Hallo Stefan, wenn ich das so lese, scheint die Ansteckungsgefahr in Büsnau doch sehr hoch zu sein. Ob ich dort doch absage.....? Aber jetzt will ich erst mal von Eurer Reise lesen! Danke für den Bericht - supertoll so kurz nach Heimkehr! Gruß an Euch abenteuerliche Löffels Friederike
freshy3'883 Beiträge · seit 201112. Mai 2018 · #22
CuF schrieb:Hallo Stefan, wenn ich das so lese, scheint die Ansteckungsgefahr in Büsnau doch sehr hoch zu sein. Ob ich dort doch absage.....? Aber jetzt will ich erst mal von Eurer Reise lesen! Danke für den Bericht - supertoll so kurz nach Heimkehr! Gruß an Euch abenteuerliche Löffels Friederike
Hallo liebe Friederike, falls du auf keinen Fall erneut infiziert werden willst, rate ich von einer Teilnahme dringend ab. Wir hatten gar nicht vor, in diesem Jahr wieder nach NAM und BOT zu fliegen, wirklich nicht! Kein bisschen! Wir haben unsere übrigen Pula und Nam$ sogar weitergegeben. Doch gleich nach Büsnau im November, mussten wir zu unserem großen Schreck 😉 feststellen, dass es uns schwer erwischt hatte. Kein "In Europa gibt es doch auch viele schöne Plätze!" versprach Heilung. Erst das Reservieren des Fahrzeugs und die Buchung des Flugs linderten unsere Qualen. Ich muss dich also in aller Freundschaft warnen 🙂.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201312. Mai 2018 · #23
Hallo Elke, Sandra, Elisabeth und Friederike, schön, daß ihr auch dabei seid 🙂 . Was die Fotos angeht so hoffe ich doch, daß sie den hohen Erwartungen standhalten 😉
Interessant, mit welchen Attributen wir loeffels hier schon belegt wurden, cool, hieß es schon mal, jetzt abenteuerlich 🤩 . Wir werden auf keinen Fall widersprechen 😎 .
Was nun Büsnau angeht, so sind wir der Meinung, daß es bei den meisten Formis vollkommen egal ist, ob sie an solchen Events teilnehmen oder nicht - im "schlimmsten" Fall wird durch eine Teilnahme das Unvermeidliche nur beschleunigt ... 😄 😄 😄
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201312. Mai 2018 · #24
SO, 22.4.18: Auf nach Swakopmund
Nach einem üppigen und leckeren Frühstück verlassen wir das Dan Viljoen Game Reserve in Richtung Swakopmund. Die Stimmung ist gut, und unsere erste Giraffensichtung verstärkt die gute Laune noch 🙂 .
Kurz nach Verlassen des Parks endet auch die Asphaltstrecke, und die C28 schlängelt sich nun als Gravelroad durch das üppig grüne Khomashochland. Die Auswirkungen des Regens sind auf der Strecke noch deutlich sichtbar, an vielen Stellen wurde Material vom Straßenbelag weggespült, an anderen Stellen Fremdmaterial abgelagert. Da heißt es aufpassen, schadhafte Stellen, Senken und Schlaglöcher sind oft erst sehr spät erkennbar. Aber wir haben Zeit, der Tag ist von uns als Eingewöhnungs-Fahrtag geplant und wir geniessen die Landschaft, den Duft und das Glücksgefühl, endlich wieder auf Namibias Gravelroads unterwegs zu sein 🙂 .
Am Boshua-Pass machen wir eine kleine Pause und geniessen die Aussicht:
Am unteren Ende des Passes hat sich in der Linkskurve einiges an angespülten Gesteinsbrocken abgelagert, so daß dort momentan nur eine Spur nutzbar ist.
Ab dem Namib-Naukluft Park wird es langweilig, die Straße führt schnurgeradeaus durch langweiliges Ödland (so wirkt es zumindest vom Auto aus).
Nach insgesamt gut sechs Stunden erreichen wir Swakopmund und steuern Meikes Guesthouse an, unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte. Meike und ihr Mann sind uns sofort sympathisch, wir fühlen uns sofort wohl.
