Das Glück ist mit den Dummen

Reisebericht 49 Antworten · 34,9k Aufrufe · gestartet 08. Mai 2011 von Kathy_loves_Africa
Themenstarter487 Beiträge · seit 201108. Mai 2011 · #1
Hallo zusammen!

„Das Glück ist mit den Dummen ;-)“ Dies war an vielen Tagen unserer Reise immer wieder unser Gedanke! Es war an irgendeinem Tag unserer Reise, irgendwo im KTP, keine Ahnung mehr, wann und wo genau der Gedanke kam: Hey, das wird die Überschrift für unseren Reisebericht! „Das Glück ist mit den Dummen ;-)“

Doch nun von vorne. Wir, das sind mein Mann (Marco_1311) und ich, waren nun zum dritten Mal im südlichen Afrika unterwegs. Bereits das dritte Mal ging es in den KTP, da dies unser absoluter „Lieblingspark“ ist, aber zum ersten Mal auch in den südlichen Teil Namibias…

Das erste Mal flogen wir auch mit Air Namibia, oftmals hatten wir eher Schlechtes gehört, doch wir flogen pünktlich von Frankfurt in diesem doch etwas älteren Flieger los und landeten pünktlich in Windhoek. Für alle, die immer über Verspätungen klagen, wir hatten Glück!!! Alles hat reibungslos geklappt!

Nach den Einreiseformalitäten, die doch etwas Zeit in Anspruch nahmen, musste ich dann am Gepäckband feststellen, dass meine neue Reisetasche wohl irgendwo hängen geblieben sein musste und der Reißverschluss offen war. Doch glücklicherweise fehlte nichts und auch die Tasche ließ sich reparieren.
Überrascht waren wir dann auch, dass bereits zu so früher Morgenstunde der Schalter der Mietwagengesellschaft besetzt war und wir ohne lange Wartezeit unser Auto bekommen sollten. Von Deutschland aus hatten wir nochmals telefoniert, damit wir auch wirklich einen 4WD mit zweitem Ersatzrad bekommen. 2009 hatten wir in Südafrika schon einmal einen nagelneuen VW-Bus, anstatt eines 4WD angeboten bekommen, was natürlich völlig unmöglich war, um nach Gharagab oder Bitterpan zu fahren. Dies sollte nicht wieder passieren… Da wir uns auf den versprochenen Hilux eingestellt hatten, waren wir verwundert, dass ein anderes Auto auf dem Formular stand. Ohje, nicht schon wieder ein nicht 4WD-taugliches Auto auf unserer geplanten Strecke…

Grüße
Kathy & Marco
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013
2'721 Beiträge · seit 200608. Mai 2011 · #2
na, da bin ich mal auf die sicher spannende Fortsetzung gespannt.
Gisela
842 Beiträge · seit 201008. Mai 2011 · #3
Hallo Ihr Beiden!

Ich freue mich auf Euren Bericht!

Beste Grüße
Antje
Themenstarter487 Beiträge · seit 201109. Mai 2011 · #4
1.Tag: 16.04.2011
Windhoek - Kalahari Anib Lodge
324,6 km

… auf die Nachfrage, warum wir keinen Hilux bekommen, meinte die nette Dame am Schalter nur, wir sollten draußen einmal nach dem Auto schauen und wenn wir nicht zufrieden wären, sollten wir noch einmal zurückkommen. Aber dies mussten wir nicht tun! Um „unser Auto“ schlich schon ein anderer Mann herum, der es gerne gehabt hätte… Wow, ein nagelneuer VW Amarok!!! Tipptopp!!! 122 km!!! Na, das Glück ist eben mit den Dummen 😉

