Old Women1'543 Beiträge · seit 201319. Juli 2017 ·
Hallo Strelitzie,
ich habe auch bemerkt, dass es leider hängt bei dir, habe jedoch gedacht, dass du wochenlang aus Hamburg geflüchtet bist und von daher nicht weiterschreibst. Auf der Hinfahrt nach Zingst sahen wir am Donnerstag vorm G20 Gipfel riesige Kolonnen von Wasserwerfern, Polizeifahrzeuge THW, Katastrophenschutz etc. pp., fürchterlich 😠 😮 ! Da ich dachte, dass du vielleicht noch leicht traumatisiert bist 😗 , mochte ich nicht drängeln. Dir scheint es aber ja gut zu gehen, und von daher freue ich mich schon auf die Fortsetzung.
so.... jetzt bin ich auch endlich wieder live dabei. Ich habe gerade alles am Stück gelesen. Krüger Berichte sind einfach mein Ding, ich mag sie 😉 Bin schon gespannt wie es weiter geht !
danke für diesen schönen Reisebericht. Ich freue mich schon auf die nächsten Seiten, zumal wir für unsere Reise im nächsten Jahr auch nur die Region Krüger & Co. planen. Die Vorfreude steigt also mit jedem Satz, den wir in Deinem Bericht lesen. 🙂
Viele Grüße Marco
...entspannter kommt man besser durch's Leben... ;-)
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201119. Juli 2017 ·
Hallo, liebe Mitfahrer, Freunde des Krüger,
nachdem die Haare nun längst trocken, der Schwarze Block wieder abgezogen, und der nächste Urlaub vor der Tür steht, soll es endlich weitergehen. Ich freue mich sehr, dass ihr noch dabei seid, dass es Neue an Bord zu begrüßen gibt. Ganz lieben Dank allen Danke-Drückern. 😘 Der Krüger NP wird allerdings morgen verlassen - insofern sind wir unserem ursprünglichen Thema nicht ganz treu geblieben.
Also - auf geht's mit dem letzten Nachmittagsdrive...
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201119. Juli 2017 ·
Um 14.00 Uhr gab es wieder Lunch, dann Warten am Pool auf die kleine Teatime und den Gamedrive um 16.00 Uhr. Dieser Gamedrive sollte ganz im Zeichen der Rhino-Suche stehen. Die junge Australierin hatte nämlich - wie alle Anderen auf dem Auto auch (außer uns) - noch kein Rhino gesehen und so kurvte unser Fahrer wie wild durch’s Gehölz, an anderen Schönheiten zB. Graulärmvögeln, Nektarvögeln (nur im Vorbeifahren erwischt) vorbei, an der Giraffe rief ich dann Stop (eine kleine Bosheit, ich gebe es zu!) - des Fahrers Ego wollte aber Rhinos finden! Grrrrrr.
Der Sundowner musste ausfallen, da D.J. alles vergessen hatte … 😗 den Sonnenuntergang mussten wir beim Fahren genießen! 😠
Nachdem die Suche vergeblich abgebrochen wurde, fuhr er dann nochmals zu den beiden Löwinnen, die nun nur auf der anderen Seite des Busches lagen, der Sonne abgewandt. Es war nun schon komplett dunkel, aber die Fotos wurden auch ohne Blitz…
Auf der Rückfahrt ins Camp begegneten wir einem Auto der benachbarten Lodge , das hier einen Leoparden gesichtet - aber aus den Augen verloren hatte. „Ganz schön dicht am Camp“ - dachte ich noch. Wir wurden dann wieder mit Tüchern und einem kleinen Drink empfangen. Mein Mann blieb gleich an der Bar, ich ließ mich vorsichtshalber von Isaac zum Chalet begleiten, wollte ich doch nachsehen, ob im Inneren auch wirklich alles dunkel war. Der Mensch ist ja lernfähig… Plötzlich hörte ich draußen ein dumpfes „Grollen“, ein Knurren, es klang nach Raubtier. Ich holte schnell meine Taschenlampe und leuchtete die Gegend ab - da hörte ich auch schon ein scharfes „stay in your tent“ von D.J. Herzklopfen, ich war ganz allein hier oben, also hoffentlich… - ich sah dann, dass er sich ins Auto setzte und mit den Scheinwerfern die Umgebung absuchte - und sah dabei die Elefantenherde! 🙂 Wie schön!
