantenzwischenSweniundTshokwane_1.jpg


Danach ging es dann weiter nach Tshokwane. Ich weiß nicht, ob es an den massiven Überschwemmungen zu Jahresbeginn lag (ein Angestellter hat gezeigt, wie hoch das Wasser stand), aber der Picknickplatz hat zumindest für uns seinen netten Charakter des letzten Besuches deutlich verloren. Auch das Essensangebot hat sich verändert. Letztes Mal hatten wir hier noch leckere Burger. Dieses Mal bestellten wir für Mara lediglich eine Portion Pommes, da wir vom Frühstück eigentlich noch satt waren.

Auch die Sanitäranlagen waren im Vergleich zu den anderen Picknickplätzen, die wir bislang besucht hatten, eher ungepflegt. Tshokwane steht daher nicht mehr unbedingt auf unserer Wiederbesuchsliste. Und natürlich noch ein Wort zu meinem Mitlieblingsthema Vögel und Affen an Picknickplatzen (ihr werdet in ein paar Tagen wissen, warum mich das so beschäftigt…): Vögel waren zwar da, aber nicht allzu nervig. Allerdings gibt es mindestens einen Affen, der gezielt essen stiehlt. Am Nebentisch hat er gewartet, bis das Sandwich fertig belegt war und hat sich dann bedient. Mara war fassungslos….

Die Rückfahrt traten wir über die H 1-3 an. Auf diesen Teil hatten wir uns besonders gefreut, da wir an den Wasserlöchern 2008 trotz ziemlicher Mittagshitze tolle Beobachtungen machen konnten. Nun hofften wir natürlich auf eine Wiederholung.

Der Anfang gestalte sich zunächst ziemlich zäh. Außer einer ziemlich großen Rauchfahne am Horizont war nichts zu sehen. Mara war schon kurz davor, sich in den Mittagsschlaf zu verabschieden, als wir an den Kumana Dam kamen. Zuerst entdecken wir das Papa Tier. Mama und Kind waren noch im Gebüsch versteckt, bis Micha auf einmal meinte: Da kommt doch noch was. Und richtig, da kam noch was…

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Neben dieser netten Kleinfamilie tummelten sich auch noch eine Herde Impalas und zwei Giraffen am Wasserloch. Micha versuchte sich mal wieder darin, eine Giraffe beim Trinken zu fotografieren. (Die Bilder bestärkten ihn darin, dass wir uns für die nächste Reise eine neue Spiegelreflex zuzulegen, die schnellere Serienbilder kann…)

TrinkendeGiraffe.jpg


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Auf der Weiterfahrt begegneten wir noch einigen Giraffen, sowie einigen Wasserböcken und Gnus. Zwei der Wasserböcke schienen gerade eine kleine Meinungsverschiedenheit auszutragen.

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Und kurz vor dem Camp lugte dann dieser Geselle noch aus dem Gebüsch:

IMG_8985BffelaufdemHeimweg_1.jpg


Insgesamt ein sehr schöner Ausflug, auf dem wir wirklich viel gesehen haben.
Nachdem der Drive doch relativ lang war, entschieden wir uns, den restlichen Nachmittag im Camp zu verbringen. Zuerst ging es wie üblich in den Shop. Neben dem schon fast obligatorischen Nachmittagseis kauften wir auch gleich fürs Grill-Abendessen ein. Außerdem wünschte sich Mara unbedingt einen großen bunten Stoffelefanten. Der wurde dann auch gleich auf den Namen „Satara“ getauft.

Nach einem leckeren Braii mit Rumpsteak, Kartoffeln und Gemüse brachten wir die ziemlich müde Mara zu Bett und genossen noch die Abendstimmung auf der Terrasse. Leider gab es heute einige Bungalows weiter eine südafrikanische Party mit entsprechender Lautstärke, so dass die richtige Stimmung nicht aufkommen wollte. So zogen wir uns bald mit einem Buch ins Bett zurück.

Fazit Satara: Obwohl das Camp doch ziemlich groß ist, macht es aufgrund der Kreisbauweise einen angenehmen Eindruck. Der Shop ist gut sortiert, zum Restaurant können wir dieses Mal nicht sagen. Ich vermute aber, dass es die Standardkarte aufweist. Die Umgebung von Satara hat uns sehr gut gefallen. Endlich mal weitestgehend freie Flächen ohne dichten Buschwuchs. Und unsere Löwensichtungen waren natürlich toll. Wir kommen auf alle Fälle wieder!
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
8'691 Beiträge · seit 201013. Sept. 2012 · #51
mamba29 schrieb: Und unsere Löwensichtungen waren natürlich toll. Wir kommen auf alle Fälle wieder!
Guten Abend Susanne,

also ich finde nicht nur die Löwen toll - sondern vorallem das Nashorn-Baby! Was hat Mara denn dazu gesagt? Mir gefällt das übrigens sehr gut, wie du über ihre Eindrücke berichtest - da denkt man mit ein bisschen Wehmut zurück an die Zeit, als die Jungs klein waren und man Stofftiere als Mitfahrer hatte (jetzt sind's die Freundinnen, hihi)!

