StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201101. Apr. 2018 ·
Frohe Ostern, Ihr Lieben,
und herzlichen Dank für Danke und Eure lieben Kommentare. Ja, den Crater ans Ende der Reise zu legen, war für uns die richtige Entscheidung.
@Sabine, bislang mochte ich Hyänen nicht sehr - ihr "Grinsen" sah mir immer zu gefährlich, hinterhältig, aus. Und dann ihre Rufe... Aber dieses Mal haben wir so schöne Hyänen gesehen und ihren liebevollen Familienzusammenhalt, die Krönung waren dann die beiden Knuffis.
@Beate, Dir und Deinem Mann wünsche ich wunderbare, entspannte und sonnige Tage in der Karibik. Langweilig wird es wohl nicht werden.... 😉
@Konni, danke für die Lerche! Ja, den Kori hatte ich so noch nicht gesehen und fand ihn auch herrlich.
@Katrin, bei den Rules stehen rechts die Fees: " Permit once issued is valid for one entry (half day)." So hatte es uns auch Agentur und Reisebüro mitgeteilt - (man kann vermutlich den ganzen Tag bleiben, bei doppelter Bezahlung.) Ab um 10.00 Uhr wurde es merklich voller im Crater.
@Ingrid, ja, Du hast es sehr gut beschrieben - man wird ehrfürchtig dort. Wir waren wirklich fasziniert von der Vielfalt auf so begrenztem Raum Und vor das Relaxen haben die Götter auch manchmal noch den Ärger gestellt..... 😈
Bis gleich! Liebe Grüße Christina
PS. Konni, leider kann ich im Beitrag nichts ändern... Dann kann ich nicht senden. Daher lasse ich die Lerche (Rufous-naped Lark) so.
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201101. Apr. 2018 ·
Der Wecker klingelte um 6.30 Uhr - die letzten Kosmetika waren schnell im Handgepäck verstaut, ein letzter Blick vom Zimmer in Richtung Krater
- und wehmütig stellten wir unsere Taschen vor die Tür (sie wurden sofort in Empfang genommen) und wir gingen zum Frühstück. Warum sooo früh - entschloss sich uns nicht. Wir mussten nach Arusha - 180 km - und unser Flieger (vor den Toren der Stadt) sollte um 15.20 Uhr gehen. Wir hatten unseren Stellungsbefehl zu um 8.00 Uhr bekommen - und saßen noch beim Frühstück, als Emanuel mir eine Nachricht schrieb, dass wir schon um 7.45 Uhr abfahren könnten. Nein, können wir nicht! Die Eile führten wir auf das baldige, schnelle Wiedersehen mit der Familie zurück - und fragten uns, was wir wohl so früh am Mini-Airport sollten. Hmm
Nach Rechnungsbegleichung und Füllen derTipp-Box fuhren wir um 8.00 Uhr ab, am Kraterview hielten wir ein letztes Mal -und genossen nochmals die Aussicht.
Erst jetzt fiel mir der Gedenkstein hier auf.
Um 9.00 Uhr am Lodoare Main-Gate parkte Emanuel das Auto,
mein Mann zeigte ihm am Gebäude die Funktion einer Regenrinne (damit müssten die Frauen vielleicht etwas weniger Wasser schleppen) - als der Fahrer eines anderen Auto plötzlich in unsere Richtung schrie! Ein Baboon hatte unser Auto geentert - und rannte mit reicher Beute zu einem Baum. Mein Herz stockte - Geld, Papiere….? Puh, nein, nur eine geplünderte Lunchbox, Apfel und Sandwich fehlten.
Wir fuhren durch Karatu - hier war ich wieder, wie überall auf der Strecke, von der Sauberkeit auf den Straßen, am Straßenrand, begeistert. Auch die Felder sahen sehr ordentlich aus.