Issac holte mich ab, wir sollten uns alle ins Auto setzen - Isaac hatte nämlich nicht nur die Elefanten, sondern auch den Leoparden gesehen. 🤩 Was für eine Aufregung! Den Leo fanden wir leider nicht! Wir holten nur die Australier an ihrem Chalet ab, das am weitesten vom Maindeck entfernt war und fuhren zurück zum Deck und wollten gerade mit dem Dinner beginnen. Plötzlich hieß es „be quiet“ - und wir hörten die Elefanten unmittelbar am Zelt des Restaurants, das gleich hinter dem Swimmingpool lag. Die Elefanten tranken aus dem Swimmingpool - wir hatten aber Verbot, die Zeltbahnen zu öffnen oder mit Blitz zu fotografieren. Wenn sich die grauen Riesen gestört fühlen, können sie eben schnell aggressiv werden. So machte ich nur ganz schnell ein „Beweis-Foto“.
Nach dem Essen - es war einfach, aber schmackhaft und viel Reden am Tisch - von Beerdigungsstimmung war nichts mehr zu spüren 🙂 - wurden wir mit größter Vorsicht zum Chalet gebracht. Wir hatten nicht einen Flatterling in unserem Zelt - verbrachten aber noch eine ganze Weile auf dem kleinen Balkon, um den Elefanten am Wasserloch, auf dem Gelände, zuzuhören! Mit ihrem leisen Schnaufen schliefen wir ein. Ein schöner Abschluss!
Old Women1'543 Beiträge · seit 201319. Juli 2017 ·
Hallo Strelitzie,
Mann oh Mann, das war ja richtig abenteuerlich zum Abschluss. Mir wäre auf alle Fälle ohne erfahrenen Guide das Herz in die Hose gerutscht. Auf die Einschätzung meines Mannes verlasse ich mich da noch nicht, denn dem fehlt auch noch die Erfahrung. Danke, dass du noch weiterschreibst, manchmal ist das gar nicht so leicht bei dem schönen Wetter 😎 . Dir viel Spaß bei deinem anstehenden Urlaub. Gute Erholung wünscht
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201119. Juli 2017 ·
Hallo Beate, als ich da oben allein auf meinem Balkon stand, bin ich auch sofort zur kleinen Türchen (H 60c) gegangen, das die Treppe abriegelt, um nachzusehen, ob sie auch geschlossen ist - und habe mich sofort gefragt, welche Hürde die für einen Leoparden darstellen sollte.... An Issacks Seite habe ich mich dann zu Fuß aber wieder sehr sicher gefühlt - bei dem Kamikaze-Driver wäre ich mir nicht so sicher vorgekommen!
Sonnige Grüße Strelitzie
franzicke2'085 Beiträge · seit 201219. Juli 2017 ·
... na also - schön das es weitergeht! Und dann gleich mit so einem WOW-Erlebnis. Oder auch gleich mehreren. Ein toller Abschluss in der Lodge, über die ich immer noch nicht so recht ne Meinung hab. Aber da kommt ja sicher noch was von dir. Liebe Grüße Ingrid
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201120. Juli 2017 ·
Sonntag, 23.04.17
The same procedure as every day… um 6.00 Uhr fuhren wir den Gamedrive, der heute sehr verkürzt werden musste, da die Australierin diesen unbedingt noch mitfahren wollte, obwohl sie eigentlich um 8.30 Uhr die Lodge verlassen musste, um ihren Flieger in Phalaborwa zu bekommen. Wir rasten also los, der Himmel färbte sich erst langsam, die Giraffe mit dem hängenden Horn hätten wir fast übersehen
nochmals hin zu den Löweninnen, die noch immer unter dem selben Busch lagen. Sie wurde wohl von uns geweckt, zeigten wieder keinerlei Interesse. Es war uns tatsächlich gelungen, nur dösende, ruhende Löwen zu sehen!
