Champagner8’791 Beiträge · seit 201021. Mai 2024 ·
Sodele Ihr Zwei,
dem Wetter und meiner Erkältung sei dank habe ich hier jetzt auch aufgeholt!
Tinochika schrieb: Solche Fotos sind sicher nicht für alle Betrachter einfach anzuschauen, denn man erkennt noch das arme Gnu, wie es mit Haut und Haaren verspeist wird. Die Jagdszene, wie die Löwinnen das Gnu erlegt haben, konnten wir nicht beobachten und wir sind eigentlich auch froh darüber, nicht dabei gewesen zu sein. „Kills“ live zu sehen, ist nicht so unser Ding. Sehen wir die Beute aber bereits tot, ist der Anblick für uns nicht mehr ganz so tragisch.
Ist zwar nicht so ganz logisch, geht mir aber genau so! 🙄 😵
Das Essen genießen wir allerdings etwas kultivierter als die Löwendamen und natürlich auch gemeinsam.
😎 🤪
Und ich genieße es weiterhin sehr, von euch kostenlos in den KTP "entführt" zu werden (danke dafür 😘 ) und freue mich auf eure letzten Urlaubstage dort!
Nach langer Zeit muss ich mich hier auch mal wieder zu Wort melden. Euer Sichtungsglück ist echt gigantisch und das so schön in Bildern und Geschichten verpackt. Da freue ich mich richtig drauf, nächstes Jahr auch endlich mal wieder in den KTP zu dürfen . Bis dahin erfreue ich mich an euren Erlebnissen und hoffe, dass uns auch ein paar Tiere/Kätzchen vor die Linse laufen.
Hallo ihr beiden, euer Schreibstil und diese fantastischen Fotos sind ein wahrer Hochgenuss. Ich liebe es euch zu begleiten. Meist lese ich die Berichte von unterwegs auf dem Handy, da kommen die Fotos aber längst nicht so zur Geltung wie am PC. Gerade sitze ich vor letzterem und bin froh, dass ich den Riss nicht auf nüchternen Magen in der vollen Größe gesehen habe. Aber mal abgesehen davon, dass der tägliche Überlebenskampf der Tierwelt nicht ganz leicht zu ertragen ist, konntet ihr sehr eindrucksvolle Momente festhalten. Man darf sich halt nicht in die Haut eines Gnus reinversetzen 🙂 . Auch der gedeckte Tisch gehört zum Leben einer von uns so geliebten Raubkatze und das Schnitzel wächst nun mal nicht auf dem Baum. Das eine Foto auf dem die Löwin aussieht als würde sie lächeln, hat mir ganz besonders gut gefallen. Aber ihr habt so viele höchst gelungene Fotos, dass ich keines als schönstes benennen könnte. Dafür gibt es zu viele die mich begeistern. Ich mag gar nicht dran denken, dass euer Bericht irgendwann zu Ende ist. Vielen herzlichen Dank fürs Teilen. Liebe Grüße, Silvia
Nun konnte ich bei eurer Reise auch wieder aufholen. Einfach toll, was ihr uns da für wunderschöne Bilder und unterhaltsame Texte zeigt! Neben den Löwen und Co. freue ich mich auch sehr über die herrlichen Vogelbilder! Vögel gehen einfach immer! Herzlichen Dank fürs Teilen!
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201402. Juni 2024 ·
Champagner schrieb:
Und ich genieße es weiterhin sehr, von euch kostenlos in den KTP "entführt" zu werden (danke dafür )
Hallo Bele,
deine Kommentare und Danke-Button drücken sind doch eine schöne Belohnung. Dafür sagen wir jetzt einfach mal Danke.
jaffles schrieb:
Euer Sichtungsglück ist echt gigantisch und das so schön in Bildern und Geschichten verpackt.
Hallo Claudia,
es freut uns sehr, dass dir unser Reisebericht und die Fotos gefallen.
Mit den Sichtungen hatten wir bis auf Gharagab ( wahrscheinlich werden wir unsere Erlebnisse von 2019 dort nie wieder erreichen) wirklich Glück. Der Zeitpunkt wann wir jeweils losgefahren sind und welche Richtung wir genommen haben, hat sich immer für uns als richtig herausgestellt.
Nacho schrieb:
Das eine Foto auf dem die Löwin aussieht als würde sie lächeln, hat mir ganz besonders gut gefallen
Hallo Silvia,
das ging uns genauso als wir die Fotos für unseren Reisebericht ausgesucht haben.