Amarok.jpg


Wir verstauten sogleich unser Gepäck und machten uns auf nach Windhoek, um dort unsere Vorräte für die ganzen nächsten Tage einzukaufen. Nach langen zwei Stunden im Supermarkt und danach vollgeladenem Auto für die nächsten zwei Wochen, machten wir uns auf in Richtung Kalahari Anib Lodge.
Auf der Suche nach der B1 Richtung Rehoboth landeten wir mitten in einem Wohngebiet. Es war jedoch das einzige Mal, dass uns die tolle Tracks-4-Africa-Karte in die Irre führte, was aber auch an der Baustelle und den gesperrten Straßen in Windhoek gelegen haben könnte. Nunja, irgendwann fanden wir den richtigen Weg und genossen zum ersten Mal die grüne, wunderschöne Landschaft Namibias.
Kurz hinter Kalkrand hörten wir dann einen dumpfen Knall. Durch den Rückspiegel sahen wir Tropfen an der Heckscheibe. Bei der nächsten Gelegenheit hielten wir an und sahen das Malheur. Eine 2-Liter Flasche in unseren Kartons war geplatzt! Glück im Unglück hatten wir, da die Flasche nicht im Fahrerraum geplatzt war, sonst hätten wir wohl unsere Reisetaschen und Klamotten trocknen müssen…
Auf direktem Weg fuhren wir weiter zur Kalahari Anib Lodge, bezogen unser schönes Chalet und beseitigten dann erst einmal das nasse Chaos im Auto. Den Karton räumten wir aus und ließen ihn in der Sonne trocknen.

KalahariAnibLodge.jpg


Danach machten wir noch einen kleinen Rundgang auf den Walking Trails und genossen den Sonnenuntergang am äußeren Swimmingpool der Lodge. Eine riesige Gewitterwolke hing am Himmel und immer wieder hörten wir ein Grollen in der Ferne. Während ich mich kurz unter die Dusche stellte, prasselte ein kurzer, aber heftiger Gewitterschauer auf unser Chalet nieder.

Gewitterwolken.jpg


Um 19 Uhr war Abendessen angesagt. Wie in der Kalahari Anib Lodge üblich, wurde das Menü in Englisch, Deutsch und der Klick-Sprache vorgestellt. Es war richtig köstlich und beim Essen im Freien stellte sich das richtige Afrika-Feeling ein. Gegen 21 Uhr fielen wir müde ins Bett, die erste Nacht in Namibia lag vor uns, traumhaft!

Sonnenuntergang.jpg



Liebe Grüße
Kathy & Marco
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zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013
136 Beiträge · seit 201109. Mai 2011 · #5
Hi.
Dann bin ich ja gespannt, wie Eure Erfahrungen mit dem überraschenden Mietwagen so waren.
Ob ein VW mit einem Toyota mithalten kann, wird ja bestimmt noch aufgeklärt.... 🙂
Schönen Tag noch.
Seber
http://www.flugstatistik.de
Themenstarter487 Beiträge · seit 201110. Mai 2011 · #6
2.Tag: 17.04.2011
Kalahari Anib Lodge - Urikaruus
362,9 km

Nach dem Frühstück unter afrikanischem Himmel konnten wir den nun getrockneten Karton wieder einräumen, packten unsere anderen Sachen zusammen und machten uns auf Richtung KTP. Die Vorfreude war riesig, KTP wir kommen!!! Unterwegs kauften wir noch im Red Dune Camp köstliches Wildfleisch für die nächsten Tage ein und hofften, dass es an der Grenze nach Mata Mata damit keine Probleme geben würde. Unterwegs begegneten uns die ersten Warane an der Straßenseite und über dem grünen Auob-Tal flog eine große Gruppe Marabus.