Dann entdeckte Issac eine kleine Eule und schließlich sahen wir im Mopanewald einen Single-Bullen, der uns nicht soo gewogen war, daher wurde er großräumig umfahren.
Um kurz vor 8.00 Uhr waren wir schon wieder in der Lodge - uns war es fast egal, wir fuhren ab - aber die Anderen mussten jetzt bis um 16.00 Uhr, bis zum nächsten Gamedrive auf der Lodge „abhängen“, dazu war es leicht bewölkt, also kein Poolwetter und ein Walk fiel wegen des Leoparden auch aus…. Wir frühstückten gegen 8.30 Uhr und erfuhren von der Managerin, dass die Elefanten die Wasserleitung geknackt hätten, packten dann unsere Sachen - und waren irgendwie nicht wirklich unglücklich über unsere Abreise! Schade, die Lodge ist schön, das ganze Gelände allerdings sehr zugebuscht, so dass Beobachtungen nur mäßig gut waren. Und das Management nicht wirklich bemüht, von unserem „Guide“ ganz zu schweigen.
Gegen 9.30 Uhr fuhren wir ab, für die Fahrt bis zum Mainroad benötigten wir jetzt nur 30 Minuten. An der Mainroad verabschiedete sich dann eine Herde Zebras von uns, eine wirklich nette Geste!
Eine Giraffe wollte wohl nicht nachstehen und nickte uns über den Zaun, kurz vor dem Gate, nochmals zu. Ich liebe solche Verabschiedungen, auch wenn es mir dann noch mal schwerer fällt.
schön, dass dein Bericht wieder weiter geht! Ich bin immer noch gern dabei und freue mich mit euch über eure Erlebnisse! Für uns geht es ja dieses Jahr erstmal in den KTP und den Etosha, aber beim Lesen deines Berichts wird auch die Sehnsucht nach der Kruger-Region wieder wacher - mal sehen, was 2018 für uns so bringt...
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201120. Juli 2017 ·
Nach dem Gate fuhren wir bis Hoedspruit und anschließend die R36 - die in ziemlich schlechtem Zustand war - durch sehr schöne Landschaft. Überall waren gut bestellte Felder mit Orangenbäumen, Melonen, Avocados, Citrusplantagen. Leider war das Wetter nicht besser geworden, alles war grau-in-grau.
Wir fuhren zu den Three Rondavels, die sich leider wieder in Wolken verhüllt hatten. Aber da es bei unserem letzten Besuch, vor über 10 Jahren, geregnet hatte, müssten wir also bei erneuter Wiederkehr Sonnenschein haben… 🙂
Auch der Blyde River Canyon war nur hanseatisch grau - lediglich die hübschen „Löwenohren“ (Leonotis) zeigten Farbe .
So richtig Lust verspürten wir beide nicht, länger zu verweilen, außerdem kam gerade ein Bus an - so fuhren wir nach kurzer Zeit weiter, unser (fast) letztes Ziel war die „Iketla“-Lodge bei Origstad. Auf dem Weg über das Private Nature Areal begrüßten uns zwei Kudus. Hier checkten wir bereits um kurz vor 14.00 Uhr ein, bekamen das sehr hübsche, ganz am Ende gelegene, Honeymoon Chalet (#7)
Nach unserer obligatorischen Tasse Tee machten wir uns gleich auf, um das Gebiet ein bißchen zu erkunden, hatten wir doch drei unterschiedlich lange, gut ausgeschilderte Wanderwege, gesehen. Wir wählten vorsichtshalber den kürzesten (grün) , das Wetter sah sehr nach Regen aus.