Ehrlich gesagt hätte ich nie den Mut gehabt, mit meinen Kindern in dem Alter zu solch einer Reise aufzubrechen - zum Glück musste ich mich damals mangels Möglichkeit (Pflege der Eltern) und mangels Geld gar nicht erst entscheiden! Reschbägggd!

Ich bin auf die weitere Reise dieser netten kleinen Familie gespannt!

Achja, und ich war ganz verblüfft über das laufenden Croc - das scheint ein höhergelegtes 4x4-Croc zu sein 😄 Ich dachte immer, die kriechen mehr durch die Gegend! Frau lernt nie aus!

Für Mara hoffe ich, dass sie später in der Schule keine Parallele zum Croc-Mobbing erleben muss.....:(

Gruß von Gnu Bele
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zuletzt bearbeitet 13. Sept. 2012
487 Beiträge · seit 201113. Sept. 2012 · #52
Hallo Susanne,

ganz vielen lieben Dank für den weiteren Teil deines Reiseberichts! Ich freue mich immer darauf, über eure Erlebnisse in SA zu lesen 🙂 Außerdem kann ich mich Bele nur anschließen, dass es total interessant ist, Maras Eindrücke zu erfahren, ist echt klasse!!!

Liebe Grüße und viel Spaß beim Weiterschreiben

Kathy
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
956 Beiträge · seit 200914. Sept. 2012 · #53
Liebe Susanne!

Auch von mir ein großes DANKE! Abenteuerurlaub mit der kleinen Familie und einem scheinbar schon total Afrika-infizierten Kind - einfach super 😄 Abgesehen davon, dass ich mich über jeden Südafrika-Bericht ganz besonders freue...

Freu mich schon auf die Fortsetzung,

LG, Tanja

PS.: Zum Leopard mit Kill (auf die Pix & Beschreibung bin ich ja sowas von gespannt) und Maras Reaktion darauf: Die Kiddies sehen sowas tatsächlich häufig ganz schön cool. Wohl Instinkt 🙂 Hab sowas mal bei der Eisbärenfütterung im Wiener Zoo erlebt. Da haben die Pfleger einen ganzen großen Hasen zum Bären ins Gehege geworfen. Knochenknacken und blutverschmierter Bär inklusive. Die Eltern wussten gar nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollten - die Kids waren einfach nur fasziniert 😉
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200614. Sept. 2012 · #54
Hallo zusammen,

zunächst mal an alle vielen Dank für die netten Worte - das unterstützt beim Weiterschreiben. 🙂

Was das Thema Kleinkind in Afrika angeht: Ich wurde in einem anderen Thread neulich ziemlich heftig als schlechte Mutter und Egoistin angegriffen, weil ich meinem Kind diesen Urlaub zugemutet habe. Ganz zu schweigen von den anderen Reisenden, die Mara ertragen mussten. Das hat mich unglaublich geärgert.😈
Mara hat dieser Urlaub sehr gefallen und es hat sie in ihrer Entwicklung ein ganzes Stück weitergebracht. Das kann kein Kinderhotel in Österreich.
Sie sitzt jetzt schon immer wieder neben mir an der Landkarte und will wissen, wohin die nächste Reise geht.

Ich versuche euch auch weiterhin beim Schreiben ein bisschen zu vermitteln, was Mara dabei empfunden hat. Bei den Rhinos war eines ihrer großen Themen neben der Begeisterung über die Kleinfamilie auch, dass es den Tieren gut geht und ihnen nichts passiert. Wir hatten während unserer Tour immer wieder "Rhino Patrol"-Fahrzeuge gesehen und haben mit ihr über das Thema gesprochen, natürlich kindgerecht, aber sie weiß, dass es Menschen gibt, die diese Tiere wegen des Horns töten.

@Bele: Das Croc hat mich auch überrascht, deshalb habe ich auch das Foto reingestellt. Ich dachte auch immer, die kriechen mehr. Aber solche Urlaube sind ja wunderbar lehrreich...:)

Spätestens am WE geht es weiter, ich komme mit dem Bilder sortieren voran...

Viele liebe Grüße
Susanne
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zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2012
336 Beiträge · seit 201214. Sept. 2012 · #55
Hallöchen


ich finde es großartig, dass ihr eine solche Reise einfach macht. Und wie du schon sagst: Reisen bildet ungemein!

