ChampagnerThemenstarter8’766 Beiträge · seit 201014. Okt. 2019 ·
14. August 2019 – Ein Tag an den Epupa Falls (Teil 1)
Schön haben wir es hier, oder? (Kurz nach 8 Uhr)
Heute früh trennen sich unsere Wege kurzzeitig. Matthias will die Fälle im Morgenlicht erleben und marschiert schnell los, wir anderen frühstücken erstmal gemütlich und laufen dann die paar Meter zur Lodge hinüber. Dort gibt es theoretisch Wifi, aber tatsächlich hat nur Uwe ab und zu so etwas wie Empfang. Immerhin reicht es, um die schlechte Botschaft zu erhalten, dass irgendetwas mit dem Air-Namibia-Flug der Muckels nicht klappt. Wie blöd ist das denn…. 😵
Trotzdem genießen wir den sehr schönen Blick von der Lodge aus auf den Kunene.
Unser nächstes Ziel ist die kleine Insel, die man über eine Hängebrücke erreicht.
Das Ganze ist tatsächlich eine recht wackelige Angelegenheit, aber Ruth hat es schon zur Hälfte geschafft:
Ich muss auch noch rüber!
Auf der Insel sind die Ausblicke nicht weniger schön
und ich entdecke eine für mich neue Art (zumindest glaube ich, dass ich den noch nie gesehen, geschweige denn fotografiert habe): einen Scarlet-chested Sunbird (Matthias, lieg‘ ich da richtig? Mit den straaabeligen Sunbirds hab ich es nicht so). Er saugt im Fliegen den Nektar aus diesen länglichen Blüten, leider ist mir davon kein Foto gelungen, da war bissle arg wenig Licht (das Foto musste ich auch sehr aufhellen, damit ich den Kerl überhaupt erkennen konnte).
Matte’s Goliath-Reiher treffen wir auch, leider will er uns nicht sein Gesicht zeigen.
Von der Brücke aus hat man auch einen sehr schönen Blick!
Uwe wirkt auf mich im Landcruiser auf Sand wesentlich souveräner als in Schlappen auf der Hängebrücke. Das sah schon ein bissle verkrampft aus 😎 😄 !
Gegen 10 Uhr trifft auch Matthias wieder auf der Campsite ein. Er erzählt begeistert von den Fällen und dass wir heute Abend unbedingt nochmal hinmüssen. Auch auf dem Souvenir-Markt hat es ihm gefallen – Ruth und Uwe waren gestern schon dort, das hatte ich vergessen zu erzählen. Okay, damit ist das Abendprogramm ja schon gesetzt!
Und da Matte noch nicht gefrühstückt hat, grillt er sich genüsslich Toast in der Pfanne. Als dieser schön gebuttert auf seinem Teller liegt, greift blitzschnell eine grüne Meerkatze zu. Dumm gelaufen…. 😮 das wäre dein Frühstück gewesen, Matthias 😗
Die nächsten Stunden verbringen wir mit Faulenzen, in den Himmel, respektive in die Palmwipfel schauen,
Bestimmen mit allen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln,
Reiseführerlesen (wird ja im Forum immer wieder empfohlen 😉 ),
Büroarbeit, Chillen und wieder Vogelbestimmen.
Matthias zeigt mir den Roufus-tailed Palm Thrush, der sich meinen Fotografierversuchen ziemlich erfolgreich widersetzt - ständig sitzt er im Schatten und dazu noch vor einem Zaun.
Laut Buch hat er tiefrote Augen - naja, mit etwas Fantasie.... wäre halt cool gewesen, ihn mal im Licht zu erwischen.
Immerhin kann man im Flug (was eher ein Hopser war) seinen namensgebenden Schwanz ganz gut erkennen.
Ansonsten treiben sich hier noch Weber (welche, ich hab nur ganz schlechte Fotos), Chinspot Batis ( Foto taugt auch nichts, ich hoffe, meine Mitreisenden waren erfolgreicher) und Grey-backed Cameroptera herum.
Bestimmt auch noch viele andere Federträger, aber ich war nicht „ in the mood for birding“, man verrenkt sich den Hals, bekommt ein steifes Genick und sieht schlussendlich doch nur Blätter im Schatten 😵 .
Beim Mittagssnack passen wir gut auf die Meerkatzen auf – irgendwo sitzt immer eine.
