SA NO 2017/18 – "Where rivers and countries meet"

Reisebericht 102 Antworten · 25,3k Aufrufe · gestartet 17. Juli 2018 von @Zugvogel
4'382 Beiträge · seit 201522. Juli 2018 ·
Liebe Zugvögel,
hier
Dieser Elefantenbulle zeigt sich zwar sehr friedlich und macht keine Anstalten, uns zu bedrohnen.
Hier hättet Ihr wohl gerne ein solches Flugobjekt gehabt, oder?? 🤩
Danke für den Bericht und viele Grüße Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter547 Beiträge · seit 201422. Juli 2018 ·
CuF schrieb:Liebe Zugvögel,
hier
Dieser Elefantenbulle zeigt sich zwar sehr friedlich und macht keine Anstalten, uns zu bedrohnen.
Hier hättet Ihr wohl gerne ein solches Flugobjekt gehabt, oder?? 🤩
Danke für den Bericht und viele Grüße Friederike
Liebe Friederike

Genau so war es 🤩 Eigentlich wollten wir auf der S140 weiter in Richtung Orpen fahren, haben dann aber umgekehrt 😄 Das ist ja das schöne an der Natur. Sie hat Vortritt und so soll es auch sein!

Der Bericht ist sehr gern geschehen. Wir geniessen es, nochmals in den Erinnerungen zu schwelgen...

Lg Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter547 Beiträge · seit 201425. Juli 2018 ·
Mittwoch, 13. Dezember 2017 – Vorfreude auf den Sweni Wilderness Trail

Krüger Nationalpark, Talamati Bushveld Camp – Sweni Wilderness Camp

Etwas aufgeregt und gespannt auf unseren ersten Wilderness Trail werfen wir in aller Herrgottsfrühe einen Blick aus dem Fenster. Draussen ist es stark bewölkt und es nieselt. Ohne Diskussion ist klar, dass wir uns eine weitere Stunde Schlaf gönnen werden. Immer noch früh morgens räumen wir alle unsere Dinge ins Auto, beschliessen aber vorläufig das weitere Wetter abzuwarten, weil morgens um 5.30 Uhr gerade ein heftiges Gewitter inklusive Blitz und Donner durchzieht! 😈 Um halb sieben ist es dann soweit trocken, dass wir uns auf den Weg in Richtung Satara machen .


Talamati Gate nach dem Regen

Unsere zwei Nächte im Talamati Camp haben uns wahnsinnig gefallen. Wir würden jederzeit wieder hierherkommen. Das Camp besticht durch viel Ruhe, zwei unterschiedliche Bird Hides sowie gute Tiersichtungen in der näheren Umgebung. Unsere heutige Route führt uns über die S145, S36 und S126 nach Satara.

Unsere erste Southern Ground Hornbill-Sichtung ist eine Besondere! Der Hornrabe geniesst ein ausgiebiges Bad im Baum 🤩






Schönheitspflege im vom Regen noch nassen Blätterdach

Auf der Sweni Road sind wiederum viele Tiere unterwegs und zum ersten Mal auf dieser Reise begegnet uns eine Tüpfelhyäne, welche die Strasse vor uns quert. Diese Tiere lösen eine ausserordentliche Faszination bei uns aus. Während Dani sie als "wüste" Viecher bezeichnet bin ich ein Fan ihrer hohen Intelligenz und kann kaum genug davon bekommen, ihrem Tun zuzuschauen. Schon bald verschwindet die Hyäne im nächsten Busch.


Black-bellied Bustard / Schwarzbauchtrappe

Als wir in Satara eintreffen beginnt es wieder zu regnen. Wir checken für den Wilderness Trail ein, machen den gut sortierten Shop unsicher und entscheiden uns, in der Tindlovu Bush Kitchen Mittag zu essen. Es ist zwar erst 11 Uhr, aber der Magen knurrt 😊 . Es gibt leckeren Potje of the Day (Chicken) für Dani und nach vielen "das haben wir nicht" Roosterkoek mit Chicken & Mayo für mich.

Gegen 13 Uhr lässt der Regen nach und der Himmel lichtet sich. Da der Treffpunkt für den Trail erst um 15 Uhr ist, entscheiden wir uns für einen kurzen Game Drive zur berühmt berüchtigten S100. Diese bietet uns allerlei gute Sichtungen: das erste Hippo dieser Reise, ein African Fish Eagle in der Wiese an einem Kadaver und viele Wasserböcke. Wir kommen nur langsam voran und geniessen die regenfreie Zeit.


Crested Barbet / Haubenbartvogel

Dieser Glanzstar geniesst ein ausgiebiges Bad in einer Pfütze auf der Pad!


Burchell's Starling? / Riesenglanzstar?


Blacksmith Lapwing / Waffenkiebitz

Immer wieder haben wir einen schönen Blick auf das Flussbett. Zeitlich reicht es uns nicht, die ganze S100 abzufahren. Auf dem Rückweg entdecken wir wenig nördlich von Satara einen Hyänenbau mit zwei süssen Jungtieren.


Hyänenbabies - süsser geht kaum 🙂



Bald starten wir mit dem wunderbaren Sweni Trail...
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zuletzt bearbeitet 25. Juli 2018
5'057 Beiträge · seit 201427. Juli 2018 ·
Hallo Stefanie & Dani,

ich bin auch noch schnell zugestiegen. Euer Reisebericht mit den tollen Fotos und viel Federvieh macht Lust auf mehr!

