ein toller Reisebericht, bin schon gespannt, was da noch alles kommt.
schöne Grüße Peter
NB: schon vier Seiten....das ganze Forum wartet immer noch auf ein bestimmtes Motiv 😐
PKPapa Kenia541 Beiträge · seit 201227. Jan. 2017 ·
Hallo Annick, ich habe gar nicht so richtig mitbekommen, dass Du schon wieder mit einem Reisebericht zugange bist. Der Beginn klingt sehr verheißungsvoll. Ich freue mich auf Deinen Bericht!
Hallo Annick, auch ich bin sehr beruhigt, dass Du wieder zurück bist- hoffentlich ohne negative Spätfolgen. Wie waren 2010 mit Guide vier Wochen in Ä. unterwegs und ich hoffe, von Deinem Bericht an viel Schönes wieder erinnert zu werden. Bin sehr gespannt auf Deine Reiseroute. Sagst Du auch was über Deine Unterkünfte? In Vorfreude grüßt Marga
ANNICKThemenstarter8'057 Beiträge · seit 200829. Jan. 2017 ·
Hallo Fomis,
Langsam aber sicher kann es losgehen.
Aethiopien ist der zehngrösste Stadt in Afrika, er ist rund dreimal so gross wie Deutschland. Seine Grenzen sind 5328Km lang und trennen das Land auf einer Länge von 349Km von Dschibuti, auf 912Km von Eritrea, auf 861Km von Kenia, auf 1600Km von Somalia, auf 883Km von Südsudan und auf 723Km von Sudan.
Aethiopien ist neben Lesotho das am höchsten gelegene Land des Kontinents: 50% seiner Fläche liegen höher als 1200m, mehr als 25% über 1800m, über 5% erreichen gar Höhen über 3500m. Man kann drei Klimazonen unterscheiden: die tropisch-heisse Zone bis 1800m, die warm-gemässigte Zone von 1800 bis 2500m sowie die kühle Zone über 2500m. In der Hauptstadt Addis Abeba, die auf ca 2400m Höhe liegt, liegt die durchschnittliche Tagestemperatur zwischen 8 und 24 Grad.
In Aethiopien werden über 80 Sprachen gesprochen. Die Amtsprache auf der Bundesebene ist Amharisch und wird von etwa 19,8 Millionen Menschen gesprochen. Das Land hat eine grosse und schnellwachsende Bevölkerung. Im Jahr 2010 wurde auf 80 Millionen geschätzt. Im Jahr 2040 wird sie bei etwa 136 Millionen liegen wenn die Fertilität schnell sinkt (im Durchschnitt gebärt eine Frau 6 Kinder) oder bei 161 Millionen wenn die Fertilität langsam sinkt.
Danke Annick für den Start. Das klingt sehr, sehr interessant. Ich freue mich auf Deine Bilder und Deine Erlebnisse.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Old Women1'545 Beiträge · seit 201329. Jan. 2017 ·
Hallo Annick,
halt, stopp! Ich möchte auch noch mit. Eine mir völlig fremde Welt wird sich mir eröffnen. Das ist mir schon klar, seitdem ich deine ersten Fotos gesehen habe.
Herzliche Grüße Beate Änderung: 8.1.2018: Hallo Annick: Ja, mir hat sich wirklich "eine mir völlig fremde Welt" eröffnet. Zum Zeitpunkt meines Postings war mir jedoch nicht klar, dass die dort gezeigten Fotos zum größten Teil nicht von dir stammen und dazu auch noch Szenen aus völlig anderen Ländern abbilden. Diesen Reisebericht kann ich nicht ernst nehmen und möchte daher nicht mehr teilnehmen.
hallo Annick, ich begleite Dich sehr gerne auf dieser ausgewöhnlichen Reise, bin schon sehr gespannt. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
ANNICKThemenstarter8'057 Beiträge · seit 200830. Jan. 2017 ·
28.12.2016
Pünktlich landet die Lufthansa Maschine um 21.10 auf Bolé International Airport Addis Abeba. Bei der Immigration ist die Hölle los. Ein anderes Flugzeug muss zur gleichen Zeit gelandet sein. Ich begebe mich gleich zum Schalter Visa On Arrival.
