Betreutes Wohnen 5.0 - Fomi Edition (BOT 2023)

Reisebericht 373 Antworten · 39,2k Aufrufe · gestartet 08. Sept. 2023 von Champagner
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201014. Sept. 2023 ·
22. August 2023 - Von der Nxai Pan zur Kudiakam Pan/Baines Baobabs - Teil 2
Ein magischer Abend


Diese Übernachtung bei den Baines Baobabs hatte etwas mehr Vorarbeit als die meisten anderen Campsites erfordert. Seit 2018, als ich mit Rennade auf unserer Bushwaystour dort am Morgen auf der Rückfahrt von der Nxai Pan nach Maun eine kurze Zeit verbracht haben, lässt mich der Wunsch nicht los, hier einmal zu übernachten. Ich war damals geflasht von dieser riesigen Salzpfanne und wollte einmal mehr Zeit mit und auf ihr verbringen. In unsere Selbstfahrertouren hat es nie reingepasst, also muss ich es jetzt einfach passend machen. Heiko findet die Idee theoretisch gut, statt auf einer HATAB-Campsite, die nicht direkt bei der Kudiakam-Pan liegt, zu übernachten, einmal auf einen Platz von Xomae auszuweichen. Nicola im Office kümmert sich dann um die Umsetzung.

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Wie Ihr seht, wurde die Tour nicht nur mit Heiko und Nicola abgestimmt, sondern auch DT wurde an manchen Stellen nach seiner Meinung gefragt, mal von mir, mal vom Office, mal wurde er selber aktiv.

Wir biegen natürlich links ab (weil von oben kommend, das Foto habe ich nach dem Abbiegen gemacht).

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Nach ein bisschen Gerumpel durch Tiefsand und ein paar entgegenkommenden Fahrzeuge, die denken, dass wir mit unserem Riesenauto+Anhänger leichter ausweichen können als sie mit ihren kleinen 4x4s 😛 😈 , erreichen wir den oberen Teil der Salzpfanne.

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Wir machen uns weiter auf den Weg zu den Bäumen und unserer Campsite. Wir beschließen, dass da hinten irgendwo das Meer ist und wir uns schon auf den Sprung ins kühle Nass freuen.

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Im South Camp hatte man Diteko erklärt, dass er zur #1 nach links abbiegen und an der Pfanne entlang fahren müsse. Hmmm, das finde ich seltsam, schließlich habe ich mich mit Hilfe einiger Fomis (danke an dieser Stelle an diejenigen, ich hab’s gerade nicht mehr im Kopf, wer es alles war, den/die ich mit meinen Fragen genervt habe 😘 ) und auch der Karte bewusst die #1 ausgesucht, weil man von ihr auf die Baobabs blickt und man von diesen auch schnell auf den Platz auf einer Spur direkt rüber fahren/laufen kann.

Aber egal, ich habe im Laufe meiner diversen Touren mit Diteko gelernt, dass es Momente gibt, wo man mit ihm keine Diskussion beginnt oder ihm gar widerspricht 😗 . Ich äußere zwar ganz dezent meine Zweifel, lasse aber die Möglichkeit offen, dass die Xomae-Mitarbeiterin recht hat und vielleicht ja die Plätze neue Nummern bekommen haben 😎 . Völlig tiefenentspannt (vor ein paar Jahren hätte ich jetzt bereits zu nörgeln begonnen… 😕 ) genieße ich einfach die lange Fahrt an der Pfanne entlang, wo wir die beiden Campsites #2 und #3 entdecken und schlussendlich nur noch die Möglichkeit offenbleibt, quer über die Pfanne auf der bereits vorhandenen Spur zu der aus meiner Sicht richtigen Stelle zu fahren, wo sich dann auch tatsächlich (Überraschung 😄 ) der gewünschte und gebuchte Platz befindet.

Heureka – wir freuen uns alle über die schöne Lage – und dann kommt der zähe Teil des Tages. In der prallen Mittagshitze bauen wir unsere Zelte auf. Platz gibt es eigentlich genug, Birgitta kann sich aber nicht so richtig entscheiden, wo es ihr am besten gefällt, und zieht ein oder zweimal um (Elke übrigens auch, weil sie nach dem Aufbau festgestellt hat, dass sie eine Hanglage gewählt hat 🤪 ). Danach ist Birgitta völlig platt. Mir geht es ohne Umzug auch nicht viel besser, diese Zelte sind schwer und wollen erstmal an ihren Platz geschleppt werden. Zudem erweisen sie sich manchmal auch als ziemlich widerborstig. Und da meine Armspannweite eher der einer Meise als einer Riesentrappe entspricht, verliere ich gerne mal die Kontrolle über die bereits zusammengesteckten Zeltstangen und muss frustriert mit ansehen, wie sie wie ein Mikado-Haufen wieder in sich zusammenfallen. Von den Haken, mit denen man die Zeltwände an den Stahlstangen befestigt, will ich gar nicht reden, die führen sowieso ein Eigenleben. Oft helfen wir uns gegenseitig, aber heute wurschtelt Birgitta alleine vor sich hin. Wenn das Zelt steht, muss man noch seine Tasche, seinen Schlafsack und seine Matten heranschleppen. Wenn man wie Birgitta sich einen Platz in Alleinlage, irgendwo im dichten Gras ausgesucht hat, kann das eine Herausforderung werden. Mein Platz ist etwas tiefer gelegt, so dass ich mit meinem Krempel beinahe das Übergewicht bekomme, als ich über eine Wurzel stolpere. Warum haben wir gleich nochmal keinen Lodgeurlaub gebucht? 🙄

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Links wohnt Simone, in der Mitte ich und rechts Birgitta!
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Als wir dann alle am Tisch sitzen, besprechen wir mit Diteko, der uns natürlich einen Gamedrive am Nachmittag anbietet, dass wir lieber im Camp bleiben und in Ruhe duschen wollen und dann den Plan haben, gegen Abend zu Fuß zu den Baobas zu gehen (man ist eh viel zu wenig zu Fuß unterwegs bei solchen Reisen). Diese Idee findet bei Diteko Anklang und so können wir mal in Ruhe ein bisschen rumhängen, Kaffeetrinken, Orangen essen, die KD uns hinstellt und einfach mal faul sein. Ist zwar bei der Hitze nur bedingt gemütlich und auch nur mit Schattendach möglich, aber es gibt schlimmere Schicksale.

