THEMA: Botswana für Kurzentschlossene Januar 2022
12 Feb 2022 17:40 #636973
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Ein Reisebericht mit Vorgeschichte
Vorgeschichte:
Nach zwei coronabedingt ausgefallenen Afrika Sommerreisen läuft der Wildearth live drive jeden Morgen und die Djuma- und Chobewebcams im Dauerbetrieb.
Trotzdem oder deswegen wird die Sehnsucht immer größer. Als einzige Option dem zu begegnen boten sich die Weihnachtsferien 2021/22 an. Eigentlich nicht unsere Zeit und mit 14 Tagen etwas kurz, aber besser als nichts. Die Umfrage bei der Familie ergab allerdings: Afrika gern, aber nicht über Weihnachten. Damit lag das nächste Fenster erst im Sommer 2022. Ein bißchen weit weg und mit Corona auch nichts, was man jetzt schon planen und sich darauf freuen kann. Überraschender Weise sagte aber mein Vater sofort zu, kurzfristig zu fliegen. Südafrika, kenia- und tansaniaerfahren und auch mit dem Afrikavirus infiziert. Das war eine tolle Option, verschob allerdingt den üblichen Reiseplan von“ so einsam wie möglich „ auf „ keine unnötigen Risiken“. Außerdem schied damit das übliche Dachzelt aus. Sich da mit 81 reinzufalten und nächtlichen Zwängen nachzugeben ist schließlich nicht urlaubsgemäß.
Als Reiseziel war Botswana gesetzt, mit einer Rundfahrt über JNB-Khama-Boteti-Maun-Nxai-Kasane-JNB. Wenn man die viele Fahrerei als erweiterten Game- oder Landdrive versteht, ist es auch egal ob man stundenlang durch den Busch oder über Land fährt.
Bushlore hat nicht das richtige Fahrzeug im Programm, also habe ich via Camperbörse einen Hilux Trax gebucht, der ein seitlich ausklappbares Bett hat und Dank Aufstelldach eine gute Stehhöhe innen.
Die Bewertungen von Britz als Vermieter sind ja durchaus durchwachsen. Allerdings habe ich keine andere Alternative gefunden und letztlich hatten wir mit den Bushlore Autos auch immer technische Probleme. Also Anfang November zwei Flüge FRA-JNB und das Auto für Anfang Dezember gebucht.
Eine Emailabfrage der Zielcamps ergab, dass es überall genug freie Plätze gab. Außerdem war auch noch unklar, wie meinem Vater das Campen bekommt, da er sonst in Lodgen oder Gästehäusern wohnt. Daher wollte ich so wenig wie möglich vorbuchen und flexibel bleiben auch um eventuell von Campen auf Gästehäuser umzubuchen..
Eine Woche vor Abflug Anfang Dezember kam in den Nachrichten die Kombination „neue Variante“ und Südafrika in einem Satz vor und damit war klar: das wird nichts. Hinfliegen geht ja aber nach der Rückkehr 14 Tage in einem Flughafenhotel zu sitzen ist es dann doch nicht Wert. Mit großer Enttäuschung alles wieder (fast) kostenfrei storniert. Einen Monat später, Anfang Januar 2022 war die Variante dann so verbreitet, dass Südafrika und Botswana nur noch Hochrisikogebiet waren, also keine Quarantäne noch Rückkehr. Innerhalb von zwei Wochen alles wieder neu gebucht und los., Abflug in 14 Tagen. Hinzittern, Abwägen, Planen, PCR Testergebnis abwarten und dann ging es tatsächlich Mitte Januar los…
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13 Feb 2022 07:12 #637021
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Guten Morgen, MarcS,
Außerdem schied damit das übliche Dachzelt aus. Sich da mit 81 reinzufalten und nächtlichen Zwängen nachzugeben ist schließlich nicht urlaubsgemäß.
…..ist aber machbar :( B)
Ich freue mich auf ein virtuelles Wiedersehen mit Botswana in Deinem RB!
Erwartungsvoll grüßen die Oldies
C(81)uF(70) :whistle:
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Letzte Änderung: 13 Feb 2022 07:14 von CuF.
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13 Feb 2022 09:03 #637030
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MarcS schrieb:
Außerdem schied damit das übliche Dachzelt aus. Sich da mit 81 reinzufalten und nächtlichen Zwängen nachzugeben ist schließlich nicht urlaubsgemäß.

