Alexa1'249 Beiträge · seit 201229. Aug. 2012 · #21
Liebe Susanne, toll, dass Du so schnell weiterschreibst! Die Stecke zum Mapungubwe hört sich schon abenteuerlich an, das haben andere ja auch schon geschrieben... Das ist auch die Strecke, die mir ein wenig Sorgen macht, aber das wird schon werden! Danke auch für den Tipp, dass es vor dem Park noch eine Tankstelle gibt, gut zu wissen! Habt Ihr Euch das neue Restaurant mal angeschaut, dass es ja nun geben soll? Auf das Leokwe Camp freue ich mich auch schon sehr, leider haben wir dort auch nur zwei Nächte bekommen und wechseln dann noch eine Nacht in den anderen Teil des Parks. Bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht bei Euch!! Liebe Grüße, Alexa
Mich würde mal interessieren, ob ihr bei der Reise mit Kind auf irgendetwas besonderes achten musstet? Wie war das mit Impfungen oder Malaria-Prophylaxe?
Ich kenne es von vielen Bekannten mit Kind, für die solche Reisen erst einmal abgeschrieben sind. Und das finde ich sehr schade. Es muss ja nicht 15 Jahre lang nur Holland sein 😉
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200630. Aug. 2012 · #23
Hallo Tanja,
schön, dass Dir unser Reisebericht gefällt. Ich war zuerst etwas skeptisch, ob mir das Schreiben von Reiseberichten liegt. Aber inzwischen macht es richtig Spaß. Heute abend gibt es auch die Fortsetzung. Mara hat das das Ganze toll mitgemacht und es scheint ihr auch wirklich gefallen zu haben. Sie will unbedingt wieder hin. Naja, 2014 ist es wieder soweit...:)
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200630. Aug. 2012 · #24
Hallo Alexa,
die Strecke nach Mapungubwe ist halt ziemlich lang. Und wenn dann noch die Schlaglöcher dazukommen... Wir haben es gut geschafft, aber es war im Nachhinein die anstrengenste Etappe. Das Restaurant haben wir nicht angeschaut. Das ist wohl beim Museum, das wir aber ausgelassen haben. Ich habe allerdings gelesen, dass die Öffnungszeiten nicht so ganz ideal sind. Wenn ich es richtig weiß, schließt es um 16.00h. Also nichts mit Abendessen. Aber unsere Küche war so toll eingerichtet, dass mir das Kochen bzw. das Vorbereiten des Grillguts auch nichts ausgemacht hat.
Ich wünsch euch einen wunderschönen Aufenthalt. Vielleicht habt ihr ja Glück mit den Elefanten am Treetop Walk...;)
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200630. Aug. 2012 · #26
Hallo Nadja und Marco,
wir hatten vor der Reise im Rahmen der letzten U-Untersuchung ein Gespräch mit unserem afrikaerfahrenen Kinderarzt, der die Idee grundsätzlich gut fand und uns eben geraten hat, einen gewissen Vorrat an Notfallmedikamenten mitzunehmen. Also nicht anders als bei uns Erwachsenen. Im Vorfeld hatte ich mir dann noch überlegt, ob wir für Mara ein besonderes Mückenschutzmittel mitnehmen, da ich sie nicht unbedingt mit DEET einsprühen wollte. Haben wir dann aber auch gelassen und darauf vertraut, dass wir es wenig bis gar nicht brauchen. Malaria-Propylaxe war aufgrund der Jahreszeit gar kein Thema. Wäre eine notwendig gewesen, hätten wir ein anderes Reiseziel gesucht. Mit 3 1/2 finde ich das eindeutig zu früh.
Ansonsten kommt es wohl aufs Kind an, ob ein solcher Urlaub etwas wird. Sicher waren wir vorher auch nicht, aber die Sehnsucht nach Afrika war so groß, dass wir es einfach versuchen wollten. 3 Urlaube an der ziemlich nassen Nordsee waren genug...😗
Für 2014 ist vielleicht Botswana und Caprivi angedacht. Mal schauen, ob das machbar ist. Entscheidend ist wohl auch noch, dass man den Urlaub eben so kindgerecht wie möglich plant. Also keine ewigen Fahrstrecken, mindestens 2 Nächte an einem Ort, mehr Pausen und Bewegungsmöglichkeiten etc. Es war schon anders als unseren früheren Urlauben, aber auf eine andere Art auch unheimich toll!
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200630. Aug. 2012 · #27
01.08.2012/02.08.2012 – Tzaneen, Mashutti Country Lodge
Nach einem entspannten Frühstück haben wir den Mapungubwe NP nach einem letzten Zwischenstopp am Treetop Walk wieder verlassen. Eigentlich brauche ich dazu schon gar nichts mehr zu schreiben, ihr wisst es ja sowieso schon – es war mal wieder gähnende Leere. Ab und an hüpfte mal ein Pavian (nicht gerade meine speziellen Freunde) durchs Unterholz. Damit hatte sich mein Elefantentraum wohl erledigt. Schade.:(
Auf dem Weg aus dem Park konnten wir dann noch einige Zebras, unter anderem eine Zebramama mit einem noch recht kleinen Fohlen, sowie diverse Antilopenarten sehen.
Am Main Gate noch schnell den Schlüssel abgegeben und dann ging auf das erste Teilstück unserer rund 309 Km langen Tagesetappe in Richtung Musina. Die Stadt hat uns beim Durchfahren nicht besonders gut gefallen und hat schon gar nicht um Aussteigen eingeladen.
Anschließend sind wir auf die mautpflichtige N 1 gekommen, die allerdings zu unserem Erstaunen außer relativ kurzen zweispurigen Überholstücken weitestgehend einspurig und zudem auch noch stark von Lastwagen befahren war. Wir kamen also eher langsam voran. In Louis Trichard legten wir in der direkt an der N1 liegenden Mal eine Pause ein und versuchten im dortigen PC-Laden unseren Tablet PC wieder zum Laufen zu bringen, der sich sehr zum Leidwesen unserer Tochter im Marakele NP aufgehängt hatte. Leider nützte auch das Verbinden des Tablets mit dem PC rein gar nichts, er gab nach wie vor keinen Pieps mehr von sich. Der Bildschirm blieb eingefroren.😠
Anschließend füllten wir im Pick n’Pay unserer Getränkevorräte auf. Der Supermarkt kommt übrigens im meinem persönlichen Ranking direkt hinter dem in Brits. Super sortiert und sehr übersichtlich. Nach einem kurzen Mittagessen bei Wimpys traten wir den zweiten Teil der Reise an: Zunächst weiter auf der N 1, wechselten wir kurz vor der Capricorn Toll Plaza auf die R36 und fuhren von dort aus über Modjadjiskloof nach Tzaneen.