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Nebenher beobachten wir, was bei den Bäumen so abgeht. Dazu muss man sagen, dass wir uns – schon allein deshalb, weil wir kurz vorher von ganz unangenehmen Erfahrungen bei Kubu Island erfahren hatten – die schrecklichsten Szenarien ausgedacht haben. Die Campsite ist hässlich (stimmt zum Glück schon mal nicht, im Gegenteil), es herrscht den ganzen Nachmittag Betrieb auf der Pfanne, Autos, Fußgänger, Quads…. Stimmt zum Glück auch nicht, nur zwei Autos oder so stehen mal drüber bei den Bäumen. Für den Abend haben wir eine Gruppe von Südafrikanern vor Augen, die mitten auf der Pfanne Tische aufbauen und lautstark und feuchtfröhlich den Sonnenuntergang feiern. Wir haben zwar einen Plan, was wir mit denen machen würden, und der wurde auch in unserem Chat gut ausgearbeitet, aber er bleibt unter uns, da politisch nicht ganz korrekt.

Und was passiert tatsächlich? Wir sind ganz alleine, nur wir 10, auf dieser riesigen Kudiakam Pan. Kein fremdes Auto, keine Geräusche, die nicht von der Natur produziert werden, nichts. Einfach ganz viel NICHTS! Und dazu dieses Licht!
Wir machen uns (außer Birgitta, die leider noch nicht ganz erholt ist) und KD, der das Camp bewacht, sowie DT, der später zu uns stoßen will, wenn es dunkel wird, auf den Weg über diese Unendlichkeit zu den Bäumen, die ihre bizarren Arme in den Himmel strecken.
Hier ein Foto von uns Sieben, das Birgittta gemacht hat:

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Danke Tanja (oder Uwe?) für dieses Foto:
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Wir sind wahre Glückskinder. Niemals hätte ich mir das zu erträumen gewagt. Wir ganz alleine hier! Kein Schwachkopf, der sein Messer zückt, um seinen Namen in die Rinde zu schnitzen! Niemand der Lärm macht. Nur wir! Und damit beginnt – zumindest für mich – ein unbeschreiblicher Abend, den ich sicher niemals vergessen werde. Ich habe ein Gefühl von „Mir gehört die Welt“ und gleichzeitig „Ich werde ganz demütig bei so viel Schönheit“. Erklären lässt sich das schlecht, auch nicht mit Fotos.
Trotzdem haben wir natürlich viele gemacht, zu sagen gibt es dazu nicht viel (war ja jetzt auch genug Text).

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Was für ein magischer Abend!

Glücklich verbringen wir den Rest davon im Camp mit einem leckeren Abendessen und ein bisschen Bush-TV am Campfire.

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Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2023
556 Beiträge · seit 201614. Sept. 2023 ·
Hallo liebe Bele,
gerade erleben wir diesen wundervollen Tag in der Pfanne ein zweites Mal und können nur bestätigten, es hatte etwas magisches. Es war mit einer der beeindruckendensten Tage für uns, diese riesige Pfanne und wir... Diese Stille, dieses Licht, es war einfach grandios

liebe Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
4’388 Beiträge · seit 201515. Sept. 2023 ·
Wow, sagt der Normalsterbliche dazu! Wie ich Euch beneide- was für ein unverschämtes Glück, dass Ihr dort allein gewesen seid! Das Glück ist wirklich manchmal mit „die Doofen“, wie der Südniedersachse zu sagen pflegt.
Aber natürlich war es trotzdem unendlich laaangweilig- was will man schon in einer solch trostlosen Gegend 😗 …
Grüßle
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2023
751 Beiträge · seit 201115. Sept. 2023 ·
Ach wie schön - seit Jahren ein absolutes Sehnsuchtsziel von mir...

Danke für die schönen Bilder!
Muss demnächst mal recherchieren, wie ich als "Normal Reisende" diesen Ort einbauen kann.
Schönen Tag, Nette
554 Beiträge · seit 201715. Sept. 2023 ·
Guten Morgen liebe Bele,

alleine beim Betrachten der Fotos erschließt sich die Magie dieses wunderschönen Ortes, um wieviel mehr muss sich
diese "live" vor Ort angefühlt haben. Ich wäre vermutlich trunken vor Begeisterung und Demut gewesen, an diesem
einzigartigen Ort des "Nichts" sein zu dürfen und hätte ein oder zwei Tränchen vor Rührung oder Überwältigung verdrückt.
Mit zunehmendem Alter werde ich irgendwie immer rührseliger. 😗

Liebe Grüße
Kordula 🙂
189 Beiträge · seit 200815. Sept. 2023 ·
Hallo Bele,

oh ja, mir war an diesem Nachmittag sehr heiss und ich war froh über diese kleine Auszeit im Schatten. Ich fand es zwar sehr schade, dass ich nicht dabei sein konnte, aber als kleine Entschädigung, konnte ich KD dabei zuschauen, wie er ein leckeres Brot im Pojke backte.