Meike ist überrascht wegen Beates Rolli, davon weiß sie gar nichts. Jetzt werden wir doch stutzig, denn auch im Dan Viljoen Park wusste man nichts. Das kann kein Zufall mehr sein 😕 . Da wir ja aber morgen sowieso wegen der Umbuchung mit den namibischen Partnern unserer Reiseagentur telefonieren, werde ich das Thema dabei dringend ansprechen müssen. Jetzt schiebt Meike aber erst mal ein paar Zimmerbelegungen hin und her, denn das für uns eigentlich vorgesehene Zimmer ist mit Rolli nicht optimal. Super, mit unserem „neuen“ Zimmer (ich glaube es war die 1) kommen wir sehr gut zurecht. Riesengroß, großes Bad, sogar einen Duschhocker kann Meike zur Verfügung stellen. TOP ! 🤩 Dann nehmen wir uns erst mal eine Auszeit und schlendern anschließend ein wenig durch die Stadt. Fotos entstehen dabei keine, wir waren ja vor fünf Jahren schon mal hier. Im Hansa-Hotel geht für ein Dinner ohne Reservierung nichts, und so reserviere ich für Dienstag abend einen Tisch. Heute landen wir für das Abendessen in Kückis Pub. Es ist wenig los, und wir bekommen ohne Probleme auch ohne Reservierung einen Tisch. So beschließen wir den Abend bei Savannahs und leckerem Essen, ein anschließender kleiner Verdauungsspaziergang zurück zu Meikes Guesthouse tut gut. Bald darauf schlummern wir dem nächsten Tag entgegen. Ab morgen haben wir „Termine“.
Respekt, dass Ihr so schnell mit dem Reisebericht seid! Wir waren zwei Wochen vor Euch dort, und wir waren auch bei Meike. Es war super, wir können Eure Erfahrungen nur bestätigen. Jetzt muss ich eilen, damit ich meinen Bericht nicht zu sehr verzögere. 😵 Und auf Eure Fortsetzung bin ich gespannt!
binca751'567 Beiträge · seit 201512. Mai 2018 · #26
Lieber Stefan, es ist unglaublich, dass es an der C28 so aussieht... 😮 Wir haben Ende Juni auch Fotos am Bosua Pass gemacht, doch die Landschaft auf euren Bildern ist so komplett anders durch das satte Grün. 😁 Ich glaube, wir müssen doch nochmal nach Namibia, wenn keine Trockenzeit ist... 😉
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201313. Mai 2018 · #27
@Martin: Hallo Martin, schön, daß du auch dabei bist. Bei Meike kann man sich sehr wohlfühlen und ich kann auch absolut nachvollziehen, warum es einige Formis immer wieder dorthin zieht 🙂 . Was da Tempo unseres Reiseberichts angeht, noch habe ich frei ... das wird sich in Kürze ändern, damit leider auch das Tempo hier im RB.
@Bianca: Ich habe mir gerade noch mal die Bilder aus deinem Reisebericht angesehen, der Unterschied ist schon krass. Namibia kurz nach Ende der Regenzeit hat schon seinen Reiz, wir waren bisher immer zu dieser Jahreszeit dort. Vielleicht könnt ihr das ja auch mal realisieren 🙂 .
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201313. Mai 2018 · #28
MO, 23.4.2018: Ab jetzt wird’s langsam „ernst“ Teil 1
Der erste volle Tag in Swakopmund startet gemütlich. Heute Vormittag haben wir noch „frei“, schlafen für afrikanische Verhältnisse lange aus und frühstücken erst gegen 8 Uhr.