Gegen 15 Uhr kamen wir dort an. Dank der guten Anfahrtsbeschreibung der Lodge, die ich wenige Tage vor dem Urlaub noch per Mail bekommen hatte, fanden wir die Abfahrt auf die D 523 Richtung Agatha problemlos. Nach 8 km den Berg hinauf lag die Lodge auf der rechten Seite eingebettet in einen schönen Garten. Auffällig war übrigens schon den ganzen Weg nach Tzaneen gewesen, wie sich die Landschaft verändert hat. Die doch recht grau-braune Vegetation, die wir bis nach Louis Trichard gesehen hatten, hatte sich hier in ein kleines Blütenparadies verwandelt. Überall sah man blühende Pflanzen in bunten Farben, einige noch ohne Blätter, was den Reiz aber nicht schmälerte.
An der Rezeption wurden wir herzlich begrüßt und uns ein Zimmer im oberen Stock eines Baus mit jeweils 10 Zimmern pro Ebene zugeteilt. Wir stiegen wieder in unsere Emma und fuhren die rund 100m bis dorthin. Nur - wo war der Parkplatz? Um uns herum gab es nur den Weg und Grünflächen. Also ließen wir Emma erst einmal auf dem Weg stehen und luden aus. Unser Zimmer war recht nett eingerichtet mit zwei Doppelbetten und einem kleinen Balkon mit Blick auf den Pool.
Mara war von dem Anblick sofort völlig begeistert und wollte sofort runter ans Wasser. Nur mit Mühe und Not konnten wir sie überreden, wenigstens noch 5 min Geduld zu haben. Derweil fand Micha auch einen Lageplan der Lodge einschließlich eingezeichneter Spazierwege und stellte fest, dass die große Wiese vor dem Haus als Parkplatz dienen soll.
Während Micha Emma umparkte, rannte Mara schon los zum Pool, ich hinterher, um sie gerade noch zu erwischen, bevor sie wieder mit großem Einsatz die Wassertemperatur (kalt!!!) testen konnte. Nachdem auch Mara einige Zeit später davon überzeugt war, dass das Wasser einfach zu kalt für größere Wasserspielchen war, machten wir uns auf den Weg zum eingezeichneten Regenwald der Lodge. Das war schon ein kleines Abenteuer für sich, da der abfallende Weg über und über mit runden kleinen Nüssen der dort stehenden Palmen übersäht war und das Ganze eine hervorragende Rutschgrundlage bildete…😗
Unten angekommen, steigen wir die Stufen Richtung „Rainforest“ hinab, um nach ca. 100m an einem kleinen See zustehen, über dessen Zufluss irgendwann wohl mal eine kleine Brücke geführt hat. Jetzt sind nur noch die nicht mehr allzu stabil aussehenden Überreste zu sehen. Auf der anderen Seite des Sees konnten wir eine Hängebrücke erkennen, die auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr begehbar zu sein scheint. Zumindest fehlte in weiten Teilen der Boden…
Schade, hier scheint sich wohl schon lange keiner mehr darum gekümmert zu haben. Wir liefen noch einen kleinen Bogen über das Lodgegelände und schauten uns die übrigen Unterkünfte an. Dabei waren wir schon etwas irritiert von dem Umstand, dass außer uns niemand auf dem Gelände zu sehen war.
Als wir dann gegen 18:30h zum Abendessen ins Haupthaus gingen (wir hatten uns dazu entschieden, hier zu essen, statt wieder nach Tzaneen hinunter zu fahren), wurde uns bestätigt, dass wir im Moment die einzigen Gäste wären. Das Restaurant war trotzdem voll eingedeckt und wir fühlten uns zunächst ein bisschen verloren. Nachdem ich nach vier Tagen Grillen erst mal kein Fleisch mehr sehen konnte, entschied ich mich für eine sehr leckere Pasta, während Micha zumindest auf eine Hühnchen-Roulade umschwenkte. Für Mara gab es kindgerechte Würstchen mit Pommes. Das Essen war sehr lecker, so dass wir beschlossen, auch am nächsten Abend auf den Weg in die Stadt zu verzichten.
Als wir am nächsten Morgen aufwachten, schaute ich erst einmal völlig irritiert aus dem Fenster: Wie, Wolken? Auch noch graue, die so richtig nach Regen aussahen? 😮
Wir zogen uns an und machten uns auf den Weg zum Frühstück. Dort erwarten uns ein eher kleines Buffet sowie die Möglichkeit, Eierspeisen von der Karte zu bestellen. Ich weiß nicht, ob das Buffet per se so ausfällt, oder ob das nur der sehr mageren Belegung der Lodge geschuldet war.
Nach dem Frühstück richteten wir Getränkeflaschen und Rücksäcke und machten uns auf dem Weg zu den Debegeni Waterfalls. Dafür fuhren wir zunächst ein Stück die R 71 entlang, um dann in den Wald abzubiegen. Die R 71 war gesäumt von Bananenplantagen. Für Mara war das natürlich total spannend zu sehen. Daneben habe es immer wieder Farmstalls und Straßenverkaufsstände.
Nach einigen Kilometern im Wald auf einer Piste, die bei nassem Untergrund äußerst unangenehm zu fahren sein dürfte, erreichten wir den Abzweig zu den Falls und das Kassenhäuschen. Der Himmel hatte sich inzwischen von tiefgrau in hellgrau verwandelt. Nach der Zahlung von 30R (20 für uns, 10 für Emma) durften wir zu den Falls hinunterfahren. Vom Parkplatz aus geht es ein paar Meter an einem Bächlein entlang bis nach vorne zu einer Lichtung, auf der sich einige Picknicktische befinden und man über ein paar Felsen zu den Falls gelangen kann. Verglichen mit bekannten Wasserfällen sind die Debegeni Falls sicher nichts besonders, aber die ruhige Atmosphäre im Wald hat uns sehr gefallen. Vor allem Mara war glücklich, endlich mal wieder ein Stückchen laufen und sich frei bewegen zu können. Zunächst liefen wir den Rundweg Flussabwärts entlang. Immer wieder warnen hier Schilder davor, in den Pools zu baden. Offensichtlich sind hier schon einige tödliche Unfälle passiert. Über einige Holztreppen und eine Aussichtsplattform kann man den Fluss, der hier über Felsen fliest und immer wieder Pools bildet, ein Stück folgen. Irgendwo stand zwar das Schild „Rundweg“, aber nachdem es keine Karte gab und nicht angegeben war, wie lange der Rundweg ist, haben wir nach ungefähr 20 min wieder herumgedreht und sind den Weg durch den teilweise recht dichten Wald zurückgelaufen.
