*** Wenn man auf die Sonne oben rechts klickt, kann man den Bericht ohne Kommentare lesen! *** So, da bin ich wieder, zurück von meiner achten Reise nach Botswana 🤩 .
Eigentlich war bereits im Vorfeld klar, dass diese Tour nichts werden kann. Man stelle sich vor:
1. Schon wiiiieeeeder Botswana 🙄 ! 2. Schon wieder mit Bushways 😵 ! 3. Und das Ganze zusammen mit 7 anderen Fomis, jedes davon mit seinem/ihrem ganz eigenen Charakter 😐 . Das konnte nur Stress geben, zumal zwei Ehepaare an Bord sein werden, und damit hatte ich schon 2014 schlechte Erfahrungen gemacht (ständiges Gekeife der Ehepartner 😣 ). Nur konnte ich damals nichts darüber berichten, weil die beiden mitlasen und wir zu diesem Zeitpunkt auch noch befreundet waren 😗 . Zum Glück ist das dieses Jahr ganz anders (gell, Uwe 😎 ?). 4. Dazu noch auf fast der gleichen Route unterwegs wie 2021. Boring 😮 ! 5. Und sogar noch mit dem gleichen Guide und Campchef wie vor zwei Jahren. Langeweile war garantiert *gähn*. 6. Ach, ich vergaß die Jahreszeit: auch nichts Neues zu 2021…. 😵
Die schlechte Stimmung zeichnete sich auch bereits vor der Reise in unserem Gruppenchat ab.
Zudem wurde ich gemobbt, was meine Muttersprache betrifft 😈 . Im Schwäbischen wird eine Tasche oder irgendwelche anderen Reiseutensilien vor dem Abflug nun mal hingerichtet. Nicht etwa hergerichtet! Herrichten bedeutet bei uns Hübschmachen 🙂 ! Hübsch ist meine Tasche schon, so what? Oder soll ich sie womöglich bereitstellen? Ja wer redet denn bitte schön so geschwollen daher 🤢 ???
Ach, ich hatte schon gar keine Lust mehr auf diese K..ck-Reise 😊 !
Und damit meine Unlust noch größer wurde, hatte ich 4 Tage vor Abreise um 4 Uhr nachts einen Blitzeinschlag im Garten, der mittels Überspannung meine Fritzbox (an der die Telefonie und TV hängt), einen Strang im Telekom-Kasten vorm Haus, meinen Mediareceiver, meine Klingelanlage, sowie einen meiner beiden Wechselrichter der Photovoltaikanlage hingerichtet 😛 hat. Es scheint wohl inzwischen Usus zu sein, dass vor meinen Urlauben irgendeine Naturgewalt zuschlägt 🤨 . Solange ich noch hier war, konnte nur die Fritzbox ersetzt werden, draußen im Kabelsalatkasten der Telekom hatten sich Wespen eingenistet, so dass erst eine Spezialfirma angefordert werden musste, um diese zu entfernen. Der Rest wurde während meiner Abreise erledigt, meine Mieterin (= Schwester) hatte ihre helle Freude daran 😎 .
Parallel dazu wurde mein Katerle krank, 4 Tage vor Abreise Tierarztbesuch, dann am Tag der Abreise um 3 Uhr nachts die Erkenntnis, dass es ihm trotz Medikamente schlechter statt besser geht. Also zusammen mit Sohn Nico, der zum Glück gerade ein paar Tage hier war, um 8 Uhr mit dem Katzentier ohne Termin zum Tierarzt, ich musste um 9 Uhr abfahrtbereit sein nach Botswana. Diagnose: Herzprobleme, ab in die Tierklinik! Schweren Herzens musste ich mich von Sohn und Kater verabschieden 🙁 , die beiden fuhren nach Reutlingen, während ich mich mit einer meiner Mitreisenden auf den Weg nach München machte. Kleiner Vorgriff: Immerhin geht es dem Kater nach einem Wochenende in der Klinik und einer Nachuntersuchung dort dank neuer Medikamente, die er jetzt nehmen muss, wieder so weit gut. Was für ein Glück, dass mein Sohn gerade da war und spontan länger geblieben ist und seinen Urlaub am Bodensee gekürzt hat, um sich um Janosch zu kümmern und alles Notwendige zu organisieren 😘 .
So hatte ich mir die letzten Tage vor Abflug definitiv NICHT vorgestellt 😣 . Geplant war ruhiges Packen, alles hier so weit in Ordnung bringen und noch ein bisschen im Forum stöbern. War wohl nichts…. 🤨
Langer Rede kurzer Sinn: ich bin am Freitag, den 18.8.2023 völlig ausgelaugt, beunruhigt und in schlechter Stimmung zu dieser doofen Reise nach Botswana aufgebrochen, von der ich nun (trotz allem, aber man soll ja nichts beschönigen) erzählen werde 🤢 .
Inzwischen ist es in den Reiseberichten ja üblich, ein paar Grüße aus der Fotoküche vorab zu servieren, hier also mal ein paar besonders gelungene Schnappschüsse 😗 , die die Lage vor Ort zeigen:
Juveniler Schreiseeadler an botswanischem Totholz – der Klassiker!
Schlechtes Wetter/schlechtes Licht
Noch schlechtere Sichtungen
Sonne kaputt!
Und ständig war – wie das bei einer Gruppenreise nun mal so ist 😈 – jemand oder etwas im Bild oder zumindest kurz davor.
„Sooooo schaaaaade“ war - ohne zu lügen - der meistgenutzte Ausdruck auf dieser Tour!
Liebe Grüße von Bele
Teil 208. Sept. 2023
Hier noch kurz die Eckdaten der Tour:
1. Anreise mit Qatar von Düsseldorf bzw. Frankfurt bzw. München über Doha nach Johannesburg und von dort mit Airlink nach Maun. Rückflug ab Kasane, der Rest wie Hinreise, nur seitenverkehrt. Lange haben wir überlegt, mit wem wir fliegen. Qatar war schlussendlich am günstigsten und wir wollten einmal etwas mehr Service als sonst haben – da verdrängt man dann auch gerne politische Gedanken das Land betreffend. Im Nachhinein sind wir sehr froh über diese Entscheidung, denn durch den Zwischenstopp in Doha gab es keine Niger-Überflugprobleme und somit keine diesbezüglichen Verspätungen. Eine Bekannte aus dem Forum ist LH direkt (oder eben auch nicht 😛 ) von FFM geflogen und hat deshalb ihren Anschlussflug in Johannesburg zum Kruger verpasst. Das hätte uns bei der knapp bemessenen Übergangszeit auch passieren können.
2. Die Tour habe ich in Absprache mit den teilnehmenden Fomis zunächst mit Heiko Genzmer, einem der Direktoren von BushWays im September 2021 grob besprochen und dann zusammen mit ihm und dem Office im November 2021 geplant und gebucht. Dabei kam uns zugute, dass vor Ort noch kaum Betrieb war wegen Corona und Heiko sich einen Platz persönlich angeschaut hat und Nicola im Office Zeit hatte, unsere Sonderwünsche – nämlich Campsites, die nicht von HATAB betrieben werden - zu bearbeiten.
Dies kam dabei heraus:
18.08.2023 Anreise mit Qatar und Airlink, Ankunft am 19.08.2023 in Maun am Nachmittag 19.08.2023 Boteti River Camp /Chalets 20.08.2023 Fahrt durch den Makgadikgadi zur HATAB Nxai Pan 3 21.08.2023 HATAB Nxai Pan 3 22.08.2023 Xomae Baines Baobabs N°1 23.08.2023 Moremi HATAB MGR 12 24.08.2023 Moremi HATAB MGR 12 25.08.2023 Moremi HATAB MGR 09 26.08.2023 Moremi HATAB MGR 09 27.08.2023 Moremi HATAB MGR 09 28.08.2023 Khwai Guesthouse /Chalets 29.08.2023 Mbudi N°9 30.08.2023 Mbudi N°9 31.08.2023 Savuti HATAB CNP 25B 01.09.2023 Savuti HATAB CNP 25B 02.09.2023 Chobe Riverfront HATAB CNP 02 03.09.2023 Chobe Riverfront HATAB CNP 02 04.09.2023 Kasane / Chobe River Cottages selbst gebucht/ Nachmittagsbootstour 05.09.2023 Kasane/ Chobe River Cottages / Vic Falls-Ausflug 06.09.2023 Morning Boatcruise, danach Abflug
Ja, und wer waren nun die „Schrecklichen Acht“ 😕 ?
Hier ein Foto aus Johannesburg, wo wir zum ersten Mal in Ruhe zusammen reden konnten (in Doha hatten wir „Münchner“ Verspätung und mussten gleich wieder boarden).
Von links nach rechts: Uwe B. (unser Selfie-Spezialist) und Tanja („Tanja“ im Forum), Elke und Uwe F. („Fiedlix“ im Forum), Simone („tigris“), Birgitta („Tom2008“), Matthias („fotomatte“) und meine Wenigkeit.
Wie haben wir zusammengefunden? Bei Simone, Matte, Elke und mir war nach unserer epischen Reise 2021 irgendwie klar, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein kann. Die anderen Vier der damaligen Tour wollen - auch wenn es ihnen super gefallen hatte - erstmal andere Länder bereisen. Natürlich war auch Rennade eingeplant, wegen Ihr haben wir die 2023er Tour in die Sommerferien gelegt. Leider ist ihr dann irgendwann der Mut abhanden gekommen, sie will in absehbarer Zukunft keine Fernreisen mehr unternehmen. Ihre unerwartete Absage war ein bisschen blöd für uns, denn da war die Tour schon gebucht und Sommerferien sind als Reisezeitraum für einige von uns etwas doof, Urlaubsgenehmigungen betreffend und auch was die Ernte im Garten angeht. Hätte Rennade von Anfang an gesagt, dass sie nicht mitkommt, hätten wir anders geplant. Aber so war es nun mal 🙄 . Bei einem privaten Abendessen in Büsnau habe ich spaßeshalber Tom und Birgitta gefragt, ob eine(r) von ihnen vielleicht mitkommen möchte. Und siehe da: Birgitta hat nicht lange gezögert. Super! 🙂 Dass Elke dieses Mal ihren Mann mitnehmen will, war klar. Und dann war da noch Tanja und Uwe, die ich schon lange kenne (ursprünglich aus Kronau und es gab auch schon gegenseitge Besuche usw.) und die schon vor langer Zeit zu mir gesagt hatten, dass sie sich so eine Reise auch mal vorstellen könnten. Zack - schon war der Landcruiser voll 🤩 .
In Büsnau 2023 waren dann alle da und konnten diejenigen, die sie noch nicht kannten, kennen lernen!
Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, sind auch alle schon hier im Thread aufgeschlagen (außer Uwe B., aber der hat mir ja am vorletzten Abend am Campfire eh die Freundschaft aufgekündigt 😛 ). Das bedeutet also, dass wir immer noch miteinander reden, so dass Punkt 3 meiner Bedenkenliste auf Seite 1 gestrichen werden kann 😎 .
Morgen oder so geht’s dann weiter – ich will ja möglichst schnell in dieses hässliche Botswana kommen 😗 !
Liebe Grüße von Bele
Teil 310. Sept. 2023
18. August 2023 / 19. August 2023 - Von Deutschland nach Maun
Okay, bringen wir das mit der Anreise möglichst schnell hinter uns. Zuch zum Fluch (um unser Gewissen zu beruhigen, haben wir keinen Zubringerflug, sondern Bahn gebucht): frühmorgens (parallel zum Katerdrama) die Meldung, dass Baum auf Oberleitung gefallen ist 😵 , unklar, ob wir ab Ulm, wohin uns Tom fährt, weil zwischendrin mal wieder Schienenersatzverkehr herrscht, fahren können. Klappt aber tatsächlich. Matthias, der mit dem Zug nach Ulm kommt, hat Verspätung, schafft es aber gerade noch in unseren EC. Uff! Habe ich schon mal erwähnt, dass ich theoretisch ein großer Fan vom Bahnfahren bin.....? 😗
Flug mit Qatar: Technische Probleme beim Boarding in München (ich sehe jemand mit einer Werkzeugkiste unter einem der Triebwerke sitzen 🤨 ), die Abreise verzögert sich.
Ich kläre so lange telefonisch noch einige Dinge wegen des Klinikaufenthaltes meines Katers, Matte ist sauer, weil es nichts Gscheites zu essen gibt beim Gate, in Düsseldorf bekommt Tanja laut Uwe fast einen Herzinfarkt, als sie eine Mail von Airlink mit dem Betreff „Flight Alert“ bekommt, in Frankfurt lässt Simone eben mal ihre Papiere (Pass und Bordkarten) auf der Toilette liegen und findet sie erst bei der Bundespolizei wieder. Das kann ja heiter werden mit dieser Truppe 😣 . Nur bei Elke und Uwe scheint alles glatt zu laufen, sie sind schon in Doha, da mit einer früheren Maschine geflogen. Irgendwann kommen wir andern aber auch alle los, Flug und Service inklusive Essen sehr angenehm. (Übrigens hat mich Tanja inzwischen daran erinnert, dass wir Qatar auch vor allem deshalb gewählt haben, weil sie nicht so streikanfällig wie LH & Co. sind, das hatte ich zwischenzeitlich vergessen!)