Sue.ch schrieb:
Neben den Löwen und Co. freue ich mich auch sehr über die herrlichen Vogelbilder! Vögel gehen einfach immer!
Hallo Sue,
das stimmt, wenn mal keine Katzen zu sehen sind, kann man sich immer auf Vögel verlassen.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201403. Juni 2024 ·
23.11.23
Urikaruus - Kieliekrankie
Wie gestern Abend schon geplant starten wir an unserem Abreisetag zu einem Morning Game Drive. Wieder ist unser Ziel Rooibrak. Wir hoffen darauf, dass die Löwin noch bei dem weit entfernten Riss anzutreffen ist. Vielleicht kommt sie ja sogar ans Wasserloch, das wäre für uns der perfekte Start in den Tag. Von Löwen und überhaupt von Katzen kann man ja nie genug bekommen. Vor dem Birding steht bei uns immer noch an erster Stelle das Cat-Watching und wir hoffen bei jeder Begegnung, dass uns schöne Fotos von den anmutigen und geschmeidigen Tieren gelingen. Das spannende dabei ist, dass sich Katzen immer in unterschiedlichster Weise präsentieren. Kaum eine Szene ist wie die andere, wenn man einmal von schlafenden Löwen absieht. Dass wir heute Morgen in besonderer katzenhafter Art und Weise belohnt werden sollten, können wir beim Abholen unseres Laufzettels noch nicht ahnen. Bis Rooibrak begegnet uns unterwegs kaum ein nennenswertes Tier. Natürlich wuseln wie immer Erdhörnchen umher und kleine Vögelchen schwirren unerkannt und unbestimmt durch die Lüfte. Als wir in Rooibrak ankommen, sind wir auf der einen Seite sehr erfreut und auf der anderen Seite auch etwas enttäuscht. Die Löwin liegt entfernt vom Wasserloch am Rand der Düne.
Sie war wohl kurz zuvor schon hier an der Wasserstelle. Jetzt gönnt sie uns noch einen letzten Blick.
Dann macht sie sich auf den Weg hoch hinauf Richtung Dünenkamm. Dort sehen wir schemenhaft immer noch die Beute vom Vortag liegen.
Wir beobachten sie auf ihrem Weg zum Riss. Dabei lugt plötzlich ein zweiter Löwenkopf aus dem Gebüsch. Die Löwin hält sich hier also nicht alleine auf. Am Riss ist sogar noch ein dritter Löwe. Dieser läuft ihr mit hoch erhobenen Schwanz freudig entgegen.
Wie schön! Sie hat Nachwuchs. Gestern Abend hatten wir das gar nicht bemerkt. Es stellt sich heraus, dass es zwei halbwüchsige Löwinnen sind, die sicher schon mit der Mutter gemeinsam auf die Jagd gehen. Alle drei halten sich jetzt, mehr oder weniger gut zu sehen, im Gestrüpp bei ihrer Beute auf. Jetzt heißt es Geduld haben. Es dauert knapp eine Stunde bis sich die beiden Jungtiere in Bewegung setzen und spielend den Hang herunter kommen.
Es macht uns unheimlich viel Spaß sie zu beobachten.
Auf dem Weg zum Wasserloch messen sie ihre Kräfte. Immer wieder kommt es zu gegenseitigen Scheinangriffen und dann schmusen sie wieder miteinander.
Unter Löwengeschwistern besteht ein großer Zusammenhalt. Die Geschwisterliebe hält oftmals über viele Jahre hinweg an. Die Zeit vergeht für uns jetzt wie im Flug. Es gibt so viel zu beobachten. Die Lichtsituationen sind nicht immer optimal. Oft haben wir Gegenlicht beim Fotografieren. Aber so entstehen auch wunderschöne Bilder mit aufgewirbeltem Sandstaub.
Die Auswahl fällt uns diesmal besonders schwer. Wir haben einfach zu viele Fotos gemacht. Das ist wohl unserer Begeisterung geschuldet. Denn zu Hause am PC die richtigen Szenen auszuwählen, bedeutet schon einen enormen zeitlichen Aufwand. Wir haben fast alles doppelt fotografiert. Oft haben wir beide zeitgleich auf den Auslöser gedrückt. Jetzt beim Schreiben des Berichtes müssen wir uns irgendwie einigen, welche Bilder von wem genommen werden. Das Ergebnis ist eine gleiche Verteilung der Fotos auf uns beide von diesem „Löwen-Morgen“. Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir euch damit nicht langweilen. Stattdessen wollen wir etwas von unserer Begeisterung hier gerne an euch weitergeben. Die Jungtiere gehen nun an die Wasserstelle und trinken ausgiebig.
