THEMA: Lion in the Camp - ohne Vorbuchung um das CKGR
17 Sep 2019 22:03 #568020
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Lion in the Camp – Ohne Vorbuchung rund um das CKGR

Ein Reisebericht
Vorbemerkung
Aus teenagerpolitischen Gründen konnten wir uns für den Sommerurlaub in diesem Jahr erst Ende Juli festlegen. Ein Badeurlaub erschien allen Beteiligten zu langweilig und da wir uns in manchen Gegenden des südlichen Afrikas ganz gut auskennen, fiel die Wahl auf mal wieder auf Botswana. In den letzten Jahren um die gleiche Zeit hat es fast überall noch frei Plätze gegeben, also sollte es mit ein bisschen Glück und Flexibilität lösbar sein.

Es sollte so sein, dass es noch Direktflüge ab München gab und Bushlore noch einen Hilux hatte.
Ich hatte mir vorher schon ein paar Gedanken gemacht und war routentechnisch so nicht ganz unvorbereitet. Der Plan war von JNB über Zeerust nach Khutse zufahren, von dort über Hukuntsi Richtung Mabua und dann einige Zeit im Kaa und KD12 Gebiet zu bleiben. Anschließend entweder über Gweta und die Pfannen oder Maun-Kasane wieder zurück nach JNB. Gesamt knapp 3 Wochen.

Insbesondere Khutse hat mir vor zwei Jahren gut gefallen ( wegen der Abwesenheit vieler weiterer Touristen ) und KD 12 und KAA interessieren mich ( wegen der Abwesenheit vieler weiterer Touristen ). Und Richtung KTP waren wir noch nie, also umso besser.

Los geht´s: 19.08.2019 Kurze Wege, der Flughafen liegt vor der Haustür. Der Nachtflug ist Dank Notausgangsitzen ganz erträglich und wir landen pünktlich in JNB. Der Bushlore Fahrer Ramsi wartet auf uns und wir machen noch einen kleinen Abstecher zur Wechselstube, um Pula einzutauschen. Das ist aber nicht so günstig, da man erst über Rand und dann weiter nach Pula tauscht. Also geht´s ohne Pula weiter zu Bushlore. Die Fahrzeugübergabe und –check machen wir selber, da Ramsi eigentlich in Kapstadt ist und sich mit den 4x4 nicht auskennt. Wir bekommen unproblematisch die Ausrüstung, die wir wollen (Jerry Can, mehr Handtücher, größerer Topf etc ) und übernehmen den Hilux mit 25000 km.

Um 11.00 Uhr geht es los zum Pick n´pay, den wir dieses Mal sogar finden, tanken voll und um 12.50 Uhr geht es auf die Autobahn. Selbst das e- toll funktioniert. Ich habe wieder die Tapologo Lodge in Zeerust gebucht . Wie immer zwei Zimmer oder besser Bungalows und Essen im Restaurant läßt uns Zeit zum umpacken und reorganisieren von Einkäufen und Gepäck. Um 16.00 Uhr sind wir da. Es ist sonnig und warm und langsam kommt das goldene Afrikalicht. Die Anlage liegt zwar direkt an der Straße, aber ist gut gepflegt und Service und Essen gut.


Wir bestellen wieder Lunchpakete statt Frühstück und diese sind genauso reichlich wie beim letzten Mal. Satt und zufrieden geht es müde ins Bett.
KM 289
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18 Sep 2019 00:55 #568033
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....und gute Nacht mit Vorfreude auf weiteres Berichten B)
Friederike
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18 Sep 2019 22:36 #568169
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21.08.
Es ist sonnig, 11° C und wir rollen um 7:00 Uhr nach Tankstop los zur Grenze, die wir um kurz nach 8.00 Uhr und 100 km erreichen. Die Gebühren betragen 102 Pula, die wir in der Wechselstube hinter der Grenzbaracke tauschen. Der Kurs dort ist ganz gut, also decken wir uns gleich mit Bargeld ein.
Aus- und Einreise in Ramotswa dauert ca 30 Minuten und auf dem Hof der Grenze gibt es wieder das Frühstück aus den Lunchboxen.

Bushlore hat mir die Bigfoot Voucher für die ersten zwei Nächte in Khutse gebucht, so dass wir wissen, wo wir heute sein müssen. Außerdem haben wir noch die dritte Nacht am Mabua Gate, auch über Bushlore. Es ist immer noch kühl, erst zwei Stunden später in Letlhakeng beim Tanken und Geld holen ist es wärmer. Nach zügiger und entspannter Fahrt mit kurzem Holzkaufstop ( 3 Bündel a 20 Pula ) kurz vor dem Abzweig nach Khutse erreichen wir um 13.15 Uhr das Gate.

Bei der Wette auf den ersten wilden Vierbeiner verlieren alle.

