THEMA: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
01 Feb 2017 14:23 #461861
  • CuF
  • CuFs Avatar
  • Beiträge: 2884
  • Dank erhalten: 4581
  • CuF am 01 Feb 2017 14:23
  • CuFs Avatar
Schubbs, schubbs....
CuF
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Birgit und Werner
01 Feb 2017 18:31 #461901
  • Birgit und Werner
  • Birgit und Werners Avatar
  • Beiträge: 185
  • Dank erhalten: 952
  • Birgit und Werner am 01 Feb 2017 18:31
  • Birgit und Werners Avatar
CuF schrieb:
Schubbs, schubbs....
CuF

Jaahaa, ich weiß es ja! :blush: :(
I'll do my very best - aber vermutlich erst am Wochenende.
Ich bin seit Jahresanfang wieder unter die geldverdienende Bevölkerung gegangen - die nächste Namibiareise will schließlich bezahlt werden. Daher komm ich ein wenig ins Schleudern mit allen anderen moralischen Verpflichtungen. Seid gnädig mit mir, ich denke jeden Tag an die nächste Fortsetzung... Kurz vor dem Einschlafen :P .

Auf bald! Birgit
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten:
(Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): www.naturbild.de/reiseberichte.htm


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Champagner, KarstenB, CuF
04 Feb 2017 20:27 #462466
  • Birgit und Werner
  • Birgit und Werners Avatar
  • Beiträge: 185
  • Dank erhalten: 952
  • Birgit und Werner am 01 Feb 2017 18:31
  • Birgit und Werners Avatar
23. Tag: Cape Cross - Robbenkolonie

Vielen ist die Robbenkolonie von Cape Cross als Sehenswürdigkeit bekannt.



"Das Robbenreservat (Arctocephalus pusillus pusillus) ist eines der größten und vor allem für Besucher zugänglichen Sammelgebiete der Südafrikanischen Seebären – einer Ohrenrobben-Art – am Festland. Sie bilden hier eine Kolonie von bis zu 250.000 Tieren (letzte Zahlen des Ministeriums von 2007), um im Oktober oder November ihre Jungen zu gebären. In dieser Massierung stellen die Robben ein echtes Problem für die Fischerei dar, weil Robben täglich etwa acht Prozent ihres Eigengewichts an Fischen fressen.
Um eine Überpopulation zu verhindern, werden am Kreuzkap jährlich Robben in größerer Zahl gejagt und zu Schuhen und Taschen verarbeitet*. Die Seebärenkolonie haben sich Schabrackenschakale und Hyänen zum Lebensraum gemacht, hier leben sie am Rand der Wüste und ernähren sich von Robbenjungen und Nachgeburten." (wikipedia)

* Ein anderer Bericht erwähnt, dass die Hoden der Bullen für viel Geld nach Asien verkauft werden, wo sie als Potenzmittel begehrt sind.





Auf einem abgezäunten Steg kann man quasi durch die Kolonie laufen, muß dann aber auch die Details ertragen: z.B. auch den Anblick von Unmengen toter Babyrobben, an denen sich die Möwen sattfressen oder die einfach so vor sich hin gammeln. Diese Bilddetails ersparen wir euch...




Zusätzlich: ein ohrenbetäubender Lärm von rufenden Robbenkühen und ihren Heulern, die sich in dem Getümmel an ihrem individuellen Ruf erkennen sollen - wobei oft genug die verzweifelten Kleinen bei Fehlversuchen rigoros von potentiellen Leihmüttern weggebissen werden. Hinzu kommt: der mörderische fischig-tranige Gestank!



Aber natürlich bekommt man - wenn man es schafft, in diesem Wirrwar ein Motiv auszuwählen, gute Gelegenheiten für Robbenportraits.



Hier sind sie:




















Zusätzlich interessieren wir uns natürlich auch dafür, unsere Birdlist zu ergänzen - unter anderem um die europäischen Wintergäste in der südlichen Hemisphäre:

Dominikanermöwe (Kelp Gull), imm.