Im nächsten Kapitel bekommen wir dann netten Besuch - für heute soll's das aber gewesen sein!
der Strand unter den Palmen ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde. Meerkatzen hatten wir keine. Ich hätte mein Essen auch besser verteidigt. Dass man die Brücke nur einzel betreten soll, habt Ihr ja vorbildlich beachtet. Bei uns sind leider meine Jungs hinter einem hergesprungen und haben diese grazile Konstruktion bedenklich zum schwanken gebracht. 😄 Danke für den super Bericht!!!
aus Bequemlichkeit hatten wir beim letzten Mal einen der vorderen Campingplätze gewählt. Beim nächsten Mal würde ich aber auch wieder das Epupa Camp nehmen. Hat mir deutlich besser gefallen. Dabei kenne ich die Brücke zur Insel noch gar nicht. Muss neu sein.
auch von mir ein großes, fettes Dankeschön für deinen wie gewohnt sehr unterhaltsamen Bericht und natürlich auch die dazugehörigen "Bilderchen". Und ja, schön habt ihr es an den Epupa Falls (und nicht nur dort)...
Ich freue mich auf deine/eure weiteren Erlebnisse.
Liebe Grüße Tine
ChampagnerThemenstarter8’766 Beiträge · seit 201016. Okt. 2019 ·
UDi schrieb:Deine Vogelfotos haben mich so begeistert, dass wir jetzt erst einmal für ein paar Tage in die Picardie zum Birden fahren werden. Ich muss unbedingt das Vogelfotografieren üben 😄
Das ist ja ein Ding 🤩 – ich hoffe, du hattest Erfolg!
Dillinger schrieb:Hallo Bele, Meerkatzen hatten wir keine. Ich hätte mein Essen auch besser verteidigt.
Da war nicht viel Handlungsspielraum zum Verteidigen – Überraschungsangriff von hinten – zack- weg 😮 !
Dass man die Brücke nur einzel betreten soll, habt Ihr ja vorbildlich beachtet. Bei uns sind leider meine Jungs hinter einem hergesprungen und haben diese grazile Konstruktion bedenklich zum schwanken gebracht. 😄
Die hat tatsächlich auch bei einer Person beträchtlich geschwankt, ich will mir das mit Gehopse erst gar nicht vorstellen! 🙄
Danke für den super Bericht!!!
Gerne! 🙂 Danke für's Lob 😘 !
Topobär schrieb:Hallo Bele, Dabei kenne ich die Brücke zur Insel noch gar nicht. Muss neu sein. Thomas
Hallo Thomas, ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass die Brücke bei einem Hochwasser beschädigt oder sogar weggeschwemmt wurde, ich vermute, sie wurde dann letztes Jahr oder so wieder aufgebaut. Aber vielleicht weiß das jemand besser als ich – ich finde nicht mehr, wo ich das gelesen habe. 😐
Erdwölfe schrieb:Liebe Bele, auch von mir ein großes, fettes Dankeschön für deinen wie gewohnt sehr unterhaltsamen Bericht und natürlich auch die dazugehörigen "Bilderchen". Und ja, schön habt ihr es an den Epupa Falls (und nicht nur dort)...Ich freue mich auf deine/eure weiteren Erlebnisse. Liebe Grüße Tine
Hallo Tine, danke für das Lob – und vielleicht schaffe ich es noch heute, ein weiteres Erlebnis einzustellen. Aktuell - ja,soo spät! - warte ich allerdings auf einen Handwerker 😵 (hab gerade eine Serie, was Reparaturbedarf im/am/ums Haus herum betrifft 🤢 .)
ChampagnerThemenstarter8’766 Beiträge · seit 201016. Okt. 2019 ·
14. August 2019 – Ein Tag an den Epupa Falls (Teil 2)
Während wir so vor uns hinchillen, kommen drei Jungs zu uns. Sie sind uns nicht ganz unbekannt – gestern (oder war es heute Vormittag ?) waren sie schon lange am Zaun gestanden und hatten uns beobachtet. Irgendwann hat Ruth ihnen dann ihre Schokomuffins, die sie schon seit Tagen vergeblich versucht an uns loszuwerden (es ist uns zu heiß und zu trocken für so etwas) angeboten. Klar, dass sie nicht nein gesagt haben. Offensichtlich ist ihnen aber nicht so wirklich erlaubt, hier zu sein, denn recht schnell wurden sie von Mutter/Tante oder was auch immer abgeholt.