Der Picknickplatz mit Grillstellen ist recht groß. Ich könnte mir vorstellen, dass hier an heißen Sommerwochenenden ziemlich viel los ist.
Danach haben wir uns auf den Weg zur Pekoe View Tea Estate gemacht, um dort oben eine kleine Tee-Pause einzulegen und den laut Reiseführer köstlichen Kuchen zu testen. Inzwischen hatte der Himmel vollends aufgeklart und die Sonne schien wieder wunderbar.
Oben angekommen suchten wir uns ein Plätzchen auf der Terrasse mit einem tollen Blick ins Tal über die Teefelder. Das Restaurant ist sehr kinderfreundlich: Es gibt spezielle Kindergartentische und auch einen tollen Spielplatz, den Mara gleich total begeistert eroberte. Das war ein Bewegungs-Tag nach ihrem Geschmack. Ich orderte derweil die Versorgung: Für Micha und mich jeweils eine halbe Portion Chocolate-Cake mit Chocolate-Sauce und für Mara auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin einen Lemon Cheese Cake. Wer Kinder hat, weiß, was jetzt kommt: Kaum stand der Kuchen auf dem Tisch, wollte Madame natürlich auch lieber die Schoko-Variante. Das war aber unproblematisch, da selbst die halben Portionen noch so riesig waren, dass Mara locker mitessen konnte. Mit einem leichten Schoko-Schock saßen wir dann noch eine Weile in der Sonne, tranken Rooibos-Tee und genossen den Ausblick.:)
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Einkaufen: Es standen ab morgen wieder einige Tage Selbstversorgung im Kruger NP auf dem Plan. Zunächst deckten wir uns mit Obst und Gemüse in einem Farmstall ein. Dann fuhren wir nach Tzaneen zur Einkaufsmall. Diesen Pick n’Pay fand ich total unübersichtlich, aber irgendwann hatten wir tatsächlich alles zusammengesucht.
In der Lodge angekommen, versuchten wir unsere Vorräte schon mal halbwegs geordnet im Kofferraum unterzubringen. Insbesondere bei den Sprudelflaschen erwies sich das als gewisse Herausforderung, da diese auf den Holperstrecken doch zu einer gewissen Eigendynamik neigen…
Anschließend machten wir uns auf den Weg ins auch heute wieder vollkommen leere Restaurant. Eigentlich hatten wir noch gar keinen Hunger, der Chocolate-Cake machte immer noch satt. Aber bevor Mara mitten in der Nacht der Meinung sein würde, jetzt Hunger zu haben, aßen wir lieber eine Kleinigkeit.
Danach machte ich mich wieder ans Kofferpacken. Dabei fand ich auch unsere schon länger gesuchten Nähsachen. Das machte zum einen Micha froh, dessen Hosenkopf schon ziemlich lose an nur noch einem Faden hing. Mich machte das auch glücklich, denn ohne große Hoffnung auf Besserung traktierte ich mit der Nähnadel nochmals den Reset-Knopf unseres Tablets. Und oh Wunder, es erwachte wieder zum Leben! Juhu, nun konnten wir uns doch noch einen Datentarif zulegen und die Lastsightings-Seite für den Kruger NP nutzen.😁
Nach einer ruhigen Nacht (es war ja auch weit und breit niemand, der uns hätte stören können), frühstücken wir gemütlich. Beim Zahlen an der Rezeption wurde uns versichert, dass die momentane Leere total ungewöhnlich sei und sie nächste Woche wieder komplett ausgebucht wären….
Tzaneen und vor allem die Umgebung ist aus unserer Sicht durchaus einen Besuch wert. Allerdings würden wir wahrscheinlich beim nächsten Mal eine andere Unterkunft wählen. Diese war grundsätzlich nicht schlecht, aber das etwas magere Frühstück und der Umstand, dass wir auf dieser recht großen Lodge die einzigen Gäste waren, hat uns nicht so gut gefallen.
chrissie2'460 Beiträge · seit 200631. Aug. 2012 · #28
Hallo Susanne, jetzt bin ich endlich dazu gekommen, deinen kurzweiligen RB in Ruhe nachzulesen. Bis auf den Pilanesberg NP, den wir leider nicht kennen, kann ich im großen und ganzen in Erinnerung an unsere letzte SA-Reise schwelgen. Es freut mich, dass mein RB euch den Anstoss für den Mapungubwe NP gab, schade nur, dass ihr vom Tree Top Walk aus keine Elefanten gesehen habt. Jetzt kann ich unser Glück diesbezüglich noch mehr schätzen.
An das Frühstück in der Mashutti Lodge kann ich mich gar nicht mehr erinnern, aber wir waren komischerweise auch die einzigen Gäste.😐
Kann man deine Tochter mal für die nächste Reise zum Tiere sichten ausleihen? 😎 Ist ja toll, dass sie soviel entdeckt hat, was euch entgangen wäre.
casimodo4'531 Beiträge · seit 200731. Aug. 2012 · #29
Hallo Susanne,
jetzt bin ich endlich auch einmal dazu gekommen, Deinen lebhaft und interessant geschriebenen Reisebericht zu lesen. Marakele und Mapungubwe sind schon zwei schöne Plätze. Und zu Deiner Beruhigung : In Mapungubwe hatten wir auch darüber nachgedacht, ob die Parkverwaltung etwas Elefantendung aus dem Krüger oder dem Tuli Block verteilt hat 😉
In Marakele haben wir die Elis nur ganz kurz beim Überqueren des Weges in der Nähe von Tlopi gesehen.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200601. Sept. 2012 · #30
Hallo Chrissie,
wenn Du Mara zeitnah einen Afrika-Urlaub anbietest, würde sie währscheinlich nicht nein sagen. Allerdings legt sie Wert auf ein eigenes Zimmer...;) Kinder sehen einfach viele Dinge, die wir bewusst gar nicht mehr wahrnehmen. Ich bin das schon von daheim gewohnt, dass sie uns immer wieder überrascht, aber ich war wirkich erstaunt, wie viel sie tatsächlich entdeckt hat.