Steinwälzer (Ruddy Turnstone):





Alles in allem bleibt Cape Cross ein eindrucksvolles Ereignis, auch wenn es eine Weile dauert, den Gestank aus den Haaren und Klamotten loszuwerden. Wer zarter besaitet ist, sollte jedoch eher mit der deutlich kleineren Robbenkolonie bei Walvis Bay vorlieb nehmen, die von den Bootstouren in der Lagune von Walvis Bay angesteuert wird. Und natürlich gibt es diese Baby-Dichte nur in den Wintermonaten...



Tag 23 - Teil 2.
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten:
(Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): www.naturbild.de/reiseberichte.htm


Letzte Änderung: 04 Feb 2017 20:55 von Birgit und Werner.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Eulenmuckel, lilytrotter, Topobär, fotomatte, Champagner, speed66, KarstenB, Logi, Daxiang, Gromi und weitere 5
04 Feb 2017 20:54 #462469
  • Birgit und Werner
  • Birgit und Werners Avatar
  • Beiträge: 185
  • Dank erhalten: 952
  • Birgit und Werner am 01 Feb 2017 18:31
  • Birgit und Werners Avatar
23. Tag: Cape Cross - Walvis Bay

Die 160 km von der Robbenkolonie bis nach Walvis Bay, wo wir die nächsten Tage verbringen werden, ziehen sich.
Die "saltpaved road" ist gut in Schuss, aber es sind halt noch immer ca. 2 Fahrstunden bis zum Ziel, nach einem langen Tag...



Für Freude sorgt bei uns, dass die ersten richtigen Namib-Dünen zwischen Swakopsmund und Walvis Bay vom Abendlicht beleuchtet sind - ein für die nächsten diesigen Tage einmaliges Ereignis... :side:









Und dann kommen wir kurz vor Sonnenuntergang bei der "Buschtrommel" an. Wir liegen jetzt - eine Woche nach Sylvester - schon ein wenig außerhalb der High-Season, in der sich ganz Südafrika an dieser Küste zum Angeln einquartiert. Es war dann gar nicht soooo schwierig, hier eine Unterkunft zu bekommen.
www.buschtrommel-tou...om/uebernachtung.htm

Ihr erinnert euch? Heute war mein 50. Geburtstag. Und den beenden wir natürlich mit einem gepflegten Essen im berühmten "The Raft"... theraftrestaurant.com/

Aber wir sind zu müde, um von der Promenade aus noch ein stimmungsvolles Bild im letzten Abendlicht zu machen...

Ende Tag 23.
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten:
(Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): www.naturbild.de/reiseberichte.htm


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Eulenmuckel, lilytrotter, Topobär, Champagner, speed66, KarstenB, Logi, Sorimuc, Daxiang, UDi und weitere 5
10 Feb 2017 18:43 #463274
  • Birgit und Werner
  • Birgit und Werners Avatar
  • Beiträge: 185
  • Dank erhalten: 952
  • Birgit und Werner am 01 Feb 2017 18:31
  • Birgit und Werners Avatar
24. Tag: Birding rund um Walvis-Bay

Wir lassen es heute etwas ruhiger angehen bei einem Frühstück im Garten der "Buschtrommel"...


Aber natürlich freuen wir uns als Birder auch auf die zu erwartenden Limikolen und die Ergänzungen unserer Vogelliste.
Also erstmal zur Lagune, angefangen bei der Promenade in der Nähe des "Raft". Ein Blick aus der Vogelperspektive zur Orientierung:



Jeder Reisende wird natürlich diese Gesellen bewundern, die sich zu Abertausenden in der Lagune rumtreiben:











Und auch dieser komische Vogel ist den meisten Menschen bekannt:





Aber wir sind natürlich scharf auf die Millionen von Watvögel, die jetzt im Januar hier aus dem nordischen Winter Quartier beziehen - aus diesem Grund sind wir hier:

Sichelstrandläufer (Curlew Sandpiper) - und definitiv "unzählige" davon...


Grünschenkel (Common Greenshank)


Und zu diesem hier gibt es noch eine besondere Geschichte:

Weißstirn-Regenpfeifer (White-fronted Plover)


Während Werner mit den Flamingos beschäftigt ist, beobachte ich nahe der Uferpromenade ein kleines "Drama":
Ein Regenpfeifer-Küken hatte sich mit dem Bein an einer langen Feder vertüddelt, die er nun hinter sich herzog und dabei immer wieder auf den Schnabel fiel. Ein jämmerlicher Anblick!


