BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201631. Juli 2022 ·
14./15.1.: Urlaub im Urlaub
Der Morgen am Lions Rock beginnt vielversprechend und mit den namensgebenden Tieren. Wir entdecken drei kleine Löwen, sie sind die Nachkommenschaft der Löwin, auf die wir am Vorabend getroffen waren.
Als sie mit ihrer Familie im Busch auf dem Hügel verschwinden, fahren wir weiter. Es ist jeden Tag heißer geworden, schon gegen 8 Uhr brennt die Sonne vom Himmel, und so steht nicht zu erwarten, dass sich die Katzen so bald noch einmal aus der Deckung wagen.
Wir cruisen durch die Gegend, die eigentlich sehr schön ist, bis auf die Salt Lick Safari Lodge, die mitten in die Landschaft gebaut ist und nicht gerade eine Augenweide. Diese alteingesessene Hotelanlage gehörte einst zur Hilton-Kette und hat mit ihren Türmchen von Weitem etwas Cinderella-ähnliches. Aus der Nähe ist sie eine Beton-Scheußlichkeit auf Pfählen.
Direkt an einer mit Wasser gefüllten, mineralhaltigen Vertiefung gelegen, mag es sogar reizvoll sein, den Elefanten aus dem Zimmer von oben auf den Allerwertesten zu schauen. Das ändert aber nichts daran, dass sie ein Schandfleck ist inmitten eines von Tieren stark frequentierten Areals.
Zumindest in der Theorie, denn in der Praxis herrscht gähnende Leere. Nur drei Elefanten erspähen wir weit weg; was letztlich nicht tragisch ist, denn auf dieser Reise waren die Dickhäuter bislang ein steter Begleiter - und werden es auch wieder sein.
Wir treffen unterwegs unsere Bekannten aus Bulgarien wieder, sie übernachten im benachbarten Taita Hills Reservat, das wir auf unseren Gamedrives mitnutzen können und umgekehrt. Auch sie würden sich ein paar mehr Tiere wünschen, sind aber dennoch zufrieden, weil sie eine endemische Vogelart gesucht und gefunden haben.
In Taita Hills entdecken wir am Fluss eine weitere Löwin mit ebenfalls drei Cubs, die schon etwas größer sind als die der anderen Löwenmutter. Im hohen Gras sind sie jedoch kaum zu erkennen und so fahren wir weiter zu zwei Wasserlöchern, von denen eins ausgetrocknet ist und das andere von Ziegen mit Beschlag belegt. Der junge Hirte wird schon bald Gesellschaft bekommen, eine Staubwolke in einiger Entfernung ist Vorbote der Kühe, die hierher getrieben werden. So ganz verstehe ich das nicht, denn es gibt nach den ausgiebigen Regenfällen auch außerhalb des Schutzgebiets ausreichend Wasser.
Wir fahren etwas vorzeitig auf unseren Hügel zurück und berichten der erstaunten Michaela vom Vieh. Sie ist not amused, denn offenbar war vor der Übernahme der Lodge in ellenlangen Beratungen mit unter anderem diversen Ältestenräten festgelegt worden, nach welchen Regeln im Reservat verfahren werden soll. Es gibt Zeiten für die Herden und auch bestimmte Wege, doch anscheinend hält sich kaum jemand daran. Das kennen wir schon aus Samburu und Buffalo Springs, ein schwieriges Thema überall.
Ich glaube allerdings auch, dass die aktuelle Tierarmut nicht an den Herden, sondern an den Umständen bzw. der Jahreszeit liegt. Elefant, Giraffe und Co. sind einfach gerade woanders unterwegs. Dass es den Korridor gibt, ist dennoch nicht nur eine gute, sondern auch eine wichtige Sache und so nehmen wir die Dinge, wie sie eben sind. So ist die Natur.
Blick von Lions Bluff über Lumo. Ganz links im Bild der schwarze, flache Lions Rock.
Es ist ja auch nicht so, dass man die Zeit hier oben nicht ausfüllen könnte. Und da ich meine (mittlerweile abgeklungene) Erkältung erfolgreich an Thomas weitergereicht habe, legen wir eine ausufernde Mittagspause ein.
Nach dem tollen Lunch und einem heißen "Anti-Erkältungs-Spezialdrink", den der emsige Donald aus Ingwer, Honig, Tee, Chili und anderen Ingredienzien zusammenbraut, haut sich Thomas aufs Ohr und ich drehe meine Runden im Pool. Es könnte schlimmer kommen. 😉
Auch der Nachmittagsdrive fällt kurz aus, es ist leider nicht viel los im Revier, wir schalten auf Erholung.
Ohnehin müssen wir pünktlich zurück sein. Denn Michaela hat sich für den Abend etwas einfallen lassen. Am Mittag sind die großen Holzkohleöfen im Poolbereich fertig geworden, und die werden nun eingeweiht. Mit stimmungsvoller Beleuchtung, Feuerplatz, schwimmenden Kerzen im Pool und Pizza nach Wunsch. Immerhin acht Gäste sind wir an diesem Tag, zwei davon übernachten in Leopard's Lair.