Wir stoppten dann an einer „Touri-Art-Abzocke“ - ähm, nein, wir wollten nichts kaufen und hatten auch nicht darum gebeten. Aber ich muss zugeben, Ebenholz im Rohzustand, unbearbeitet, habe ich noch nicht gesehen. Das dunkle Kernholz wird umgeben vom hellen, wertlosen Splintholz. Das fand ich dann doch interessant.
Aber kaum 20 Minuten später hielten wir schon wieder - an der African Galleria bei Mto wa Mbu. Die hatten wir aber schon zu Beginn unserer Reise besucht - und noch immer hatten wir kein Interesse an völlig Überteuertem.
Anschließend hatte ich viel mehr Freude an den farbenfrohen Menschen und der Fahrt durch die Straßen.
Und da aller guten Dinge drei sind - jaaa, hielten wir kurz vor Arusha nochmals an einer Touristen-Art-Shop. Wir waren not amused…..
(Kaffee und Sisal)
So hatten wir es denn geschafft, die Zeit von 8.00 - 12.30 Uhr herumzukriegen- schade, wir hätten gern in Ruhe gefrühstückt. Auch die Gatezeit hätten wir gut geschafft, wir waren in die Ngorongoro Area gegen 11.00 Uhr eingefahren.
Aber wir wollten uns nicht so einfach und früh am Airport absetzen lassen und baten Emanuel, uns noch kurz zum nahegelegenen Culture Centre zu fahren. Unsere Bargeldbestände waren aufgebraucht und so könnten wir gleich in dem Exchange Office dort Shilling für Sansibar tauschen. Nach dem Geldumtausch habe ich Emanuel freundlich „gezwungen“, mich in den Supermarkt zu begleiten. Ich wollte ihm gern zeigen, dass er den Supermarkt, der ihm suspekt „hochglanz“ erschien ohne Probleme besuchen konnte, dass es eine gute Adresse für seine nächsten Gäste ist.
Dann war unsere Zeit in Tanyanika aber wirklich zu Ende, Emanuel fuhr uns zum kleinen Airport. Dort übergab er uns einem jungen Mann - der für uns einchecken sollte.
Für uns war es nun Zeit, uns von Emanuel zu verabschieden. Sein Trinkgeld hatte ich schon vorbereitet - dazu schenkten wir ihm unser Fernglas. Für seine Kinder hatte ich vorsorglich eine große Tüte - mit kleinen Tüten - Minigummibärchen mitgenommen. Wir verabschiedeten uns herzlich von ihm - auch wenn die letzten beiden Tage seine Ernennung zum „Best Guide“ stark ins Wanken gekommen war. (Info: wir sind in 12 Tagen mit Emanuel 2.350 km gefahren, dazu kommen dann noch die Fahrten Airport / Kiota Nest / Arusha NP -> nur für eine eventuelle Kilometerplanung)
Asante Sana!
Am kleinen Gate wurden unsere Taschen gewogen - die Gewichte schrieb der junge Mann sich in seine Handfläche…. Wir hatten noch sehr viel Zeit, setzen uns an den Rand des kleinen Bistros auf eine Bank - und aßen unsere Lunchbox. Es gab ua. ein gegrilltes Hühnchenteil, das mir einen zauberhaften Fettfleck mittig auf den Oberschenkel meiner Hose tropfte. Grrrrr.
Nach unendlich langweiliger Zeit landete unsere Precision Air ankommend auf dem Rollfeld, es wurde entladen. Dann wurde unser Flug auf Zuruf angesagt - und eine Stewardess baute sich vor uns auf. Sie teilte uns lapidar mit, dass unser Gepäck leider nicht mit uns fliegen würde, sondern erst am Abend nachkäme. Für den Fall, dass jemand dringende Medikamente benötigen würde, könnte man vom Gepäckwagen - der voll beladen war - an seinen Koffer gehen. Der Abflug würde aber pünktlich - in 10 Minuten - erfolgen!!!!!! Ähhh, wie sollte man aus diesem Gepäckchaos seine Koffer finden? Und unsere wichtigsten Kosmetika hatte ich, neben Medikamenten, im Handgepäck.