Im Anschluss kontaktiere ich die zuständige Sachbearbeiterin der namibischen Partner unseres Reiseveranstalters. Ja, es ist alles vorbereitet, die Umbuchung auf die „Ersatzlodge“ wird durchgeführt, der Voucher direkt an die neue Lodge geschickt. Ich bitte zur Sicherheit um eine Kopie, die ich dann zusammen mit der Wegbeschreibung per Mail im Laufe des Tages erhalten werde. Dann ist ja soweit alles klar – achso, sie wissen, daß wir mit Rollstuhl reisen ? Nö, das weiß sie nicht. WAAAAS ????? Die Reiseagentur in Namibia weiß nichts von unserem Rollstuhl ?????? Und unsere Unterkünfte dann ja auch nicht ??????? Ich befürchte das Schlimmste und bitte meine Gesprächspartnerin eindringlich, alle unsere Unterkünfte umgehend darüber zu informieren, damit die noch ein paar Tage Vorlaufzeit zwecks Zimmervergabeplanung haben und eventuell noch ein wenig schieben können. Ja, selbstverständlich, wird erledigt … Oh, Mannomann, gut daß wir darüber gesprochen haben … 😠 😠 😠
Loeffelinchen relaxt im Garten, ich gehe noch kurz in die Stadt für ein paar Knabbereien und Biltong. Bei Cymot kaufe ich vorsichtshalber noch einen Reserve-Dieselkanister, schließlich geht es ja bald Richtung Kaokoveld, sicher ist sicher.
Nach meiner Rückkehr müssen Meikes Garten und die dortige Tier- und Pflanzenwelt „dran glauben“ 😛 . Ich habe mir Anfang des Jahres ein Update von meiner betagten, aber heißgeliebten Canon EOS 50D auf eine 80D gegönnt. Gleichzeitig habe ich auf der Basis von Beates (Beatnik) Mann Thomas (vielen Dank euch beiden an dieser Stelle) und anderen Tipps aus dem www ein custom-program für Tierfotografie zusammengebastelt und in der Kamera verewigt. Vor allem der vom Auslöseknopf losgelöste und auf den AF-On-Knopf gelegte Autofokus ist noch etwas ungewohnt, mit dieser Konfiguration will ich noch etwas üben und mich „warmschießen“. Es ist aber heute immer noch recht kühl und neblig („Der Winter naht“), und viele Vögel zeigen sich leider nicht. Die Lichtverhältnisse sind schlecht, trotzdem ein paar wenige Ergebnisse, damit es nicht zu textlastig wird:
Wellenastrild, common waxbill (Estrilda astrild) Kapsperlinge, cape sparrows (Passer melanurus) Palmtaube, laughing dove (Streptopelia Senegalensis) Bei den Bestimmungen dürft ihr mich gerne korrigieren, da bin ich weit von einer sicheren Bestimmung entfernt.
Ansonsten gab es noch eine dicke große Hummel Holzbiene (Xylocopa inconstans Smith, 1874)
und ein paar Blümchen und Pflanzendetails:
Für den Nachmittag gibt es heute einen zweiten Teil. Damit endet dann auch endlich die Durststrecke für alle, die einen bilderlastigeren Reisebericht bevorzugen – ihr habt es überstanden ...
schön, von Euch wieder zu hören, vorallen Dingen Eure Reisezeit und damit verbunden ein "grünes" Namibia ist sowieso ein highlight der Extraklasse. Erst letztes Jahr zu ähnlicher Zeit durften wir das auch erleben.
Zu Eurer ersten Unterkunfte schreibst Du:
Essen: habe ich mir ehrlich gesagt gar nicht notiert, Tiefkühl-Kost Der Beilagensalat war allerdings lecker
Hm, ich geh mal davon aus, dass es also beim Essen in jedem Fall eine Steigerung geben wird. 😉 🙂
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201313. Mai 2018 · #30
@bayern schorsch: Hallo Claus, willkommen, schön, daß du die bayerische Fraktion hier im Reisebericht verstärkst 🙂 . Ja dieses grüne Namibia ist schon wunderbar anzuschauen. Und Käferplagen biblischen Ausmaßes hatten wir keine 😗 😉 .
