SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201326. Nov. 2015 ·
Topobär schrieb:
Sorimuc schrieb:Wir überlegten, wie es sein kann, dass solch ein schöner und tierreicher Park trotz Hauptsaison so wenig Zulauf hat 😐 Was sofort auffiel, waren die Rinderherden, die von der einheimischen Bevölkerung verbotenerweise in den Park getrieben werden, und sie sich nun überall an den Ufern des Boteti aufhielten.
Sind die Rinder jetzt an beiden Ufern des Boteti? Ich kannte es bislang nur so, dass die Rinder am Südufer waren, welches ja nicht mehr zum NP gehört. Wäre schaden, wenn das aufgeweicht würde und die Rinder jetzt durch den Fluss in den NP getrieben werden.
Hallo Topobär,
wie genau sie dort hin gekommen sind, weiß ich leider nicht, aber die Rinder waren auf jeden Fall im Park - teilweise mitten zwischen Zebras und Gnus 😐 Uli meinte, dass sie absichtlich dorthin getrieben werden, weil das Wasser aufgrund der Trockenheit nicht ausreicht und dies auch der Grund sei, warum das Gate geschlossen sei und bei der Einfahrt auf Besucher so abweisend wirkte. Habe leider kein Foto, da ich mich geweigert habe, im Nationalpark Rinder zu fotografieren 😈
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201326. Nov. 2015 ·
08.09.2015
Heute Morgen frühstückten wir ausgiebig auf der Veranda und freuten uns auf einen faulen Tag. Zuerst begleiteten wir Heike und Uli aber noch zu den Karakals und schauten uns deren großes Freigehege an. Die beiden sind einfach zu süß, da vermissten wir gleich unseren Tiger daheim noch ein bisschen mehr 😘
Den Rest des Tages verbrachten wir in unseren Liegestühlen auf der Terrasse mit Lesen, Sonnen und Kniffeln, lediglich unterbrochen von einer Kaffee- und Kuchenpause mit Heike.
Uli war mal wieder unterwegs zum Boteti, um Wasser für die Wasserlöcher der Farm zu holen – was für ein Aufwand, wenn jede Fahrt einfache Strecke schon über eine Stunde Zeit in Anspruch nimmt 🙄
Um 16:30 Uhr holte er uns dann zu einer kleinen Farmrundfahrt ab, zeigte uns die Pfannen, die sich zur Regenzeit mit Wasser füllen und Elefanten anlocken, das frühere Zentrum der Farm, als diese noch der Rinderzucht diente, und führte uns schließlich zu einem kleinen Hide am Wasserloch, in dem wir ansaßen und auf Hyänen warteten. Ein weiterer Rinderkopf diente als Köder, doch wir mussten ein ganzes Weilchen warten, bis die Tiere auftauchten.
Erst bei Dunkelheit pirschten sie sich an, tranken und umkreisten dann vorsichtig die Beute. Uli beleuchtete die Szenerie immer wieder mit dem Scheinwerfer, so dass wir einen kurzen Blick auf die struppigen Jungtiere erhaschen konnten. Warum diese zu den „Ugly Five“ zählen, ist mir nicht ganz verständlich - sind sie nicht zum Knuddeln? 😘
Irgendwann ließen wir sie in Ruhe fressen, zogen uns vorsichtig zurück und machten uns auf den Weg zurück zur Farm, wo Heike bereits mit einem leckeren Gemüseauflauf wartete. Auch dieser Abend verging viel zu schnell mit interessanten Gesprächen und dreifachem Leopardenbesuch am Wasserloch. Das Liebespärchen versuchte sich sogar noch in der Zeugung von Nachwuchs… 😄
Hallo Sonja, da kommen die aller schönsten Erinnerungen auf 😛 Auch uns hat es auf der Dombo-Farm sehr gut gefallen und die Ausflüge mit Ulli waren wunderschön und mitunter das tollste was wir in Afrika erlebt haben. Danke für das teilen 🙂
ich bin mit Begeisterung dabei, toller Bericht und tolle Fotos. Auf Dombo war ich gespannt wie ein Flitzebogen. Dombo, dort geht es im nächsten Jahr hin und ich überlege von der Kalahari Bush Break ohne Zwischenstopp dort hin zufahren. Wie lange habt ihr gebraucht? Oder doch besser einen Zwischenstopp?
