Die Eulenmuckels cruisen vom KTP ins Kaokoveld

Reisebericht 325 Antworten · 80,4k Aufrufe · gestartet 24. März 2020 von Eulenmuckel
8’796 Beiträge · seit 201001. Apr. 2020 ·
wölfe schrieb:Hallo Bele,
wie immer ein schöner Bericht.
🤩

Hallo Wölfe,

bitte schmückt mich nicht mit fremden Federn, diesen Bericht schreiben Ruth und Uwe, die Eulenmuckels!!!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
12 Beiträge · seit 201801. Apr. 2020 ·
Upps, meinte ich ja auch.
Ihr seid halt zu oft zusammen unterwegs.
Grüße an Ruth und Uwe.
Toller Bericht!

Wölfle
Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200602. Apr. 2020 ·
@Sam: Vielen Dank für eure Geschichte aus der Reihe "Aktenzeichen Polentswa ungelöst". Wir sind sehr froh, dass du unseren Reisebericht mit so einer blutrünstigen Geschichte aufpeppst. 😉
Wir hätten auch lieber Stellplatz Nummer 1 gebucht, der aber leider schon belegt war. Im Nachhinein gefällt es uns aber generell bei Polentswa extrem gut. Wir hatten dort schon viele schöne Abende und möchten auf keinen davon verzichten.
Ich weiß auch nicht, was wir an eurer Stelle gemacht hätten. Aber ob wir auch noch die 60 Kilometer bis Nossob zurück gefahren wären – ich glaube nicht.
An den Kapstädtern, die euch angesprochen haben, merkt man, wie klein der KTP offensichtlich ist.
Nochmal danke für die tolle Story und keine Sorge wegen OT.

@Tanja: Besten Dank für deine Nachricht. Wir freuen uns auch über den Regen im südlichen Afrika. Für eure geplante Reise im Dezember drücken wir euch die Daumen.
Liebe Grüße in die Nachbarschaft

@Wölfe: Danke für euer Lob. Vermutlich wird eure Afrika-Sehnsucht bis zum nächsten Jahr unendlich groß. Aber damit seid ihr hier in bester Gesellschaft. Willkommen im Selbsthilfe-Forum!
Ich finde übrigens nicht, dass wir ZU oft mit Bele und Matthias zusammen unterwegs sind. 🙂

Da Bele ja offensichtlich nicht an ihrem Reisebericht weiterschreibt, werden wir mal den nächsten Tag hier einstellen. 😉

Vielen Dank für eure Geduld. Es geht heute noch weiter.

Liebe Grüße
Uwe
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4’387 Beiträge · seit 201503. Apr. 2020 ·
....heute?

23.27 Uhr 😗
Gut's Nächtle
Friederike
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Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200603. Apr. 2020 ·
Tag 7 – 19. Juli 2019 – Bis Union‘s End

Polentswa

Heute Morgen zeigte das Thermometer beim Aufstehen knapp fünf Grad. Gerade in Polentswa hatten wir schon deutlich frostigere Nächte erlebt. So packten wir in aller Ruhe und gut gelaunt unsere Sachen zusammen, während wir eine Tasse Tee bzw. Kaffee schlürften und Uwe einen Rusk mümmelte. Ruth sammelte die Kerzenreste ein, die die Hyäne gestern noch übrig gelassen hatte.
Mit Sonnenaufgang fuhren wir los zum Polentswa Wasserloch.

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Dort lag ein einzelner Schakal und hätte sich gerne eine der vielen Tauben geschnappt, die am Wasser landeten. Zweimal versuchte er sein Glück halbherzig, hatte aber keinen Erfolg. Dann trottete er davon.

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Wir blieben auch nicht länger und fuhren zum nächstsüdlichen Wasserloch Kousant. Auch dort war nicht viel los, außer ein paar Oryx und Springböcken waren keine Tiere anwesend.

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Darum drehten wir wieder um und fuhren fortan weiter nach Norden. Bei Polentswa stoppten wir erneut, da sich gerade ein schöner Kudubulle dem Wasser näherte. Hoch erhobenen Hauptes scannte er aufmerksam die Umgebung. Hier musste er keine Sorge haben, denn es lag ja eh nichts Gefährliches im Busch.