Auf dem schönen Walk sichteten wir nochmals drei Kudus (Beweisfoto 😉 ), zahlreiche Pflanzen waren benannt und erklärt.
- Kudu Suchbild -
Unser Rundgang endete nach ca. 45 Minuten an der Main-Lodge, wo wir uns erneut einen Tee zubereiten und diesen im hübschen Garten, am Pool, tranken.
Anschließend war Ausruhen und Duschen angesagt, um um 19.00 Uhr zum Dinner zu gehen, bei gerade 15°C. Einige der Gäste hatten Daunenjacken an, es war empfindlich kalt im fast offenen Restaurant. Ein lautstarker, deutschsprachiger „Guide“, wie mein Mann meinte, bestimmte die Unterhaltung an der Bar, stilecht von Kopf bis Fuß in Safari-Sachen gekleidet. Das Drei-Gang-Dinner war gut, aber nicht bemerkenswert, die beiden jungen(deutschen) Kellnerinnen waren etwas überfordert. Da erst bemerkten wir, dass der „Guide“ der deutsche Besitzer der Lodge war (eine kurze Begrüßung seiner Gäste hätten wir für angebracht gehalten….) Vielleicht hätte man den vorhanden Kamin vorab anzünden können, das hätte die Atmosphäre erwärmt... 😉 Um 21.00 Uhr lagen wir in unseren gemütlichen Betten, die eingeschaltete Heizdecke brachte uns schnell in Morpheus Arme.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201321. Juli 2017 ·
Hallo Strelitzie,
da habt ihr ja wirklich Glück gehabt. Als wir im Oktober in der Ecke waren hatten wir unseren einzigen Regentag, und die trübe Suppe hing wirklich bis an den Boden. Daher haben wir uns die Panoramaroute geschenkt und sind sofort in den Krügerpark gefahren. Da haben wir dann aber sofort 2 Löwinnen gesichtet, die durch ein trockenes Flussbett stromerten, aber so schnell wie sie wieder verschwunden waren, konnten wir unsere Fotoapparate gar nicht auspacken.
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201123. Juli 2017 ·
Hallo Sascha, schön, dass Du auch noch dabei bist - den Krüger haben wir jetzt leider verlassen müssen. Und wir nähern uns dem Ende- und Fazit.
Hallo Beate, naja, Glück hätte etwas anders ausgesehen - es wir nämlich noch "besser"! 😗 Aber aller guten Dinge sind ja Drei - mal sehen, ob wir es nochmals schaffen.
Ich nutze mal unseren Regen hier... 😠 Sonntägliche Grüße an alle Mitfahrer und Dankedrücker Strelitzie
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201123. Juli 2017 ·
Montag, 24.04.17
Heute war unser letzter kompletter Urlaubstag - und wir hatten keine großen Pläne mehr. Beim Frühstück hatten wir herrlichen Sonnenschein, jedoch nur ca. 18 Grad.
Ich nutzte das wifi, um schnell noch eine letzte Unterkunft zu buchen, die ich mir bereits vorab ausgesucht hatte. Wir hatten es uns offen gehalten, ob wir am nächsten Tag direkt zum Flughafen fahren - oder eine „Sicherheitsübernachtung“ einlegen wollten. Unser Flieger sollte bereits um 14.00 Uhr gehen - und da ich ein großer kleiner Hektiker bin, missfiel mir die Vorstellung, vielleicht im Stau zu stehen und der Flieger hebt ohne uns ab.
So wechselten wir nach dem Frühstück noch ein paar Worte mit dem Besitzer, von dem wir uns fragten, warum er diese schöne Lodge gekauft, warum in dieses Land gegangen ist.