So viel Bewegung macht eben durstig. Anschließend legen sie sich kurz am Wasserloch flach auf den Boden und beobachten eine Gnuherde.
Die Gnus haben sich langsam genähert, die Gefahr aber rechtzeitig erkannt. Hier werden sie heute nicht trinken.
Am Wasserloch herrscht nun gähnende Leere. Wenn die Könige da sind, muss das Fußvolk warten. Die Gnus bleiben in einem sicheren Abstand unter den Kameldornbäumen stehen. Der Spieltrieb der jungen Löwen ist jedoch größer und sie verlieren bald das Interesse an der Herde Lieber noch eine Keilerei unter Geschwistern, das macht mehr Spaß.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201403. Juni 2024 ·
Mittlerweile ist auch die Löwenmutter wieder zurück im Tal. Eine der jungen Löwinnen gesellt sich sofort zu ihr. Den Gnus dauert die Wartezeit zu lange. Die Ersten rennen, als ginge es um ihr Leben die Düne hinauf. Mit großer Geschwindigkeit laufen sie an den Löwen vorbei. Die restliche Herde folgt ihnen. Eine kleine Löwin startet einen Angriff in Richtung der Gnus. Die Löwenmutter und die Schwester beobachten die Aktion. Allzeit für ein Eingreifen bereit.
Es war aber nur eine halbherzige Spielerei. Die Gnus sind schnell verschwunden und hinterlassen nur eine Staubwolke.
Das erfolglose Anpirschen an die vermeintliche Beute hat den Jagdtrieb bei der kleinen Löwin erst richtig angestachelt. Irgendwie muss sie sich noch abreagieren. Was passt da am besten. Natürlich ein weiteres Spielchen mit der Schwester.
… Give me five
Die Löwen machen es sich im Schatten unter einem Baum gemütlich.
Jetzt wagt sich auch als erste eine Riesentrappe ans Wasserloch. Zu ihr gesellt sich ein Schakal.
Die Löwen sind inzwischen vom langen Toben müde geworden und liegen nur noch faul herum. Die Löwenmama hat sich den Bauch am Riss vollgeschlagen und ist auch zu keiner größeren Regung mehr fähig.
Jetzt kommen wir zur Szenerie „schlafende Löwen“. Das bedeutet für uns Abschied nehmen. Wir fahren zurück.
In Urikaruus erwartet uns die nächste Überraschung. Der Löwe mit der markanten Narbe am Auge hat es sich bei Bungalow 4 gemütlich gemacht. Sein Blick richtet sich auf das Wasserloch, während er im Schatten ruht.
Für diesen Urlaub sehen wir unseren „alten Freund“ zum letzten Mal. Eric ist mit dem Säubern von Bungalow 2 beschäftigt. Natürlich hat er den Löwen dabei auch im Auge. Wir sagen ihm kurz Bescheid, dass wir jetzt unsere Sachen zusammenpacken und anschließend auschecken wollen. Am Wasserloch hält sich eine kleine Herde Kudus auf. Wir machen ein paar Fotos von ihnen und räumen anschließend unsere Gepäck ins Auto.
Bevor wir endgültig losfahren, bleiben wir noch am Eingang von Chalet 2 stehen. Eric sagt, wir können ruhig auf dem Verbindungssteg in Richtung Chalet 4 gehen. Dort liegt noch immer der alte Herrscher des Auobtals.
Wir nähern uns vorsichtig, doch anscheinend fühlt er sich heute durch uns gestört und verlässt sein Ruhelager.
Er sieht etwas ramponiert aus und eine Pfote scheint verletzt zu sein. Humpelnd läuft er über die Zufahrtsstraße des Camps in Richtung Ausfahrt.