Liebe Grüße,
Birgitta
Reisebericht Südafrika NO und Mashatu 2013
1’560 Beiträge · seit 201115. Sept. 2023 ·
Liebe Bele,
ich hätte gerne euren Chatverlauf zum elim... 😈 ( vertreiben) der Südafrikaner gehabt. In diesem Jahr brachen unsere Erlebnisse alle Rekorde. Auf Kubu Island wurde mal eine Party gefeiert (unser Erlebnis vor ein paar Jahren), aber in diesem Jahr war das Verhalten dieser Spezies doch die Krönung.
Ihr konntet einen wundervollen Abend mit toller Stimmung erleben, nun warte ich immer noch auf das Genörgel ..... 😊
Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
1’055 Beiträge · seit 201615. Sept. 2023 ·
Hallo Bele , Dein Satz
" Mir gehört die Welt und andererseits werde ich demütig bei so viel Schönheit "
entspricht komplett meinem Emfinden in den Weiten Afrikas .
Dieses Gefühl von herrlicher Natur , egal ob platt oder bergig , die Geräusche , oder eben auch keine , - ich könnte dann die Welt umarmen , werde dankbar und zufrieden . Andererseits merkt man , wie unbedeutend man selber ist und wie wenig man zum Glück braucht .
LG
Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2023
60 Beiträge · seit 202215. Sept. 2023 ·
Hallo Bele,

da kann ich doch auch noch einen Eindruck von diesem magischen Ort beisteuern. Wir hatten ein paar Tage vor euch auch den Campsite No. 1 bekommen und konnten zu fünft auch die absolute Einsamkeit genießen. Ein unvergessliches Erlebnis.

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Beste Grüße,
Holger
2’085 Beiträge · seit 201215. Sept. 2023 ·
... wie - da war gar nix los? Nur ihr??? Das ist natürlich ziemlich öde ...

Ach, es ist einfach zum Niederknien! Ich mein das ganz wirklich und ich weiß, dass wir das sehr ähnliche Gefühle haben. Nur, dass du sie öfters in der Realität abrufen kannst, während ich halt jetzt vor dem Bildschirm knie und nicht recht weiß, wie ich wieder hochkomme.
Vielen vielen Dank für diese traumhaften Bilder und Eindrücke
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
4’388 Beiträge · seit 201515. Sept. 2023 ·
@Franzicke
während ich halt jetzt vor dem Bildschirm knie und nicht recht weiß, wie ich wieder hochkomme.
Ingrid! Ist der Ranger nicht da, der Dir aufhelfen kann??? 😄 😄 😄
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2023
774 Beiträge · seit 200715. Sept. 2023 ·
😘

Liebe Bele,

beim Betrachten Deiner Fotos kamen wieder all die Emotionen hoch, die ich während dieser magischen Momente an diesem faszinierenden Ort fühlte!
Du hast das unglaublich schön in Worte fassen können ~ mir kullerten wieder einige Tränchen über die Wangen…. 😊
Seufz!

Diesen Augenblick habe ich in meiner Glücksdose für schlechte Tage eingefangen.

Liebste Grüße
Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2023
2’524 Beiträge · seit 200915. Sept. 2023 ·
Hallo Bele und Rest der ätzenden Truppe ( wie es so schön auf norwegisch heißt ) 😘 😊 😗 ,

mir ist das Alles viel zu harmonisch hier. Wo bleiben denn die Misstöne, Zwietracht, Uneinigkeit und dergleichen mehr?
Leider kann ich selbst da nicht viel beitragen, ausser vielleicht einer kleinen Ergänzung vom Vortag in der Nxai Pan, wo sich sieben Fomis nach rechts aus dem Cruiser gehängt haben, um Elefantenaction abzulichten. Da habe ich es mit der linken Seite gehalten und habe mich der, allerdings im doofen Gegenlicht, kleinen und der Landschaft farblich schön angepassten Red-capped Lark gewidmet. Ja, ich weiss, langweilig.

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Nun aber die Baines Baobabs. Oft schon auf Fotos bestaunt und bewundert.
Der erste Eindruck, als wir um die Mittagszeit im grellen Licht erstmals dran vorbei gefahren sind, ist nicht gerade euphorieauslösend, zumal da auch fünf, sechs Autos rumgestanden sind.
Als dann später unser Camp installiert war, die Sonne sich senkte, keine anderen Besucher mehr zugegen waren, da allerdings verbreitete die Pfanne mit den überaus fotogenen Bäumen eine ganz eigene Magie.

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Während DT bestens gelaunt seine Auszeit geniesst, ist KD schon wieder fleissig und bereitet den Brotteig vor, damit wir anderntags nicht des Hungers darben müssen.

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Derweil macht sich die Ätzertruppe auf den Weg über die öde, salzmehlig verkrustete Pfanne.

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Eigentlich sieht sie gar nicht soo schlimm aus. Eher ganz schön happy.

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Zum Sonnenuntergang dann ist die Stimmung wirklich betörend schön. Es ist so ruhig und friedlich, fast traut man sich nicht, mit einer Bemerkung die Stille zu unterbrechen.

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Nachdem die Sonne sich aus dem Staub gemacht hat, gibt es ein letztes Foto, dann geleitet uns DT wieder zurück in den sicheren Hafen des Camps. Hier wartet dann einmal mehr ein opulentes Abendessen, von KD wie immer frisch auf dem offenen Feuer zubereitet, auf uns.
Nachts ist absolut nichts zu hören, sieht man mal von den hier residierenden Schleiereulen ab. Aber diese Geräuschkulisse liebe ich ja ganz besonders, auch wenn das Geschnarche und Gekreische dieser Nachtgreife nicht unbedingt zur formvollendeten Sangeskunst zu rechnen ist.