@alle: vielen Dank, daß ihr trotz eher verhaltenem Beginn unserer Reise dabei seid. Ich kann versprechen, daß es nicht nur beim Essen eine deutliche Steigerung geben wird. Und das dauert gar nicht mehr so lange ... 🙂 🙂 🙂
franzicke2'085 Beiträge · seit 201213. Mai 2018 · #31
Liebe Loeffels, mal wieder spät - aber für die mittleren und größeren Abenteuer wohl noch rechtzeitig 😗 Ich springe also auch noch auf und bin wirklich sehr gespannt, wie ihr wettertechnisch so rumgekommen seid und wie das dann anstatt der Kunene River Lodge so ging. Auf der Karte sieht es ja so aus als seid ihr doch ziemlich weit in den Norden gekommen. Ich freu mich jedenfalls sehr auf euren Bericht und die schönen Fotos. Viele Grüße Ingrid
auch wir verfolgen euren schönen Bericht. Besonders haben wir uns über eure Fotos aus Meikes Garten gefreut. Dort verbringen wir auch immer einige Zeit und fotografieren die Vögel. Vielen Dank, dass ihr uns mit nach Swakopmund nehmt.
Hoffentlich ist mit den Lodges und dem spät gemeldeten Rollstuhl noch alles gutgegangen.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201013. Mai 2018 · #34
Hallo Ihr Zwei,
nachdem wir ja schon in Büsnau viel über die bevorstehende Reise gesprochen haben, bin ich jetzt natürlich sehr gespannt auf die Umsetzung! Was ich bis jetzt gesehen und gelesen habe (mal abgesehen davon, dass die Rolli-Info wohl nicht ihren Weg bis Namibia gefunden hat 🙄 ) gefällt mir sehr gut - es darf also gerne zeitnah weitergehen 😎 !
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201614. Mai 2018 · #35
Hallo Stefan,
bis Ende der Woche begleite ich Euch noch gerne auf Eurer Reise, finde ich immer sehr interessant mit 8 Rädern nach Namibia zu reisen. Ab Freitag werden wir Eurer Route dann folgen und auch erstmal bei Meike und im Hansa Hotel Station machen.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Mai 2018 · #36
@Ingrid: Hallo Ingrid, willkommen, schön, daß du auch noch rechtzeitig den Weg zu diesem Reisebericht gefunden hast 🙂 . In der Tat, du hast bislang noch nicht wirklich was verpasst, wir haben es dieses Mal recht gemächlich angehen lassen. Aber ab dem nächsten Kapitel geht es dann wirklich richtig los 😎 . Wettertechnisch, soviel sei verraten, war alles ganz entspannt, Wir hatten keinen einzigen Tropfen Regen mehr. Die Wetterkapriolen fanden ganz woanders statt, nämlich in Angola.
@freshy: ja, die drei waren zuuuu süß, wie sie da so zusammengekuschelt saßen 🙂 . Der feuchtkalte Nebel in Swakopmund hat sie wohl dazu animiert. Direkt nach der Aufnahme hat sich die Gruppe dann aber aufgelöst ...
@ Uwe und Ruth: Ja, Meike hat erzählt, daß ihr immer mit schwerem Gerät in ihrem Garten unterwegs seid 😗 . Zugegeben, wir sind ja schon ein wenig neidisch, daß ihr da bald schon wieder sein dürft 🙂 .
@Bele: keine Sorge, es geht heute noch weiter. Die Umsetzung unserer Tour war die mit Abstand spannendste, die wir bislang in Namibia erlebt haben. Das Thema "Rolli-Info" hat die Spannung dabei immer recht hoch gehalten ... 😗
@Gabi: Willkommen zu deinem "Kurzbesuch" hier im Reisebericht 😉 und an dieser Stelle schon jetzt viel Spaß auf eurer Tour. Kann man irgendwo nachlesen, was ihr so vorhabt ? Bei Meike werdet ihr euch ganz bestimmt wohlfühlen, richtet viele Grüße von uns aus 🙂 .
