Reisebericht

Ostern im Krüger - mit Bat im Bett

von Strelitzie · begonnen 04. Juni 2017 · 23 Teile

Teil 104. Juni 2017
Hallo, Ihr Lieben!

Im Oktober waren wir aus Südafrika zurück gekommen, u.a. aus dem KTP. Dort gab es weder Elefanten noch Zebras - wir haben sie sehr vermisst. Und dann kam im November ein Partner-Special von Qatar Airways für die BC, gleicher Preis wie die Eco mit SAA.
Nur aus Spaß checkte ich, ob die genannten Preise auch tatsächlich verfügbar sind - und plötzlich flammte eine Idee auf…. Ostern sind viele freie Tage! 
Spontan buchte ich also das Special mit Qatar, über Doha. Die achtstündige Übernachtungszeit in Doha ignorierte ich…. Die musste ich nur noch meinem Mann schmackhaft machen. 😗
Dann ging es an die Route, die Verfügbarkeiten im Krüger waren nicht so schlecht wie befürchtet.
Mit Hilfe von M@rie stellte ich die Tour zusammen, Motto: Krüger only!
Die Logdes ließ ich mir von "Rhino Africa" in Kapstadt buchen, auch die Camps im KNP hätte mir das Büro gebucht. Es war eine sehr angenehme Konversation, die Voucher erhielt ich per Mail.
Und schließlich waren die Unterkünfte, bis auf die letzte Nacht, fix - und die Tour sah so aus:

JNB - Eagle Rock Executive GH (1)
Hazyview - Sabie River Bush Lodge (2)
KNP- Lower Sabie Luxury Tent (2)
KNP - Rhino Post Safari Lodge (2)
KNP - Talamati BushCamp (2)
Hoedspruit-KNP -nThambo Tree Lodge (2)
Ohrigstad- Iketla Lodge (1)
zwischen Middelburg & JNB (1)

Im Vorfeld hatte ich mir noch vorsichtshalber ein Hotel in Doha - für den Rückweg - ausgewählt und gespeichert und über Qatar Airways ein kostenloses Einreisevisum für Katar beantragt - und bekommen.

Und los:
Am 11.April 2017 war es endlich soweit - von Hamburg nach Frankfurt, dort hatten wir noch kurz Zeit, um die Lounge im Bereich B43 aufzusuchen. Die International Lounge ist auf jeden Fall wesentlich angenehmer als die nationale im Terminal A.
Nach einem Snack und einem Glas Weißwein gingen wir in den Flieger. Leider war es nicht die angekündigte A350, sondern die kleine A330 - die Sitze zwar auch Fullbed, aber ein sehr schmaler Fußraum. Ja, ja, Singapore Airlines hat unsere Messlatte sehr hoch gelegt….

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Die Crew war allerdings sehr freundlich, das Essen gut und jederzeit bestellbar,

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das Filmangebot ebenfalls gut. Am meisten hat mich allerdings ein Mitreisender fasziniert, der fast 6 Stunden durchgehend murmelnd in seine geöffneten Hände betete…
Die Zeit bis Doha verging wahrlich wie im Fluge, um Mitternacht (23.00 Uhr unserer Zeit) erreichten wir den erst 2014 eröffneten Hamad International Airport. (HIA)
Ohne Security oder Passkontrolle erreichten wir die riesige Halle, um dort die „Al Mourjan Business Lounge“ zu suchen. Zentraler Punkt auf dem Airport ist der „Lamp Bear“, ein 7 Meter großer, 18-20 Tonnen schwerer gelber Bär, der unter/in einer Lampe sitzt….

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Diese Installation haben wir nicht verstanden - aber sie ist markant und von dort geht auf der linken Seite die Rolltreppe zur Lounge hoch. Diese großzügige, elegante, moderne und sehr ruhige Lounge ist ca. 10.000qm groß!

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Dort angekommen, fragten wir am Empfang nach einem „Schlafplatz“, den es dort geben soll. (Danke, Andreas).
Leider war alles ausgebucht, aufgesucht haben wir die „Quiet-Area“ - hinter dem Restaurant gelegen - aber trotzdem. Wir erfuhren, dass ab ca. 2.00 Uhr eine „Schlafkabine“ frei werden würde.
So sahen wir uns noch die zweite „Quiet-Area“ -hinter dem Business-Center - an, auch hier waren alle Liegen belegt.
Wir holten uns eine Erfrischung von den überall reichlich vorhandenen Service-Stationen und warteten in den überaus bequemen, hohen Sesseln, bei freiem Wifi.
Um kurz vor 2.00 Uhr konnten wir uns dann ausstrecken und etwas schlafen- bis 6.30 Uhr morgens hatten wir Zeit!
Ausgeruht holten wir uns nur einen Espresso - in eins der Restaurants wollten wir nicht - und gingen zum Gate - die Aufrufe erfolgen nur über die an jedem Sitz vorhandenen Anzeigetafeln (in iPad-Größe).

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Auch hier durchliefen wir wieder keinerlei Kontrollen - und konnten zügig in den Flieger steigen, dieses Mal erwartete uns der schöne Dreamliner (Boing 787-800).
Unsere großzügigen Sitze waren herrlich, viel Stauraum und keine Verjüngung im Fußraum.

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Die Speisekarte abwärts essend, mit gutem Wein, zwei guten Filmen, abgedunkelter Kabine und dimmbaren Kabinenfenstern erreichten wir nach ca. 8h Johannesburg - es hätte gern noch weitergehen können….
In JNB angekommen, standen wir ca. 20 Minuten an der Immigration an, unsere Taschen liefen wenig später als Erste auf dem Band.
Durch die Empfangshalle quer hindurch ging es dann eine Rolltreppe ab-und wieder aufwärts, dann standen wir bei Avis im Büro und konnten zügig unser gebuchtes Fahrzeug, SUV X-Trail 4x4, in Empfang nehmen.

Um dieses Auto gab es im Vorfeld einiges Kopfzerbrechen… Ich hatte im November einen SUV (RAV4), bei billiger-mietwagen, gebucht - und die Übernahme/ Abgabezeit gar nicht beachtet…
Zwei Wochen vor der Abreise kontrollierte ich die Mietwagenpreise - sie waren um ca. 150 € gestiegen, ich freute mich … - bis ich meine Übernahmezeit entdeckte! Die war mit 12.00 Uhr angegeben - unser Flieger sollte um 16.00 Uhr landen. Die irrige Ansicht, das ließe sich leicht online korrigieren, wurde schnell geändert. Ich rief also in der Hotline an und bat um die Korrektur. Ja, das wäre kein Problem, jedoch müsste ein neuer Vertrag geschlossen werden- zu neuen Konditionen! Sprich: 150 € Aufpreis! Nein, das kam nicht infrage. Für eine kürzere Mietdauer sollte ich mehr Geld zahlen…. Ich ließ einige Tage verstreichen - in der Hoffnung, der nächste Mensch bei der Hotline wäre mir freundlicher gesonnen. War er- er rief beim Autovermieter an … und teilte mir bedauernd mit, dass ein neuer Vertrag nötig sei bei Veränderung der Zeiten. Die Preise waren zwischenzeitlich um 200,00 € gestiegen…. Um nicht schon zu Beginn des Urlaubs einen Herzinfarkt zu erleiden, falls das gebuchte Fahrzeug bei Übergabe nicht mehr auf uns wartete (Donnerstag vor Ostern!) buchte ich bei einem anderen Anbieter einen X-Trail - für schlappe 200,00 € mehr als mein zunächst gebuchtes Fahrzeug gekostet hat. Ein teuer Fehler, der mir hoffentlich eine Lehre sein wird! Der X- Trail war dann wieder ein sehr gutes Auto, hatte ca. 18.000km auf dem Tacho, fuhr sich sehr gut, hatte einen großen Kofferraum.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg zur 1.Unterkunft. Hier hatte ich im Kempton Park, ganz in der Nähe, das Eagle Rock Executive Guesthouse gebucht. Zu Beginn wollte uns das GPS nicht finden, wir waren aber schon im dicksten Feierabendverkehr von Johannesburg. Ich war froh, dass ich mir den Stadtteil Kempton Park gemerkt hatte, so folgte wir zu Beginn den Schildern. Hier setzte Ernüchterung ein, denn Kempton Park gehört ganz sicher nicht zu den gehobenen, sicheren Stadtteilen… Schließlich erreichten wir das GH - hm, das sah irgendwie nicht aus wie auf der Homepage.
An der Rezeption wurden wir kurz begrüßt, wir wurden dann quer über den Parkplatz, vorbei an zahlreichen Chalets, zu einem Garten-Hinterhaus geführt. Schon bevor die Tür geöffnet wurde, konnte ich riechen, wie es dann auch innen miefte! Hier hatte lange Keiner gewohnt und vor allem nicht gelüftet! Das Zimmer mit „Gartenblick“, das wir gebucht hatten, das wollten wir gern haben. Dieses hatte „Ausblick“ auf ein Dach, auf ein Stück Rasen mit Wäscheständer, Gartengeräten und Klimaanlagen… Nein, ein anderes Zimmer könne man uns nicht geben, es käme abends noch eine südafrikanische Großfamilie…. Wir waren nun doch müde -und ich traurig, wütend!
Ich ging zurück zur Rezeption, um mit Nachdruck um ein anderes (der zahlreichen Zimmer!) zu fordern! Dabei sah ich mir den Anmeldezettel genau an - unser Zimmer war erst frisch mit Weiß-Stift zu „Loft“ umgeändert worden. Ich bestand also auf dem ursprünglichen Zimmer - barsch und unfreundlich wurde mir erklärt, ich könne einen Rabatt auf den Preis (1.300 Rand) bekommen.
Wir lehnten dankend ab - und stornierten die Buchung! Schließlich war man uns doch behilflich, ein neues Quartier - in der Nähe - zu bekommen.
Es wurde die „Palmriver Lodge“ - das große Zimmer dort (mit Wohn-und Schlafraum) war frisch renoviert, hatte eine kleine Terrasse und war nett am Pool gelegen. Das Abendessen war typisch südafrikanisch deftig- aber sehr gut gewürzt und lekker. Aus dem Weinkeller holten wir uns eine Flasche Sauvignon Blanc - und der erste Abend unter südafrikanischem Sternenhimmel endete doch noch auf der eigenen Terrasse.