Viele Grüße, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201016. Sept. 2023 ·
CuF schrieb: Das Glück ist wirklich manchmal mit „die Doofen“, wie der Südniedersachse zu sagen pflegt.
Grüßle Friederike
In diesem Fall waren wir gerne die Doofen 😎 😄 !
speed66 schrieb:Ach wie schön - seit Jahren ein absolutes Sehnsuchtsziel von mir...
Danke für die schönen Bilder!
Muss demnächst mal recherchieren, wie ich als "Normal Reisende" diesen Ort einbauen kann.
Schönen Tag, Nette
Hi Nette, so viel ich weiß, haben erst vor Kurzem zwei Fomis bei Kubu Island im Auto übernachtet (sie waren ansonsten in festen Unterkünften unterwegs und hatten kein Equipement), eben aus dem selben Grund wie ihr. Ich weiß noch nicht wie sie es empfunden haben, aber es wäre auf jeden Fall eine Option. Also Campsite buchen und dann mal eben eine schlechte Nacht verbringen. Kennt man ja aus dem Flugzeug. 😣
Dandelion schrieb:Guten Morgen liebe Bele,
……………und hätte ein oder zwei Tränchen vor Rührung oder Überwältigung verdrückt.
Mit zunehmendem Alter werde ich irgendwie immer rührseliger. 😗
Liebe Grüße
Kordula 🙂
Guten Morgen Kordula, oja, Tränchen und Umarmungen gab es natürlich auch….und ich bin schon immer rührselig, dazu musste ich gar nicht erst alt werden….
tiggi schrieb:Liebe Bele,
ich hätte gerne euren Chatverlauf zum elim... 😈 ( vertreiben) der Südafrikaner gehabt. In diesem Jahr brachen unsere Erlebnisse alle Rekorde. Auf Kubu Island wurde mal eine Party gefeiert (unser Erlebnis vor ein paar Jahren), aber in diesem Jahr war das Verhalten dieser Spezies doch die Krönung.
Ihr konntet einen wundervollen Abend mit toller Stimmung erleben, nun warte ich immer noch auf das Genörgel ..... 😊
Liebe Grüße
Biggi
Eijeijei, das klingt nicht gut 😮 . Bei Bedarf bitte einfach melden, wir hatten ganz gute Ideen 😗 . Was das Genörgel betrifft, muss ich dich leider enttäuschen.
Conny + Micha schrieb:Hallo Bele , Dein Satz
" Mir gehört die Welt und andererseits werde ich demütig bei so viel Schönheit "
entspricht komplett meinem Empfinden in den Weiten Afrikas .
Conny
Liebe Conny, ich spüre es nicht überall in Afrika – aber zum Glück an vielen Stellen 🙂 !
Sawadi schrieb:Hallo Bele,
da kann ich doch auch noch einen Eindruck von diesem magischen Ort beisteuern. Wir hatten ein paar Tage vor euch auch den Campsite No. 1 bekommen und konnten zu fünft auch die absolute Einsamkeit genießen. Ein unvergessliches Erlebnis.
Beste Grüße,
Holger
Das kann ich gut nachvollziehen! Danke auch für das Sternenfoto, sowas versuche ich nicht mal, dafür bin ich zu blöd, zu ungeduldig und abends auch einfach zu müde. Außerdem hatten wir sehr viel hellen Mond!
franzicke schrieb:... wie - da war gar nix los? Nur ihr??? Das ist natürlich ziemlich öde ...
Ja, ein bisschen Party haben wir schon vermisst 😵 !
Nur, dass du sie öfters in der Realität abrufen kannst, während ich halt jetzt vor dem Bildschirm knie und nicht recht weiß, wie ich wieder hochkomme.
Iiiiiingrid 🤩 – Kopfkino!!!! Ich werde das Bild vor meinem inneren Auge nicht mehr los 🤪 !
Vielen vielen Dank für diese traumhaften Bilder und Eindrücke
Ingrid
Sehr gerne 😘 ! Ein bisschen "Bäume am Morgen" kommt noch....


Und nun zu euch, meine ätzende Truppe 😣 🤪 😘 !
fiedlix schrieb:Hallo liebe Bele, gerade erleben wir diesen wundervollen Tag in der Pfanne ein zweites Mal und können nur bestätigten, es hatte etwas magisches. Es war mit einer der beeindruckendsten Tage für uns, diese riesige Pfanne und wir... Diese Stille, dieses Licht, es war einfach grandios
liebe Grüße
Elke
Tom2008 schrieb:Hallo Bele,
oh ja, mir war an diesem Nachmittag sehr heiss und ich war froh über diese kleine Auszeit im Schatten. Ich fand es zwar sehr schade, dass ich nicht dabei sein konnte, aber als kleine Entschädigung, konnte ich KD dabei zuschauen, wie er ein leckeres Brot im Pojke backte.
Liebe Grüße,
Birgitta
tigris schrieb:😘
Liebe Bele,
beim Betrachten Deiner Fotos kamen wieder all die Emotionen hoch, die ich während dieser magischen Momente an diesem faszinierenden Ort fühlte!
Du hast das unglaublich schön in Worte fassen können ~ mir kullerten wieder einige Tränchen über die Wangen…. 😊
Seufz!
Diesen Augenblick habe ich in meiner Glücksdose für schlechte Tage eingefangen.
Liebste Grüße
Simone
fotomatte schrieb:Hallo Bele und Rest der ätzenden Truppe ( wie es so schön auf norwegisch heißt ) 😘 😊 😗 ,
mir ist das Alles viel zu harmonisch hier. Wo bleiben denn die Misstöne, Zwietracht, Uneinigkeit und dergleichen mehr?
Nun aber die Baines Baobabs. Oft schon auf Fotos bestaunt und bewundert.
Der erste Eindruck, als wir um die Mittagszeit im grellen Licht erstmals dran vorbei gefahren sind, ist nicht gerade euphorieauslösend, zumal da auch fünf, sechs Autos rumgestanden sind.
Als dann später unser Camp installiert war, die Sonne sich senkte, keine anderen Besucher mehr zugegen waren, da allerdings verbreitete die Pfanne mit den überaus fotogenen Bäumen eine ganz eigene Magie.
Derweil macht sich die Ätzertruppe auf den Weg über die öde, salzmehlig verkrustete Pfanne.

