Berg-Eule2’060 Beiträge · seit 201301. Sept. 2017 ·
Allen Anstrengungen und Widrigkeiten der Strecke zum Trotz - es war ein tolles Erlebnis für euch, großartige Landschaft und noch die Übernachtung im Nirgendwo - beneidenswert. Eindrücke, von denen man sein Leben lang zehren kann!
Wir waren zwar 2015 mit Fahrer/Guide im Kaokoveld, aber nur mit einem Wagen hätten wir das nicht gewagt, wir sind brav außen herum gefahren - was auch recht schön war.
Wie immer wunderschöne Fotos und lebendig erzählt, so dass man mittendrin ist im Geschehen. Für dich bestimmt - vor allem so frisch - ein intensives Nacherleben.
Liebe Grüße von Gabriele
-----------------------------------------------
Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
franzicke2’085 Beiträge · seit 201201. Sept. 2017 ·
OK - wir nehmen die gelbe Strecke 😄
Aber mal ganz im Ernst - was für ein toller, intensiver, unvergesslicher Tag und ganz sicher auch der Abend! Ich bin echt begeistert und auch echt erleichtert, dass ihr mit heilen Reifen durchgekommen seid. Das hätte ja wohl an so ziemlich jeder Stelle anders kommen können. Schon am Schreibtisch sitzend arbeite ich mich ja mit euch mühevoll durch das Geröll und die wirklich grandiose Landschaft. Ist dir mal wieder super gelungen, das Live-Gefühl zu vermitteln. Danke dafür! Und viele Grüße dazu Ingrid (... wir wollen übrigens von Puros nach Orumpembe und sind daher tatsächlich mit der gelben Strecke besser bedient)
Eulenmuckel2’120 Beiträge · seit 200602. Sept. 2017 ·
Hallo Bele,
vielen Dank für deinen Bericht. Dieser Reiseabschnitt war wirklich ganz besonders eindrücklich. Zur Anzeige in eurem Navi: Mit "Bad Road voraus" ist übrigens erst die D3707 gemeint. Die Strecke, die wir gefahren sind, zählt gar nicht als "Road". Das Gute ist: Wo es keine Straßen gibt, können diese auch nicht schlecht sein. 😉
Der von dir markierte Platz ist genau der, wo wir übernachtet haben. Wie hast du das herausgefunden? Ich habe es über die Track-Aufzeichnung ermittelt. Der Ort war für die Übernachtung perfekt.
Hallo Bele, was für ein tolles und unvergessliches Erlebnis. Und Chapeau für die Fahrer - ganz tolle Leistung. Und du beschreibst das wirklich so, dass man jedes Mal mitfiebert, dass die Reifen halten... Liebe Grüsse Nina
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201002. Sept. 2017 ·
Berg-Eule schrieb:Allen Anstrengungen und Widrigkeiten der Strecke zum Trotz - es war ein tolles Erlebnis für euch, großartige Landschaft und noch die Übernachtung im Nirgendwo - beneidenswert. Eindrücke, von denen man sein Leben lang zehren kann!
Ganz bestimmt!
Wie immer wunderschöne Fotos und lebendig erzählt, so dass man mittendrin ist im Geschehen. Für dich bestimmt - vor allem so frisch - ein intensives Nacherleben.
Danke – und ja, einmal dort durchfahren genügt nicht 🤨 , man kann erst von der Couch aus so richtig verarbeiten, was man gesehen und erlebt hat! Geht mir aber eigentlich immer so – ich kann nicht verstehen, wie man nach einer Reise heimkommen und dann einfach wieder normal weitermachen kann, ohne zurück zu blicken. Wenn ich das nicht alles an Hand meiner Bilder aufschreiben würde, hätte ich Vieles sicher ganz bald vergessen – ich wundere mich ja jetzt schon manchmal 😵 , wenn ich meine Fotos anschaue, wo wir überall waren und was wir gesehen haben 😉 .
franzicke schrieb:OK - wir nehmen die gelbe Strecke 😄
😄 😄 😄
Eulenmuckel schrieb:Hallo Bele, vielen Dank für deinen Bericht. Dieser Reiseabschnitt war wirklich ganz besonders eindrücklich.
Also wenn ich die Fotos fürs nächste Kapitel anschaue, dann finde ich, dass der nächste Tag noch eindrücklicher war. Aber du meinst vermutlich als Reiseabschnitt den ganzen Oberen Hoarusib, oder?