Witzig, dass ihr auf Mashutti auch die einzigen wart. Man hat sich ja dort schon sehr um uns bemüht, aber irgendwie war es schon seltsam, ganz alleine zu sein. Auf unserer Rundtour dort in der Gegend habe wir auch einige interessant aussehende andere Unterkünfte gesehen.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200601. Sept. 2012 · #31
Hallo Casimodo,
danke für das Lob, ich freu ich, dass Dir unser Reisebericht (ich schreibe und Micha liest Korrektur)gefällt. Wenn wir im Mapungubwe nicht kurz vor Schluss noch Elefanten gesehen hätten, hätte ich den Glauben daran wohl ganz verloren. Aber ab dem Kruger hat sich das Elefantenthema ja dann äußerst positiv gelöst, siehe die heutige Fortsetzung.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200601. Sept. 2012 · #32
03.08.2012 – Kruger NP, Camp Mopani oder endlich Elefanten!
Heute Morgen war der Himmel beim Aufstehen wieder strahlend blau und versprach einen sonnigen und warmen Tag. Wir frühstückten wieder in Ruhe, da wir vor der Fahrt Richtung Phalaborwa Gate zunächst nochmals im Vodaphone Shop in der Tzaneen Mall vorbeischauen wollten. Der Shop öffnet aber erst um 09.30h. Kurz danach waren wir dann auch tatsächlich dort und legten uns für die restlichen zwei Wochen unseres Urlaubs 250MB an Datentarif zu. Mit der Versicherung, dass wir die Karte einfach nur in den Stick einlegen müssten und alles andere von selbst funktionieren würde, gingen wir wieder zum Auto.
Weil sich das alles zu einfach anhörte, um wahr zu sein, probierten wir das gleich mal aus. Und – es tat sich natürlich absolut nichts. Also wieder rein in die Mall. Da der Vodaphone-Shop vorhin schon ziemlich voll war und wir nicht ewig warten wollen, probierten wir unser Glück in einem PC-Laden. Der Mitarbeiter dort fummelte ungefähr 10 min an unserem Tablet herum und präsentierte uns dann stolz einen funktionierenden Zugang. Als wir ihn bezahlen wollte, winkte er nur ab und wünschte und noch einen schönen Urlaub…:)
Endlich konnten wir uns auf den Weg in den Kruger machen. Gegen 11:30h Uhr kamen wir nach ca. 120 km Fahrt am Phalaborwa Gate an. Schon auf dem Parkplatz erhielten wir das Formular, das man ausgefüllt zum Permiterhalt abgeben muss. Mit deutscher Gründlichkeit füllten wir das natürlich auch schon ordentlich aus, bevor wir uns in der Schlange anstellten. Alle anderen vor uns füllten es natürlich erst am Schalter aus, mancher wusste dann seine Autonummer nicht und musste wieder rauslaufen – so kann man auch künstlich eine Warteschlange erzeugen.
Nachdem uns Mara davon überzeugt hatte, dass man ausnahmsweise den Nachtisch auch vor dem Mittagessen zu sich nehmen kann und glücklich mit einem Eis im Auto sass, konnten wir endlich in den Park fahren.
Wir entschieden uns dafür, zunächst beim Sable Overnight Hide vorbeizuschauen. Dort hatten wir 2008 sehr viele Tiere gesehen. Außerdem lag der Masorini Picknickplatz gleich in der Nähe. Kurz nach dem Abzweig auf die S 21 hatten wir auch schon unsere erste Tierbegegnung: Büffel. Ich gebe zu, dass ich zu Büffeln ein zwiespältiges Verhältnis habe. Die ersten Sichtungen begeistern mich immer total und irgendwann denke ich dann aber nur noch „Kühe“, wenn ich welche sehe… Jetzt war jedenfalls noch Begeisterung angesagt.
Kurz danach standen mehrere Autos an Rand. Alles schaute suchend in den Busch. Als wir fragten, wurde uns erklärt, dass hier bis vor kurzem mehrere Löwen gelegen hätten. Jetzt seien sie aber wohl anscheinend Richtung Wasser weitergezogen, zumindest wäre hier im Moment nichts zu sehen. Schade, das wäre es natürlich gewesen. Gerade mal eine halbe Stunde im Park und schon die ersten Löwen gesehen. Wir fuhren den Weg noch ein Stück sehr langsam entlang, aber die Löwen blieben verschwunden.
Am Hide war kaum etwas los. Lediglich ein paar Impalas standen in Wassernähe.
Wir machten uns daher recht bald wieder auf den Weg zum Picknickplatz. Als wir am Masorini Wasserloch vorbeifuhren, standen sie auf einmal da: Elefanten! Endlich! Und gleich mehrere Tiere!
Mara war total begeistert. Das war schon etwas anderes als die einsamen Elefantenbullen im Pilanesberg NP. Nach einer Weile fuhren wir weiter zum Masorini Picknickplatz und verspeisten unser Mittagessen: Salamibrötchen und zum Nachtisch Mandarinen. Irgendwie seltsam dieser Mandarinengeruch bei über 25°C Außentemperatur…;)
Während des Essens konnten wir durch die Büsche beobachten, wie die Elefanten wieder vom Wasserloch abzogen. Als wir wieder im Auto saßen und an der Abbiegung zur H9 standen, kamen gerade noch zwei Tiere aus dem Busch, direkt seitlich auf Emma zu. Der Abstand betrug ungefähr noch 10m. Dem vorderen Elefant missfiel es offensichtlich sehr, dass wir ihm im Weg standen. Er wedelte heftig mit den Ohren und trompetete laut. Mara verfolgte das alles mit offenem Mund, während Micha eilends dafür sorgte, dass wir aus dem Weg kamen.😮
Zwischen dem Masorini und dem Erfplaas Wasserloch gab es einen Weg, der lediglich für Fahrzeuge mit höherem Bodenabstand gekennzeichnet war. Allerdings war der auf unserer Karte von 2008 noch nicht eintragen. Micha machte sich Hoffnung auf eine „Hoppelstrecke“ und wollte ihn unbedingt fahren. Ich war dagegen, da wir ja keine Ahnung hatten, wohin der Weg führen würde. Zähneknirschend gab Micha nach. Als sich anhand der später gekauften aktuellen Karte von 2012 herausstellte, dass das Ganze tatsächlich eine passende Strecke gewesen wäre, durfte ich mir einiges anhören…😗
So fuhren wir weiter auf der H9, bis die Abzweigung auf die S 132, später S133 kam. Nach unseren ersten Sichtungserfolgen sah es nun wieder ziemlich mau aus, aber das mag auch an der Uhrzeit gelegen haben. Ohne größere Aufenthalte erreichten wir die H14 und überquerten den Letaba. Dort sahen wir einige Wasserböcke grasen. Weiter ging es Richtung Norden bis zur H1-6. Am Confluence Lookout machen wir einen kurzen Zwischenstopp. Dort war allerdings statt viel Wasser nur eine kleine Pfütze zu sehen. Danach beschlossen wir, jetzt erst einmal ins Camp zu fahren. Dort kamen wir gegen viertel vor drei an.