In Doha treffen wir uns alle für den gemeinsamen Weiterflug und freuen uns ungemein oder tun zumindest so 😛 . Es ist schon angenehmer, wenn man eine doofe Reise mit vermeintlich 😎 netten Menschen durchstehen kann. Fast schon traditionell (zumindest für mich, da ich schon oft über Johannesburg geflogen bin) lassen wir es uns im Mugg & Bean gutgehen. Dann geht es auch schon schnell mit Airlink weiter nach Maun.
Gute Miene zum bösen Spiel 😗 :
Die ersten Vogelsichtungen gibt es auch schon!
Die arme Birgitta leidet etwas unter dem bumpy flight 🤢 , aber irgendwann ist auch das überstanden. Als wir nach der Landung in Maun gen Terminal rollen, können wir auf dem Parkplatz hinterm Flughafen schon unser Bushways-Fahrzeug erkennen. Boah, ich bin den Tränen nahe 😊 !
Als wir dann zu Fuß zum Gebäude gehen, sehen wir Diteko und Keidi (eigentlich schreibt er sich ja KD, ausgesprochen wird seine Abkürzung betont auf der ersten Silbe, also nicht mit einem langen iiiii hinten – zu den Namen der Beiden werde ich aber an anderer Stelle noch etwas schreiben) winkend auf und ab hüpfen – wir machen dasselbe hinterm Zaun und werden dabei von anderen Fluggästen mit hochgezogenen Augenbrauen beobachtet. Benehmen sich so zivilisierte Safari-Touristen 🤨 ???
Simone fotografiert schnell durch den Zaun unser Fahrzeug für die nächsten 2,5 Wochen.
Unser komplettes Gepäck ist da, was mich langsam daran zweifeln lässt, dass die Reise so blöd wie befürchtet werden wird. Die Einreise geht zügig voran (dank bereits ausgefüllter Formulare, die mir Rofro und CuF mitgebracht hatten, danke nochmal dafür 😘 ), Zoll ist dieses Mal auch kein Problem und dann fallen wir unseren beiden „Betreuern“ in die Arme. Die Tränen lassen sich nun auf beiden Seiten nicht mehr vollständig zurückhalten und KD will uns gar nicht mehr loslassen. Unsere Reise 2021 mit den Beiden war durch die Covid-Situation schon etwas ganz Besonderes gewesen, was uns auf eine gewisse Weise zusammengeschweißt hat. Wir waren dank sozialer Medien mit ihnen die ganze Zeit über in Kontakt, haben uns sehr auf unsere zweite gemeinsame Tour gefreut und der Moment, in dem wir (bzw. zumindest vier von uns) uns nun nach zwei Jahren wiedersehen, ist schon sehr berührend.
Nun aber Schluss mit der ganzen Rührseligkeit – unser Gepäck muss in den Trailer geladen werden (danke Elke und Simone für die Fotos)
und einige müssen noch bei den verschiedenen ATMs rund um Choppies und Spar Pula abheben,
was sich mal wieder als gar nicht so einfach erweist.
Dann nehmen wir endlich Kurs auf unser erstes Ziel, das Boteti River Camp!
Davon dann im nächsten Kapitel!
Teil 410. Sept. 2023
Champagner schrieb: Dann nehmen wir endlich Kurs auf unser erstes Ziel, das Boteti River Camp! Davon dann im nächsten Kapitel!
Nein, stopp 🤩 – bevor unsere Tour nun so richtig beginnt, will ich doch diese Sache mit der „doofen Reise“ mal endlich aufklären. Glauben tut es mir ja eh niemand 🙄 – aber immerhin schreib ich das nicht nur einfach so, es gibt schon auch eine kleine Geschichte dazu 🙂 :
Unser Gruppenchat bestand schon seit Beginn der Planung bzw. Buchung, also ewig, und nachdem soweit alles fix war, wurden die Beiträge voller Vorfreude immer häufiger. Je mehr darüber geschrieben wurde, desto mulmiger wurde mir 😐 , denn soooo toll kann eine Reise gar nicht werden, wie sich hier vorgefreut wurde 😕 .
Also zog ich – als Gruppenadmin – Anfang Mai 2023 die Notbremse und verbot ab sofort sämtliche derartige Beiträge. Ein bisschen zäh war es schon, bis jeder in der Spur war, hier mal ein kleiner Ausschnitt vom Beginn der Verbotszeit – und es gab auch später immer wieder Rückfälle 😗 :
Dann kam der Blitz und der kranke Kater 🙁 , und nun war klar, bei wem das ganze schlechte Karma landet 😣 …..also konnte man sich ruhig auch wieder vorfreuen:
Allerdings hatten wir es dann so verinnerlicht, dass diese Reise nur blöd werden kann, dass die entsprechenden Sprüche bis zum Ende der Tour Bestandteil unserer Unterhaltungen blieben 😄 …aber damit konnten wir natürlich gut leben, solange die Wirklichkeit eine andere war 😉 .
So, und jetzt wünsche ich allen, die es interessiert (*handheb*), ein spannendes und hoffentlich erfolgreiches Basketball-WM-Endspiel! Je nachdem, wie ich danach drauf bin, reisen wir noch heute weiter nach Khumga oder dann eben morgen.
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 510. Sept. 2023
19. August 2023 - Von Maun nach Khumaga (Boteti River Camp Chalets)
Die Fahrt nach Khumaga verläuft nicht störungsfrei – kaum haben wir Maun hinter uns, gibt unser Landcruiser irgendwo in der Gegend der Räder komische Geräusche von sich 😕 . Nach ein paar Überlegungen wird ein Reifen demontiert, es bisschen hier und da rumgenoddeln und der Reifen kommt wieder drauf.
Das Geräusch ist immer noch da…. 😣 Na toll, grad schreib ich noch, dass das mit der doofen Reise nicht stimmt- und prompt gibt es Probleme 🤩 . Diteko ruft in der Werkstatt von Bushways an, dort wird ihm der Tipp gegeben, an der Schraube der Handbremse zu drehen. Das Geräusch ist verschwunden! Das Erstaunliche 😮 : genau diesen Vorschlag hat Matthias mir gegenüber kurz zuvor geäußert. Seit wann kennt der sich mit Autos aus???
Egal – weiter geht’s....
In Botswana gibt es wunderschöne Traditionen, eine davon ist das würdevolle Durchwaten einer feuchten Desinfektionsmatte. Tanja als Neuling erledigt das zügig und dabei doch sehr elegant 🤪 😘 .
Diteko dagegen wirkt eher gelangweilt, als er den Landcruiser durch die Suppe fährt.
Trotz unserer Reifen/Bremsenpanne sind wir vor Sonnenuntergang im Boteti River Camp. Wir genießen die Aussicht rüber zum Gate, auch wenn der Boteti kein Wasser führt (aber das wussten wir schon vorher) , das Wlan hier (plötzlich ist jeder in sein Handy versunken) und lassen uns dann ein köstliches Abendessen servieren.
Bevor wir in unsere Chalets verschwinden, wird es aber Zeit, dass wir endlich wie bei einem ordentlichen Cluburlaub unsere All-Inclusive-Armbänder angelegt bekommen. Nicht dass einer von KD oder DT abgewiesen wird, wenn er/sie sich unterwegs die Trinkflasche am Wassertank auffüllen will…. 😗
Diese Armbänder haben eine lange Geschichte. Vor einigen Jahren bekam ich von Joel Nambuli (African Vocals) dieses Foto geschickt mit dem Hinweis: "This bracelet ist waiting for you. "
Offensichtlich war das Armband ziemlich ungeduldig, wollte nicht lange warten und ist irgendwohin verschwunden, weil ich nicht schnell genug da war, denn obwohl Joel und ich uns seitdem mehrmals getroffen haben, habe ich es nie erhalten 🙄 . Das Foto war aber immer wieder mein Profilbild bei Facebook und einige Wochen, bevor die African Vocals während der Tournee zu mir kamen, hat Diteko es kommentiert: "Nice bracelet.. may i please have one of those . "
Ähhm, meint er das nun ernst oder macht er sich lustig über mich 😐 ?
Ich frage nach: Doch, doch, das sei ernst gemeint, am liebsten nicht mit rosa, sondern eher weiß, schwarz, braun, irgendwie so. Ich frage Joel, ob er das möglich machen kann, und als er bejaht, gebe ich spontan für uns alle so ein Ding in Auftrag. Die Aktion bringt Joel in Schwitzen, denn kurz vor seiner Abreise nach Deutschland springt die Produzentin ab und er muss schnell noch jemand Neues suchen. Aber er schafft es und so gelangen die 10 Armbänder im Juli in meinen Besitz, um im August dann ihre Reise von Namibia über Deutschland nach Botswana fortzusetzen.
Kurz zu den Namen auf den Bändern: bei Matthias ist leider während des Bestellprozesses ein „h“ abhandengekommen 😗 . Joel hatte mir zur Kontrolle alle Namen mit den Buchstabenperlen gelegt abfotografiert, bevor sie eingeflochten wurden, und damals hat alles noch gestimmt… Dann zu dem Band von Diteko: er wollte seinen Privatnamen „Aupa“ haben, Diteko bzw. DT ist sein „Berufsname“. KD heißt eigentlich Kodumo, aber angeblich nennt ihn niemand so. Daher auch nur KD im Armband…
Ich war mir alles andere als sicher, ob die anderen diese Idee gut finden, aber schlussendlich haben wir alle die Armbänder fast die ganze Zeit über bis zum Ende der Reise getragen und zumindest für mich hat es sich sehr, sehr gut angefühlt 🙂 😘 !
So, morgen geht dann unsere Campingtour wirklich los und es gibt auch endlich mal ein paar Tierfotos.
Bis dahin einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche!
Bele
Teil 611. Sept. 2023
20. August 2023 -Vom Boteti River Camp zur HATAB Campsite in der Nxai Pan - Teil 1
Wir sind schon früh wach und genießen auf dem Aussichtsdeck unsere erste afrikanische Morgendämmerung.
Nach einem leckeren Frühstück brechen wir auf zum Khumaga-Entrance des Makgadikgadi Pans NPs.
Die Fähre liegt auf dem Trockenen (kein Foto, habs verpennt), ohne sie geht alles schneller (always think positive 😗 ). Der erste Vogel, den ich knipse, ist ein Waffenkiebitz. Nicht sehr originell, aber immerhin sehr typisch (always think positive 😗 ).
Nein, wir haben auf dieser Reise wirklich nicht viel fotografiert…. 😎 🤩
Noch ein typischer und nicht sehr origineller Vogel – der African Fisheagle (ich mag seinen deutschen Namen nicht).
Für mich hat dieser Greif aber eine ganz besondere Bedeutung. Ich werde nie vergessen, wie Face mich 2012 im Sango Camp, als ich zum ersten Mal in Botswana war, auf seinen markanten Ruf aufmerksam gemacht hat. Er meinte, den würde ich nie wieder vergessen und immer mit Afrika in Verbindung bringen. Wie recht er doch hatte….! Und wie ich dieses Licht liebe 😘 – mir kommen schon fast wieder die Tränen beim Schreiben. Dabei hört man doch hier gar nichts und fast noch schlimmer: man riecht nicht diesen würzigen Duft der verschiedenen Gräser und Kräuter, durch die wir fahren. 🙁
Schon wieder einer meiner Lieblinge – ich finde Geier so toll 😘 : White-backed Vulture
Impala bei der Frühgymnastik
Gnus eben – die schaffen es nicht, sich ordentlich ins Bild zu stellen, aber es sind nun mal die ersten dieser Reise…(das wäre eigentlich auch ein schönes Foto fürs Intro gewesen 😎 )
Ja und dann kommt auch schon unsere in Zukunft tägliche Begleiterin, die Gabelracke!
Hier erklärt sich dann auch schon das eingangs erwähnte „Sooooo schaaaade“! Wobei es eigentlich zwei Varianten davon gab. Sooooo schaaaade, eher rückblickend, wenn es mal wieder nicht mit dem Foto des Abflugs geklappt hatte. Oder ein spontanes „oohhhhh“ wenn sie gerade schön saß und darauf dann das „schaaaade“, wenn sie in die falsche Richtung abhob, oder wenn man gerade nicht geschaut hat oder – was auch oft vorkam – wenn sie einfach nicht abfliegen wollte und wir entnervt weitergefahren sind. Irgendwann wurde das „Ohhhh schaaade!“ auf jede bedauerliche Situation angewandt und im Umkehrschluss gab es dann recht bald das „Not schade“. Ich liebe diese einfache, klare Sprache auf Tour!
Simone, in ihrer Eigenschaft als Bankerin, hat Diteko irgendwann mal vorgerechnet, was er einnehmen würde, wenn es für jede Gabelracke, wegen der er für uns anhalten muss, 10 Pulas für ihn geben würde. Er wäre heute Millionär…. 😮
Dafür gibt es ein auch ein „schade“, weil sie in eine doofe Richtung abgeflogen ist.