Eigentlich sieht sie gar nicht soo schlimm aus. Eher ganz schön happy.
Zum Sonnenuntergang dann ist die Stimmung wirklich betörend schön. Es ist so ruhig und friedlich, fast traut man sich nicht, mit einer Bemerkung die Stille zu unterbrechen.
Nachdem die Sonne sich aus dem Staub gemacht hat, gibt es ein letztes Foto, dann geleitet uns DT wieder zurück in den sicheren Hafen des Camps. Hier wartet dann einmal mehr ein opulentes Abendessen, von KD wie immer frisch auf dem offenen Feuer zubereitet, auf uns.
Nachts ist absolut nichts zu hören, sieht man mal von den hier residierenden Schleiereulen ab. Aber diese Geräuschkulisse liebe ich ja ganz besonders, auch wenn das Geschnarche und Gekreische dieser Nachtgreife nicht unbedingt zur formvollendeten Sangeskunst zu rechnen ist.
Viele Grüße, Matthias
Es war so schön mit euch dort 😘 , mit allen, auch wenn Birgitta nicht mit bei den Bäumen war (am nächsten Morgen aber ja dann auch)! Danke für eure lieben Worte, Matthias, danke für das Foto von KD und DT, was für schöne Vibes 🙂 ! Und danke auch für deine am Ende wirklich poetischen Worte!

Hier noch ein Foto, das Matthias von uns gemacht hat, ich mag’s so sehr …..(auch wenn leider, teils „aus technischen Gründen“ vier von uns fehlen).

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Danke an alle, die bisher mit dabei waren, ob heimlich, still und leise, kommentierend oder dankedrückend! 😘 Freut mich sehr!
Und bald (heute ? Wetter ist so schön draußen..... 🤨 ) geht es dann in den Moremi!

Bis dahin liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 16. Sept. 2023
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201016. Sept. 2023 ·
23. August 2023 - Von der Kudiakam Pan/Baines Baobabs
auf die HATAB Campsite #12 bei Third Bridge/Moremi GR- Teil 1
Über diesen (unseren längsten Fahr-)Tag habe ich mit Diteko im Vorfeld auch am längsten diskutiert. Eigentlich war er ein kleines bisschen anders geplant. Mit Heiko hatte ich damals, knapp zwei Jahre vor der Reise, darüber gesprochen, ob es möglich ist, von Baines Baobabs bis zur Xini Area im Moremi an einem Tag zu fahren. Er meinte damals schon, dass es zwar geht, aber nichts dazwischenkommen darf, also keine Reifenpanne o.ä.

Also habe ich die Anfrage so ans Office gegeben. Leider konnten wir aber keine HATAB-Campsite bei Xini bekommen, sondern es wurde die MGR12. Diese liegt in der Nähe von 3rd Bridge. Hmmmm…. 😐

Nachdem ich dies von Nicola erfahren habe, wollte ich Ditekos Meinung dazu wissen. Er hat mir lang und breit die Streckenabschnitte einzeln erklärt, also wie lange es von von Nxai Pan bis Maun dauert, dann wie lange Re-Supply, und wie lange weiter bis 3rd Bridge. In Summe war er der Meinung, dass dies zwar klappen könne, aber wir natürlich auf keine Fall (!!!) Zeit für Gamedriving haben würden.

Sein Vorschlag war, eine Nacht entweder von MGR12 aufzugeben und stattdessen in Kaziikini zu übernachten oder dafür eine Nacht von unseren 3 Nächten am Stück (nach MGR12) aufzugeben und alles um einen Tag zu verschieben. Doof, denn eigentlich wollte ich ja einzelne Nächte vermeiden, weil dieser Campaufbau zeitaufwändig und anstrengend und irgendwie ja auch ungemütlich ist. Außerdem hatten wir von Sam (kalachee) und Kudu gehört, dass die MGR12 sehr schön sein soll. Nach Rücksprache mit meiner ätzenden Truppe 😛 war klar: lieber an einem Tag keinen Game-Drive und dafür einmal weniger mit dem ganzen Camp umziehen.

Jetzt galt es nur noch, dies Diteko zu vermitteln. Nachdem ich ihm hoch und heilig geschworen habe, dass wir keine schlechte Laune haben werden, wenn wir an diesem Tag keinen Gamedrive machen, war es für ihn okay. Das lange Fahren würde ihm nichts ausmachen, er wolle nur, dass wir zufrieden sind. Deal! 🙂

Ein bisschen anders sollte es dann doch kommen – aber eher im positiven Sinne! 🤪

Zunächst frühstücken wir schnell, nachdem wir das Camp abgebaut haben,

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helfen dann noch beim Verladen und machen uns, als alles so weit fertig ist, auf den Weg zu den Bäumen. Die Sonne ist gerade durch den leichten Dunst durchgekommen, und wir genießen erneut, dass niemand außer uns hier ist.