Ich finde es eher unzumutbar, ein Kind zwei Wochen in der Hotelanlage beim Kindersitter abzugeben, nur um am Pool die besten Liegen zu geniessen und das All-In-Angebot auszunutzen. Eine Kindertagesstätte gibt es auch zuhause... 😄

Und es hat Mara ja ganz offensichtlich gefallen! Ich finde es sehr ermutigend, dass du die langläufige Meinung widerlegst, dass mit Kind solche Reisen tabu sind. Und hier habt doch gesundheitstechnisch auf alles wichtige geachtet. Also: Kein Problem.
Ich denke immer, solche Reisen sind einfach für die Eltern etwas anstrengender (z.b. langer Flug, viel mehr Gepäck, Ruhezeiten, Essen, Trinken, Pausen...), daher sagen viele "Sowas geht doch mit Kind nicht..." 😛


Und der Reisebericht ist wirklich sehr interessant und spannend. Die Fotos sind toll!!!
Was für eine Fotoausrüstung hattet ihr dabei? Du sagtest ja, ihr wollt nun eine andere Kamera für bessere Serienbilder...?


Liebe Grüße 🙂
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Themenstarter835 Beiträge · seit 200616. Sept. 2012 · #56
09.08.2012: Der erste Abschied vom Kruger oder Frühstück mit Alfred Hitchcock

Heute war ein erster kleiner Abschied aus dem Kruger NP angesagt. Auf dem Programm standen zwei Nächte in der Pezulu Tree House Lodge. Danach wollten wir einen Einkaufsstop in Hazyview machen um anschließend wieder in den Kruger zu fahren.

Ein bisschen wehmütig verließen wir an diesem Tag unsern Bungalow in Satara Camp. Hier hätten wir es gut noch 2 bis 3 weitere Tage ausgehalten. Neben den tollen Tiersichtungen war für uns auch sehr schön, dass die Bungalows durch ihre im Kreis angeordneter Bauweise eine schöne sichere Spielfläche im Inneren bieten. Wir wissen nicht, ob es Zufall war oder nicht, aber fast jeder Bungalow im B-Kreis wurde von Familien mit Kindern bewohnt.

Wir fuhren nach unserem Aufbruch um kurz vor sieben zuerst wieder auf der H 1-3 ein Stück nach Süden, um denn auf die Sweni Road S 126 abzubiegen. Nur wenige hundert Meter nach dem Abbiegen auf die Schotterstraße liegt das Sweni Wasserloch. Das war allerdings für die sich in der Nähe befindlichen Zebra- und Impalaherden im Moment fällig unerreichbar, denn dort hatten es sich zwei Löwenpärchen gemütlich gemacht.


LwenamSweni1.jpg


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Leider lagen sie oberhalb der Straße versetzt hinter einigen Büschen, so dass die Fotos nicht gerade ideal geworden sind. Aber es war sehr schön, sie zu beobachten. Besonders gefallen hat uns, dass neben uns lediglich ein Auto stand. Das Pärchen erzählte uns, dass sie schon seit über einer Stunde hier stehen würden. Davon können wir mit Kind an Bord natürlich nur träumen, Mara fand die Löwen am Anfang auch wieder äußerst faszinierend und wir verbrachten ein wenig Zeit mit Beobachtungen. Jetzt wurde ja auch endlich ihr Wunsch erfüllt, einen männlichen Löwen zu sehen. 🙂

Danach begegneten wir längere Zeit nur den üblichen Verdächtigen: Zebras, Gnus und Impalas, ab und an mal eine Giraffe. Auch ein Steinböckchen kreuzte wieder unseren Weg.


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Mara behauptet beim Anblick von Steinböcken übrigens jedes Mal steif und fest, das seien keine, sondern Baby-Impalas. Obwohl wir ihr einige Impala-Kinder gezeigt haben und das Ganze auch noch mal im Tierlexikon nachgeschaut haben, mag sie von ihrer Meinung nicht abweichen. Nun gut. Also Baby-Impalas.😜