Zur Anzeige in eurem Navi: Mit "Bad Road voraus" ist übrigens erst die D3707 gemeint. Die Strecke, die wir gefahren sind, zählt gar nicht als "Road".
Wäre auch ganz schön frech, das Gerumpel so zu bezeichnen 🤩 !
Das Gute ist: Wo es keine Straßen gibt, können diese auch nicht schlecht sein. 😉
😄 😄 😄 Ich liebe deine Logik!
Der von dir markierte Platz ist genau der, wo wir übernachtet haben. Wie hast du das herausgefunden?
Ich bin ja ein Fan von diesen Google-Maps-Satelliten-Bildern, da könnte ich stundenlang die Strecken verfolgen, die wir gefahren sind (okay, ich weiß, ich könnte meine Zeit auch mit sinn- und nutzvolleren Tätigkeiten verbringen 😊 ). Und da ich noch wusste, dass wir ganz grob auf der Hälfte der Route unser Bushcamp hatten, hab ich mir diese Gegend genauer angeschaut und mich an so ein paar Details erinnert (Verlauf des Flusses, das recht breite Geröllfeld, die sandigen Stellen, der Bewuchs usw….).
LolaKatze schrieb:Hallo Bele, was für ein tolles und unvergessliches Erlebnis. Und Chapeau für die Fahrer - ganz tolle Leistung. Und du beschreibst das wirklich so, dass man jedes Mal mitfiebert, dass die Reifen halten... Liebe Grüsse Nina
Nina, die Fahrer mussten am nächsten Tag noch mal so richtig ran – auch da hatten sie meine volle Hochachtung 😘 ! Und ja, die Reifen – die haben auch meine volle Hochachtung 😮 ! Kein Murren und Klagen, kein Schlappmachen (wenn man mal von dem Muckelschen Altschaden absieht). Ein bisschen derangiert sahen sie aber schon aus nach der Reise, sie konnten einem fast ein bisschen leid tun 🙁 !
Liebe Bele, es ist ja der Wahnsinn wie viel Arbeit du dir zur Zeit mit dem RB machst. Das ist alles sehr schön, eindrücklich und anschaulich geschildert (Bele halt 😛 ), so dass ich mich schon ganz durchgeschüttelt fühle beim bloßen Lesen. So ein Tag wäre für mich nix, damit ich irgendwo in „a land of nowhere“ meine Zelte aufschlagen könnte. Soooo einsam muss es bei mir nicht sein - ich mag es ein bissen „lieblicher“. Den Drivern ein Chapeau! Ist ja auch gut so, sonst wäre das Kaokoweld womöglich auch noch rappelvoll mit Touris. Schön ist auch zu lesen wie die Profibirder zu Werke gehen. Das läuft bei mir Kopfkino ab 😄 . Liebe Grüße Guggu
Ja, komm, wir machen ihr schon mal ein bissle Druck ! Nicht dass sie meint, sie käme ohne Bericht hier durch!
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201002. Sept. 2017 ·
7. August 2017 – Von Puros nach Opuwo durch den oberen Hoarusib – Tag 2
Ich fürchte, auch heute kann ich euch nicht viel mehr bieten als Geröllfelder, Sand, große Steine, Wasser, und zwei Toyotas 😊 .
Aber vielleicht ist dies auch gar nicht schlecht so, da es exakt unsere Wahrnehmung wiederspiegelt: es ist ein Tag mit einer nicht enden wollender Abfolge geländetechnischer Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Und wer von euch diese Strecke auch mal fahren möchte, weiß am Ende dieses Kapitels, was auf ihn zukommt – aber auch, dass es zu schaffen ist 🙂 !
Aber von vorne:
Kurz vor 7 Uhr genieße ich die geniale Aussicht auf unseren Übernachtungsplatz.
Bald ist auch der Frühstückstisch gedeckt – wer würde nicht gerne hier sein Müsli schlabbern? Wir lassen es in Ruhe angehen…. Zumal wir wissen, wie unser nächstes Frühstück sein wird 🤢 .
Die Steine glühen hier zwar nicht mehr rötlich - aber dafür wärmt die Sonne schon richtig gut, wie man an unserer Bekleidung (und der guten Laune 🙂 ) erkennen kann:
Birden ist auch heute nicht sonderlich ergiebig – außer Bergschmätzer Nr.362 ist nichts zu finden 🙁 .