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Der Schakal von vorhin oder ein anderes Tier aus seiner Familie hatte sich auch wieder eingefunden, war jedoch ebenso erfolgreich wie vor einer Stunde. Alle Tauben flogen davon, und er ging leer aus.

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Glanzstar

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Die ersten Gruppen an Flughühnern umkreisten mit lautem Tschu-tschu-tschuuu die Wasserstelle und verscheuchten mit ihrem Radau den Schakal. So richtig groß kann sein Hunger nicht gewesen sein, denn sein Frühstückstisch war gerade mit vielen leckeren Hühnchen reich gedeckt.

Nama- und Fleckenflughühner

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Da hier nicht viel mehr zu erwarten war, fuhren wir zum Picknickplatz Lijersdraai. Kurz davor gibt es ein neues Wasserloch, heute aber auch ohne Tiere. Auf der großen Ebene vor Lijersdraai strolchte in weiter Entfernung ein Honigdachs herum, schnüffelte und grub hier und da, dass der Sand in hohem Bogen hinter ihm aufflog. Aber leider kam er uns nicht näher. So machten wir eine Picknickpause auf dem Rastplatz. Wir aßen Brötchen mit Nutella und Marmelade.

Maricoschnäpper

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In den Sträuchern rund um den Steintisch und die Bänke wuselte eine Großfamilie Streifenmäuse herum. Sie kletterten in den dünnen Ästen, manchmal wagte sich eine aus der Deckung heraus und flitzte über den Platz.

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Ruth lief mit der Kamera ein paar Vögeln hinterher, als sie plötzlich ganz hektisch wurde und vorsichtig – so schnell es möglich war, ohne es zu verscheuchen – im Zickzack hinter irgendetwas herrannte. Das Tier musste ziemlich schnell unterwegs sein, denn Ruth wechselte mehrfach die Richtung, setzte die Kamera an, änderte wieder die Position, hastete ein paar Meter weiter und versuchte es erneut. Uwe beobachtete das Spektakel aus der Ferne, wurde aber zusehends neugieriger, um was es sich denn handelte. Nach einer Weile kam Ruth stolz angelaufen, um ihm ihre Beute zu präsentieren: eine kleine Elefantenspitzmaus.

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Wir waren total begeistert, da diese schon lange auf unserer Wunschliste stand und schlugen uns direkt noch einmal in die Büsche, um nach dem kleinen Kerlchen Ausschau zu halten. Tatsächlich konnten wir es nach einiger Zeit wieder entdecken und dabei beobachten, wie es von Busch zu Busch huschte. Wir waren total beeindruckt, wie schnell diese Maus rennen konnte.

Hier kommt die Maus!

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zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2020
Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200603. Apr. 2020 ·
Weit über eine Stunde ließen wir uns Zeit und genossen die warmen Sonnenstrahlen während unseres Frühstücks. Bis auf die verschiedenen Vögel gehörte uns die Picknicksite heute Morgen ganz alleine. es war herrlich ruhig und friedlich.

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Die Weber und Glanzstare spekulierten wieder auf den ein oder anderen Brotkrumen, und wir mussten sehr aufpassen, dass sie uns das Brot nicht vom Teller schnappten.

Siedelweber

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Meisensänger

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Mit unseren Wasservorräten waren wir ein wenig spendabler. Wieder versammelte sich eine ganze Vogelschar unter dem tropfenden Hahn zum Trinken.

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Gelbbauchgirlitz

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Obwohl es wieder einige Kilometer zu fahren waren, peilten wir das obere Ende der Strecke an: Union‘s End. Bis dahin zog sich der obere Nossob dahin, Gnus, Strauße und einige Riesentrappen säumten den Weg. Ab und zu sahen wir auch ein paar Gabelracken und Gelbschnabeltokos. Bis auf diesen Zwergfalken ließ sich nichts Besonderes blicken, so dass wir schnell voran kamen.