Moin Marc,

auch wenn wir noch nicht ganz in dem Alter sind sind, der Gedanke war auch für Claudia ausschlaggebend, wobei wir uns dann doch für einen Bushcamper entschieden haben. Wenn wir in Eurem Alter noch so'n Quatsch machen können, werde ich sehr zufrieden sein! :woohoo:

Bin gespannt, wie es weiter geht!

Herzliche Grüße
Martin
Letzte Änderung: 13 Feb 2022 09:28 von TinuHH.
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13 Feb 2022 16:45 #637106
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18.01.
Der Flug FRA-JNB ist unspektakulär bis auf den Start. Aufgrund der schlechten Runway rappelt die Maschine so stark, dass etliche Plastik-Verkleidungen aufspringen. Das sorgt nicht gerade für Vertrauen, aber am Ende fliegt sie doch ganz gut. Die Maschine ist vielleicht zu 1/3 gefüllt, über Nacht hat fast jeder eine Reihe für sich. Nachteil an den Economy XL Sitzen der 747/8 : die feststehende Sitzlehne. So kann man sich leider nicht über die ganze Reihe legen. Nach der Landung muß vor den Customs der PCR Test und das Health Entry Formular gezeigt bzw abgegeben werden. Temperaturkontrolle, Stempel in den Paß, das Gepäck ist auch schon da, nach 25 Minuten stehen wir in der Halle. Leider ist der Abholer von Britz nicht da, taucht aber nach einem kurzen Telefonat auf. Er war am falschen Schalter. Da so wenig los ist, sind sie wohl außer Übung… Es hat 13° und regnet. Willkommen in Afrika.
Bei Britz erwartet man uns und hat den Camper in einer Halle aufgebaut um die Übergabe zu machen. Die Mitarbeiter gut aufgestellt, freundlich, machen eine ausführliche Einweisung und geben sich alle Mühe. Lediglich mein Wunsch die Straßenbereifung auf der Hinterachse gegen AT Reifen zu tauschen sorgt für ein paar Diskussionen und 45 Minuten Verzug.





Wir können den Inhalt unserer zwei Taschen komplett in den Staufächern verstauen und haben noch ausreichend Platz für Einkäufe.





Heute geht es noch nach Lephalelane, die 3 Stunden gehen nach dem Nachtflug ganz gut. Damit ist es morgen dann nur 1h zur Grenze. Einkaufen wollen wir komplett in Bots, heute fahren wir nur zum nahegelegenen Spar für ein paar Sandwich, Wasser und Feierabendbier.
Um 17:20 kommen wir bei 30° im NGWENYA Hotel an und beziehen unsere netten und sauberen Zimmer. Auch der Rest der Anlage ist gepflegt und SA gemäß doppelt und dreifach gesichert.
Abends gibt es noch ein Steak im Restaurant und langsam kommen wir an.