Also brechen wir so gegen 8.30 Uhr auf!
Heute früh haben Ruth und ich übrigens ein paar Hochrechnungen angestellt 😉 : Die Familie von gestern hat von Opuwo aus 7,5 Stunden gebraucht bis zu der Stelle, wo wir sie getroffen haben, das war um 14.30 Uhr, danach sind wir noch 2 Stunden gefahren (das Ein- und Ausbuddeln rechnen wir natürlich nicht mit, das war ja keine reine Fahrzeit), also haben wir heute noch 5,5 Stunden bis Opuwo vor uns (logisch, oder 🙄 ?). Wenn wir um 8.30 Uhr losfahren sind wir – richtig 🙂 – um 14 Uhr in Opuwo. WER will denn aber um 14 Uhr in Opuwo sein 😐 ?? Das heißt, wir könnten die Campsite in Opuwo, wo ja eh nur geklaut wird laut Forumsberichten, sausen lassen und noch ca. 3 Stunden weiterfahren, und somit die erschreckend lange Transferstrecke, die für morgen geplant ist, ziemlich entschärfen 🙂 .
Leider haben wir in unserer Kalkulation außer Acht gelassen, dass der Begriff „reine Fahrtzeit“ nicht auch nur ansatzweise etwas mit unsere Fahrweise zu tun hat! „Rein“ ist da gar nichts! Wir halten (zumindest anfangs) oft zum Spaß an – noch öfters aber gezwungenermaßen, weil es Strecken zu begutachten, besprechen und manuell zu optimieren gibt (was zu 99% Steineschleppen bedeutet).
So, Thomas – und nun zitiere ich dich und du verstehst jetzt sicher, warum ich gestern laut lachen musste, als ich deinen Bericht nachgelesen habe 😄 :
topobär schrieb:
Ich überlege schon, ob wir nicht gleich bis Opuwo durchfahren und den so eingesparten Tag lieber woanders einsetzen, aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
😎
Unser nächster Stopp ist bereits wenig später – hier müsste doch ein idealer Platz zum Birden sein, es zwitschert, quietscht und trällert aus sämtlichen Büschen und Bäumen ringsherum.
Aber Fehlanzeige -die Vögel sind sehr scheu – so macht das keinen Spaß. Wir fahren also weiter:
9 Uhr – wir stehen vor der ersten Schwierigkeit des Tages: hier müssen wir hoch, über zwei Absätze, einer fest, aber mit Steinen in der Anfahrt, einer sandig.
Rein mathematisch/physikalisch betrachtet kann das schon mal nicht gutgehen, wenn man Böschungswinkel, Radabstand, restliches Auto nach der Hinterachse, benötigter Schwung und was weiß ich noch in die Rechnung einbezieht 🙄 . Und schon scheppert es bei Uwe – er ist mit der Anhängerkupplung aufgesessen. Dies hat ein paar kleinere Folgen, die von Matthias und ihm aber fachmännisch behoben werden. Kostet halt auch wieder Zeit – die ich mir mit Fotografieren vertreibe.
Matthias schafft den ersten Teil locker, aber im Gegensatz zu Uwe bleibt er im zweiten hängen, dabei setzt auch er kurz auf, zumindest hören wir ein unerfreuliches Geräusch. Und was macht der Deutsche in Afrika in einem solchen Fall? Na klar, er pflastert erstmal die Straße 🤪 !
Vorher:
Bei der Arbeit:
Und nachher - geschafft!
10.15 Uhr : Die Muckels fahren voraus, sie überqueren ein hässliches Geröllfeld – wir nutzen die Gelegenheit und versinken mal wieder im Sand 🤩 . Ruth und Uwe sind nicht mehr zu sehen und so müssen wir – dank nicht funktionierender Funkgeräte – uns alleine aus dem Schlamassel befreien. Also wieder schaufeln und unterlegen, was das Zeug hält. Matthias versucht rückwärts aus der Misere zu kommen und unser Toyota dankt mir meine Anschiebversuche mit einer Ganzkörpersanddusche 🤢 . ABER: wir sind frei – und sandig war ich eh schon, so what! Das viel größere Problem ist die Tatsache, dass wir unsere Unterlegbretter nicht mehr finden (wo wir doch eh von Anfang an nur 3 Stück hatten). Doch, eines buddel ich noch schnell aus – aber die anderen zwei scheinen sich in dem bis zum Erdmittelpunkt reichenden Sand einfach zu entmaterialisieren! 🤢
Inzwischen sind die Eulenmuckels aufgetaucht – ihnen kam unsere lange Abwesenheit dann doch komisch vor. Allerdings war klar, dass sie dieses Geröllfeld nicht dreimal fahren wollen und so kommen sie als Spaziergänger bei uns an. Wir suchen zu viert mit einer Sonde nach den Brettern, aber nichts… sie sind weg!