Gegen zehn nach neun erreichten wir als erstes Fahrzeug des Tages den Picknickplatz Mundandzeni und fingen wir üblich an, unsere Frühstückssachen auszupacken. Micha hat derweil bei einem Angestellten einen Grill organisiert. Was jetzt kam, lässt sich wohl am besten mit Alfred Hitchcock „Vögel“ vergleichen: Ein völliger Alptraum. Unter Picknicktisch und Grill, praktischerweise unter einem Baum gelegen, wurde von mindestens 100 Tokos belagert. Um uns herum, auf dem Baum direkt über uns, auf dem Tisch, einfach überall. Jeglicher Versuch, die Viecher zu verjagen, war sinnlos. Da wir Hunger hatten, versuchten wir trotz dieses Horrorszenarios (ich hatte ja noch den Satz im Hinterkopf „die tun ja nichts“) unser übliches Frühstück zu machen. Aber anscheinend waren die Viecher ziemlich hungrig und damit auch ziemlich aggressiv. Während Micha mit der Grillgabel versuchte, sich den einen vom Leib zu halten, flog ein zweiter hinter Micha auf den Grill zu und schnappte sich einen Toast. Einige der Vögel balgte sich daraufhin um den Toast, der Rest blieb in Lauerstellung. Ich fand es unter diesen Bedingungen absolut unmöglich zu Essen. Also packten wir unser ganzes Zeugs und flüchteten ins Auto. Micha brachte unter heftigen Abwehrbewegungen den Teller mit dem Essen zum Auto. Geschützt vor den Vögeln frühstückten wir im Auto. Als wir das Fenster zur Frischluftzufuhr ein Stück öffneten, versuchte sofort ein Vogel, ins Auto zu kommen. Horror.
Danach kamen einige andere Fahrzeuge auf die Picknicksite. Die Vögel hatten neue Opfer. Allerdings war es bei niemandem so schlimm wie bei uns. Der Angestellte meinte später, wir wären eben die ersten gewesen und die Vögel seien hungrig gewesen. 🤢

Als Micha nach dem Essen den Grill zurückbrachte und der Angestellte das Ausspülwasser mit den Essensresten auf den Boden kippte, stürzte sich sofort wieder ein riesiger Vogelschwarm auf die Reste. Das war wohl Michas Horrorabschlusserlebnis, er hatte nämlich das unglückliche Vergnügen, zwischen den heranstürzenden Tokos und den Essensresten zu stehen.

Passiert ist uns nichts, aber ich bin mir sicher, dass ich diesen Picknickplatz nie wieder betreten werde. Und Tokos finde ich seitdem noch schlimmer als zuvor.
Bilder von diesem Horror gab es leider keine, dazu war ich in dem Moment definitiv nicht in der Lage.

Hier mal die ernsthafte Frage: Füttert ihr die Vögel, damit ihr in Ruhe essen könnt? Ich habe einfach die Regel im Kopf, dass man die Tiere im Kruger nicht füttern darf und beziehe das auch auf die Vögel. Aber wahrscheinlich wäre es besser, den Grundsatz zu ignorieren…

Als wir den Platz gerade verlassen wollten, informierte uns ein Südafrikaner darüber, dass ca. 15 km weiter in Richtung Talamati vier Geparden an Straßenrand gelegen hätten. Wenn wir etwas Glück hätten, würden wir sie vielleicht noch sehen.
Wir also zügig ins Auto und los Richtung Talamati. Kurze Zeit später kam uns ein Auto mit einer völlig aufgeregten Fahrerin entgegen, die uns erzählte, dass kurz hinter dem Shimangwaneni Dam die Straße voller Müll liegen würde und was für entsetzliche Menschen das doch seien, die das tun würden. Sie bat uns, spätestens am Gate Bescheid zu sagen, sie wollte es selbst auch in Mundandzeni tun.
Als wir an dem Müllhaufen

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vorbeifuhren, wurde uns klar, was hier passiert war: Als wir in Mundandzeni waren, wurde der Müll in einem offenen Pick-Up abgeholt. Die Säcke wurden nur hinten drauf geworfen. Offenbar war einer der Säcke während der Fahrt heruntergefallen und hatte sich auf der Straße verteilt. Zwar auch nicht gut und natürlich auch höchst schädlich für die Tiere, aber immerhin keine bewusste Umweltverschmutzung. Einige Zeit später sahen wir dann auch ein Park-Fahrzeug, das wohl zum Aufsammeln des Mülls unterwegs war.

Aber zurück zur Gepardensuche: Hier war uns leider kein Glück beschert. Einige wenige Kilometer vor der ungefähren Stelle überholte uns ein Versorgungslaster der beiden Lodges, der mit relativ hoher Geschwindigkeit die Straße entlangrauschte. Nachdem uns der Südafrikaner gesagt hatte, dass die Geparden quasi mit den Pfoten an der Straße lägen, befürchteten wir natürlich, dass sie das heranrasende Ungetüm in die Flucht schlagen würde. Ob es jetzt tatsächlich so war oder sie inzwischen einfach so weitergezogen waren, wir wissen es nicht. Aber sie waren weg. Schade. 🙁

Ein bisschen traurig fuhren wir weiter. Natürlich ist bei den Sichtungen immer Glücksache dabei, aber wir hätten so gerne einmal Geparden in freier Wildbahn gesehen. Bislang hatten wir nur in Namibia welche in Gefangenschaft beobachten können.
Die gute Laune kehrte aber schnell zurück, als wir am Mahlabyanini Wasserloch ankamen. Dort war nämlich einiges los.
Zuerst entdeckten wir ein Nashorn.