Normalerweise beschaffe ich mir immer das Visa vor Abreise aber die Visabestimmungen sind in Aethiopien nicht gerade der Hammer. So habe ich beschlossen alles an Ort und Stelle zu erledigen. Ich werde ganze 70 Minuten darauf warten müssen. 😗 Mein Pass geht zu einem Schalter nach dem Anderen. Ich lasse ihn nicht aus den Augen. Am vierten Schalten darf ich endlich meine 50US$ loswerden und bekomme meine Papiere zurück. Danach hole ich mein Gepäck auf dem Fliessband ab. Es muss noch gescannt werden bevor ich endlich den Flughafen verlassen kann. Draussen wartet auch schon der Driver vom Bow Hotel mit meinem Namensschild. Das Hotel befindet sich nur 4 Kilometer entfernt.
Bei Ankunft werde ich von der Besitzerin recht herzlich empfangen. Sie überreicht mir die Schlüssel zu Zimmer 2C. Liegt im zweiten Stock. Soll eine Suite sein. Da finde ich ein Grand Lit
ein Fernseher mit nur ethiopischem Gepalaber
und ein kleines Badezimmer.
Eine Suite muss hier im Land bestimmt eine andere Bedeutung haben! 😎
Preis für die Suite in B&B: 1230 birrs (1 US$ = 22,40 birrs)
Um Mitternacht falle ich totmüde ins Bett. Schlafen werde ich aber nicht richtig können. Die Gardinen lassen das ganze Licht hinein und die Hunde bellen die ganze Nacht durch. 🙄
ANNICKThemenstarter8'057 Beiträge · seit 200831. Jan. 2017 ·
29.12.2017
08.00 Habe praktisch nicht geschlafen und mein Kopft brummt wie verrückt. Draussen scheint die Sonne, eine gute Motivation um so schnell wie möglich zu frühstücken! Das Hotel besitzt einen kleinen niedlichen Garten.
Das Frühstück wird auf der Dachterrasse eingenommen.
Da befinden sich auch schon 2 kanadische Pärchen.
Das Frühstück schmeckt lecker und besteht aus Eier, frischer Fruchtsaft (Mango) und Fruchsalat und einem guten starken Kaffee. Ich geniesse es in vollen Zügen. Im Hotel erklärt man mir danach wie ich mich in der Stadt mit den "local Minibus" bewegen kann. Scheint ganz einfach zu sein.
Addis Abeba hat eine Fläche von etwa 530Km2. Die nahezu im Mittelpunkt des Landes liegende Stadt liegt 2200 und 3000 Metern Höhe am Fusse des Bergs Entoto und ist damit die dritthöchstgelegene Hauptstadt der Welt. Die Einwohneranzahl beträgt 3,40 Millionen. Kaum laufe ich aus dem Hotel, bemerke ich dass die Stadt eine einzige Baustelle ist.
Die Chinesen sind auch überall. Sie bauen nicht nur Strassen, Hochhäuser, Eisenbahnlinien sondern eröffnen immer mehr Fabriken.Die Arbeitskraft hier ist noch billiger als in China! Durschschnittslohn = 45 US $ pro Monat.
Wie auch in vielen anderen Ländern Afrikas zu beobachten, fahren in Addis Abeba sehr viele Autos älteren Baujahrs die mit ihren Abgasen die Luft belasten. Teilweise werden PKW und LKW jahrzehntenlang genutzt. Industrielle Betriebe sorgen ebenfalls für starke Emissionen, die die Gesundheit der Einwohner gefährden. Heute morgen muss ich öfter husten und meine Augen brennen....... 😗
Das warscheinlich grösste Problem ist, dass die meisten Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die meisten Haushalte verfügen über keinen Wasseranschluss und somit bedienen die Aethiopier sich an öffentlich zugänglichen Wasserstellen, sei es an Flüssen, die durch die Stadt fliessen oder an Brunnen. Diese Wasserstellen sind oft hochgradig mit Fäkalien und Industrieabfällen verschmutzt.