Michaela spielt Ukulele und singt, und das gar nicht schlecht. Sie ist schon eine echte Marke, und unterhaltsam dazu. In der Ferne leuchtet der Kilimanjaro.
Ich unterhalte mich mit zwei Frauen, sie sind frisch angekommen. Waren zwei Tage zuvor noch auf dem Kili. Wow! Sie berichten, wie es war, die eine hat es gut vertragen, die andere wurde höhenkrank. Man sieht es ihr an, sie ist noch leicht angeschwollen. Oben waren sie beide.
Begeistert erzählen sie, aber auch entsetzt. Von den kleinen Gletschern, die da oben noch übrig sind. Noch zehn Jahre, vielleicht etwas mehr, dann sind sie weg. Ist der Kibo nur noch einfach ein hoher, brauner Berg. In Island haben wir das schon erlebt. Sehr traurig.
In der Nacht waren Löwen am Pool, kaum haben wir das Feld geräumt. Berichtet uns am Morgen der Nachtwächter. Um welches Rudel es sich handelt, kann er nicht sagen. Am Lions Rock erklimmt die Löwenmama gerade mit ihren Kleinen den Fels. Vielleicht waren sie zum Trinken bei uns? Der Weg ist nicht sehr weit.
Der Clanchef besetzt schon die Pole Position und überblickt von oben sein Königreich.
Irgendwo im Busch liegt ein Kill. Wir können es riechen, allerdings nicht entdecken. Der Geruch ist penetrant - und bleibt. Egal, wohin wir uns bewegen. Auch als wir schon weit weg sind vom Lions Rock und auf der Suche nach einem Frühstücksplatz, riecht es nach Gammelfleisch. Die Fliegen lieben es, folgen uns in Scharen. Igitt! Mir ist schon leicht blümerant.
Livingstone hält an, legt die Decke auf die Motorhaube. Aber so richtig nach Frühstück ist uns nicht. Auch hier muss ein Kill herumliegen. Obwohl - es riecht unter dem Auto, ich bin fast sicher. Livingstone forscht nach - und wird fündig. Ein kleines, drei Zentimeter langes Stück aus geronnenem Blut klebt im Kotflügel, der den Namen nun auch wirklich verdient.
Wir waren am Felsen wohl durch die Hinterlassenschaften eines Löwen gefahren, und es hatte sich festgesetzt. Livingstone trägt die Quelle allen Übels weit fort von uns, verfolgt von den gierigen Fliegen, dann ist Ruhe. Kleines Teil, große Wirkung. Ich schnappe nach Luft - und habe endlich Appetit. Geht doch.
Von der Decken's hornbill
Später fahren wir auf einen Aussichtshügel, wo man aussteigen darf, aber beim Auto bleiben muss. Schöne An -und Ausblicke, doch es ist brüllend heiß an so exponierter Stelle.
Den Büffeln triefen die Nasen, was die Madenhacker freut. Igitt (schon wieder)...
Am Nachmittag suchen wir die Löwen, leider ohne Erfolg. Dafür viele schöne Vögel.
Hildebrandt's starling
Noch ein Amarula zum Sonnenuntergang, dann schauen wir nach den Bushbabys, die den Hügel bevölkern.
Sie turnen an der Rezeption herum, auf dem Sonnendeck, unter den Reetdächern, aber vor allem dann, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Und so ist es gar nicht leicht, sie gezielt zu entdecken.
Es ist schon unsere letzte Nacht an diesem perfekten Ort. Am nächsten Morgen wollen wir noch einmal extra früh los, um vielleicht auch mehr Tiere zu entdecken. Unser Ziel heißt wieder Lions Rock. Mal sehen, ob er seinem Namen Ehre macht...
Du meine Güte, B-B; was für Fähigkeiten Ihr habt: begabte Geschichtenerzählerin, genialer Fotograf und nun auch noch begnadete/r Dompteur/in! Oder wie habt Ihr das Helmeted Guineafowl dazu bekommen, auf dem Zweig zu balancieren? 🤩 So ein wenig Luxus in Afrika ist zwar ein wenig dekadent, aber schon schön, oder? 😗 Wir sind diesmal auch 2x in den Genuss bekommen: In der Mabalageti Lodge haben wir für die letzte Nacht ein Upgrade für das Executive Tent bekommen, und in der Serengeti Serena Lodge, in die wir kurzfristig umbuchen mussten, war die Suite günstiger als die Standard rooms. 🙄 Noch mal Danke für den RB! LG aus Freiburg/Elbe, Karsten
Hallo Betti, heute habe ich deinen Bericht entdeckt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Du schreibst so toll und die Fotos sind der Wahnsinn! Vielen herzlichen Dank! Ich wollte eigentlich immer mal gerne nach Tansania. Ob Kenia doch die bessere Wahl wäre… du bringst mich gerade zum Nachdenken. Nach Tansania möchte ich nicht wegen der Migration. Liebe Grüsse und noch einen schönen Restsonntag, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Old Women1'543 Beiträge · seit 201301. Aug. 2022 ·
Hallo Betti,
Ist es wieder das Safariunternehmen auch unseres Vertrauens?
