CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201518. Nov. 2015 ·
Liebe Hanne, danke für Deine Geburtstagsgrüße und den Kommentar zum Bericht und zu den Fotos. Friederike backt leider keinen Geburtstagskuchen sondern das letzte Brot, das war aber auch sehr lecker. LG Claus
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201519. Nov. 2015 ·
31.August bis 1.September im Gebiet von Ganamub/Hoanib 235km Nach dem vergeblichen Versuch, in Sesfontein noch etwas einzukaufen, fuhren wir erst mal wieder zurück Richtung Giribes Plain und bogen dann in das Ganamub Riverbed ein, wo uns die Landschaft ungeheuer beeindruckte.
Tor zum Hoanib
Wir hofften, Elefanten zu sehen, sahen aber nur ihre Hinterlassenschaften. Als Entschädigung sahen wir Rüppellstrappe,
Springböcke, Oryxe und sehr scheue Bergzebras. Ab einem Wasserloch, an dem ein paar Vögel saßen, müssen wir uns wohl verfahren haben. Wir achteten nicht mehr auf das Navi, das auch keinen Pieps von sich gab und fuhren staunend einer Spur nach, vorbei an einem gelbblühenden, stacheligen Busch
von der Nachmittagssonne beleuchtete Gräsern zwischen den Felsen.
ich bewundere diese 'einsamen' Bäume auf den Felsen
Die Pad wurde immer schlechter, kiesige Strecken wechselten mit groben Steinen und wir kamen sehr langsam voran. Plötzlich sahen wir Oryxe
und dahinter zwei schnell weglaufende graue Kolosse: Nashörner, die in einer Senke verschwanden. Weiter in ihrer Richtung endete die Fahrspur plötzlich vor zwei Wasserstellen. Wir drehten und fuhren zurück, aber das Navi konnte keine Richtung Palmwag 4x4 trail finden.
Fischkopffelsen
Wir kurvten noch eine Zeitlang herum und dann schien es uns am sinnvollsten zu sein, ein abseits gelegenes Plätzchen zu suchen, das wir auch fanden – ohne eine neue Fahrspur zu hinterlassen.
Von den herumliegenden angeschwemmten trockenen Ästen von der Uferböschung und Elefantendung konnten wir ein kleines? Lagerfeuer unterhalten. Unterwegs hatten wir etliche Feuerstellen mit Unrat gesehen. Wir haben vor unserer Abreise am nächsten Morgen das Feuer vollkommen gelöscht und die Aschenreste mit Sand abgedeckt. Gegen den aufkommenden Wind durch eine Felswand und gegenüberliegendes dichtes Gebüsch geschützt verbrachten wir die Nacht. Der Sternhimmel war überirdisch schön und es fielen zahlreiche Sternschnuppen, aber es war sehr kalt.
Hallo CuF, ich bin jetzt endlich mal dazu gekommen euch hinterher zu laufen. Vielen Dank für den informativen Bericht, wir werden ihn bestimmt mit als Grundlage für unsere noch anstehenden Nordtouren nutzen, bislang hat es bei uns nur bis zum Etosha gelangt. Eine riesengroße Bitte habe ich aber an euch. Ich bin ja auch begeisterter (Vogel-)Knipser, komme aber meist mit den Bestimmungen nicht so gut klar. Ihr beschreibt immer im Text was ihr gesehen habt und dann folgen die tollen Bilder und dann hört es bei mir auf.... 🙁 Könntet ihr die Bilder mit den Vogelnamen beschriften???? das wäre super nett und eine große Lernhilfe für mich. Ich freue mich euch weiter begleiten zu dürfen lieben Gruß Lottas Anhang
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201520. Nov. 2015 ·
Hallo Lotta nebst Anhang, zwei Dinge muss ich für Eure nächste Reise empfehlen. 1. Mein erstes Vogelbuch war 1983 Newman’s Birds of Southern Africa. Neuer und sehr übersichtlich einschließlich ‚ Index to German Names: ROBERTS BIRD GUIDE Zum verifizieren dann die Sasol App benutzen.