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
Themenstarter547 Beiträge · seit 201406. Aug. 2018 ·
Daxiang schrieb:Hallo Stefanie & Dani,

ich bin auch noch schnell zugestiegen. Euer Reisebericht mit den tollen Fotos und viel Federvieh macht Lust auf mehr!

LG Konni
Liebe Konni

Nachdem ich viele eurer tollen Reiseberichte und Fotos genossen habe ehrt mich dein Interesse umso mehr.

Heute geht es endlich weiter 😁
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201406. Aug. 2018 ·
Weiter gehts auf den Sweni Wilderness Trail... 🤩

Als wir uns letzten Sommer für einen Südafrikaurlaub inklusive Krüger entschieden hatten war für mich sofort klar, dass wir als begeisterte Wanderer und Naturliebhaber an einem Wilderness Trail teilnehmen sollten. Aufgrund der Vorweihnachtszeit sowie unserer Routenplanung kam nur ein Trail in der Umgebung von Satara in Frage. Nach längerem abwägen und einigem 'googeln' gaben wir dem Sweni Trail gegenüber dem 'neueren' Mathikithi Wilderness Trail den Vorzug.

Kurz nach drei Uhr treffen wir in Satara auf die weiteren Gruppenteilnehmer des Sweni Trails sowie die beiden Guides Rulani und Obert. Beziehungsweise zuerst stehen da nur der nette Südafrikaner Dion und wir. Wir kommen schnell ins Gespräch und finden uns gleich sehr sympathisch. Fasziniert beobachten wir einen grossen Nilwaran, welcher sich uns furchtlos nähert und hinter dem nächsten Gebüsch verschwindet.

Es vergeht einige Zeit, bis ein weiteres Paar aus Ostkanada mit grosser Verspätung eintrifft. Doch auch nach einer halben Stunde sind wir noch nicht vollzählig. Gemäss unseren Guides sollten noch zwei weitere Personen mit uns auf den Trail kommen. Das Paar aus Westkanada trifft dann vor vier Uhr völlig aufgelöst auch noch auf. Sie haben die Strecke in den Krüger Nationalpark massiv unterschätzt und sind heute Morgen aus Johannesburg angefahren 😐 Trotz leichten Unstimmigkeiten wegen der anfänglichen Verspätung stellt sich unsere Wandertruppe später als ziemlich cool heraus. Besonders mit dem Südafrikaner Dion schliessen wir schnell Freundschaft und werden in den nächsten Tagen noch viele interessante Gespräche führen und die eine oder andere Flasche Wein leeren 😉



Schnell unterschreiben wir noch ein weiteres 'Indemity Form' und schon ist unser Gepäck im SanParks Landcruiser verstaut. Die Fahrt ins Sweni Wilderness Camp dauert eine gute Stunde und wird gleich als Game Drive gestaltet. Eine besondere Sichtung sind zwei Milchuhus auf einem Baum. Leider sind sie weit weg und gut versteckt. Trotzdem freut uns die Sichtung dieser grossen Eulen mit ihren rosafarbenen Augenliedern sehr.


Fahrt zum Sweni Wilderness Camp - grünes Flussbett


Erstaunlich, wie schnell die Landschaft von grün ins Braune wechselt!

Wir treffen auch auf Schakale, Giraffen, Zebras, Gnus und Impalas und erfreuen uns an diesen alltäglichen Sichtungen. Die Freude und Begeisterung unserer kanadischer Mitreisenden, welche alle zum ersten Mal überhaupt in Afrika sind ist so richtig ansteckend 🤪

Im Camp werden wir herzlich von der Köchin begrüsst. Wir dürfen unsere Hütte beziehen und werden am Lagerfeuer in die Campregeln und das Verhalten auf den Wanderungen eingeführt. Die sonst für jeden Spass zu habenden Ranger werden nun sehr ernst. Auf dem Trail herrschen genaue Regeln, an die sich jeder zu halten hat. Wir schätzen die klare Kommunikation bezüglich Ablauf der nächsten Tage. Später gibt es wahnsinnig leckeren Chicken Stew mit Gemüse, Salat und Reis. Es ist schön, nicht selber kochen zu müssen. Wir sitzen noch einige Zeit zusammen am knisternden Feuer und lauschen der Afrikanischen Nacht. Ganz in der Nähe tönt der Ruf einer African Scops Owl. Wir finden sie in der Dunkelheit nicht. Rhulani verspricht uns jedoch, sie morgen zu suchen. Nach und nach verschwinden unsere Gruppenmitglieder in ihren Hütten. Diejenige Person, welche zuletzt zu Bett geht hat die verantwortungsvolle Aufgabe, das Feuer mit einer grossen Blechtonne abzudecken. Ein Brand wäre in dieser Abgeschiedenheit verheerend.
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zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2018
Themenstarter547 Beiträge · seit 201407. Aug. 2018 ·
Donnerstag, 14. Dezember 2017 – Im Gänsemarsch durch den Krüger

Krüger Nationalpark, Sweni Wilderness Camp

Nach einer ruhigen Nacht bei angenehmen 20°C werden wir um 4 Uhr in der Früh von unseren Guides mit einem freundlichen 'Good Morning' aus dem Tiefschlaf geholt. Vor der Hütte wartet bereits ein Becken gefüllt mit heissem Wasser. Nach einer kurzen 'Katzenwäsche' gibt’s in der Boma heissen Tee und Kaffee sowie Rusks. Die Morgenstimmung am campeigenen Wasserloch ist fantastisch! Nur die African Scops Owl versteckt sich weiterhin vor uns…

Ausgerüstet mit Proviant und Wasser geht es mit dem Landcruiser dem trockenen Sweni River entlang. Ein Raubadler posiert für uns im schönen Morgenlicht.