Gute Nacht! 🙂
Teil 204. Juni 2017
Unser erster Urlaubstag - endlich!
Nachdem der Start nicht gerade perfekt war, konnte es nur besser werden… Das Frühstück nahmen wir am Pool ein, um 9.00 Uhr fuhren wir los, Richtung Middelburg. Hier wollten wir im Supermarkt Wasser und Marschverpflegung kaufen, auch ein (oder mehr) Fläschchen Wein.

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Und ich wollte nun endlich unbedingt das „Ndebele Cultural Village“ in Botshabelo ansehen. Dieses Cultural Village hatte es mir, mit seinen bunten Häusern, auf Fotos schon lange angetan.
Da dieser Urlaub einfach ein „Schlendern“ - der Weg ist das Ziel - werden sollte, fuhren wir also nach kurzem Einkaufsstopp, durch Middelburg hindurch nach Botshabelo.
Am kleinen Gate zahlten wir 25 Rand pP und man war skeptisch, ob wir bis zum Village durchkämen - der Grader sei auf der Strecke….
Der machte uns aber Platz, kein Problem. Die bunten Häuser fanden wir auch…. hinter viel Unkraut, völlig verkommen und dem Zerfall preisgegeben.

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In spätestens fünf Jahren wird dieses „Kulturdenkmal“ Geschichte sein, wie schade! Bei der Abfahrt interessierte man sich plötzlich für uns - und wollte uns etwas aus dem Curio-Shop verkaufen.

Wir fuhren weiter, einen satten Thunderstorm hinter uns herziehend. Die gut ausgebaute N4 endete dann, wurde zweispurig - mit vielem Schwerlastverkehr - das Navi empfahl die Strecke über die Toll-Road N4 /R36 (Schoemanskloof) nach White River.
An den Toll-Stationen piepte unser Auto nur kurz, dann öffnete sich die Schranke.
Eine landschaftlich sehr schöne Straße, allerdings war Donnerstag vor Karfreitag, auch in Südafrika Feiertag! Es war also viel Verkehr und noch mehr Polizeikontrollen. Erstaunlich, dass sooo viele Fahrzeuge in die Blitzfallen rasten.
Kurz nach Nelspruit wurde die Straße plötzlich abgeriegelt, wir wurden per Umleitung geführt und kurz hinter White River führte uns das Navi auf die vermeintlich kürzere R 538 - statt auf die R40, die ich im Hinterkopf hatte. Hätte ich man auf meinen Kopf gehört…. wir benötigten endlos über diese vielbelaufene Straße, alle 50 Meter Stoppschilder, die vor Fußgängerüberwegen standen, Unmengen „Bumps“, Kindern und Dörfern….
Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir um 16.30 Uhr in der schönen "Sabie River Bush Lodge", nahe Hazyview, an.
Wir bekamen Tent #5, direkt am Sabie River, das gegenüberliegende Ufer gehörte schon zum Krüger NP. Endlich waren wir angekommen! Nach genau 2 Tagen!!! 🙂


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Bei einem Tee genossen wir die Ruhe, den stillen Ausblick auf den Fluss, den Duft Afrikas - herrlich. Ich ging später durch die sehr gepflegte Anlage und reservierte einen Tisch für das Dinner.
(es gab nämlich nur einen 2-Personen-Tisch mit direktem Flussblick)

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Nach einer herrlichen Erfrischung in der Außendusche gingen wir zum Abendessen, einem einfachen, aber schmackhaftem, Drei-Gang-Menü.
Bei einem leckeren Glas Wein mit Froschkonzert klang der Abend auf der Terrasse aus, wir freuten uns auf den Krüger!
Teil 304. Juni 2017
Und da das Wetter bei uns hier oben wirklich sehr wenig feiertäglich ist, möchte ich mich doch noch schnell in den Krüger beamen - auch wenn wir am ersten Tag weder Elefanten noch Zebras gesehen haben..... 😮

Karfreitag
Um 6.30 Uhr klingelte der Wecker, wir sahen von unserer Terrasse auf den Sabie und den Krüger NP.

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Ein Hippo tauchte kurz auf uns begrüßte uns. Um 7.00 Uhr saßen wir beim Frühstück und um 8.15 Uhr fuhren wir, bei schönen 22 Grad, in Richtung Phabeni Gate. Wir wollten es langsam angehen lassen, wir hatten Urlaub. 😁 Unsere Lodge lag genau zwischen Phabeni und Kruger Gate, bis zum Phabeni waren es 13 km.
Dank unserer im Oktober gekauften Wild-Card kamen wir schnell hinein, ich kaufte noch eine neue Kruger Map - meine lag gut zu Hause…
In Richtung Pretoriuskop Camp sahen wir gleich eine Herde Büffel, im hohen Gras!


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Erwartungsfroh fuhren wir weiter, freuten uns, als wir endlich die treuesten der Tiere entdeckten - ansonsten war Stille!

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Ich freute mich über die Dungbeetle, hatten wir uns doch sehr auf die "Gastgeber" gefreut.
Es wurde immer schwüler, im Pretoriuskop Camp hatten wir schon 31 Grad. So ging es zurück in Richtung Skukuza, die „Tierautobahn“ war wie leergefegt. Wie hatte ich hier mal gelesen: "die Tiere haben schließlich auch Feiertag...."
Alle Autos schlichen im Schritttempo, aber außer den treuen Impalas, Kudus, ein paar Wasserböcken und Geiern sahen nichts! Am Wasserloch dann ein paar Hippos, Schildkröten und Baboons - wir waren noch nicht richtig im Sichtungsmodus, vor allem keinen einzigen Elefanten, kein Zebra, hatten wir entdeckt! Die Stimmung nahm diametral zu meinen Kopfschmerzen ab....

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Die Hitze und Schwüle nahmen zu, die dicken Gewitterwolken auch - so fuhren wir retour über das Kruger Gate in Richtung Lodge, wollten uns eigentlich an den schönen Pool legen.

Kaum angekommen, ging ein satter Gewitterregen herunter - so ruhten wir im gemütlichen Zelt und lasen, ich sicherte meine ersten Fotos.
Zum Abendessen ließ der Regen etwas nach, ein wunderschönes Wetterleuchten sorgte für einen grandiosen Himmel. Später nahm der Regen wieder zu, eine schöne Einschlafmusik.
Teil 404. Juni 2017
Ostersonnabend - um 9.00 Uhr verliesen wir, nachdem wir gut gefrühstückt hatten, die River Bush Lodge. Es nieselte noch leicht, bei 18 Grad. Unser erstes Ziel war Hazyview, der Butcher’s.
In der kleinen Mall beim riesigen Checkers zogen wir zunächst Geld am ATM (Nedbank spendierte 4.000 ZAR, alle anderen nur die Hälfte)
Im kleinen Fleischer „Meat & Coffee“ war Vieles von meiner Wunschliste ausverkauft, wir nahmen nur ein T-Bones-Steak und eine Brorewors.
Wesentlich größer war die Auswahl im Checkers, hier kauften wir für die nächsten zwei Tage für unser Selfcatering ein.
Anschließend fuhren wir zum Phabeni Gate - eine junge Volonteer ging an den wartenden Autos und informierte darüber, dass der Krüger Nationalpark für Tagesgäste geschlossen sei…. 🤩
Puuh, wir hatten unsere Reservierung im Lower Sabie Camp. Im Office diskutierte ein junger Mann aufgeregt, er hätte das Auto voller Kinder, sei aus Johannesburg gekommen - und wollte seinen Einlass herbeireden! Wie es ausgegangen ist, wissen wir nicht. Wir waren die Einzigen, die Einlass am Gate erhielten.
Und endlich - wir sahen unseren ersten Elefanten im Park. Wir haben schon sooo viele Elefanten gesehen - über diesen freuten wir uns ganz besonders.

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Eine weit entfernte Giraffe, viele Geier, Kudus, Impalas, Mangusten und schließlich noch eine badende Elefantenherd am Fluss.
Insgesamt hatten wir auf mehr Sichtungen gehofft - aber wir waren ja noch ein paar Tage im Park!

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Wir fuhren die zahlreichen Loops am Fluss entlang, erreichten um 15.30 Uhr das Lower Sabi Restcamp, in dem wir eins der neuen Luxury Tents gebucht hatten. (Das einzige River Bush View Luxury Tent haben wir auch mit dem Notifier nicht mehr ergattern können.)
Jetzt kommt eine kleine Bilderflut Unterkunft - vl. ist es von Interesse.


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Wir erhielten Tent#3, mit Bush View. Sehr schön gelegen, gut angelegt, gut ausgestattet, wir waren zufrieden. Wir empfanden die #3 als bestgelegenes Zelt von den neuen: die #2 ist dichter an der Tankstelle (von der wir nichts mitbekommen haben), die #4 müsste dichter an der Straße liegen.
Nach einer Tee-Pause machten wir uns auf einen kleinen Rundgang zum Fluss - ich wollte das einzige neue Tent mit River View ansehen.

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Das war sehr schön gelegen, die alten Zelte werden sicherlich demnächst alle erneuert werden, sie waren teilweise in katastrophalem Zustand!