Als mir die Rezeptionistin unseren Bungalow auf der Karte markierte, schwante mir schon böses, aber ich war nicht geistesgegenwärtig genug, sofort zu protestieren. Sie hatte uns die Nr. 16 zugewiesen, den Bungalow, an dem der gesamte Verkehr des Camps vorbeiführt. Nachdem wir uns die Lage angeschaut hatten, beschlossen wir, einen Tausch zu versuchen. Nachdem wir versichert hatten, im Haus selbst nichts angerührt zu haben, konnten wir den Schlüssel glücklicherweise gegen Nr. 40 tauschen, der um einiges ruhiger liegt.
Wir hatten einen Bungalow für 4 Personen gebucht, das zweite Zimmer mit Stockbett. Alles war Kruger typisch natürlich alles ziemlich eng, aber Mara freute sich wieder sehr, zumindest ein bisschen Platz für sich alleine zu haben. Wirklich nervig fand ich lediglich, dass es in der Küche kein Spülmittel gab und auch auf unsere Bitte hin keines organisiert wurde. Das haben wir in keinem anderen Camp erlebt. Also spülten wir eben mit Maras Duschgel…
Da Mara heute den Mittagsschlaf hatte ausfallen lassen und daher erfahrungsgemäß spätestens gegen sieben ins Bett will, entschlossen wir uns, den Rest des Tages im Camp zu verbringen und früh zu Abend zu essen. Zur Abwechslung gab es Pasta mit Tomatensauce.
Wir saßen danach zu zweit noch einige Zeit auf der Terrasse. Die wunderbare Ruhe im Busch wollte sich allerdings nicht einstellen, dafür war es rings um uns einfach viel zu laut. Irgendwo wurde eine Party gefeiert. Nun ja, die Nachteile eines Main Camps. Nächstes Mal werden wir uns wohl für die Bush Camps entscheiden.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200603. Sept. 2012 · #33
04.08.2012: Rund um Mopani oder der Tag des Büffels
Am nächsten Morgen packten wir neben der Fotoausrüstung auch unsere Dreckwäsche ins Auto, wir wollten direkt nach dem Gamedrive zur Wäscherei rüberfahren.
Wir entschieden uns dafür, auf der H1-6 weiter nach Norden zu fahren, um dann am Top of Capricorn caim auf die S144/S143 abzubiegen. Große Erwartungen hatten wir angesichts doch sehr buschigen Landschaft nicht wirklich. Mopani schien nicht so ganz unser Ding zu sein. Es ging dann aber gleich relativ erfolgreich los, wir sahen kurz nach dem Start aus dem Camp mehrere Giraffen und Büffel. Dann kam erst mal wieder lange nichts. Kurz vor dem Tihongonyeni Wasserloch entdeckten wir die ersten Tsessebe-Antilopen. Als wir wenig später das Wasserloch erreichten, konnten wir uns über eine rege Tierwelt freuen: Zunächst waren wenige Zebras, eine Tsessebe-Antilope sowie eine Roan-Antilope zu sehen. Kurz darauf kamen ein Sekretär dazu und einige Zeit später drei Schabraken-Schakale, die rund um das Wasserloch miteinander fangen spielen. Zum Schluss tauchten noch zwei anscheinend miteinander rivalisieren Zebraherden auf, die immer wieder versuchten, einander zu verjagen.
Weiter ging es an einem offenbar recht frisch abgebrannten Stück vorbei, das noch leise vor sich hinkokelte. Mitten hindurch spazierte ein weiterer Sekretär. Kurz darauf sahen wir noch ein Steinböckchen,eine Manguste und einen Hornraben. Da wir dieses Mal ein weisses Auto hatten, hat uns der Hornrabe in Ruhe gelassen. Im letzen Urlaub mit rotem Polo hatten die lieben Tiere angefangen, am Auto herumzupicken...😠
Als wir auf der S50 am Wasserloch Nshawu No. 3 stoppten, sahen wir zwar keine Tiere, aber mehrere junge Südafrikaner, die versuchten, ihren mit dem Hinterrad im Matsch steckengebliebenen Renault wieder flott zu bekommen. Da wir natürlich kein Abschleppseil an Bord hatten, konnte Emma nicht weiterhelfen. Auf einen Rancher warten wollten sie auch nicht unbedingt. Kurz entschlossen stieg Micha trotz Maras leicht panischem „Nein, Papa, man darf hier nicht aussteigen!“ aus dem Auto und half den Jungs, das Auto aus dem Matsch zu schieben. Das ging glücklicherweise innerhalb von kürzester Zeit. 🤩
Vorbei am zu diesem Zeitpunkt leeren Mooiplaas Wasserloch erreichten wir den Mooiplaas Picknickplatz, wo wir gegen halb zehn endlich frühstückten. Mara hatte sich unterwegs schon mit einem Joghurt und einem Müsliriegel versorgt. Der Picknickplatz ist recht schön angelegt. Es gibt einige Bäume, die Schatten spenden. Die Vogelbelästigung durch Tokos und Glanzstare während des Essens hielt sich noch in Grenzen, da haben wir im Laufe der Reise noch weitaus schlimmeres erlebt. Affen waren erfreulicherweise keine zu sehen, dafür gab es massenhaft Eichhörnchen. Aber die haben es ja wenigstens nicht aufs Essen abgesehen. Danach schauten wir noch kurz am Fluss vorbei und beobachteten einige Vögel.
Anschließend ging es weiter zum Pionieer Hide, wo wir zu Maras großer Freude endlich wieder Hippos sichteten. Außerdem gab es einige Krokodile zu sehen.
Danach fuhren wir ins Camp zurück und wollten endlich unsere Wäsche waschen. Das wurde leider nichts, da beide Maschinen besetzt waren und nicht ersichtlich war, wann diese fertig sein würden. Den Nachmittag mit Warten dort verbringen wollten wir dann auch nicht. Also wusch ich einen Teil der Sachen von Hand aus. Als Wäscheleine kam der Transportspanngurt des Kindersitzes zum Einsatz, der im Laufe der Reise auch noch als Kühlschranksicherung vor den Affen gedient hat. Außerdem wurde die Leiter des Hochbetts umfunktioniert… Danach gönnten wir uns alle erst mal eine ruhige Mittagspause.