Liebe Grüße
Doris
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201328. Nov. 2015 ·
Do schrieb:Dombo, dort geht es im nächsten Jahr hin und ich überlege von der Kalahari Bush Break ohne Zwischenstopp dort hin zufahren. Wie lange habt ihr gebraucht? Oder doch besser einen Zwischenstopp?
Hallo Doris,
wir hatten auch ursprünglich geplant, einen Zwischenstopp in El Fari einzulegen - uns hat es aber auf der Dombo Farm so gut gefallen, dass wir spontan eine Nacht verlängert haben und die längere Fahrstrecke in Kauf genommen haben. Würde ich auch auf jeden Fall wieder so machen. Ich glaube, wir haben ungefähr 7 Stunden gebraucht, inkl. Grenzübergang.
Also, gönnt euch lieber noch eine Nacht mehr bei Heike und Uli 🙂
Viel Spaß bei der weiteren Planung und liebe Grüße, Sonja
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201328. Nov. 2015 ·
Und mit genau diesem reinen Fahrtag geht's auch schon weiter:
09.09.2015
Schon früh klingelte heute unser Wecker, denn wir hatten einen langen Fahrtag vor uns. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Heike und Uli, die uns noch lange nachwinkten. Der Besuch auf der Dombo Farm war ein tolles Erlebnis und wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben 😘
Die Fahrt zu Kalahari Bush Breaks wurde lediglich unterbrochen von einem Tankstopp in Maun, diversen Road Blocks von Polizei, Rindern und Ziegen und schließlich dem Grenzübertritt nach Namibia. Obwohl wir das einzige Auto vor dem Ausreise-Gebäude waren, wurde ich vom Wachmann an der Schranke in ärgerlichem Tonfall darauf hingewiesen, dass ich nicht auf der Markierung geparkt hätte. Gut, dass jemand für Recht und Ordnung sorgt – that’s Africa! 😄 „Sauerkrautkoma“ verkürzte uns die öde Strecke ein wenig, und ab der Hälfte durfte diesmal sogar ich hinters Steuer 🤩
Endlich erreichten wir unser Tagesziel und bezogen ein schönes, großes Zimmer mit herrlichem Ausblick.
Den Rest des Nachmittags nutzten wir zum Bräunen am Pool, Reisebericht schreiben und endlich wieder WLAN nutzen. Abends gab es ein leckeres Dinner mit Gnusteak (kann man das überhaupt essen? 😐 Oder hab ich das vielleicht falsch verstanden?!?) im Hauptgang, dazu zwei kühle Savanna. Direkt im Anschluss fielen wir todmüde in die Betten.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201328. Nov. 2015 ·
10.09.2015
Um 08:00 Uhr saßen wir beim Frühstück. Es gab alles, was das Herz begehrt, von Müsli über Rührei und Würstchen bis hin zu Toast mit Marmelade. Direkt danach begann die Entspannung auf den bequemen Liegen am Pool, lediglich unterbrochen von einem leichten Lunch zu Mittag. Wir tauschten mit zwei netten Damen aus Berlin Reisegeschichten aus, bis die beiden zum Flughafen aufbrachen.
Nachmittags kamen wir mit einer Familie aus Tübingen ins Gespräch, bis wir irgendwann merkten, dass wir schon recht rot von der Sonne waren 😕 Den Rest des Nachmittags verbrachten wir also lieber im Schatten. Abends köpften wir unsere letzte Flasche Wein und philosophierten über diese und kommende Reisen, den Mut auszuwandern und unser Leben im Allgemeinen. Eins stand bereits fest: Es wird definitiv weitere Reisen ins südliche Afrika geben, viel zu viel gibt es, was wir noch (einmal) sehen möchten 🤪
Zum Dinner gab es heute Oryx-Filet und leckere Süßkartoffeln, die mit Zimt gewürzt eine besondere Note bekamen. Auch heute gingen wir früh zu Bett und fielen fast sofort in einen tiefen Schlaf.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201329. Nov. 2015 ·
So, auch unsere Reise neigt sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen:
11.09.2015
Das Frühstück im Kalahari Bush Breaks wurde direkt an die Tische serviert, was eine angenehme Abwechslung zu den üblichen Buffets darstellte. Die Besitzerin erzählte, dass nachts wohl jemand versucht hätte, einzubrechen, und fragte, ob wir etwas gesehen oder gehört hätten 😮 Wir mussten leider passen, wünschten noch viel Glück bei der Suche nach den Übeltätern und machten uns auf den Weg zurück nach Windhoek.