Marabus1.jpg


Marabus2.jpg


Mit jedem Kilometer wurde die Vorfreude auf den KTP größer. An der Grenze in Mata Mata angekommen, schlug die Stunde der Wahrheit. Wir füllten das Formular aus, danach kontrollierte der Zollbeamte das Auto, er hatte nichts zu beanstanden. Holzkohle war erlaubt und nach dem Fleisch fragte er nicht 🙂 Also fuhren wir zur Rezeption und checkten ein. Im Anschluss kontrollierte noch einmal ein südafrikanischer Beamter unsere Pässe, dann ging die Schranke hoch. Juhu, wir sind da!!! Wir kauften noch schnell Holz, reduzierten den Reifendruck und suchten sodann die neue Ausfahrt aus dem Camp in Mata Mata. Schon kurz darauf sahen wir die ersten Kuhantilopen, Springböcke und Oryx-Antilopen. Es war unbeschreiblich, wie grün das Auob-Tal war, nachdem unsere letzten beiden Aufenthalte im Juni bzw. Oktober waren, wo hier alles recht trocken war. Überall sprieste das Gras und die Strauße leuchteten noch viel intensiver in diesem Grün. Zudem sahen wir viele Kori Bustards und einen Secretary Bird. Kurz vor Urikaruus lag eine kleine Puffotter auf der Straße. Irgendwie fühlte sie sich von uns gestört und verzog sich ins hohe Gras.

Puffotter.jpg


Im Camp angekommen, wurden wir von Eric begrüßt, luden unser Auto aus und machten uns später noch einmal zu einem Game Drive auf. Giraffen zupften genüsslich Blätter von den Bäumen, ein großer Geier erhob sich in die Luft, nachdem er ständig von einem Falken attackiert wurde, riesige Springbockherden, und, und, und…

Giraffe.jpg


Pünktlich kehrten wir wieder ins Camp zurück, entzündeten unser erstes Braai-Feuer und backten das erste Potje-Brot. Eine Tüpfelhyäne besuchte unterdessen das Wasserloch in Urikaruus.
Die erste Nacht im KTP war eher unruhig, da unsere Untermieter sehr lärmten. Wir mussten feststellen, dass wir anstatt eines „2-Bed-Chalets“ eher ein „3-oder-mehr-Bat-Chalet“ gebucht hatten 😉 Juhu KTP, endlich angekommen!!!


Liebe Grüße
Kathy & Marco
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zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013
42 Beiträge · seit 200910. Mai 2011 · #7
Hallo Ihr zwei,

hach wie schön... da kommt man doch gleich wieder ins Schwärmen...

LG Nina
0
1'483 Beiträge · seit 200910. Mai 2011 · #8
Hallo ihr zwei,
es macht Spaß euch virtuell zu begleiten. Freue mich auf die Fortsetzung.

LG Reinhard
Themenstarter487 Beiträge · seit 201110. Mai 2011 · #9
Hallo,

vielen lieben Dank für eure Rückmeldungen! Finde es schön, wenn ihr euch auf den Reisebericht freut, denn es ist mein Erster! Das mit VW und Toyota wird natürlich noch geklärt, ein kleines Problem gab es da ja noch, allerdings erst am vorletzten Tag unserer Reise 😉
Fortsetzung kommt bestimmt morgen!

Lieber Gruß

Kathy
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265 Beiträge · seit 200611. Mai 2011 · #10
Freu mich auch euren Bericht zu lesen und die schönen Fotos anzuschauen 🙂
Viele Gruesse aus Rhein-Main Silke
Themenstarter487 Beiträge · seit 201111. Mai 2011 · #11
3.Tag: 18.04.2011
Urikaruus
108,4 km

Kurz vor 5 Uhr wurden wir endgültig wieder wach, da die „Untermieter“ uns keine Nachtruhe mehr gönnten. Da am Urikaruus-Wasserloch nichts Aufregendes passierte, machten wir uns schon früh zu einem Game Drive auf. Wir fuhren Richtung Mata Mata bis zum Veertiende Boorgat. Zu den üblichen Tieren wie Oryx und Gnus, sahen wir eine große Springbockherde im Morgenlicht und mehrere Greifvögel.

Springbockherde1.jpg


Gnu.jpg


Kurz vor dem Dertiende Boorgat entdeckten wir frische Katzenspuren im Sand, sie mussten von einem Cheetah mit Jungen stammen. Doch leider konnten wir die Tiere nicht ausfindig machen und die Spuren verliefen sich. Von den mittlerweile vielen, grazilen Giraffen im Park waren wir genauso angetan, wie von dem regen „Aus- und Einflugsverkehr“ an manch einem Webervogelnest.