Am späten Nachmittag starteten wir erneut zum Gamedrive. Geplant hatten wir, vorbei am Mooiplaas Wasserloch das Dreieck S50/S49 zu fahren. Mara war aber von unserem Besuch am Pionieer Hide so begeistert gewesen, dass sie da unbedingt nochmals hinwollte. Dieses Mal hatten wir das Glück, dass sich die Hippos relativ nahe an der Brücke aufhielten. Wir mussten also gar nicht bis zum Hide fahren und dort aussteigen, sondern konnten sie schon von der Brücke aus gut beobachten. Als Mara die Weiterfahrt genehmigt hatte, fuhren wir endlich richtig Mooiplaas. Kurz bevor wir am Wasserloch ankamen, wunderten wir uns schon über die großen Mengen Staub in der Luft. Dann sahen wir den Grund: Büffel. Und zwar eine riesige Herde. So viele Tiere auf einmal hatten wir vorher noch nie gesehen. Es war ein absolut unglaubliches Bild.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200603. Sept. 2012 · #34
Mitten in der Büffelherde stand noch ein einsamer Elefant, der sich angesicht der wirklich riesigen Menge an Büffeln nicht so ganz wohlgefühlt haben muss…
Nachdem wir längere Zeit am Wasserloch geblieben waren, entschieden wir uns, jetzt die geplante Runde zu fahren und danach nochmals an Wasserloch zu fahren. Unterwegs war allerdings absolut nichts Aufregendes zu entdecken. Gegen viertel nach fünf waren wir wieder am Wasserloch und warteten dort auf den Sonnenuntergang.
Nachdem wir kurz vor sechs wieder im Camp angekommen waren, entschieden wir uns, heute auf das Kochen zu verzichten und das Restaurant von Mopani zu testen. Die Karte entspricht dem Standardangebot, das es in den meisten Camps gibt. Wir entschieden uns für einen Grillteller und Mara mal wieder für Würstchen mit Pommes. Das Restaurant in Mopani ist ein reines Außenrestaurant, das abends nicht allzu gut beleuchtet ist. Wer Wert darauf legt, sein Essen genau zu sehen, sollte eine Stirnlampe zum Essen mitbringen. Wir haben uns mit Kerzenlicht begnügt.
Danach machten wir zu Maras großer Freude eine kleine Taschenlampenwanderung durch das Camp bis zu unserem Bungalow. Nachdem ich auch an diesem Abend schnell wieder unsere Koffer und Taschen so weit als möglich zusammengepackt hatte, beendeten wir diesen Abend noch mit einem gemütlichen Savanna auf der Terrasse und anschließend einem guten Buch im Bett. Zuvor hatten wir noch kurz besprochen hatten, wie wir morgen weiter nach Olifants fahren wollten.
Fazit Mopani: Die Umgebung von Mopani hat ihren bei uns nicht allzu guten ersten Eindruck am zweiten Tag eindeutig wiederlegt. Sowohl der Morning Drive mit unseren Sichtungen am Tihongonyeni Wasserloch als auch der Evening Drive mit der Büffelherde am Mooiplaas Wasserloch waren ein tolles Erlebnis. Lediglich das Camp hat uns nicht überzeugt. Zu groß, zu laut, zu eng bebaut. Bei unserem nächsten Kruger Besuch werden wir auf die Annehmlichkeiten von Shop und Restaurant verzichten (und Maras Eisvorrat so mitführen..) und in Buschcamps übernachten.
Alexa1'249 Beiträge · seit 201204. Sept. 2012 · #35
Liebe Susanne, schön, dass Du so fleißig schreibst, da kriege ich noch viel mit bevor es losgeht bei uns! Die Bilder sind so schön, v.a. das mit dem Elefanten zwischen den Büffeln, Wahnsinn! Und auch die Sonnenuntergangsbilder sind toll. Ich kann Mara sehr gut verstehen, ich hoffe auch auf viele, viele Hippos 🤩 Liebe Grüße, Alexa
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Sept. 2012 · #36
05.08.2012: Auf dem Weg nach Olifants oder der Hippotag
Mara wachte am nächsten Morgen wieder um kurz nach halb sechs mit der Frage auf, wann wir denn wieder Tiere gucken gehen würden.:)
Also zogen wir uns zügig an, beluden Emma und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel Olifants. 2008 hatten wir in Olifants lediglich gefrühstückt, als wir auf dem Weg von Satara nach Letaba waren. Nachdem wir das Camp damals sehr hübsch gefunden hatten, haben wir hier auf dieser Reise ebenfalls zwei Nächte eingeplant.
Zunächst fuhren wir auf der Teerstraße H1-6 Richtung Letaba. Allerdings kamen wir nicht besonders weit, das sich wenige Kilometer nach Mopani ein Stau bildete. Ihr ahnt es wahrscheinlich schon: Die Büffelherde von gestern hatte ihr Nachtquartier am Wasserloch abgeschlagen und zog weiter. Und das in aller Seelen- und Gemütsruhe über die Straße. Manche der lieben Tierchen blieben auch mitten auf der Straße stehen und beobachteten interessiert die Autos um sie herum. Wir standen ungefähr an 5. Stelle in der Schlange und beobachteten nach einer Weile nicht mehr die Büffel, sondern das Verhalten der Autofahrer. Der an zweiter Stelle schien es nämlich ungeheuer eilig zu haben und nötigte das vor ihm stehende Fahrzeug, immer weiter auf die Tiere zuzufahren. Um an ihm vorbeizufahren und die Sache selbst anzugehen, fehlte ihm aber anscheinend der Mut. Nach ungefähr einer halben Stunde zentimeterweisem Vorrücken fasste sich der Vordermann dann ein Herz und fuhr vorsichtlich auf die Büffel zu, die auch freundlich Platz machten. Angesichts der Größe der Herde hätten wir bei weiterem Warten hier wohl den Vormittag verbringen können…
Danach ging es ohne weitere Zwischenfälle nach Letaba. Unterwegs sahen wir noch einen Elefanten, ein Kudu mit Baby, Wasserböcke am und im Fluss sowie einen Strauß. Kurz vor Letaba spazierte dann noch eine Giraffe über die Straße.
Wir entschieden uns dazu, in Letaba Frühstückpause zu machen und steuerten die Day Visitor Area an, die etwas außerhalb von Letaba liegt und durch einen Steg mit dem Camp verbunden ist. Es gibt sogar einen separaten Pool, der allerdings 10R Eintritt kostet. Der Picknickplatz ist schön und schattig angelegt. Gasgrills hätte man für 19R mieten können, wir hatten uns allerdings für ein Continental Breakfast mit Brot und Marmelade entschieden.