Es ist schön, wieder hier zu sein und laut Eintragung sind maximal zwei andere Parteien irgendwo im Park. Bis zur Campsite Molose 3 sind es noch einmal knapp 2,5 h Die Fahrt ist abwechslungsreich und uns begegnen die ersten zugewanderten Elefanten.


Auch das Wasserloch belagern sie, aber da fahren wir morgen wieder hin.
Der Ranger am Gate sagte, dass die Elefanten die Pumpen zerstört hätten und so das Wasserloch unbrauchbar wäre. Tatsächlich ist es nur ein kleines Rinnsal, dass die Ellis gegen alle andere verteidigen. Die Campsite ist groß und hat einen Schattenbaum und ist entweder gut aufgeräumt oder wenig benutzt.

Nach dem Aufbau und der ersten Eimerdusche in diesem Urlaub gibt es den ersehnten Sundowner und leckeres Grillfleisch.

Gegen 22.00 Uhr, als wir schon lange im Zelt liegen, besucht uns ein großer Elefantenbulle, kratzt sich etwas am Auto, beschnüffelt unser Duschwasser und zieht dann wieder lautlos in die Nacht. Ein schöner Start. Km 249
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18 Sep 2019 22:49 #568171
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22.08.

Nach einer ersten kühlen Nacht machen wir uns um 7.30 Uhr auf zur Moreswe Pan. Die Schakale haben wir schon in der Nacht gehört .

Den großen Roadblock lassen wir lieber passieren.

Insgesamt sind die Elefanten nicht so wahnsinnig entspannt. Es sollen so um die 30 Tiere sein, die zugewandert sind. Alles Bullen, die trotz der geringen Zahl überall schon deutliche Spuren hinterlassen haben. Wir haben nicht erfahren, ob sie als Bereicherung im Park angesehen werden. Unter Beobachtung eines Oryx machen wir Frühstück.


In den Pfannen sind viele Herdentiere unterwegs und die Weite und Einsamkeit des Parks gefällt mir immer noch.
Am Abend machen wir noch einen Abstecher zum Wasserloch, dass tatsächlich von den Ellis blockiert wird.

Heute Nacht ist die Site Nr 2 belegt. Die ist zwar ein paar hundert Meter entfernt, aber die Leute geben sich alle Mühe mit Festbeleuchtung und lauten Gesprächen auf sich aufmerksam zu machen. Ade, Stille.
23.08. Die Morgentemperatur um 7.30 Uhr liegt bei 7°. Wir gondeln Richtung Gate. Unterbrochen von einem leckeren Frühstück

und einigen schönen Sichtungen erreichen wir das Khutse Wasserloch. Dort sehen in einiger Entfernung die eine Löwin.





Diese hält sich nach den Angaben am Gate dort schon länger auf, weil sie schwanger ist. Schön war es hier wieder, auch wenn es nicht so spektakulär wimmelt wie am Chobe. Um 11.00 sind wir am Gate und erkundigen uns nach dem Weg über die Dörfer Richtung Kang. Sie empfiehlt den Short Cut zwischen den Zäunen.


Der erste Eindruck ist etwas komisch, rechts der Parkzaun, links der Wildzaun, in der Mitte ein zweispuriger Track. In der Tat lassen sich die 110 Kilometer sehr gut und schnell fahren. Allerdings ist der Parkzaun an einigen Stellen durch die Elefanten beschädigt und wenn dort irgendwo auf einen trifft, der zwischen den Zäunen langwandert, dann wird die Fahrt wohl zäh. Nach zwei Stunden sind wir wieder auf der Teerstrasse bei Dutlwe und cruisen weiter Richtung Kang. Allerdings ist der Spaß nach 50 Km vorbei, ein schlagendes Geräusch kündigt einen Platten an. An sich kein Problem, aber was sich die Toyota Ingenieure bei der Auswahl des Wagenhebers gedacht haben, muß ich nicht verstehen. Wir bauen einen kunstvollen Turm aus Unterlegholz und den Abdeckungen der Werkzeugfächer und bekommen nach einigem Basteln das Auto 5mm höher als der Durchmesser des neuen Reifens ist. Im anderem Gelände müßte man den Witwenmacher ( High Jack ) einsetzten, sonst bastelt man sich einen Wolf.

Nach einer halben Stunde geht es dann doch weiter und wir checken im Ultra Stop ein. Nach dem wir vollgetankt haben, fahren wir noch mal ins Dorf, um den Reifen flicken zu lassen.


Das Tauchbad in der kleinen Werkstadt zeigt allerdings, dass die Karkasse hin ist. Das Ding hat eine große Beule, also leider irreperabel. Der Mechaniker spricht zwar nicht viel Englisch, mach sich aber mit mir auf den Weg zum gegenüberliegenden Händler. Die Größe gibt es hier aber nicht, also weiter. Fünf Händler und Hütten später ist klar, das wird nichts. Alle wundern sich über die unübliche Größe und müssen passen. Ich zahle trotzdem gern 20 Pula Wegegeld und wir fahren zurück zum Ultra Stop zum Beratschlagen. Der Plan ist, morgen nach Ghanzi zu fahren, einen Reifen zu kaufen und dann evtl wieder zurück Richtung Hukuntsi. Dort entweder wild campen oder, wenn es gut läuft unsere Reservierung am Mabua Gate noch wahrzunehmen. Die Anlage liegt direkt hinter der Tankstelle, ist klein, aber gepflegt. Jeder Stellplatz hat seine eigenes WC und Dusche.