Webervgel.jpg


Auf der Rückfahrt kamen wir wieder an der großen Springbockherde vorbei, die ganz eng, irgendwie merkwürdig, beieinander stand. War vielleicht ein Raubtier in der Nähe? Die Herde lief los, fast in einer Reihe und plötzlich blieben alle Tiere stehen. Sie blickten starr in eine Richtung.

Springbockherdezusammen.jpg


Kurz darauf bemerkten wir eine Tüpfelhyäne, die auf die Herde zulief und beschleunigte. Die Springböcke flüchteten panisch, doch da die einzelne Hyäne wohl keinerlei Erfolg verspürte, lief sie kurze Zeit später die Dünen hoch und beäugte von dort die Schaulustigen in den Autos 🙂

Hyne.jpg


Den Nachmittag genossen wir auf dem Balkon in Urikaruus mit Blick auf das Wasserloch, an dem immer einmal wieder Tiere vorbeischauten.

UrikaruusWasserloch.jpg


Doch gegen Abend hielt es uns nicht mehr im Camp und wir brachen erneut zu einem Game Drive auf. Zuerst machten wir uns auf den Weg Richtung Süden, wo die Straße reinstes Wellblech war. In diesem Jahr waren wir sehr überrascht von den vielen Oryx-Antilopen, die wir in früheren Urlauben nicht in so riesiger Anzahl gesehen hatten. Zwei davon trugen einen kleinen Machtkampf aus, den wir gespannt verfolgten. Die großen Gnu-Herden, die in der Trockenzeit durch das Auob-Tal ziehen und den trockenen Boden aufwühlen, vermissten wir jetzt nach der Regenzeit etwas. Doch plötzlich bekamen wir doch noch eine Gnuherde zu Gesicht.

Gnuherde.jpg


Irgendwann drehten wir um, fuhren noch ein Stückchen in nördliche Richtung, wo uns eine Gruppe Strauße begegnete. Einer der Hähne hatte wohl großen Hunger! Wie kann man mit einem so dünnen Hals eine ganze Melone ohne Kauen herunterschlucken? Es sah schon sehr lustig aus, als die Melone den „Hals hinunter rutschte“, doch dem Strauß schien es zu bekommen 🙂 Lustig waren auch immer wieder die vielen Kori Bustards, die durch das hohe Gras huschten, und wir nur die Hälse und Köpfe ausmachen konnten!

Straue.jpg


KoriBustard.jpg


Auf dem Heimweg türmten sich schon die ersten Gewitterwolken auf, dennoch konnten wir noch schön auf dem Balkon grillen. Im Lichtkegel der Taschenlampe schlich direkt am Camp eine wirklich große Tüpfelhyäne mit Jungem vorbei. Einige Zeit später setzte sich dann bei uns die Müdigkeit durch. Als wir gerade im Bett lagen, brach draußen ein heftiger Gewittersturm los. Uns wurde es richtig mulmig zumute…


Liebe Grüße
Kathy & Marco
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013
Themenstarter487 Beiträge · seit 201112. Mai 2011 · #12
4.Tag: 19.04.2011 Teil 1
Urikaruus - Kieliekrankie
129,8 km

… die „Gewitternacht“ war wieder sehr unruhig, da ich oftmals überlegte, ob die Chalets all die Sturmböen und Wassermengen vertragen würden. Auch Eric meinte am nächsten Morgen, dass es wohl ein sehr heftiges Gewitter in der Kalahari war. Irgendwann in der Nacht ließ das Gewitter nach. Doch unsere „Untermieter“, die Bats, meldeten sich sogleich wieder zurück, juhu, Schlaf ade!!!

Heute machten wir keinen frühen Game Drive, sondern packten gleich unsere Sachen zusammen. Zuerst fuhren wir ein Stückchen Richtung Mata Mata, wo eine Slender Mongoose wie ein begossener Pudel am Wegesrand verweilte. Fröhliche Oryx-Antilopen lachten für uns in die Kamera und vier kleine Bat-eared Foxes kamen ganz nah an unser Auto heran, bis sie kurz darauf wieder ins hohe Gras verschwanden.