Ziemlich aufgebracht nahmen wir unsere Plätze ein, wir waren fassungslos. Warum lies man uns die ganze Zeit dort am Airport herumsitzen, um uns dann 10 Minuten vor Abflug diese Information zu geben. Es war ziemlich windig geworden, angeblich würde die Maschine das take-off nicht vollbeladen schaffen. Hatte ich mich nun darauf gefreut, vielleicht im letzten Moment noch den Kilimanjaro zu erspähen, wurde ich enttäuscht. Es war stark bewölkt und ein richtiger Sandsturm wirbelte uns tüchtig durch.
Die Fensterscheiben waren leider völlig blind zerkratzt, wie sandgestrahlt. So blieben auch die hübschen Strände im türkisen Wasser nur schemenhaft.
Hallo Christina, bei den Kranichen kann ich Dir leider nicht helfen - Ostafrikanische Vogelwelt ist nicht so unser Beritt -, aber was krabbelt denn da auf dem Fleischklops herum? Moorhen? Vielleicht kann das jemand enträtseln 😉 😉 😉 Ich bin sowas von hin und wech und mag den gerade entstehenden Abschiedstag gar nicht lesen.... Liebe Grüße Friederike
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201101. Apr. 2018 ·
Liebe Friederike,
es freut mich, wenn ich Dich begeistern konnte. Danke! 😘
Leider bin ich beim Wasservogel auch überfragt - ich habe aber noch ein anderes Foto: Danach müsste das ein Moorhen sein.
So, damit nicht alle endlos im Flieger durchgeschüttelt werden, noch schnell der Rest des Tages. LG Christina
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201101. Apr. 2018 ·
Sansibar - ein kleiner Prolog:
Es gibt Orte, da komme ich schon beim Namen ins Träumen - von Urlaub, weißen Stränden, exotischen Pflanzen und natürlich Gewürzen. Die Gewürz-Insel! Sansibar war so ein Ort. Im Reiseführer klingt es dann so: „Auf Sansibar werden Urlaubsträume wahr! Hier verschmelzen paradiesische Strände, exotische Düfte, ein Mix aus Kulturen…“ …. genau hier hatte ich hin gewollt! Hatte doch Achim Reichel einst gesungen: „wenn du mich fragst, wo's am schönsten war, sag ich: Sansibar“
Die Insel liegt im Indischen Ozean und ist knapp 2.500 km² groß. Im Jahre 1964 erfolgte der Zusammenschluss Sansibars mit dem Mainland Tanyanjika zu Tansania. Sansibar verfügt als Teilstaat innerhalb Tansanias über eine eigene Regierung, ein Parlament und einen Präsidenten. Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 250 US-Dollar! Über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Mehr als 99% der Bevölkerung sind Muslime. _ _ _
Auf Sansibar angekommen, stürzten wir als Erste ins Lost & Found Office, es mussten etliche Formulare ausgefüllt werden. (nein, nicht nur Flugnummer, Adresse, Telefon: Passnummer, Kofferfarbe- und Marke, Kofferform, Beschaffenheit, Inhalt, nächster Flug 😗 ….) Die Schlange war endlos, als wir das stickige Büro endlich verließen. Es war heiß - sehr heiß! Draußen wurden wir vom Fahrer der Agentur in Empfang genommen und durch Sansibar City gefahren. Es waren gegen 17.00 Uhr und noch immer über 40 Grad, die Stadt verstopft und dreckig. Viel Müll lag herum, die Straßen waren kaputt und voller Schlaglöcher. Wo war das Paradies, das ich mir vorgestellt hatte? Warum sieht es hier nicht annähernd so sauber aus wie auf dem Mainland? (für Fotos war ich zu erschöpft, enttäuscht)
Nach einer guten Stunde Fahrt …… bogen wir in eine Zufahrt - ein großes Tor öffnete sich - und da war das Paradies! Das Hotel Breeze Beach Club empfing uns mit kalten Tüchern und Getränken, das Hotel und die Kleidung der Angestellten waren sehr ansprechend orientalisch geprägt. Hier hatten wir für vier Nächte gebucht, um den Urlaub ausklingen zu lassen, um zu relaxen.