Eric sagt, dass er tagsüber oft am Wasserbehälter schläft. Allzu schwer dürfte seine Verletzung jedoch nicht mehr sein, denn trotz dieses Handicaps legt er noch größere Entfernungen zurück. Am Anfang unseres Aufenthaltes haben wir ihn in Rooibrak gesehen und jetzt an unserem Abreisetag in Urikaruus. In anderen Berichten aus verschiedenen Foren war er später im Februar und März dieses Jahres beim Dertiende Boorgat mit seiner kleinen Familie zu sehen. Er hat sich also von seiner Verletzung wieder gut erholt. Das macht uns glücklich. Kurz vor 10:00 Uhr verabschieden wir uns herzlich von Eric und bedanken uns für seine gute Betreuung und seinen „heldenhaften“ Einsatz bei unserer Puffotter-Rettung, die für Mensch und Tier ein glückliches Ende gefunden hatte. Dieses Ereignis wird uns allen bestimmt im Gedächtnis bleiben. Auf dem Weg zur Ausfahrt stoppen wir noch kurz in Höhe des Wasserbehälters. Am rechten Rand der Verkleidung können wir schemenhaft den Löwenkönig erkennen.
Eric weiß eben Bescheid, wo seine Pappenheimer zu finden sind.
Auf geht’s zu neuen Zielen und unserer letzten Station - KIELIEKRANKIE -
Liebe Löwenbändiger, DONNERLÜTTCHEN! Da haben sich die Unkosten für den Old Sedwick wirklich gelohnt! Liebe Grüße -etwas neidisch zugegebenermaßen- Friederike
Hallo ihr beiden, das sind ja wieder super tolle Fotos von euch.
Das richtige Auge dafür habt ihr auf jeden Fall, das Quäntchen Glück bei den Sichtungen ist immer auf eurer Seite und der Rest ist einfach fotografisches Können.
Ich mag besonders die Aufnahmen im Gegenlicht - sie haben etwas Dynamisches.
Liebe Tinochikas, das sind ja mal Fotos, die man auch nach dem gefühlt tausendsten Löwenbild wirklich gern ansieht! Wow - tolle Sichtung und grandios eingefangen. Gekonnt ist gekonnt!
Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir euch damit nicht langweilen. Stattdessen wollen wir etwas von unserer Begeisterung hier gerne an euch weitergeben.
Hallo ihr Zwei,
macht ihr Scherze - Langweile kommt bei der genialen Fotoserie wirklich nicht auf! Ich bin total begeistert von den Hammerbildern und echt froh, dass wir die nächste KTP Tour schon gebucht haben, sonst müsste ich wohl heute Abend noch mit der Planung beginnen!
Was das "Give me five" Foto betrifft, bin ich mit Sascha
Danke euch beiden für die Löwen Bilderflut der spielenden Löwen. Das war wirklich unerhört schön für mich die zu sehen, habe ich doch auch ein lion heart. Danke für Teilen! Katrin
Genau das macht den Unterschied….. Es dauert knapp eine Stunde bis sich die beiden Jungtiere in Bewegung setzen und spielend den Hang herunter kommen.
Ich gestehe, dass ich oft zu ungeduldig bin und dann doch schon nach 20 Minuten weiter fahre, wenn nix am Wasserloch passiert… 😗
Eure Ausdauer hat sich gelohnt! Ganz großes Löwenkino zeigt Ihr hier ~ und auch wenn es die zigste Löwen-Bilder-Story ist: ich bekomme davon nie genug und bin total begeistert! 🤩
1000 Dank für die Teilhabe !
Ganz viele liebe Grüße 😘 Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Liebe Ingrid, lieber Hartwig, den Lobeshymnen vor mir muss ich mich uneingeschränkt anschließen. Solche sagenhaften Löwenfotos kann man getrost unlimitiert hier einstellen. Da geht dem Betrachter bei jedem einzelnen Bild das Herz auf und leider geht auch ein bisschen Neid mit einher. Wahnsinn wie geduldig ihr seid und wie ihr dafür belohnt werdet. Das "Give me five" ist der Oberknaller. Wow, Wow, Wow...aber auch die Szenen mit dem aufgewirbelten Staub ziehen meinen Blick in den Bann. Gut, dass ihr nicht weniger Bilder gezeigt habt . Ihr seid mir vielleicht Glückskinder!