Und nun – TATA – unser erster Elefant nah bei!
Habe ich schon erwähnt, dass Tanja ein angespanntes Verhältnis zu diesen Dickhäutern hat und daher bisher nicht nach Botswana (zumindest nicht in die elefantenverseuchten Gebiete) reisen wollte? Für sie also die erste Mutprobe (und nur deshalb auch das Beweisfoto, es hätte es sonst nicht in den Bericht geschafft) ! Und nun seht selbst: sie wirkt eher verzaubert als verängstigt, oder? (Natürlich hat sie ihre beiden botswanischen Beschützer an ihrer Seite und Uwe noch dazu neben sich, aber trotzdem....).
Und findet Ihr nicht auch, dass das linke Kudumädel ein bisschen wie Tanja kuckt? Süß, oder? 😘
Wir fahren runter zum Flussbett, in dem eine einsame Frau Strauß ihres Weges zieht.
Auch wenn der Fluss kein Wasser führt, genießen wir die Landschaft, die Zebras, Burchell’s Sandgrouse und Starling sowie einen weiteren White-backed Vulture.
Und schon kommen wir zum nächsten running gag der Tour – ich zitiere Tanja:
Tanja schrieb:Liebe Bele, ich wollte so gerne die erste Mitleserin sein, da ich ja nachvollziehbare Gründe habe, von dieser total verkorksten Reise aus deiner Feder zu lesen. Sooo schade, ich war zu spät. Und das liegt nicht daran, dass Uwe mir noch den Strauß machen musste 😄 Herzallerliebste Grüße von Tanja
Ehrlich gesagt habe ich von hinten gar nicht mitbekommen, warum es „diesen Uwe“ erwischt hat (und nicht den „anderen Uwe“, ebenfalls mit Ehefrau unterwegs…) – vielleicht kann mich jemand aufklären, der näher dran saß. Aber sei’s wie’s will: es gab viel Gelächter auf Kosten von Uwe…..und das nicht nur einmal 😄 😄 😄 !
Hier nun ein Bild von unserer Lieblingsbeschäftigung: Strümpfig auf der Bank stehen und sich durch die Landschaft schaukeln lassen.
Einer der ganz großen Vorteile für mich bei einer Bushwaystour. Ich liebe es!!! So ein Gefühl von Freiheit, so viel Spaß, und so eine gute Aussicht!
Inzwischen haben wir übrigens den Boteti verlassen und sind auf dem tiefsandigen Weg hoch zum Phuduhudu-Entrancegate. Immer wieder tauchen auf beiden Seiten des Weges Zebras auf, es werden immer mehr, teilweise queren sie die Pad, alle auf dem Weg zum Fluss.
Die ersten Giraffen im Busch (im wahrsten Sinne des Wortes) tauchen auf,
dann fahren wir das kurze Stück rüber zum Wasserloch. Das Licht ist aber inzwischen grottig und der Elefant not amused von unserer Anwesenheit, er dreht ab in den Busch sowie zwei Oryxe, deren Foto ich euch erspare.
Zurück auf der Hauptstrecke begehen wir den Fehler, wegen eines Elefantenfotos anzuhalten und schon stecken wir in dem tiefen und inzwischen auch heißen Sand mit unserem Schwerlaster fest. Diteko lässt Luft ab, der Trailer wird abgehängt, und schon ist der Landcruiser wieder frei. Mit dem Bergegurt wird der Anhänger rausgezogen und dann wieder angekuppelt.
Und weiter geht der recht wilde Ritt durch den Sand bis zum Gate, dann ein Stück auf Teer, links weg und durchs Nxai Pan Entrance Gate bis hoch zum South Camp. Dort geht es dann mit dem nächsten Kapitel - inklusive einer Erstsichtung für mich - weiter!
Teil 712. Sept. 2023
20. August 2023 -Vom Boteti River Camp zur HATAB Campsite in der Nxai Pan - Teil 2
Am South Camp angekommen wartet schon die nächste Mutprobe auf Tanja: Sozusagen auf Augenhöhe mit einem Elefanten (und jede Menge Müll…).
Hier gibt es dann auch Lunch und wir schauen auf der Fahrt zu unserer Campsite noch kurz beim Wasserloch vorbei.
MANN gönnt sich ja sonst nichts.... 😛
Danach bauen wir zum ersten Mal unser komplettes Camp auf HATAB Nxai Pan #3 auf! Hier gefällt es uns richtig gut! Danke Uwe (der, der den Strauß macht 😎 ) für die Fotos!
Gegen 16.30 Uhr brechen wir nochmal zu einer kleinen Runde auf, die mir völlig unerwartet eine Neusichtung beschert 🙂 .
Zunächst beobachten wir aber aus unserem Hochstand (strümpfig natürlich 😛 ) diese 4 Kerls.
Es sieht archaisch aus, wie sie ruhig, aber trotzdem zügig über die weite Ebene schreiten.
Einer davon ist in der Musth, was man vor allem an den vollgepinkelten Hinterbeinen erkennen kann und so halten wir gebührend Abstand, als sie den Weg überqueren.
Eine Viertelstunde später, das Licht ist schon ziemlich flau, liegt etwas mit großen Ohren geduckt im Gras. Es wird so nebenbei als Löffelhund abgetan. Ich mache eines meiner berühmt-berüchtigten Beweisfotos, zoome das ran und protestiere: "Ne, das Tier da ist viel zu grau für einen Löffelhund und außerdem hat es Streifen!"
Okeeeee, meint Diteko, schauen wir es uns genauer an. Und siehe da: ein Aardwolf. Noch nie gesehen! Entsprechend groß ist meine Freude – mit einer Neusichtung hatte ich auf dieser Reise überhaupt nicht gerechnet (ich hoffe, Ihr könnt ihn überhaupt erkennen 🤪 ).
Lange hält er es nicht mit uns aus,
macht aber auf seiner Flucht noch einen kurzen Zwischenstopp für ein Foto (wenn auch weit, weit weg…). Danke!
Der Abend klingt mit Gnus,
noch mehr Gnus,
einem – jetzt aber wirklichen – Löffelhund an Perlhühnern und Springböcken, die man in dem schwachen Licht kaum mehr erkennen kann (das können wir morgen besser!)
und unserem ersten Sonnenuntergang im Busch aus.
Nach einem leckeren Dinner (auch wenn ich nicht mehr weiß, was es gab, aber es hat ja immer lecker geschmeckt), gibt es unser erstes Briefing durch Diteko über das Thema „Verhalten im Busch bei Nacht“. Natürlich kommen dabei auch schnell unsere aus 2021 bewährten Zelttoiletten (Uriwell) zur Sprache und DT lacht sich einmal mehr schlapp über das dazugehörige Geräusch, das er nebenbei bemerkt super nachmachen kann – zur Erheiterung aller 😄 😄 😄 .
10 vor Bett (20.50 Uhr) verschwinden wir in unsere Schlafsäcke – freudig gespannt auf die erste Nacht so richtig draußen in der Wildnis, zwei Jahre lang habe ich mich auf diesen Moment gefreut, mal wieder auf den beiden Matten im Bodenzelt zu liegen. Wenn ich so etwas daheim erzähle, ernte ich immer sehr skeptische Blicke 😗 😕 .
Morgen haben wir den ganzen Tag für die Nxai Pan zur Verfügung und werden einige sehr schöne Begegnungen haben.
Teil 812. Sept. 2023
21. August 2023 - Nxai Pan - Teil 1
Heute wird mein Jüngster 30 Jahre alt! Wie so oft feiern wir nicht zusammen. Dafür brennt die Nxai Pan gleich am Morgen ein kleines Feuerwerk (vielleicht für ihn – oder für mich als seine Mutter?) ab. Es ist unglaublich, was wir bei wunderschönem Licht zu sehen bekommen. Klar, keine Sensationssichtungen, aber Bilder, die ich so schnell nicht vergessen werde, einfach weil Licht und Stimmung einzigartig sind.
Fat-eared boxes , die eigentlich immer davon rennen - aber es war ihnen wohl zu kalt!
Der Schakal kann bei der Niedlichkeit nicht ganz mithalten, vielleicht hätte er sich nicht gerade Elefantendung als Deko aussuchen sollen!
Dann als Tüpfelchen auf dem i greift Diteko plötzlich zum Fernglas: „Was läuft denn da hinten???“ Vor lauter schöner Landschaft sehe ich erstmal gar nichts, aber dann: tatsächlich, es ist eine Löwin, und zum Schluss sind es sogar drei Löwinnen und zwei Jungtiere. Eines macht uns ein bisschen Sorgen, weil es so eine Art Buckel hat, beim Laufen scheint es aber nicht beeinträchtigt zu sein. Diteko freut sich wie ein Schneekönig, weil die Löwen wohl in letzter Zeit nicht zu finden waren – und höflich wie wir sind, freuen wir uns für ihn mit 😎 😗 .
Als klar ist, dass hier nicht mehr viel passiert, reißen wir uns - vor allem von den kleinen Cuties - los und fahren weiter.
Anlässlich dieser Sichtung muss ich nun eine Warnung aussprechen 😈 : wer keine Löwen sehen mag, ist hier fehl am Platze. Bereits vor dieser Gruppe haben Matthias und Simone einen Löwen im Makgadikgadi aus dem Augenwinkel beim Vorbeifahren gesehen (trotz Zurücksetzen haben wir ihn/sie aber nicht mehr entdecken können). Somit steht die Löwenstatistik von Matthias, die er von nun an akribisch für uns führen wird, auf 6. Für mich entsprechend auf 5. Ingesamt wird Matthias am Ende der Reise 98 verschiedene Löwen auf dem Zähler haben, ich entsprechend 97, manche haben 11 weniger, den Grund dafür gibts am Ende des Berichts.
Keine Sorge, es wird nicht von allen eine ausführliche Dokumentation geben, manche lagen einfach auch nur als Haufen rum, aber in Summe wird es schon ein bisschen löwenlastig hier werden.... 😊
Im nächsten Kapitel gibt es noch ein paar nette Bewohner der Nxai Pan, aber keine Sorgen, vorerst keine Löwen mehr.
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 913. Sept. 2023
21. August 2023 - Nxai Pan - Teil 2
Nach den Löwen lassen wir es etwas ruhiger angehen und beobachten einen Löffelhund, der Zoff mit einer Riesentrappe hat.
Ein Weißbürzelsinghabicht erbarmt sich und fliegt in einem einigermaßen erträglichen Winkel ab, nur eben ein bisschen weit weg.
Na, Tanja, wie heißt der???
Die niedlichen Steinböckchen sind auch allgegenwärtig, nur oft leicht flüchtig. Hier hat mal einer Mitleid mit mir.
Tja, und dann kommen wir zu einer großen Gruppe von Straußen, oder besser gesagt sind es zwei, wenn ich es richtig verstanden habe. Die Inszenierung, die sie uns bieten, durchschaue ich allerdings nicht (geht mir in modernen Operninszenierungen oft auch so 😗 , wobei das hier eher nach Ballett aussieht). Wer gegen wen und warum – keine Ahnung 😕 ! Anzuschauen ist es aber sehr schön und spannend – okay, manchmal müssen wir auch ein bisschen lachen 😄 .
Anbei ein Videoschnipsel, den Ton hab ich gelöscht, das war nur Wind und unser Gebrabbel.
Auf dem Rückweg zum Camp gibt’s noch einen Double-banded CurserCourser.
und dann brauchen wir dringend eine Mittagspause mit Essen, Duschen und Schmetterlingfotografieren (weil man ja nicht schon den ganzen Vormittag die Kamera in der Hand hatte 😗 ).
Wie der hübsche Kerl heißt, weiß vermutlich Matthias, der hat Stunden mit ihm verbracht.
Brillenwürger gibt's auch im Camp – wobei ich die nicht hübsch finde (ich mag schwarzweiße Vögel eh nicht sonderlich, nicht mal unseren Halsbandschnäpper daheim, also optisch) – und dann noch dieses Gelb ums Auge, nene, nicht mein Fall.
Erstaunlicherweise habe ich sogar mal Fotos vom Camp gemacht – voilà:
Der Nachmittags-Game-Drive ist sichtungstechnisch nicht sonderlich ergiebig, es ist sehr, sehr, sehr heiß 🙄 , wer will da schon vor einer Kamera posieren? Afrikanische Elefanten tun sich mit dem Klima zwar recht leicht,
europäische Bären bekommen dabei aber "Figur"probleme.
Damit überhaupt etwas geknipst ist, ein paar Vertreter der hiesigen Fauna, die sich rausgetraut haben.
Zum Sonnenuntergang fahren wir ans Wasserloch – und siehe da, ein einsamer Elefant gibt alles, um uns zu unterhalten. Er läuft von links nach rechts und wieder zurück, bietet uns diverse Posen an und hält bis zum bitteren Ende durch! Respekt!
Danach können wir noch zwei Löffelhunde beim Schmusen beobachten
und als schöne Zugabe schon fast in der Dunkelheit (daher auch die Foto“qualität“) gibt es noch zwei Honigdachse.