Der Picknickplatz war vogel- und affenfrei. Es spazierten lediglich zwei Buschböcke durch die Gegend, die sich aber nicht für unser Essen interessierten. Zurück am Auto entledigten wir uns unserer wärmeren Kleidungsschicht. Die Temperatur hatte merklich zugenommen, es war gegen zehn Uhr schon ziemlich heiß.
Nach Letaba bogen wir auf die S46/S93 am Letaba-Fluss entlang Richtung Olifants Lookout ein. Diese Strecke waren wir 2008 schon mit einem Polo gefahren und hatten angesichts der teilweise recht heftigen Bodenwellen/Löchern an den Flussloops wenig Spaß daran. Mit Emma sollte das nun anders werden. Sie schaffte es natürlich spielend durch die Unebenheiten, so dass Micha und Mara wieder viel Spaß hatten.;)
Unterwegs sahen wir zunächst jede Menge Hippos. Laut den Angaben auf unserer Kruger Karte gibt es im Park ungefähr 3100 Tiere. Nach dieser Strecke hatten wir das Gefühl, mindestens die Hälfte davon gesehen zu haben.
Daneben konnten wir noch einige Elefanten, Wasservögel und eine Giraffe beobachten.
Als wir am Olifants Lookout gegen kurz vor ein Uhr ausstiegen, wollten wir die Autotüren gleich wieder zumachen. Es war für winterliche Verhältnisse unglaublich heiß. Natürlich sind wir trotzdem ausgestiegen und konnten uns auch gleich an einer Elefantenherde erfreuen, die den Wasserflecken nach zu urteilen gerade von einer Badeparty am Fluss gekommen war. Aber auch ohne Elefanten ist der Blick auf den Olifants Fluss ein wirklich toller Anblick.
Auf den Elefantenbildern sind übrigens noch ziemlich viele entwurzelte Bäume u.ä. vom Hochwasser zu Beginn des Jahres zu sehen. Gerade in der Gegend um Olifants scheint es besonders extrem gewesen zu sein. Hier sind uns noch die meisten Überreste davon aufgefallen.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Sept. 2012 · #37
Danach machten wir uns auf den Weg ins Camp, wo wir um kurz nach zwei unseren Bungalow bezogen. Leider hatten wir trotz Buchung im November hier keine Unterkunft mehr mit Küche bekommen. Wir bekamen die Nummer 39. Dieser liegt in der zweite Reihe am Fluss, so dass wir von unserer Terrasse aus immerhin noch einen kleinen Blick auf den Fluss erhaschen konnten. Ansonsten gibt es für diesen Bungalow mit drei Betten eigentlich nur ein Wort: Eng. Wir wussten kaum, wohin mit unserem Gepäck. Da überall Warnschilder wegen der Affen hingen (wir haben aber keinen einzigen gesehen), kam wieder unser blauer Spanngurt zum Einsatz: Dieses Mal als Kühlschrankschutz.
Anschließend traten wir unseren fast schon obligatorischen Gang in den Shop an und kauften unser mittägliches Eis. Es war interessant zu beobachten, wie schnell Mara lernte, Eis ziemlich unfallfrei zu essen…
Mit unserem Eis setzten wir uns auf die Aussichtsbänke und genossen die wirklich traumhafte Aussicht auf den Fluss. Das hatte uns schon bei unserem letzten Besuch total fasziniert. Mara beobachtete derweil interessiert, wie sich das 1556. Hippo dieses Tages ins Wasser lief und in den Fluten verschwand.
Am späten Nachmittag brachen wir dann erneut zu einem Gamedrive auf. Geplant hatten wir, die Rundtour H8/S91/S92 zu fahren. An der Kreuzung H8/S92 mussten wir dann aber leider feststellen, dass die H8 komplett gesperrt war. Damit hatte sich unser Rundkurs erledigt. Wir entschieden uns also dazu, den Fluss entlang auf der S92 zu fahren. Leider war die Straße durch die Umwidmung zur Hauptstraße sehr stark befahren. Die Bäume und Büsche rechts und links waren alle mit einer dichten Staubschicht bedeckt und sahen nur noch grau aus. Nachdem diverse Male Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbeigeprescht waren und damit eigentlich fast alle Hoffnungen auf Tiersichtungen zunichtemachten, entscheiden wir uns dazu, über die Brücke Richtung Balule abzubiegen. Aber auch das ging leider nicht. Die Brücke war beim Hochwasser zerstört und bislang noch nicht vollständig wieder aufgebaut worden. Also blieb uns nur die S92. Die beiden Sperrungen sollten sich noch ziemlich negativ auf unsere Planungen für die nächsten beiden Tage auswirken.
Als wir schon kurz vor dem Wenden zur Rückfahrt ins Camp waren, sahen wir halb auf der Straße unmittelbar nach einer Kurve eine Herde mit einem ziemlich kleinen Kalb halb auf der Straße stehen und fressen.
Nachdem wir sie eine Weile beobachtet hatten, fuhren wir vorsichtig an Ihnen vorbei, um einige Zeit später zu wenden. Als wir sie gerade wieder passiert hatten und die Kurve erreichten, kam uns ein Fahrzeug mit gerade noch erlaubter Geschwindigkeit entgegen. Micha gab ihnen Handzeichen und wies sie darauf hin, dass hinter der Kurve ein größeres Hindernis auf der Straße stand. Ich möchte nicht wissen, wie die Geschichte sonst ausgegangen wäre…🤔
Wir fuhren die Staubautobahn zurück ins Camp und machten uns, da wir ja ohne Küche waren, auf den Weg ins Restaurant. Da wir den Ausblick auf den Fluss noch etwas genießen wollten, suchten wir uns einen Tisch auf der Terrasse. Dabei hatten wir allerdings zwei Dinge nicht bedacht: 1. Es gibt keine Kerzen, Lampen o.ä. auf den Außentischen. Entweder man hat das Glück, in der Nähe einer der wenigen Lichtquellen zu sitzen, man hat eine Stirnlampe oder man isst im Dunkeln. 2. Es gibt jede Menge Fledermäuse in Olifants. Bei nicht allen scheint das Hindernis-Radar völlig problemlos zu funktionieren.