Unser Fleisch grillen wir noch als Wegzehrung weg.

Der Pool selbst unseren Jungs zu kalt, aber immerhin eine Abwechslung.

Wir essen noch ganz gut im Restaurant und gehen dann ins Bett. Der Strassenverkehr nimmt ja Nachts rapide ab, aber die ganze Nacht stehen LKW mit laufendem Motor an der Tanke.
KM 330
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18 Sep 2019 22:50 #568172
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Hallo Marc,

mit Spannung verfolge ich deinen Bericht - war ich doch selbst diesen April im KD1, KD2, KD12, Mabua und CKGR.

Das mit dem Reifen ist natürlich ärgerlich.

Viele Grüße
Axel
Letzte Änderung: 18 Sep 2019 22:56 von aos.
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19 Sep 2019 22:46 #568270
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Die Nacht war laut und unruhig und am Morgen setzt dann der LKW Verkehr wieder ein.
Also, auf nach Ghanzi. Wir sind gegen 9.30 Uhr da und fragen erwartungsvoll beim großen und gut ausgestatteten Reifenhändler nach. Aber auch dort wundert man sich über das Format. In Bot würden alle Reifen in R16 fahren, unserer hat aber R17. Sie telefonieren erst alle Händler in Ghanzi und Umgebung durch und werden nach vielen Telefonaten in Maun fündig. Zwar ein anderer Hersteller, aber gleicher Umfang. Den könnten Sie mit dem Bus ranschaffen lassen, dann wäre er nach 15.00 Uhr da. Dann hat die Werkstatt zu, aber es würde sich schon jemand zum Montieren finden. Oder wir fahren jetzt, ca 10.30 Uhr, unter Auslassung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen nach Maun, schaffen es vielleicht vor 13.00 Uhr nach Maun und können evtl den Reifen noch montieren lassen. Schließlich ist Samstag und dann Wochenende. Super nett und hilfsbereit, aber es hilft ja nichts. Tja, jetzt ist guter Rat teuer. Selbst wenn der Reifen da ist, kommen wir heute nirgendwo mehr hin. Und wenn der Reifen nicht passt, nicht im Bus ist oder die Werkstatt geschlossen hat, sitzen wir hier am Wochenende fest. Ich rufe bei Bushlore an. Die Lösung: Wenn wir ohnehin nach Maun fahren, sollen wir das dortige Büro anrufen, die hätten einen Reifen für uns. Also nehme ich Abschied von meinen KTP Plänen und wir richten uns mental auf ein paar Tage im Delta ein. Schade, aber ein zu verschmerzendes Opfer. Wir wollten ja ohnehin ohne Plan drauflosfahren.
Wir machen noch ein kleines Frühstück und gondeln dann nach Maun. Dort sind wir um kurz nach 13.00 Uhr. Es wäre also tatsächlich eine enge Kiste geworden. Kurz nach unserem Anruf erscheinen zwei Mitarbeiten von Bushlore und tauschen unseren Reifen gegen ihren. Da mittlerweile alle Büros geschlossen haben, checken wir wieder in der Island Safari Lodge ein und werden morgen auf gut Glück zum Kaziikini Community Camp fahren.
Die Stellpätze sind dicht zusammen und staubig, aber außer uns ist nur ein weiterer Platz belegt.

Pool und Sanitäranlagen sind in Ordnung. Also Wasch- und Relaxtag.

Der Fluß ist trocken und es trotten nur ein paar Rinder über den ehemaligen Grund. Ein paar Muschelschalen deuten darauf hin, dass es auch anders sein könnte.

Wir essen mit einigen anderen Gästen im Restaurant und werden dort sehr aufmerksam und freundlich betreut. Die Campmanagerin erkundigt sich bei allen Gästen ausführlich nach Plänen und preist die Leistungen des Camps an. Auf meine Nachfrage erklärt sie, dass das Camp auf Grund der Dürre viele Stornierungen hat und es gerade nicht so viel zu tun gäbe.
In der Stadt gegenüber ist eine Party aber trotz des Lärms schlafen wir gut ein. Nachts wache ich durch Stimmen auf, aber es sind nur die Wachleute, die genau zwischen den beiden Gästefahrzeugen ein kleines Feuer entfacht haben und sich dort unterhalten. Na ja, dann sind sie wenigstens präsent.
Km 557
@ Axel Sorry, ab jetzt ist Dein Bericht für mich spanndern als anders herum. Der KTP / KAA steht jetzt wieder oben auf der Reiseliste
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