2. Jeder hat ein Smartphone oder Pad; hier könnte die App: SasoleBirds 21,10Euro hilfreich sein. Da findest du die Abbildungen in guten zeichnerischen Darstellungen und Fotos. Der Text ist im Buch und App zwar in Englisch aber selbst mit rudimentären Kenntnissen versteht man das Wichtigste. Außerdem sind die Vogelstimmen zu weiterer Bestimmung enthalten. Warnung: diese nicht in Hörweite der Vögel verwenden!!! Jedes Formi hat andere Erfahrung und präferiert ein anders Vogelbuch. Außerdem könntest Du dann unsere Vogelnamenaufzählungen den einzelnen Fotos zuordnen, damit zur eigentlichen Frage/Bitte: peu à peu versehe ich die Fotos mit Namen oder Du trainierst Dich selbst, falls Du Punk 1 und 2 beherzigst. Übrigens beneide ich Euch, wir sind zwar erst seit Mitte September zu Hause, aber ich könnte schon wieder mit Euch fahren. LG Claus
Die App hab ich doch schon längst 😉 trotzdem vielen Dank für den Tipp. Das Buch dazu steht auch im Regal , neben noch einigen weiteren. Ich finde es aber trotzdem oft nicht so einfach, gerade wenn juvenil oder im Prachtkleid oder...... deswegen benutze ich das Forum gerne als "Ratespiel" :-))))
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201523. Nov. 2015 ·
1.bis 4.September Palmwag Lodge Campsite 219km Bei Sonnenaufgang hatten wir schon alles zusammengepackt und uns, nichts an Abfall o.ä. hinterlassend, auf den Weg gemacht, den Palmwag 4x4 trail zu finden. Wieder kamen wir an dem Wasserloch vorbei, wieder wies uns das Navi nicht den Weg. (Wir hatten für das Gebiet südl des Hoanib keine Koordinaten notiert, großer Fehler)
Nun orientierten wir uns an der Himmelsrichtung (Kompass), kamen an einem Schild „strictly no entry“ vorbei, bogen davor rechts ab – und fanden uns im Hoanib Riverbed wieder, der noch etwas Wasser führte. Und dann trafen wir endlich die Elefanten, meist einzeln oder zu zweit und nicht im Geringsten ängstlich oder aggressiv.
Halt, Verkehrskontrolle!
Wieder frequentierten wir das Wasserloch, wo sich gerade ein Augur-Bussard niedergelassen hatte.
Neben den Dreibandregenpfeifern, Kiebitzen, Bergschmätzern und Flussuferläufern sowie einen rare vagrant: Sporn-Kiebitz sahen wir noch Weißstirnregenpfeifer und ein Steinböckchen.
Sporn-Kiebitz
Bergschmätzer
Bergschmätzer fem.
Bruchwasserläufer
Über Elephant Song Village (leer, aber übersät von Müll) passierten wir das Palmwag-Gate, schlichen in tiefen Fahrspuren und Erosionsrinnen über die Kambonde- Okongoro-Plain und gelangten schließlich auf achterbahnähnlicher Straße (Nr. 3707) in die Palmwag Lodge, wo es noch einen Platz für uns gab. (180 ND pP). Als wir zum Dinner gingen (zähes Kudu), wanderte ungerührt ein Elefant durch das Camp, fraß hier ein wenig, zupfte dort herum, dicht verfolgt von kamerabewaffneten, arglosen Touristen. Wir wurden morgens durch seine Rupfgeräusche geweckt und sahen ihn jeden Tag.
ganzganz schöne Fotos 😛 . Die jetzt trockenen Flußläufe die von sattgrünen Bäumen gesäumt sind tut dem Betrachterauge sehr gut. 🙂 Und dann noch die Wüstenelefanten mitten drin. Herrlich. 🤪
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201524. Nov. 2015 ·
:Ihr hättet übrigens auch ganz gut nach Büsnau gepasst, by the way. :blush:
Liebe Fotomatte, leider ist Claus des Schwäbischen nicht mächtig - im Gegensatz zu Friederike
Guten Abend Matthias, Das kann ich so nicht stehen lassen, ich hätte ja eine Übersetzerin dabei. Der Weg nach Büsnau, was ist das? Ich habe inzwischen gegoogelt, ja Stuargard, oder? Wenn ich auf dem Rückweg den Kofferraum mit gutem Wein füllen könnte, lohnt sich auch die Fahrt vom N-Hess.-Kassel, zum Treff mit den schlauen Formis. ( Ich habe es nicht so mit den smilies, ) LG Claus
....striktly no entry.....WILDERNESS reklamiert diese Gegend exklusif für sich.........bei den Preisen
verständlich.......sehe eine skeptische Zukunft für das wohl wildreichste Trockenflusstal Hoanib...