Wir verabschiedeten uns von seiner netten Frau und verließen ohne weitere Tiersichtungen das schöne, weitläufige Lodgegelande. Nachdem wir am Vortag schon über den Abel -Erasmuss-Pass (der gerade saniert wurde) gefahren sind, fuhren wir nun über den Robber'sPass (R533). Auf kurviger Strecke ging es auf 1778 Meter hoch, dann weiter auf der R36, die auch hier landschaftlich sehr reizvoll war. Und schließlich durch ein völlig ausgestorbenes Pilgrim’s Rest. Die Touristen (Busse) kommen hier wohl erst alle am Mittag/ Nachmittag an. Wir kannten auch dieses alte Goldgräberstädtchen - es hatte sich nichts verändert. Und da wir keine Lust auf drängelnde Souvenirverkäufer hatten, durchfuhren wir das Örtchen auch nur.
Da es recht sonnig war, hatte ich die Hoffnung, endlich God’s Windows und den Pinnacle sehen - die fielen bei unserem ersten Besuch nämlich wegen Nebels aus!
Erster Stop - Pinnacle, ein ca. 30 Meter hoher, alleinstehender Granitfels, der die bewaldete Umgebung überragt. Schön durch Finbos zu laufen, aber nicht so richtig spektakulär.
Hoffnungsvoll weiter zu God’s Window - und ich konnte es kaum glauben: dicker Nebel waberte plötzlich! Unfassbar standen wir wieder vor einer Wand, nach etwas Warten konnte man aber die Schönheit dieses Plätzchens erahnen. Der Regenwald hier ist schon erstaunlich - und vielleicht erleben wir auch diese hübsche Ecke mal nebelfrei und in gutem Licht.
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201123. Juli 2017 ·
Inzwischen war es Mittag geworden, der Nebel hielt sich und so wir fuhren wir an meinen gemarkerten Waypoints wie Lisbon Falls, Berlin Falls vorbei - nach Graskop. Nachdem ich die einschlägigen Souvenir -und Art-Shops vergebens nach einer schwarzen Baby-Puppe als Mitbringsel für unser Enkelkind durchsucht und endlich unsere Postkarten eingesteckt hatten, machten wir kurz Halt in „Harrie’s Pancake-Bar“. Der Fruit / Icecreme- Pancake war köstlich. (dabei fällt mir wieder auf, dass meine Bereitschaft zum Fotografieren am Ende des Urlaubs merklich abnimmt.) Von Graskop habe ich nicht ein Foto, dabei wollte ich eigentlich die gut gefüllten Avocado-Netze fotografieren)
Anschließend fuhren wir durch Sabie, tankten dort auf. Die Scheiben wurden obligatorisch gewaschen, dann machte uns einer der Angestellten auf den rechten Hinterreifen aufmerksam - aus ihm stiegen Blasen auf…. Ooch nöö, das musste jetzt nicht sein. Aber die sofort bereitstehende Mannschaft meinte, dass es kein Problem sei, den Reifen an Ort und Stelle zu flicken! Gewechselt werden müsse der Reifen auf keinen Fall. Es wurde ein bereitliegender Müllsack herangezogen, das Auto ein Stück in eine bestimmte Position gefahren werden und schon hatte einer der Tankwärter die passende Zange aus der Hosentasche gezogen, um die eingefahrene Schraube herauszuziehen. Unterstützt wurde er von seinem Kollegen, der auch beim anschließendem Einbringen einer Gummi/Plastik-Schnur? Halt gegeben hat. Das Ganze sah sehr professionell - und viele Male durchgeführt aus. Und hatte keine 5 Minuten gedauert. In mir machte sich das Gefühl breit, dass der Reifen vielleicht erst an der Tankstelle die Schraube eingefahren hatte? 😊 Es wäre mir auch lieber gewesen, wir hätten den Reifen tauschen lassen, denn die Reifen waren in unserer Versicherung enthalten.
So fuhren wir schließlich mit einem etwas mulmigen Gefühl weiter - über den Long-Tom-Pass (R37). Dieser Pass ist 20 Kilometer lang, mit 2.150 m Höhe der zweithöchste Pass Südafrikas und bietet wunderschöne Panoramablicke auf das Lowveld. Zu Beginn waren wir allein auf der frisch geteerten Straße, dann aber erreichten wir zunehmend Long-Vehicels, die ein Überholen in den zahlreichen Kurven unmöglich machten. Haltebuchten gab es auch nicht viele - und wenn, dann kurz nachdem wir einen LKW überholt hatten. Also konnte ich nur ein paar Fotos im Vorbeifahren machen.