Bei einem Besuch im sehr gut sortierten Shop kauften wir einen Sack Holz, beobachteten das quirlige Treiben auf dem hübschen Deck des Restaurants und sahen uns die Sichtungstafeln an.
Anschließend fuhren wir noch ein Stück in Richtung Crocodile Bridge - eigentlich immer mit Katzengarantie. Wir hatten jedoch keinerlei Sichtungen!!! Noch immer kein Zebra, keine "richtige" Giraffe! Hm, sooo hatte ich mir unseren Besuch des Krüger im Grünen nicht vorgestellt...
Den Abend beschlossen wir auf der Terrasse, nach einem guten Grill-Abendessen.
Wir hofften sehr, dass mit Wetterbesserung nun auch unsere Sichtungen erfolgreicher werden würden .... schaun mer mal 😗
Teil 505. Juni 2017
Ostersonntag - um 6.10 Uhr fuhren wir aus dem Gate - mit einer Thermoskanne Tee und Rusk und gut gepackter Picnic-Tasche. Eier hatte ich am Vortag abgekocht, Brote geschmiert und Obst & Gemüse (gut) eingepackt. Wir fuhren den ersten großen Loop - leider umsonst! Gar nix, außer einigen Vögeln kein Tier! Nicht mal ein Impala ließ sich sehen... 😵

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Enttäuscht fuhren wir auf die Teerstraße in Richtung Crocodile Bridge - und sahen einen imposanten Elefanten-Hintern direkt vor uns!

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Na bitte, geht doch...
Ihm gegenüber fuhr ein Auto langsam auf ihn zu, was den Bullen veranlasste, ohrenwedelnd und schnellen Schrittes auf das Auto zuzutrampeln… Also Rückzug des Autos, es kamen andere dazu - alle legten den Rückwärtsgang ein und fuhren im Schritttempo zurück, wir in gebührendem Abstand vorwärts, dem Elefanten hinterher.

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Nach gut einem Kilometer entschloss sich der Eli, sich in die Büsche zu schlagen.
Das war der Start für unser Sichtungsglück - endlich Zebras (im hohen Gras kaum auszumachen!),

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ein uns entgegenkommendes Fahrzeug berichtetet von Nashörnern - die wir auch kurze Zeit später fanden.

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Gnus, Warthogs und dann noch einmal Nashörner. Das Herz hüpfte! Es war lange her, dass ich mich über Gnus gefreut habe...

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Die 33 km nach CrocBridge waren sehr feiertäglich! Um 9.00 Uhr erreichten wir das Camp, holten uns dort einen Cappuccino und machten ein schönes Osterpicnic.
Die Affen hatte ich zwar auf dem Weg zur Toilette gesehen, beachtete sie aber weiter nicht. Erst als am Nebentisch das Geschrei losging, sah ich, dass sie dort erfolgreich die Äpfel vom Tisch geklaut hatten - wir waren gewarnt und mussten (diesmal) nichts abgeben...
Bei unserer Rückfahrt sahen wir für ca. 20 Sekunden eine Löwin, die über die Straße lief, anschließend Wilddogs, die direkt am Straßenrand lagen.

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Und irgendwann sahen wir auch eine große Giraffenherde

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und später entdeckten wir auf einem Loop eine Zebraherde - ein schönes Ostergeschenk.

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Gegen Mittag waren wir zurück im Camp, ich ging auf Schmetterlings-Pirsch.

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Anschließend machten wir im gut klimatisierten Zelt Mittagsruhe - bis jemand oder etwas gegen die großen Scheiben warf. Ich sprang also auf, glaubte, Kinder spielen Ball gegen die Fenstertüren - und riss die Schiebetür auf. Ich sah nichts - bis ich direkt neben mir ein stattliches Baboon-Männchen auf der Terrasse sitzen sah. Ich weiß nicht, wer sich mehr erschrocken hatte, aber mein Aufschrei ließ ihn die Flucht antreten. Später sah ich die Handabdrücke auf der Scheibe - wie gut, dass ich die gut verriegelt hatte.
Teil 605. Juni 2017
Der Rest des Tages ist dann leider schnell erzählt:

Am späten Nachmittag haben wir dem schönen Deck von Lower Sabie einen Besuch abgestattet, vor dem Fluss standen Büffel und einige Elefanten badeten, ein schönes Bild. (und zu Hause goss es aus Eimern!)

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Wir haben ein leckeres Cocos-Frucht-Eis genossen,

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anschließend ging es nach der Sichtungstafel auf Pirsch, irgendwie war es schließlich schon etwas spät. Zunächst auf die H10, dann abgebogen auf die S29. Irgendwann bemerkte ich, dass wir an dieser Pad schon einmal unsere tollste Löwensichtung hatten - und schon kam uns ein Auto entgegen, aus dem uns der Fahrer informierte, dass es gerade einen Löwen-Büffel-Fight gegeben hätte, "but they are gone!" …. Grrrrr! Wieee ärgerlich!
Wir fuhren dann bis zum Ort des Geschehens, es standen noch einige Autos - und auch wir warteten, jedoch vergebens. Der Löwe wurde nicht mehr gesehen, wir mussten uns beeilen, pünktlich ins Camp zu kommen.
Beim Abendessen kompensierten wir unseren Ärger mit gegrilltem Kudu-Fillet, Brorewors und grünem Spargel-Salat.

Ostermontag- um kurz vor 6.00 Uhr klingelte der Wecker, wir machten noch einen kurzen Gamedrive - hofften, den Löwen doch noch zu sehen. Die Aussicht auf die hübsche Flusslandschaft, die schön gelegene Lodge und das markante rote Vögelchen ???? ließen schnell die Müdigkeit vergessen. Es war noch frisch, die Vögel hatten sich alle aufgeplustert.
Ein Krokodil kämpfte mit dem Frühstück - was es war, konnten wir leider nicht erkennen.


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(Erbitte Hilfe: was ist das für ein Vögelchen?)

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Den Löwen oder andere Katzen sahen wir nicht, aber eine Hyäne lief uns ganz kurz direkt vor das Auto.

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Um 8.00 wir frühstückten gemütlich in der Sonne,

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um 9.30 Uhr hatten wir beim Checkout 21 Grad, bis Skukuza hatten wir, bis auf die treuen Impalas, keinerlei Sichtungen - aber dort bereits 28 Grad. In Skukuza hielten wir kurz an, gingen in den sehr gut sortierten Shop und sahen uns kurz das quirlige Camp, in dem wir unseren ersten Krügerpark-Aufenthalt hatten.

Um 13.00 Uhr erreichten wir die Post Safari Lodge, die direkt im Krüger liegt, von der H1-2 ab Abzweig ca.6km eine schlimme, ausgewaschene Pad, für die wir ca. 20 Minuten benötigten. Wir waren froh, dass wir den SUV hatten.
Teil 706. Juni 2017
Willkommen in der Lodge:

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Der Empfang und die schöne Lodge, am Trockenflussbett „Sand River“ gelegen, entschädigten für das Gerüttel der Anfahrt. Die Lodge besteht aus 10 Chalets, die mit Holzstegen miteinander verbunden sind, jedoch recht weit auseinander liegen.

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Nach dem Erfrischungsdrink brachte man uns in Chalet #1, ganz am Ende der Anlage gelegen, schön privat.

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Tagsüber durfte man hier allein gehen, nach Einbruch der Dunkelheit wurde man begleitet.
Wir genossen die Ruhe der schönen Terrasse, beobachteten einen sehr aufgeregten Impala-Bock, einige Vögel und die herrliche Außendusche. Was ist das Leben doch schöööööön….. 🙂

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Erbitte Hilfe: Wie heißt der Vogel?

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Der Gelbschnabeltoko sollte die nächsten beiden Tage noch eine große Rolle spielen...

Um 15.30 Uhr gingen wir zum Maindeck

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- hier begrüßte uns unser Guide Charl, ein junger Lehrer (Bio/Erdkunde/Astronomie) aus Kapstadt.
Es gab Fingerfood-Leckereien (warum habe ich kein Foto gemacht???), Obst und Käseplatten.
Dann lernten wir unsere Mitfahrer kennen - ein sehr sympathisches Flitter-Pärchen aus Irland und drei befreundete Amerikaner.
So hatte jeder eine Reihe für sich - und der Gamedrive begann um 16.00 Uhr.
Teil 808. Juni 2017
Ich hoffe, es hat beim Warten keiner einen Sonnenbrand bekommen.... 😎
Es geht also los:
Wir saßen also im Auto und Charl fragte zunächst nach unseren Erfahrungen im südlichen Afrika; wer schon zuvor auf Safaris war, wer was sehen möchte ... die Amerikaner waren Birder - und sagten sofort, dass sie NUR Interesse an Vögeln hätten.... upps, das konnte ja lustig werden. Uns "fehlte" noch der Leo für unsere Big5, überhaupt gern Katzen...
Charl begann dann erstmal, einen Termitenhügel genau zu erklären - wir hatten ja mindestens 3 Stunden Zeit für den Gamedrive.... 😉 Da quakte der 1.Amerikaner lauthals dazwischen: er hatte einen Gelbschnabeltoko entdeckt....

Die Lodge hat ihre eigene Konzession, in der es jedoch sehr „quiet“ war, so fuhren wir auf den Straßen des KNP- allerdings auch später auf den abgeriegelten.
Zunächst sahen wir Giraffen - auch wenn man anfangs genauer hinsehen musste.

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Die Affen hatten gerade "Hygiene" auf dem Kinderstundenplan stehen

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Da knatterte das Funkgerät und Charl erhielt eine Meldung .... zuvor mussten wir aber die komplett zerstörte Straße umfahren; der Fluss hatte ganze Arbeit geleistet.

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An einem Loop sahen wir dann den Grund der Meldung des Funkgeräts: 12 Cubs! Ein herziges Dutzend.