Nun habe ich aber als jemand der noch nie im KTP war und ohne Campingerfahrung ist, eine wichtige Frage: Ich könnte mir vorstellen, dass ich nach einem Morgen Drive ein dringendes Bedürfnis hätte, welches keinen Aufschub duldet. Wie macht ihr das, wenn die Zeit drängt und ein Löwe mitten auf dem Weg liegt und nicht den Eindruck erweckt, dass er euch gnädig gesinnt ist und den Weg frei gibt? Ich könnte mir vorstellen, dass es im Fahrzeug zu einer Geruchsbelästigung für Uwe käme....oder noch schlimmer, für mich 😮 Habt ihr ein Camping WC auf dem Rücksitz? 🤪, oder tragt ihr Pampers? Oder kommen euch die Tränen bis die Blase leer ist? Oder welche Möglichkeiten gibt es sonst noch?
Ich mag gar nicht dran denken, dass eure Reise irgendwann zu Ende ist. So ging es mir auch bei Schorsch und Schorschine, plötzlich war Schluss mit dem Reisen auf den billigen Plätzen 🙁
Liebe Silvia Dieser kleine Helfer funktioniert auch im Auto oder im Dachzelt. Tipp: Zuerst mal zuhause ausprobieren unter der Dusche resp. in der Badewanne, 😗
Oh Danke Daniela, was es nicht alles gibt. So ein Ding wird auf jeden Fall zum Reisebegleiter für unseren Besuch im KTP. Und das Üben unter der Dusche ist eine gute Idee 😁 . Nach einem Gin Tonic zum Sundowner dürfte es aber für mich ein Problem mit der Treffsicherheit geben, denn ich bekomme schon vom Geruch von Alkohol einen Vollrausch 😄. Den Gin kann ich noch nicht mal gegen Pfefferminztee austauschen, denn das wäre noch schlimmer 😄
Von Langeweile keine Spur! Die Fotos sind sensationell. Das give me five ist auch mein Favorit! Herzlichen Dank!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201419. Juni 2024 ·
CuF schrieb:
DONNERLÜTTCHEN! Da haben sich die Unkosten für den Old Sedwick wirklich gelohnt!
Hallo Friederike,
die Unkosten halten sich für den Old Sedgwick in Südafrika mit 2,50 Euro gerade noch so in Grenzen. Wenn man das Zeug in Deutschland z.B. bei Amazon bestellen würde, kostet die Flasche locker 25 Euro.
take-off schrieb.
Das richtige Auge dafür habt ihr auf jeden Fall, das Quäntchen Glück bei den Sichtungen ist immer auf eurer Seite und der Rest ist einfach fotografisches Können.
Hallo Dagmar,
und viel Geduld beim Warten im Auto gehört natürlich auch dazu. Danke für deinen tollen Kommentar.
H.Badger schrieb:
das sind ja mal Fotos, die man auch nach dem gefühlt tausendsten Löwenbild wirklich gern ansieht!
Hallo Sascha,
dann bist du hier genau richtig, es kommen nämlich noch ein paar (nicht ganz tausend 🙂 ) Löwenbilder.
Daxiang schrieb:
Ich bin total begeistert von den Hammerbildern und echt froh, dass wir die nächste KTP Tour schon gebucht haben
Hallo Konni,
uns geht es genauso, wir sind aber schon im Januar im Park.
Sadie schrieb:
Danke euch beiden für die Löwen Bilderflut der spielenden Löwen. Das war wirklich unerhört schön für mich die zu sehen, habe ich doch auch ein lion heart.
Hallo Katrin,
es gibt kaum was Schöneres, wenn man Tiere beim Spielen und Herumtollen beobachten kann. Ganz besonders Spaß macht es natürlich, Tierkindern beim Spielen zuzusehen.
tigris schrieb:
Ich gestehe, dass ich oft zu ungeduldig bin und dann doch schon nach 20 Minuten weiter fahre, wenn nix am Wasserloch passiert…
Hallo Simone,
ein wenig Geduld gehört natürlich dazu. Wenn man dann mit so tollen Fotos dafür belohnt wird, ist die Warterei schnell vergessen.
Nacho schrieb:
Ich könnte mir vorstellen, dass ich nach einem Morgen Drive ein dringendes Bedürfnis hätte, welches keinen Aufschub duldet. Wie macht ihr das, wenn die Zeit drängt und ein Löwe mitten auf dem Weg liegt und nicht den Eindruck erweckt, dass er euch gnädig gesinnt ist und den Weg frei gibt?
Hallo Silvia,
im KTP kommt man meistens nicht in solch eine prekäre Situation. Es gibt genügend Rastplätze wo man auf Toilette gehen kann. Und wenn ein Löwe im Weg liegt, einfach umdrehen und in die andere Richtung fahren.