Wir holten noch ein wenig Geld, tankten das Auto und trudelten schließlich mittags bei Savanna ein. Die Rückgabe verlief schnell und unkompliziert, wir meldeten den schlecht befestigten Kühlschrank sowie den Wackelkontakt im Kabel und ließen uns zu unserer letzten Destination, der Heinitzburg, fahren. Dort genossen wir auf der Sonnenterrasse mit dem traumhaften Ausblick Austern und Flammkuchen, bevor wir unser Zimmer Nr. 9 bezogen und den Nachmittag relaxend am Pool verbrachten.
Später ließen wir uns Kaffee und Apfelstrudel direkt zu den Liegestühlen bringen – ein Träumchen! 🤪
Kurz vor dem Abendessen bekamen wir noch Besuch von Katze Leo – sie ist so süß, dass wir sie am liebsten eingepackt hätten 😘
Das Dinner nahmen wir wieder im hauseigenen Restaurant ein: Oryx für mich und Lamm für Marc, gefolgt von einer Sorbet-Trilogie und dazu ein köstlicher Chardonnay – so ließen wir den Urlaub gebührend ausklingen. Unglaublich, wie schnell dreieinhalb Wochen vergehen… 😐
Freitagabend ist in Windhoek wohl Partytime, bis in die frühen Morgenstunden dröhnte Musik trotz geschlossener Fenster ins Zimmer, gleichzeitig war es viel zu warm 😠 Entsprechend lagen wir bis mindestens halb drei Uhr wach, zappten durch die Fernsehprogramme und versuchten immer wieder einzuschlafen. Richtig müde waren wir aber nicht – wahrscheinlich hatten wir die letzten Tage einfach zu viel geschlafen 😵
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201329. Nov. 2015 ·
12.09.2015
Bereits um halb acht war ich wieder wach, wir lagen aber noch einige Zeit faul im Bett herum, bis wir zum Frühstück auf die sonnige Terrasse gingen. Da dies leider unser letzter Tag in Namibia war, gönnten wir uns ein Gläschen Sekt und nahmen uns viel Zeit. Dann blieb nur noch das Packen, Auschecken und gemütlich im Schatten nochmal die tolle Aussicht von der Burg zu genießen, bis unser Flughafentransfer erschien. Marc testete noch den German Cheesecake – ebenfalls sehr lecker!
Um Punkt 13:00 Uhr standen sogar zwei Fahrer bereit, die uns beide zum Flughafen bringen wollten: einer kam von Savanna, einer von der Firma, die uns bei der Ankunft dort bereits abgeholt hatte. Da letzterer zwei Minuten früher dran war und wir unser Gepäck bereits bei ihm im Auto hatten, bekam er den Zuschlag, der Savanna-Fahrer fuhr leicht angesäuert unverrichteter Dinge wieder ab.
So erreichten wir mit zwei Stunden Vorlauf den Flughafen und hatten nach einem schnellen Check-In noch Zeit für ein bisschen Shopping: zwei große Holzgiraffen fanden noch den Weg in unser Handgepäck, sowie Souvenirs für die Daheimgebliebenen, bevor unser Flug pünktlich gen Johannesburg startete.
Dort gab es das letzte Savanna für diesen Urlaub, bevor es auch schon weiter in die Maschine nach München ging.
Der Nachtflug verlief wieder ereignislos, und bald waren wir zurück in heimischen Gefilden, das Gepäck voller wunderbarer Erlebnisse und Erinnerungen, kleinen Andenken und tausenden von Fotos. Wir hatten eine tolle Zeit in Namibia und Botswana, und werden irgendwann sicherlich dorthin zurückkehren... 😘
Nächstes Jahr widmen wir uns erstmal der Fertigstellung unseres Hauses, da wird der Urlaub wahrscheinlich auch ein wenig kleiner ausfallen müssen, außerdem gibt es noch so viele andere Orte auf dieser Welt, die ich gerne besuchen möchte - aber hier im Forum gibt es ja zum Glück genug Lesestoff, um sich die "Wartezeit" bis zum nächsten Afrika-Besuch zu überbrücken 🤪 Die Sehnsucht wird auf jeden Fall mein ständiger Begleiter bleiben.