Mehr als zufrieden über diesen tollen Tag in der Nxai-Pan kehren wir zum Abendessen ins Camp zurück.
Diteko hat meine diesbezüglichen Fotos auf Facebook sehr passend so kommentiert:
Dem ist nichts hinzuzufügen 🙂 !
Teil 1014. Sept. 2023
22. August 2023 - Von der Nxai Pan zur Kudiakam Pan/Baines Baobabs - Teil 1
Heute bauen wir zum ersten Mal das Camp ab. Dies klappt schon recht gut und bald ist alles eingepackt und man kann das Ganze noch kurz im Licht der aufgehenden Sonne durchdiskutieren.
Auch heute sind wir früh auf Strecke, und es ist auch heute schon sehr warm. Trotzdem sind noch ein paar Tiere unterwegs:
Kleines braunes Vögele 😎
Und auch heute: Löffelhunde zum Abwinken. Ich habe das noch nie erlebt, dass man sie so gut beobachten kann. Siehe auch spätere Fotos, bei denen ich viel näher hätte ranzoomen können, aber ich wollte gerne auch ihre schöne Heimat zeigen, also bitte nicht wundern.
Crowned Lapwing
Wir genießen wieder unser Aussichtsmobil (natürlich strümpfig).
Aus einer anderen Perspektive (danke Tanja 😘 ) sieht das so aus.
Ein Genuss, den man vielleicht schwer nachvollziehen kann, wenn man es noch nie selbst erlebt hat! Noch haben wir das Dach offen, aber lange wird das heute nicht gutgehen. Schatten wird auch an diesem Tag wieder sehr begehrt sein! Für mich sind diese Temperaturen (wir waren tagsüber irgendwo bei 35°C oder sogar mehr) im August unbekannt, und ich kann mir vorstellen, was die anderen darüber denken, dass ich sie genötigt habe, Softdaunen o.ä. mitzunehmen 😊 . Sonnencreme ist statt dessen das Mittel der Wahl 😗 .
Am Wasserloch ein anderes Bild als gestern früh und auch gestern Abend. Interessant, wie sich die Besetzung ändert! Und wieder Strauße, die scheinen uns zu verfolgen.
Die Giraffe will leider nicht am Wasserloch trinken, wir warten eine ganze Weile – und sie wartet vermutlich, bis wir endlich weg sind.
Weiter geht die Fahrt durch die schöne Nxai Pan.
Die Gnus habe ich natürlich nur wegen der Landschaft fotografiert!
Bevor wir zum South Camp fahren, um auszuchecken, können wir in der Ferne sogar noch eine Lapped-faced Vulture entdecken.
Im Camp machen wir einen Coffeebreak, während Diteko die Formalitäten erledigt, und erfreuen uns an dem hübschen Gebäudekomplex. Xomae hat hier wirklich Geschick und Sinn für moderne Architektur und zeitgenössische Kunst bewiesen, bauhausförmige Müllquader müffeln in der Sonne vor sich hin, pittoreske Blechhütten fallen leise in sich zusammen, grüne Wasserbehälter stehe wie zufällig in der Gegend verteilt herum und bilden hübsche Farbkleckse in dem ansonsten in saharabeige gehaltenem Ensemble. Etwas weiter entfernt warten Fundamente, für die Ewigkeit gebaut, vermutlich auch schon Ewigkeiten darauf, dass sich die Bretterstapel auf ihnen wie durch Zauberhand zu einem Gebäude zusammenfügen.
Straußen-Uwe, unser Selfiespezialist, kann nicht umhin, unsere glücklichen Gesichter hier zu verewigen!
ABER imerhin: die Toiletten (abgesehen von den Türen) funktionieren. Was will man mehr? Es fällt uns schwer, uns von diesem stimmungsvollen Ort mitten im wunderschönen Botswana zu verabschieden, zum Glück wartet aber bereits ein weiterer auf uns: wir machen uns nun auf den Weg zur Kudiakam Pan mit den Baines Baobabs.
Teil 1114. Sept. 2023
22. August 2023 - Von der Nxai Pan zur Kudiakam Pan/Baines Baobabs - Teil 2 Ein magischer Abend
Diese Übernachtung bei den Baines Baobabs hatte etwas mehr Vorarbeit als die meisten anderen Campsites erfordert. Seit 2018, als ich mit Rennade auf unserer Bushwaystour dort am Morgen auf der Rückfahrt von der Nxai Pan nach Maun eine kurze Zeit verbracht haben, lässt mich der Wunsch nicht los, hier einmal zu übernachten. Ich war damals geflasht von dieser riesigen Salzpfanne und wollte einmal mehr Zeit mit und auf ihr verbringen. In unsere Selbstfahrertouren hat es nie reingepasst, also muss ich es jetzt einfach passend machen. Heiko findet die Idee theoretisch gut, statt auf einer HATAB-Campsite, die nicht direkt bei der Kudiakam-Pan liegt, zu übernachten, einmal auf einen Platz von Xomae auszuweichen. Nicola im Office kümmert sich dann um die Umsetzung.
Wie Ihr seht, wurde die Tour nicht nur mit Heiko und Nicola abgestimmt, sondern auch DT wurde an manchen Stellen nach seiner Meinung gefragt, mal von mir, mal vom Office, mal wurde er selber aktiv.
Wir biegen natürlich links ab (weil von oben kommend, das Foto habe ich nach dem Abbiegen gemacht).
Nach ein bisschen Gerumpel durch Tiefsand und ein paar entgegenkommenden Fahrzeuge, die denken, dass wir mit unserem Riesenauto+Anhänger leichter ausweichen können als sie mit ihren kleinen 4x4s 😛 😈 , erreichen wir den oberen Teil der Salzpfanne.
Wir machen uns weiter auf den Weg zu den Bäumen und unserer Campsite. Wir beschließen, dass da hinten irgendwo das Meer ist und wir uns schon auf den Sprung ins kühle Nass freuen.
Im South Camp hatte man Diteko erklärt, dass er zur #1 nach links abbiegen und an der Pfanne entlang fahren müsse. Hmmm, das finde ich seltsam, schließlich habe ich mich mit Hilfe einiger Fomis (danke an dieser Stelle an diejenigen, ich hab’s gerade nicht mehr im Kopf, wer es alles war, den/die ich mit meinen Fragen genervt habe 😘 ) und auch der Karte bewusst die #1 ausgesucht, weil man von ihr auf die Baobabs blickt und man von diesen auch schnell auf den Platz auf einer Spur direkt rüber fahren/laufen kann.
Aber egal, ich habe im Laufe meiner diversen Touren mit Diteko gelernt, dass es Momente gibt, wo man mit ihm keine Diskussion beginnt oder ihm gar widerspricht 😗 . Ich äußere zwar ganz dezent meine Zweifel, lasse aber die Möglichkeit offen, dass die Xomae-Mitarbeiterin recht hat und vielleicht ja die Plätze neue Nummern bekommen haben 😎 . Völlig tiefenentspannt (vor ein paar Jahren hätte ich jetzt bereits zu nörgeln begonnen… 😕 ) genieße ich einfach die lange Fahrt an der Pfanne entlang, wo wir die beiden Campsites #2 und #3 entdecken und schlussendlich nur noch die Möglichkeit offenbleibt, quer über die Pfanne auf der bereits vorhandenen Spur zu der aus meiner Sicht richtigen Stelle zu fahren, wo sich dann auch tatsächlich (Überraschung 😄 ) der gewünschte und gebuchte Platz befindet.
Heureka – wir freuen uns alle über die schöne Lage – und dann kommt der zähe Teil des Tages. In der prallen Mittagshitze bauen wir unsere Zelte auf. Platz gibt es eigentlich genug, Birgitta kann sich aber nicht so richtig entscheiden, wo es ihr am besten gefällt, und zieht ein oder zweimal um (Elke übrigens auch, weil sie nach dem Aufbau festgestellt hat, dass sie eine Hanglage gewählt hat 🤪 ). Danach ist Birgitta völlig platt. Mir geht es ohne Umzug auch nicht viel besser, diese Zelte sind schwer und wollen erstmal an ihren Platz geschleppt werden. Zudem erweisen sie sich manchmal auch als ziemlich widerborstig. Und da meine Armspannweite eher der einer Meise als einer Riesentrappe entspricht, verliere ich gerne mal die Kontrolle über die bereits zusammengesteckten Zeltstangen und muss frustriert mit ansehen, wie sie wie ein Mikado-Haufen wieder in sich zusammenfallen. Von den Haken, mit denen man die Zeltwände an den Stahlstangen befestigt, will ich gar nicht reden, die führen sowieso ein Eigenleben. Oft helfen wir uns gegenseitig, aber heute wurschtelt Birgitta alleine vor sich hin. Wenn das Zelt steht, muss man noch seine Tasche, seinen Schlafsack und seine Matten heranschleppen. Wenn man wie Birgitta sich einen Platz in Alleinlage, irgendwo im dichten Gras ausgesucht hat, kann das eine Herausforderung werden. Mein Platz ist etwas tiefer gelegt, so dass ich mit meinem Krempel beinahe das Übergewicht bekomme, als ich über eine Wurzel stolpere. Warum haben wir gleich nochmal keinen Lodgeurlaub gebucht? 🙄
Links wohnt Simone, in der Mitte ich und rechts Birgitta!
Als wir dann alle am Tisch sitzen, besprechen wir mit Diteko, der uns natürlich einen Gamedrive am Nachmittag anbietet, dass wir lieber im Camp bleiben und in Ruhe duschen wollen und dann den Plan haben, gegen Abend zu Fuß zu den Baobas zu gehen (man ist eh viel zu wenig zu Fuß unterwegs bei solchen Reisen). Diese Idee findet bei Diteko Anklang und so können wir mal in Ruhe ein bisschen rumhängen, Kaffeetrinken, Orangen essen, die KD uns hinstellt und einfach mal faul sein. Ist zwar bei der Hitze nur bedingt gemütlich und auch nur mit Schattendach möglich, aber es gibt schlimmere Schicksale.
Nebenher beobachten wir, was bei den Bäumen so abgeht. Dazu muss man sagen, dass wir uns – schon allein deshalb, weil wir kurz vorher von ganz unangenehmen Erfahrungen bei Kubu Island erfahren hatten – die schrecklichsten Szenarien ausgedacht haben. Die Campsite ist hässlich (stimmt zum Glück schon mal nicht, im Gegenteil), es herrscht den ganzen Nachmittag Betrieb auf der Pfanne, Autos, Fußgänger, Quads…. Stimmt zum Glück auch nicht, nur zwei Autos oder so stehen mal drüber bei den Bäumen. Für den Abend haben wir eine Gruppe von Südafrikanern vor Augen, die mitten auf der Pfanne Tische aufbauen und lautstark und feuchtfröhlich den Sonnenuntergang feiern. Wir haben zwar einen Plan, was wir mit denen machen würden, und der wurde auch in unserem Chat gut ausgearbeitet, aber er bleibt unter uns, da politisch nicht ganz korrekt.
Und was passiert tatsächlich? Wir sind ganz alleine, nur wir 10, auf dieser riesigen Kudiakam Pan. Kein fremdes Auto, keine Geräusche, die nicht von der Natur produziert werden, nichts. Einfach ganz viel NICHTS! Und dazu dieses Licht! Wir machen uns (außer Birgitta, die leider noch nicht ganz erholt ist) und KD, der das Camp bewacht, sowie DT, der später zu uns stoßen will, wenn es dunkel wird, auf den Weg über diese Unendlichkeit zu den Bäumen, die ihre bizarren Arme in den Himmel strecken. Hier ein Foto von uns Sieben, das Birgittta gemacht hat:
Danke Tanja (oder Uwe?) für dieses Foto:
Wir sind wahre Glückskinder. Niemals hätte ich mir das zu erträumen gewagt. Wir ganz alleine hier! Kein Schwachkopf, der sein Messer zückt, um seinen Namen in die Rinde zu schnitzen! Niemand der Lärm macht. Nur wir! Und damit beginnt – zumindest für mich – ein unbeschreiblicher Abend, den ich sicher niemals vergessen werde. Ich habe ein Gefühl von „Mir gehört die Welt“ und gleichzeitig „Ich werde ganz demütig bei so viel Schönheit“. Erklären lässt sich das schlecht, auch nicht mit Fotos. Trotzdem haben wir natürlich viele gemacht, zu sagen gibt es dazu nicht viel (war ja jetzt auch genug Text).
Was für ein magischer Abend!
Glücklich verbringen wir den Rest davon im Camp mit einem leckeren Abendessen und ein bisschen Bush-TV am Campfire.
Teil 1216. Sept. 2023
23. August 2023 - Von der Kudiakam Pan/Baines Baobabs auf die HATAB Campsite #12 bei Third Bridge/Moremi GR- Teil 1
Über diesen (unseren längsten Fahr-)Tag habe ich mit Diteko im Vorfeld auch am längsten diskutiert. Eigentlich war er ein kleines bisschen anders geplant. Mit Heiko hatte ich damals, knapp zwei Jahre vor der Reise, darüber gesprochen, ob es möglich ist, von Baines Baobabs bis zur Xini Area im Moremi an einem Tag zu fahren. Er meinte damals schon, dass es zwar geht, aber nichts dazwischenkommen darf, also keine Reifenpanne o.ä.
