tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201107. Dez. 2014 · #1
Vorwort Diese Zeilen und Bilder stellen unsere persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen dar. Unsere Bilder sollen einen Eindruck von Landschaften, Tieren und Menschen vermitteln. Die Texte dienen als Erklärung und vervollständigen die Hintergründe. Grundlage für unsere Reiseroute waren die Reiseführer aus dem Ilona Hupe und Stefan Loose Verlag. Dennoch erheben wir keinen Anspruch auf Richtigkeit der Inhalte. Häufig waren wir den Menschen sehr nah und von ihrem Leben so fasziniert, dass wir dieses mit vielen Fotos dokumentiert haben. Insbesondere in Malawi wollten die Menschen gerne fotografiert werden. Es fiel mir ausgesprochen schwer, nicht jedem Kind oder Erwachsenen diesen Wunsch erfüllen zu können. Hier gab es dann nur wenige Tieraufnahmen. So, jetzt sollt ihr aber wissen, wer wir sind.
Da ist zuallererst unser Chefpilot, mein Mann Manfred (71 Jahre) und ich (50 Jahre) die Reiseleitung, unser Sohn Julian (22 Jahre) und seine Freundin Isabell (21 Jahre, kurz Isa genannt). Gemeinsam sind wir in Benoni/Johannesburg gestartet, über Botswana und Sambia nach Simbabwe zu den Mana Pools gereist, anschließend zurück nach Sambia in den Lower Sambesi Nationalpark. Hier endete die Reise mit den Kindern, die wir nach gut 2 Wochen, in Lusaka am Flughafen abgaben. Nun sind wir zu zweit quer durch Sambia in den South Luangwa NP und anschließend zum Lake Malawi weitergereist. Leider konnten wir nicht wie geplant, über Mosambik zurückfahren, sondern mussten wieder über Sambia und Simbabwe nach Südafrika reisen. In Mosambik beherrscht derzeit die Rebellengruppe der Renamo den Nordteil des Landes. Es kommt immer wieder zu Übergriffen und das Fahren ist teilweise nur im Konvoi möglich. Also mussten wir umdisponieren.
Mit einem Landrover Defender Puma begann dann also unser Afrika-Abenteuer 2014 und wer Lust hat, unsere Reise hier noch einmal zu verfolgen, ist herzlich eingeladen.
Herzlichst Biggi und Manfred
Reiseverlauf 2014 - Start Johannesburg, Fahrzeugübernahme, erster Einkauf und Weiterfahrt bis zur Gnu Ranch (Ü) - Grenzübertritt nach Botswana, Khama Rhino Sanctuary (Ü) - Tiaan`s Camp (Ü) am Boteti, Makgadikgadi NP - Planet Baobab (Ü) Weiterfahrt über Nata nach Kasane - Senyati Camp (Ü) Chobe NP und Boatcruise - Kubu Lodge (Ü) - Grenzübertritt nach Simbabwe, Victoria Falls, Amadeus Garden Lodge (Ü), - Grenzübertritt nach Sambia bei Livingston, The Moorings (Ü) - Siavonga am Lake Kariba, Eagles Rest (Ü) - Grenzübertritt zurück nach Simbabwe, Mana Pools Nationalpark, Campsite - Grenzübertritt nach Sambia, Lower Sambesi Nationalpark, Mvuu Lodge (Ü) - Lusaka, Pioneer Camp (Ü) - Chipata, Mama Rula (Ü) - South Luangwa, Wildlife Camp (Ü) - Grenzübertritt nach Malawi, Senga Bay, Safari Beach Lodge (Ü) never again! - Lake Malawi Nationalpark, Cape Maclear, Chembe Eagle`s Nest Resort (Ü) - Liwonde NP, Mvuu Lodge (Ü) - Sambia, Chipata Mama Rula (Ü) und Pioneer Camp (Ü), - Grenzübertritt nach Simbabwe bei Kariba, Kushinga Campingplatz (Ü) - Gweru, Antelope Game Park (Ü) - Bulawayo, Matopo NP, Maleme Dam (Ü) - Grenzübertritt nach Südafrika, Forever Resort Tshipise - Panoramaroute, Forever Resort Blyde River Canyon - Krüger Nationalpark, Malelane Camp (Ü), Letaba Hut (Ü), Buckler`s Africa (Ü), - Hazyview: Hamiltons Park (Ü) - Rückflug ab Johannesburg nach Frankfurt - Hamburg.