Nach dem CheckIn, bei dem man uns versicherte, dass unser Gepäck spätestens am nächsten Morgen oder vielleicht sogar noch in der Nacht ankommen würde, wurden wir auf unser Zimmer gebracht. Für mehr Fotos hatte ich keine Lust!
Hier hätten wir uns ja gern „dinnergerecht“ umgezogen. Uns blieb aber nur die Dusche - und anschließend wieder unsere Unterwäsche 🙁, kurzen Hosen, zerknitterte Hemden - und unsere Wüstenschuhe, die wir während des Fluges anhatten. Und ja, der Fettfleck auf meiner Hose war auch nicht kleiner geworden… Der Manager des Hotels, ein Schwede, begleitete uns zum Restaurant, um dort unsere Kleidung zu erklären - und abzusegnen, denn es galt ein Dress Code - lange Hosen waren Pflicht! Dementsprechend sahen uns auch die anderen Hotelgäste recht strafend an!
Aber das Dinner war hervorragend, die Bedienung ausgesprochen nett. Nach dem Essen versuchten wir noch an der Rezeption, ein T-Shirt oä. zu erstehen, aber leider erfolglos. Auch hier half dann der Manager wenigstens mit einem leichten Bademantel aus dem Spa.
Tja - und so setzte sich unser Motto des Urlaubs fort - vielleicht werden wir morgen sehen! Hakuna Matata! 😐
Guten Abend Strelitzie, die ganze Zeit habe ich mit Spannung Deinen Bericht verfolgt ohne mich entsprechend zu outen. 🙂
DANKE für diesen überaus spannenden und informativen Reisebericht. So tolle Sichtungen und eine solch gekonnte Dramaturgie findet man selten....😄 Ich hoffe, Euer Gepäck kam dann schnell, sodass Ihr Sansibar auch entsprechend entspannt genießen konntet!
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201102. Apr. 2018 ·
Hallo Marina,
vielen lieben Dank für Dein Lob! Es freut mich sehr, wenn ich Dich begeistern konnte.
Das Gepäck .... - das war schon sehr ärgerlich- vor allem, weil wir nur vier Übernachtungen auf der Insel hatten. Ich hoffe, dass ich heute noch den Bericht etwas weiter schaffe.
Frohe Ostern Christina
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201102. Apr. 2018 ·
In der Nacht schlief ich nicht gut - immer hörte ich Koffer rollen…. Leider war dem nicht so. Wie gern wäre ich in den Pool, ins Meer zum Schwimmen gegangen. (Ich hatte mir extra zwei neue Badeanzüge gekauft… 🤨 .) So fragten wir vor dem Frühstück an der Rezeption nach - vergebens. Zum Frühstück gingen wir dann in bekannter Kluft…. grrrrrr! Nach dem Frühstück nochmals zur Rezeption, zum Nachfragen. Die Rezeption hatte zwischenzeitlich nachgefragt - das Gepäck sei auf der Insel gelandet. Man verwies uns dann an den kleinen Hotelshop - der hatte nämlich nur bis 9.30 Uhr geöffnet. Hm, wir hofften noch!