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Diteko und KD sammeln uns bei den Baobabs ein

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und schon geht es schnell zum Nxai Pan Entrance Gate. Schnell 😕 ? Nö, Diteko gibt uns so viel Zeit wie wir wollen, um den Steppenfalken (waren es nicht sogar zwei?) und unsere letzten Oryxe auf dieser Reise zu beobachten. So viel zum Thema „No game drive!“ 😗 .

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Am Gate müssen die Reifen wieder aufgepumpt werden, da wir ja nun lange auf Teer fahren werden.

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Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt schon ein bisschen später als geplant dran sind (kein Wunder bei den Falken und Oryxen 🤩 ).
Tanja nutzt den folgenden Streckenabschnitt, um sich von einer wohl zu kurzen oder zu schlechten Nacht zu erholen,

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wir anderen lassen uns den Wind um die Nase wehen und freuen uns über die eine oder andere Sichtung unterwegs.

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Ich schaue auf die Uhr: die Zeit läuft uns langsam davon. Ich habe das Timing von Diteko im Kopf und merke, dass wir viel später als geplant in Maun eintreffen werden. Dazu kommt noch das Problem, dass das Office und die Werkstatt von Bushways, wo der Landcruiser aufgetankt und die Vorräte ergänzt werden, ganz am Anfang von Maun liegt (wenn man aus Richtung Nata kommt) und Diteko uns ja zum Shoppen noch in der Stadt absetzen und dann wieder zurück zu Bushways muss, was nochmal mindestens ca. eine Dreiviertelstunde kosten würde. Dass wir den Coffeebreak auslassen und stattdessen in Maun ins Café gehen, um Zeit zu sparen, war schon vorab ausgemacht. Als wir auf Höhe des Abzweigs zum Bushways-Office sind, erwartet uns eine Überraschung 🤩 . Diteko (oder war es Heiko?) hat einen Minibus organisiert (DT hatte auf der Fahrt ein paar Mal telefoniert), der zusammen mit einem Mitarbeiter von BW (ich glaube, es war Ninja) am Straßenrand steht. KD und Ninja übernehmen den Landcruiser, Diteko fährt uns im Bus in die Stadt. So kann unser Fahrzeug schon gewartet und neu betankt und die Vorräte im Trailer aufgefüllt werden. Dieser Kniff, den ich Bushways hoch anrechne, denn er war nicht eingeplant, entspannt die Lage etwas.

Also lassen wir es uns erst mal im Dusty Donkey Café gutgehen (außer Elke und Uwe, die lieber mehr Zeit zum Einkaufen haben wollen) – und wir genießen das so richtig! Nicht nur, weil wir hier mal wieder Wlan haben (und ich erfahre, dass es meinem Kater soweit gut geht, was sehr zu meiner Entspannung beiträgt), sondern weil man sehr nett dort sitzt und es auch schmeckt.

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Danach geht’s zum Getränkenachschubbesorgen und schon stehen Diteko und KD wieder da. Na das klappt doch prima 🙂 ! Das Verladen unserer Einkäufe dauert, denn alles will seinen Platz haben, da ist Diteko sehr eigen (Bild von Simone geklaut 😣 ).

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Aber dann geht es los 🤩 . Wir überzeugen unsere beiden „Betreuer“ davon, dass wir keine Mittagessenspause brauchen, weil wir eh alle mehr als pappsatt sind (oder eh nichts essen wollen, die einen so, die anderen so). Allerdings wissen wir, dass DT und KD nichts gegessen haben, aber die beschließen, dass sie sich ein Sandwich auf die Hand machen und auch lieber weiterfahren.
Dies ist kurz vor Shorobe, wo wir aauch wieder Luft aus den Reifen lassen, weil wir nun für viele Tage wieder auf Gravel, Sand und Gras unterwegs sein werden.

Die Strecke bis zum South Gate des Moremi auf der Gravelpiste ist zäh, um 14 Uhr sind wir beim Mawana Vet Fance.

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Die einzige Abwechslung ist ein paar Minuten danach der Anblick vom Kaziikini Camp. Dort wurde viel getan, seit ich 2017 zum ersten Mal dort war. Es gibt viel mehr Gebäude, alles sieht zumindest von Weitem sehr ordentlich aus und am neuen Wasserloch ist richtig Betrieb.

Aber wir müssen weiter. Immer wieder kommen uns nun Game-Drive-Fahrzeuge entgegen. Ihr Inhalt schaut nur semibegeistert aus der Wäsche 😵 . Aber ehrlich gesagt können wir alle auch nicht verstehen, warum man sich so einen Tagesausflug antut. Früh morgens startet man in Maun, um ca. zwei Stunden lang das beste Licht auf der Gravelroad zu erleben. Wenn es dann grell und heiß wird, ist man im Game Reserve und die Tiere haben keinen Bock mehr auf Äktschn. Am frühen Nachmittag muss man das Paradies, von dem man leider nicht viel mitbekommen hat, wieder verlassen, um sich erneut in der Hitze einstauben zu lassen. Es scheint aber genug Freiwillige zu geben, die dafür sogar noch Geld bezahlen… 😛

Kurz vor 15 Uhr nähern wir uns endlich dem South Gate. Aber was ist da los 😮 ? Vielleicht 200 m vom Eingang entfernt stehen jede Menge Game-Drive-Fahrzeuge, die eigentlich auf dem Rückweg nach Maun oder in irgendwelche Lodges davor sein sollten, wild durcheinander. Der Grund ist schnell gefunden: da lümmeln doch einfach zwei Löwinnen unter einem Baum herum! Okay, die fotografieren wir natürlich auch, wer weiß, es könnten unsere letzten der Reise sein 😎 !