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Mai 2018 · #37
MO, 23.4.2018: Ab jetzt wird’s langsam „ernst“ Teil 2
So, jetzt wird es wirklich ernst, denn endlich, endlich startet heute Nachmittag unsere erste Tour. Wir haben schon von Deutschland aus bei Charly's Desert Tours eine Halbtagestour „Namib Desert Tour“ gebucht, wegen der Wetterverhältnisse (meist ja Nebel am Morgen) haben wir uns für die Nachmittagstour (14 – 18 Uhr) entschieden. Der Rollstuhl ist kein Problem, und die Tour findet schon ab zwei Personen statt. Das ist nicht bei allen Anbietern der Fall, einer der Hauptgründe, weswegen wir uns für Charly's Desert Tours entschieden haben.
Wir werden pünktlich von Jochen abgeholt, einem pensionierten Deutsch-Namibier, der als freier Mitarbeiter bei Charly's Desert Tours arbeitet und damit seine Rente aufbessert. Heute fährt er uns, und wir sind die einzigen Gäste. Es ist immer noch neblig, Jochen ist mit dickem Parka unterwegs. Auch wir laufen schon den ganzen Tag in unseren Vliesjacken herum.
Zu Beginn folgen wir der D1901, wo sich entlang des Swakopflusses mehrere Farmen angesiedelt haben, die mit mehr oder weniger Erfolg alles mögliche anbauen: Dattelpalmen, Oliven, Wein, auch eine Kamelfarm gibt es. Es war auch mal eine Straußenfarm für 5000 Strauße geplant, mit viel Enthusiasmus und finanziellem Einsatz wurden Schlachthäuser, Kühlhäuser und die ganze Infrastruktur errichtet. Als dann die Strauße kommen sollten, ging das Geld aus und kein Strauß kam jemals auf die Farm. Bis heute liegt das alles brach …
Irgendwo hinter Gut Richthofen verlassen wir die Straße, jetzt geht es in die Wüste, und schon können Parka und Vliesjacken im Kofferraum verschwinden. Jochen erläutert und zeigt uns die wichtigsten endemischen Pflanzen der Namib wie
pencil bush
dollar-bush
Nara Melone
Aloen …
Wir werfen einen ersten Blick auf die Mondlandschaft,
durchfahren Trockenflußtäler …
Jochen erklärt Gesteine und Gesteinsformationen. An einer Geröllhalde stoppen wir. Hier gibt es ein paar Lithops, die von der Piste aus nahezu unsichtbar mit der Umgebung verschmelzen.
Schon allein dafür lohnt es sich eine solche Tour geführt zu machen, neben den ganzen Hintergrundinfos, die man auf diese Weise erhält. Als Laie mit ungeübtem Auge (und das sind ja fast alle Touristen) fährt man achtlos daran vorbei.
Hier hat das Team von Charly's Desert Tours auch mehrere mit verschiedenen Flechten bewachsene Steine zusammengetragen. So können Touristen wie wir diese Pflanzen bewundern, ohne in diesem fragilen Ökosystem die empfindlichen und nur sehr langsam wachsenden Pflanzen zu zertrampeln. Für uns ebenfalls ein guter Grund, diese Gegend geführt zu besuchen.
Bei jedem Besuch werden die Flechten und auch die Lithops mit Wasser besprüht, ein kleiner Dank der Guides an die Pflanzen dafür, daß sie hier den Tourgästen gezeigt und erklärt werden können.
Weiter geht es durch karge Ödnis und einsame Schluchten, bis wir irgendwann wieder das Swakop-Flußbett erreichen.
Und endlich sind wir dann auch bei den Welwitschias. Große, kleine, männlich, weibliche, alles voller Welwitschias, viel zu tun für meine Kamera.
Über Goanikontes geht es dann langsam zurück, über die D1991 und C28 nach Swakopmund.
Natürlich nicht, ohne bei glasklarer Luft und phantastischer Fernsicht die Mondlandschaft im Abendlicht zu bewundern:
Jochen erweist sich im Laufe der Tour nach kurzer anfänglicher Reserviertheit als kundiger und enthusiastischer Guide, der mit viel Liebe zum Land keine Frage unbeantwortet lässt, sich über unsere vielen interessierten Fragen freut und uns mit vielen Informationen und Details zum erkundeten Flecken Erde wieder an Meikes Guesthouse absetzt, deutlich später als vorgesehen. Ein Ausflug, der sich für uns zu 100% gelohnt hat!