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Sie warteten auf Mütter und Tanten, hatten auch keine Lust - oder ein Verbot - sich zu bewegen, vielleicht mal ein bißchen zusammenzurücken - für ein Familienfoto.


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Die Birder machten übrigens kein einziges Foto! 🤩

Den Sundowner genossen wir an einem Hippo-Pool, mit hereinbrechender Dunkelheit machte sich das mächtige Hippo gerade auf zum Dinner.

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Beim Herumspielen mit Licht und Dunkelheit verstellte ich meine Kamera - das obligatorische Chamäleon im Baum verpasste ich, weil ich in der nun völligen Dunkelheit an meiner Kamera nichts erkannte. Die Taschenlampe hatten wir nicht mit und auch kein Handy! 🙄

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Ich drehte an allen Knöpfen, als uns plötzlich, kurz vor der Lodge zwei Stachelschweine vor das Auto liefen - und ich knipste einfach nur, in der Hoffnung, irgendwas ließe sich mit Photoshop schon herausholen….

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Ich hatte allerdings zufällig den „Nachtmodus“ auf meiner Kamera erwischt - ich wusste bis dahin gar nicht, dass es sowas gab… Ich war jedenfalls zufrieden! 🙂 20.000 Iso machte es möglich!
Charl erklärte uns schließlich noch den südlichen Sternenhimmel, ganz der Lehrer machte er es wirklich toll!

Um 19.30 Uhr waren wir wieder in der Lodge, enterten die Bar, der GinTonic und Amarula auf Eis schmeckten und das anschließende 3-Gang-Dinner ebenso. Es wurde an langer Tafel gegessen, zusammen mit den beide Guides der zwei Autos.
Nach dem Abendessen wurden wir von unserem Guide zu unserem Chalet gebracht, wo wir noch bei Kerzenschein und Räucherspirale auf der Terrasse saßen.
In der Nacht zeigte ein mächtiges Löwengebrüll an, dass er in der Nähe wohnte....
Teil 909. Juni 2017
So, neuer Tag - es geht weiter! 🙂

Um 5.20 klingelte unser Handy- meine Güte, im Urlaub! 😄 - um 5.30 Uhr kam der Guide-Weckruf (hier per Telefon, wie unromantisch...) , dann ging es zum Früh-Frühstück, Tee, Kaffee, Gebäck - um 6.00 Uhr war Abfahrt.
Zunächst sahen wir die Baboons bei der Morgentoilette - wobei einer es sehr wörtlich nahm. Die Frauen im Auto schrieen dann entsetzt auf, als der Kleine zur "Untersuchung" ansetzte...

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Dann fuhren wir an den Platz mit den Löwencubs - sie waren wohl dem Ruf der Mütter gefolgt.
Charl suchte den sehr aktiven Nachtlöwen - und entdeckte ihn! Der war leider leider noch sehr müde von seiner bewegten Nacht und lag sehr verdeckt im mannshohen Gras. Er hatte noch keine Lust auf Touristen….

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Mitten auf der Straße mussten wir dann dieser Schnecke Vorfahrt gewähren (sie war ca. 10 cm groß) - ich fand sie sehr eindrucksvoll, habe aber leider ihren Namen vergessen.

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Ein einsamer Mungo turnte auf einem Felsen,

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und dann entdeckte ich in weiterer Entfernung eine Elefantenherde. Immer wieder erstaunlich, wie schnell Elefanten doch sind. Während wir auf die Elefanten warteten, sahen wir den 200. Gelbschnabeltoko, immer wieder wurde er auf's Neue bestaunt. Dabei wünschten sich unser Birder an Bord unbedingt einen Sekretär!

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Nach der kleinen Elefantenherde entdeckte ich Giraffen

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und am "Hippo-Pool" einen Nimmersatt Sattelstorch! Danke, Walter.

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Kein Ersatz für einen Kori Bustard oder Sekretär, aber die Amerikaner freuten sich.
Dann machte ich sie noch auf eine hübsche Gabelracke aufmerksam und Charl sah einen Hammerkopf

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Anschließend fuhren wir einen großen Loop, es kam mir endlos vor… Die Anti-Poaching-Einheit war auch schon auf dem Weg

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Nachdem wir alle gut durchgeschüttelt waren, fragte ich vorsichtig an, wonach wir vielleicht Ausschau halten sollten - ich hatte ja nämlich schon die Elefantenherde, die Giraffen.... entdeckt. 🙂
Rhino-Familiy war die Antwort von vorn - Charl war etwas genervt von den Amerikanern, die bei jedem vorbeifliegenden Gelbschnabeltoko um "Stop" baten!
Und endlich entdeckte ich, im tiefen Gebüsch, einen grauen Rücken - und rief kurz, leise: „Stop“.
Der Ami-Birder brüllte anschließend im Wortschwall, dass ich etwas entdeckt hätte und Charl rückwärts fahren müsse! Da war dann auch das Rhinobaby verschwunden….. grrrrrrrrr

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Wir warteten dann eine Weile, bis sich die scheue Familie wieder ans Licht wagte - ich ärgerte mich maßlos über den Menschen. Interesse an der Rhino-Familie hatte keiner der Amerikaner - nur an den Madenhackern und am 205. Yellow Hornbill ….. Wir waren lange unterwegs, die Route beschreibe ich nicht- wegen der Rhinos.
Auf dem Rückweg sahen wir noch einen Steenbok und ein paar Waterbucks.

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Auf die Gabelracke machte ich die Birder dann nicht aufmerksam - auch ich war genervt von ihnen. Das sollte aber noch steigerungsfähig sein....
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Um 10.00 Uhr kehrten wir zurück zum Frühstück, das schon sehr liebevoll von zahlreichen Damen der Lodge vorbereitet war. Die lange Tafel war wieder drinnen gedeckt, die Verandascheiben waren aber alle aufgezogen. Schnell deckte ich uns einen Tisch draußen ein - das schöne Wetter musste genossen werden, zu Hause goss es noch immer!

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Warum habe ich den kahlen Tisch - und nicht den schön gedeckten fotografiert? Warum nicht das schön angerichtete Frühstücksbuffet? Hm - das schreit nach Wiederholung! 😗
Teil 1010. Juni 2017
Nach dem späten Frühstück, eigentlich war es schon ein Brunch, ging es zur Erholung und Augenpflege ins Chalet. Auf der Terrasse hielt ich Ausschau nach dem Löwen, sah aber nur einen ständig mit sich selbst kämpfenden Impala-Bock. Dann beobachtete ich die Meerkatzen bei ihrem Trinklehrgang - zuerst holte sich Mama eine Erfrischung, dann wurde das nicht mehr ganz kleine Junge zur Dusche gebracht und eingewiesen.

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Irgendwann fiel mir ein, dass es hier doch einen Pool gab und das in der Nähe des Office das Wlan funktionieren sollte - allerdings sehr laaaangsam.

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Um 15.30 Uhr gab es wieder High-Tea, um 16.00 Uhr Abfahrt zum Gamedrive. Zunächst fuhren wir durch das schöne, aber ruhige Konzessionsgebiet, Charl hoffte, Hyänen zu sehen. In Ermangelung eines Sekretärs hielten wir aber für diverse Gelbschnabeltokos... 😉 dann sahen wir wieder einige Giraffen, leider sah eine recht "geflickt" aus.

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Affen, Impalas erwähne ich gar nicht mehr und dann ein leider weit entfernter Löwe im Trockenflussbett - er musste direkt vor unserer Lodge liegen!

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mit Phantasie sieht man ihn langgestreckt vor den Steinen hinten liegen

Anschließend sahen wir diesen schönen Vogel (Crested Barbet, danke M@rie), ich freute mich mit unseren Birdern
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Den Sundowner nahmen wir direkt am Riverbed des Sabie, dazu fuhren wir die gesperrte Straße - die am Ende den Wassermassen zum Opfer gefallen war.
Dabei begegneten wir kurz einem Nyala, wie schön.

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Während des Sundowner knackte es ständig im dichten Busch hinter uns, mich verließ der Mut und fix saß ich sicher im Auto. Und wenig später, gerade als meine Mitfahrer auch an Bord waren, kam er aus dem Dickicht!
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Episode am Rande: bei der Abfahrt vom Sundowner fragte Charl, ob jemand eine Insektenbrille haben wolle - nein, es benötigte keiner die Brille - alle Mitfahrer waren Brillenträger. Nach ca. 10 minütiger Fahrt rief einer meiner amerikanischen Freunde: Stop! Nun wollte er doch eine Brille haben..., zum dreimaligen Platzwechsel während der Fahrten will ich ja gar nichts sagen - dafür müsste Charl ja nicht in der Dunkelheit das sichere Auto verlassen! 🙄

Zurück auf der Teerstraße trafen wir dann auf den zweiten Guide der Lodge, der den Male-Löwen verfolgt hatte - und nun erlebten wir ein einzigartiges Schauspiel: Lion on the Road
der Löwe ging unbeirrt neben uns seinen Weg, er lief auf der Teerstraße neben dem Auto her - wenn man den Arm ausgestreckt hätte, hätte man ihn streicheln können…. Dabei roarte er ständig recht furchteinflößend! Leider habe ich in der Aufregung gar nicht daran gedacht, das Tele mit Weitwinkel zu tauschen - teilweise war der Schöne zu dicht zum fotografieren. Aus dem anderen Fahrzeug arbeitet man unentwegt mit Blitz…. grrrrr, das arme Tier!
Die „Guided-Lion-Tour“ dauerte gute 30 Minuten, dann entließen wir ihn in die Nacht! Er begleite uns die ganze Nacht über mit seinem Brüllen!