Also muss es ohne sie gehen – apropos GEHEN – hier trifft es sich ja, dass Ruth im Vorfeld zu Claudia Clax meinte, sie würde wahrscheinlich manche Stellen lieber zu Fuß gehen 😛 !
Dies wird auch im weiteren Verlauf des Tages so sein, denn immer wieder müssen wir aussteigen, die Stellen besprechen und Steine umbauen. Uns wird nicht langweilig, kalt sowieso nicht – aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht dehydrieren. So viel kann man gar nicht in sich reinschütten wie man ohne es zu merken, d.h. ohne klebrig zu schwitzen, verdunstet.
Einmal treffen wir auf einen Cow-Road-Block, fragt mich bitte nicht, wo die Viecher herkommen, wir sind meilenweit von menschlichem Leben entfernt (so haben wir zumindest das Gefühl – später stehen immer mal wieder völlig unvermittelt Himba-Frauen am Wegesrand, und auch einen Mann und kleine Kinder sehen wir….). Fotos gibt’s wie immer keine davon – wir mögen alle keine Menschen zu Demozwecken fotografieren.
Danach wieder dicke Steine - ja, ich weiß, die Bilder gleichen sich den ganzen Vormittag über, sind aber tatsächlich zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen! Es gibt hier nun mal viele, viele Steine, große, kleine, runde, eckige.... 🙄
Um 11.30 Uhr gibt’s mal wieder eine sandige Böschung – man sieht wie die Perspektive täuscht, auf dem ersten Foto wirkt es ganz flach, aber wenn man das Ganze aus den Augen der dort wachsenden ?-Pilze betrachtet, stellt man fest, dass es wieder ein Problem geben könnte. Entsprechende lange benötigen wir für dieses Stück.
Um 12 Uhr dann mal wieder Wasser – komischerweise scheint sich hier jemand festgefahren zu haben. Oder haben die Kinder von gestern hier ein bisschen Dämme bauen dürfen? Leider hat dieser Jemand auch seine Orangenschalen einfach so in die Landschaft geworfen. 😠
Oftmals ist bei den Passagen, wo man aus dem Flussbett heraus über einen sandigen Uferabsatz fahren muss, das große Problem der fehlende Schwung: entweder hat es gar keinen Platz, oder Wasser, oder Matsch oder dort schon Sand oder fiese Steine und man muss die schwierige Stelle deshalb quasi aus dem Stand fahren (so ähnlich hatte Guido dies in Topobärs Bericht auch beschrieben - scheint also nicht nur unser ganz subjektiver Eindruck zu sein). Dies hier jedoch ist für unsere Spezialisten kein Thema – durch und hoch und fertig! 🙂
Nun folgt das wohl anstrengendste und zermürbendste Stück dieser zwei Tage: das Flussbett verengt sich in dem tief eingeschnittenen Tal und es gibt kaum ein Durchkommen. Zitat Ruth (ich hab den Videobeweis 😉 ) : „Jetzt wäre es doch nett, mal wieder gemütlich in einem Nationalpark rumzufahren – einfach bisschen …..Tiger finden!“ 🙄 😄
Ein guter Einweiser ist Gold wert:
Das Problem ist oft, überhaupt eine Spur zu finden: Wo bitte geht’s hier nach Opuwo? 😐
Matthias und ich bemängeln generell die Beschilderung hier – und überhaupt, wo sind die Mittelstreifen? Wäre das nicht ein schönes Projekt für die EU oder alternativ für die Chinesen? 😗
An dieser Stelle noch ein Ruth-Zitat (sie bezieht sich auf die Claxens und ihre Erzählungen über ihre Fahrt hier durch): "Na da werd ich mich bei Claudia aber nochmal bedanken" ( was immer das heißen soll 😊 ), "Claudia hat ja gesagt „Hmmmmm, ja, war ned doll“ – aber der Axel hat gemeint: "Kein Problem“ !