Offensichtlich sind sie momentan unbeaufsichtigt und so wagen sie sich bis zu unserem Stellplatz heran. Natürlich sind sie auf der Suche nach Ruth in der Hoffnung, noch einmal etwas Leckeres aus unseren Beständen abzubekommen. Schnell richtet sich ihre Aufmerksamkeit aber auf Uwe, der gerade Fotos am Laptop sichert.
Die drei sind richtige Lausbuben, posen, wenn sie merken, dass man sie fotografiert – das kenne ich nur zu gut von unseren Schulkindern 🙂 - und sind eine Mischung aus erstaunt und belustigt über die Bilder, die sie sehen. Uwe denkt übrigens nach ihrem Besuch über die Grundreinigung seines Screens nach, den sie mit ihren nicht ganz sauberen Fingern ausgiebig betatscht haben 😗 .
Wir versuchen herauszufinden, ob sie die Tiere kennen, die wir unterwegs gesehen haben und wie sie in ihrer Sprache heißen. Sie wiederum amüsieren sich köstlich, wenn sie einen von uns auf den Bildern entdecken. Ich gebe Uwe meine Speicherkarte mit den Bildern, die ich von den Jungs eben gemacht habe, was für weitere Erheiterung sorgt. Wir haben echt Spaß mit ihnen… 😄 .
Hier noch ein kurzes Filmchen dazu – unter anderem hört man da auch mal die Dauergeräuschkulisse des Kunene!
Allerdings kann man sie kaum bremsen, am liebsten würden sie den muckelschen Bushcamper mal gründlich untersuchen 😉 .
Ihren Durst löschen sie schnell an unserem Spülbecken
und nach einem kleinen Talk mit Ruth am Wasser verschwinden sie wieder – vermutlich ahnen sie, dass bald nach ihnen gesucht wird, was Ärger geben könnte.
Gegen später machen wir uns auf den Weg Richtung Lodge, die Insel ist noch einmal unser Ziel. Auf dem Brückenrückweg versuche ich, die Little Bee-Eater zu erwischen, die tolle Flugmanöver von den Drahtseilen aus starten.
Allerdings fühle ich mich auf der schwankenden Brückenkonstruktion wie auf einem Boot im Stehen, was das Fotografieren von kleinen Vögeln zu einer wahren Herausforderung macht 🙄 .
Und tschüss
Wie man sieht, wirkt das Kettle auch bei schwierigen Bedingungen – Matthias strahlt selbst bei diesem Gewackel 🙂 (kann aber auch sein, dass ich „Matte, lach mal!“ gerufen habe 😎 ).
Nun geht’s zu den Fällen, vorbei an den anderen Unterkünften, an Himba-Behausungen und einigen Verkaufsständen. Dort erstehe ich bei sehr netten Himbadamen die gleiche Kette, die Ruth in dem Video umhat, da mir diese so gut gefällt. Wenn ich sie in der Schule anhabe, wird sie übrigens oft von den Kindern bewundert 🙂 (ich glaube, meine Kolleginnen finden sie ein bisschen albern… 😊 ).
Dass der Angola-Schmetterlingsfink (Blue Waxbill) am staubigen Wegesrand etwas zu fressen findet, ist erstaunlich.
Hier übrigens die Klinik (glaube ich zumindest), die Nette für unseren Wetterfrosch im Auge hatte 😉 .
Heute gehen wir nicht hoch zum Aussichtspunkt, sondern bleiben zunächst unten bei den Hauptfällen.
Danach spazieren wir oberhalb des Flusses an diesem entlang
und machen es uns dann an einem Aussichtspunkt gemütlich.
Naja, gemütlich….. 🙄 Uwe macht mal wieder Fotos von uns allen mit Selbstauslöser und ich habe Angst, dass er beim Rennen von Kamera zu uns übers Ziel hinaus schießt und runter in den Kunene stürzt 😣 ! Auf die Fotos (Wartezeit ca. 2 Jahre vermutlich 😛 ) bin ich mal gespannt – wahrscheinlich stehe ich schreckensbleich mit aufgerissenen Augen da 🤩 !
Die Baobas sind sehr beeindruckend!