Raubadler / Tawny Eagle

Gefühlt irgendwo im Nirgendwo stellen wir den Wagen ab und folgen in Einerreihe den beiden Guides. Alle zwanzig Minuten und gemäss Guides 'you have to follow your inner clock' stellt sich der vorderste der Reihe wieder hinten an. Geredet wird während dem Gehen nicht. Mit klopfen, schnippen oder schnalzen macht man die Guides darauf aufmerksam, dass man etwas fragen möchte. Dann wird gemeinsam angehalten und diskutiert. Einer der beiden Guides kontrolliert laufend die Umgebung und scannt den Horizont. Der andere steht jeweils für Erklärungen zur Verfügung.


Eindrückliche Landschaft auf dem Sweni Trail


Keine (grossen) Tiere in Sicht


Das Sweni Flussbett

Es sind die kleinen Dinge, die auf einem Wilderness Trail mehr Beachtung bekommen. Spuren und Hinterlassenschaften unterschiedlichster Tiere werden angeschaut und auch mal geschmacklich ausprobiert. Wir sind mehr als vier Stunden unterwegs, langweilig wird es dabei nie. Meine Highlights sind eine riesige Baboon Spider (Tarantula), eine Kolonie 'Army Ants' (auch Wanderameisen oder Heeresameisen genannt) sowie je ein Fischadler und Bateleur.




Wasserböcke in Fluchtdistanz


Ach, wie schön...

Die Tiere sind deutlich nervöser, wenn man zu Fuss unterwegs ist, im Vergleich zum Auto und die Fluchtdistanz ist relativ gross. Es gelingt uns jedoch, Impalas, Gnus, Zebras und Wasserböcke aus näherer Distanz zu beobachten.

Die Panterschildkröten kriechen uns hingegen förmlich vor die Füsse.


Panterschildkröte / Leopard Tortoise


Afrika, wie wir es lieben...


Panterschildkröte / Leopard Tortoise

Entlang dem Flussbett des Sweni begegnen wir dem einzigen Mangrovenreiher (Green-backed Heron) dieser Reise. Leider begibt er sich in Abflugposition, sobald wir nahe genug für ein Foto sind.


Unscharf - aber irgendwie trotzdem ein tolles Bild 😊



Während wir früh morgens bei blauem Himmel loslaufen zieht dieser langsam aber sicher zu. Unschön für den Fotografen, angenehm für die anderen von den Temperaturen her. Diese bleiben heute deutlich unter 30°C 😁 .

Zum Abschluss des Morning Walks beobachten wir während längerer Zeit das Kommen und Gehen der farbig glänzenden Dung Beetle in einer Elefanten-Hinterlassenschaft.


'The clean-up crew of the bushveld'







Um halb elf sind wir zurück im Camp und werden von einem leckeren Frühstück erwartet: Bohnen, Rührei, Speck, Würstchen, frisches Brot – es könnte uns nicht besser gehen! Später ist relaxen und duschen angesagt. Auch die wunderschöne Scops Owl haben die Guides mittlerweile in einem Baum im Camp gefunden. Für Fotos hat sie sich jedoch zu gut im Blattwerk versteckt. Ausserdem würdigt sie uns keines Blickes. Auf der Terrasse unseres Häuschens geniessen wir den Blick ins Flussbett mit Sichtungen von Straussen, Wasserböcken und Impalas.

Am späteren Nachmittag machen wir uns auf für einen weiteren Walk inklusive Dickhäuter-Begegnung! Aber dazu mehr in den nächsten Tagen...
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zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2018
4'539 Beiträge · seit 200707. Aug. 2018 ·
Hi Ihr Zugvögel,

einen sehr gut zu lesenden Bericht (ich bin doch eigentlich satt 😉 ) schreibt Ihr da mit sehr, sehr schönen und eindrucksvollen Bildern.
Ich bin ab jetzt sporadisch dabei und freue mich. Ende Oktober geht es bei uns endlich auch wieder für 2 1/2 Wochen in den Krüger.

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
385 Beiträge · seit 201508. Aug. 2018 ·
Hallo Ihr 2!

Ich bin auch noch zugestiegen. Eine ähnliche Tour haben wir 2013 gemacht und nächstes Jahr vielleicht wieder. Daher lese ich sehr gerne mit!
Schöne Grüße Sandra
Themenstarter547 Beiträge · seit 201409. Aug. 2018 ·
Lieber Carsten, liebe Sandra

Es freut uns sehr, dass sich nochmals einige Mitfahrer eingefunden haben! Das mit der Forumsmüdigkeit kennen wir. Auch das hat seine guten Seiten - man hat wieder mehr Zeit für andere Dinge 🤪

Gleich geht es weiter...
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201409. Aug. 2018 ·
Nach dem Nachmittagstee packen wir eine Kühlbox voll mit kalten Getränken und machen uns auf einen weiteren Game Drive gefolgt von einem etwas kürzeren Walk. Es geht in die entgegengesetzte Richtung wie am Morgen. Das Begeisterungslevel unserer Truppe ist weiterhin hoch. Es herrscht gute Laune im offenen Game Drive Fahrzeug 🤪 .