Nachdem wir bereits nach der Getränkebestellung quasi im Dunkeln saßen, entschieden wir uns dazu, doch besser zum Essen nach drinnen zu gehen. Da die Karte genau dieselbe wie in Mopani war, nahmen wir die Option war, uns am Buffet zu bedienen. Es gab ein kleines Salatbuffet und als Hauptgericht Roastbeef oder Hühnchencurry mit Kartoffeln oder Reis, Butternut und diversen Saucen. Es schmeckte alles sehr lecker, aber der Preis anschließend konnte sich dann auch sehen lassen: 149R pro Person. Mara durfte netterweise ihr wie üblich ziemlich kleine Portion umsonst essen.
Zurück im Bungalow überlegten wir uns bei einem Savanna, wie wir das Problem mit der Straßensperrung morgen lösen sollten, da diese unsere geplante Route doch um einiges verlängern würde. An diesem Abend war es so warm, dass wir die Klimaanlage brauchten, um den Raum auf eine halbwegs angenehme Schlaftemperatur herunterzukühlen. Noch bis nach zehn saßen wir in kurzen Hosen und T-Shirt draußen auf der Terrasse und genossen den Sternenhimmel und die relative Ruhe.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Sept. 2012 · #38
Hallo Alexa,
wenn Du Hippos sehen willst: Fahr einfach die Strecke am Fluss von Letaba nach Olifants. So viele Hippos haben wir noch nie an einem Tag gesehen. Lediglich Berg-en-Dal war eher hipporam, sonst gab es an vielen Hides Hippos zu entdecken.
Ich beneide Dich ein bisschen, dass ihr die Reise noch vor euch habt...;)
Alexa1'249 Beiträge · seit 201206. Sept. 2012 · #39
Hallo Susanne, Du machst mir Hoffnung auf viele Hippos 🤪 Tolle Bilder wieder, da habt Ihr ja wirklich sehr viel gesehen! Ich werde langsam nervös, morgen geht's los 🤩 Liebe Grüße, Alexa
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200607. Sept. 2012 · #40
07.08.2012: Rundtour über Timbavati
Auch an diesem Morgen weckte uns Mara um kurz vor sechs. Nachdem wir uns zügig angezogen hatten (in diesem Urlaub ging das auch bei Mara meistens erstaunlich schnell…;) ), packten wir die Sachen fürs Frühstück in die Kühltasche und starteten.
Geplant hatten wir eine Rundtour Richtung Süden über den Timbavati Picknickplatz, an dem wir unsere Frühstückspause einlegen wollten. Da, wie im letzten des Teil des Reiseberichts bereits beschrieben, die H 8 leider gesperrt war, mussten wir wieder den Umweg über die Staubautobahn S 92/S91 fahren, wo angesichts des hohen Verkehrsaufkommens bis auf ein paar Impalas leider absolut nichts zu sehen war. Kurz vor der Abzweigung zur H8 kreuzte dann noch Streifenschakal unseren Weg. Er lief allerdings so überraschend kurz vor unserem Auto über die Straße, dass zum Fotografieren leider keine Zeit blieb.
Nach 5km auf der H8 bogen wir schließlich auf die Timbavati Road S39 ab. Auf der gesamten Strecke bis zum Picknickplatz begegnete uns lediglich ein anderes Auto. Der erste Teil der Strecke war von Vogelbeobachtungen gekennzeichnet:
Am Goedgegun Wasserloch konnten wir einen Graureiher sowie Nilgänse beobachten.
Am Rondevaal Wasserloch kam noch ein Afrikanischer Löffler dazu.
Auf der weiteren Strecke zum Picknickplatz begegneten wir immer wieder großen Impalaherden. Micha äußerte schon die Hoffnung, dass es doch sicher auch Leoparden in dieser Gegend gäbe angesichts der großen Menge an Fressbaren. Aber auf diese schönen Tiere mussten wir noch ein paar Tage warten.
Am Piet Grobler Dam durften wir unserer Hippo-Liste ein paar weitere Tiere hinzufügen. Auch dieses Mal waren wieder einige Jungtiere mit dabei.
Außerdem sonnte sich dort ein süsses kleines Baby-Croc.
Kurz vor dem Picknickplatz sahen wir dann noch unseren ersten Weißrückengeier, der offensichtlich an einem Nest baute.
Der Timbavati-Picknickplatz ist schön an am gleichnamigen Fluss gelegen. Bei uns war das Flussbett natürlich ausgetrocknet. Da wir bei unserem gestrigen Einkauf im Shop nicht nur Eis, sondern auch Eier gekauft hatte, mieteten wir heute einen Gasgrill und Micha machte zu Maras Freude ein Frühstück mit Rührei, Würstchen und geröstetem Toast.
Kaum hatten wir das Essen ausgepackt, waren wir sofort von Vögeln umringt. Insbesondere die spitzschnabeligen Tokos kannten keinerlei Scheu und kamen sehr nah heran. Als mir beim Apfel schneiden aus Versehen ein Stück Kernhaus herunterviel, balgten sich sofort 6 Vögel darum. Ich gebe zu, mir war nicht wirklich wohl dabei, diese spitzen Schnäbel so nahe bei uns zu haben, auch wenn mir von unseren südafrikanischen Tischnachbarn mehrfach versichert würde, dass die ganz harmlos wären und gar nichts tun würden….😗
Die beiden Buschböcke hingegen, die es sich beim Picknickplatz offensichtlich häuslich eingerichtet haben, ignorierten uns Menschen dagegen völlig.
Nach dem Abspülen und Zusammenpacken machten wir uns auf den Rückweg. Inzwischen hatte sich der Himmel verdunkelt und einige dicke Regenwolken hingen über uns. Kurze Zeit später fing es tatsächlich an zu tröpfeln. Wir zählten exakt zehn Topfen auf der Windschutzscheibe. Danach war der Spuck vorbei und wenige Minuten später strahlte auch wieder die Sonne. Vielleicht hatte sich die Wolke im Monat vertan und ihren Irrtum eingesehen….
Von der S127 bogen wir auf die H8 ab. Leider war auch die Asphaltstrecke nicht übermäßig viel tierreicher als die Nebenstrecke. Wir konnten aber immerhin eine Kuduherde, mehrere Elefanten und eine Zebrafamilie sehen, bevor wir den Gamedrive wieder mit Vogelbeobachtungen abschlossen: Auf einem Baum mit mehreren Nestern saß ein Marabu und kurz vor dem Camp konnten wir noch einen Geier, von dem ich aber nicht sicher bin, um welches Exemplar es sich handelt, da er uns leider nur seine Rückenansicht präsentiert hat, beobachten. Meine Vermutung ist, dass es sich um einen Wollkopfgeier gehandelt hat.