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Danach können wir endlich einchecken und nach einigem Theater mit Fahrzeugen, die das Gate blockieren ( Diteko schreitet ein…. 🤩 😎 😗 .) , darf eine etwas müde, aber dennoch glückliche Bele (danke Tanja für's Foto) nach zwei Jahren wieder ins Moremi Game Reserve einfahren.

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Davon dann im nächsten Kapitel mehr!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 16. Sept. 2023
751 Beiträge · seit 201117. Sept. 2023 ·
Ein wunderschönes Foto von dir !
... und vom Falken auch. LG
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201017. Sept. 2023 ·
So, das Wetter zickt ein bisschen rum und ich bin gerade im flow, da mach' ich doch gleich mal weiter mit dem Rest des Tages! 🙂
23. August 2023 - Von der Kudiakam Pan/Baines Baobabs
auf die HATAB Campsite #12 bei Third Bridge/Moremi GR- Teil 2
Um 15.21 Uhr (bei uns heißt das „kurz vor halb vier“, nur damit diejenigen aus der ätzenden Truppe, die das immer noch nicht können, ein bisschen Nachhilfeunterricht an dieser Stelle bekommen 😛 ) machen wir einen Fotostopp bei diesen Elefanten.

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Das „Wasserloch“ hier kenne ich bisher übrigens nur gefüllt, es scheint sehr trocken zu sein im Moremi. Man könnte sie stundenlang beobachten, wie sie den Matsch, der noch reichlich vorhanden ist, genießen, auch wenn das Licht nicht toll ist.

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Aber wir haben ja ein Ziel, und das müssen wir vor Einbruch der Dunkelheit noch erreichen.
Kurz nach 16 Uhr aber schon das nächste Motiv: auch wenn das Licht weiterhin schlecht ist, genießen wir dieses typische Moremi-Bild.

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Okay, das war schön, aber jetzt sollten wir wohl mal Land gewinnen 😐 . Wir dümpeln immer noch in der Gegend von Xini Lagoon herum. Und da macht Diteko etwas, was ich – zu diesem Zeitpunkt -überhaupt nicht verstehen kann: er biegt auf einen der Loops ab 😮 . Ja, ich liebe diese Gegend sehr und ich wollte hier eine Campsite haben, aber es wäre nicht nötig gewesen, dass wir deshalb nun unzählige kleine Wege abfahren, zwischendurch wieder umdrehen, und das, wo wir gefühlt eine halbe Ewigkeit von unserer Campsite entfernt sind, die wir noch aufbauen müssen 🙄 . Eigentlich sind wir jetzt doch schon hundemüde.

Doch die Müdigkeit verfliegt sehr plötzlich, als wir vor einem Busch anhalten, auf den Diteko mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht zeigt: Look there! 🤩

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Ohhhh, wie niedlich (zumindest, wenn man die Eingeweide des Kills ausblendet 🤢 ): Cheetah-Cubs beim Abendessen 😘 .

Wenn man genau hinschaut, kann man die Mutter rechts erkennen.

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Hier die Komplettansicht:

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Die Kleinen sind teilweise sehr gut versteckt, offensichtlich wurde in Schichten gegessen wie bei uns in der Schulmensa und drei liegen schon gesättigt ab. In Summe sind es 5 Cubs:

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Im Nachhinein lese ich auf Facebook in den entsprechenden Sightings-Gruppen auch von ihnen, sie sind wohl eine kleine Sensation. Laut Diteko haben es Geparden im Moremi wegen der vielen Löwen sehr schwer und alle hoffen, dass die Mutter möglichst viele der Kleinen durchbringt.

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Schweren Herzens trennen wir uns von den sechs Katzen, wir hatten sie ganz allein für uns und es ist mir bis heute ein Rätsel, wie Diteko sie finden konnte. Er wird uns am Ende der Tour noch etwas dazu sagen, er war sich nämlich auch alles andere als sicher.

Es ist 17 Uhr, als wir diesen Elefanten fotografieren und wir haben es noch nicht mal bis First Bridge geschafft.

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Unterwegs begegnen wir immer wieder Gamedriveautos, Diteko und deren Fahrer halten jeweils gemütlich ein Schwätzchen auf Setswana. Da man in Botswana sehr höflich ist, wie wir gelernt haben, beginnen die Gespräche jedes Mal mit einem ausführlichen Dialog darüber, wie es dem jeweils anderen geht. Soweit können wir gerade noch folgen. Unser Setswana ist aber noch ausbaufähig und so können wir den weiteren Gesprächen nur noch wenig entnehmen. Birgitta ist sich aber sicher, immer wieder die Zahlen 12 und 5 zu verstehen, die englisch ausgesprochen werden (laut Diteko sind die Zahlwörter auf Setswana ewig lang und werden daher bei solchen Gesprächen durch englische ersetzt). Aus diesen zwei Zahlen reime ich mir die unterschiedlichsten Informationen zusammen 🤪 .