Wir können uns lange nicht entschließen, wieder zurück zu gehen, erstens ist es sehr schön hier – und zweitens haben wir sehr großen Durst, denn es ist immer noch sehr heiß.
Wir wissen auch, dass wir noch eine recht lange und staubige Strecke vor uns haben 🤨 .
Hier noch ein kurzer Schwenk über die Fälle, da ich keine Panoramas knipse, hat man sonst keinen Eindruck von den Ausmaßen, bzw. Größenverhältnissen (die Windgeräusche sind so stark, dass ich kurzerhand etwas andres drunter gelegt habe - African Vocals natürlich 😗 ).
Schlussendlich raffen wir uns aber natürlich auf und schleppen uns zurück zur Lodge. Das war ein sehr schöner Ausflug (und man bewegt sich bei so einer Tour ja auch viel zu wenig)! (Übrigens habe ich mal wieder keine Ahnung, was wir gegessen haben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ein Feuer gemacht haben, so warm wie es war....)
Morgen verlassen wir die Epupa Falls und fahren nach Osten zur Kunene River Lodge.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200916. Okt. 2019 ·
Hallo mal wieder,
dann liefere ich ein paar Bildle nach von meinem frühmorgendlichen Besuch der Fälle. Am Vorabend war ich etwas unzufrieden mit den Bildern, denn wir waren eher etwas zu spät aufgebrochen, und dann waren mir da viel zu viele Leute. Geniessen konnte ich das so jedenfalls nicht. Als dann der volle Mond über den Fällen aufging, dachte ich mir, das müsste man doch morgens mit der Sonne umsetzen können.
Also bin ich dann ziemlich flott losmarschiert, um zu den Fällen zu kommen. Grosse Überraschung! Ich war komplett alleine hier. Leider kam ich fünf Minuten zu spät, die Sonne war schon über die Berge gekrochen, aber nun konnte ich mich nach Herzenslust austoben.
Besonders begeistert haben mich die Baobabs, die sich an den nackten Fels krallen.
Natürlich habe ich mir die Fälle auch nochmals von oben angesehen, nun war auch niemand hier, um die 40.- Nam$ zu kassieren. Wie man sieht, sind noch immer keine Leute an den ganzen Viewpoints direkt bei den Fällen, wo es am Abend zuvor nur so gewimmelt hat.
Von den Baobabs mit Spray habe ich unzählige Fotos gemacht.
Lange habe ich hier gesessen und nur dem Wasser beim Fallen zugeschaut.
Dann kamen zwei Jungs vorbei, die die Felsen abgeklettert sind, um an Kehrwasser zu gelangen, wo sie fischen wollten. Barfuss, auf den wirklich scharfkantigen Steinen. Ich klettere selbst regelmässig, aber das hätte ich mich nicht getraut.
Ein weiterer Kletterer, der den friedlichen Morgen auf seine Art genutzt hat.
Liebe Bele Mit deinem spannenden Reisebericht und den tollen Bildern wird meine Vorfreude auf unsere Namibiareise immer grösser 🙂 , herzlichen Dank. Eure Begegnung mit den Jungen ist ja herrlich. 😉 Genau in einem Monat werden wir in der Kunene Riverlodge übernachten, wenn wir unser Reiseprogramm einhalten können... und gut durchs Kaokoveld kommen. Wir sind gespannt, wie viel oder wie wenig Wasser wohl bei den Epupa Fälle fliessen wird. Es scheint ja schon etwas Regen gegeben zu haben. Herbstlicher Gruss Regina
wieder einmal ein sehr schönes Kapitel. Euer Campbesuch hat mich zum Lächeln gebracht. Ganz toll finden wir die Aufnahme des Little Bee-Eater. Kompliment! Danke auch an dich, Matthias, für die schönen Ergänzungsbilder!
Ich liebe es in deinen Reiseberichten zu schmökern, sie machen einfach gute Laune !!!
lieben Gruß Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
ChampagnerThemenstarter8’766 Beiträge · seit 201018. Okt. 2019 ·
regsal schrieb:Liebe Bele Genau in einem Monat werden wir in der Kunene Riverlodge übernachten, wenn wir unser Reiseprogramm einhalten können... und gut durchs Kaokoveld kommen. Herbstlicher Gruss Regina
Dann wünsche ich schon mal ganz viel Freude und Spaß 🙂 !