Der Long-Tom-Pass endete kurz vor Lydenburg und ab hier bot uns das Navi drei Routenoptionen an. Da ich als Unterkunft auf dem Weg nach Johannesburg nur Dullstroom von Rhino Africa angeboten bekommen hatte, wollte ich mir das Örtchen ansehen. Also wählten wir die R540 - vermutlich die richtige Entscheidung, denn wir waren hier fast durchgängig allein auf der Straße. Das Örtchen Dullstroom fand ich dann sehr "unafrikanisch", erinnerte mich sehr an ein amerikanisches Retortenstädtchen. Ich bedauert auf jeden Fall nicht, hier nichts gebucht zu haben. Noch kurz ein Hinweis: bei vielen Wegweisern war ich verwundert - und verwirrt - weil mir die Namen gar nichts sagten, so dass ich auf der Karte kontrollierte. (Lydenburg= Mashishing, Nelspruit=Mbombela)
Schließlich erreichten wir unsere letzte Unterkunft, in Middelburg, das Colonial Guesthouse (bildet mit dem Del Roza GH eine Einheit). In diesem sehr gepflegten, sehr gut gelegenen Guesthouse wurden wir überaus freundlich und herzlich von dem jungen Besitzer empfangen und zu unserem Zimmer geleitet. Das Auto konnte auf dem Innenhof geparkt werden.
Das Haus war sehr gut gebucht, eine Gruppe junger Deutscher hatte eingecheckt - und sich vorab zum Dinner angemeldet. Dies wäre hier möglich gewesen, wir sind dann aber, nach unserer Tasse Tee und erfrischender Dusche zu Fuß um die Ecke, zum Portugiesen, gegangen. Den Abend ließen wir dann auf dem kleinen Balkon ausklingen.
StrelitzieThemenstarter2'847 Beiträge · seit 201124. Juli 2017 ·
Dienstag, 25.04.17 - Endspurt
Um kurz vor 8.00 Uhr saßen wir auf der hübschen Veranda und aßen ein Frühstück. Unsere Boardkarten hatte man uns schon ausgedruckt bereit gelegt.
Anschließend nahmen wir unseren Reifen in Augenschein - alles sah gut aus. Um kurz vor 9.00 Uhr verließen wir dieses angenehme kleine Anwesen. Gleich um die Ecke, an der Mainstreet, kauften wir im Fruit & Vegie-Shop Majacuja und Avocados zum Mitnehmen, für den Preis der Großpackung zahle ich hier für eine einzelne Frucht! Und Platz genug hatten wir im Gepäck. Auch im Bootle-Shop wurde noch kurz eingekauft, der Kanonkop von dort musste auch mit. In aller Ruhe fuhren wir die 1,5 Stunden bis zum Airport-Gelände, um an der Engen-Tankstelle letztmalig zu tanken. Um 11.00 Uhr gaben wir das Auto bei Avis ab - nicht ohne den Hinweis auf reparierten Reifen, der gewechselt werden müsste. Ob das gemacht wird? 😗 Insgesamt sind wir 2.074 km gefahren und haben den Nissan X-Trail wieder als perfektes Auto empfunden.
Anschließend packten wir unsere Koffertaschen um, die Einkäufe mussten sicher verpackt werden. Mit Check-in, Immigration und Sicherheitskontrolle verging so nochmals eine Stunde. Natürlich musste im Out of Africa ein letzter Blick über die bekannten Sachen geworfen werden, eine Puppe habe ich auch hier nicht gefunden. Dann gingen wir in die Bidvest Lounge, da wir mit Qatar wieder nach Hause fliegen wollten. Ein letzter Amarula auf Eis auf südafrikanischem Boden schmeckte.