take-off1'674 Beiträge · seit 201207. Dez. 2014 · #10
Hallo Biggi,
Abenteuer 🤩 .... da bin ich doch dabei 😄
Freue mich schon auf deinen Bericht und besonders auf die vielen neue Eindrücke, da wir in dieser Ecke noch nie waren. Landschaftsaufnahmen finde ich total spannend. 😄
Hanne6'152 Beiträge · seit 200608. Dez. 2014 · #12
hallo Biggi,
ich bin natürlich dabei, freu mich auf den Abenteuer Reisebericht, bin auf die Eindrücke der einzelnen Station gespannt .... dann hau mal in die Tasten. Eine schreibfreudige Woche wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Graskop960 Beiträge · seit 201308. Dez. 2014 · #13
hallo Biggi, auch ich bin gern dabei. 😎 Schöne Route, der erste Teil ist für mich von besonderem Interesse. Das plane ich für 2015 gerade ähnlich. 😗 Gruß Silvio
klingt nach einer tollen Tour, bin da auch mit dabei.
Gruß
Markus
Montango1'667 Beiträge · seit 201108. Dez. 2014 · #15
Hallo Biggi,
obwohl ich nach unserer Zim-Tour geschworen habe, nie wieder im Landy zu reisen, muss ich unbedingt noch mit 🙂 Klingt nach einer tollen Tour und es sind ein paar Orte dabei, die ich schon kenne und noch mehr, die ich auf der nächsten Reise besuchen möchte.
Also schreib schnell weiter...
LG
Montango
P.S. wie lange seid ihr unterwegs gewesen und in welcher Jahreszeit ?
Guggu2'261 Beiträge · seit 201108. Dez. 2014 · #16
Hallo liebe Biggi, da bin ich natürlich auch dabei. Habe gerade viel Zeit zum lesen und freue mich sehr auf euer Abenteuer. 😄 Als erstes werde ich aber den Guggu-Mann die Vorstellung der Reisenden unter die Nase heben. Seit gefühlt 7 Jahren sagt er, er wäre bald 70 (immer noch nicht) und da muß man es mit dem Reisen ein bisschen langsamer angehen 🤩 Ich fürchte, da hat er mit mir die Popokarte gezogen 😄 😗
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201108. Dez. 2014 · #17
Ihr Lieben alle, ich freue mich riesig, dass mich/uns so viele liebe Fomis auf unserer Reise begleiten. Das spornt natürlich an weiter zu schreiben. Nun hoffe ich aber, dass die Erwartungshaltung nicht so riesig ist. Der Bericht startet etwas textlastig, Bilder folgen dann aber auch bald.
Im ersten Teil der Reise werden dann auch die Fragen von Montango beantwortet: 5,5 Wochen , August/September. Also lest weiter.... oder schaut euch nur die Bilder an. Vielen Dank für eure Unterstützung. 🙂 😄 🤩 Das schöne an einem Bericht ist einfach, dass man selber die Reise noch einmal erlebt und verdrängte Erinnerungen wieder präsent sind und wen es langweilt, der steigt aus.
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201108. Dez. 2014 · #18
Reisebericht Afrika 2014 Dem Lockruf gefolgt... kein Nutella, kein Zahnarzt und eine Charakterstudie über die Grenzbeamten Ende Juli 2014. Ein Mittwoch. Es ist wieder soweit. Wir fliegen nach Afrika. Die letzten Tage waren in diesem Jahr besonders hektisch, um so mehr freuen wir uns, all das hinter uns zu lassen und nur noch nach vorne zu schauen. Julian und Isa, unser Sohn mit Freundin, verabschieden sich von uns gegen 12.00 Uhr. Die Großeltern bringen sie zum Flughafen nach Hamburg, wir folgen 2 Stunden später. Meine Schwester mit Sohn fährt uns. Schnell gehen wir in Gedanken noch einmal unser Gepäck durch, es sollte alles dabei sein! Der rote Rucksack, der Monchichi, die Kamera, Pässe usw. Wir erreichen den Flughafen gerade so rechtzeitig, dass wir den Start und Abflug der Emirates Maschine nach Dubai noch filmen können. Mit der Maschine fliegen Julian und Isa über Dubai nach Jo`burg. Ich winke von der Aussichtsterrasse. Ob sie mich sehen? Wir sollen sie erst wieder in Benoni in Südafrika treffen.