Axel, ich würde jetzt einfach präventiv für die nächste Zeit in Deckung gehen 🤩 !
Dabei sieht es doch eigentlich ganz hübsch aus hier – Tage später fragen wir uns, ob wir eigentlich die Landschaft zu diesem Zeitpunkt noch wahrgenommen haben?
Wir schuften und stöhnen und weisen ein und sorgen uns ums Material – und haben nur noch einen Gedanken: WIR WOLLEN HIER RAUS !
Kurz nach 13 Uhr ist ein bisschen Land in Sicht – das Tal weitet sich wieder.
Die vergangenen 4,5 Stunden, in denen wir durch diese Schlucht ge“fahren“ sind, habe ich im folgenden Filmchen versucht auf 4,5 Minuten zu komprimieren.
Es wird aber noch 1,5 Stunden dauern, bis wir um 14.30 Uhr tatsächlich auf die D3707 treffen. So viel zu unserer Rechnung, um 14 Uhr in Opuwo zu sein. 😗 🤪
Kurz vorher werden wir mit diesem tollen Anblick belohnt!
Und hier – 14.31 Uhr – verlassen wir den Trail durch den Oberen Hoarusib, fallen uns vor Freude in die Arme und bringen dann unsere Reifen wieder auf einen etwas höheren Druck.
An dieser Stelle mal wieder ein Riesenkompliment an Matthias und Uwe (in alphabetischer Reihenfolge, also nicht wertend), die auch diesen Tag bravourös gemeistert haben 😘 😘 ! Überhaupt gab es in der ganzen Truppe nie ein böses Wort, die Stimmung ist nicht gekippt und wir fanden immer mal wieder Zeit und Platz für ein kleines Scherzchen.
Anschließend werden wie noch 3,5 Stunden bis zu unserem Ziel benötigen - das hatten wir uns irgendwie nicht so vorgestellt und ist seeeehr zäh!! 🤢
die Gründe sind „Bad Road“, und zwar so richtig, und ein paar Birder-(endlich!) und Quassel-Stopps. Nochmal eine Dry-Riverbed-Crossing, ich kann das Wort nicht mehr hören!
Für eine ganz tolle Sichtung brauchen wir einige Zeit – ein Schwarzbrustschlangenadler mit seiner Beute. Er kreist und schwebt lange über uns, und auf jeden Fall Uwe und ich glaube auch Matthias gelingen tolle Fotos – ich bin schon sehr gespannt darauf!
Kleines Päusle
Es blüht bereits!
Gelbschnabelmadenhacker – hätte ich hier jetzt auch irgendwie nicht erwartet!
Strichelracke – leider bei schlechtem Licht (es ist auch schon 17 Uhr)
Um 18.11 Uhr erreichen wir die Opuwo Country Lodge und staunen über den orangefarbenen Mond über der Ortschaft!
Das Einchecken nervt – irgendwelche Italiener bekommen keine Campsite mehr und stressen rum, inklusive lauter Handygespräche, überhaupt hat es hier viel zu viele Menschen und Autos. Wir bekommen die Campsite Nr.1 – na bravo, hieß es nicht neulich, dass dort am leichtesten geklaut werden kann, weil sie direkt am Zaun zum Hang in den Ort runter liegt? Ruth und ich gehen schnell duschen und werden dort von einer Frau angesprochen und darauf hingewiesen, dass in der vergangenen Nacht in viele Fahrzeuge eingebrochen wurde. Jaaaa…..genau so stelle ich mir eine herzliche Begrüßung vor. Angeblich war die Security in die Sache verwickelt und wurde komplett ausgetauscht. Zurück an unserem Platz stehen dort auch tatsächlich zwei solche Typen. Ich schleime ein bisschen rum nach dem Motto „Sie können gerne die ganze Nacht hier stehen bleiben!“ und lächle sie so freundlichen an wie ich kann. Sie grinsen zurück – war das nun ein nettes oder ein verschlagenes Grinsen???
Sogar den Mond klauen sie hier in Opuwo 🤩 - heute findet eine partielle Mondfinsternis statt, von der wir aber nichts wissen. Entsprechend verwirrt sind wir bei diesem Anblick zuerst.....eben war doch noch Vollmond?