An diesem Nachmittag dürfen wir auch unsere mitgebrachte Wildkamera an einer geeigneten Stelle platzieren. Diese hat uns vergangenes Jahr in der Mabuasehube Region des KTP tolle Eindrücke der nächtlichen Besucher geliefert. Gerne möchten wir sie auch hier im Krüger nutzen. Unsere Guides sind begeistert von der Idee, empfinden das campeigene Wasserloch jedoch als zu wenig frequentiert vom Wild. So springen Dani und Rhulani irgendwo im Nirgendwo auf unserer Nachmittagsausfahrt aus dem Fahrzeug und verschwinden im Busch. Nach ca. zehn Minuten sind sie zurück. Im sonst trockenen Flussbett haben sie eine passende Stelle mit stehendem Wasser gefunden. Ein geeigneter Ort für die Kamera wurde akribisch ausgewählt. Wir sind gespannt, welche Tiere in den nächsten Tagen hier vorbeikommen werden.


Nun ist auch der Guide zufrieden mit der Platzierung der Kamera... 😉

Unser nachmittägliche Walk zeigt sich sichtungstechnisch etwas gehaltsvoller als der Morgen. Ein grosser Nilwaran am gegenüberliegenden Flussufer bildet der Anfang einer Reihe von Sichtungen.


Nilwaran / Nile monitor

Ausserdem begegnen wir vielen Saddle-billed Storks, mehreren Schakalen, den 'gemeinen' Impalas sowie den hier häufigen Wasserböcken. Erneut können wir einen ausgewachsenen Gaukler und später einen Raubadler im Flug beobachten. Die seltene Sichtung einer Goldschnepfe (Greater Painted-Snipe) erfreut uns sehr! Mit der haben wir hier nicht gerechnet.

Wenig später mahnen uns die Guides zu absoluter Ruhe 🤨 . Am anderen Flussufer frisst sich ein einzelner Elefantenbulle genüsslich durchs üppige Grün. Der Adrenalinspiegel geht hoch. Da wir jedoch genügend Abstand halten lässt sich der graue Riese nicht aus der Ruhe bringen. Wir sind überglücklich, diesen Moment erleben zu dürfen. Es ist fantastisch diesen Tieren zu Fuss zu begegnen.



Nach einiger Zeit verschwindet der Dickhäuter im Gebüsch und wir wandern weiter.


Hippo-Schädel

Unsere Guides erzählen uns, dass dieses Hippo (wie viele andere auch) der letzten grossen Dürre 2016 zum Opfer fiel. Tagelang habe sich ein grosses Löwenrudel am Kadaver satt gefressen. Was für ein Highlight muss das für die Gäste des Trails gewesen sein 🤩 .

Für den Sundowner (leider ohne Sonnenuntergang wegen der Bewölkung) fahren wir an einen schönen Dam. Für uns gibt es kaum etwas tolleres, als bei einem kühlen Savanna Krokodile und Wasservögel zu beobachten und die Hippos grunzen zu hören. Die Stimmung ist ausgesprochen friedlich.



Lange nach Sonnenuntergang machen wir uns auf den "Heimweg" ins Camp – sozusagen ein Night Drive. Dank unseren starken Taschenlampen können wir im Dunkeln viele Scrub Hares, Nightjars sowie eine nicht identifizierte Schlange ausmachen. Mit Adleraugen erspähen unsere Guides sogar ein kleines Chamäleon in einem Baum – einer von Danis Wünschen erfüllt sich damit. Hat er doch am ersten Tag bei der Frage nach Wunschsichtungen unter anderem das Chamäleon angegeben. Für Fotos ist es leider zu dunkel. Gerne wünschen wir uns für die restliche Reise mal noch eine Chamäleon-Sichtung bei akzeptablen Lichtverhältnissen…

Zurück im Camp werden wir von einem dampfenden Lamb Stew mit Reis, Gemüse und Salat erwartet. Das Essen ist wie gehabt einfach, aber wahnsinnig lecker. Gemütlich verbringen wir den restlichen Abend mit den Südafrikanern am Feuer, tauschen Geschichten aus und werden uns wieder einmal bewusst, wie privilegiert wir sind. Leider zwingt uns leichter Nieselregen alsbald ins Bett…
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zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2018
839 Beiträge · seit 201409. Aug. 2018 ·
Hallo Stefanie,

wie schön, zu lesen, dass Rhulani immer noch den Sweni Trail begleitet - wir haben ihn dort Ende 2014 kennenlernen dürfen! Sein damaliger Kollege ist mittlerweile bei Punda Maria - ihn haben wir zufällig 2016 im Camp getroffen, bevor die Gruppe losgezogen ist... 😄

Danke Dir, für Deinen Bericht! Da kommen schöne Erinnerungen hoch!!! Und mit eurere Trailgruppe scheint ihr ja auch wirklich großes Glück gehabt zu haben... 😉

Viele Grüße,
Nadja
2015 - 3 wunderbare Wochen im südlichen Namibia; 2016 - Krüger total - unsere Tour von Nord nach Süd; 2016 - KwaZulu-Natal - Ein Urlaub mit Höhen und Tiefen; 2017 - Zu viert durch die Karoo und Kap-Region; 2018 - Let's do it rustic - Kruger NP im April; 2018 - Winter in der Karoo - Frühling am Kap - Herbst 2018; 2018 - Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
Themenstarter547 Beiträge · seit 201419. Aug. 2018 ·
Fortuna77 schrieb:
wie schön, zu lesen, dass Rhulani immer noch den Sweni Trail begleitet - wir haben ihn dort Ende 2014 kennenlernen dürfen! Sein damaliger Kollege ist mittlerweile bei Punda Maria - ihn haben wir zufällig 2016 im Camp getroffen, bevor die Gruppe losgezogen ist... 😄
Liebe Nadia