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Bei Union‘s End machten wir eine kurze Pause und hielten dann etwas weiter südlich beim gleichnamigen Rastplatz auch noch einmal.

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Kalahariheckensänger

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Der Rückweg am Nachmittag war bis auf ein paar schnell flüchtende Erdmännchen wenig abwechslungsreich. Dieses Jahr scheint sich kaum ein Löwe oder Leopard, keine Hyäne und erst recht kein Karakal blicken zu lassen. Im hellen Sonnenlicht und mitten am Tage waren die Voraussetzungen hierfür möglicherweise auch nicht optimal. Plötzlich fiel uns unser Daxiang-Bestechungs-Willi wieder ein. Wir hatten ihn natürlich extra von daheim mit in die Reisetasche gepackt, und dort schlummerte er noch immer. Kein Wunder, dass die spektakulären Sichtungen bisher ausgeblieben waren. Das würden wir heute Abend ändern.
Zurück bei Lijersdraai aßen wir Butterbrote und vertraten uns wieder mal die Beine.

?

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Maricoschnäpper

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So lange im Auto zu sitzen, strengt schon an. So lange nur wenig zu sehen, strengt noch mehr an, besonders die gute Laune. Zurück am Polentswa Wasserloch freuten wir uns daher umso mehr über eine Familie Gaukler.

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Wie gestern saß ein Altvogel im Wasser, ein weiterer landete auf einem Baum. Diesmal war auch noch ein Jungvogel dabei und trank ausgiebig. Es ist wohl typisch für Gaukler, dass sie ewig am Boden bleiben und im Wasser stehen.

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Unsere Campnachbarn aus Polentswa kamen auch wieder, und gemeinsam harrten wir weiterer Sichtungen.
Da die leider ausblieben, fuhren wir um kurz nach fünf hoch zu unserer Campsite. Uwe duschte, und wir genossen den eindrucksvollen Sonnenuntergang.

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Wir grillten Eland-Filet und machten gemischtes Gemüse in Alufolie. Dazu brauchten wir viel Glut, dementsprechend dauerten die Vorbereitung für unser Abendessen etwas länger.

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Bevor der Vollmond aufging, machte Uwe ein paar Sternenaufnahmen.

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Heute Abend kam keine Hyäne zu Besuch. Stattdessen schaute während unseres Abendessens ein kleiner Kapfuchs im Dunkeln vorbei.

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Die Aussicht und Stille in Polentswa hat uns wieder mal gut gefallen. Für uns ist dies schon ein besonderer Platz. Morgen geht es wieder nach Süden bis Rooiputs.

Kilometer: 168
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zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2020
4’387 Beiträge · seit 201503. Apr. 2020 ·
Guten Morgen, liebe Eulenmuckels,
da hätte sich das Aufbleiben gestern Nacht wirklich gelohnt 😎
Zwischendurchdank!
Friederike
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444 Beiträge · seit 201403. Apr. 2020 ·
Hallo Eulenmuckels,

die Maus kann ja Galopp 🤩!

Vielen Dank für die Vertreibung des Lagerkollers!

Liebe Grüße aus AC
Ute
8’796 Beiträge · seit 201003. Apr. 2020 ·
Hallo Ihr Zwei,

die Maus ist wirklich zuuu süß 😘 !

Zu diesem Flattermann mit den krassen Augen

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bzw. der Aufnahme davon kann ich nur gratulieren - in meiner Erinnerung sind diese Meisensänger (soooo einfach geht das mit dem Namen also? Matte hat mir den immer als Chestnut-vented Titt-Babbler verkauft, ich glaube, diese Bezeichnung vergess ich mein Leben nicht mehr! 😄 ) hyperaktiv. Ihr hättet euren Spaß gehabt, wenn Ihr gesehen hättet, wie Matthias und ich am Hosea Kutako Flughafen hinter einem her waren.... 🙄

Danke mal wieder zwischendurch für die gute Unterhaltung - und liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2020
106 Beiträge · seit 201304. Apr. 2020 ·
Aber indem wir das schreiben, haben wir einen Kloß im Hals. Denn vielmehr als auf die virtuellen Reisewochen würden wir uns auf die echte Reise mit euch zusammen freuen. Doch die ist zurzeit so ungewiss und fern.
Oh ja! So wunderbar wie immer euer Bericht ist, irgendwie macht das Lesen den Kloß grad noch größer 😐
Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200605. Apr. 2020 ·
@Ingrid: Das Sternenbild finden wir auch gelungen. Freut uns, dass es dir gefällt.