ANNICK schrieb:
Ihr muesst echt eine Anziehungskraft fuer Loewen haben......
Hallo Annick,
darüber sind wir selbst oft genug erstaunt. Wir hoffen, das bleibt auch auf unseren zukünftigen Reisen so.
Enilorac65 schrieb:
Das give me five ist auch mein Favorit!
Hallo Caroline,
bei dieser Löwenserie stimmen wir dir voll zu.
Heute geht es noch weiter mit dem zweiten Highlight des Tages.
Wir freuen uns, dass ihr so zahlreich mit uns reist und freuen uns über jeden Kommentar und natürlich auch die Dankies.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201419. Juni 2024 ·
23.11.23
Auf dem Weg nach Kielie
Wir ziehen um und Jstor zieht mit
Bei Rooibrak liegt die Löwenmutter mit einem Jungtier noch immer an der gleichen Stelle im Schatten.
Ihr zweites Löwenmädchen können wir nicht entdecken. Jetzt um diese Uhrzeit erwarten wir auch keine besonderen Sichtungen mehr. Es ist einfach zu heiß für Mensch und Tier. Hinter Montrose sehen wir am Straßenrand im Schatten eines Baumes einen Geländewagen stehen. Wir halten vor dem Auto an und scannen die Abbruchkante ab. Entdecken können wir nichts und fahren daher ein Stück zu dem parkenden Fahrzeug zurück. Wir treffen auf ein südafrikanisches Paar. Sie sind sehr freundlich und wir kommen ins Gespräch. Sie erzählen uns, dass sich hinter einem großen Busch ein Leopard versteckt haben soll, aber so genau wissen sie es auch nicht, da sie den Tipp von einem anderen Reisenden erhalten haben. Schon seit zwei Stunden hoffen sie darauf, dass sich die Katze zeigt.
Also ist das alles nur eine sehr vage Sache. Da wir noch nichts gegessen haben und auch unsere Lebensmittel so langsam wieder gekühlt werden müssen, bleiben wir nicht mehr lange und fahren weiter. In Kieliekrankie werden wir von Willem begrüßt, bekommen Chalet Nr. 2. und sind mit der Lage des Bungalows sehr zufrieden. Wir räumen unsere Kühltaschen aus und verstauen alles im Kühlschrank. Das geht jetzt gegen Ende unserer Reise ganz fix. Wir haben gut geplant und all zuviel an Lebensmitteln ist nicht übrig geblieben. Dann brühen wir uns einen frischen Kaffee auf und bereiten ein schmackhaftes Frühstück als „welcome back“ Geschenk für uns zu. Wir decken den Tisch auf der Terrasse ein und erhalten prompt Besuch. Ein neugieriger Weißbürzel-Singhabicht landet auf einem Stuhl am gedeckten Tisch.
Als er bemerkt, dass bisher nur Geschirr darauf steht sucht er wieder das Weite.
Er hat wohl gesehen, dass für ihn kein Gedeck vorgesehen ist. Und da es nichts zum Stibitzen gibt, muss er sich woanders seine Mahlzeit suchen. Wir nehmen uns Zeit, die neu bezogene Unterkunft zu genießen. Hängen einfach ein wenig ab und ruhen uns aus. Das frühe Aufstehen macht sich meist um die späte Mittagszeit bemerkbar und man wird einfach ein wenig träge und müde. Dann raffen wir uns allerdings noch einmal auf und treffen Vorbereitungen für unseren für heute geplanten Grillabend. Das bedeutet, die Kartoffeln müssen geschält werden, der Kürbis muss gewürfelt und Ingwer muss geschnippelt werden. So brauchen wir am Abend nur noch den Grill anzuzünden, den Kürbis im Topf zu kochen und darauf zu warten, bis das Holz verglüht ist, um dann unser letztes Rinderfilet entspannt zu grillen. Wenn wir diese Vorbereitungen nicht treffen würden, dann würde, wie wir uns so kennen, wegen Faulheit, das Grillen zu hundert Prozent am Abend nach dem Game Drive ausfallen. Dass bei Montrose ein Leopard sein soll, lässt uns jedoch bald unruhig werden. Wir schaffen es gerade noch ein Schlückchen von unserem Sedwick‘s Old Brown Sherry zu trinken, damit uns die Sichtungsfee auch weiterhin hold ist. Dann schnappen wir uns die Kameras und los geht’s. Verpassen wollen wir den Leo natürlich nicht. Kurz nach 15:00 Uhr fahren wir in Richtung Montrose Wasserloch los. Als wir an dem großen Busch an der Abbruchkante ankommen, steht ein anderes Fahrzeug an der Stelle, wo wir am Vormittag mit den Südafrikanern gesprochen hatten. Sie haben das schöne schattige Plätzchen unter dem Baum übernommen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als eine andere Position in der prallen Sonne einzunehmen, die Fenster zu öffnen und zu warten. Die Zeit des Wartens auf einen Leoparden, von dem wir nur vermuten, dass er da sein könnte, ist bei der extremen Hitze schon quälend. Nur ein Rotschwanzschmätzer bringt für einen kurzen Moment Abwechslung.