Flori schrieb:Dieser Teil Eurer Reise interessiert uns besonders..wir werden nächstes Jahr auch von Epupa Richtung Kunene River Lodge unterwegs sein. 🙂
In diesem Kapitel sitze ich gerade! Ist aber eher unspektakulär...
Die Fotos sind toll, nur die Baobabs können mich nicht so beeindrucken - wenn man grad von den Baines Baobabs / PlanetBaobab zurück ist. 😉
Ja klar – Baines Baobabs 😄 !
Die Fluss-Szenen im Gegenlicht - eindrucksvoll!
Genau – finde ich auch, danke Matthias 😘 !
H.Badger schrieb:Liebe Bele, wieder einmal ein sehr schönes Kapitel. Euer Campbesuch hat mich zum Lächeln gebracht. Ganz toll finden wir die Aufnahme des Little Bee-Eater. Kompliment! Danke auch an dich, Matthias, für die schönen Ergänzungsbilder! Lieber Gruß Sascha
Das Besuch war auch wirklich sehr nett, es war keine Bettelnummer, sondern wir hatten einfach Spaß mit den neugierigen Kerls. Danke für’s Bee-Eater-Lob, immer wenn ich die Fotos sehe, spüre ich das Gewackel auf der Brücke 🤩
CuF schrieb:
Uwe macht mal wieder Fotos von uns allen
BELE, WO BIST DU???
Gemach meine Liebe! Ich habe gestern zum ersten Mal selber eins davon gesehen (vorher nur kurz auf dem Display unterwegs) und es ist schon ein kleines bisschen speziell 😗 . Musst halt warten, bis Ruth und Uwe dann loslegen… 😉
fiedlix schrieb:Liebe Bele, gab ja allerhand nachzulesen hier 😄 Ich liebe es in deinen Reiseberichten zu schmökern, sie machen einfach gute Laune !!! lieben Gruß Elke
Das freut mich, Elke - danke 😘 ! Welcome back!
@Matthias: danke einmal mehr für deine Ergänzungen - auf die Fälle im Morgenlicht war ich schon sehr gespannt, das ist nochmal ein ganz anderer Eindruck! 😘
ChampagnerThemenstarter8’766 Beiträge · seit 201019. Okt. 2019 ·
15. August 2019 – Von Epupa Falls zur Kunene River Lodge
Den heutigen Tag schaffe ich mal in einem Kapitel 😉 – nur ein bisschen Transfer und ein bisschen Freizeit.
Bevor wir losfahren ein kurzes Fazit zum Epupa Camp: für mich eine tolle Übernachtungsmöglichkeit, dort hinten bekommt man vom Trubel um die Fälle wenig mit. Außerdem sind die Plätze sehr schön, vor allem natürlich „unsere“ hart erkämpfte Nr.1. Insgesamt ist es bei den Fällen natürlich sehr touristisch, aber es wäre jetzt albern, drüber zu jammern, wir sind ja ein Teil davon. Außerdem sind straßentechnisch sie sehr gut angebunden, man kommt von Opuwo leicht dorthin – also wen wundert es 😐 ?
Matthias und ich machen uns nach dem Auschecken sofort auf den Weg Richtung Osten, Ruth und Uwe hängen etwas nach (ich glaube, sie versuchen noch, ihre E-Mails zu lesen wegen AN).
Die Strecke ist recht bequem zu fahren, immer mal wieder hat man schöne Ausblicke auf den Kunene.
Matthias und ich kennen die alte Piste nicht und haben daher keinen Vergleich – wissen aber, dass viele dem früheren Zustand nachtrauern. Wir dagegen sind ganz froh, hier recht flott voranzukommen und abgesehen von ein paar öden Abschnitten finden wir die Strecke auch sehr schön und abwechslungsreich.
Matthias bekommt die beiden Madenhacker, ich nehm die süßen Eselchen!
Ist der nicht knuffig??? 😘
Hier die breite D3700 – die beiden dunklen Pünktchen sind zwei Himbafauen.
Überhaupt hat es hier jede Menge Leben am Straßenrand, leider stehen auch viele einfach mit offenen Händen da. Andere betreiben kleine Stände – Ruth wird auch hier fündig, wie wir später erfahren werden.
Wasserdurchfahrt 1 (wir klatschen uns albern ab, als wir sie "überstanden" haben 😉 )
Kunene - rechts wieder das breite Band der D3700, links Angola.