@Bele: Der Trick ist, dass man sich immer den leichteren Vogelnamen aussucht. Beim Meisensänger ist es der deutsche, beim Blaustirnblatthühnchen der englische. 🙂

Liebe Grüße
Uwe
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Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200605. Apr. 2020 ·
Tag 8 – 20. Juli 2019 – De Nossob erop

Polentswa – Rooiputs

Nachts hörten wir immer wieder Hyänen rufen. Es waren mindestens zwei, die abwechselnd ihren Singsang anstimmten. Nachdem um halb sieben der Wecker ging, standen wir auf und packten zusammen. Uwe trank noch die letzten Schlucke Kaffee, als Löwengebrüll einsetzte. Es hörte sich nicht allzu weit entfernt an, und so beeilten wir uns noch mehr mit dem Losfahren. Anstelle hinunter in die Pfanne zu starten, fuhren wir ein kleines Stück in Richtung der Polentswa-Lodge, weil man auf dieser Strecke eine bessere Aussicht auf die Pfanne hatte.

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Und tatsächlich sahen wir dort in weiter Entfernung stecknadelkopfgroß zwei Löwinnen. Wir spekulierten auf das Wasserloch und fuhren nun doch hinunter. Obwohl wir einige Zeit warteten, ließ sich außer ein paar Vögeln nichts weiter blicken. Daher kehrten wir noch einmal um und schauten wieder von oben auf die Pfanne. Von den Löwinnen war nichts mehr zu sehen. Dafür waren drei Tüpfelhyänen und ein Dutzend Schakale unterwegs. Wir vermuteten, dass die Löwen nachts ganz in der Nähe ein Tier gerissen hatten, dessen Reste nun unter Tüpfeln und Schabracken aufgeteilt wurden. Mit dem Fernglas konnten wir erkennen, dass eine Hyäne den Lauf eines Tieres davonschleppte. Einige Schakale folgten ihr, die anderen schnüffelten oder fraßen an unterschiedlichen Stellen ein paar übrig gebliebene Reste.
Nachdem nichts mehr zu erwarten war, fuhren wir erneut an den Campsites vorbei hinunter Richtung Wasserloch. Ein junger Gaukler saß mit einem abgenagten Knochen auf der Erde und zupfte daran herum. Dieser Knochen war wohl mehr Spiel und Zeitvertreib als Mahlzeit. Er wurde als Balancierunterlage verwendet, erklommen, aufgestellt und kippte dann mitsamt dem Adler wieder um.

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Wir blieben nur noch kurz bei Polentswa, dann machten wir uns auf den langen Rückweg nach Süden durch das Nossobtal. Bei Cubitje Quap blieben wir etwas länger und beobachteten einen Schakal bei seiner Jagd auf Flughühner. Er hatte sich in der Nähe der Wasserstelle niedergelassen und schaute unbeteiligt, während eine Hühnchenschar nach der anderen ihre Runden drehte.

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Anders als vor ein paar Jahren, als wir hier gleich mehrere erfolgreiche Jagdszenen miterleben durften, war unser Schakal heute nicht sehr geschickt. Er schlich sich an, sprang so flink in das Hühnergetümmel, dass wir die Übersicht verloren und konnte letztendlich doch nur der davonfliegenden Beute nachsehen.

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Wir waren uns nicht ganz einig, ob wir mit dem hungrigen Schakal Mitleid haben oder uns für die glücklichen Hühner freuen sollten. Die nächsten Versuche liefen ebenso erfolglos ab.