Der Tag endet heute im Hotel Deutsches Haus.
Essen: Gemüse a la Deutsches Haus (Beate) Kingklipfilet a la Chef (Stefan) Dazu natürlich Savannahs
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201315. Mai 2018 · #38
DI, 24.4.2018: Ganz viel Sand und Meer
Heute sind Weck- und Frühstückzeit schon deutlich afrikanischer, eine Ganztagestour steht für uns auf dem Programm. Mal wieder von Deutschland aus auf Rollitauglichkeit hin abgeklopft und dann gebucht. Strahlender Sonnenschein heute morgen, kein Nebel, beste Voraussetzungen für unser heutiges „Abenteuer“ 😁 .
Doch vorher muß ich doch noch mal eine kurze Mail schreiben. Die Mail mit der Wegbeschreibung zur umgebuchten Lodge ist zwar gekommen, es fehlt aber der im Anschreiben erwähnte und von mir erbetene Voucher. Auch wenn die Lodge den zwar direkt bekommen hat, hätte ich doch gerne zur Sicherheit eine Kopie, man weiß ja nie …
So, jetzt geht’s aber los. Es fährt noch ein weiteres deutsches Gästepaar mit, das hatten wir gemeinsam beim Frühstücks-Smalltalk schon festgestellt. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, was wir eigentlich machen: Ein Ganztagstour nach Sandwich Harbour, mit Turnstone Tours 🤩 . Richtung Walvisbay trübt es sich aber doch ein und wir fahren durch eine dicke Nebelsuppe Richtung Lagune, doch unser Guide (seinen Namen habe ich leider vergessen, das Alter … 😗 ) meint, dass sich das ganze relativ schnell auflösen wird.
Am letzten Parkplatz stadtauswärts machen wir eine Pause, unser Guide senkt den Reifendruck auf 1,2 Bar und wir beobachten die Flamingos, Reiher und Kormorane, die zunächst nur schemenhaft im Nebel erkennbar sind.
Doch schon während dieser kurzen Pause reißt der Nebel auf und wir können die Flamingos in voller Farbenpracht bewundern.
An den Salzpfannen und Pelikanen vorbei ...
… geht die Fahrt zum Parkeingang des Namib-Naukluft Parks. Hier treffen wir auch das zweite Fahrzeug von Turnstone, so dass wir sicherheitshalber in kleinem Konvoi unterwegs sind.
Mit einigen kurzen Stopps …
… gelangen wir ohne besondere Vorkommnisse bis Sandwich Harbour durch. Vom spektakulären Streckenabschnitt direkt an den Dünen entlang zwischen Dünen und Meer gibt es leider keine Fotos. Hier wird nicht gestoppt, und ich sitze mal wieder hinten in der Mitte. Es will mir einfach kein Foto durch die Windschutzscheibe gelingen, weil der Autofokus immer an der Scheibe hängenbleibt …
Sandwich Harbour gehört für mich zu den spektakulärsten Landschaften Namibias, unwirklich dieses Grün inmitten der Gold- und Blautöne von Dünen und Meer. Am besten bewundert man diese Landschaft von oben, das heißt: Dünen erklimmen:
Traurige Begegnung: Eine kleine Gruppe Rinder hat sich vor einigen Tagen hierher verirrt. Die Besitzer sind längst informiert, kümmern sich aber nicht. Wenn die Rinder nicht innerhalb kürzester Zeit Hilfe bekommen, werden sie hier verdursten. Es gibt hier kein Trinkwasser, die Lagune selbst besteht aus Brackwasser. Die Rinder trinken zwar davon, werden aber wegen des Salzgehalts dehydriert. Es ist ein Bild des Jammers und wir können nur hoffen, dass die Besitzer noch rechtzeitig reagieren, denn viel Zeit bleibt den Rindern nicht mehr.