Hinzu kommt, dass es hier von penetranten und bissigen Fliegen nur so wimmelt. Kaum streckt man den Kopf oder einen Arm aus dem Autofenster, schon greifen sie an. Wir denken über diejenigen nach, die sich für ein Gesetz über ein Nachtflugverbot von Mücken einsetzen und würden jetzt gerne zusätzlich noch ein Gesetz für ein Tagflugverbot bissiger Fliegen einfordern. Ach, wie schön wäre es jetzt in Mexico, am Strand von Tulum, in einer Hängematte zwischen zwei Palmen zu liegen, den Wind in den Haaren zu spüren und anstelle der Kamera einen Frozen Tequila in der Hand zu halten. Die Hitze verwirrt zuweilen das Gehirn 🙂 Lange hält dieser Zustand glücklicherweise nicht an. Das Warten hat sich gelohnt !!! Genau wie von den Südafrikanern heute Vormittag vermutet, kommt behäbig ein Leopard aus seinem Versteck hinter dem Busch hervor.
Die ganze Zeit unseres bisherigen Aufenthaltes hatten wir kaum Wolken und keinen Hauch von Regen. Während wir hier warten, hat sich der Himmel immer mehr bedeckt. Es beginnt sogar etwas zu nieseln, aber das ist leider zu wenig für die völlig ausgetrocknete Landschaft. Der Katze passt das jedoch ganz und gar nicht. Kaum hat sich der Leo gezeigt, verschwindet er bei den ersten Tropfen auch schon wieder in seinem Unterschlupf.
Alle hier warten verzweifelt auf Regen. Auch wir haben uns diesen herbeigesehnt, damit sich die Natur wieder erholen kann. Aber gerade jetzt wo ein schöner Leo aus seinem Versteck kommt, muss es auch nicht regnen. Katzen meiden ja eher das Wasser und wenn das Nass von oben kommt suchen sie gerne ein trockenes Plätzchen auf. Die kleine Regenwolke verschwindet genauso schnell, wie sie gekommen ist. Das merkt glücklicherweise auch der Leopard. Er kommt wieder aus dem Gebüsch hervor, setzt zu einem Sprung an und läuft hoch zur Abbruchkante.
Leider ist das Licht in diese Richtung nachmittags nicht besonders gut. Wie schön war es noch vor drei Tagen, als Jstor bei Rooiibrak im goldenen Morgenlicht auf der Abbruchkante herumspazierte. Wir hoffen wieder Glück zu haben, genügend Zeit bis zum Sonnenuntergang bleibt uns noch. Von hier sind wir auch relativ schnell wieder in Kieliekrankie. Rechtzeitig zum Torschluss zurück zu sein, ist daher kein Problem. Vielleicht kommt der Leo ja noch den Hang herunter. Das wäre schön und ein genialer Abschluss für diesen ereignisreichen Tag. Kaum ist dieser Gedanke zu Ende gedacht, macht sich die grazile Katze auf den Weg.
Jetzt zeigt es sich, dass sich das quälende Warten in der Sonne für uns gelohnt hat. Wir wundern wir uns jetzt allerdings nicht mehr. Es ist tatsächlich Jstor. Sicher hat er uns von Weitem schon erkannt 😎 und läuft in gewohnter Manier direkt auf uns zu.
Er ist mit uns ein Stück weiter ostwärts von Rooibrak nach Montrose umgezogen, als ob er wüsste, dass wir es von dort nicht mehr so weit für die Rückfahrt nach Kieliekrankie haben. So haben wir auch jetzt wieder die Chance, ihn sehr lange bis in die späten Abendstunden beobachten zu können. Mittlerweile haben sich noch weitere Fahrzeuge hier eingefunden. Jstor läuft am Hang entlang in Richtung Montrose Borehole.