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Ein Elefant machte Frühsport mit einem Vogel. Dieser flatterte immer wieder auf ihn zu, der Elefant machte einen Ausfallschritt nach vorne, wohl, um ihn zu verjagen und dann ging das Spiel von vorne los.

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Seine Kollegen waren gerade dabei, sich aus dem Wasserreservoir zu bedienen.

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Plötzlich rief Mara: Guckt mal, die Kuscheln. Und wirklich, die beiden rüsseln ganz süss miteinander….

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Als der Elefant den Platz am Wasserbecken geräumt hatte, tauchte das Nashorn von vorhin wieder auf. Mit ihm drei Giraffen. Sie teilten sich friedlich das Wasserbecken.

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Weiter ging es relativ ereignislos Richtung Orpen Gate. An der Kreuzung angekommen, entschieden wir uns dazu, zunächst noch die S 106 Richtung Osten zu fahren, um dann auf der H7 zurück Richtung Gate zu nehmen. Sie S106 war ein ziemlicher Flop, relativ dichtes Buschwerk zu beiden Seiten und quasi nichts zu sehen. Auf der H7 angekommen, fuhren wir noch zum Boobejaankrans-Aussichtspunkt. Das Flussbett unter uns war fast ausgetrocknet, es standen lediglich einzelne Pfützen. Trotzdem konnten wir eine Herde Wasserböcke und – besonders niedlich – mehrere Elefanten mit zwei ziemlich frischen Kälbern beobachten.


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Danach fuhren wir auf der H7 zurück zum Gate und verließen den Park etwas wehmütig um kurz nach ein Uhr.

Da wir wussten, dass es in der Tree House Lodge etwas später Abendessen geben würde, versuchten wir Mara wachzuhalten, damit sie erst dort ihren Mittagsschlaf machen sollte, um Abends länger wachbleiben zu können. Wir kauften ihr in Orpen sogar noch ein Eis. Es half alles nichts: Ca. 30 min vor unserer Ankunft schlief sie mit dem Eis in der Hand ein. Na toll. Es war natürlich klar, dass die spätestes bei unserer Ankunft unausgeschlafen und ungnädig wieder aufwachen würde und wir heute Abend ein interessantes Essen haben würden.

Der Schlaf hielt bis zum Kontrollgate. Dort wachte sie auf, als Micha den Eintritt bezahlte. Als einige Zeit später die ersten Baumhäuser in Sicht kamen, wurde ihre Stimmung erfreulicherweise auch schnell besser. Wir wurden herzlich auf Pezulu begrüßt und bezogen nach einer kurzen Kaffeepause unser Honeymoon-Treehouse. Warum gerade das? Die Badewanne hatte den Ausschlag gegeben. Mara hatte die Bilder der Häuser mit uns angeschaut und war von der Badewanne begeistert gewesen.

Innenansicht1.jpg


Innenansicht2.jpg


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Kaum hatten wir alles Gepäck den doch recht steilen Steg nach oben geschafft, begann sie auch gleich, sich auszuziehen und forderte Wasser in die Wanne. Nun gut. Etwas verwunderlich fand sie lediglich die rote Schummerbeleuchtung, die bei der Badewanne angebracht war.
Ich verzichtete an dieser Stelle darauf, ihr zu erzählen, dass es sich hier um ein Honeymoon-Haus handelt und dass Erwachsene Schummerbeleuchtung manchmal ganz nett fänden. Sie braucht noch nicht alles wissen ….B)

Danach versuchten wir den Nachmittag mit Hörbuch hören (Mara) und lesen (Micha und ich) so ruhig wie möglich zu gestalten, um das Müdigkeitsproblem in Grenzen zu halten. Etwas nervig fand ich, dass an dem Treehouse neben uns offensichtlich gebaut wurde. Die Entfernung zwischen den Gebäuden beträgt zwar mindestens 50m, aber die Sägegeräusche waren leider sehr gut hörbar und trübten ein bisschen das Entspannungsgefühl.