Wir werden hier unsere Mittagspause verbringen. Die beiden Fahrzeuge stehen dabei in unterschiedlichen Bereichen, das Kleingruppen-Flair bleibt so für beide bewahrt. Unser Guide baut Campingtische und -stühle auf, der Tisch wird mit allerlei Leckereien beladen. Alles ist von Bruno, dem Firmeninhaber selbstgemacht. Er steht jeden morgen um 5 Uhr auf, um die Touren entsprechend zu versorgen. So gibt es selbstgebackenes Brot mit einem Aufstrich, dessen Zusammensetzung ich vergessen habe (schon wieder das Alter … 😗 ), selbstgemachte Lasagne (noch warm!) und Salat, dessen Dressing ein Geheimrezept von Bruno ist, das auch unser Guide nicht kennt. Dazu Wasser und Säfte. Und Kuchen zum Dessert. Mjamjam 🤩
Ich muss sicher nicht erwähnen, daß dieses Picknick in dieser ganz besonderen und unwirklichen Landschaft und Einsamkeit ein unvergeßliches Erlebnis ist. Auch die Tatsache, dass ich kurz vorher beim Fotografieren aus Unachtsamkeit Bekanntschaft mit dem Atlantik gemacht habe und ich hier mit nasser Hose (bis über die Knie), Socken und Trekkingstiefeln sitze, ändert daran nichts 😗 . Bis zum Picknickende ist die Hose allerdings schon wieder fast trocken, die Stiefel werden wohl noch ein paar Tage länger brauchen …
Nach Passage der Engstelle zwischen Dünen und Meer verläuft der restliche Weg nun zunächst auf einer Achterbahntour durch die Dünen 🤪 . Jetzt will plötzlich niemand mehr auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, also kann ich mich aus meiner Position „hinten in der Mitte“ befreien 😎 . Dieses Auf und Ab ist ein Riesenspaß, nur das zweite Paar ist auf einmal etwas ruhig und blass … 🤢 Wie hoch und steil diese Dünenabfahrten wirklich sind, ist auf den Fotos gar nicht richtig erkennbar 😗 .
Viel zu schnell vergeht die Zeit, und an einigen kleineren Dünenformationen und einsamen Robben vorbei …
… erreichen wir wieder Walvisbay, wo die Reifen wieder auf Normaldruck gebracht werden, und kurz darauf sind wir auch wieder bei Meikes Guesthouse. Das hat uns einen Riesenspaß gemacht. Ein gelungener Mix aus spektakulärer Landschaft und etwas Nervenkitzel, genau das richtige für uns. Und wieder ein Ausflug, der sich absolut gelohnt hat.
Unseren letzten Abend in Swakopmund verbringen wir heute im Hansa Hotel Vor zwei Tagen hatte ich hier ja einen Tisch bestellt.
Essen: Couscous-Taler mit Gemüse und Mozarella (Beate) Lamm Curry im Bananenreis-Ring (Stefan) Dazu natürlich wieder Savannahs
Dandelion547 Beiträge · seit 201715. Mai 2018 · #39
Hallo Stefan und Beate,
einen schönen Ausflug habt ihr da unternommen.!! Viel Landschaft, Tiere und alles in kleiner Gruppe, die Tour werde ich mir merken. Bisher hatte ich Sandwich Harbour noch gar nicht so recht auf dem Schirm, da irgendwie die Gruppen immer viel größer erschienen. Danke fürs Teilen.
Liebe Grüße Kordula 🙂
sphinx1'624 Beiträge · seit 201515. Mai 2018 · #40
Lieber Stefan
Danke, da werden schöne Erinnerungen bei mir wach. Die Flamingos sind Klasse, die haben wir damals ja leider nur im Nebel gesehen Mir gefällt es richtig gut bei Euch und so freue mich auf weitere Abenteuer.
Viele Grüße Elisabeth
OT @ Kordula, man kann die Sandwich Harbour Tour auch als Privattour machen. Wir haben das nicht bereut, weil wir überall halten konnten und auch solange herumlaufen wie wir wollten.