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Nach der Rückkehr in die Lodge blieben wir am Firepit mit Amarula und GT bis zum Dinner sitzen, das Essen war wieder sehr gut und glücklich wurden wir später zu unserem Chalet gebracht. Schade, es war hier schon unser letzter Abend.
Teil 1111. Juni 2017
Good Morning - the same procedure as every day: um 6.00 Uhr hatten wir aber schon 22 Grad. D^er Gamedrive fand nur zu Fünft statt (leider verzichteten die Amerikaner nicht - es wäre heute schön gewesen!)
Wir hatten unseren letzten Gamedrive hier; und uns fehlte noch ein Leopard zu Komplettierung unserer Big5.
Wieder sahen wir Giraffen auf dem Weg zur Mainroad, eine große Baboon-Horde hatte die Straße in Besitz genommen.

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Charl fuhr zunächst ins Konzessionsgebiet, er hoffte auf die Hyänen - und freute sich sehr, als er sie uns zeigen konnte. Mama Hyäne freute sich auch sichtbar!

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Die Amerikaner interessierten sich allerdings wenig bis gar nicht für die Hyänen, erst als einige Vögel ins Sichtfeld kamen, wurden sie lebendig.

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Auf der Brücke war leichter Stau, ein Fish Eagle beobachtete ein großes Croc beim Frühstück - leider konnte man nicht erkennen, wer hierfür sein Leben gelassen hatte.

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Hier bekamen wir von einem anderen Guide eine Info über eine Sichtung - die Stimmen wurden gesenkt, ich hörte „Toppy“ - und vermutete daraus „Leopard!“ Oh bitte , ich fragte aber vorsichtshalber nicht nach - man belauscht ja anderer Leute Gespräche nicht…. 🙂 Nun konnte Charl gern Gas geben.... 😗

Dann sahen wir diesen Woodland Kingfisher (danke, Konni)- der wirklich einen Stop wert war!

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Und schon sichtete der laute Amerikaner einen nächsten Vogel: Stop! Der 295. Yellow Hornbill! So ging es weiter - wir stoppten für diverse Eagle im Baum, an einem Kudu, an Zebras … meine Sichtung eines wunderschönen Lilac Breasted Roller behielt ich für mich - ich war genervt, weil ich Angst hatte, dass der Leo vielleicht schon das Weite gesucht hatte!

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Schließlich kamen uns auf dem Loop zahlreiche Autos entgegen, ich ahnte Böses…. Endlich kamen wir an den Koppjes an - unser Guide stellte sich brav an - und machte keine Anstalten, eine gute Sichtposition zu erlangen. Wir standen - und warteten….. Ein Südafrikaner mit seinen Kindern auf dem Schoß, stand so im Weg, dass keiner sich bewegen konnte. Ein Jüngling aus dem Auto setzte sich ins geöffnete Fenster, machte Anstalten, auf das Dach zu klettern. Da platzte einem Guide der Kragen und er forderte ihn auf, den Platz zu verlassen. Es gab einen Disput, der Guide zeigte seinen Ausweis - der Jüngling kletterte ins Innere. Der Vater blieb stehen - dort stand er wohl schon weit über eine Stunde und hatte den Leopard wohl sehen können - wir jedenfalls nicht! Der Leopard blieb ein Phantom! Ich schäumte innerlich! 😈
Ich weiß, die Birder können nichts für unsere „Fehlsichtung“ - aber einen Schuldigen muss man ja schließlich haben, um richtig wütend sein zu können…..
Schließlich fuhr der ca. 6 jährige Sohn des Südafrikaners, auf Papas Schoß, das Auto langsam weg… Welch krönender Abschluss!

Auch wir fuhren weiter, aber wir hatten ja immerhin zum x.ten Male Eagle und Yellow Hornbill fotografiert! Ich entdeckte dann, zur Entschädigung, zwei Nashörner

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und etwas später lag ein Rudel Wilddogs am Straßenrand. Charl war überglücklich -und konnte gar nicht verstehen, dass mir der verpasste Leo mehr am Herzen lag, dass ich mich nicht überbordend über die Wilddogs freuen konnte, es gäbe davon im Krüger weitaus weniger als Leoparden.

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Die kleine Gruppe Nashörner war dann zu weit entfernt.

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Zum Schluss fuhren wir noch an das Wasserloch am Transport Dam (zwischen Skukuza und Pretoriuskop), an dem sich der legendäre Battle Löwen vs. Büffel ereignet hatte - auch hier herrschte Ruhe, bis auf ein paar Zebras und Wasserböcke und einen kleinen süßen Frosch, die sich das Ufer teilten.

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Hiermit endete unser Gamedrive, wir hatten bisher noch keinen Leopard gesichtet, die Birder keinen Sekretär - wir erfuhren aber noch Folgendes:
Das Blickfeld eines Besuchers des Krüger NP - jeweils ca. 200 m links und rechts der Straßen (Pad /Teer) ergibt 7% der Gesamtfläche des Krüger Nationalparks.

In der Lodge angekommen, war der Frühstückstisch wieder liebevoll in der Dining Area gedeckt, Charl deckte uns schnell unseren Tisch im Freien und wir genossen unser letztes Frühstück in der schönen Rhino Post Lodge. Unser Gepäck hatten wir schon vor dem Gamedrive gepackt, die Betten im Chalet waren schon frisch bezogen. So machte wir uns kurz frisch und verabschiedeten uns dann von unserem wirklich tollen Guide Charl, der es nicht leicht hatte mit unserer Besatzung und deren sehr unterschiedlichen Interessen! Wir sollten einige Tage später noch an Charl denken ...
Teil 1212. Juni 2017
... und weiter geht es :

Unser nächstes Ziel war das Talamati Bushveld Camp - und eigentlich hatte ich mir den Weg über die Pad S36 ausgewählt. Charl und ein Gast aus Südafrika rieten uns jedoch davon ab - und zur Hauptroute H1-2. So hielten wir am Tshokwane Picnic Spot, kauften dort im Kaffeeshop Brot ein und fuhren weiter bis zum Kumana Waterhole, dort gab es leider fast nichts zu sehen. Ein einsames Krokodil döste vor sich hin.
Kurz danach bogen wir auf die S125 ab - eine wunderschöne Strecke! Dicht palmenbestanden, im Flussbett stand ein Elefant,

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ich hoffte sehr, dass wir ihm oder seinen Artgenossen nicht auf diesem schmalen Hohlweg begegneten - das wäre sehr eng geworden! Ansonsten hatten wir keine Sichtungen - bis ich „Stop, Giraffen“ rief. Mein Mann fragte: „Wo?“ 🙂

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Die Pad mündete in die S36, hier waren das Hamilton’s Tented Camp und die Hoyo-Hoyo Lodge ausgewiesen. Das beruhigte mich, denn bislang waren wir sehr einsam auf der Strecke, Handyempfang war auch nicht. Die Pad war frisch gegradet, ging dann in die S145 über und schließlich kamen wir um 15.20 Uhr, nach 92 km, im Talamati Bush Camp an.

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Der überaus freundliche Ranger an der Rezeption begrüßte uns sehr freundlich, es muss ziemlich langweilig sein, dort den ganzen Tag zu sitzen. Er wies uns noch nachdrücklich auf die Monkeys hin...
Das Camp hat nur 15 Chalets, Tagesbesucher sind nicht zugelassen - es gibt dort allerdings auch nichts besuchenswertes - wenn man vom Bird-Hide absieht!
Wir erhielten dann für die Nacht Chalet #4, ich hatte hier nämlich nur für je 1 Nacht eine Unterkunft bekommen: 1.Nacht Zweibett-Chalet, 2. Nacht Familien-Chalet mit zwei Schlafzimmern.
Leider hatte Hobis Notifier keinen Erfolg gebracht und auch an der freundliche Ranger konnte uns keinen Tausch anbieten. Aber wir sollten am nächsten Tag Chalet #5 bekommen.
So fuhren wir zum Chalet, das uns gut gefiel. Es war sehr geräumig, sehr sauber.

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Wie schade, dass die SanPark-Unterkünfte alle so funktional eingerichtet sind. Aber da auch hier alle Gegenstände, egal ob Mikrowelle, Kühlschrank oder Herd mit Inventar-Nummern beklebt und in jeder Unterkunft Inventar-Zettel hängen, wären wohl Dekogegenstände schnell verschwunden….
Wir holten zunächst die Lebensmittel aus dem Auto, der Kofferraum blieb offen, weil noch eine Tasche ausgeladen werden sollte - bei meiner Rückkehr nach weniger als einer Minute sah ich dann die Handabdrücke, längst durch das ganze Auto, die ich schon auf der Scheibe im Lower Sabi gesehen hatte ….. AFFEN! Voll Schreck durchsuchte ich das Auto: Handy, Stecker, Rucksack waren noch da - sogar die Bananenschale. Da hatten wir ja noch mal Glück!!! Wie dumm von uns! 🙄
Anschließend kochten wir unseren Tee und beim Setzen in die bequemen Terrassenmöbel bemerkte ich, dass wir beobachtet wurden. So sammelte ich schon mal vorsorglich Kiesel …. und wir mussten sie auch benutzen!
Es fiel uns schwer, auf die Affen zu werfen, aber durch bloße Rufe oder Händeklatschen ließen sie sich nicht abhalten.
Wir machten eine Runde durch das Camp - gingen auf den Bird-Hide. Hier konnten wir eine Waterbuck-Herde am Wasserloch beobachten, ansonsten war Stille, dann wollten wir an der Rezeption einen Beutel Eis kaufen.
"Did you see the leopard?" 🤩 - fragte grinsend der Ranger, und erzählte uns von der Sichtung einer gerade zurück gekehrten Besucherin.
Das Eis wurde schnell ins Haus gebracht, dann ging es auf Leopardensuche. Er sollte ziemlich nah am Camp gewesen sein;
d.h. wir müssen eigentlich an ihm vorbei gefahren sein... 😵
Wir fuhren in grobe Richtung Orpen, es kam uns ein Auto entgegen, die Fahrerin beschrieb uns, dass der Leo in ca. 1 Kilometer Entfernung liege. So fuhren wir ganz langsam ….1km, 2km - nichts! Dann bemerkten dann ein Auto hinter uns. Nach guten 2 km km uns ein weiteres Auto entgegen, der den Leoparden in ca. 3 km gesehen hatte… Also im Schritttempo weiter - bis wir den Schönen dann endlich liegen sahen. Da das andere Fahrzeug nur kurz anhielt, hatten wir den Leoparden für lange Zeit allein. Ich war überglücklich!