Mongoose.jpg


Oryx.jpg


Vor dem Veertiende Boorgat wurde die Straße, bedingt durch den heftigen Regen der Nacht, immer klebriger. Der Sand drückte sich in das Profil der Reifen und schleuderte gegen das Auto, schneller als 20 km/h war hier nicht mehr drin. Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg Richtung Kieliekrankie und legten am Kamqua Rest Area eine kleine Pause ein. Hier war das große Glück mal wieder mit uns 🙂 Wow, ein Gepard kam von der Düne her direkt auf den Rest Area zu. Er lief über die Straße im Auob-Tal und ging auf der anderen Talseite die Düne wieder nach oben. Verschwunden war er wieder… Doch welch ein tolles Erlebnis!

Cheetah.jpg


Kurz darauf erfuhren wir von 5 Löwen in der Nähe des Kamfersboom-Wasserlochs. Na, das Glück ist mit den Dummen 😉. Bevor wir also in die Querspange nach Kieliekrankie einbogen, fuhren wir noch diese wenigen Kilometer und sie lagen wirklich da! Fünf Löwen dösten im Schatten eines Baumes!

Lwenm1.jpg


Lwenm2.jpg


Lwenm3.jpg


Da unsere eigenen Stubentiger ja auch immer sehr lange „Mittagsschlaf“ halten, wollten wir zuerst einmal ins Camp fahren, um dann am Nachmittag noch einmal zurück zu kommen. Doch kurz bevor wir losfahren wollten, näherte sich eine Oryx-Antilope dem Löwenrudel. Sie bemerkte die Löwen, die nun hellwach waren und galoppierte davon. Jedoch drehte sie sich immer wieder um und beobachtete die ganze Situation. So machten wir uns nun doch auf den Weg nach Kieliekrankie und eine kleine Schildkröte kreuzte noch unseren Weg.

Schildkrte.jpg


Kieliekrankie1.jpg


Kieliekrankie2.jpg
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zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013
Themenstarter487 Beiträge · seit 201112. Mai 2011 · #13
4.Tag: 19.04.2011 Teil 2
Urikaruus - Kieliekrankie
129,8 km

Am späten Nachmittag brachen wir dann wieder zu einem Game Drive auf, natürlich zu den Löwen. Sie lagen noch immer unter ihrem Baum und dösten, bis ein vorbeiziehendes Gnu ihre Aufmerksamkeit erregte.

Lwena1.jpg


Langsam kam Bewegung in die Gruppe und die Tiere wurden hellwach. Das Gnu suchte jedoch das Weite und so standen nacheinander die zwei Löwinnen auf, streckten sich und liefen Richtung Dünenkamm. Die drei Löwen folgten nach und nach. Kurz darauf verschwanden sie alle hinter dem Dünenkamm. Wunderschön war, dass wir dies fast ganz allein erleben konnten, da wir ja die Nacht in Kieliekrankie verbrachten und sich alle anderen schon auf den Weg in die anderen Camps machen mussten…

Lwena2.jpg


Lwena3.jpg


Lwena4.jpg


Lwena5.jpg


Lwena6.jpg


Lwena7.jpg



Liebe Grüße
Kathy & Marco
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zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013
Themenstarter487 Beiträge · seit 201112. Mai 2011 · #14
Hallo,

den Reisebericht für den 4. Tag habe ich in 2 Teile geteilt, da die Bilder im unteren Teil des Berichtes nur als Anhang dargestellt wurden. Auf der dritten Seite wurden die Bilder wieder in den Text eingefügt. Weiß jemand, woran das liegen könnte?