Wir gingen durch die schöne gepflegte Gartenanlage, suchten uns eine Liege unter dem Palmenschirm - und warteten….Bei einem Strandspaziergang klatsche mir im aufkommenden Wind eine Welle meine Hose platschnass, der beginnende Regen wusch dann meine Bluse auch gleich durch! Ich wollte nur noch weg!!!! Also zurück ins Zimmer, wir hatten ja die Bademäntel und immerzu hörte ich vermeintlich Koffer rollen - und ich schrieb Herrn Friedrich vom Reisebüro eine Nachricht, um ihn in Kenntnis zu setzen. Kurze Zeit später kam schon die Antwort, dass er sich um den Verbleib des Gepäcks kümmern und wir uns doch im Shop neue Sachen kaufen sollten. So warteten wir also - jetzt wieder bei schönstem Sonnenschein - auf unserer Terrasse ab, bis es 15.30 Uhr wurde und der Shop öffnete. Bei den Preisen wurde uns ganz schwindelig, Unterwäsche oä. gab es gar nicht. Aber immerhin Badezeug!
Also wir mit unseren Taschen zurück kamen, hielt gerade ein Auto - und lud unser Gepäck aus! Wie schööööön! Sofort Badezeug angezogen - und mit genau 24 Stunden Verspätung konnte unserer „Relax-Urlaub“ beginnen, jetzt blieben uns noch drei Übernachtungen….
Das Dinner konnten wir dann in „chic“ entspannt genießen, es wurde in Buffet-Form serviert.
Der Rest ist dann schnell erzählt. Am nächsten Morgen genoss ich die Runden im Pool, das hervorragende Frühstück im entsprechenden Outfit und vor allem den Strand im Badeanzug. Der Strand war dann so weiß und paradiesisch, wie die Reiseführer es versprochen haben.
Am Nachmittag wollte ich dann eine Fahrt nach Stone Town für den nächsten Morgen an der Hotelrezeption bestellen - leider waren alle Fahrer ausgebucht! Aber - ein Anruf bei unserer Agentur vor Ort und die Tour wurde bestätigt. Schnell durchwühlte ich meinen Reiseführer und markerte mir alle wichtigen Viewpoints auf dem Handy.
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201402. Apr. 2018 ·
Hallo Christina,
welch holpriger Übergang von der Safari zum Traumstrand 🤢 Glücklicherweise habt Ihr Euer Gepäck ja dann doch wieder bekommen. Ärgerlich ist so etwas allemal, besonders wenn man dann auch noch in einer Unterkunft landet, in der es einen Dresscode gibt 😗 Im Mwezi wäre das ziemlich egal gewesen - da hättet Ihr zumindest zu allem Überdruss nicht noch die strafenden Blicke der anderen Gäste kassiert 🤢 Das wäre mir persönlich ziemlich auf den Wecker gegangen und wir schauen daher schon bei der Buchung, dass man sich Abends nicht in eine besondere Schale schmeißen muss 😛
Aber wie dem auch sei - jetzt habt Ihr es schön und ich hoffe, Ihr konntet die Tage auf Sansibar in vollen Zügen genießen!
Old Women1’545 Beiträge · seit 201303. Apr. 2018 ·
Hallo Christina,
mein Gott, was für ein Desaster. Das hätte mir aber ganz und gar nicht gefallen. Nach längerer Zeit in Buschklamotten, die irgendwie trotz gelegentlicher Wäsche nicht mehr wirklich sauber werden, hätte ich mich sehr auf ein wenig "Dekadenz" gefreut. Manchmal muss das auch bei uns sein, und dann genieße ich es umso mehr, sind wir doch sonst im Urlaub eher leger unterwegs. Was ich so gar nicht leiden kann 😗 sind beim Dinner Männer mit Schlappen, kurzen Hosen und Shirt, das aussieht wie ein Unterhemd 🤢 Schön, dass sich bei euch dann doch noch alles zum Guten gewendet hat und du deinen neuen Badeanzug noch zum Einsatz bringen konntest 🙂 .
Zuerst mal Danke für das Weiterschreiben dieses schönen Berichtes. Wenn das Gepäck nicht mittkommt ist es schon Mist...vor allem wenns nicht erst beim letzten Flug nicht mitkommt! Vieleicht ist es Dir ein Trost dass wir auf einer Reise zweimal ohne unser Gepäck geflogen sind... 🤢 Aber Precision Air waren diejenigen die sich wirklich bemüht haben dass wir und das Gepäck im selben Flieger nach Sansibar reisen! Das muss schon ein echtes Problem gewesen sein bei Eurem Start am Arusha Airport...