Mit Stichtag vor drei Tagen waren Rinder in grosser Zahl bis 3km vor den Poort (begleitet von
mit Schusswaffen ausgestatteten Himba-Farmern ???????)..........
BMW
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201525. Nov. 2015 ·
Guten Abend BMW,
ja Namibia verändert sich ....zum N........., siehe Khaudum, nun auch Hoanib und demnächst auch andere schöne einsame Landschaften. Wir zehren dann von der Vergangenheit.
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201525. Nov. 2015 ·
Fortsetzung Palmwag
Auf dem Platz gab es Bülbüls, Maskenweber und Rotschulterglanzstare und wieder eine Neuentdeckung für uns: Bokmakieries, die im Duett ihre Strophen schmetterten.
fotomatte2’542 Beiträge · seit 200925. Nov. 2015 ·
Hallo Claus und Friederike,
es waren übrigens beim Schwobatreff Hessen und Saarländer anwesend, und ich hatte nicht den Eindruck, dass sie sich unverstanden gefühlt hätten. 😎 Un mir hänn se au verstande. 😉
Die Frage nach "gutem Wein" muss dir aber jemand anderes beantworten, da bin ich definitiv der falsche Ansprechpartner.
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201526. Nov. 2015 ·
Palmwag, die Dritte!
Jetzt erst einmal das Haustier:
Einen Vormittag verbrachten wir im Konzessionsgebiet und ergötzten uns an der schönen roten Landschaft mit dem dekorativen grünen Gesträuch, sahen Kapborstenhörnchen, Bergzebras, Springböcke, einige wenige Oryxe.
ein alter Bekannter: der Flaschenbaum, Pachypodium lealii
Wir hatten dann das Bedürfnis, einmal nur herumzufaulenzen und verbrachten einen kompletten Tag lesend und Tagebuch schreibend am Pool, beobachteten die akrobatischen Kletterkünste von Hörnchen, die flinken Agamen, amüsierten uns über die anmaßend guckenden Akaziendrosseln und das Gezeter der Bokmakieries.
Psophocichla litsisirupa
der kleine Punkt ist die Venus kurz vor Sonnenaufgang
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201528. Nov. 2015 ·
4.bis 6.September Kamanjab Restcamp
162km
Nach ausgiebiger Filzerei von Kühlschrank, Seitenfächern und –taschen (Fleisch und Milchprodukte) in Palmwag Village am Rooilyn Vet Fence fuhren wir über den Grootbergpass (C40) nach Kamanjab.
Das Camp ist etwas vor der Stadt und hat großzügig angelegte Plätze. (120 ND pP, Strom 40 ND) Während der Siesta hörten wir rundherum Wiedehopfe rufen, doch sie zierten sich und ließen sich nicht zum Fotoshooting herab. Nachmittags fuhren wir in die Stadt, die gute Einkaufsmöglichkeiten bietet. F. verbrachte eine Dreiviertelstunde in der Post, um vier Briefmarken zu kaufen. Dort spielten sich dramatische Szenen ab, weil eine Frau Geld abheben wollte, aber keines bekam und die gesamte versammelte Familie mit der Schalterbeamtin lautstark über die Gründe zu diskutieren begann. Im Impala Meat Market (sehr empfehlenswert!) kauften wir Oryx-und Kudufilets zu einem für deutsche Verhältnisse unglaublich niedrigen Preis: Fleisch für sechs Tage und zwei Personen: 97 ND. Danach verbrachten wir ein paar Stunden auf der Campsite in Sichtweite einer Wasserstelle, an der sich zahlreiche Vögel tummelten, u.a ein Kampfadler und einige Goldbugpapageien. Später gingen wir noch an das ca. 2 Kilometer entfernte Wasserloch und schreckten unterwegs einige Kudus und Giraffen auf. Außer Bülbüls, Tauben und einem Rotstirnbartvogel sahen wir keine Tiere. In der Dämmerung kamen noch paarweise Flughühner an die Wasserstelle. Am nächsten Morgen pickten wunderschöne Gelbbauchammern auf dem Platz nach Sämereien, noch ein Vogel, den wir nicht kannten.