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Als schließlich keine weiteren Flughühner mehr landeten, um ihren Durst zu stillen und sich auch der Schakal verzogen hatte, fuhren wir weiter nach Nossob. Unsere restlichen Tiersichtungen des Tages lassen sich schnell zusammenfassen: Oryx, Gnus, Springböcke und Strauße und auch nur sehr wenige davon.
Bei Nossob machten wir eine längere Pause mit Duschen, Frühstück, Tanken und Einkaufen.

Glanzstar

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Nachdem wir noch ein paar Worte mit unseren Campnachbarn aus Polentswa gewechselt hatten, brachen wir wieder auf. Die meiste Zeit fuhren wir ohne anzuhalten unserem Tagesziel Rooiputs entgegen.

Weißbürzel-Singhabicht

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Bei Dikbaardskolk gab es eine weitere Pause.

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Eigentlich wollten wir eine Avocado zu einem leckeren Salat verarbeiten. Aber sie war noch zu hart, und so aßen wir die bereits geschnittenen Zwiebeln auf Leberwurstbroten. Glanzstare und Webervögel leisteten uns Gesellschaft. Außerdem hörten wir das laute Hupen eines Rotstirn-Bartvogels.

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Im schönen Nachmittagslicht und mit kaum anderem Verkehr steuerten wir weiter nach Süden.

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Mit der Zeit wurde es ganz schön frustrierend, kilometerlang keine Tiere zu sehen. Die eine oder andere Sichtung wäre schon nett gewesen. Vor lauter Verzweiflung hielten wir schon mit großer Begeisterung bei fast jedem Springböckchen.

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wieder ein junger Gaukler

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Gegen halb sechs erreichten wir Rooiputs und fanden unsere Campsite Nummer 2 frei. Alle anderen Stellplätze waren schon belegt. Wir stellten den Buschcamper auf, machten Feuer und bereiteten das Abendessen vor.

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Heute gab es zur Abwechslung mal kein Fleisch, sondern Nudeln mit gemischter Tomaten-Chakalaka-Soße, die wir im Potije über dem Feuer kochten. Das schmeckte uns sehr gut, und Ruth rieb noch etwas Käse dazu.

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Nach dem Essen kochten wir den Potije aus und spülten. Bevor der Mond aufging, machten wir wieder ein paar Sternenfotos. Von der Nachbarcampsite strahlte eine helle Lampe zu uns herüber und beleuchtete unser Foto. Daher gingen wir hinüber und baten die Südafrikaner, für ein paar Minuten ihre Lampe auszumachen. Den Gefallen wollten sie uns gerne tun, warnten uns aber gleichzeitig, dass es sehr leichtsinnig von uns sei, so weit durch die Dunkelheit zu laufen. Heute Morgen seien Löwen und Hyänen durch das Camp gelaufen, und schließlich gebe es ja keine Zäune. Wir versprachen ihnen, vorsichtig zu sein und machten uns auf den Rückweg. Unter uns fanden wir ihre Sorge ein wenig übertrieben. Wir waren ja schon an vielen Stellen ohne Zaun unterwegs gewesen. Solange sich ein Lichtschein bewegt, hatte uns mal ein Guide erzählt, würden Löwen nicht näher kommen. Außerdem waren wir doch gar nicht weit vom Auto entfernt. Wir befanden uns zwischen den beiden Sites etwa auf gleicher Höhe der Holzvorrichtung mit dem Plumpsklo. Frohen Mutes baute Uwe seine Kamera auf,

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als plötzlich Löwengebrüll einsetzte. Und dieses klang nicht sehr weit entfernt. Uiuiui! Schnell das gesamte Fotogeraffel geschnappt und ins Auto geworfen und ab ins Zelt. Klarer Fall von Fehleinschätzung, die Südafrikaner sollten Recht behalten. Wir waren doch ein wenig leichtsinnig gewesen. Mittlerweile bewegen wir uns zwar aufmerksam, aber deutlich selbstverständlicher als bei unseren ersten nicht-umzäunten Campingübernachtungen im Dunkeln. Das nahe Löwengebrüll hat uns ein wenig die Augen geöffnet, doch wieder vorsichtiger unterwegs zu sein.
Als wir in unseren Schlafsäcken lagen, vernahmen wir das an- und abschwellende Rooooaaarrr, das uns durch Mark und Bein ging. Es war fantastisch. Die ganze Nacht über wachten wir immer wieder auf und lauschten dem Spektakel um uns herum.