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201103. Apr. 2018 ·
Guten Morgen, Ihr Lieben,
@Sabine, ja, es war sehr ärgerlich mit dem Gepäck, vor allem bei der Hitze - hatte ich mich doch so auf das Schwimmen gefreut. Die Unterkunft hatte ich mir aber - genau wie Beate schon schrieb - auch deshalb ausgesucht, weil ich es mag, wenn man nicht in lässigen Strandklamotten und Badelatschen zum Abendessen gehen kann.
@Beate, ja, so sehen wir es auch. Eine leichte lange Leinenhose und ein Hemd ist keine Zumutung für einen Mann und ich mag mich eh gern umziehen... 🙂
@Picco, das Hotel berichtete uns, dass es oft mit Precision Air Probleme beim Gepäck gäbe. Was der wirkliche Grund war wissen wir nicht, vor allem flog die halbe Maschine weiter nach Dar es Salaam - und die hatten alle ihr Gepäck an Bord.
So, es soll nun endlich Frühling werden (nach unserem Neuschnee zu Ostern 🙁 ) - daher hoffe ich, den Bericht heute noch beenden zu können. Bis gleich....
StrelitzieThemenstarter2’860 Beiträge · seit 201103. Apr. 2018 ·
So wurden wir dann am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, vereinbarungsgemäß abgeholt - der Fahrer war wieder der uns schon bekannte, angenehme Ali Harif. Wieder fuhren wir quer über die Insel, durch den Jozani Forest mit den eleganten Casuarina Tree-Nadelbäumen. Er umrundete gekonnt alle Schlaglöcher und fuhr uns durch die quirlige Stadt Zanzibar City (300.000 Einwohner) - vorbei am schrecklichen DDR-Erbe, den Plattenbauten „German Houses“.
Unser Fahrer setzte uns am Darajani Market in Stone Town ab, er gab uns vorsichtshalber seine Handy-Nummer, da wir unseren Rundgang allein machen wollten.
Wir bummelten durch die Altstadt, durch enge, verwinkelte Gassen. Leider waren sehen viele Gebäude sehr ungepflegt, dem Verfall preisgegeben. Die herrlich alten Türen, die Swahili Doors, waren jedoch sehr oft liebevoll restauriert - die geraden Stürze zeugen von Besitzern arabischer Herkunft, die Bögen indischer Herkunft. Hier einige Impressionen der Altstadt:
Irgendwann standen wir vor dem „Mercury House“ , Freddy Merury wurde 1946 auf Sansibar geboren.
Wir kamen dann an die Küstenstraße, hier wehte ein angenehmer Wind, der die Hitze erträglicher machte.
Die Old Dispensary - die Alte Apotheke -
Der Residence Palast, heute People's Palace, ist ein Museum der Sultanatszeit.
Ganz zum Schluss gingen wir über den Markt - bestaunten entsetzt die dutzenden Eierwaben, die in der brütenden Sonne standen, umliefen den ungekühlten Fisch- und Fleischteil des Marktes mit angehaltener Luft - und kauften Gewürze. Muskatnüsse, getrocknete Hibiskusblüten, Nelken-Kardamom- Kränze wurden als Souvenir mitgenommen. Die Händler wollten Geld für ein Foto, der nette Gemüsehändler nicht.
Danach suchten wir etwas Schatten ….
Und warteten auf Ali, der uns pünktlich zur vereinbarten Zeit wieder einsammelte und zurück zum Hotel brachte. Es war sehr interessant und informativ, sich mit ihm zu unterhalten. Wir haben uns nicht einen Moment unwohl allein, ohne Guide, in Stone Town gefühlt. (Die Hin-und Rückfahrt hat übrigens 100 Euro gekostet - nur im Verhältnis zum genannten Durchschnittseinkommen auf Sansibar…) Beim Sichten der Bilder später ist mir erst aufgefallen, dass wir den Sklavenmarkt verpasst und ausgelassen haben, wie ärgerlich.