Wasserdurchfahrt 2 (siehe oben 😄 )
Und dann sind wir auch schon da, nach knapp 3 Stunden, wenn ich mich recht erinnere. Wie man sieht, ist die Campsite ziemlich voll - und das werden wir auch so erleben 🙄 .
Unser Stellplatz ist für die beiden Autos ein bisschen eng, aber geht schon. Fotos davon hab ich erst am nächsten Tag, und da auch nur vom Wasser aus gemacht. Dafür schau ich mir die Agame genauer an, die an „unserem“ Baum rumhängt.
Neben uns wohnt eine Horde Südafrikaner, noch Fragen? 😈
Irgendwann trudeln auch die Muckels ein und dann muss erstmal einiges Administratives erledigt werden. Zunächst brauchen wir Wifi, das muss man hier kaufen und die Chefin Hillary höchstpersönlich meldet die Geräte an. Funktioniert immerhin in der Nähe der Rezeption, so dass Ruth und Uwe sich um ihren Flug und alles was damit zusmmen hängt, kümmern können. Außerdem stellt sich die Frage, ob und wenn ja wir welche Bootstour, und zwar wann machen wollen. Natürlich wird uns gleich die Sundownercruise vorgeschlagen, aber da sind wir uns einige, das ist nicht unser Ding. Zumal da schon einige Leute drauf gebucht sind – jetzt stellt euch mal vor, wir würden 10 Minuten bei ner Lerche stehen bleiben oder Büffel am Ufer zählen wollen 🤩 . Geht gar nicht….. 😗 Gibt es denn keine spezielle Birding-Cruise? Hmm, mal schaun, meint die Chefin - wir werden später Bescheid bekommen.
Die Muckels unternehmen dann noch mit Matthias eine kleine Reise in die (traurige) Vergangenheit, ich bleibe „daheim“ und dusche ausgiebig in dem zwar sauberen und funktionierenden Ablutionsblock, der aber keinerlei Charme versprüht. Immerhin kann ich dort mal wieder Wäsche waschen und zwischen unseren Stellplätzen und dem Ufer hat es ausreichend Platz und Bäume zum Aufhängen.
Später machen wir uns wieder auf in Richtung Lodge und erfahren, dass wir am nächsten Morgen mit Pete, dem Lodge-Inhaber und Ehegatte von Hillary, eine Birdingcruise machen können. YES – das klingt gut 🙂 . Zumal Pete ein interessanter Typ ist – barfuß rennt er übers Gelände und als er mitbekommt, dass wir ein bisschen vogalaffin sind, nimmt er uns spontan mit in das Lodgegelände auf der anderen Seite. Da steht zwar privat, aber wir können ruhig hier durch, meint er (inzwischen habe ich nachlesen, dass dies das offizielle Birdingrevier ist). Dort zeigt er uns, wo die Cinderella Waxbills, eine endemische Art und gleichzeitig das Logo der Lodge, bis vor ein paar Tagen noch gewohnt haben. Jetzt sind die leider weg und er hat keine Ahnung warum und wo sie hin sind 🙁 .
Dort hinten flattern auch viele Schmetterlinge herum (morgen erwische ich die ein bisschen besser!), ansonsten gibt es gerade wenig zu sehen (also ICH habe wenig gesehen 😊 , ich bin sicher, Matte kommt wieder mit unzählichen Fotos ums Eck 😎 ).
Okay, den Rufous-tailed Palm Trush hab ich noch kurz erblickt, aber er ist leider etwas kopflos auf meinen Fotos, daher erspare ich ihn euch. Zurück auf der Campsite beobachte ich einen Waran, der keinerlei Scheu zeigt.
Kurz vor Sechs versuchen wir unser Glück nochmals drüben bei den Waxbills, von Peter liebevoll „Cindys“ genannt– vielleicht sind sie ja zurück? Ruth und Matthias verschwinden auf ihrer Suche schnell irgendwo im Gebüsch, Uwe und ich sind weniger motiviert, haben dafür das Glück, uns noch eine Weile mit einer Schlange (Matthias, wie heißt die gleich nochmal?) zu amüsieren.
Das Tier ist ganz schön lang, leider war es unmöglich, sie am Stück und dann auch noch im Licht zu erwischen. Sie verschwindet auch recht schnell in einem Loch – okay, ein Teil von ihr verschwindet.