Kilometer: 221
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zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2020
2’530 Beiträge · seit 201105. Apr. 2020 ·
Wenn ich dies lese und auch andere Reiseberichte dann möchte ich (auch Frau) in den Cruiser springen und los fahren. Ist für uns ja nicht weit und eine Camping Site zu bekommen ist ja momentan auch kein Problem, aber wir sitzten alle im gleichen Boot. Rien ne va plus.

Danke für die tollen Photos und Reisebericht. Auch wir im südlichen Afrika schätzen es sehr. 😎
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
1’061 Beiträge · seit 200605. Apr. 2020 ·
Hallo ihr zwei Eulen 🙂

Also für das letzte Sternenbild hat sich der Mut und das Risiko ja schon gelohnt. Das ist richtig toll geworden! Der Lichtschein von der anderen Campsite stört halt schon etwas - schade.

So weit zu den Nachbarn rüber zu latschen hätte ich mich aber definitiv nie getraut. 😛

Bezüglich der Sichtungen kann ich euch sehr, sehr gut nachfühlen. Das war wie gesagt schon ein halbes Jahr vorher bei uns auch nicht besser. Man sieht immer was, wird mit Geduld auch immer wieder belohnt. Aber irgendwann kommt halt schon auch mal etwas Frust auf. Wir sind wegen der Massaker-Geschichte auf Polentswa ja dann sieben Nächte auf Nossob rumgehangen und es war wirklich sehr ruhig, um es mal so zu formulieren. Und trotzdem könnte ich jederzeit und sofort wieder in den KTP fahren.

Auf Rooiputs waren wir übrigens auch auf der Nr. 2. Haha.

Liebe Grüsse
Sam
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2’265 Beiträge · seit 201106. Apr. 2020 ·
Liebe Ruth, lieber Uwe,

mal wieder ein klasse Kapitel eurer Reise. Es macht gute Laune dabei zu sein. 🙂 🙂
Die Fotos sind mal wieder outstanding – wie von euch gewohnt.
Auch wenn nicht so viel los war sind doch ganz wunderbare Fotos entstanden.
Die Fotos vom jungen Gaukler sind toll, und der Sternenhimmel lässt mich von Afrika träumen. *Seufz*.
Das Stillleben von Gordons + Tonic Wasser ist natürlich mega! So soll ein stilvoller Tagesabschluß sein. 😄

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2020
Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200608. Apr. 2020 ·
@Cruiser:
Wenn ich dies lese und auch andere Reiseberichte dann möchte ich (auch Frau) in den Cruiser springen und los fahren. Ist für uns ja nicht weit
Ja, so nah und (zurzeit) doch so fern. Ich glaube, das möchten gerade ziemlich viele, wir auch.
Viele Grüße nach Südafrika

@Sam: Es beruhigt uns zu hören, dass es anderen ebenso ergeht. Tagelange Game-Drives verlangen manchmal schon viel Durchhaltevermögen und strapazieren die Geduld. Wenn man sich dann noch die Gedanken macht "ALLE anderen entdecken STÄNDIG die TOLLSTEN Tiere (beliebige Aufzählung von der eigenen Wunschliste)", dann verbessert das die Laune auch nicht. Die immer wieder beschriebene Gelassenheit, die man nach vielen Game-Drives und Sichtungen (verteilt auf einige Jahre) besitzen sollte, hat sich bei uns noch nicht vollständig eingestellt.

@Guggu: Vielen Dank für die Motivation. Nach einem stilvollen Tagesabschluss folgt nun das nächste Kapitel, in dem es auch wieder recht ruhig zugeht.