Acacia Pied Barbet
Golden-Breasted Bunting
Wir holten den Schlüssel für die Peet Albert’s Kopje gegen ein Pfand an der Rezeption der Oppi Koppie Lodge ab (im „Bradt“ steht fälschlicherweise, man müsse ihn im Oase Garni Guesthouse abholen) und verbrachten ein paar Stunden dort bei den Felsgravuren.
Da wir beim Hineinfahren am Zaun den Kadaver, (für afrikanische Verhältnisse höchstens 24 Stunden alt), eines kapitalen Kudus entdeckt hatten, meldeten wir diesen Fund mit Fotobeweis (nicht fürs Forum) im Oppi Koppi. Die Angestellte dort, hatte es plötzlich eilig, um Meldung zu erstatten. Da haben wohl Jäger nicht ausgiebig genug Nachsuche betrieben, da fehlten halt Buschmänner, unterstelle ich mal so. Übrigens, von den Buschmännern können selbst ‚Hannoveraner‘ noch etwas lernen. (Das wiederum verstehen nur wieder andere Experten, z. Bsp. M.) Auf der Campsite erschienen nachmittags, gemessenen Schrittes, acht Giraffen und dann war uns auch klar, warum die Akazien nur ab einer gewissen Höhe Blüten hatten, ich taufte sie nun Ponybäume. 😉 😉
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201530. Nov. 2015 ·
6.bis 7. September Omaruru River Guest House
350km
Am frühen Nachmittag kamen wir in Omaruru an und bezogen die Campsite des River Guest House. Wer es mag, von den –zig Hunden, die dort auf dem Gelände herumstreunen, angebettelt und besabbert zu werden, ist hier genau richtig. Das nächtliche Dauerbellen allerdings kam aus sämtlichen Richtungen und wäre vermutlich auch woanders nicht besser gewesen. Wir machten einen kleinen Stadtspaziergang (Franke-Turm) im sonntäglich verödeten Omaruru, aber sauberster Ort Namibias und lauschten nach dem Abendessen den zarten Lauten eines Nachtvogels. Durch die bereits erwähnte Sasol-App fanden wir heraus, dass es sich hier um die Zwergohreule (African Scops-Owl) handelte, die nicht größer als ein Spatz ist.
Eulenmuckel2’129 Beiträge · seit 200604. Dez. 2015 ·
Hallo ihr beiden,
da hatten wir aber ganz schön viel zu tun und mussten uns sputen, euch noch hinterherzuhecheln. Aber besser spät als nie!
Vielen Dank für eure Mühe und den Bericht eurer Reise. Ihr seid ja in etwa da gestartet, wo wir dieses Jahr auch begonnen haben, allerdings hattet ihr eure Reise noch vor euch, als wir bereits wieder heimgeflogen sind. Eure Einschätzung über Peter von Maori teilen wir völlig. Kennt man ihn nicht, ist man zuerst zumindest ein bisschen irritiert, aber auch wir haben ihn als sehr liebenswert und freigiebig schätzen gelernt. Viele eurer Streckenabschnitte oder Campsites haben schöne Erinnerungen in uns wach gerufen, wie zum Beispiel der Khaudom Park, die Bootstour bei Drotzkys, die Epupa Falls, Camp Synchro und der Pass vor Rooidrom. Besonders aufmerksam lesen wir immer alle eure Vogelsichtungen und sind uns nun sicher: Die Pel's Fishing-Owl ist gar nicht echt, sondern ausgestopft. Sie sitzt schon seit sechs Jahren immer auf demselben Ast im selben Baum! Den Namen der Shametu River Lodge mit den vielen Vögeln haben wir uns direkt notiert. Werden doch mal schauen, ob sich die nicht irgendwie demnächst noch einbauen lässt! Nun sind wir gespannt, was noch kommt. Wir lassen uns nicht mehr abhängen.
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201505. Dez. 2015 ·
L. Eulenmuckels
Danke für Euer Interesse,
ich hatte Guide 'OTTO' auch in Verdacht, dass er mit der Fernbedienung heimlich den Kopf der Eule bewegt und die Augen auf und zu klappt. Ts, Ts, Ts Shametu werden wir auch noch einmal wiedersehen.