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13 Feb 2022 16:58 #637112
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19.01. Die ersten großen Unterschiede zu unserer üblichen Reisezeit Ende August: Es ist bis 19:30 Uhr hell. Und es ist warm. Nach dem Frühstück geht’s um 7.00 bei 23° Richtung Grenze. Nach einer Stunde sind wir da, das LKW Chaos auf SA Seite ist nicht so groß wie befürchtet und die Ausreise braucht nur ein paar Minuten. Auf der Bots Seite müssen wir die PCR Tests zeigen. Die Kontrolle dauert etwas, die beiden Mitarbeiter sind nicht so richtig motiviert. Das Wort „negativ“ steht aufgrund unterschiedlicher Tests an unterschiedlichen Stellen, das macht es nicht einfacher..
Etwas undurchschaubarer wird es am Schalter für die Road Tax. Es ist nur ein Schalter geöffnet, an dem etwa 15 LKW Fahrer ihre Papiere aufgereiht haben. Der Beamte weißt mich barsch an, mich in die Schlange zu stellen, er würde mich aufrufen. Das erscheint mir nicht logisch, ich habe ja nichts zu verzollen. Draußen frage ich einen anderen SA-Touri, wie das Prozedere ist. Es gibt wohl eine (lange ) Schlange für Barzahler und eine ( kürzere) für Kartenzahler. Ok, dann zahle ich die 152,00 Pula mit Karte, obwohl ich genug Bargeld habe. Ich frage ihn noch einmal, ob ich richtig bin, wieder ein barsches „ in die Schlange, ich rufe Sie auf“. Er bearbeitet alles Anträge im Schneckentempo und ist sich sichtlich seiner Wichtigkeit bewußt. Als ich dran bin, gähnt er laut, steht auf und geht weg… Kurz bevor ich Schnappatmung bekomme, dreht er sich um und bearbeitet doch meinen Vorgang. Insgesamt hat das fast eine Stunde gedauert. Das erste Mal, dass ein Grenzer mit Vergnügen die Leute so gängelt, aber die LKW Fahrer sind ja noch schlechter dran.
In Palapye machen wir unseren Großeinkauf an der Kreuzung, Tanken und fahren weiter Richtung Khama. Die letzte Station, die ich vorgebucht habe und unser Camping Test.
Um kurz nach 12 sind wir dort. Die letzten Tage waren jeweils nur einzelne Touristen im Park. Das wird von nun an auch bei allen anderen Camps so bleiben. Wir kaufen noch Holz (35 Pula) , da wir in Bot keinen Stand an der Strasse gesehen haben. In SA waren einige, da haben wir es aber noch nicht auf dem Radar gehabt.
Der nächste große Unterschied: Alles ist grün, das Gras steht hoch und man kann außerhalb der Fahrspur kaum etwas erkennen.





Wir beziehen unsere Campsite und sortieren uns noch ein wenig. Ich habe ein Iglo Zelt für mich dabei, so hat jeder sein Schlafzimmer. Dann geht es auf dem Loop runter zur Pan, die wir umrunden.
Es wimmelt vor Tieren und überall stehen dekorativ Nashörner dazwischen. Außerhalb der Pan zu fahren macht keinen Sinn, man sieht wieder nur den Track. Aber die großen Herden machen auch so viel Spaß.









Endlich gibt es den ersten Sundowner umringt von Zebras, Elen und Nashörnern.
Kaum zu toppen. Auch, weil außer uns niemand da ist.





Heute grillen wir das erste und letzte Steak, das Fleisch ist einfach nicht unser Geschmack.
Grundsätzlich ist das Auto gut ausgestattet. Aber wie immer habe ich bei der Übergabe nicht auf meine Checkliste geschaut. Zwar wird die Liste schon seid Jahren weitergeschrieben und verfeinert, hilft aber nur, wenn man sie nutzt. Wir haben keinen Grillrost und keine Grillzange. Und keinen Potje um zu backen. ( Schlauerweise verschenken wir das Mehl erst ein paar Tage später nachdem die Packung sich geöffnet hat, das Mehl sich im Schrank verteilt und schließlich zusammen mit dem Tropfwasser des Hahns einen schmierigen Film gebildet hat, der unzählige Fruchtfliegen anlockt).
Außerdem haben wir statt der Schlafsäcke wie bei Bushlore nur ein großes Laken und eine große Bettdecke. Da die Nächte so warm sind, ist das kein Problem.
Mit einem letzten Bier geht es in eine ruhige und erholsame Nacht.
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14 Feb 2022 18:10 #637258
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  • Makra am 14 Feb 2022 18:10
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Das Auto sieht ja noch recht neu aus ?
Liebe Grüße
Makra
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