Aber selbstverständlich. Deine Empfehlung war super, was sollten wir daran ändern? Schade, dass so wenig Tiere dort waren. Wir hatten abends immer die Elefanten direkt an der Lodge. Was war das für ein Getrampel. Herzliche Grüße Beate
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201601. Aug. 2022 ·
Hallo ihr Lieben,
KarstenB schrieb:was für Fähigkeiten Ihr habt: begabte Geschichtenerzählerin, genialer Fotograf und nun auch noch begnadete/r Dompteur/in! Oder wie habt Ihr das Helmeted Guineafowl dazu bekommen, auf dem Zweig zu balancieren?
😊 🙂 Vielen Dank, Karsten. So tolle Komplimente, oha... Das Guineafowl, tja, ich weiß auch nicht, es saß einfach da. Ungerührt und ausdauernd. Wir waren auch überrascht...
KarstenB schrieb:So ein wenig Luxus in Afrika ist zwar ein wenig dekadent, aber schon schön, oder?
Allerdings. Es war wunderschön!
KarstenB schrieb:Wir sind diesmal auch 2x in den Genuss bekommen: In der Mabalageti Lodge haben wir für die letzte Nacht ein Upgrade für das Executive Tent bekommen, und in der Serengeti Serena Lodge, in die wir kurzfristig umbuchen mussten, war die Suite günstiger als die Standard rooms.
Klingt toll! Ich hoffe, ihr hattet eine super Zeit?!! Ich hab auch schon wieder so Sehnsucht...
Enilorac65 schrieb:Du schreibst so toll und die Fotos sind der Wahnsinn!
Vielen lieben Dank!!! (Auch von Thomas)
Enilorac65 schrieb:Ich wollte eigentlich immer mal gerne nach Tansania. Ob Kenia doch die bessere Wahl wäre… du bringst mich gerade zum Nachdenken. Nach Tansania möchte ich nicht wegen der Migration.
Du möchtest NICHT nach Tansania wegen der Migration? Wie meinst du das? Tansania und Kenia haben beide ihren Reiz und sind sich in Teilen nicht unähnlich. Geht nicht vielleicht beides zeitlich verteilt?
Old Women schrieb:Aber selbstverständlich. Deine Empfehlung war super, was sollten wir daran ändern?
🙂
Ich hoffe, es geht nachher noch weiter, ich versuch mal. Liebe Grüße, Betti
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201601. Aug. 2022 ·
16.1, morgens.: Löwenparade
Gegen Viertel vor Sechs rumpeln wir am Morgen von unserem Hügel, rund eine halbe Stunde eher als an den Tagen zuvor und im Schritttempo, denn es ist noch stockfinster. Als wir als erstes Auto am Lions Rock ankommen, dämmert es aber bereits. Und unser Plan scheint aufzugehen. Mit dem Fernglas erspähen wir das Löwenrudel im hohen Gras bei einem Kill, der schon ziemlich abgenagt zu sein scheint.
Die Katzen müssen hier viel bessere Jäger sein als in anderen Gebieten, denn das Angebot ist überschaubar. Wir hatten am Vortag lange aus großer Distanz beobachtet, wie eine Löwin einige Waterbucks anpirschte. Schließlich flog sie sehr rechtzeitig auf und die Jagd war beendet, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Es muss schwierig sein für Löwen, hier zu überleben und ihre Jungen durchzubringen.
Wir ahnen: Sobald die Sonne steigt, werden sich die Löwen in Richtung Fels bewegen. Wir warten also ab - und brauchen nicht viel Geduld.
Die Vorhut machen zwei junge Löwen sowie der Mähnenlöwe, der in seiner Karriere als Rudelchef offenbar schon einige Kämpfe hinter sich gebracht hat. Nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Kratzbaum erklimmt er den schwarzen Lavafels und beobachtet von oben ganz entspannt, was seine Sprösslinge so treiben.
Livingstone hat sofort geschaltet und uns nun einige Meter weiter direkt am Kratzbaum positioniert, dessen tote Äste schon schwer malträtiert aussehen. Und tatsächlich kommt der zweite Halbstarke hierher, kratzt aber nicht nur ein bisschen an der Rinde herum, sondern hat Größeres im Sinn.
Behände springt er auf den Baumstamm, checkt kurz die Aufmerksamkeit des Publikums und beginnt dann unerbittlich die Rinde zu beackern, bis endlich ein großes Stück abplatzt und herunterfällt. Stolz trägt er es im hohen Gras davon und verschwindet um die Ecke.