Sicherheitshalber packen wir was geht in unsere Rucksäcke und schleppen sie rüber ins Lokal der Lodge, wo wir uns heute das Buffet gönnen. Während des Essens können wir uns überhaupt nicht vorstellen, dass wir gestern Nacht unterm Sternenhimmel im Flussbett des Hoarusib saßen – und nun mitten in der Zivilisation inklusive W-Lan. Es fühlt sich an wie in einem anderen Leben!
Wow, Bele, ich bin ganz atemlos, nachdem ich lese, was für unglaubliche Strecken ihr bewältigt habt. Und nochmal: toll, wie du das in Bild und Video festgehalten hast!!
Ich habe echt Respekt, was ihr da geleistet habt. Und die größte Leistung ist wahrscheinlich, dabei die gute Laune nicht zu verlieren 🙂
Bin ganz gespannt, wie's weitergeht.
Gruß von Tanja
Pascalinah2’772 Beiträge · seit 200602. Sept. 2017 ·
Oha Bele, die Strecke wäre mir nun doch etwas zu heftig! Die Landschaft ist wirklich grandios.
jezt verstehe ich, was Du meintest, als Du den wahren Hammerritt angekündigt hast... 😈 Auch ich zolle den beiden Fahrern einen Riesenrespekt!! So atemberaubend schön die Landschaft der Strecke auch ist - ich würde hier nicht selber fahren wollen.... 🤢 🤢 Um so mehr gefällt mir Eure abenteuerliche Abkürzung als Beifahrerin auf meiner gemütlichen Couch. Dank Deiner lebendigen Schilderungen habe ich mir gegen Staub und Durst einen 5-Liter Kanister Wasser parat gestellt und musste mir schon einige Male den Sand aus den Klamotten schütteln 😉 Das Opuwo Camp macht mir keinen guten Eindruck, wenn die sogar schon den Mond klauen! 🤪 🤩 🤪 Da hätte ich meine digitalen Kronjuwelen auch im Rucksack mit zum Essen geschleppt Noch mal ganz lieben Dank für die viele Mühe, die Du Dir mit dem Bericht machst. Viele Grüße, Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Liebe Bele, was für eine atemberaubende Tour. Sowohl die Pad als auch die Landschaft begeistern durch deinen Bericht total. Ich habe bis jetzt jeden Kilometer mit euch geschwitzt und das ohne Steine schleppen. 😉 Super sind auch deine Videos. So bekommt man noch mal einen guten Eindruck was Matthias und Uwe geleistet haben. Das Richtersveld ist dagegen ja eine reine Spazierfahrt. Vielen Dank für den schönen Tourbericht und sonnige Grüße - Rebecca
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201403. Sept. 2017 ·
Liebe Bele,
ich bin sehr froh, dass Ihr da heile wieder rausgekommen seid 😮
Da wird der Unterschied zwischen Adventure "light" zu Adventure "heavy" deutlich 🤩
Eulenmuckel2’120 Beiträge · seit 200603. Sept. 2017 ·
Liebe Bele,
danke für den tollen Video-Zusammenschnitt dieses Tages. Wir haben ja nur Fotos gemacht, und dein Film ist eine schöne Erinnerung. Wir denken viel an diese Tage und was wir dort erlebt haben. Ich weiß auch nicht, ob ich diese Strecke nochmal fahren werde, aber es war klasse, mit euch dort gewesen zu sein.