„Es ist 5 Uhr und wir müssen noch bis Campsite 12 fahren, das schaffen wir wohl nie!“
„Es ist 5 vor 12, das wird wohl nichts mehr mit unserer Campsite“
„Es ist 5 nach 12, die Lage ist hoffnungslos!“
„Ich habe 5 Idioten an Bord, aber auf der letzten Tour waren es sogar 12!“
„Wir haben 5 Gepardenjunge gesehen – und übrigens, wir müssen noch bis Campsite 12 fahren!“
„Wir hätten eigentlich Campsite 12, aber da klar war, dass wir das an einem Tag nicht schaffen, haben wir auf Nr. 5 umgebucht.“

Diese letzte Deutung spreche ich auch laut aus gegenüber Birgitta (oder allen? Ich weiß es nicht mehr), denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie wir in diesem Tempo heute noch bis Third Bridge kommen wollen. Also werden wir wohl schon vorher unser Camp aufschlagen müssen 😊

Daher wundert es mich auch nicht mehr, dass wir bei diesen Giraffen noch in aller Ruhe anhalten, ist ja auch so schönes Licht gerade 😗 und wir sind ja bald bei Campsite #5..

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Um 17.45 Uhr (bei uns heißt das dreiviertelsechs 😎 ) sind wir endlich bei First Bridge. Die Sonne steht schon tief.
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9 Minuten später dieser Anblick: Baumlöwen im Moremi 😮 !

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Und es liegen noch mehr davon auf dem Boden herum und bieten uns eine lustige Show! Da können wir natürlich nicht weiterfahren.... 😉

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Jetzt ist es gleich 18 Uhr, aber Diteko ist der Meinung, dass wir noch ein Foto „for the romantic mood“ bräuchten. Danke schön, wir haben ja auch alle Zeit der Welt für so etwas 🙄 .

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Nach diesem Spot brettert unser Fahrer dann aber wirklich los, und man mag es kaum glauben: rechtzeitig vor Dunkelheit erreichen wir unsere Campsite HATAB MGR12.

Viel können wir davon nicht erkennen, nur dass sie am Wasser liegt und dieses offensichtlich Heimat unzähliger Stechmücken ist 😣 . Simone und ich bauen in der Dämmerung im Licht unserer Stirnlampen zusammen unsere Zelte auf und werden schier wahnsinnig mit diesen Biestern 😈 . Irgendwann ist aber auch dies geschafft, die Mücken gehen ins Bett, bzw. kleben sich an unsere Tischlampen fest und wir können unser Dinner genießen, welches KD nebenher gezaubert hat.

Was für ein Tag 🤩 ! Eigentlich geplant als reiner Transfertag (ohne Game-Drive wohlgemerkt!) – und dann sucht und findet Diteko für uns die Geparden (von denen er wusste, aber natürlich nicht genau, wo sie gerade sind, es stand auch kein anderes Fahrzeug dort) und dann noch diese witzigen Löwen! Wir sind schwer beeindruckt von DTs Zeitmanagement. Dieser Fuchs kennt den Moremi nach mehr als 20 Jahren Erfahrung als Guide natürlich wie seine Hosentasche, aber trotzdem… so eine Punktlandung hinzulegen ist schon bewundernswert!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2023
556 Beiträge · seit 201617. Sept. 2023 ·
Champagner schrieb:So, das Wetter zickt ein bisschen rum und ich bin gerade im flow, da mach' ich doch gleich mal weiter mit dem Rest des Tages! 🙂
Schönen Guten Morgen, was ist bei euch mit dem Wetter los?
Champagner schrieb:

Um 15.21 Uhr (bei uns heißt das „kurz vor halb vier“, nur damit diejenigen aus der ätzenden Truppe, die das immer noch nicht können, ein bisschen Nachhilfeunterricht an dieser Stelle bekommen 😛 )

Um 17.45 Uhr (bei uns heißt das dreiviertelsechs 😎 ) sind wir endlich bei First Bridge.
Ja, da ticken die Uhren der Oberbayern wie die der BaWüler 😄 😎
Champagner schrieb:
Was für ein Tag 🤩 ! Eigentlich geplant als reiner Transfertag (ohne Game-Drive wohlgemerkt!) – und dann sucht und findet Diteko für uns die Geparden (von denen er wusste, aber natürlich nicht genau, wo sie gerade sind, es stand auch kein anderes Fahrzeug dort) und dann noch diese witzigen Löwen! Wir sind schwer beeindruckt von DTs Zeitmanagement. Dieser Fuchs kennt den Moremi nach mehr als 20 Jahren Erfahrung als Guide natürlich wie seine Hosentasche, aber trotzdem… so eine Punktlandung hinzulegen ist schon bewundernswert!
...a Hund isser scho (würde man hier in Bayern sagen). Wir waren immer wieder aufs Neue baff, wie er das hinbekam!!

liebe Grüße aus dem sonnigen Bayern
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
4’562 Beiträge · seit 200717. Sept. 2023 ·
Liebe Bele,

wenn Du so weiter machst, wirst Du noch vor unserem Abflug am Samstag fertig 😉 😛
In Sachen Geschwindigkeit sollte sich hier niemand in den Wettbewerb mit Dir begeben 😛

Danke für den wie immer lebhaft geschriebenen und phantastisch bebilderten Bericht!

Viele Grüße
Carsten
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zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2023
2’120 Beiträge · seit 200617. Sept. 2023 ·
Liebe Bele,

was für ein Ritt an diesem Tag! Ich neige ja auch dazu, manchmal zu große Etappen zu planen, aber von den Baine's Baobabs bis nach Third Bridge ist schon sehr ambitioniert. Da hat schon alles gut geklappt und war auch toll organisiert. Umso beeindruckender, dass ihr nebenbei noch diese Sichtungen hattet. Ihr zählt ja Löwen wie andere Elefanten. 😉

Danke für den Bericht und die schönen Fotos.

Liebe Grüße
Uwe
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