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Leider dämmerte es bereits, es war kein Fotolicht mehr und die Gatezeit rückte heran - so fuhren wir schließlich los. Wie schön! Und die Big5 hatten wir auch zusammen. 😉

Um 17.55 Uhr erreichten wir das Gate - zum Abendessen kochte ich Pasta mit Tomatensoße und Salat, die Monkeys fanden bei den grillenden Nachbarn spannender…
Teil 1314. Juni 2017
Donnerstag
Heute mussten wir unser Chalet schon wieder verlassen - und wechseln. So machten wir uns um 6.15 Uhr auf zum Gamedrive, wir wollten sehen, ob der Leopard an der Stelle übernachtet hatte. Natürlich nicht, es war recht feucht dort - aber so fuhren wir weiter Richtung Orpen-Gate, wir mussten tanken und wollten abends grillen. Um 8.00 Uhr waren wir in Orpen- und hatten unterwegs nur ein paar Zebras und eine Gnu-Herde gesehen. Die war allerdings recht eindrucksvoll - die Tiere gingen sehr geordnet, inline sozusagen, über die Pad .... das dauerte 🙂

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Im Shop bekamen wir Rumpsteak, Avocado und Tomaten, das Angebot war aber längst nicht so gut und vielfältig wie in Lower Sabi (oder Skukuza).
Zum Tanken mussten wir kurz aus dem Park heraus - der Ranger behielt uns im Auge - und wieder hinein.
Auf der Tar-Road in Richtung Satara (H7) hatten wir dann einen Road-Block: ein einsamer Elefantenbulle kam uns entgegen, schlug sich dann aber vor uns in die Büsche.

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Wir mussten eh abbiegen - S36 - um nach Talamati zu kommen. Ohne weitere Sichtungen erreichten wir um 9.55 Uhr das Camp - um 10.00 Uhr mussten wir eigentlich den Schlüssel abgeben haben. So fragten wir im Office nach dem Prozedere des Wechsels - alles kein Problem. Wir sollten in Ruhe frühstücken, denn die Putzkolonne war noch in Chalet 5 - unserem neuen Heim. 🙂 Wenn sie dort fertig wären, könnten wir gleich unsere Sachen herüber tragen. Das dauerte… denn "Putzkolonne" war nicht richtig: zuerst kam Big-Mama und räumte den Kühlschrank aus: „I’m not a cleaner“, dann kommt jemand für den Bettenbezug, dann kam ein junger Mann zum Abwasch (und da standen Berge!!! 🙁 ) und zum Putzen und Wischen, später kam jemand zum Handtuchwechsel…. So kann man viele Leute beschäftigen! 🙂

Um 11.00 Uhr konnten wir dann umziehen, ins Chalet # 5, "Lion".

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Das neue „Guesthouse“ hatte zwei Schlafzimmer und zwei vollausgestattete Bäder, der Küche war noch größer, alles war sehr sauber. Auch hier schöne Korbmöbel (die wir gern teilten...) auf der Terrasse, auf der wir schön dösen konnten beim Lesen, Schreiben und Fotosicherung.

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Später war unsere Teatime. Um 15.00 Uhr fuhren wir nochmals die S36, auf der Sichtungstafel gab es neue Sichtungen am großen Loop Richtung Satara - aber wir bemerkten schnell, dass unsere Zeit hierfür nicht reichen würde. So fuhren wir zum Simangwaneni Dam - auf dem Weg dorthin sahen wir viele Baboons und Vögel, ansonsten war es aber absolut ruhig!

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(ist das ein Drongo?) Kein Drongo: Elsterwürger (Magpie Shrike)Danke Friederike & Konni!

Wir sahen nochmals an der (verwaisten) Leopardenstelle vorbei - und erfreuten uns schließlich am schönen Sonnenuntergang.

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Zum Abendessen gab es dann „Resteessen“ - gegrilltes Rumpsteak und Brorewors, Pasta-Salat mit Tomaten-Avocado, Süßkartoffel und Gurkensalat. Die Monkeys waren nicht zu sehen!

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Teil 1415. Juni 2017
Freitag -
Nach einem entspannten Vortag stand heute wieder ein Umzugstag an, wir verließen den staatlichen KNP - und nähern uns der Bettgeschichte...
Um 7.00 Uhr standen wir auf, ich bereitet aus unseren Obstresten eine große Schale Obstsalat.

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Nachdem ich alle „Hardware“ aufgedeckt - und die Gegend nach potentiellen Räubern abgesucht hatte - stellte ich nur kurz den Obstsalat auf den Tisch - und schwups, schon saß ein Monkey auf dem Tisch und griff beherzt mit beiden Händen zu…. Ich lachte laut los, es sah süß aus…mein Mann fand es weniger lustig!
Der Übeltäter tat ganz unschuldig….

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Hier noch kurz ein Hinweis zum Thema „Kaffeekochen“ - es gab in beiden SanPark Camps KEINE Kaffeemaschine.
Die Küche war beide Male hervorragend ausgestattet, vorhanden war auch ein Teekessel und das „Metall-Service: Zuckerdose, Milchkännchen, Butterdose, Tee-und Kaffeekanne. - aber kein Filter dazu. Also musste improvisiert werden- Kaffeefilter hatte ich mit (den Filter zu Testzwecken zu Hause gelassen! 😗) den mit den Händen zu halten, war fast unmöglich - es wurde heeeeiiiiißßßß. Also jeweils mit Grillzange die Filtertüte gehalten… es hat sogar halbwegs geklappt.

Um 9.00 Uhr (21 Grad) hatten wir dann alles abgewaschen, weggeräumt und eingepackt, brachten den Schlüssel ins Office und fuhren über die S36 wieder in Richtung Orpen. Hier trafen wir auf einen Single-Elefanten-Bullen

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und eine graue Schlange, die einfach zu schnell für uns war. Am Look-Out auf den Timbavati an der H7 sahen wir erst diesen schönen Gelbschnabeltoko - wir hatten zwischenzeitlich Frieden mit dem Vogel geschlossen - und dann dieses Reptil. (Giant Plated Lizard???)

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Etwas weiter hielt ein Safari-Fahrzeug, wir konnten nichts entdecken! Nachdem wir die Fahrerin gefragt hatten, was sie denn sehen würde, entdeckten wir auch die Giraffe in der Ferne. Sie kam langsam näher, daher beobachteten wir sie weiter. Das Safari-Auto fuhr ab - und 10 sec. später kam erst eine, dann zwei …. eine ganze Herde Giraffen aus dem Gebüsch! Den Roadblock hatten wir ca. 20 Minuten ganz für uns allein.

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Dabei fiel mir wieder auf, welche Sekunden-Entscheidung Sichtungsglück ausmacht.
Die Insassen des Safari-Autos hatten dieses Schauspiel leider verpasst!

Über das Orpen Gate fuhren wir um 11.30 Uhr (26 Grad) aus dem Krüger, die R531 wurde gerade neu geteert, so dass der Verkehr immer wechselseitig geführt wurde, man kam trotzdem schnell voran. Dann nahmen wir die R40 in Richtung Hoedspruit, kurz vor Hoedspruit ging es durch das gut gesicherte Tor in Richtung Eastgate Airport / Air Force Base) auf die geteerte Argyle Road und um 12.20 Uhr waren wir am Timbavati Gate, da heute Enkhulu Gate heißt. Hier zahlten wir 140 Rand Entry-Fee - und fuhren weitere 6 km auf der guten Teer-Straße, zwischenzeitlich sahen wir eine sehr lange, grau-grünliche Schlange (warum sind die eigentlich immer sooo schnell?) und eine Panther?-Schildkröte und ein sportliches Warzenschwein.

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Am Hinweis " Africa on Foot / nThambo Tree Camp" bogen wir ab - immer am Zaun entlang - auf einer wahren Rüttel-Schlagloch-Piste!
Wir waren sehr froh, den SUV zu haben! Nach einer Stunde „African Massage“ erreichten wir das nThambo Tree Camp, ein offenes Bushveld Camp.

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Wir wurden freundlich von der Managerin begrüßt, bekamen unseren Begrüßungsdrink und als Guide wurde uns Isaac vorgestellt.
Die 5 Zelte stehen hier im Halbkreis um das Maindeck - auf Stelzen, jeweils mit Treppe und verschließbarem Türchen oben.
Wir erhielten Tent#3, ich empfand die Lage nicht ganz optimal, die Zelte # 1, 2, 5 liegen etwas ruhiger - wenn man hier, in völliger Abgeschiedenheit davon sprechen konnte. Also weiter vom Maindeck, Küche oder Generator-Haus entfernt! Man (bzw. ich) bin nun mal leider Perfektionist….