(Dies ist natürlich ein "Nachher-Bild", wir sind ja keine Paparazzi! - Aber die Feder am Bein hatte mindestens die Größe der hier hinter dem Kleinen liegenden... "Wenn he bloss nich weer mit de Been in Tüddel kummt")

Also flugs meine Rettungsmütze aufgesetzt, den Kleinen gegriffen und mit zartesten Fingern die Fesseln gelöst... Das war wirklich eine ziemliche Fummelei...



Ende gut - alles gut: der Kleine schlüpft unter die Fittiche eines Elternteils, das schon aufgeregt auf ihn gewartet hat:



Ein weiterer - lokal ganzjähriger - Vertreter der Gattung "Charadrius":

Dreibandregenpfeifer (Three-banded Plover)


Und ein ziemlich bräunlich wirkender Kiebitzregenpfeifer (Grey Plover) im wohl abgetragenen Schlichtkleid:


Der Säbelschnäbler findet sich wohl ziemlich an allen Küsten der Welt:




Wir haben heute einen Mittagsschlaf nötig, vorher gibt es noch einen Hamburger. Und wir müssen Werners Hut auslösen, den wir gestern im "Raft" haben liegen lassen - geht GAR nicht ohne!

Also: kleine Pause, dann geht es weiter...

Tag 24 - Teil 1.
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten:
(Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): www.naturbild.de/reiseberichte.htm


Letzte Änderung: 10 Feb 2017 20:44 von Birgit und Werner. Begründung: Dreibandregenpfeifer getauscht
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Eulenmuckel, lilytrotter, fotomatte, speed66, KarstenB, Logi, Daxiang, Gromi, CuF, AnjaundStephan und weitere 2
10 Feb 2017 20:24 #463292
  • Birgit und Werner
  • Birgit und Werners Avatar
  • Beiträge: 185
  • Dank erhalten: 952
  • Birgit und Werner am 01 Feb 2017 18:31
  • Birgit und Werners Avatar
24. Tag, Nachmittag: Walvis Bay - Salinen und Vogelparadies

Nach der Mittagspause versuchen wir, das "Bird Sanctuary" (kurz hinter der Zufahrt zur C14) zu erschließen.





Hier noch ein Eindruck aus der Vogelperspektive:


Wir finden wohl noch nicht den perfekten Zuweg und stapfen ein wenig desorientiert durch die Dünen. Aber mindestens eine spannende Beobachtungen gibt es dann doch...

Afrikanische Ruderente (Maccoa Duck)


Weiter geht es in das weitläufige Gebiet der Salinen:







Wer sich ein genaueres Bild dieser Salzindustrie machen will, bekommt es in diesem Werbevideo:

oder auf der Homepage der Walvis Bay Salt Holdings (Pty) Ltd: www.wbsalt.co.za/

Hier in den Salztümpeln und Gräben findet sich so manches, was unser Herz erfreut! Unter anderem ein Odinshühnchen (Red-necked Phalarope) - leider ohne Foto.

Auffällig sind die riesigen Pulks an Schwarzhalstauchern (Black-necked Grebe):







Wunderschöne Färbungen in den Gräben erfreuen und zum Abschluss des Tages:





Wir sind heute aber von den eindrucksvollen, aber anstrengenden Vortagen noch ziemlich kaputt. Wir beschließen, dass es für heute reicht. Im "Anchors" am Yachthafen gibt es eine Seafood-Pfanne und einen heißen Tee für mich - und ein Bier für Werner.



Ende Tag 24.
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
Weitere ornithologische Reiseberichte aus längst vergangenen Zeiten:
(Kuwait, Ägypten, Marokko, Türkei und Ural): www.naturbild.de/reiseberichte.htm


Letzte Änderung: 10 Feb 2017 20:29 von Birgit und Werner.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Eulenmuckel, lilytrotter, Topobär, fotomatte, speed66, KarstenB, Logi, Daxiang, Gromi, CuF und weitere 4