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Abendessen war für 19.30h angesetzt. Wir waren kurz vorher da und setzten uns zu den restlichen Gästen in einen Stuhlkreis rund um das brennende Feuer. Da offensichtlich einige Gäste aus welchen Gründen auch immer erst um kurz vor acht erscheinen konnten, dauerte es dann auch so lange, bis die Vorspeise serviert wurde. Mara war zu diesem Zeitpunkt schon leicht quengelig, das war einfach nicht mehr ihre Uhrzeit zum Essen.:(

Als Vorspeise wurde eine Suppe serviert, danach wurden die Hauptgerichte auf dem niedrigen Steinpodest in der Mitte angerichtet. Die Glut wurde zusammengeschoben und diente zum Wärmen.
Ich gebe zu, dass ich mich an das Essen nicht wirklich erinnern kann. Das hing mit Sicherheit zum einen mit Mara zusammen, die vor lauter Müdigkeit schon nicht mehr richtig essen wollte und zum anderen auch schlicht daran, dass wir es beide nicht besonders gut fanden. Da hatten wir in Südafrika schon mehrfach deutlich besser gegessen. Als die am Mittag angekündigte Information über die Möglichkeiten für die morgigen Tagesaktivitäten zumindest bei uns nicht stattfand, packten wir unser inzwischen auf meinem Schoß schlafendes Kind in eine Decke und trugen sie die 100m zu unserem Haus. Dort rollte sie sich nach dem Ausziehen auch gleich in ihrem Bett zusammen und schlief weiter.
Wir machten es ihr kurze Zeit später nach.
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter835 Beiträge · seit 200616. Sept. 2012 · #57
Hallo Nadja und Marco,

danke für eure netten Worte.
Es ist tatsächlich auch ein Ziel dieses Reiseberichts, anderen Eltern mit Kindern in diesem Alter zu zeigen, dass ein solcher Urlaub machbar ist. Natürlich war er nicht mehr entspannend wie unsere früheren Touren. Man muss schon mehr auf solche Sachen wie Essenszeiten, Schlafenszeiten etc. achten, aber das geht mit einem Kind, das auch bereit für einen solchen Urlaub ist, gut. Mallorca und Strandurlaub ist sicherlich einfacher, aber natürlich nicht so wunderbar erlebnisreich...:)

Zum Foto: Wir waren dieses Jahr noch mit einer Canon 400D und einem Sigma 50-500 unterwegs. Die Canon ist soweit noch völlig okay, nur bei Serienbildern ein bisschen langsam, obwohl wir eine ziemlich schnelle Karte verwendet haben. Wir werden uns wahrscheinlich die nächstes Jahr den dann aktuellen Nachfolger als zweiten Body kaufen.
Mit dem Objektiv waren wir dieses Jahr ziemlich unglücklich. 2008 waren wir mit dem Vorgängermodell davon unterwegs und mit der Abbildqualität sehr zufrieden. Dieses Jahr haben wir das Objktiv nach ewigem Hin und Her (Canon oder Sigma) erst kurz vor dem Start gekaufet und offensichtlich ein Montagsmodell erwischt. Trotz der einwandfreien Probebilder daheim haben wir ein massives Problem mit Teilunschärfen u.ä.. Nicht wirklich befriedigend. Wahrscheinlich landen wir 2014 doch beim Canon und verzichten lieber auf ein bisschen Brennweite.

Viele liebe Grüße
Susanne
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter835 Beiträge · seit 200619. Sept. 2012 · #58
10.08.2012: Pezulu oder ein wenig erfolgreicher Gamedrive

Heute hätten wir eigentlich ausschlafen können. Zumindest einmal in diesem Urlaub so richtig faul und gemütlich sein. Nichts da, natürlich. Maras innere Uhr war auf frühes Aufstehen zum Gamedrive programmiert. Wir hatten ihr zwar gestern Mittag noch ausdrücklich gesagt, dass sie länger schlafen dürfe (daheim hilft das am Wochenende manchmal), aber der gewohnte Rhythmus war einfach da. Also war Mama und Papa wecken um kurz nach sechs angesagt. 🤩

Hm, was tun wir uns bloß bis um halb neun? Vorher gab es nämlich kein Frühstück. Also machten wir es uns alle zusammen im großen Bett gemütlich und wechselten uns mit Vorlesen ab.
Um halb neun haben wir uns dann auf den Weg zum Frühstück gemacht. Das wird nicht wie das Abendessen in der Boma eingenommen, sondern vorne am Haupthaus.

AuenansichtHaupthaus.jpg


Es gab ein Frühstückbuffet mit dem üblichen Angebot. Zusätzlich wurde frischer Toast und Pancakes an den Tisch gebracht. Unser Toast wurde trotz mehrmaligem Nachfragens offensichtlich immer wieder vergessen, so dass wir mit dem Rührei schon fertig waren, als dann endlich mal das Brotkörbchen auftauchte. Sonstiges Brot gab es am Buffet nicht.