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...
Teil 1517. Juni 2017
Hello again... 🙂

wir sind also in Klaserie, in der nThambo Tree Lodge.
Um 14.00 Uhr gab es Lunch, es war an einer langen Tafel gedeckt, ein Buffet war aufgebaut. Isaack war dann Kellner und Guide in Personalunion. Wir stellten wir uns kurz vor - es wurde kurz verwundert genickt, dann herrschte Stille! Ich mochte gar nicht kauen - so eine Beerdigungsatmosphäre hatte ich noch nicht erlebt! So mochte ich nicht sitzen - und fragte fröhlich in die Runde, wer denn woher käme, was für Sichtungen sie hier erlebt hätten usw. Ganz langsam löste sich die Stimmung. Hier waren ein Paar aus Canada, Reunion, ein weiteres Paar aus Deutschland und Vater/ Tochter aus Australien.
Auf jeden Fall erfuhr ich, dass wir alle Zehn! in ein Auto gequetscht werden…. Hm, der Mittelplatz ist ja besonders beliebt… 🙂

Nach dem Lunch war Erholungszeit - bis 15.30 Uhr. Dann gab es Tee/ Kaffee und Kuchen. Um sollte der Gamedrive beginnen, Wasser gab es nicht.
Plötzlich tauchte ein kauziger, lauter, älterer Südafrikaner auf, schwang sich wortlos auf den Fahrersitz, Isaack war nun der Tracker. Leise fragte ich meine Mitfahrer, wer das denn sei.
Dieser Guide hatte wohl am Morgen eine Privatfahrt mit dem australischen Vater-Tochter-Paar gemacht, sie saß nun neben ihm -und die Privatfahrt sollte weitergehen.
Wir kletterten auf das Auto - natürlich saß ich in der Mitte…, weil im letzten Moment der Australier auftauchte, der absolut schweigsam neben mir saß. Er war völlig desinteressiert, sah nur nach unten.

Der Fahrer - J.D. - denn Guide konnte man ihn nicht nennen, bretterte durch’s Gebüsch, sagte nichts, fragte nichts. Keine Erklärungen, Ermahnungen, Fragen oä. Der junge Kanadier, der mit seiner Freundin auch gerade erst angekommen war, bog einen Akazienbusch zu Seite - ich erklärte ihm dann, dass er das lieber lassen sollte und zeigte ihm die „Zahnstocher“. Nachdem wir an Warzenschwein, Giraffen, Kudu-Bullen in schönstem Licht, etlichen Impalas, vorbei gerast waren, erfuhren wir, dass er einen Leoparden sucht.

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Unser Tracker machte sich dann zu Fuß auf, den Leo zu suchen - ich machte vorsichtshalber noch ein Foto von ihm, bevor er verschwand…

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Obwohl ich mich unglaublich über einen Leo gefreut hätte, SO sollten wir ihn nicht aufspüren.
Nach wildem Hin-und Her, über und durch viele Büsche, wurde die Suche dann aufgegeben - und im schönen Abendlicht standen wir inmitten einer Elefantenherde.

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Hier bewies D.J. dann Guidequalität, indem er erst auf uns beruhigend einsprach, wir müssten keine Angst, auch nicht vor Rüsseln, haben… dann mit den Elefanten sprach. Hm, die verstanden sein „elephantisch“ sogar - und gingen etwas auf Abstand.

Und dann entdeckte Isaack den Leoparden doch noch - recht weit entfernt und für uns in der hintersten Reihe nur suboptimal zu sehen. Ich bat dann nach einiger Wartezeit kurz darum, ein Stückchen weiter vor zu fahren, da wir hinten nichts erkennen konnten- da bellte mich der "Guide" an, ER würde bestimmen, wie er sich positioniert..... 😗

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Bei der Weiterfahrt sahen wir dann noch Zebras und Giraffen - leider fuhr unser Fahrer so schnell, nein, er raste - so dass die Tiere, die hier sehr scheu waren, wieder sofort Reißaus nahmen!

Ich hatte schon so viele Tiere - mit freierer Sicht - gesehen, dass es mir fast! 😉 egal war, jedoch fand ich es für die anderen Gäste, teilweise aus Übersee, doch sehr ärgerlich!
Um 17.30 Uhr hielten wir kurz für einen Sundowner (der auf die Rechnung gesetzt wurde) und um kurz nach 18.00 waren wir bereits zurück in der Lodge. Immerhin hatte ich mein Chamäleon-Foto! Dabei sprach ich Isaack direkt an, weil ich das Chamäleon im Busch nicht erkennen konnte - so holte er es kurz aus dem Busch.

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Aber wehmütige Erinnerungen an die Rhino Post Lodge, an unseren Guide Charl, kamen auf….
Teil 1618. Juni 2017
Wir gingen uns noch kurz frisch machen, dabei übersahen wir, daß im Bad noch eine kleine Lampe brannte! 😗
Am Feuer in der Lapa (die natürlich bestuhlt war) gab es gegrillte Maiskolben als Vorspeise, sehr schmackhaft. Dazu ein kühles Glas Weißwein, lekker. Zum weiteren Essen setzten wir uns dann an den Tisch - es gab gegrillte Schweinesteaks, dazu Salate und Brot vom Buffet. Isaac bediente uns wieder. Nachtisch gab es auch - welchen???

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Nach dem Essen tranken wir noch ein Glas Wein und wurden dann von Isaack zu unseren Chalets gebracht. Oh mein Gott!!! Die halbe afrikanische Insektenwelt flatterte in unserem Zelt, das Bad glich dem einem Insektenfriedhof, das ganze Waschbecken voller Hautflügler…. und eine Fledermaus flatterte wie wild durch das Zimmer! Wir waren froh, dass das Insektennetz schon geschlossen war. Die Zeltbahnen waren alle heruntergelassen und fest verschlossen. Ich besah mir unsere Dachkonstruktion und bemerkte, dass dort alles offen war - das Zelt hatte kein separates Dach, nur ganz oben war das reetgedeckte Spitzdach, die Gaube war völlig offen. Wir waren froh, dass sich keine Insekten unter das Moskitozelt geschummelt hatten, waren vom Tag erschöpft, schliefen schnell ein - bis mich ein Ausruf weckte: „was war das?“ Meine Taschenlampe lag griffbereit im Bett, erster Blick auf die Uhr - 23.30 Uhr - und im Schein der Taschenlampe sah ich DAS. Die Fledermaus hatte sich mit unter unser Moskitonetz geschmuggelt - und flatterte jetzt wie wild umher. Mir fiel die Frau ein, die in Hamburg im Tropeninstitut gestorben war, nachdem sie in Kenia von einer Fledermaus gestreift und nicht schnell genug gegen Tollwut behandelt worden war…. Wir versuchten, sie aus dem Netz zu bekommen, sie verkroch sich in eine Ecke. Ich orderte ein Handtuch, wollte sie damit fangen und hinaussetzten. Als mein Mann auf dem Weg zum Bad war, saß sie in der vorderen Ecke - er schubste sie an, damit sie aus dem Netz fliegen konnte - aber nein, sie sprang in die falsche Richtung, sprang mich an! Irgendwann hatten wir Ms. Bat aus den Augen verloren, ich war nur müde - legte mir das Handtuch über mein Gesicht - und wollte nur noch weg! Mir fiel ein, dass ich ja nicht einmal zum Auto laufen konnte, unten könnte ja der Leopard auf mich warten…. Tränen schossen mir in die Augen- und vor Erschöpfung schlief ich ein. Die Fledermaus ward nicht mehr gesehen….

Sonnabend,
Um 5.30 Uhr weckte uns Isaack, wir lockerten schnell die Stimmung beim morgendlichen Früh-Tee/ Kaffee…. Soviel Dämlichkeit musste belacht werden - und erstaunlicherweise sieht alles morgens, im Hellen, nicht mehr so schlimm aus! Wir entdeckten auch keine „Vampirbisse“ oder Kratzspuren.
Zum Gamedrive fuhren wir auf die Mainroad - hier kam uns gerade ein Rudel Wilddogs entgegen, acht Hunde im schönsten Morgenlicht! Es war sehr interessant, ihre Jagd zu beobachten.
Wilddogs gehörten bislang - auch wenn Viele das nicht verstehen werden - nicht zu meinen Favoriten. Aber ihre Art zu jagen, der Gemeinsinn, den sie dabei entwickeln - und den sie uns hier sehr eindrucksvoll vorführen, fand ich dann doch sehr interessant. Leider führte ihre Suche zu keinem Erfolg!

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Zurück in unserer Konzession sahen wir dann zwei Löwenweibchen, Schwestern, in völliger Ruhestellung liegen.

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Auf dem Rückweg, mit den „üblichen Sichtungen“, also Impala, Wasserböcke, fliehende Giraffen....(an denen wieder nicht gestoppt wurde) lag dann eine ca. 3m lange, graue Schlange auf dem Weg - Black Mamba! Wenn das eine Schwarze Mamba war, hatten wir auch eine kleine bei Talamati und die große auf der Mainroad zum Camp gesehen. Und wieder etwas gelernt: bei der Black Mamba ist nur die Mundhöhle schwarz, daher der Name.
Isaack brachte uns beim Frühstück noch ein Schlangen-Bestimmungsbuch, wie schade, dass wir kein Foto machen konnten, weil die Schlangen jeweils zu schnell waren!
Teil 1720. Juni 2017
Um 9.00 Uhr waren wir zurück in der Lodge, um 9.30 Uhr gab es Frühstück - und anschließend bot Isaack einen Guided Walk an, sein Gewehr hatte er dabei. Issack erklärte ruhig und ausführlich, u.a. die Besonderheiten der Hinterlassenschaften, die Dungbeetle hatten hier reichlich zu tun.

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Wir erfuhren vom Nutzen und den Gefahren von Bäumen und Sträuchern - diesen Baumnamen hatte ich mir leider nicht merken können - von ihm sollte man auf jeden Fall kein Braai-Holz verwenden!

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Die kleinen Mungos sahen erstaunt auf - die Giraffe ignorierte uns. Welch schöner Moment!

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Und obwohl ich keine Spinnen mag, fand ich diese schon sehr faszinierend.