Auf eine „Spice Tour“ haben wir bewusst verzichtet, weil wir Muskat, Nelken, Kardamom, Pfeffer, Vanille … schon auf Sri Lanka und Bali gesehen und erklärt bekommen haben.
Den Nachmittag verbrachten wir am Strand, es war Ebbe und wir machten eine „Watt-Wanderung“. Leider hatte ich keine Strandschuhe eingepackt 🙁 - so wateten wir vorsichtig mit Flip-Flops durch die letzten Wasserpfützen. Schade, ich hatte Angst, auszurutschen und hatte keine Kamera mitgenommen - so konnte ich keine Aufnahmen von den recht zahlreichen Seeigeln und wunderschönen türkisfarbenen Seesternen machen.
Am Abend gab es ein hervorragendes Vier-Gang-Menü, anschließend saßen wir noch auf unserer Terrasse, bis die Mücken uns, trotz Räucherstäbchen, zuviel ärgerten.
Und dann war er da, der wirklich letzte Urlaubstag! Morgens wieder schwimmen im Pool - da war ich übrigens stets allein, auch im Meer badete niemand - dann zum herrlichen Frühstück und an der Rezeption anfragen, ob wir das Zimmer eventuell etwas länger als bis 10.00 Uhr belegen könnten. Es wurde uns dann bis 12.00 Uhr genehmigt, so dass ich erst noch etwas am Strand liegen konnte, bevor ich kurz vor Mittag schnell einpackte - und wir zurück in die heimatliche Kälte mussten.
Bis 15.00 Uhr blieben wir am Strand, orderten noch einen kleinen Lunch und nutzen dann die gut ausgestatteten Duschen bei der Rezeption.
Um 16.00 Uhr holte uns Ali ab und fuhr uns zum Airport. Mit Precision Air ging es in 20 Minuten nach Dar es Salaam, von dort weiter mit KLM über Amsterdam ins winterkalte Hamburg.
Ich danke allen, die mich bei meinem Reiserückblick begleitet und mir durch viele liebe Kommentare und Danke-Drücker die Motivation gegeben haben, weiterzuschreiben. 😘 Ein kurzes Fazit wird noch folgen!
nach einer kleinen Auszeit über Ostern in Holland bin ich nun wieder mit Feuereifer dabei, mich beim Reiseberichtlesen wieder auf Stand zu bringen 🙂 Oje, welch ein Fehlstart auf Sansibar!! Aus lauter Angst, dass unser Gepäck mal irgendwo stehen bleiben könnte, reisen wir ja seit Jahren auf Langstreckenflügen mit einem Satz Ersatzwäsche und sauberem T-Shirt im Handgepäck, aber ich muss zugeben, bei einem nunja, sagen wir mal Inlandsflug, hätte ich darauf vermutlich auch verzichtet und wäre in die gleiche Situation geraten wie ihr 😵 Wieder was dazu gelernt. Umso erfreulicher für euch, dass es dann doch ein Happy-End gab und ihr den Strandaufenthalt noch so richtig genießen konntet. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, eine wirklich tolle Reise habt ihr da unternommen. Würde uns auch mehr als zusagen, allein mich schreckt der Preis 🤩 . Aber wer weiß, vielleicht wird es irgendwann ja doch mal was mit Tanzania. Jetzt freue ich mich erstmal auf den restlichen Bericht.