Wir folgen ihm ein kleines Stück um den Berg herum, wo er sich mit seinem Bruder einen Ringkampf liefert. Dann jagen sich beide und spielen Verstecken, tolle Szenen und das alles hautnah.
Rund eine Viertelstunde beobachten wir die beiden, dann werden sie ruhiger und ziehen sich ins Gras zurück. Wir fahren wieder zurück um die Ecke und hoffen, dass die Kleinen noch an Ort und Stelle sind. Wie die wartende Autos beweisen, ist tatsächlich noch nichts weiter passiert. Das hätte auch anders sein können, wir hatten gepokert.
Livingstone stellt sich nicht zu den anderen Autos, was mich ein wenig erstaunt, sondern macht wieder sein eigenes Ding. Längst vertrauen wir ihm blind. Dennoch wundere ich mich. Er ahnt meine Gedanken und erklärt: Der andere Weg sei zwar der direkteste nach oben, aber nicht der bequemste. Und so stehen wir an einem relativ flachen, glatten Zugang zum Lavaberg - und pokern mal wieder.
Wieder müssen wir nicht lange warten; setzt sich die kleine Familie in Bewegung, läuft durchs Gras - und dann direkt auf uns zu. Man, man Livingstone, was würden wir bloß ohne dich machen. Sage ich, und er guckt zufrieden. 100 Meter weiter wird wild rangiert.
Wir wollen den kurzen Moment nicht verpassen, wenn die Löwen über die Piste purzeln, und bringen uns gespannt in Stellung. Doch es kommt ganz anders. Kaum sind die rund zwei Monate alten Babys an dem sandigen Weg angelangt, halten sie an.
Toben herum und schmusen miteinander. Und wollen natürlich herausfinden, wer oder was wir eigentlich sind. Neugierig kommen sie näher. Kaum zu glauben, wie gefährlich sie einmal sein werden. Im Moment sind sie eher für die Handtasche.
Die Mutter schaut sich das alles wachsam an, blockiert den Weg für die Autos dahinter. Dann ruft sie ihre Kids zur Ordnung, es geht aufwärts.
Aufmerksam checkt sie die Lage, hier stimmt was nicht... Geduckt verschwindet sie in einem Gebüsch, schaut sich ausgiebig um und scheucht schließlich zwei Eulen auf, die völlig verdattert aus ihrem Versteck fliegen und erst einmal vom Schreck erholen müssen.
Zufrieden, den vermeintlichen Störenfrieden den Garaus gemacht zu haben, treibt die Löwin ihren Nachwuchs weiter den Hügel hinauf und läutet das Ende der Spielstunde ein - und einer großartigen Show.
Eine kleine Runde drehen wir noch, aber was soll jetzt noch kommen? Wir sind selig. Und haben Frühstückshunger. Eine Hornbill-Dame offenbar nicht. Sie verschmäht das Hochzeitsgeschenk ihres Galans - und lässt ihn eiskalt abblitzen.
Zum ersten (und leider auch letzten) Mal frühstücken wir oben bei der Lodge. Auch das ist ein Highlight. Kein Wunsch bleibt offen, das Ambiente stimmt, es fällt uns schwer, zu gehen. Erst recht nach dem tollen Löwenmorgen. Der hat uns für die relative Tierarmut in den Tagen zuvor reichlich entschädigt.
B.B. und Komplize, Jetzt habt Ihr aber eindeutig übertrieben! 😈 Und ich bin mir nun sicher, das Ganze durchschaut zu haben: Die Fotos sind alle gefaket, richtige Deep Fakes! Technisch vom Allerfeinsten, mein Kompliment! Wie Ihr die Löwenbabies mit diesem treuherzigen Blick hinbekommen habt, alle Achtung! Nachdem ich Euch nun auf die Schliche gekommen bin, könnt Ihr nun mit einem ehrlichen RB weitermachen: Fotos von Gnus und Zebras, vielleicht auch mal eine Giraffe. Mehr wird Euch von jetzt an nicht mehr geglaubt. 😛 Trotz allem noch lG aus Freiburg/Elbe Karsten
Euer Gamedrive-Morgen ist erneut vom Allerfeinsten! 😘 Die Mini-Löwen sind Zuckerschock pur ~ und das um die Uhrzeit…. Egal! Bei diesen blauen Augen und deren Blicken mixe ich gerne mein herzhaftes Abendessen mit den süßen Löwenbabies. 🤩
Mal wieder Fotos von einer anderen Liga und Deine Schreibkünste sind eh sensationell! 😉 Irgendwann gehen mir dann doch die Superlative aus 😏
Ich genieße demnächst einfach und schweige…. 😛
Liebe Grüße von einer Löwen-geflashten Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Liebe Betti-Berti und Thomas, Jaja, ich bin weiterhin dabei und will mich zwischendurch mal wieder bedanken für die Glückseligkeit die ihr mir beschert. Wenn ich da mit euch um den Lionrock herumbummle, bin ich gerade dort mit euch und nicht auf dem Sofa in Florida. Time travel vom Feinsten! Oh my goodness, eurer Livingston ist golden. Besten Dank fürs Zeigen und die schöne Schreibe… Liebste Grüße von Katrin, die mit dem Löwenherz.