Dieses Mal dürfen wir sogar mit einer früheren Maschine von Hamburg nach Frankfurt fliegen, als ursprünglich gebucht. Komisch, im letzten Jahr war dieses aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir haben am Automaten von Lufthansa eingecheckt, geben unser Gepäck auf und werden gefragt, ob wir nicht eine Stunde eher fliegen wollen. Natürlich wollen wir nicht länger in Hamburg herumsitzen. Immerhin kommen wir so Afrika schon 400 Kilometer näher! Frankfurt: Mit der Sky Line fahren wir zum nächsten Terminal, stärken uns bei einer bekannten Fast Food Kette und setzen uns anschließend zum Drink in die Flyaway Bar. Das Forum-Zebra steht vor uns auf dem Tisch, aber niemand scheint heute Abend Interesse an uns zu haben. Irgendwann wird es Zeit mit der Sky Line zurück zufahren. Der Weg zum Gate ist wieder einmal sehr lang. Dort angekommen reihen wir uns am Gate ein und warten. Plötzlich erfolgt eine Durchsage: Die Maschine sei überbucht. Ungefähr 30 Personen seien zu viel, erfahren wir später. Gegen eine Erstattung stellt man ein Hotelzimmer zur Verfügung und könne am nächsten Tag fliegen. Tja, für uns kommt das nicht in Frage, denn die Kinder würden ja in Südafrika auf uns warten und jeder Tag ist kostbare Urlaubszeit. Wir setzen uns und kommen mit einem Pärchen ins Gespräch, die zwar gebürtige Deutsche sind, aber seit 20 Jahren in Johannesburg leben. Sie waren zu einem 3-monatigen Motorradtrip in Europa unterwegs. So vergeht die Zeit bis zur Boardingtime sehr schnell. Nach dem Start stellen wir fest, dass niemand steht, auch die Toiletten sind frei, also gab es wohl doch Freiwillige, die zurückgetreten sind und einen Tag später fliegen. Häufig ist so ein Angebot auch finanziell sehr lohnenswert, wenn man ausreichend Zeit im Gepäck hat.
Afrika wir sehen dich ! Wir erleben gegen 6.11 Uhr einen tollen Sonnenaufgang über Afrika und landen pünktlich um 8.35 Uhr mit dem A 380 in Johannesburg. Ein Blick durchs Fenster verrät schon, dass dort Winter ist. Die Landschaft ist braun-grau und wenig einladend. Das Flugzeug dockt am Schnorchel an und wir betreten wieder afrikanischen Boden. Was für ein Gefühl! Es ist das erste Mal, dass wir nicht weiter fliegen, sondern den Flughafen hier verlassen. Sawubona Afrika - hallo Afrika Eine lange Schlange baut sich vor den Einreiseschaltern auf. Wir stellen uns irgendwo an, durchlaufen einen Fieberscanner. Glück gehabt, wir dürfen einreisen! Aufgrund der Ebola Epidemie in Westafrika ist man auch hier sehr vorsichtig. Am Gepäckband erscheinen sehr schnell unser Koffer und unsere olivgrüne Reisetasche. Ich bin immer wieder erleichtert, wenn das Gepäck vollständig ankommt. Unsere Schlafsäcke, sowie die warmen Outdoorhosen und unsere Trekkingschuhe, Stirnlampen oder anderes Equipment für die Wildnis sind kaum zu ersetzen. Für Bele: Ich habe auch eine lange Skiunterhose dabei. Im Duty-Free Shop versorgen wir uns mit 2 Flaschen Amarula, die hier tatsächlich etwas günstiger sind als im Bottleshop. Wir verlassen nun den Zoll und treten in die afrikanische Freiheit hinaus. Ein nettes Schild mit unserem Namen verrät, dass man uns bereits erwartet. Die Frau von Neil (ihren Namen habe ich vergessen!) holt uns ab, bevor es aber zum Auto in die Parkpalette geht, ziehe ich noch Geld aus dem ATM. Um 10.30 Uhr erblicken wir dann unser Zuhause auf vier Rädern für die nächsten 5,5 Wochen! Das Auto sieht gut aus und gefällt uns gleich. Ein Auto zum Verlieben oder ....?