Frühlingshafte Grüße aus Franken in den hohen Norden
Kordula 🙂
Old Women1’545 Beiträge · seit 201303. Apr. 2018 ·
Hallo Christina,
lieben Dank für deinen sehr unterhaltsamen Bericht, der versehen war mit wundervollen Bildern 😘 . Eigentlich machen wir unsere Reisen immer in eigener Regie, euer Konzept gefiel mir jedoch sehr gut, wobei die Sache immer steht oder fällt mit dem jeweiligen Guide. Bei euch war das aber doch ganz in Ordnung. Wir würden uns auch wohl nicht trauen, Tansania auf eigene Faust zu erkunden 😕 . Auf alle Fälle habe ich euren Operator mal abgespeichert in meinem Ordner "zukünftige Reisen" . Die letzten Fotos von diesen herrlichen Stränden auf Sansibar lassen meine Vorfreude auf unsere anstehende Reise sehr stark wachsen. Wie freue ich mich auf die warme See (27 Grad) nach diesem schrecklich langen Winter.
Flash20101’425 Beiträge · seit 201504. Apr. 2018 ·
Guten Morgen Christina,
du meine Güte, wie ärgerlich mit dem Gepäck... Da kann schon behaupten, typisch Afrika, was die Abwicklung angeht 😄 Wir landeten letztes Jahr im Juni sonntags morgens und bekamen unser Gepäck donnerstags, pünktlich zum Start unserer Etosha-Tour. (Allerdings lag der Fehler in Frankfurt! Und ausgerechnet am darauffolgenden Tag ist mal keine Air Namibia Maschine von FFM nach Windhoek geflogen). Vorher waren wir die Tage auf der Farm, da konnte man im Schlabberlook rumlaufen, aber ich verstehe es so gut, wie man sich nach seinen frischen Klamotten sehnt. Wir konnten unser Gepäck erst auf dem Weg zur ersten Lodge entgegennehmen und dort angekommen, war es wie Geburtstag und Weihnachten zusammen 🙂 (Nachdem meine Mutter den mittlerweile gegorenen, eingeschweißten Spargel entsorgt hatte) 🤢 Für dieses Jahr wird auch etwas anders gepackt, das Nötigste kommt in den Handgepäck-Trolley.
Aber ihr hattet ja anscheinend doch noch ein paar schöne Tage zum Ausspannen - der Strand ist einfach ein Traum!
Jetzt aber vielen lieben Dank für deinen Bericht, wir haben ihn beide sehr genossen 🙂
Liebe Christina, alles hat ein Ende, leider ist auch die schönste Reise keine Wurst 🤪 ! Mit großem Interesse habe ich euch virtuell begleitet, das muss reichen, denn eure Art zu reisen ist mit meinem Geldbeutel nicht ganz kompatibel 😄 😉 . Nachdem ich bisher fleißig den Dankebutton gedrückt habe, weil alles gesagt wurde, wenn auch nicht von mir 😉, zum Schluss ein besonders kräftiges Dankeschön! Sach ma: Da ich im Moment für Freunde eine Kleingruppen- oder geführte Reise recherchiere, wie gestaltet sich das Zusammenleben mit einem Guide? Ist er immer anwesend? Muss man für die Kosten eine Person hinzuzählen oder reicht das nicht? Falls es dir lieber ist, kannst du auch per PM antworten.
ich wäre noch gerne mit euch auf Safari gereist. So schöne Sachen habt ihr gesehen und erlebt, da kommt dann auch ein bisschen Neid auf. Tolle Fotos hast du gemacht und mir das alles sehr plastisch geschildert. 🙂
Sansibar? Ich weiß nicht. Schon in anderen Berichten habe ich das Gefühl gehabt, ich muss das nicht unbedingt haben. Obwohl die Strände super schön sind und mir an den Malediven erinnern. Beim Gepäckverlust habe ich ein richtiges Deja vu. Das ist uns 1x in Baja California und 1x auf Borneo passiert. An beide Orte gab es nichts zu kaufen und andere Leute haben uns ausgeholfen bis das Gepäck jeweils nach 3 Tagen eintrudelte. Seit dem habe ich immer einen Satz Klamotten + Badeanzug im Handgepäck.
Nochmals herzlichen Dank für den schönen Bericht, es hat Spaß gemacht mit euch "on tour" zu sein. 😛 😛