Wunderschön!!! Ich bin auch diesen Löwenbabys verfallen. Ich glaube, ich müsste mich zusammenreißen, um nicht aus dem Auto zu steigen und diese Kleinen zu knuddeln. 😄 😄 😄
Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber auch das Foto der Hornbill-Dame, die das Hochzeitsgeschenk verschmäht. Durch diesen Kommentar wird das Foto richtig genial.
ich könnte deine Berichte (was für eine Untertreibung) stundenlang lesen und darin versinken. Simone schrieb, ihr würden langsam die Superlative ausgehen, ich empfinde es ähnlich. Dein Schreibstil und die Bilder von Thomas, einfach wunderbar. Eure Bücher würde ich sofort kaufen. Ich wünsche euch noch viele viele Reisen und uns noch viele viele weitere schöne Berichte 😎
sonnigen Gruß Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201604. Aug. 2022 ·
Hallo ihr Lieben,
KarstenB schrieb:Ich bin mir nun sicher, das Ganze durchschaut zu haben: Die Fotos sind alle gefaket, richtige Deep Fakes! Technisch vom Allerfeinsten, mein Kompliment! Wie Ihr die Löwenbabies mit diesem treuherzigen Blick hinbekommen habt, alle Achtung!
😄 😄 😄 Oha, aufgeflogen 😮 Karsten Blomquist, du Meisterdetektiv, da hast du ganze Arbeit geleistet... 😎
KarstenB schrieb:Nachdem ich Euch nun auf die Schliche gekommen bin, könnt Ihr nun mit einem ehrlichen RB weitermachen: Fotos von Gnus und Zebras, vielleicht auch mal eine Giraffe. Mehr wird Euch von jetzt an nicht mehr geglaubt.
Ich schau mal, was der Fundus so hergibt für die letzten Tage... 😉
tigris schrieb:Die Mini-Löwen sind Zuckerschock pur. Mal wieder Fotos von einer anderen Liga und Deine Schreibkünste sind eh sensationell!
Ohhhhh, ohohoh... Thank u, dear!!!! 😘
tigris schrieb:Ich genieße demnächst einfach und schweige….
Bitte nicht schweigen! 🙂
Sadie schrieb:Time travel vom Feinsten!
🙂
Sadie schrieb:die mit dem Löwenherz.
🙂 🙂 🙂
rik m. schrieb:Ich glaube, ich müsste mich zusammenreißen, um nicht aus dem Auto zu steigen und diese Kleinen zu knuddeln.
Ja, so ging es mir auch! 😉
rik m. schrieb:Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber auch das Foto der Hornbill-Dame, die das Hochzeitsgeschenk verschmäht. Durch diesen Kommentar wird das Foto richtig genial.
Danke dir! Er saß dann tatsächlich ziemlich bedröppelt da mit der Raupe im Schnabel und wusste auch nicht so recht weiter...
fiedlix schrieb:ich könnte deine Berichte stundenlang lesen und darin versinken. Dein Schreibstil und die Bilder von Thomas, einfach wunderbar. Eure Bücher würde ich sofort kaufen.
Ach Elke, das ist sehr sehr lieb, vielen Dank!!! 😊
yp-travel-photography schrieb:Verwendest du hier gar keine Fotos von dir? Du fotografierst doch auch, oder?
Ja, tue ich, und das auch sehr gern, und es sind auch ein paar Bilder von mir dabei. (Im Kapitel 14./15.1. zum Beispiel die Scherenschnitt-Löwen, der fliegende Adler und die Madenhacker an der Nase des Büffels). Aber in aller Regel sind Thomas' Bilder wirklich viel besser, und daher fällt die Auswahl fast immer auf seine (schätzungsweise 90 Prozent). Ich bin eher der Typ Knipser. Und habe mich zuletzt auch ein bisschen aufs Filmen verlegt. In dem Löwenkapitel zum Beispiel ist kein Foto von mir dabei, weil ich gefilmt habe (der Film kommt dann ganz zum Schluss noch). Das auch nicht sehr professionell, aber ein bisschen Bewegtbild zu haben, ist schon auch sehr schön für die Erinnerungen.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201605. Aug. 2022 ·
16.1, nachmittags.: Im Tsavo East
Nach dem tollen Frühstück in der Lions Bluff Lodge packen wir flugs unsere Siebensachen und schaukeln zum letzten Mal über den ruppigen Weg den Hügel hinab. Hier, am Fuß des Berges, soll in Kürze ein gepumptes Wasserloch entstehen. Es könnte dabei helfen, die Tiere nach Lumo und in die Nähe der Lodge zu locken. Im Moment ist es aber hier unten in der Ebene vor allem eins: ganz schön heiß. Das Fotografieren wird fast unmöglich.