Also habe ich die Anfrage so ans Office gegeben. Leider konnten wir aber keine HATAB-Campsite bei Xini bekommen, sondern es wurde die MGR12. Diese liegt in der Nähe von 3rd Bridge. Hmmmm…. 😐
Nachdem ich dies von Nicola erfahren habe, wollte ich Ditekos Meinung dazu wissen. Er hat mir lang und breit die Streckenabschnitte einzeln erklärt, also wie lange es von von Nxai Pan bis Maun dauert, dann wie lange Re-Supply, und wie lange weiter bis 3rd Bridge. In Summe war er der Meinung, dass dies zwar klappen könne, aber wir natürlich auf keine Fall (!!!) Zeit für Gamedriving haben würden.
Sein Vorschlag war, eine Nacht entweder von MGR12 aufzugeben und stattdessen in Kaziikini zu übernachten oder dafür eine Nacht von unseren 3 Nächten am Stück (nach MGR12) aufzugeben und alles um einen Tag zu verschieben. Doof, denn eigentlich wollte ich ja einzelne Nächte vermeiden, weil dieser Campaufbau zeitaufwändig und anstrengend und irgendwie ja auch ungemütlich ist. Außerdem hatten wir von Sam (kalachee) und Kudu gehört, dass die MGR12 sehr schön sein soll. Nach Rücksprache mit meiner ätzenden Truppe 😛 war klar: lieber an einem Tag keinen Game-Drive und dafür einmal weniger mit dem ganzen Camp umziehen.
Jetzt galt es nur noch, dies Diteko zu vermitteln. Nachdem ich ihm hoch und heilig geschworen habe, dass wir keine schlechte Laune haben werden, wenn wir an diesem Tag keinen Gamedrive machen, war es für ihn okay. Das lange Fahren würde ihm nichts ausmachen, er wolle nur, dass wir zufrieden sind. Deal! 🙂
Ein bisschen anders sollte es dann doch kommen – aber eher im positiven Sinne! 🤪
Zunächst frühstücken wir schnell, nachdem wir das Camp abgebaut haben,
helfen dann noch beim Verladen und machen uns, als alles so weit fertig ist, auf den Weg zu den Bäumen. Die Sonne ist gerade durch den leichten Dunst durchgekommen, und wir genießen erneut, dass niemand außer uns hier ist.
Diteko und KD sammeln uns bei den Baobabs ein
und schon geht es schnell zum Nxai Pan Entrance Gate. Schnell 😕 ? Nö, Diteko gibt uns so viel Zeit wie wir wollen, um den Steppenfalken (waren es nicht sogar zwei?) und unsere letzten Oryxe auf dieser Reise zu beobachten. So viel zum Thema „No game drive!“ 😗 .
Am Gate müssen die Reifen wieder aufgepumpt werden, da wir ja nun lange auf Teer fahren werden.
Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt schon ein bisschen später als geplant dran sind (kein Wunder bei den Falken und Oryxen 🤩 ). Tanja nutzt den folgenden Streckenabschnitt, um sich von einer wohl zu kurzen oder zu schlechten Nacht zu erholen,
wir anderen lassen uns den Wind um die Nase wehen und freuen uns über die eine oder andere Sichtung unterwegs.
Ich schaue auf die Uhr: die Zeit läuft uns langsam davon. Ich habe das Timing von Diteko im Kopf und merke, dass wir viel später als geplant in Maun eintreffen werden. Dazu kommt noch das Problem, dass das Office und die Werkstatt von Bushways, wo der Landcruiser aufgetankt und die Vorräte ergänzt werden, ganz am Anfang von Maun liegt (wenn man aus Richtung Nata kommt) und Diteko uns ja zum Shoppen noch in der Stadt absetzen und dann wieder zurück zu Bushways muss, was nochmal mindestens ca. eine Dreiviertelstunde kosten würde. Dass wir den Coffeebreak auslassen und stattdessen in Maun ins Café gehen, um Zeit zu sparen, war schon vorab ausgemacht. Als wir auf Höhe des Abzweigs zum Bushways-Office sind, erwartet uns eine Überraschung 🤩 . Diteko (oder war es Heiko?) hat einen Minibus organisiert (DT hatte auf der Fahrt ein paar Mal telefoniert), der zusammen mit einem Mitarbeiter von BW (ich glaube, es war Ninja) am Straßenrand steht. KD und Ninja übernehmen den Landcruiser, Diteko fährt uns im Bus in die Stadt. So kann unser Fahrzeug schon gewartet und neu betankt und die Vorräte im Trailer aufgefüllt werden. Dieser Kniff, den ich Bushways hoch anrechne, denn er war nicht eingeplant, entspannt die Lage etwas.
Also lassen wir es uns erst mal im Dusty Donkey Café gutgehen (außer Elke und Uwe, die lieber mehr Zeit zum Einkaufen haben wollen) – und wir genießen das so richtig! Nicht nur, weil wir hier mal wieder Wlan haben (und ich erfahre, dass es meinem Kater soweit gut geht, was sehr zu meiner Entspannung beiträgt), sondern weil man sehr nett dort sitzt und es auch schmeckt.
Danach geht’s zum Getränkenachschubbesorgen und schon stehen Diteko und KD wieder da. Na das klappt doch prima 🙂 ! Das Verladen unserer Einkäufe dauert, denn alles will seinen Platz haben, da ist Diteko sehr eigen (Bild von Simone geklaut 😣 ).
Aber dann geht es los 🤩 . Wir überzeugen unsere beiden „Betreuer“ davon, dass wir keine Mittagessenspause brauchen, weil wir eh alle mehr als pappsatt sind (oder eh nichts essen wollen, die einen so, die anderen so). Allerdings wissen wir, dass DT und KD nichts gegessen haben, aber die beschließen, dass sie sich ein Sandwich auf die Hand machen und auch lieber weiterfahren. Dies ist kurz vor Shorobe, wo wir aauch wieder Luft aus den Reifen lassen, weil wir nun für viele Tage wieder auf Gravel, Sand und Gras unterwegs sein werden.
Die Strecke bis zum South Gate des Moremi auf der Gravelpiste ist zäh, um 14 Uhr sind wir beim Mawana Vet Fance.
Die einzige Abwechslung ist ein paar Minuten danach der Anblick vom Kaziikini Camp. Dort wurde viel getan, seit ich 2017 zum ersten Mal dort war. Es gibt viel mehr Gebäude, alles sieht zumindest von Weitem sehr ordentlich aus und am neuen Wasserloch ist richtig Betrieb.
Aber wir müssen weiter. Immer wieder kommen uns nun Game-Drive-Fahrzeuge entgegen. Ihr Inhalt schaut nur semibegeistert aus der Wäsche 😵 . Aber ehrlich gesagt können wir alle auch nicht verstehen, warum man sich so einen Tagesausflug antut. Früh morgens startet man in Maun, um ca. zwei Stunden lang das beste Licht auf der Gravelroad zu erleben. Wenn es dann grell und heiß wird, ist man im Game Reserve und die Tiere haben keinen Bock mehr auf Äktschn. Am frühen Nachmittag muss man das Paradies, von dem man leider nicht viel mitbekommen hat, wieder verlassen, um sich erneut in der Hitze einstauben zu lassen. Es scheint aber genug Freiwillige zu geben, die dafür sogar noch Geld bezahlen… 😛
Kurz vor 15 Uhr nähern wir uns endlich dem South Gate. Aber was ist da los 😮 ? Vielleicht 200 m vom Eingang entfernt stehen jede Menge Game-Drive-Fahrzeuge, die eigentlich auf dem Rückweg nach Maun oder in irgendwelche Lodges davor sein sollten, wild durcheinander. Der Grund ist schnell gefunden: da lümmeln doch einfach zwei Löwinnen unter einem Baum herum! Okay, die fotografieren wir natürlich auch, wer weiß, es könnten unsere letzten der Reise sein 😎 !
Danach können wir endlich einchecken und nach einigem Theater mit Fahrzeugen, die das Gate blockieren ( Diteko schreitet ein…. 🤩 😎 😗 .) , darf eine etwas müde, aber dennoch glückliche Bele (danke Tanja für's Foto) nach zwei Jahren wieder ins Moremi Game Reserve einfahren.
Davon dann im nächsten Kapitel mehr!
Teil 1317. Sept. 2023
So, das Wetter zickt ein bisschen rum und ich bin gerade im flow, da mach' ich doch gleich mal weiter mit dem Rest des Tages! 🙂
23. August 2023 - Von der Kudiakam Pan/Baines Baobabs auf die HATAB Campsite #12 bei Third Bridge/Moremi GR- Teil 2
Um 15.21 Uhr (bei uns heißt das „kurz vor halb vier“, nur damit diejenigen aus der ätzenden Truppe, die das immer noch nicht können, ein bisschen Nachhilfeunterricht an dieser Stelle bekommen 😛 ) machen wir einen Fotostopp bei diesen Elefanten.
Das „Wasserloch“ hier kenne ich bisher übrigens nur gefüllt, es scheint sehr trocken zu sein im Moremi. Man könnte sie stundenlang beobachten, wie sie den Matsch, der noch reichlich vorhanden ist, genießen, auch wenn das Licht nicht toll ist.
Aber wir haben ja ein Ziel, und das müssen wir vor Einbruch der Dunkelheit noch erreichen. Kurz nach 16 Uhr aber schon das nächste Motiv: auch wenn das Licht weiterhin schlecht ist, genießen wir dieses typische Moremi-Bild.
Okay, das war schön, aber jetzt sollten wir wohl mal Land gewinnen 😐 . Wir dümpeln immer noch in der Gegend von Xini Lagoon herum. Und da macht Diteko etwas, was ich – zu diesem Zeitpunkt -überhaupt nicht verstehen kann: er biegt auf einen der Loops ab 😮 . Ja, ich liebe diese Gegend sehr und ich wollte hier eine Campsite haben, aber es wäre nicht nötig gewesen, dass wir deshalb nun unzählige kleine Wege abfahren, zwischendurch wieder umdrehen, und das, wo wir gefühlt eine halbe Ewigkeit von unserer Campsite entfernt sind, die wir noch aufbauen müssen 🙄 . Eigentlich sind wir jetzt doch schon hundemüde.
Doch die Müdigkeit verfliegt sehr plötzlich, als wir vor einem Busch anhalten, auf den Diteko mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht zeigt: Look there! 🤩
Ohhhh, wie niedlich (zumindest, wenn man die Eingeweide des Kills ausblendet 🤢 ): Cheetah-Cubs beim Abendessen 😘 .
Wenn man genau hinschaut, kann man die Mutter rechts erkennen.
Hier die Komplettansicht:
Die Kleinen sind teilweise sehr gut versteckt, offensichtlich wurde in Schichten gegessen wie bei uns in der Schulmensa und drei liegen schon gesättigt ab. In Summe sind es 5 Cubs:
Im Nachhinein lese ich auf Facebook in den entsprechenden Sightings-Gruppen auch von ihnen, sie sind wohl eine kleine Sensation. Laut Diteko haben es Geparden im Moremi wegen der vielen Löwen sehr schwer und alle hoffen, dass die Mutter möglichst viele der Kleinen durchbringt.
Schweren Herzens trennen wir uns von den sechs Katzen, wir hatten sie ganz allein für uns und es ist mir bis heute ein Rätsel, wie Diteko sie finden konnte. Er wird uns am Ende der Tour noch etwas dazu sagen, er war sich nämlich auch alles andere als sicher.
Es ist 17 Uhr, als wir diesen Elefanten fotografieren und wir haben es noch nicht mal bis First Bridge geschafft.
Unterwegs begegnen wir immer wieder Gamedriveautos, Diteko und deren Fahrer halten jeweils gemütlich ein Schwätzchen auf Setswana. Da man in Botswana sehr höflich ist, wie wir gelernt haben, beginnen die Gespräche jedes Mal mit einem ausführlichen Dialog darüber, wie es dem jeweils anderen geht. Soweit können wir gerade noch folgen. Unser Setswana ist aber noch ausbaufähig und so können wir den weiteren Gesprächen nur noch wenig entnehmen. Birgitta ist sich aber sicher, immer wieder die Zahlen 12 und 5 zu verstehen, die englisch ausgesprochen werden (laut Diteko sind die Zahlwörter auf Setswana ewig lang und werden daher bei solchen Gesprächen durch englische ersetzt). Aus diesen zwei Zahlen reime ich mir die unterschiedlichsten Informationen zusammen 🤪 .