Ja, Rhulani ist(immer noch beim Sweni Wilderness Trail dabei. Er hat uns erzählt, dass er sich letztes Jahr anscheinend für einen anderen Job umgesehen hat. Er hatte sich sogar bereits als Guide in einer privaten Game Lodge in der Nähe des Krügers beworben, dann aber gemerkt, dass er bei SANParks wohl ganz gute Anstellungsbedingungen hat. Auf den privaten Lodges sei der Lohn sehr tief und man sei enorm auf das Trinkgeld der Gäste angewiesen. Zudem habe ihm die Athmosphäre dort nicht besonders gefallen. Auf alle Fälle wirkte er wieder rechts zufrieden mit seiner Arbeit auf dem Trail... 🙂

Hier (falls es klappt) noch zwei Videos mit kurzen Impressionen zum Sweni Wilderness Trial:

Bei YouTube ansehen ↗



Bei YouTube ansehen ↗



Irgendwie bin ich zum dumm, die Videos in den Beitrag zu laden 😣 Daher nur die Youtube-Links 😗

Bald geht es mit dem Bericht weiter 😎
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zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2018
Themenstarter547 Beiträge · seit 201419. Aug. 2018 ·
Freitag, 15. Dezember 2017 – Per Pedes durch den Krüger
Krüger Nationalpark, Sweni Wilderness Camp

Vom Ablauf her gestaltet sich der heutige Tag wie der gestrige: früh aufstehen, Katzenwäsche vor der Hütte, einmal tief die frische Morgenluft einatmen und im Laufschritt in die Lapa für Kaffee/Tee und Rusks. Unser Landcruiser ist bereit für die Abfahrt und unsere Ranger auch früh morgens gut gelaunt.

Der erste Vertreter der Fauna, welcher uns bereits kurz nach dem Camp begegnet ist ein imposanter Elefantenbulle. Er steht vielleicht 50m vor uns auf der Pad und wirkt im ersten Moment auf uns doch recht entspannt. Wir halten an und beobachten ihn fasziniert. Bei genauem Hinschauen wird klar, dass der Elefantenbulle sich in Musth befindet. An den Schädeldrüsen sind Sekretabsonderungen zu erkennen und seine Hinterbeine sind nass von kontinuierlichen Urinspritzern. Wohlwissend haben unsere Guides dieses Mal den Motor nicht abgestellt. Der Elefant nähert sich uns langsam aber sicher, so richtig entspannt wirkt er nun nicht mehr auf uns. Elefantenbullen produzieren in der Musth 40 bis 60 Mal mehr Testosteron als sonst und gelten als deutlich aggressiver während dieser Zeit 😈 .

Wie die Geschichte weiter geht könnt ihr (falls es mit dem Einfügen klappt) dem Video weiter unten entnehmen (Video zur Verfügung gestellt von einem anderen Trailteilnehmer, Adrian Neculau):

Elefant in Musth ↗



Die Situation wurde von unseren beiden Guides bravourös gemeistert. Selbstfahrern empfehlen wir dieses Vorgehen absolut nicht. Lieber weiter Abstand halten 🤨
Das Veld leuchtet in der Morgensonne und bildet einen wunderbaren Kontrast zum von dunklen Wolken verhangenen Himmel.





Auf der heutigen Wanderung treffen wir diverse Zebras, Gnus, Giraffen und stossen auf Hinterlassenschaften von Löwe, Hyäne, Nashorn, Elefant und Co. Es entwickeln sich interessante Gespräche zur Tier- und Pflanzenwelt und wir lernen immer wieder was Neues. Nun sind wir auch in der Lage, die Gehrichtung und das Geschlecht von Elefanten anhand des Dungs zu bestimmen 🤩 Das nenn ich mal Allgemeinwissen!


Senegalliest / Woodland Kingfisher

Der Woodland Kingfisher mit seinem unverkennbaren Ruf ist uns auf dieser Reise besonders ans Herz gewachsen! Später geniessen wir das mitgebrachte Frühstück im Busch und kehren nach ca. 5 Stunden hungrig zurück ins Camp.

In der Zwischenzeit zeigen sich auch die ersten nennenswerten Besucher auf unserer Kamerafalle am Wasser:


Zwei Sattelstörche / Saddle-billed Stork und ein Hammerkopf / Hamerkop


Nilgänse / Egyptian Geese

Im Camp werden wir wiederum mit einem leckeren Brunch überrascht. Auch heute ist der Himmel stark bewölkt, was das Wandern äusserst angenehm gemacht hat. Beim Gang aufs Klo mache ich Bekanntschaft mit einem grossen Water Monitor. Leider verschwindet er für ein Foto zu schnell im Gebüsch. Das Handy habe ich hier im Krüger selten bei mir...und das ist auch gut so 🙂

Mittlerweile bearbeitet ein einzelner Elefant genüsslich das Schilf am campeigenen Wasserloch.