Grüße
Kathy
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956 Beiträge · seit 200912. Mai 2011 · #15
Cool, es geht weiter! Aber langsam glaub ich, wir sind echt die Einzigen, die im KTP keinen Geparden gesehen haben *heul*
2'460 Beiträge · seit 200612. Mai 2011 · #16
Hallo Ihr zwei,
es müsste verboten werden, hier im Forum über Erlebnisse im KTP zu berichten, da so mein Wunsch, endlich auch mal dorthinzufahren, immens genährt wird 😉
Vielen Dank, dass ihr euch die Mühe macht, uns an eurer Reise nachträglich teilhaben zu lassen, freue mich schon auf die Fortsetzung.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter487 Beiträge · seit 201112. Mai 2011 · #17
Hallo,

ja Chrissie, so geht es mir auch immer wenn ich Reiseberichte lese, da kommt Sehnsucht auf. Aber wenn du wirklich noch nicht im KTP warst wird es Zeit 😄

@Tanja
Ich denke es ist einfach immer viel Glücksache dabei welche Tiere man sieht. Bei unserem ersten Aufenthalt im KTP sahen wir weder Cheetahs noch Löwen. Beim zweiten Mal kamen wir 10 Minuten zu spät zurück nach Urikaruus und sahen den Geparden nur noch aus der Ferne. Dafür hatten wir dann im Krüger-Park sehr viel Glück, als ein Gepard ganz lange Zeit neben unserem Auto herlief und dann auf einen Wegweiser sprang. Dachte immer das gibts nur in den Reiseführern 😉 Beim nächsten Mal seht ihr bestimmt auch welche!

Krger1.jpg


Krger2.jpg

(Krüger-Park)

So, ich mache mich jetzt mal an die Fortsetzung, damit es morgen hoffentlich weiter gehen kann 🙂

Lieber Gruß

Kathy
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956 Beiträge · seit 200912. Mai 2011 · #18
Hallo Kathy!

Ja klar, natürlich sind Tiersichtungen immer mit ganz viel Glück verbunden. Und wir hatten ja auch tolle Erlebnisse im Urlaub. Die Cheetah-Fotos sind jedenfalls grandios. Unser nächste Afrika-Urlaub ist sowieso schon beschlossene Sache, im Mai 2012 geht es wieder los - entweder in den Krüger oder in den Etosha. Empfinde jetzt schon Vorfreude, weil die Sehnsucht nach Afrika schon im Flugzeug wieder eingesetzt hat 🙂

Bin für heute auch mit meinem Bericht fertig und hoffe, morgen weitermachen zu können 🙂

LG aus Österreich,

Tanja

PS.: Immerhin hatten wir auf Aloe Grove mit Gepardin Leah viel Spaß. Aber in freier Wildbahn ein Tier zu entdecken, gibt einem halt einen ganz besonderen Kick...
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2011
778 Beiträge · seit 200613. Mai 2011 · #19
Hallo Kathy,

vielen Dank für deinen tollen Reisebericht. In letzter Zeit habe ich kaum noch Berichte gelesen, weil es einfach sooo viele geworden sind hier. Aber speziell Erfahrungen in punkto KTP interessieren mich sehr. Wir waren im Dezember 2010 zum 2. Mal dort und ich kann es kaum erwarten, wieder dorthin zurückzukommen. Dieser Park ist m. M. n. was ganz Besonderes und die Tiervielfalt sowie die Freundlichkeit der Angestellten dort, zusammen mit der wunderbaren Landschaft befeuern meine Sehnsucht...

Ich freue mich auf die Fortsetzung deines Reiseberichtes und sage nochmal Danke. So ein Bericht ist sicher ganz schön viel Arbeit (ich habs z. B. nicht geschafft, einen zu verfassen) und auch deine Bilder sind wunderbar.
Viele Grüße von der sehnsüchtigen
Tanja
Themenstarter487 Beiträge · seit 201113. Mai 2011 · #20
5.Tag: 20.04.2011
Kieliekrankie - Grootkolk
263,4 km

Heute Nacht flog immer wieder eine kleine Fledermaus in unserem Schlafzimmer herum. Mein Mann schlief jedoch tief und fest und glaubte es mir anfangs nicht wirklich. Doch es sollte auch noch anders kommen in den nächsten Tagen…
Übrigens, heute war sowieso mein(!) großer Tag. Ich durfte mit dem tollen, neuen Auto bis nach Grootkolk fahren!!! Allerdings nur, da mein Mann mit einem wehen Fuß nicht recht konnte 😐 Naja, er bereute es später noch, denn die „Kalahari Seenplatte“ war ein Traum zum Fahren!