Ursprünglich hatten wir geplant, auf Pezulu keinen Gamedrive zu buchen, sondern uns einfach einen ruhigen Tag zu machen. Aber da relaxen mit Mara gar nicht so einfach ist, uns der Baulärm vom anderen Treehouse doch ziemlich nervte und wir außerdem die Befürchtung hatten, im Kruger selbst keinen Leoparden zu sehen, fragten wir nach, wie die letzten Gamedrives der vorherigen Tage so ausgefallen wären.

An dieser Stelle muss ich vielleicht einschieben, dass wir in Sachen geführte Gamedrives wohl gnadenlos verwöhnt sind und ziemlich hohe (vielleicht zu hohe?) Ansprüche haben. Unsere ersten Erfahrungen haben wir damit auf Elephant Plains im Sabi Sands Gebiet gemacht. Wer schon dort war, weiß es selbst: Die Sichtungsschance auf Leoparden liegt bei quasi 100%. Und nicht nur versteckt in einem Baum, sondern mit quasi fast perfekter Bildergarantie.

Uns war klar, dass das hier nicht EP ist, aber nachdem wir hörten, dass in den letzten paar Tagen auf den Gamedrives jeweils die Big 5 plus Cheeta gesichtet worden waren, entscheiden wir uns, das Geld (495 R pro Erwachsenem) zu investieren. Mara durfte kostenlos mit, wenn auch ohne Sitzplatzanspruch.

Der Gamedrive wurde von der benachbarten Lodge mit Big 5-Gebiet durchgeführt und sollte gegen halb drei starten. Den restlichen Vormittag verbrachten zunächst wir im Baumhaus, Mara mal wieder in der Badewanne. Auf einmal schollen aufgeregte Rufe aus der Wannenecke: Mama, Tiere! Und tatsächlich, unser privates Wasserloch hatte Besucher angelockt:

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Zwar lässt sich das Wasserloch auch aus der Badewanne beobachten, aber Mara flitzte sofort auf den Balkon, wo sie eingewickelt in ein Handtuch auf Papas Schoss das Treiben beobachtete.


Danach machten wir uns auf zu einem Spaziergang über das Lodgegelände. Unser Plan war, Mara möglichst müde zu machen, so dass sie nachher einen langen Mittagsschlaf machen würde und folglich Gamedrive und Abendessen gut überstehen würde.
Kaum hatten wir unser Baumhaus verlassen, trafen wir auf eine Giraffe, die fressend zwischen den Häusern hin und her wanderte. Zuerst wurden wir etwas kritisch beäugt, aber nachdem wir für gefahrlos gehalten wurden, ignorierte sie uns einfach. Wir machten eine Runde auf dem Gelände und schauten uns die tollen Baumhäuser an:

verschiedenBaumhuser.jpg


IMG_9093BaumhausPezulu_1_1.jpg


Unterwegs sahen wir eine weitere Giraffe und ein paar Impalas und legten einen Stop auf dem kleinen Kinderspielplatz nahe dem Haupthaus ein. Danach kletterte Mara noch eine Weile auf den Steinen herum, die den Swimmingpool umsäumen. Besonders fasziniert war sie von den Metalltieren, die dort aufgestellt sind.

IMG_1832.jpg


Gegen halb eins kehrten wir in unser Baumhaus zurück und versuchten Mara nahezubringen, das jetzt die ideale Zeit für einen langen Mittagsschlaf wäre. Ihr ahnt es natürlich: Schlafen auf Aufforderung klappt eigentlich nie. Sie legte sich zwar brav ins Bett, wollte aber ihre Büchersammlung haben und fing dann an, irgendwelche Zelte mit der Bettdecke zu bauen. Ich sah schon eine kleine Katastrophe auf uns zukommen. Keine Ahnung, ob es Einsicht war oder doch schlichte Müdigkeit, um viertel nach eins war endlich Ruhe. Zwar deutlich später als von mir erhofft, aber immerhin. Wir relaxten selbst ein bisschen und richteten dann unsere Fotoausrüstung für den Gamedrive.