Knapp 100 Kilometer sind es von Lions Bluff zum Satao Tented Camp im Tsavo East. Unserer letzten Station. Beim Taita Hills Safari Resort fahren wir raus aus der Natur und auf eine Asphaltstraße, aber nicht sehr lang, schon geht es über das Voi Gate in den Tsavo East hinein.
Hier ist es sattgrün, wir sehen die ersten roten Elefanten, Büffel suhlen sich im Schlamm, und die Erde ist so rot, dass sie stellenweise schon fast Pink wirkt. Was ist denn das für ein Park?! Er hält in den ersten Minuten alles, was ich mir von ihm versprochen hatte.
So geht es allerdings nicht weiter. Wir fahren quer durch den riesigen Nationalpark, der fast doppelt so groß ist wie der westliche Teil, aber wesentlich trockener. Und je weiter wir nach Osten kommen, wo unser Camp relativ abgeschieden liegt, desto ausgedörrter wirkt die steppenartige Landschaft. Auch ist die Erde nun nicht mehr so intensiv rot, was ich bedauerlich finde. Hatte ich doch etwas naiv gedacht, das sei hier überall gleich.
Nach dem fulminanten Auftakt hinter dem Gate sehen wir immer weniger Tiere, bis uns ein Löwen-Pärchen unter einem Busch ins Auge fällt. Beide sind trotz der Hitze sehr um den Erhalt ihrer Art bemüht und offenbar noch relativ frisch in den Flitterwochen. Sehr viel Zeit zum Ausruhen gönnen sich die Honeymooner jedenfalls nicht.
Nach der großen Liebe sieht es allerdings auch nicht immer aus...
Schließlich kommen wir im Satao Tented Camp an, unserem Zuhause für die nächsten (und leider auch letzten) drei Nächte. Das Camp ist ziemlich groß, liegt ohne Umzäunung mitten in der Wildnis und hinterlässt bei mir auf den ersten Blick gemischte Gefühle. Schön ist die Weitläufigkeit der Anlage, in den riesigen alten Bäumen toben die Affen und zwitschern die Vögel. Geierperlhühner und wenig scheue Impalas wuseln umher, wir essen im Schatten der Bäume zu Mittag und bekommen gleich Gesellschaft.
Leider ist das Essen in Buffetform nicht besonders gut und das wird sich auch in den nächsten Tagen nicht ändern, ich beschränke mich meist auf Suppe und Brot.
Danach beziehen wir in Ruhe unser Zelt. Das ist nach Lions Bluff erwartungsgemäß ein kleiner Kulturschock, aber auch ohne den zugegebenermaßen etwas unfairen Vergleich mit unserer Vorgänger-Herberge die schwächste Unterkunft auf dieser Reise. Die Zelte sowie der Anbau mit einem überdimensionierten Bad sind in die Jahre gekommen, wir decken die vielen Lücken und Löcher besonders in Ermangelung eines Moskito-Netzes so gut es geht mit Papier und Pflaster ab. Das macht das Dach im Bad nicht schöner, aber hoffentlich dichter.
Dass wir in den ganzen nächsten Tagen nicht einen Moskitostich abbekommen, ist allerdings wohl nicht wie von mir vermutet der Trockenheit geschuldet (denn Livingstone hat im Gegensatz zu uns nachts sehr wohl mit Mücken zu kämpfen), sondern mutmaßlich Sprühaktionen in den Zelten am Abend, während die Gäste beim Essen sind.
Erst einmal häuslich eingerichtet, kann man es in den Zelten aber ganz gut aushalten und der Blick vom Bett in die Natur und aufs campeigene große Wasserloch ist sowieso klasse.
Am Nachmittag drehen wir eine kleine Runde, bleiben aber in der Gegend.
Zebra für Karsten 🙂
Eine Lerche trällert ihr wunderschönes Abendlied und bei den Impalas gibt es eine Betriebsvollversammlung der weiblichen Belegschaft mit festlicher Rede vom Chef.
Gefühlt alle restlichen Impalas im Tsavo East haben sich am Abend ins Gras am Rand unseres Camps gelegt und verbringen dort die Nacht. Sie haben wohl gelernt, dass es im Windschatten der Menschen sicher ist.
Als wir nach dem Abendessen und einem Drink am leider kaum von anderen Gästen genutzten Feuerplatz von unserem nächtlichen Bewacher zum Zelt begleitet werden, laufen wir an ihnen vorbei, es sind vor allem Baby-Antilopen, die uns mit großen Kulleraugen anschauen. Wir sagen dem Kindergarten gute Nacht und versuchen der Hitze zu trotzen, was mir am Anfang nicht gelingen will.
Ich wälze mich herum und schwitze vor mich hin, kein nervtötendes "Dzzzzzzzz" von Moskitos am Ohr, immerhin. Ich denke an die "roten" Elefanten, die wir am nächsten Tag suchen wollen. Ich freue mich darauf - und schlafe endlich ein.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201607. Aug. 2022 ·
KarstenB schrieb:"Zebra für Karsten " Na siehste, geht doch! Danke!