Vielen Dank an alle, die mit uns gereist sind und mich mit dem Drücken des Danke-Buttons oder durch ihre Kommentare motiviert haben, weiter zu schreiben. Ich genieße es auch für mich selbst, Reiseberichte zu schreiben, da ich den Urlaub so selbst nochmal in einer Intensität erleben kann, wie ich es sonst wahrscheinlich nicht täte.
Hallo Sonja, auch von uns ein Dank für den Bericht Eurer Reise, die sich ja teilweise mit unserer überschnitten hat. Was ich nebenbei noch wissen möchte: Allein von der Beschreibung Eurer Abendessen habe ich gefühlt 3 Kilo zugenommen.....und Ihr?
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201301. Dez. 2015 ·
CuF schrieb:Was ich nebenbei noch wissen möchte: Allein von der Beschreibung Eurer Abendessen habe ich gefühlt 3 Kilo zugenommen.....und Ihr?
Hallo Friederike,
was wäre ein Urlaub ohne leckeres Essen? 😄 Ein, zwei Kilos sind im Urlaub immer eingeplant, da muss man nachher dann halt wieder etwas disziplinierter sein... *räusper* ...man MÜSSTE... 😎
Schön, dass euer Reisebericht noch nicht vorbei ist, bin schon gespannt, wie es weiter geht!
Champagner schrieb:Mensch Sonja, da hattet Ihr ja - auch wenn das Wetter nicht ganz gepasst hat - einen traumhaften Tag im Makgadikgadi!! Und was für tolle Fotos - für mich ist dieser Park einer der schönsten die ich kenne, weil ich finde, dass das Licht dort irgendwie ganz besonders ist. Mal ganz abgesehen von der Ruhe dort - zumindest was die Touristen betrifft - in Sachen Tiere kann man sich ja nicht beschweren 😎 .
Lohnt es sich in dem Fall auf dem Weg von Maun nach Xhumaga den "Umweg" durch den Park zu fahren?
Sonja, danke für den tollen Bericht. Der steigerte die Vorfreude noch mehr 🙂
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201301. Feb. 2016 ·
Hallo Felix,
danke für das Lob 😁
Also, ich würde sagen, ja - wenn ihr euch für die Strecke eh den ganzen Tag Zeit nehmt, reicht das ja locker aus, und für uns war der Magkadigkadi NP landschaftlich einer der schönsten überhaupt.
Viel Spaß bei der Planung und eine schöne Reise, Sonja
Sorimuc schrieb:Also, ich würde sagen, ja - wenn ihr euch für die Strecke eh den ganzen Tag Zeit nehmt, reicht das ja locker aus, und für uns war der Magkadigkadi NP landschaftlich einer der schönsten überhaupt.
Das haben wir. Wir werden am Morgen in Maun abfahren und wollen am Abend in Tiaans Camp sein. Hast du Tipps wo man am besten durch fährt? In Norden rein? Routen/'Orte' im Park? Raus ist sicher mit Fähre in Xhumaga. Edit: Hörte gerade von champagner dass von Norden rein nicht so interessant ist. Deine Fotos sind die meisten wahrscheinlich am Boteti River. Wo am Fluss war das (nördlich oder südlich der Fähre?
Sorimuc schrieb:Viel Spaß bei der Planung und eine schöne Reise,
Die ist bis auf ein paar Details (Caprivi, eben Maun-Xhumaga und letzte zwei Tage von CKGR bis Abflug in Windhoek) abgeschlossen.
vielen Dank für Deinen Reisebericht und die herrlichen Fotos. 🙂 🙂 🙂
Sehr gut, daß die Fahrtstrecke von der Dombo Farm bis Kalahari Bush Breaks halbwegs gut bewältigbar ist. Im Spät-Herbst wartet exakt diese Etappe auch auf uns auf dem Endspurt zurück nach Namibia! Die lange Fahrt nehmen wir für eine weitere Nacht auf der Dombo Farm in Kauf. Die Vorfreude ist jetzt schon sehr groß 🤪