Wir könnten ihm stundenlang zuschauen…



Auch die Gnus, Buschböcke und Warzenschweine am Wasserloch bieten gute Unterhaltung. Später zieht es uns doch noch für ein Nickerchen in unser Häuschen, bevor es am späteren Nachmittag losgeht auf den nächsten Walk...
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zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2018
37 Beiträge · seit 201720. Aug. 2018 ·
Liebe Zugvogels,
bin ab sofort auch mit großer Begeisterung dabei. Ist Eure Tour doch der unsrigen im kommenden Dezember sehr ähnlich und hilft, die kommenden 15,5 Wochen zu überbrücken 😄 . Wir machen auch den letzten Wilderness Trail des Jahres, diesmal Napi, nachdem uns Sweni im letzten Jahr auch so gut gefallen hat. Und auf Shipandani, Vhembe und Pilanesberg bin ich besonders neugierig, gerade weil wir die noch nicht auf dem Schirm haben.
Es ist übrigens wohltuend zu sehen, daß es noch mehr so Wildlife/Sanparks Begeisterte gibt 🤩 .
Und besonderen Dank an Euch für die wunderschönen Bilder und die Artangabe in Beiden Sprachen. Freue mich schon auf die nächste Folge 😎
Liebe Grüße, Gabriele
If we kill off the wild, then we are killing a part of our souls. -Jane Goodall 1x Namibia, 5x Südafrika, 3x Nigeria. Nächstes Ziel Kruger pur 2020 (und träume schon wieder vom KTP)
Themenstarter547 Beiträge · seit 201420. Aug. 2018 ·
Feuerspatz schrieb:Liebe Zugvogels,
bin ab sofort auch mit großer Begeisterung dabei. Ist Eure Tour doch der unsrigen im kommenden Dezember sehr ähnlich und hilft, die kommenden 15,5 Wochen zu überbrücken 😄 . Wir machen auch den letzten Wilderness Trail des Jahres, diesmal Napi, nachdem uns Sweni im letzten Jahr auch so gut gefallen hat. Und auf Shipandani, Vhembe und Pilanesberg bin ich besonders neugierig, gerade weil wir die noch nicht auf dem Schirm haben.
Es ist übrigens wohltuend zu sehen, daß es noch mehr so Wildlife/Sanparks Begeisterte gibt 🤩 .
Und besonderen Dank an Euch für die wunderschönen Bilder und die Artangabe in Beiden Sprachen. Freue mich schon auf die nächste Folge 😎
Liebe Grüße, Gabriele
Liebe Gabriele
Schön, dass du uns auf unserer Reise begleitest. Der Napi-Trail stand letztes Jahr auch auf unserer Wunschliste, war jedoch bereits ausgebucht. Der ist sicher toll 😁 Der Shipandani-Overnight Hide ist wirklich ein Erlebnis für sich. Wir haben's nicht bereut... Im Pilanesberg NP hatten wir eine "kätzische" Erstsichtung 🤩 Mehr verrate ich hier jedoch noch nicht. Und Vhembe hat uns ausserordentlich gut gefallen (wie der ganze Mapungubwe NP) aufgrund der Einfachheit, Abgeschiedenheit, den tollen Holzhäuschen und einem sehr gemütlichen Abend im Camp.

Ich hoffe ich schaffe heute noch die zweite Hälfte vom 15. Dezember 😉
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zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2018
Themenstarter547 Beiträge · seit 201420. Aug. 2018 ·
Bevor wir uns auf den nachmittäglichen Walk aufmachen möchte ich hier noch einige Impressionen aus dem Sweni Wilderness Camp präsentieren, besonders für diejenigen, welche noch nie auf einem Wilderness Trail waren. Das Sweni Wilderness Camp liegt ca. eine Autofahrstunde südöstlich vom Satara Restcamp. Es ist von einem mittelhohen Zaun umgeben, welcher eher dafür sorgen soll uns Menschen drin, als die Tiere draussen zu halten. Der Zaun steht auch nicht unter Strom und man muss damit rechnen, auf dem Gang zur Toilette (nachts) irgendwelchen Tieren zu begegnen.


Unser Zuhause auf dem Trail

Das Camp bietet vier Hütten für die Trailteilnehmer, welche mit je zwei Betten, Moskitonetzen und etwas Stauraum für Rucksäcke und Kleider ausgestattet sind. Die Hütten weisen alle in entgegengesetzte Richtungen, was für Privatsphäre sorgt und jede Hütte verfügt über einen kleinen Balkon mit Sitzmöglichkeiten und Sicht auf das Flussbett. Ebenso verfügt das Camp über je eine Dusche und eine Toilette für die Frauen und Männer sowie zwei Waschbecken auf der Aussenseite. In der Nähe des Eingangstores liegt die Küche sowie die Unterkünfte der Guides sowie der Köchin. Ein Gasgeysir sorgt für warmes Duschwasser.


Lapa

Zwischen Hütten und Wasserlöchern liegt die Lapa. Sie stellt den Dreh- und Angelpunkt des Wilderness Camps dar. In der Lapa werden die Mahlzeiten eingenommen, dort steht die Kühltruhe mit unseren Getränken sowie jederzeit Trinkwasser zur Verfügung. Am Abend wird sie wunderschön mit Öllampen erhellt (die letzte Person die zu Bett geht muss sie ausmachen).


Diese Schlange hält offenbar relativ erfolgreich Paviane fern

Vor der Lapa liegen eine Feuerstelle (wo allabendlich bei unserer Rückkehr ein grosses Feuer brennt) sowie ein gemütlicher Sitzplatz mit Sicht auf die darunter liegenden Wasserlöcher. Hier hat man den ganzen Tag Unterhaltung durch vorbeiziehende Tiere. Gemäss unseren Guides gibt es sogar Personen, welche den Sweni Trail buchen und die Tage lieber im Camp verbringen, als auf den Wanderungen. Oder solche, die zwei Trails nacheinander buchen und die eine Hälfte bei den Trails mitmarschieren und die restliche Zeit im Camp am Wasserloch verbringen.