CuFThemenstarter4’394 Beiträge · seit 201505. Dez. 2015 ·
7. bis 11.September Omandumba Erongo Gecko Camp
64km
Am Morgen suchten wir die schönen, hohen Bäume am Flussufer des Omaruru sorgfältig mit dem Fernglas ab, um die Zwergohreule vielleicht doch zu entdecken, aber das war ein aussichtsloses Unterfangen: So groß wie ein Spatz und graues Gefieder, ähnlich der Baumrinde. Nach ein paar Einkäufen und einem Kaffee im Omaruru Souvenirs & Kaffeestube machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel, dem Erongo. Wir hatten uns für die letzten Tage vorgenommen, uns nach der langen Fahrerei mal wieder mehr zu bewegen und ein wenig zu wandern. Empfohlen worden war uns in Omaruru das Erongo Plateau Camp, aber je näher wir dem kamen, umso weniger gefiel uns die Landschaft drumherum. Uns fehlten die typischen roten Riesenfelsen. Also fuhren wir weiter in Richtung Ai-Aiba und fragten auf der Omandumbafarm der Familie Rust nach einer Möglichkeit zu campen. Deike bot uns das in einiger Entfernung von der Farm liegende Gecko Camp an, das einem Freund von ihnen gehört – ihre eigenen Campsites waren alle belegt. Wir nahmen das an und fanden dort fast nichts zu mäkeln – abgesehen davon, dass der Mülleimer überquoll und der Nachschub an Feuerholz erbettelt werden musste. Ansonsten haben wir uns dort auf dem gut durchdacht angelegten Platz sehr wohlgefühlt, denn es gab reichliche Vögel zu beobachten. (120 ND pP) Der Freund aus Swakop muss ein Vogelfreund sein. Vogelfutterstellen und –tränke, sowie Nistmöglichkeit aus einem löchrigen Topf unter dem Dach befestigt, der von einem Familiar Chat besetzt war. Jeden Abend knickste der kleine Vogel vor seiner Wohnung, bevor er in seine Behausung flog. Der Donkey versorgte Dusche und Waschtisch mit reichlich warmem Wasser, sehenswert sind Spiegel und Duschbrause.
Biologische- physikalische Verwitterung
Den ersten Vormittag dort verbrachten wir mit einer Fahrt zu den vielen Buschmannszeichnungen dort, zu denen uns Salomè Visser führte. Es sind ganz außergewöhnlich klare und schöne Zeichnungen, die ganze Geschichten erzählen. Eine Zeichnung z.B. zeigt einen Köcherbaum und einen Schwarm Bienen, die ein paar Menschen verfolgen.
Bienenschwarm
Die größte zusammenhängende Geschichte ist die einer Heirat zwischen einer Frau aus dem Erongo und einem Mann vom Brandberg. Lt. Salomè galt eine Ehe bei den Buschleuten erst dann als offiziell, wenn die Frau schwanger war. Und so sieht man eine große Zeichnung, die alle Phasen eines Festes und seiner Vorbereitung (ein Gehege bauen, Wild hineintreiben, Wild erlegen, essen, mit Fackeln in der Hand tanzen) zeigt: Die zu den Zeichnungen gehörenden Geschichten wurden dem Großvater der Rusts überliefert.
3 Elefanten-Fels Hallo Guggu, kannst Du die Elefanten jetzt erkennen?????
Wir sahen auch ein paar Tiere: Impalas, Springböcke, Klippspringer und viele Monteirotoko, (aus Video kopiert, leider unscharf).
Monteiro's Hornbill
Übrigens hat Salomè Visser ein kleines Buch über ihre Zeit als Erbauerin und Betreiberin einer Lodge im Caprivi geschrieben („Meine Insel in Afrika“), das keine große Literatur, aber ganz nett und informativ zu lesen ist. Über das Erongogebirge und seine Geologie hat Guggu in ihrem letzten Reisebericht ausführlich geschrieben, so dass wir das hier nicht zu wiederholen brauchen. Die restlichen Tage verbrachten wir sehr geruhsam mit Herumklettern, vergeblichen Versuchen, Klippschliefer zu filmen oder fotografieren – sie waren immer schneller als wir –, obwohl wir manchmal mehr als eine Stunde im beißenden „Duft“ einer „Klippschliefer-Urinsammelstelle“ verharrten.