😉 Ein paar Zebras kriegst du noch, dann sind wir im Ziel. Wird auch Zeit, ich muss mich für unsere erste Campingreise in Namibia Anfang September rüsten. 😣 Voraussetzung: kein Corona und die Flieger fliegen...
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201608. Aug. 2022 ·
17.1.: Die roten Elefanten
Tsavo ist nicht zuletzt für seine große Elefantenpopulation bekannt - der größten in Kenia. Die "roten Elefanten" verdanken ihre Farbe der roten Erde im Nationalpark, die stellenweise nicht nur rot ist, sondern eher orange, zuweilen sogar pink. Die Elefanten pudern sich bei Staubbädern oder Schlammbädern damit ein. Vor allem wegen dieses Phänomens hatten wir den Tsavo East besuchen wollen.
Nun ist es soweit und wir machen uns am frühen Morgen nach einem Kaffee und Tee in gemütlicher Open-Air-Sitzecke auf den Weg. Der tendenziell weit ist, denn die Elefanten halten sich eher im Westen des Parks auf, wo es schon ausgiebiger geregnet hat und der ohnehin als tierreicher gilt. Auch ist die Erde in dieser Richtung deutlich röter als weiter ostwärts, und so fahren wir die rund 40 Kilometer lange Strecke zurück zum Voi Gate, von wo wir am Vortag gekommen waren.
Der Tsavo East, so erklärt uns Livingstone, hat ein kleines Unterkunftsproblem. Im Westen gibt es kaum akzeptable Herbergen und wenn, dann eher jenseits des Gates im angrenzenden Ort Voi. Die Ashnil Aruba Lodge am angeblich tierreichen (bei uns nicht) Aruba Dam, an der wir mehrfach vorbeifahren, liegt rund zehn Kilometer näher am Gate als Satao, ist aber umzäunt. Für uns seit unseren Erfahrungen in Samburu/Buffalo Springs ein No-Go, wenn es eine brauchbare Alternative gibt. Und so nehmen wir die längere Strecke zu unserem gefühlt ohnehin "wilderen" und damit für uns attraktiveren Camp gerne in Kauf.
Wenige Kilometer hinter Ashnil halten wir Ausschau nach den Honeymoonern, doch sie haben ihren Platz vom Vortag geräumt. Wir verabschieden uns schon gedanklich von ihnen, finden sie dann aber etwas weiter westlich direkt an einer Weggabelung; quasi auf dem Präsentierteller. Die Frequenz ist schon etwas abgeflaut und die Stimmung durchwachsen, so ist das wohl bei der Löwenliebe.
Die Löwen im Tsavo tragen keine oder nur eine sehr schüttere Mähne, was wohl dem heißen Klima geschuldet ist. Mir gefällt er trotzdem mit seinem treudoofen Blick. Der allerdings in Unwillen umschlägt, als noch Autos dazukommen. Er faucht uns an. Und wir trollen uns. Wir wollen das junge Glück nicht strapazieren. Die Tiere in diesem Part von Kenia lassen sich deutlich eher irritieren als zum Beispiel in der Mara. Was natürlich natürlicher ist.
Livingstone fährt nicht geradewegs Richtung Gate sondern macht noch ein paar Abstecher, bei einem Picknickplatz machen wir Halt und frühstücken. Die Bänke und Tische sind überwuchert und wacklig und nicht mehr zu gebrauchen, doch wir dürfen aussteigen und uns die Beine vertreten.
Wir plündern die Frühstücksboxen, dann geht es weiter nach Westen. Einem Schopfadler stehen im (Rücken-)Wind die Haare zu Berge.
Am Gate fahren wir rechts nach Norden und an der Westgrenze des Parks entlang. Hier ist es verbuscht und grün. Die Heimat von Affen.
Aufstellung nehmen zum Familienporträt!
Dann öffnet sich die Landschaft wieder. Grünes Gras, hellrote Erde, Wasserlöcher - und Elefanten. Da sind sie ja!
Eine große Gruppe ist gerade angekommen und besetzt das größte Wasserloch. Die Stoßzähne sind imposant, wie auch die Farben.
Die sind grell und vielfältig - wie bei indischen Tempelelefanten. Stopp! Falscher Film, falsches Land, falsche Ohren.
Eine zweite Gruppe rückt an und macht Ansprüche geltend. Was Gruppe eins gar nicht gefällt. Es kommt zum Zwist. Kinder, vertragt euch! Es misslingt.
Die Provokationen hören nicht auf, beide Gruppen räumen das Feld. Unter lautstarkem Protest. Zwei Bullen, die vorher während der Badeaktionen Wache gestanden haben, bleiben. Da stehen sie nun und starren sich an. Schritt vor, Schritt zurück, Rüssel rauf, Rüssel runter, Ohren vor, Ohren zurück. Es kann nur einen geben.