Anderen Menschen begegnet man auf dem Wilderness Trail (eigentlich) nicht. Von weitem haben wir am heutigen Tag eine Anti-Poaching-Einheit erspäht, ansonsten ist man wirklich unter sich (und den Tieren).

Auf der Wildtierkamera tut sich auch noch etwas heute Nachmittag:


Schwarzstorch / Black Stork


Wasserbock

Unsere nachmittägliche Wanderung bringt uns die erste Hippo-Sichtung auf dem Trail. Ebenso begegnen wir einigen stattlichen Krokodil-Exemplaren sowie den üblichen Verdächtigen. Das Wetter lässt auch heute zu wünschen übrig (fototechnisch).


Gut getarnt im gelben Gras - weibliche Schwarzbauchtrappe / female Black-bellied Bustard

Kurz vor der Rückkehr zu unserem Fahrzeug kommt dann nochmals etwas Hektik ins sonst ruhige Geschehen. Aber der Reihe nach… So beobachten wir zuerst gelassen dieses süsse Giraffenkalb, welches sich unter eine Zebraherde gemischt hat.



Kurze Zeit später bemerken wir (bzw. unsere immer aufmerksamen Guides), dass sich unsere Route zurück zum Auto mehr oder weniger mit der Marschrichtung einer grossen Elefantenherde inklusive Jungtieren kreuzen wird. Die Elefanten sind noch relativ weit weg, haben uns jedoch definitiv bereits bemerkt. Sie drehen sich in unsere Richtung und geben uns unmissverständlich zu verstehen, wer hier Vortritt hat. So müssen wir die letzten Meter zum Landcruiser zu einem kurzen Sprint ansetzen. Sobald wir alle im Auto sitzen interessieren sich die Elefanten nicht mehr für uns und setzen ihren Weg in aller Ruhe fort.

Für den Sundowner fahren wir heute zu "Tedd's Koppie". Ein wunderbarer Ort mit Blick über grosse Teile des Krüger Nationalparks sowie Mozambique. Auf dem Weg dorthin erspähen wir in der Astgabel eines Baumes einen relativ frischen Impala-Kill. Nur vom zugehörigen Leoparden ist nichts zu sehen. Auf dem Rückweg wollen wir nochmals dort vorbei schauen…


Fantastische Aussicht (v.a. bei besserem Wetter) von der "Tedd's Koppie"

Auf der Koppie geniessen wir unseren Sundowner (heute leider komplett ohne Sonne) und die Aussicht in die weite Ebene. Rhulani erspäht in der Ferne sogar drei Breitmaulnashörner und braucht unseren Feldstecher nur dazu sicherzustellen, dass es wirklich auch Nashörner sind. Wir hingegen haben sogar Mühe die Nashörner mit dem Feldstecher im weiten Veld zu erkennen. Erst als es beginnt einzudunkeln machen wir uns langsam aber sicher auf den Nachhauseweg. Der Kill liegt weiterhin einsam auf dem Leopardenbaum, vom Verursacher ist leider nichts zu sehen. So warten wir weiterhin auf unsere erste Krüger-Leoparden-Sichtung.

Etwas wehmütig über den verpassen Leoparden sowie den letzten gemeinsamen Abend treffen wir zurück im Camp ein. Die Stimmung hellt schnell wieder auf, werden wir im Camp doch von leckerem Fleisch und Würsten vom Braai überrascht. Sogar ein spezieller "trockener" Pap, dessen genauen Namen ich vergessen habe sowie Chakalaka-Sauce hat unsere liebe Köchin auf Wunsch von Dion, dem Südafrikaner zubereitet. Wir verbringen nochmals einen wunderbaren Abend bei gutem Wein, leckerem Essen und tiefgehenden Gesprächen über die politische sowie auch gesellschaftliche Situation in Südafrika. Später sitzen wir noch lange am Feuer und lauschen den Geräuschen der Nacht.


Nachts besucht eine Tüpfelhyäne unsere Wildkamera
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2018
2'522 Beiträge · seit 200920. Aug. 2018 ·
Hallo Stefanie,

zu der Trappe: ich kenne den Black-bellied Bustard nicht, aber eine Rotschopftrappe ist es ganz sicher nicht. Wird also wohl eine Schwarzbauchtrappe sein.

Lustig, dass die Affen offensichtlich wissen, dass mit Klapperschlangen nicht gut Kirschenessen ist. 😛

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter547 Beiträge · seit 201421. Aug. 2018 ·
Lieber Matthias

Herzlichen Dank für die Bestimmung der Trappe. Dann hätte ich instinktiv die "Richtige" gewählt... Ich werds gleich anpassen im Reisebericht. 😗

Schönen Abend
Stefanie
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201422. Aug. 2018 ·
Samstag, 16. Dezember 2017 – Eine neue Liebe
Krüger Nationalpark, Sweni Wilderness Camp – Olifants Rest Camp

Was für ein Luxus! Heute Morgen dürfen wir eine Stunde länger schlafen als üblich auf dem Trail. Dies aus dem Grund, dass am Abreisetag kein Walk mehr auf dem Programm steht. Etwas wehmütig packen wir unsere Rucksäcke, setzen uns nochmals ans Wasserloch und geniessen ein weiteres leckeres Frühstück. Da dies der letzte Trail des Jahres ist helfen wir unseren Guides, das Camp gründlich aufzuräumen und dicht zu machen.