„Es ist 5 Uhr und wir müssen noch bis Campsite 12 fahren, das schaffen wir wohl nie!“ „Es ist 5 vor 12, das wird wohl nichts mehr mit unserer Campsite“ „Es ist 5 nach 12, die Lage ist hoffnungslos!“ „Ich habe 5 Idioten an Bord, aber auf der letzten Tour waren es sogar 12!“ „Wir haben 5 Gepardenjunge gesehen – und übrigens, wir müssen noch bis Campsite 12 fahren!“ „Wir hätten eigentlich Campsite 12, aber da klar war, dass wir das an einem Tag nicht schaffen, haben wir auf Nr. 5 umgebucht.“
Diese letzte Deutung spreche ich auch laut aus gegenüber Birgitta (oder allen? Ich weiß es nicht mehr), denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie wir in diesem Tempo heute noch bis Third Bridge kommen wollen. Also werden wir wohl schon vorher unser Camp aufschlagen müssen 😊
Daher wundert es mich auch nicht mehr, dass wir bei diesen Giraffen noch in aller Ruhe anhalten, ist ja auch so schönes Licht gerade 😗 und wir sind ja bald bei Campsite #5..
Um 17.45 Uhr (bei uns heißt das dreiviertelsechs 😎 ) sind wir endlich bei First Bridge. Die Sonne steht schon tief. .
9 Minuten später dieser Anblick: Baumlöwen im Moremi 😮 !
Und es liegen noch mehr davon auf dem Boden herum und bieten uns eine lustige Show! Da können wir natürlich nicht weiterfahren.... 😉
Jetzt ist es gleich 18 Uhr, aber Diteko ist der Meinung, dass wir noch ein Foto „for the romantic mood“ bräuchten. Danke schön, wir haben ja auch alle Zeit der Welt für so etwas 🙄 .
Nach diesem Spot brettert unser Fahrer dann aber wirklich los, und man mag es kaum glauben: rechtzeitig vor Dunkelheit erreichen wir unsere Campsite HATAB MGR12.
Viel können wir davon nicht erkennen, nur dass sie am Wasser liegt und dieses offensichtlich Heimat unzähliger Stechmücken ist 😣 . Simone und ich bauen in der Dämmerung im Licht unserer Stirnlampen zusammen unsere Zelte auf und werden schier wahnsinnig mit diesen Biestern 😈 . Irgendwann ist aber auch dies geschafft, die Mücken gehen ins Bett, bzw. kleben sich an unsere Tischlampen fest und wir können unser Dinner genießen, welches KD nebenher gezaubert hat.
Was für ein Tag 🤩 ! Eigentlich geplant als reiner Transfertag (ohne Game-Drive wohlgemerkt!) – und dann sucht und findet Diteko für uns die Geparden (von denen er wusste, aber natürlich nicht genau, wo sie gerade sind, es stand auch kein anderes Fahrzeug dort) und dann noch diese witzigen Löwen! Wir sind schwer beeindruckt von DTs Zeitmanagement. Dieser Fuchs kennt den Moremi nach mehr als 20 Jahren Erfahrung als Guide natürlich wie seine Hosentasche, aber trotzdem… so eine Punktlandung hinzulegen ist schon bewundernswert!
Teil 1418. Sept. 2023
24. August 2023 - HATAB MGR 12 - Teil 1 (Morning Game-Drive)
Die erste Nacht auf der Zwölf war unruhig, aber auf eine erfreuliche Art: elefantentechnisch war es meiner Erinnerung nach noch ruhig, aber die zahlreichen Hippos in unserer Privatlagune gaben keine Ruhe, diverse Eulen riefen um die Wette und irgendwas Kleineres raschelte immer irgendwo herum. Ach wie schön!
Um 6.35 Uhr sind wir schon auf dem Gelände unterwegs und schauen uns um.
In der Lagune ist recht viel Wasser, links etwas flacher, dort wo die Lechwes stehen, rechts im tieferen Bereich wohnen die Hippos, die Fotos dazu kommen aber erst später. Da sieht dann auch alles ein bisschen freundlicher aus als morgens ohne Beleuchter (der faule Geselle schläft nämlich noch…).
Das Programm für heute: am Vormittag fahren wir nochmal ein bisschen zurück in die Gegend zwischen Third und Second Bridge, am Nachmittag soll es dann über Third Bridge gehen und auf dem Rückweg holen wir dort noch Wasser.
Los geht’s – heute gibt es vor allem die üblichen Verdächtigen in ihrer schönen Heimat zu sehen, deshalb muss ich auch nicht viel schreiben (juhu):
Mitzieher probiert - das üben wir noch .... 😊 😣
Wie ich diese Morgenstimmung liebe! Und diese Landschaft! 😘
Burchell's Sandgrouse
Noch nie so bewusst gesehen: ein Red Lechwe-Kind, ich bin hin und weg 😘 :
Hier bin ich verwirrt: der Pied Kingfisher beim Rütteln hat Braun im Gefieder. Entweder spinnt meine Kamera oder der Roberts, da sehen die auch alle einfach schwarz-weiß aus:
Little Bee-Eater
Viel Landschaft mit bisschenSattle-billed Stork
Typischer Fall von Shit-happens 😛 (Augen auf bei der Wahl des Sitzplatzes im Baum!)
Immer wieder Elefanten in unterschiedlichen Landschaften
Gnus - wie meistens unentschlossen. Erst rennen sie nach links, dann wieder nach rechts, plötzlich im Kreis und dann wissen sie endlich, wo sie hinwollen (die vielen Fotos nur deshalb, damit es nicht wieder heißt, ich würde Gnus mobben...):
Das müsste ein Black-crowned Tschagra sein
einfach Landschaft
Coppery-tailed Coucal (da bin ich mir endlich mal ziemlich sicher 😄 )
SCHAAAAADE 🙁 !!! Sie will einfach nicht abfliegen - unsere Arme werden schwer, bis Diteko dann Mitleid mit uns hat und weiterfährt!
Magpie Shrike
Diteko prüft unseren Coffeebreak-Platz, wäre ja doof, wenn uns ein Leopard auf den Kopf fallen würde 😮
Ein Red-Lechwe-Bock macht auch Pause, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, dass ich den zu Fuß (also nicht aus dem Auto raus) fotografiert habe, muss aber so sein von der Reihenfolge der Fotos her....
Uwe checkt mal eben die Fußballergebnisse (schön wär's, das würde er wohl gerne 😛 , aber Smartphones dienen hier maximal zum Fotografieren/Filmen oder zur Aktualisierung der Getränkeverbrauchsstatistik 😎 )
Wie (fast) immer ein sehr schönes Pausenplätzchen:
Weter geht's - wir sind ja nicht im Uraub hier
Très élégant!
Und dann haben sie uns 🤩 - Elefanten wohin man schaut! Von links kommt immer neuer Nachschub! Wo ist Robin? Das wäre doch das Paradies auf Erden für ihn - Strichlistenmaterial zum Abwinken!
Elefant mit - wodurch auch immer - verkürztem Rüssel (sieht man hier immer mal wieder, Kudu hatte meines Wissens auch einen gesehen und wir 2017 auch einen kleinen).
So, die letzten beiden - so was nennt man wohl "Eli-Desensibilisierung für Tanja" 😎
Jetzt aber nichts wie nach Hause - unsere Lagune und unser Mittagstisch warten schon auf uns!
Hier geht's dann im nächsten Kapitel weiter.
Kleines Fazit zu diesem Game-Drive: auch wenn wir keine Katzen/Hunde-Sichtungen hatten, war er landschaftlich und die Vielfalt der Tierwelt betreffend ein Genuss!
Teil 1518. Sept. 2023
24. August 2023 - HATAB MGR 12 - Teil 2 (Mittagspause und Teil1 vom Nachmittags- Game-Drive)
So, hier nun die Fotos von unserer traumhaften Campsite!
Da kann mir jedes Sternerestaurant gestohlen bleiben - zumal es an diesem Mittag auch noch etwas besonders Köstliches gab: Omlette vom Holzfeuer! Das Ganze im Schatten der riesigen Bäume!
Die Mittagspause wird zum Duschen, Dösen und Fotografieren (teilweise bequem aus dem Campingstuhl heraus) genutzt:
Um dreivierteldrei 😎 machen wir uns langsam startklar, noch ein Tässchen Kaffee trinken, einen Keks dazu knabbern, alles hinrichten 😛 , was man für den Gamedrive so braucht, und dann geht's auch schon los.
Unsere erste Challenge ist gleich mal wieder eine Gabelracke 🤩 !
Sie sitzt auf einem kleinen Hügel und ruft: "Alle mal herschauen, ich fliege gleich los!"
Naja, das sagen sie immer...... 😐 !
Doch tatsächlich, sie hebt ab und ich mache hiermit einen Haken hinter das Thema "Gabelracke im Flug".
NOT SCHADE 🙂 !
Nun geht es über die neue Third Bridge, die Reste der alten kann man neben dran noch erkennen. Sie hat uns 2021 in die Suppe gespuckt, da auch 4th Bridge kaputt war, gab es keine Möglichkeit, in diesen Bereich zu gelangen. 2017 sind wir mit den Muckels noch über bzw. durch die alte Brücke/das Wasser gefahren, und auf meinen anderen Bushwaystouren auch. Tja, so ändern sich die Zeiten. Auch wenn die neue Brücke natürlich viel solider ist, ist mit der alten auch ein Teil Geschichte verloren gegangen 🙁 .
Kurz nach der Brücke biegen wir links ab und Matte und ich schauen uns an: dort sind wir 2017 in einer Herde Elefanten mit Jungen steckengeblieben. Die Chefin der Truppe hat uns damals seeeehr genau inspiziert und wir hatten keine andere Möglichkeit, als Motor abschalten und warten, denn neben der Spur war überall Matsch, keine Chance, irgendwohin auszuweichen.
Heute ist alles frei und wir fahren langsam weiter durch die schöne Landschaft, verziert mir allerlei Tieren.
Dieses Bild liebe ich besonders!
Als der Red-Lechwe-Bock merkt, dass es Publikum gibt, stellt er sich gleich dazu!
Schwarzkehlchen-Weibchen
Viel Landschaft mit bisschen Red-Lechwe
Die nächste Antilope sehen wir 10 Minuten später, doch davon im nächsten Kapitel.... 😗
Teil 1619. Sept. 2023
24. August 2023 - HATAB MGR 12 - Teil 3 (Nachmittags- Game-Drive)
So, jetzt müsst Ihr kurz ein bisschen flexibel sein 😉 . Eigentlich sind wir hier im Bericht ja schon unterwegs, aber gestern Abend gabs in unserer Gruppe eine Ladung Fotos von Tanja und Uwe und zwei davon möchte ich doch noch einbauen. Ich spule also zurück zum Lunch – so sieht das aus, wenn wir uns auf unserer schönen Campsite gierig auf Omelette und die Leftovers vom Vortag (Hähnchenstreifen gebraten mit viel Gemüse und Reis) stürzen!
Und hier sind wir kurz vor der Abfahrt!
Und nun wieder chronologisch 🙂 :
Auf der Weiterfahrt kommen von rechts zwei Selfdriveautos auf uns zugefahren. Die Insassen sprechen uns an: ob wir wüssten, wo der Leopard mit dem Cub wäre? Die Beiden sollen angeblich in der Gegend vor 4th Bridge gesehen worden sein. Diteko meint ganz entspannt „Na, dann schaunmermal“ (frei übersetzt 😛 ) und biegt links ab, die beiden Fahrzeuge folgen uns.
Ich habe so meine Zweifel: das Gebiet ist riesengroß und es gibt diverse Wege zu fahren, wie sollen wir da auf Verdacht einen Leoparden finden 😐 ? Man weiß ja auch nicht, von wann das Gerücht stammt, vermutlich haben die Beiden ihren Standort schon lange gewechselt. Aber okay, ich suche natürlich fleißig mit (bei meinen Spotterfähigkeiten keine große Hilfe… 😊 ).
Da, am Fuße eines sehr großen Baumes macht eine Antilope ihre wohlverdiente Mittagspause 🤩 !
Während ich noch leicht irritiert auf den großen Impalabock starre und darüber nachdenke, dass das doch nicht gemütlich sein kann, wie er daliegt 😗 , höre ich von Diteko sein wohlbekanntes „Stay seated!“. Wie jetzt, das gilt doch nur für Elefanten, Katzen und Hunde, aber nicht für Antilopen 😕 . ???
Im selben Moment nehme ich etwas Geflecktes auf dem Boden wahr, ganz blöd und blind bin ich also doch nicht 😎 : mitten in der Fahrspur liegt eine Leopardin. Also gut, wenn wir hier eh nicht weiterfahren können, schauen wir uns eben die schlafende Katze an. Besser als nichts, oder?
Nein, natürlich sind wir begeistert – unser erster Leopard der Reise 🤩 ! Es steht auch – wenn ich mich recht erinnere – nur ein anderes Gamedrivefahrzeug hier. Die Lage ist also entspannt, aber klar, bei einer schlafenden Katze fährt man nach ein paar Fotos auch weiter.
Und jetzt kommt mal wieder unser Glück ins Spiel 🙂 . Was hat Diteko uns (später mal) erklärt: wenn ein Leopard (oder galt es für alle Katzen?) gähnt, bedeutet es meistens, dass er aufstehen und seine Position wechseln wird.
Und siehe da, die Leopardin beschließt, das Impala aus seinem Mittagsschlaf aufzuwecken 😉 . Gute Idee!