Hallo Bele und Mitreisende / Mitschaufelnde, nochmal Hut ab für eure Leistung und besonders vielen Dank für die ausführliche Dokumentation mit Foto und Film. Das Fahren ist schon anstrengend genug, dann noch nebenher laufen für Fotos und Film. Hattet ihr irgendwoher Infos über die Befahrbarkeit nach dem reichlichen Regen in diesem Jahr? Wir werden trotzdem nur in die Gegenrichtung durchfahren, es soll ja Urlaub werden. Was die defekten Funkgeräte betrifft: Ich verwende „BAOFENG UV-5R 136-174/400-480MHz VHF/UHF Dual-Band“ Stückpreis heute bei Amazon 21€. Wenn es über mehrere km Entfernung gehen soll dann noch eine Magnet-Dachantenne mit einigen db Gewinn <10€ aus China. Die haben sich schon in Namibia, Botswana und Jemen bewährt. Um sie aber in Deutschland nutzen wolltest, bräuchtest du eine Amateurfunklizens wegen der Sendeleistung und möglichen Frequenzen. Nun warten wir wie es weitergeht, eigentlich schade dass ihr im Bericht schon in Opuwo seid. Grüße Ralf und weitere mitlesende
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201003. Sept. 2017 ·
Tanja schrieb: Ich habe echt Respekt, was ihr da geleistet habt. Und die größte Leistung ist wahrscheinlich, dabei die gute Laune nicht zu verlieren 🙂 Bin ganz gespannt, wie's weitergeht. Gruß von Tanja
Hallo Tanja, danke fürs Lob - und der Respekt gebührt wie gesagt vor allem den Fahrern! Das mit der guten Laune haben wir aber alle vier ganz gut hingekriegt...... 😎
Pascalinah schrieb:Oha Bele, die Strecke wäre mir nun doch etwas zu heftig! Die Landschaft ist wirklich grandios. Gruß Pascalinah
Ja, die Landschaft – wie gesagt, wir konnten sie gegen Ende nicht mehr so wirklich genießen 😊 , deshalb bin ich im Nachhinein sehr froh, dass ich viel fotografiert und gefilmt habe.
tigris schrieb: Auch ich zolle den beiden Fahrern einen Riesenrespekt!! So atemberaubend schön die Landschaft der Strecke auch ist - ich würde hier nicht selber fahren wollen.... 🤢 🤢
Ich auch nicht 😄 . Ruth und ich waren uns einig, dass wir, wenn wir aus irgendeinem Grund (z.B. einer plötzlichen Erkrankung der Fahrer) hätten selber fahren müssen, zuerst die Fahrzeuge und dann die Schlucht einfach heulend zu Fuß verlassen hätten! 🤩
Um so mehr gefällt mir Eure abenteuerliche Abkürzung als Beifahrerin auf meiner gemütlichen Couch. Dank Deiner lebendigen Schilderungen habe ich mir gegen Staub und Durst einen 5-Liter Kanister Wasser parat gestellt und musste mir schon einige Male den Sand aus den Klamotten schütteln 😉
Man erkennt sofort deine Namibia-Erfahrung! 😄
Noch mal ganz lieben Dank für die viele Mühe, die Du Dir mit dem Bericht machst.
Gern geschehen - macht mir ja Spaß, zumal ich so nette Gesellschaft dabei habe!
Grosi schrieb:Liebe Bele, Fotomatte und Eulenmuckels Auch ein Chapeau für die Fahrer von mir. Eine solche Fahrt würde ich mir nie zutrauen. Liebe Grüsse Irene
Ich mir auch nicht alleine 😮 !! Was für ein Glück, dass ich dabei sein durfte! 🙂
rebecca schrieb:Liebe Bele, Super sind auch deine Videos. So bekommt man noch mal einen guten Eindruck was Matthias und Uwe geleistet haben. Vielen Dank für den schönen Tourbericht und sonnige Grüße - Rebecca
Danke, Rebecca – und was Videos angeht: da erfreue ich mich ja oft an deinen! 😉
Applegreen schrieb:Liebe Bele, ich bin sehr froh, dass Ihr da heile wieder rausgekommen seid 😮
Ich auch! 😎
Respekt Euch allen - ein super Team 🙂
Danke - und ja, ein super Team waren wir glaub wirklich!
Eulenmuckel schrieb:Liebe Bele, danke für den tollen Video-Zusammenschnitt dieses Tages. Wir haben ja nur Fotos gemacht, und dein Film ist eine schöne Erinnerung. Wir denken viel an diese Tage und was wir dort erlebt haben. Ich weiß auch nicht, ob ich diese Strecke nochmal fahren werde, aber es war klasse, mit euch dort gewesen zu sein. Deine Fotos gefallen mir auch sehr. Liebe Grüße Uwe
Lieber Uwe, dieses Lob aus deinem Munde (bzw. aus deiner Tastatur 😉 ) erfreut mich natürlich besonders. Ich war mir ja manchmal nicht sicher, ob meine Filmerei („Bele, filmst du oder können wir reden?“ 😕 ) nicht manchmal genervt hat 😊 ! Und ja, es war ein tolles Erlebnis zusammen mit euch – die Erinnerung daran kann uns niemand mehr nehmen 😘 ! Was eure Fotos betrifft – ich platze schon fast vor Neugier – dauert es echt wieder bis tief in den Herbst hinein, bis Ihr loslegt 🙁 ??
thorx schrieb:Hallo Bele und Mitreisende / Mitschaufelnde, nochmal Hut ab für eure Leistung und besonders vielen Dank für die ausführliche Dokumentation mit Foto und Film. Das Fahren ist schon anstrengend genug, dann noch nebenher laufen für Fotos und Film.