Auf der Fahrt nach Satara begegnen wir diesen grimmigen Büffeln

Kurz nach sieben Uhr nehmen wir Abschied und fahren zurück in die Zivilisation. Gut eine Stunde später treffen wir wieder im quirligen Satara ein, verabschieden uns von unseren tollen Guides, welche sich auf ihre wohlverdienten Weihnachtsferien freuen und von den netten Mitwanderern. Es werden E-Mail-Adressen ausgetauscht, Schweizer Schokolade wechselt der Besitzer und natürlich gibt’s ein Abschiedsfoto der Truppe.


Toll wars...

Im gut sortierten Shop kaufen wir frisches Fleisch und etwas Gemüse ein und machen uns nun wieder mit dem eigenen Fahrzeug auf in Richtung unserer nächsten Station, dem Olifants Rest Camp.

Die Route führt uns kurz auf der H1-4 südlich und biegt dann auf die H7 in Richtung Orpen ab. Nach einigen Kilometern geht es dann auf der geschotterten S39 weiter, welche wunderschön dem Trockenflussbett des Timbavati River entlangführt. Das Wetter wird von Stunde zu Stunde besser. Wie sehr haben wir diesen strahlendblauen Himmel während der letzten Tage vermisst!

Nun möchte ich vor allem die Bilder sprechen lassen:






Hippos am Nsemani Dam - Dani's Lieblingstiere


Steenbok-Päärchen auf der H7


Vogelstrauss

Endlich gelingt uns auch ein Bild (wenn noch aus der Ferne) von einem Europäischen Bienenfresser.



Wir geniessen es, uns in gemächlichem Tempo treiben zu lassen und sind begeistert von der Tiervielfalt der Timbavati-Region. Elefanten, Büffel, Zebras, Strausse, Meerkatzen, Wasserböcke kreuzen unseren Weg, um nur einige aufzuzählen. Es ist heiss und wir sind froh um unsere in Satara gekauften Kaltgetränke. Wer sich Sonne wünscht muss nun mal mit der Hitze leben können 😈 .

Längere Zeit stehen wir neben einer kleinen Büffelherde und schauen den Rotschnabel-Madenhackern fasziniert bei ihrer eifrigen Suche nach Zecken und anderem Ungetier zu. Die Büffel lassen die Vögel entspannt gewähren, auch sie scheinen unter der Hitze zu 'leiden'.








'Gaffer'-Wasserböcke im Flussbett

Eine Familie grüner Meerkatzen turnt durchs Geäst. Neugierig beobachten wir uns gegenseitig. 'In freier Wildbahn' und nicht auf Diebeszug in Camps und auf Picknickplätzen sind diese kleinen Racker ja wirklich süss.




Grüne Meerkatzen

Am schönen Timbavati Picknickplatz legen wir eine kurze Pause ein. Schon bald zieht es uns jedoch weiter nach Norden. An einem nicht allzu grossen Wasserloch suhlt sich diese Hippomamma mit ihrem Baby. Es scheint 'Kinder-Zeit' im Krüger zu sein, denn gleich darauf treffen wir auf eine Elefantenkuh, welche die Pad eilig mit ihrem Jungtier überquert.





Die S39 hat uns landschafts- wie auch tiertechnisch sehr gut gefallen. An ihrem nördlichen Ende überqueren wir die Asphaltstrasse H1-4 und sind froh gleich danach wieder der ruhigeren S89 folgen zu können. Später geht’s auf der S90 bis zum Balule Camp.


'Beringter' Hornrabe / Southern Ground Hornbill



'Streifentiere' haben wir zwischen durch auch mal angetroffen.




Gabelracke / Lilca-breasted Roller

Nichtsahnend fahren wir so dahin und begegnen unserer neuen Liebe! 😊 😘 Dem Olifants River! Genauer gesagt dem Reitz's Pontoon (gemäss unserer Karte) über den Olifants River. Wir sind hin und weg! Hammermässig blau das Wasser, nette kleine grüne Inselchen zwischendurch und ganz, ganz viel Leben dazwischen! Nach diversen Reisen ins 'trockene' südliche Afrika sind wir platt ab so viel (fliessendem) Wasser. Einfach grandios. Lange stehen wir auf der Brücke und geniessen…






Graureiher / Grey Heron

Als wir gegen 17 Uhr im Camp eintreffen ist an der Rezeption so viel los, dass wir uns entscheiden, vor dem Check-in nochmals eine kleine Rundfahrt zum Olifants River Lookout und dem Von Weilligh's Baobab zu starten.


Olifants Lookout - auch hier gefällt es uns ausserordentlich gut...

Tiertechnisch ist heute Abend mehrheitlich Flaute angesagt. Auf der Rückfahrt zum Camp begegnen wir dieser Giraffe, welche gemächlich vor uns her schreitet.



Pünktlich zum Sonnenuntergang treffen wir im Camp ein, checken ein und beziehen unsere Hütte Nr. 20. Trotz gebuchter 'Perimeter View' haben wir einen 'halben' Flussblick – check! Wir geniessen den Sonnenuntergang über dem Fluss und braten uns später leckere Kudusteaks mit Gemsquash und Pasta. Einziger Nachteil dieser sonst tollen Hütte ist das massive Insektenaufkommen, welches einem das Kochen und Essen draussen doch etwas vermiest. Jede Gabel muss kontrolliert werden, bevor das Essen im Mund verschwindet 🤢 .




Sonnenuntergang über dem Olifants River

Nach einer kalten Dusche (draussen hat es um 20 Uhr immer noch 35°C) legen wir uns schon bald schlafen. Die Krabbeltiere haben es trotz Moskitogittern und Insektennetzen auch mit in die Hütte geschafft 😠 .
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2018