Die Neugier siegt dann doch ziemlich schnell, und zwar bevor die ganze Schlange im Loch verschwunden ist!
Als sie uns dann so scharf anschaut, nehme ich doch etwas Abstand, man weiß ja nie… 😮
Kennt Ihr Kaa aus dem Dschungelbuch? 😄
Ehrlich gesagt habe ich mich bisher mit Schlangen noch nicht befasst und entdecke, dass sie ein kleine Loch im Maul hat, so dass sie zum Züngeln den Mund zulassen kann. Praktisch - und war mir bis dato unbekannt…
Die Gute scheint von unserer Anwesenheit etwas verwirrt zu sein und verschwindet schon wieder in ihrem Loch, bevor der Rest des Körpers auch überhaupt nur die kleinste Chance hatte, wieder herauszukommen. Spätestens jetzt haben wir Sorge, dass sie sich da drin heillos verheddert 😮 .
Uwe meint, ich könne sie doch an dieser Schlaufe einfach herausziehen 😗
Ja klar, super Idee 😛 – nee, besser nicht. Als das letzte Stückchen der Schlange verschwunden ist, taucht schon wieder der Kopf auf. Weiß sie eigentlich, was sie will?
Etwas ratlos schaut sie auf den hinteren Teil ihres Ichs… 😎
Irgendwann kommen unsere Power-Birder zurück und gemeinsam beobachten wir sie noch ein bisschen. Dann wird es Zeit fürs Abendessen - tschüss du hübsche Schlange, danke für die Zeit mit dir, du bist meine erste dieser Art!
Die Nacht wird etwas unruhig – die Südafrikaner haben ihre Betten teilweise im Freien aufgeschlagen, so dass wir alle hautnah an ihrem Schnarchwettbewerb teilhaben dürfen 🤩 😣 . Da bin ich ja echt harmlos dagegen…. 😗
Morgen geht's dann auf's Boot - da freu' ich mich schon drauf! 🙂
Schöne Erinnerungen weckt Dein RB - ich mag diese Berglandschaft jenseits des Kunene soo sehr! Wir hatten auf der Epupa-Campsite keine Meerkatzen , dafür Rinder , auf der Kunene-River-Lodge jede Menge Meerkatzen, die echt nervig waren, fast so wie manche Südafrikaner 😈 Liebe Grüße Friederike P.S. Wenn schon im Text "Selbstauslösefoto" steht, erwarte ich auch, daß Du dabei bist 😗 😗 😗
Überhaupt hat es hier jede Menge Leben am Straßenrand, leider stehen auch viele einfach mit offenen Händen da
Hi Bele, genau das hatte mich auch irritiert: gefühlt ist man auf der einsamsten Straße Namibias, aber es war fast unmöglich zwischen Epupa und Kunene einen Platz zum Austreten zu finden, da immer irgendwo eine Ansiedlung bzw. Menschen waren. Und in keiner anderen Gegend sind wir jemals so vielen Leuten mit (eher fordernden) "Bettelgesten" begegnet. Da war ich irgendwie nicht drauf vorbereitet...
Lustig find ich ja, dass Pete jetzt wieder permanent (?) auf seiner alten Lodge zu finden ist. Letztes Jahr (als er zur "Aushilfe" da war), hatten wir es noch davon, dass es ihm in Simonstown zu langweilig ist und er noch nach einem Hobby sucht, das ihn ausfüllt. Deswegen kam er zum reparieren von Boot und Anlage zurück. Es ist sicher total schwer, wenn man sieht wie das Anwesen verkommt, das man aufgebaut hat... Wir hatten auch das Glück mit ihm zu birden, von daher bin ich sehr gespannt, was ihr entdecken konntet. Beste Grüße, Nette
Jetzt wo du Sandrennnatter sagst: ich meine, Matthias und auch Pete haben sie als "Leopard Sandsnake" bezeichnet, kann das hinkommen?
Hi Bele,
da haben die Fachmänner bestimmt recht. Ich hatte Gelbbauch extra mit Fragezeichen und in Klammer gesetzt, da ich mir da nicht so sicher war. Wenigstens lag ich bei der Sandrennnatter richtig 😗 .
LG und einen schönen Sonntag (bei uns schüttet es schon den ganzen Morgen) Konni