Um halb drei gingen wir vor zum Haupthaus und aßen noch ein Stück Kuchen. Unser Rancher Olaf holte uns und noch 2 weitere Paare mit 15min Verspätung ab. Zwei Personen saßen schon im Fahrzeug. Die Blicke der anderen, als wir mit Mara einstiegen, waren, gelinde gesagt, interessant. Ich gebe es ehrlich zu, in der Vor-Kind-Zeit hätte ich wahrscheinlich auch so geguckt. Und vielleicht wäre ich bei einem fremden Kind auch unentspannt gewesen. 😎

Wir wussten natürlich auch nicht genau, wie sie sich verhalten würde, aber aufgrund unserer bisherigen Erfahrung sind wir davon ausgegangen, dass es klappen müsste. Da das Fahrzeug nicht voll besetzt war, bekam Mara in der hintersten Reihe einen Sitzplatz zwischen Micha und mir. Das war auch gut so, es wäre sicher nicht besonders angenehm gewesen, sie die ganzen 3 ½ Stunden auf dem Schoß zu haben.
Bevor es losging, teilten wir Olaf noch unsere Wünsche – Katzen – mit und er versprach, sein Möglichstes zu tun.
Um es kurz zu machen: Folgendes bekamen wir zu sehen:

IMG_9101Gamedrive_1_1.jpg


IMG_9104Gamedrive_1_1.jpg


IMG_9106Gamedrive_1.jpg


IMG_9108Gamedrive_1.jpg


IMG_9109Gamedrive_1.jpg


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IMG_9121Gamedrive_1.jpg


IMG_9122Gamedrive_1.jpg


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Bei den Löwen mussten wir diverse andere Fahrzeuge vorlassen und dann ewig warten, was dazu führte, dass es eigentlich schon viel zu dunkel für sinnvolle Aufnahmen war. Außerdem war der Abstand ewig groß. Leopard und Cheeta wurden nicht mal versucht zu finden, weil wir für die Suche nach den Elefanten schon viel zu viel Zeit verbraucht hatten.😠 Für uns war der Drive daher ziemlich rausgeschmissenes Geld.Das hatten wir schon besser im Kruger. Einzig Mara fand es total toll, im offenen Fahrzeug durch die Gegend zu fahren. Sie hat sich übrigens während des gesamten Drives total super benommen und einfach mit Papas zur Verfügung gestellter Uhr gespielt, als es ihr zwischendurch mangels Sichtungen langweilig wurde.
Die anderen Teilnehmer fanden den Drive und die Sichtungen übrigens total toll. Irgendwie scheinen unsere Erwartungen hoch zu sein…

Abendessen gab es gegen kurz nach acht. Auch hier haben wir wieder keine speziellen Erinnerungen, es war okay, aber kein Highlight. Mara hat dieses Mal tatsächlich durchgehalten, was mich angesichts des doch recht anstrengenden Nachmittagsprogramms überrascht hat.
Gegen viertel nach neun traten wir die Nachtwanderung in unser Baumhaus an und gingen dann auch alle recht schnell in Bett.

Fazit Pezulu: Die Baumhäuser sind ohne Zweifel ein Traum. Im Nachhinein hätten wir statt des Honeymoon Tree Houses lieber ein anders mit einem etwas größeren Balkon und Liegen genommen. Bei uns standen ja nur zwei Stühle draußen. Die teilweise im Forum angesprochene Bauweise über mehrere Ebenen hat uns nicht gestört. Lästig war lediglich, dass jedes Mal einige Halme von der Dacheindeckung herunterfallen sind, wenn man die deutlich zu enge Treppe Richtung Schlafzimmer/Bad und Eingangsbereich/Maras Bett hoch- oder runtergelaufen ist. Größere Menschen als wir tun sich mit diesem Baumhaus keinen Gefallen, Micha hatte mit seinen 1,78 schon Probleme. Kulinarisch und vom Service her hat uns die Lodge nicht überzeugt.
Nachdem wir nun wissen, dass Mara auch geführte Gamedrives gut mitmacht, werden wir beim nächsten SA-Aufenthalt wieder nach Elephant Plains fahren. Der Mehrpreis ist es uns eindeutig wert.
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
1'242 Beiträge · seit 200920. Sept. 2012 · #59
Hallo Susanne,

was für ein schöner und abwechslungsreicher Reisebericht und wunderschöne Fotos 🤩 🤩 🤩 .

Danke dafür.

Bin gespannt wie´s weitergeht.

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
34 Beiträge · seit 201220. Sept. 2012 · #60
Hallo Susanne,

ein wirklich schöner Reisebericht. Erinnert mich immer an unseren letzten Südafrika-Urlaub. Pezulu haben wir übrigens genauso empfunden - die Baumhäuser sehr schön (ein wenig urig die älteren) und moderner, aber eben anders als die 'normalen' Unterkünfte die neuen. Wir waren eine Nacht in einem älteren, dann ein paar Tage zum Wandern und dann 2 Nächte im Mountain view (mit wirklich toller Aussicht). Etwas enttäuschend fanden wir auch das Essen und den Service rund ums Essen (nicht wirklich schlecht, aber auch kein Highlight). Insbsondere weil wir beim ersten Essen auch noch eine Käferplage hatten, und man beim Pfeffersteak nicht immer genau wusste, was man denn nun aß...

Viele Grüße

Silke