Liebe Grüße
Uwe
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Themenstarter2’119 Beiträge · seit 200608. Apr. 2020 ·
Tag 9 – 21. Juli 2019 – Viel Nichts

Rooiputs

Auch am Morgen noch erschallte das Löwengebrüll aus der Nähe. Leider stimmte die Richtung nicht. Denn dort, wo wir die Tiere hörten, führte kein Weg hin. Weil es windig war, kochten wir kein heißes Wasser und packten bei vier Grad schnell zusammen. Dabei sahen wir mal wieder eine Wildkatze durch das Gras am Rande der Campsite flitzen. Punkt halb acht zu dem Zeitpunkt, an dem man auch seine Pirschfahrten beginnen durfte, waren wir startklar. Wir ärgerten uns über ein anderes Fahrzeug, ein großes Wohnmobil mit Berliner Kennzeichen, dass gestern Abend erst deutlich nach 18.00 Uhr in Rooiputs eingetroffen war und sich auf keine offizielle Campsite, sondern einfach irgendwo dazwischen gestellt hatte. Wir vermuteten, dass die Fahrer keine Reservierung hatten. Vielleicht war auch das der Grund, warum sie heute Morgen bereits um kurz nach sieben starteten, frei nach dem Motto: Regeln und Öffnungszeiten gelten für alle anderen, nur nicht für uns.

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Wir fuhren ein Stück nach Süden. Die Springböcke machten einen gelassenen Eindruck, was nicht gerade auf die Anwesenheit von Löwen schließen ließ.

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So kehrten wir bald wieder um, da wir erneut Löwengebrüll aus der entgegengesetzten Richtung vernahmen. Hier zeigte sich dann doch, wie eingeschränkt die Alternativen im KTP sind. Die einzige Möglichkeit, dem Gebrüll näher zu kommen, war zurück auf die Campsite und dort bis ans hintere Ende zu fahren. Außer einigen sehr großen Pfotenabdrücken im weichen Sand von letzter Nacht konnten wir aber nichts weiter entdecken. Von den Löwen war leider nichts zu sehen. Dafür ließ sich aber auch sonst kaum ein Tier blicken. Einige Oryx, Springböcke und Strauße standen immer wieder herum, aber auf unserem Weg bis Melkvlei war es ziemlich ruhig.

Rotschwanzschmätzer

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Dort kehrten wir abermals um und fuhren bis Twee Rivieren durch. Eine Besonderheit gab es noch: In einem kleinen Bäumchen saß im dichtesten Dornengeäst wieder mal eine Wildkatze und ruhte sich aus. Immerhin! Wildkatzen können wir in diesem Urlaub! Es war uns völlig schleierhaft, wie sie ihren Schlafplatz vorbei an den langen, spitzen Dornen hatte erreichen können, ohne aufgespießt zu werden.

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Im Hauptcamp des KTP kauften wir Brot, Brötchen und Feuerholz. Dann machten wir eine lange Frühstückspause. Dazu setzten wir uns in die Sonne, denn das Thermometer war noch nicht über 16 Grad geklettert. Anschließend duschten wir. Ruth schlich zwischendurch immer wieder den zahlreichen Vögeln hinterher. Mausvögel, Drongos, Weber und Sperlinge bevölkerten die Campsite in Twee Rivieren in großer Zahl.

Trauerdrongo

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Weißrücken-Mausvogel

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Als wir gespült und uns ausreichend ausgeruht hatten, fuhren wir wieder los. Große Lust hatten wir jedoch nicht, da wir inzwischen nicht mehr mit tollen Sichtungen rechneten. Es hatte sich ein kleines Safari-Burnout bei uns eingestellt. Kein Wunder, denn der Sichtungsfee- Bestechungstrunk lag immer noch in unserem Kühlschrank. Heute Morgen hatten wir kurz an ihn gedacht, den Tag jedoch nicht gleich mit einem Schnaps beginnen wollen. Hätten wir vielleicht mal besser …
An der ersten Wasserstelle sahen wir einen Wiedehopf, der fleißig in der Erde stocherte. Als er nach einer gefühlten Ewigkeit endlich etwas Fressbares gefunden hatte, kam sofort ein Drongo angeflogen, der ihn bei seiner Suche beobachtete hatte, und jagte ihm seine Beute ab. Dem armen Wiedehopf blieb nichts anderes übrig, als seine mühevolle Arbeit wieder aufzunehmen.