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Langsam gingen wir zurück zur Lodge, es war unglaublich heiß geworden. Rund um die Lodge wuchsen Unmengen von Lillys - wenn sie blühen, muss es wunderschön aussehen.

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Nach der Rückkehr und einer herrlichen Dusche nutzte ich anschließend den „Solarfön“ am Pool (im Zelt gab es zwar Steckdosen für das Aufladen von Akkus- die Benutzung eines Föns war allerdings verboten) und freute mich über die Sonne und die herrliche Auszeit mit dem wundervollen Ausblick auf den Bush.
Bis auf die Giraffe hatten wir ja nur die Littles gesehen - das sollte sich abends ändern.... 😗

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Teil 1819. Juli 2017
Um 14.00 Uhr gab es wieder Lunch, dann Warten am Pool auf die kleine Teatime und den Gamedrive um 16.00 Uhr. Dieser Gamedrive sollte ganz im Zeichen der Rhino-Suche stehen.
Die junge Australierin hatte nämlich - wie alle Anderen auf dem Auto auch (außer uns) - noch kein Rhino gesehen und so kurvte unser Fahrer wie wild durch’s Gehölz, an anderen Schönheiten zB. Graulärmvögeln, Nektarvögeln (nur im Vorbeifahren erwischt) vorbei, an der Giraffe rief ich dann Stop (eine kleine Bosheit, ich gebe es zu!) - des Fahrers Ego wollte aber Rhinos finden! Grrrrrr.

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Der Sundowner musste ausfallen, da D.J. alles vergessen hatte … 😗 den Sonnenuntergang mussten wir beim Fahren genießen! 😠
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Nachdem die Suche vergeblich abgebrochen wurde, fuhr er dann nochmals zu den beiden Löwinnen, die nun nur auf der anderen Seite des Busches lagen, der Sonne abgewandt. Es war nun schon komplett dunkel, aber die Fotos wurden auch ohne Blitz…

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Auf der Rückfahrt ins Camp begegneten wir einem Auto der benachbarten Lodge , das hier einen Leoparden gesichtet - aber aus den Augen verloren hatte. „Ganz schön dicht am Camp“ - dachte ich noch.
Wir wurden dann wieder mit Tüchern und einem kleinen Drink empfangen. Mein Mann blieb gleich an der Bar, ich ließ mich vorsichtshalber von Isaac zum Chalet begleiten, wollte ich doch nachsehen, ob im Inneren auch wirklich alles dunkel war. Der Mensch ist ja lernfähig…
Plötzlich hörte ich draußen ein dumpfes „Grollen“, ein Knurren, es klang nach Raubtier. Ich holte schnell meine Taschenlampe und leuchtete die Gegend ab - da hörte ich auch schon ein scharfes „stay in your tent“ von D.J. Herzklopfen, ich war ganz allein hier oben, also hoffentlich… - ich sah dann, dass er sich ins Auto setzte und mit den Scheinwerfern die Umgebung absuchte - und sah dabei die Elefantenherde! 🙂 Wie schön!

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Issac holte mich ab, wir sollten uns alle ins Auto setzen - Isaac hatte nämlich nicht nur die Elefanten, sondern auch den Leoparden gesehen. 🤩 Was für eine Aufregung! Den Leo fanden wir leider nicht!
Wir holten nur die Australier an ihrem Chalet ab, das am weitesten vom Maindeck entfernt war und fuhren zurück zum Deck und wollten gerade mit dem Dinner beginnen. Plötzlich hieß es „be quiet“ - und wir hörten die Elefanten unmittelbar am Zelt des Restaurants, das gleich hinter dem Swimmingpool lag. Die Elefanten tranken aus dem Swimmingpool - wir hatten aber Verbot, die Zeltbahnen zu öffnen oder mit Blitz zu fotografieren. Wenn sich die grauen Riesen gestört fühlen, können sie eben schnell aggressiv werden. So machte ich nur ganz schnell ein „Beweis-Foto“.

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Nach dem Essen - es war einfach, aber schmackhaft und viel Reden am Tisch - von Beerdigungsstimmung war nichts mehr zu spüren 🙂 - wurden wir mit größter Vorsicht zum Chalet gebracht. Wir hatten nicht einen Flatterling in unserem Zelt - verbrachten aber noch eine ganze Weile auf dem kleinen Balkon, um den Elefanten am Wasserloch, auf dem Gelände, zuzuhören!
Mit ihrem leisen Schnaufen schliefen wir ein. Ein schöner Abschluss!
Teil 1920. Juli 2017
Sonntag, 23.04.17

The same procedure as every day… um 6.00 Uhr fuhren wir den Gamedrive, der heute sehr verkürzt werden musste, da die Australierin diesen unbedingt noch mitfahren wollte, obwohl sie eigentlich um 8.30 Uhr die Lodge verlassen musste, um ihren Flieger in Phalaborwa zu bekommen.
Wir rasten also los, der Himmel färbte sich erst langsam, die Giraffe mit dem hängenden Horn hätten wir fast übersehen

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nochmals hin zu den Löweninnen, die noch immer unter dem selben Busch lagen. Sie wurde wohl von uns geweckt, zeigten wieder keinerlei Interesse. Es war uns tatsächlich gelungen, nur dösende, ruhende Löwen zu sehen!

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Dann entdeckte Issac eine kleine Eule und schließlich sahen wir im Mopanewald einen Single-Bullen, der uns nicht soo gewogen war, daher wurde er großräumig umfahren.

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Um kurz vor 8.00 Uhr waren wir schon wieder in der Lodge - uns war es fast egal, wir fuhren ab - aber die Anderen mussten jetzt bis um 16.00 Uhr, bis zum nächsten Gamedrive auf der Lodge „abhängen“, dazu war es leicht bewölkt, also kein Poolwetter und ein Walk fiel wegen des Leoparden auch aus….
Wir frühstückten gegen 8.30 Uhr und erfuhren von der Managerin, dass die Elefanten die Wasserleitung geknackt hätten, packten dann unsere Sachen - und waren irgendwie nicht wirklich unglücklich über unsere Abreise!
Schade, die Lodge ist schön, das ganze Gelände allerdings sehr zugebuscht, so dass Beobachtungen nur mäßig gut waren. Und das Management nicht wirklich bemüht, von unserem „Guide“ ganz zu schweigen.

Gegen 9.30 Uhr fuhren wir ab, für die Fahrt bis zum Mainroad benötigten wir jetzt nur 30 Minuten.
An der Mainroad verabschiedete sich dann eine Herde Zebras von uns, eine wirklich nette Geste!

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Eine Giraffe wollte wohl nicht nachstehen und nickte uns über den Zaun, kurz vor dem Gate, nochmals zu. Ich liebe solche Verabschiedungen, auch wenn es mir dann noch mal schwerer fällt.
Teil 2020. Juli 2017
Nach dem Gate fuhren wir bis Hoedspruit und anschließend die R36 - die in ziemlich schlechtem Zustand war - durch sehr schöne Landschaft.
Überall waren gut bestellte Felder mit Orangenbäumen, Melonen, Avocados, Citrusplantagen. Leider war das Wetter nicht besser geworden, alles war grau-in-grau.
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Wir fuhren zu den Three Rondavels, die sich leider wieder in Wolken verhüllt hatten. Aber da es bei unserem letzten Besuch, vor über 10 Jahren, geregnet hatte, müssten wir also bei erneuter Wiederkehr Sonnenschein haben… 🙂

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Auch der Blyde River Canyon war nur hanseatisch grau - lediglich die hübschen „Löwenohren“ (Leonotis) zeigten Farbe .

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So richtig Lust verspürten wir beide nicht, länger zu verweilen, außerdem kam gerade ein Bus an - so fuhren wir nach kurzer Zeit weiter, unser (fast) letztes Ziel war die „Iketla“-Lodge bei Origstad. Auf dem Weg über das Private Nature Areal begrüßten uns zwei Kudus.
Hier checkten wir bereits um kurz vor 14.00 Uhr ein, bekamen das sehr hübsche, ganz am Ende gelegene, Honeymoon Chalet (#7)

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Nach unserer obligatorischen Tasse Tee machten wir uns gleich auf, um das Gebiet ein bißchen zu erkunden, hatten wir doch drei unterschiedlich lange, gut ausgeschilderte Wanderwege, gesehen.
Wir wählten vorsichtshalber den kürzesten (grün) , das Wetter sah sehr nach Regen aus.

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Auf dem schönen Walk sichteten wir nochmals drei Kudus (Beweisfoto 😉 ), zahlreiche Pflanzen waren benannt und erklärt.

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- Kudu Suchbild -

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Unser Rundgang endete nach ca. 45 Minuten an der Main-Lodge, wo wir uns erneut einen Tee zubereiten und diesen im hübschen Garten, am Pool, tranken.

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Anschließend war Ausruhen und Duschen angesagt, um um 19.00 Uhr zum Dinner zu gehen, bei gerade 15°C. Einige der Gäste hatten Daunenjacken an, es war empfindlich kalt im fast offenen Restaurant.
Ein lautstarker, deutschsprachiger „Guide“, wie mein Mann meinte, bestimmte die Unterhaltung an der Bar, stilecht von Kopf bis Fuß in Safari-Sachen gekleidet.
Das Drei-Gang-Dinner war gut, aber nicht bemerkenswert, die beiden jungen(deutschen) Kellnerinnen waren etwas überfordert.
Da erst bemerkten wir, dass der „Guide“ der deutsche Besitzer der Lodge war (eine kurze Begrüßung seiner Gäste hätten wir für angebracht gehalten….)
Vielleicht hätte man den vorhanden Kamin vorab anzünden können, das hätte die Atmosphäre erwärmt... 😉
Um 21.00 Uhr lagen wir in unseren gemütlichen Betten, die eingeschaltete Heizdecke brachte uns schnell in Morpheus Arme.
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