Da ist aber wohl nichts mehr zu machen – der Riss liegt vermutlich schon ein/zwei Tage hier. Dass er nicht mehr ganz frisch ist, sieht man nicht nur, sondern riecht man auch, wir stehen ja nur ein paar Meter daneben 🤢 .
Aber das ignorieren wir jetzt mal und beobachten die Katze, wie sie an ihrer Beute herumknabbert. Allerdings ist sie unruhig dabei.
es sind nahebei auch Impala-Warnrufe zu hören, und wenn ich es richtig verstanden habe, reagiert sie darauf mit diesem unfreundlichen Gesichtsausdruck. Kann aber auch sein, dass es den Fahrzeugen gilt, die nun hier zusätzlich eintreffen.
Wie immer hat Diteko ein gutes Gespür dafür, wo wir eine noch besser Position finden können, nachdem sich die Katze hingekauert hat und kaum mehr zu sehen ist.
Nachdem wir in Ruhe alle unsere Fotos gemacht haben, parkt er uns also um und wir haben die Leopardin nun im vollen Licht. Jetzt sieht man aber auch, dass sie und ihre Beute in der prallen Sonne liegen, was für sie sicher nicht optimal ist (jaja, schon gut, ich lösche nachher ein paar Bilder wieder raus, wenn ich es mir in der Übersicht angeschaut habe).
YUMMIE!!!
Nach ausreichend vielen Fotos meint Diteko: „Lasst uns mal nach dem Jungen schauen!“ Ach stimmt, es war ja die Rede von einer Leopardin PLUS Cub 😮 ! Während alle anderen auf die fressende Katze starren, fahren wir ein paar Meter weiter und der Anblick, der sich uns dann bietet, entlockt uns ein achtfaches „Oooohhhhhh 😘 😘 😘 !“
Obwohl wir eigentlich die klare Anweisung haben, bei Sichtungen still zu sein (und übrigens auch niemals zu versuchen, die Aufmerksamkeit eines Tieres durch Laute oder Bewegungen auf uns zu ziehen!), ist Diteko nicht böse, sondern muss sogar leise lachen und äfft uns ein bisschen nach 😄 .
Das Leopardenkind hat offensichtlich ebenfalls klare Anweisungen von seiner Mutter bekommen: „Nimm niemals zu lange Kontakt mit Fremden auf!“ Also macht es sich auf seinen kleinen Tatzen aus dem Staub.
Keine Ahnung, woher Diteko weiß, wo der Zwerg hinwill 😐 , auf jeden Fall fährt er in einem großen Bogen aus dem Gebiet heraus und steuert einen ehemaligen Termitenhaufen an. Tatsächlich zieht sich das Kätzchen dorthin zurück und wir können es in seiner ganze Niedlichkeit in Ruhe betrachten.
So ganz entspannt ist es aber nicht, zunächst untersucht es den Termitenhügel ein bisschen,
putzt sich
und schleicht sich dann wie ein Großer davon!
Ein letztet Blick - tschüss, du süßes Kerlchen (oder Mädchen).
Haben wir es gestört? Wir äußern unsere Bedenken, Diteko meint aber, dass die Katzen im Moremi das gewohnt sind oder eben daran gewöhnt werden. Kann allerdings auch sein, dass es bemerkt hat, was seine Mutter sich inzwischen ausgedacht hat 🤩 .
Diese ist nämlich entweder genervt von den Fahrzeugen (die Lage ist aber auch zu exponiert direkt neben einer offensichtlich häufig benutzten Fahrspur) oder es wurde ihr in der prallen Sonne zu heiß – auf jeden Fall beschließt sie, den Riss an einen anderen Ort bzw. zu ihrem Cub zu transportieren.
Wow, was für ein Kraftakt – das kommt auf den Fotos gar nicht so richtig rüber. Sie muss immer wieder absetzen und Luft holen.
Zuerst bewegt sie sich quer zu uns, nach einer Pause wechselt sie die Richtung und geht auf den Termitenhügel zu.
Der massige Bock ist ihr beim Gehen ständig im Weg, ihre Vorderbeine hat sich auf beiden Seiten, die Hinterbeine auf einer Seite und so zerrt sie das Impala mit viel Mühe in Richtung zu ihrem Kleinen. Da wir genau in ihrem Laufweg stehen, fährt Diteko zur Seite, um ihr genug Raum zu lassen.
Und was macht das Fahrzeug direkt hinter uns 😈 ? Es fährt die Lücke zu und stellt sich der Katze direkt in den Weg! Diteko ist sauer, genau das wollte er eigentlich vermeiden. Aber kann man nichts machen, und vermutlich wird die Leopardin auch zwischen den Fahrzeugen durch einen Weg finden. Wir beschließen allerdings, dass wir uns das eh nicht mehr ansehen wollen, vermutlich verschwindet der Riss mitsamt seiner Trägerin bald in unwegsamen Gelände. Wir verlassen nun also den Ort dieser wunderbaren Begegnung und sind dankbar, dass wir das erleben durften! 😘 Ich hab eben mal auf den Fotodaten nachgeschaut: wir waren 30 Minuten vor Ort, und hatten ständig volles Programm! Das war schon toll 🙂 !
Den Rest des Tages gibt es in einem weiteren, kurzen Kapitel.
Teil 1720. Sept. 2023
24. August 2023 - HATAB MGR 12 - Teil 4 (Der Rest des Tages)
Es ist schon dreiviertelfünf (Grüße an Tanja gehen raus 😎 !) als wir uns von der Leopardin losreißen.
Ein paar Minuten später laufen uns diese beiden über den Weg. Ich muss daran denken, wie ich 2011 in Namibia (allerdings in der Regenzeit) auf so eine Sichtung vergeblich hingefiebert habe. Hier kann man sich vor Elefanten kaum retten. Aber es tut gut, sich mal wieder zu vergegenwärtigen, dass dies alles nicht selbstverständlich ist. Von daher freue ich mich auch über diese Mutter-Kind-Kombi sehr, das Kleine scheint seine Mama oft nachzuahmen.
Caring!
Und das Ganze in dieser herrlichen Landschaft! Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich kenne kaum etwas Schöneres als das Delta! Auch wenn es dieses Jahr sehr trocken ist, sind diese Gebiete oft trotzdem faszinierend und es gibt ja auch viele Ecken mit Wasser.
Giraffen und Zebras im späten Nachmittagslicht
und Zebras als Roadblock. So schaffen wir das nie bis Third Bridge, wo wir noch dringend Wasser holen müssen 🙄 !
Trotzdem machen wir einen Stopp für dieses Bennett‘s-Woodpecker-Mädel, auch sie will schließlich bestimmt werden (nächstes Mal aber bitte besser ins Licht sitzen!).
Little Bee-Eater
Und da ist schon der nächste Roadblock. Diteko würde ihn am liebsten ein bisschen anschieben, denn er lässt sich alle Zeit der Welt.
Crimson-breasted Shrike , wie üblich irgendwo im Gestrüpp!
Dann sind wir endlich wieder bei der Brücke! Wird auch Zeit, es ist gleich dreiviertelsechs 😛 !
Während Diteko Wasser nachfüllt, werden wir von Familie Lesser-striped Swallow unterhalten.
Jetzt aber schnell nach Hause – das Essen steht bestimmt schon auf dem Tisch!
Auf der Campsite erwarten uns erfreulich wenig Stechmücken, allerdings sind wir auch alle bereits mit Peacefull Sleep präpariert!
Nach dem Dinner gibt es das übliche Briefing für die Nacht (das aber später noch nachgebessert werden muss 😗 ).
Ebenso gibt Diteko wie immer eine Vorschau auf den nächsten Tag. Dieser wird ein Moving Day sein (d.h., wie müssen in der Früh das Camp abbauen). Er teilt uns mit, dass wir nicht, wie auf unserem ursprünglichen Voucher aufgeführt, für 3 Nächte auf HATAB MGR08, sondern auf die 09 umziehen werden. Ups, knapp daneben ist auch vorbei 🤩 !
Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Schwäche für die #8 und mich sehr gefreut habe, sie für 3 Nächte bekommen zu haben. Aber irgendwie hatte ich dem Frieden eh nicht getraut, es hat ja schon 2021 nicht mit dieser Campsite geklappt. Von daher rege ich mich erstaunlicherweise gar nicht groß auf. Erstens bin ich froh, dass ich trotz des heimischen Chaos vor der Abreise hier sein kann, zweitens bin ich froh, dass ich überhaupt hier sein kann, drittens erklärt mir Diteko, dass die Elefanten auf der #8 viele Bäume umgeworfen haben und es kaum mehr Schatten gibt (und den brauchen wir bei der Hitze mehr als dringend), viertens liegt die #8 auch am Wasser und wer weiß, wie viele Stechmücken es dort gibt und überhaupt: haben wir auf der Reise ins Kaokoveld letztes Jahr nicht gelernt, dass es oft enttäuschend sein kann, Campsites ein zweites Mal zu besuchen 😕 ??? Ach ja, und ich habe inzwischen auch gelernt, dass es sich nicht lohnt, über Dinge aufzuregen, die man eh nicht ändern kann. Das Alter hat auch seine Vorteile… 😎 😗
Ich sitze also still und friedlich da und höre mir an, was Diteko von der neuen Campsite erzählt. Sie liegt ziemlich nahe bei der Leopardensichtung - na, das klingt ja gut 🙂 – inmitten eines Mopanewäldchens 😣 . Wie jetzt, zwischen diesen von Elefanten auf Kindergröße runtergefressenen Büschen mit welken Blättern sollen wir unser Camp aufschlagen 😈 ? Wie war das mit Schatten? Aber ich halte weiter meine Klappe und sage keinen Pieps! Ommmmmm……… 🤪
Außerdem unterbricht uns da sowieso gerade KD, er hat hinter dem Trailer irgendetwas gehört. Und siehe da, im Schein seiner Taschenlampe sehen wir eine Hyäne herumschleichen! Ich bin mal wieder erstaunt, wie aufmerksam er und DT sind - auch wenn man es nicht immer bewusst wahrnimmt, sind sie die ganze Zeit über auf der Hut und kümmern sich darum, dass wir sicher sind.
So auch, als Elke und Tanja in der Dunkelheit als letzte noch Zähne putzen, denn plötzlich sind Elefanten im Camp 😮 . Diteko bittet die beiden, schnell fertig zu machen, ins Zelt zu gehen, den Reißverschluss zu schließen und dort zu bleiben. Uwe, der auf der Toilette ist, wird dort von KD abgeholt und zum Zelt gebracht. Diteko geht bei Simone und mir vorbei und weist uns durch unsere Canvaswände hindurch auch auf den nächtlichen Besuch hin. Zu dem Geraschel der Elefanten gesellt sich das Gegrunze der Hippos, Eulen rufen aus verschiedenen Richtungen – an Schlaf ist erstmal nicht zu denken. Aber heee, das ist doch genau das, was wir wollen 🙂 🤩 ! Trotzdem liege ich zur Vorsicht völlig regungslos in meinem Schlafsack – man weiß ja nie 😗 . Gute Nacht!
Teil 1821. Sept. 2023
25. August 2023 - Von HATAB MGR12 nach HATAB MGR09 - Teil 1 (Der Vormittag)
Nach der recht unruhigen Nacht bauen wir zügig unser Camp ab und frühstücken dann – dabei gibt es natürlich viel zu erzählen über die diversen Geräusche heute Nacht 😮 . Einer der Elefanten hat wohl in der Nähe von Matte's Zelt gepinkelt - Matthias dachte zuerst, jemand würde unseren Duschsack auskippen 😄 !
Unser Umzug läuft heute ein kleines bisschen anders ab als sonst: wir lassen den fertig gepackten Trailer auf der Campsite stehen und fahren erst mal den Mboma Loop. Mit Anhänger wären wir dort ziemlich unflexibel. Danach kommen wir zurück auf die #12 und checke dann erst aus. Das ist doch mal ein guter Plan 🙂 ! Gutgelaunt machen wir uns alle zusammen auf den Weg, auch KD ist mal mit dabei beim Game Drive.
Zunächst gibt es ein paar Vögelchen, die wir im Bericht noch nicht hatten – beim Durchschauen der Fotos bin ich immer wieder begeistert von der Artenvielfalt, die es hier gibt:
Striped Kingfisher
African Hoopoe
Emerald-spotted Wood Dove
Creasted Barbet
White-browed Coucal
Und dann kommt der Auftritt der Büffel. Eine riesige Herde und wirbelt dabei einiges an Staub und Vögel auf.
>>>Was gugsch du 🙄 ???<<<
Wenn man genau hinschaut, kann man Cattle Egrets, Wattled Starlings, eine African Green Pigeon und einen Oxpecker erkennen.
Es scheint kein Ende zu nehmen!
Elefanten gibt es hier natürlich auch
Nochmal ein Striped Kingfisher
Und dann diese beiden Warthogs
Schaut mal, wie sich das rechte Schweinchen freut – ist da nicht goldig 😘 ?
Es wohnt aber auch hübsch, diese pastellfarbene Landschaft mit ein paar Elefanten garniert würde mir daheim auch gefallen 😉 .
Bei den Zebras und Tsessebes sieht es nicht ganz so hübsch aus.