Pünktlich um 14.10 Uhr hob die Boing 777-300 ab, die Bestuhlung war sehr angenehm, kein verjüngender Fußraum.
Um 23.15 Uhr OZ kamen wir in Doha an, mussten dieses Mal durch Sicherheits-und Passkontrolle. Wieder verbrachten wir die Nacht in der Al Mourjan Lounge. Die Separees waren die ganze Nacht ausgebucht, so legten wir uns auf die Liegen im Quiet-Room hinter dem Business Center und schliefen bis ca. 5.30 Uhr.
Nach dem Waschraum - auf das Freiwerden des Duschraums hätten wir etwas warten müssen, und einem Espresso zum Wachwerden gingen wir zum Gate und der zweite Teil unseres Heimfluges begann im Airbus 350-900. Um 13.00 Uhr landeten wir in Frankfurt, die Sicherheitskontrolle ging hier zum ersten Mal unglaublich freundlich und schnell vonstatten. Auf dem Heimflug nach Hamburg bleib dann, trotz sehr gut gefülltem Flieger, unser Mittelplatz frei - und wir landeten im Frühling zu Hause.
Fazit:
Dieser ziemlich spontane Osterurlaub in den grünen Krüger NP hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten uns vorgenommen, die Tour ganz langsam und entspannt zu bereisen. Es sollte ein wirkliches Ausspannen werden. Die lange An-Abreise über Doha würden wir wieder so buchen, die unglaubliche Bequemlichkeit in der Business Klasse zum Eco-Preis lohnt den Umweg - wenn man sich Zeit dafür nehmen kann. Für den Rückweg hatte ich vorsichtshalber ein kostenloses Visum über Qatar Airways beantragt und mitgeführt. Auch ein Hotel an der Corniche in Doha hatte ich als Übernachtungshotel vorsorglich ausgewählt - durch die sehr bequemen und ruhigen Schlafmöglichkeiten in der Lounge in Doha wollten wir aber keinen Gebrauch hiervor machen.
Die Anfahrt in den Krüger mit dem Auto hingegen würden wir nicht noch einmal machen, da würden wir unbedingt dem Flieger den Vorzug geben - die Anfahrt zieht sich doch sehr. Und auch die „Panorama-Route“, die wir wiederholt haben, muss in naher Zukunft nicht sein - es sei denn, wir bekommen Schönwettergarantie. 😉 Die Zeit hätten wir lieber bei den Tieren investieren sollen. Für uns wiederholungswert war die Rhino Post Lodge - auch wenn sie mitten im Areal des KNP liegt. Und überhaupt der Krüger NP - für uns wieder unbedingt empfehlenswert.
Herzlichen Dank an M@rie, die mir wieder geduldig viele wertvolle Tipps gegeben hat, an Logi, die „schuld“ 🙂 an dem angenehmen Flug mit Qatar ist, weil sie auf das Partner-Special aufmerksam gemacht hat; an Sascha, der mit seinem sehr tierlastigen Bericht aus dem Krüger unsere Sehnsucht verstärkt hat - und an alle interessierten Mitleser und Dankedrücker.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201324. Juli 2017 ·
Hallo Strelitzie,
Friederike freut sich jetzt über ein "Like", Sorry war leider aus Versehen, liebe Friederike, nicht, dass du nicht viele "Dankeschön" verdient hättest, aber an dieser Stelle gebührt der Dank ausschließlich Strelitzie. Strelitzie, du hast da schon wieder etwas in mir in Gang gesetzt, von dem ich dachte, dass ich erst einmal ohne könnte. Der KNP ist wirklich etwas ganz Besonderes. Eine schöne Zeit habt ihr gehabt und vor allem auch sehr schöne Unterkünfte. Das eine oder andere ist schon in meine Kladde gewandert, und wer weiß, der Krüger ist mit SAA auch immer für einen guten Stoppover von 1 Woche nach wo auch immer sehr gut geeignet. Vielen Dank, Strelitzie, für deinen wunderbaren Bericht.