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Eine Weile sahen wir den Anstrengungen eines Springbocks bei der Arterhaltung zu. Er verfolgte seine Auserwählte auf Schritt und Tritt und stupste mehrfach mit seinen Vorder- gegen ihre Hinterläufe,

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bevor die neue Generation Springböcke in Auftrag gegeben wurde. Alle anderen Herdenmitglieder waren im Gegensatz zu uns völlig unbeeindruckt und ließen sich durch das unzüchtige Treiben nicht aus der Ruhe bringen. Juhu, endlich war mal etwas los!

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Als wir unseren Voyeurismus befriedigt hatten, ging es vorbei am markanten Baum mit dem großen Webervogelnest weiter nach Norden.

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Die Wildkatze von vorhin saß immer noch im selben Baum und machte immer noch dasselbe Gesicht.

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Den restlichen Nachmittag gurkten wir bis Kij Kij und ein Stück durch die Dünen, bis wir wieder umkehrten und nach Rooiputs zurück fuhren.

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Ein paar Oryx und kleine Vögelchen landeten noch auf unseren Speicherkarten, dann waren wir auch schon wieder an unserem Camp.

Fiscalwürger

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Gelbbauchgirlitz

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Riesentrappe (ein möglicherweise doch nicht ganz so kleines Vögelchen)

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Beim Aussteigen aus dem Auto entdeckten wir ein Problem. Unsere Markise, die rechts an der Fahrzeugseite angebracht ist, hing schräg nach hinten herunter. Der Befestigungswinkel – ein massives Metallelement – war glatt durchgebrochen. Offensichtlich hatte das Metall die Erschütterungen auf den holperigen Wellblechpisten nicht überstanden und das, obwohl wir den ganzen Tag nur in Schrittgeschwindigkeit durch den Park gejuckelt waren. Nun überlegten wir, ob und wie wir die Markise wieder befestigen konnten. Alternativ könnten wir sie vollständig abschrauben. Uns fiel jedoch keine Möglichkeit ein, sie anderswo am Auto zu transportieren. Für das Canopy war sie zu lang. Um sie vorne waagerecht vor den Kuhfänger zu binden, ebenfalls. Wir würden alle entgegenkommenden Fahrzeuge in den Graben kehren. Sie einfach an Ort und Stelle liegen zu lassen, war sicherlich auch keine Option. Was tun? Wir riefen bei Savanna an. Der Mechaniker schlug vor, in Twee Rivieren zu fragen, ob der Winkel dort geschweißt werden könne. Das werden wir morgen früh versuchen.
Wir genossen den Sonnenuntergang, machten Feuer und grillten Oryx. Dazu wärmten wir die restlichen Nudeln mit Soße von gestern auf. Während wir aßen, umkreiste uns ein kleiner Schakal. Er hoffte offensichtlich darauf, etwas Fressbares abzubekommen. Obwohl er wirklich niedlich war, blieben wir hart. Im Dunkeln lief noch ein Kapfuchs vorbei. Nach dem Essen spielten wir endlich unseren Trumpf aus: Wir genehmigten uns den Sichtungswilli von Silke und Conny – ein Birnenschnaps, dem magische Kräfte hinsichtlich bevorstehender Tiersichtungen nachgesagt werden. Morgen wird sich dann endlich alles zum Positiven wenden, die Leoparden werden auf unserer Motorhaube tanzen. Wir werden sehen …

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Nach dem Spülen gingen wir bald ins Zelt, weil die Temperaturen schon wieder auf knapp 10 Grad gesunken waren.

Kilometer: 162
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zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2020
1’055 Beiträge · seit 201608. Apr. 2020 ·
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dieses Foto gefällt mir seeeeeehr gut - Danke fürs Teilen
Gruß Conny

PS : mir gefallen allerdings sehr sehr viele Fotos von euch
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
zuletzt bearbeitet 08. Apr. 2020