Wir kommen mal wieder ans Wasser, natürlich sind da auch gleich zwei African Fisheagle.
Diese Elefanten benehmen sich komisch – panisch rennen sie davon, als wir bei ihnen anhalten (wenn ich mich richtig erinnere, bin ich mit meiner Kamera irgendwo dagegen gestoßen, aber sowas macht denen ja sonst gar nichts aus).
Ach, dich gibt’s auch ohne Zweige? Nur hinter ein paar Grashalmen versteckt? Crimson-breasted Shrike
Swallow-tailed Bee-Eater, hatten wir den schon, nö, oder? Ich überlege mir, wie lange er wohl schon so dasitzt, denn er hat bereits eine Spinnwebe angesetzt 😛 .
Tier + Termitenhügel + Totholz = ein typisches Botswana-Arrangement
Und schon wieder Wiedehöpfe 😮 . Sie turnen in einem Busch herum, nicht ganz einfach zu erwischen.
Es gibt eine tolle Szene, die ich aber verpfusche (total verschwommen, und wehe, einer von meinen Reisebuddies hat das in scharf, dann muss ich mich aufregen!) als zwei aufeinander losgehen, ob im Streit oder im Rahmen einer love affair entzieht sich meiner Kenntnis. Sooooo schaaade, dass das Foto nichts geworden ist.
Um Dreiviertelzehn entsteht dafür eines meiner Lieblingsbilder der Reise 🤩 – die Tarnung ist nahezu perfekt 😎 , aber eben nur nahezu. er hat leider nicht ganz bis zum Ende gedacht 😛 😄 .
Zunächst sieht es danach aus, dass unser erster Mähnenlöwe der Reise sich für lange Zeit hier niederlässt,
aber dann hat er doch Mitleid mit uns, schreitet durchs hohe, goldgelbe Gras (ich mag diese Bilder sehr!)
und sucht sich einen schönen Platz, an dem wir ihn sehr gut beobachten und fotografieren können – und zwar ganz allein. Tier + Termitenhügel + Totholz – da haben wir’s wieder!
Natürlich wird jede noch so kleine Bewegung von uns auf Speicherkarte gebannt.
Eine zeitlang macht er gutwillig mit beim Shooting, aber eigentlich ist er ja nur müde und will seine Ruhe haben.
Seid Ihr denn immer noch da?
Schon gut, wir haben verstanden und fahren langsam weiter Richtung Campsite, wo wir noch unseren Trailer aufsammeln müssen.
Im nächsten Teil findet dann der Umzug auf die #9 statt – ich bin neugierig, aber auch ein bisschen besorgt, was uns in diesem Mopanewäldchen erwarten wird.
Teil 1922. Sept. 2023
25. August 2023 - Von HATAB MGR12 nach HATAB MGR09 - Teil 2 (der Rest des Tages)
Nach dem schönen Mähnenlöwen sind wir noch ein knappes Stündchen unterwegs bis zu unserer jetzt dann gleich ehemaligen Campsite.
Tiere - Totholz Termitenhaufen
Eine Babygiraffe 😘 🙂
Als wir auf die Lagune zufahren, erschrecken wir unabsichtlich eine kleine Herde von Impalas. Auch wenn wir sofort anhalten, sind sie nicht mehr zu bremsen. Mit riesigen Sätzen wechseln sie die Seite, keine Ahnung, warum sie nicht einfach gemütlich rüberlaufen oder zumindest nur rennen. Nein, es sieht beinahe so aus, als ob sie absichtlich die Stellen suchen, wo sie übers Wasser müssen.
Hier eine kleine Auswahl der Sprung/Flugstile verschiedener Herdenmitglieder
The Winner, wenn es nach Höhe und Haltungsnoten ginge, ist eindeutig dieses Böckchen.
Der Chef kommt hinterher geflogen.
Während Diteko und KD den Anhänger ankoppeln, nehmen wir wehmütig Abschied von dem schönen Platz mit der herrlichen Aussicht.
(Danke Simone für das Foto!)
Seidenreiher
„Wo laufen sie denn?“ 😄
(Danke Simone für das Foto!)
Auf dem Weg zu unserer neuen Campsite müssen wir wieder über Third Bridge fahren. Die Tümpel, die sich normalerweise davor befinden, sind f..ztrocken. Eigentlich doch kein Platz für Moorantilopen, aber vielleicht haben sie es noch nicht gecheckt, dass es dieses Jahr kein Wasser gibt… 😐
Ein juveniler Bateleur Eagle beobachtet uns aus der Luft.
Eigentlich sieht das hier ja so aus, als ob es nur Gras wäre, aber anscheinend befindet sich darunter Wasser.
Da ist noch mal ein African Hoopoe, der es sehr wichtig hat!
Und ein Little Bee-Eater
Wir fahren eine kleine Schleife und schauen nach, ob die Leopardin noch da ist, aber keine Spur von ihr 😐 !
Also nichts wie ab auf die Campsite mit den abgenagten Mopanebüschen 🤢 . Ja von wegen 🤩 ! Hier stehen riesengroße Bäume, auf einem sehr weitläufigen Areal.
Davor ist eine leichte Senke – wenn man auf der Tinkers Map schaut, sieht man Wasser und ich denke, dass dort auch zumindest in der Regenzeit oder in guten Flutjahren sich eine Lagune befindet.
Es gefällt uns auf Anhieb sehr gut hier! Und wegen der vielen hohen, dichten Bäume müssen wir auch kein Schattendach aufbauen. Sehr cool! 🙂
Die nächsten drei Nächte wohnen Birgitta und ich nebeneinander, wobei man hier wirklich viel Abstand zu den Nachbarn hat.
Nach dem Lunch lassen DT und KD uns kurz allein, sie holen Wasser bei Third Bridge. Wobei – so ganz allein sind wir doch nicht, eine Herde Elefanten zieht am Camp vorbei. Aha, sieht so aus, als ob es hier auch nicht ganz ruhig sein wird in der Nacht.
Zum Game-Drive gibt es nicht viel zu erklären, wir fahren halt so in der Gegend rum. Natürlich schauen wir auch weiterhin nach der Leopardin, aber sie bleibt verschwunden! Es ist also ganz und gar nicht so, dass der Guide bei einer geführten Tour sowieso weiß, wo die Tiere sind und einen nur dorthin kutschiert. Nene, und dies, obwohl sogar untereinander Infos per Funk ausgetauscht werden.
Glanzstar
Ground Hornbill
Collared Pratincole
Wie immer eine große Artenvielfalt - nur das Licht ist heute Nachmittag leider nicht sonderlich schön - und es ist dazu heiß und ein bisschen schwül 🙄 :
Hier haben die Red Lechwes wenigstens ein bisschen Wasser:
Die beiden folgenden Fotos zeigen eine für mich sehr interessante Sache: es ist Wasser, das zufließt, also - falls noch mehr nachkommt - die Senke füllen könnte. Wir kamen während unserer Zeit hier mehrmals an einer Stelle vorbei, wo man direkt sehen konnte, wie das Wasser fließt! Großartig! Warum ich es nicht gefilmt habe, weiß ich nicht, bzw. doch, ich wollte keinen großen Wirbel drum machen, man hätte ja anhalten müssen für mein ganz spezielles Hobby, die Flut im Okavangodelta. Gerne hätte ich in den Tagen vor Ort an dieser Stelle auch ein bisschen gemessen, oder zumindest Markierungen angebracht und die Veränderungen beobachtet 😎 🤪 , aber ich wollte es mit niemandem verderben… 😊
Und dann zum Abschluss des Tages noch eine Löwensichtung 🤩
Was für ein Faulpelz! Er liegt im dichten rötlichen Riedgras etwas abgesondert von drei Löwinnen. Wenn ich es richtig verstanden habe, darf er nicht zu ihnen (kann ich ein bisschen nachvollziehen, sooo attraktiv ist er dann auch wieder nicht 😛 ).
Die Löwinnen liegen ganz hübsch mit Blick auf die Maya Pan, aber sonderlich aktiv sind sie auch nicht.
Nur eine scheint Interesse an Birgitta zu haben.
Alles klar - verstanden 😎 - , hier passiert wohl nicht mehr viel, dann fahren wir jetzt mal heim und lassen es uns bei einem leckeren Dinner von KD gutgehen!
Teil 2023. Sept. 2023
26. August 2023 - HATAB MGR 9 - Teil 1 (Löwen am Morgen)
Unser erster Abend auf der #9 war sehr schön gewesen. Keine Stechmücken, viele Eulenrufe rund um den Platz und wenn ich mich recht erinnere, konnte Matthias sogar eine Scops Owl fotografieren. Als ich um dreiviertel Bett (20.45 Uhr) zu meinem Zelt gehe, kann ich mit Hilfe meiner Taschenlampe sogar zwei Scops Owls in „meinem“ Baum herumflattern sehen 🙂 .
Die Nacht wird für einige unruhig 😮 – wir haben Elefanten im Camp. Einer will sich zwischen Elkes Zelt und „ihrem“ Baum durchquetschen und berührt dabei ihre Zeltwand 🤩 . So richtig wohl ist es ihr ab sofort nicht mehr und sie liegt so mittig im Zelt wie möglich, wie sie am nächsten Morgen erzählt. Vielleicht schreibt sie hier ja auch noch etwas dazu… Auf jeden Fall wird sie am Nachmittag mal wieder Umziehen, und zwar so dicht an den Baum dran, dass niemand mehr vorbeikommt (stimmt doch so, Elke, oder?). Auch Löwen hört man immer wieder brüllen. Unsere Campsite scheint sehr zentral gelegen zu sein.
Das zeigt sich auch beim Gamedrive am nächsten Morgen: wir sind noch gar nicht lange unterwegs, die Sonne hat es gerade so über den Horizont geschafft, als wir über eine Gruppe von insgesamt 8 Löwen „stolpern“. Allerdings wird man nie alle acht auf einem Bild sehen, dazu war die Gruppe viel zu quirlig.
Wenn ich es nicht falsch im Kopf habe, war außer uns zuerst nur ein anderes Fahrzeug und später noch ein weiteres vor Ort, es ging insgesamt sehr ruhig zu (von den Löwen mal abgesehen). Ich denke, manche stehen einfach nicht so früh auf wie wir, und die Stelle war jetzt auch nicht an einer Hauptverkehrsachse gelegen. Das Licht ist leider auch noch nicht ganz wach, die ständig in Bewegung befindlichen Katzen sind daher nicht ganz einfach "einzufangen".
Egal wie: wir haben enorm viel Spaß mit dieser lustigen Truppe 😄 . Halbwüchsige Löwen können so albern und tollpatschig sein. Habt Ihr schon mal einen albernen Leoparden gesehen, oder gar einen tollpatschigen 😐 ? Ich nicht, soweit ich mich erinnern kann – sie sind immer elegant und würdevoll unterwegs. Hier aber wird geschmust gerangelt, was das Zeug hält,
einer versucht ein Holzstück zu apportieren, das Ding ist aber zu sperrig.
Aus dem Nichts gibt es Angriffe
Ein als Löwe getarntes Warzenschwein - Berlin lässt grüßen 😛 😄 😄 😄
und die Krallen müssen geschärft werden.
Zwischendurch kommen sie auch mal ein paar Meter weiter, ohne Quatsch zu machen 😄 .
Kevin.... hängt ein bisschen zurück 😛
Die Sonne tut sich immer noch ein bisschen schwer, es ist nicht komplett klar heute früh. Wer genau hinschaut, sieht links ein paar der Löwen liegen.
Auf Bäume klettern steht ganz hoch im Kurs! Dabei erregt vor allem ein altes grünes Hinweisschild das Interesse der Jungs, jeder will mal dagegentatschen und dann verblüfft feststellen, dass das Ding sich ja bewegt 🤩 . Das Klettern ist auch nur im Ansatz elegant, irgendwann muss man ja auch wieder runter und spätestens dann wird es unrund…. 😗
Wir können uns im Auto das Kichern kaum verkneifen 😄 , nur einmal vergeht uns das Lachen, als einer direkt neben uns „groß“ muss. Puuuhhh, das stinkt vielleicht 🤢 !
Selbst er muss da die Augen zukneifen (auch wenn Nasezuhalten eher das Mittel der Wahl gewesen wäre).
Eine halbe Stunde lang dürfen wir die Acht beobachten, sie machen dabei nur wenig Strecke, weil es unterwegs so viel zu tun und sehen gibt. Diteko muss uns daher nur immer mal wieder ein ganz kleines bisschen umparken, und manchmal kann man sich nicht entscheiden, wohin mal schauen soll, denn es gibt verschiedene Schauplätze.
Als der letzte, der nochmal umdreht, weil er auch auf den Baum klettern will (was sehr strenge Blicke der erwachsenen Löwinnen zur Folge hat )
endlich wieder Richtung Rudel läuft,
machen sich alle auf den Weg ab in den dichten Busch. Tschüss! Das war eine der abwechslungsreichsten Löwensichtungen, die ich bisher erleben durfte 😘 🤪 !
Hier noch ein paar bewegte Bilder von dieser lustigen Begegnung am frühen Morgen.