Hallo Ralf (und die anderen Mitlesenden 😉 ), ehrlich gesagt musste ich ja nicht fahren - und ich bin selten mal ausgestiegen nur um des Fotografierens Willen – ich glaube, Matthias hätte mich gelyncht, wenn ich ständig Stopp gerufen hätte, wenn es gerade mal ausnahmsweise gut lief…. 🤩 Wir mussten einfach aus verschiedenen Gründen oft anhalten, und dann bin ich natürlich immer mit Kamera raus, meine ist ja klein und handlich. Übrigens habe ich sogar von Matthias einen netten Videoschnipsel, da weist er Uwe gerade ein und hat die Kamera umhängen. Plötzlich merkt er, dass er noch Steine braucht um Lücken zu schließen, versucht dies zuerst mit der umgehängten Kamera zu erledigen und legt sie dann aber doch auf einem Stein ab (danach kam das Foto, wo er und Ruth gerade Steine schleppen). Also war nicht nur ich so im Knipsmodus, sondern sogar der Driver himself! 😎
Hattet ihr irgendwoher Infos über die Befahrbarkeit nach dem reichlichen Regen in diesem Jahr?
Nein – wir haben eine Spur gesehen die reinführte. Und dann kam ja irgendwann diese Familie von oben und so wussten wir, dass das Flussbett theoretisch durchgängig zu befahren sein muss. Das musste als Info reichen - alles andere konnte man eh vorher nicht so richtig einschätzen. Klar war uns nur, dass wir auf jeden Fall gute Ausrüstung brauchen.
Wir werden trotzdem nur in die Gegenrichtung durchfahren, es soll ja Urlaub werden.
😁 Guter Plan – da könnt Ihr die ganzen sandigen Stellen einfach runterrutschen – das macht sicher Spaß! Das Geröll bleibt aber…. 😛
Was die defekten Funkgeräte betrifft: .....
Die Sache mit den Funkgeräten werde ich noch aufklären – das dauert aber noch ein paar Tage....! 😗
Nun warten wir wie es weitergeht, eigentlich schade dass ihr im Bericht schon in Opuwo seid.
Ja, ich hätte auch noch das eine oder andere Flussbett im Kaokoveld fahren können (irgend so was mit ganz normalem weichen, aber nicht zu tiefem Sand und ein paar Elefanten dazu 😉 ).
Aber: es geht ja nun leider ganz langweilig erst mal nach Rundu - mehr dazu im nächsten Kapitel (das ich aber wohl erst morgen schreiben werde).
Vielen Dank einmal mehr für euer großes Interesse und das Lob - ich bin ja auch nicht ganz frei von Eitelkeiten 😗 😊 und freue mich sehr darüber 😘 !
Liebe Bele, bisher war ich Schwarzfahrerin und melde mich jetzt mal. Toller Bericht, tolle Bilder. Da würde ich ja auch mal gerne hin, aber vorher muss wohl jemand das Beamen erfinden, denn anders werde ich wohl nie dort hin kommen. Soviel Off-Road Erfahrung werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr machen, um das zu schaffen. Über den "verschwundenen" Vollmond haben wir uns übrigens im Etosha Village auf dem Weg zum Abendessen auch sehr gewundert. Ich war mir sicher, dass Vollmond sein muss,aber der Mond war hinter einem schwarzen Schleier halb verschwunden. Uns kam auch die partielle Mondfinsternis als einzige sinnvolle Erklärung. Viele Grüße Sasa
was für eine Reise! Sooo viele tolle, schöne und spannende Momente, die ihr wohl nie vergessen werdet und die sind es ja, die unser Leben so bereichern und das Leben bunt machen. Mir wäre es streckenweise etwas zu spannend gewesen, wobei ich mir vorstellen kann, dass Schwierigkeiten in so einer netten Gruppe doch leichter zu nehmen sind als zu zweit.
Dein Reisebericht ist so richtig lebendig, es macht unglaublich Spaß ihn zu lesen, ich freue mich über jeden neuen Eintrag von dir !
viele Güße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.