Wir bauen die Zelte auf, legen unsere Schlafsäcke hinein, verstauen das restliche Gepäck. Unseren großen Koffer und den Trolley lassen wir gleich bei Neil stehen. Die Reisebekleidung bleibt ebenfalls hier und Pumps und Jeans werden gegen Outdoorkleidung getauscht. Im Auto befinden sich ausreichend Schubladen und Kisten, die unser Gepäck verschlucken. Es folgt noch eine kurze Einweisung ins Fahrzeug und dann müssen wir noch ein paar papiertechnische Dinge erledigen. Bei einer Tasse Tee und Plätzchen unter blauen Himmel, ist das auch schnell erledigt. Wir erhalten eine Mappe mit einigen Zetteln und denken, dass die Dokumente in Ordnung sind. Es wird sich aber nach ein paar Tagen herausstellen, dass wir doch genauer alle Papiere hätten durchsehen sollen.
Zeltauf- und Abbau klappt gut, die Zelte sind auch beide in Ordnung! Prima!
In der Zwischenzeit holt Neils Frau Julian und Isa vom Flughafen. Sie landen 2 Stunden nach uns. Wenig später sind wir komplett, gegen 13.00 Uhr verlassen wir das Grundstück. Doch schon recht bald sollen wir Neil wiedersehen.
Der Kilometerstand beträgt beim Start 96600 Km, damit ist der Wagen gerade eingefahren. Es ist ein 6 Jahre alter oder junger Land Rover Defender! Versprochen wurde uns allerdings ein 2-3 Jahre junges Fahrzeug. Erst nach unserer Rückkehr erfahren wir, dass der ursprünglich für uns reservierte Landy noch in der Reparatur war, weil die Vormieter einen größeren Schaden verursacht hatten.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201008. Dez. 2014 · #19
tiggi schrieb: Für Bele: Ich habe auch eine lange Skiunterhose dabei.
😄 Da les ich mich mal schnell durch die ersten 3 Seiten und dann dies ... sehr beruhigend dass ich nicht alleine bin mit meiner Friererei (sieht komisch aus, dieses Wort.... 🤪 ) 😎 !
Tja, Tiggi, nun hast du auch noch mich an Bord 🤩 - ich mach dann gleich mal bei der Shopping-Tour mit, leg los !
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201108. Dez. 2014 · #20
Die ersten Schritte mit dem Landy...
Unser erstes Ziel ist der Sparmarkt auf dem Weg zur Autostraße. Dort kaufen wir ordentlich ein, zumindest einen Teil der Nahrung (Müsli, Nutella, Honig, Käse, Tee, Joghurt, Nudeln usw.). Denn am nächsten Tag wollen wir die Grenze nach Botswana passieren und manchmal darf man kein Fleisch oder Gemüse einführen. An der Kasse müssen wir fast 100 € zahlen. Die Kassiererin schaut mich sehr erstaunt an. In Afrika hat man eher selten den Einkaufswagen so voll. Zum Trost bekomme ich einen Blumenstrauß geschenkt. Was für eine nette Geste, die Verkäufer haben wohl wirklich Mitleid mit uns. Im Bottleshop decken wir uns noch mit Savanna ein. Das Auto füllt sich, es wird eng im Gepäckraum!
Als ich vom Bottleshop zum Auto zurück komme, steht meine Familie mit Neil zusammen. Was ist nun geschehen? Möchte er auch hier einkaufen? Nein, da haben wir wohl die falschen Stühle im Auto. Die Privatstühle von Neil standen direkt neben unserem Landy, als wir alles einluden. Nun kommt er um die Stühle zu tauschen. Schade, Neils Stühle waren top, die jetzigen schon sehr gebraucht. Der Landy hat eine sogenannte Blackbox mit einem GPS-System, so dass man uns jederzeit orten kann. Also stellte Neil schnell fest, wo wir uns befinden und kommt zum Tauschen der Stühle vorbei. Aber dann geht es endlich los, nach Norden über die N1 in Richtung Modimolle. Wir zahlen hier bereits einmal 9 Rand und später noch 22,50 Rand Autobahngebühr. In Modimolle verlassen wir die Autobahn in Richtung Vaalwater und ca. 50 KM vor Lephalale finden wir dann unsere Übernachtung auf der Gnu Ranch.