Die hinter uns stehenden Game Driver befinden sich näher am Wasserloch und fahren natürlich jetzt direkt vor uns dorthin. Sie belegen die Plätze direkt vor dem Bohrloch. Wir fahren rückwärts und ergattern gerade noch eine Lücke an der Zufahrt vom Wasserloch. Von hier haben wir auch noch einen guten Blick auf die Wasserstelle. Genau dieser Standort erweist sich später noch als ideal. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass Jstor über die Straße kommt. Lange dauert aber unsere Enttäuschung über den vermeintlich schlechteren Standplatz nicht, denn wieder meint es der Leo gut mit uns. Er kommt erneut direkt auf uns zu, um vor unserem Auto zum Wasserloch zu gehen.
So langsam wird es auch für uns etwas unheimlich. Liegt es am „Willi“ oder am „klebrigen Zeug“ oder mag uns Jstor wirklich? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Nachdem er getrunken hat, läuft er in die Richtung der anderen Autos, wirft uns dabei noch einen kurzen Blick zu, überquert die Straße und legt sich hinter einen Busch.
Da hinter uns kein Auto steht, fahren wir an den Straßenrand auf die andere Seite vom Bohrloch. Hinter der Böschung macht es sich Jstor richtig bequem. Zwischen mehreren Büschen legt er sich in eine kleine Lichtung. Kein Halm und kein Gestrüpp versperrt unseren Blick auf den Leoparden.
Wir sind nun die Einzigen, die ihn in dieser Position so ungestört und vor allen Dingen so nah beobachten können. Jetzt bewahrheitet sich der Satz „Die Letzten werden die Ersten sein“. Besser hätten wir es nicht treffen können.
Da Ingrid hinten im Auto sitzt, ist sie vom Blickwinkel noch zufriedener als Hartwig. Er hadert ein wenig mit seinem Schicksal als Fahrer.
Als Jstor aber schließlich direkt auf ihn zukommt und sich vor die Fahrertür setzt, wird ihm die Vertrautheit und Nähe doch etwas zu viel.
Wir schließen jetzt beide doch lieber die Fenster. Zum Glück sind die Scheiben einigermaßen sauber und im sicheren Schutz hinter dem Glas gelingen uns noch ein paar Porträts von dem wunderschönen Leoparden.
Die Stunden bis kurz vor 19 Uhr sind dank Jstor am heutigen Nachmittag sehr kurzweilig geworden. Das Licht wird jetzt auch schon schlechter und wir müssen noch etwa 25 Kilometer bis Kielie zurückfahren. Jstor steht nun auch auf und geht noch einmal zum Wasserloch. Ein Moment, auf den alle, die noch hier sind, sehnlichst gewartet haben.
Nur wir nicht, wir sind hochzufrieden. Um in aller Ruhe noch zurückzukehren, brechen wir jetzt auf. Tschüss, Jstor bis Januar 2025. Hoffentlich sehen wir uns dann wieder. Auf der letzten Anhöhe, bevor wir Kieliekrankie erreichen, wird das Licht noch einmal besonders schön.
Kurz nach Sonnenuntergang ist eine Fuchsmanguste unterwegs. Wir stoppen kurz und werden von ihr neugierig beäugt, bevor sie des Weges zieht.
Am Camp angekommen, unterhalten wir uns kurz mit Willem und berichten ihm von unserer Sichtung. Er fragt, ob bei uns im Chalet alles in Ordnung sei und ob er noch etwas für uns tun könnte. Wir bedanken uns bei ihm. Alles ist Bestens und wir wünschen ihm eine Gute Nacht. Hochzufrieden über diesen schönen Tag im Kgalagadi Park genehmigen wir uns einen Sundowner. Dank unserer Vorbereitungen ist das Abendessen auch schnell zubereitet. Das Steak und der Kürbiseintopf schmecken vorzüglich. Einen ganzen Tag und einen weiteren Vormittag haben wir noch. Etwas Wehmut kommt vor dem Schlafengehen auf. Viel zu schnell ist wieder einmal die Zeit in unserem Lieblingspark vergangen und wieder einmal endet sie an einem so wundervollen Ort wie Kieliekrankie. Wenn wir nicht wüssten, dass wir zurückkommen werden, wären wir jetzt, trotz der schönen Erlebnisse, fast ein wenig traurig.