Von Kieliekrankie führte unser Weg zuerst nach Kij Kij und da die Straße nach Twee Rivieren immer noch gesperrt war, hatten wir das Nossob-Tal Richtung Norden bis nach Dikbaardskolk ganz für uns alleine. Anfangs waren es nur Pfützen auf der Straße, irgendwann ärgerten wir uns, dass wir nicht von Beginn an die ganzen „Seen“ gezählt hatten, und dann tauften wir die Straße im Nossob-Tal auf den Namen „Kalahari-Seenplatte“, denn sie glich regelrecht einer Seenlandschaft. Nach den letzten heftigen Gewittern stand hier oftmals alles unter Wasser.

Seenplatte1.jpg


Seenplatte2.jpg


Dikbaardskolk.jpg


Dies hatte aber auch einen besonderen Reiz, denn nie zuvor hatten wir eine solch beeindruckende Fülle von Tieren hier erlebt. Riesige Oryx-, Kuhantilopen- und Springbockherden zogen durch das Tal. Wir hatten auch das Glück einen Honey Badger zu sehen, doch leider verschwand er sehr schnell im hohen Gras. Auf dem Weg nach Nossob konnten wir auch einen Adler ausmachen, der auf einem Baum thronte.

Kuhantilope1.jpg


Kuhantilope2.jpg


Adler.jpg


Im Nossob Camp angekommen, tankten wir noch kurz und mein Mann putzte die Autoscheiben, da ich wohl zu schnell durch manch ein Wasserloch gefahren war 😉 Auf der Karte der Wildsichtungen war Richtung Grootkolk ein roter Punkt für Löwen eingetragen. Wir entdeckten auch immer wieder Löwenspuren im Sand, doch Löwen sahen wir leider keine. Später erfuhren wir, dass sie im dichten Gras lagen, jedoch nur schwer zu sichten waren.

Nossob.jpg


NossobKarte.jpg


Wenige Zeit später lief eine ganze Gruppe kleiner Strauße auf der Straße. Wo waren da wohl die Straußeneltern? Etwas weiter entfernt sahen wir sie. Doch einige Kilometer entfernt lief ein ganz kleines, einsames Straußenkücken in der Hitze an der Straße entlang. Weit und breit waren keine anderen Strauße zu sehen, hoffentlich hatte es seine Familie nicht verloren… Ich weiß, es sind die Gegebenheiten der Natur, aber man würde so ein kleines Tierchen doch am liebsten einpacken und mitnehmen…

In Grootkolk empfing uns dann der Ranger und wir bezogen unser Chalet.

Grootkolk.jpg


Mein Mann plauderte etwas mit unserem Nachbarn, wie sich bald herausstellte auch ein Fomi! Abends wurde dann wie immer der Grill zum Braai angeworfen. Doch schon um 20 Uhr war es überall ganz still, alle hatten sich schon in ihre Unterkünfte verzogen. Da die fliegenden Tierchen immer penetranter wurden und auch der Wind immer mehr auffrischte, beeilten wir uns mit dem Essen und räumten rasch das Geschirr zusammen. Danach verzogen wir uns auch in unsere Betten, um am nächsten Tag ausgeschlafen zu sein. Die Nacht war recht ruhig, ohne Fledermausflug über dem Kopf 😉 Doch da wir am nächsten Morgen später als alle anderen aus dem Bett kamen, waren wir die letzten, die zum Game Drive aufbrachen. Doch, hmmm, das Glück ist mit den Dummen 😉 …


Liebe Grüße
Kathy & Marco
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2013