Sie drohen und pöbeln, es droht nackte Gewalt. Denn einer der Jungs bewaffnet sich, klaubt einen dicken Ast vom Boden. Komm du nur her! Am Ende gibt's keinen Sieger, aber auch keinen offenen Kampf. Die Gruppen ziehen sich zurück - und wir ein Wasserloch weiter.
Dort badet ein Elefant im Schlamm neben einem Pumpenhäuschen, das den Ort Voi mit Wasser versorgt. Schon wieder hat die Erde eine andere Farbe. Ist eher lachsfarben als rot. Dem Eli ist's egal. Und uns auch, doch wir gewöhnen uns so sehr an die Knallfarben, dass wir bei späteren Begegnungen die graue Originallackierung für eine Weile fast schon fad finden.
Gegen Mittag fahren wir zurück. Was für Szenen! Und auch das: Bei den Pavianen streichelt das eine Baby dem anderen zärtlich die Wange. So menschlich. Und so süß.
Wir begegnen den einzigen Gerenuk auf dieser Reise. Ein Pärchen, relativ weit weg, aber mit unverkennbar langem Hals. In Samburu und Buffalo Springs trafen wir sie häufig, hier hatte ich kaum mit ihnen gerechnet und wir freuen uns.
Nach unserer Mittagspause im Camp fahren weiter nach Osten. An riesigen Ebenen und vereinzelten Wasserlöchern vorbei.
Vielköpfiges Zebra für Karsten 🙂
Viel Weite in der Savanne, viel goldenes Gras, viele Vögel. Riesentrappen und Sekretäre sind auf Beutezug.
Es ist eine schöne, einsame Fahrt. Kein Autos begegnet uns. Auch nicht übermäßig viele Tiere. Doch wir mögen die Gegend. Die Wildnis ist intakt. Nicht überfüllt und von Fahrspuren durchzogen. Wir halten an und lauschen. Die Vögel singen intensiv und werfen sich auch manchmal in Schale - wenn auch nicht für uns.
Kori Bustard auf Brautschau
Rosy-patched bushshrike mit Mitteilungsstau, aber schöner Stimme
Dann in der Ferne Cheetahs. Eine relative Rarität im Tsavo East. Eine Mutter mit drei halbwüchsigen Kids. Eine echte Leistung, gleich ein Trio in dieser schwierigen Gegend durchzubringen. Sie sind hungrig und auf Beutezug, beides sieht man ihnen an. Keine leichte Aufgabe, denn das Nahrungsangebot ist überschaubar.
Livingstone ahnt, dass sich die Familie in Richtung unseres Camp-Wasserlochs orientieren wird, und am Abzweig warten wir ab. Mit Erfolg. Die Geparde laufen auf der Straße auf uns zu und dann direkt an unserem Auto vorbei. Ein Beweisbild und ein bisschen Film, mehr ist nicht drin. Es ist finster.
Den ganzen Abend und auch manchmal in der Nacht lausche ich, ob draußen etwas passiert. Doch ich höre nichts. Wir suchen das Quartett am nächsten Tag, finden es aber nicht. Ich hoffe, sie sind fündig geworden und haben ein gutes Leben.
ich habe mir euren Reisebericht aufgehoben, um ihn mit viel Zeit und am Stück lesen zu können. Obwohl Kenia (noch) nicht ganz oben auf meiner Liste steht, hat mich der Titel schon die ganze Zeit angefixt. Nun habe ich es geschafft und euren Reisebericht in einem Rutsch gelesen. Einfach nur toll. Ich bin total begeistert. Dein Schreibstil ist wunderbar und die Bilder sind fantastisch. Großes Lob an den Fotografen.
Das was du beschreist, würde mir/uns zu 100% gefallen. Nur ... wir sind Camper und Selbstfahrer und bis jetzt! tun wir uns noch schwer mit dem Gedanken den ganzen Urlaub mit einem Guide unterwegs zu sein.
Wir überlegen und genießen weiterhin deine unterhaltsamen Ausführungen eures Urlaubes.
Ich bin etwas irritiert - bisher dachte ich immer, es gäbe bei Elefanten nur „Leitkühe“. Auf Euren entsprechenden Fotos von den hinreisenden „roten „ Elefanten kann ich keine primären Geschlechtsmerkmale erkennen. Bitte kläre mich auf! Immer mal wieder würde ich Euren RB gerne vom Abo abmelden - er macht so verdammt wegmütig 🙁 🙁 : Liebe Grüße Friederike
Liebe Betti, für zwei Dinge möchte ich mich bedanken: Einmal natürlich für euren aktuellen RB mit den wie immer wunderbaren Fotos, die mir so gut gefallen. Jetlag-geplagt habe ich mich gerade auf den neuesten Stand bringen können. Und zweitens möchte ich für euren Costa Rica-RB noch einmal herzlich Danke sagen, denn dieser hat uns eine Menge Inspiration für unsere diesjährige Reise geboten. Herzlich Sascha