Die Minibus Anhaltestelle finde ich schnell. Zuerst möchte ich zur Hauptpost und mir Postkarten sowie Briefmarken zu besorgen. Habe auch 100US$ in meinen BH versteckt. Ich muss sie später in birrs tauschen. Wieso in meinem BH? Im Minibus wird es so eng dass man sehr mit den mitfahrenden Gäste in Berührung kommt. Da spürt man ab und zu eine Hand in der Hosentasche!
Ich erkläre den Mitfahrenden dass ich zur Hauptpost möchte. No problem antworten die Meisten. Tatsächlich hält der Minibus unweit des Gebäudes an und die Leute zeigen darauf. Für die Minibusfahrt zahle ich im Duschschnitt immer 2 birrs pro Fahrt. Eine Postkarte kostet mich 3 birrs (in den Hotels meistens 15 birrs) und eine Briefmarke dazu nach Europa 7 birrs. Kann man echt verkraften. Der Mann am Schalter erweist sich als sehr nett. Ich schreibe alle Karten gleich an und schmeisse sie in den Briefkasten. Sie werden tatsächlich alle nach 10 Tagen ankommen! Danach wechsele ich meine 100US$ bei der Awash Bank. Man braucht keinen Pass. Man muss nur einen Zettel unterschreiben. Das Problem: die höchste Geldnote ist 100 birrs. Nicht einfach die ganzen Scheine in seinen BH zu unterbringen..... In meiner Tasche verstaue ich das Kleingeld. Nächste Station Sidist KIlo. Da besuche ich das National Museum.
Da ist auch Lucy der vor 3,2 Millionen Jahren gelebt hat, zu sehen. Man darf ihn momentan aber nicht fotografieren. Da mache ich mit einem Studenten Bekanntschaft der in der Allaince Française in Addis Abeba tätig ist. Wir unterhalten uns eine Weile und er will mir unbedingt die Stadt abseits der Turis zeigen. Why not sage ich mir.
Wir laufen zuerst zur St Michael Kirche.
Die Religion spielt hier im Land eine sehr wichtige Rolle. Man muss auch immer die Schuhe ausziehen wenn man in die Kirche möchtet.
Anschliessend halten wir an der Kechene Selam Schule an. Kein grosser Luxus hier
und die meisten Schüler wollen Geld für ein Foto. Zwei Mädchen lassen sich aber freiwillig abknipsen.
Danach erreichen wir das Blindentownship.
1,6% der Bevölkerung in Aethiopien ist blind, obwohl für viele Heilung möglich wäre. Im ganzen Land gibt es nur 130 Augenärzte. Zu den häufigsten Blindheitursachen zählen neben dem Grauen Star (kann durch eine relativ einfache OP geheilt werden) auch der Grüne Star oder die Infektionskrankheit Trachom. Gut 90% der Erblindungen wären bei rechtzeitiger Behandlung vermeidbar.
Erste Station, die Beiz wo es üblich ist das traditionnelle Getränk TEJ (Honigwein) zu trinken. Wenn man in einer Gasse so eine Dose sieht, weiss man dass hier Honigwein angeboten wird.
In der Beiz stinkt es fürchterlich. Den Honigwein werde ich hier aus sanitärischen Gründen nicht probieren...... Ein Mann sitzt da und bestellt Nachschub. Ich darf ihn abknipsen. Erst da bemerke ich dass sein rechtes Bein total verfault ist und der Gestank von ihm kommt...
das klingt ja wirklich nach einer total spannenden Reise. Da begleite ich gern deinen Reisebericht und lasse mich (wahrscheinlich für eine fernere Zukunft) schon einmal inspirieren. Ich bin gespannt, wie es weitergeht! LG Sascha
ANNICKThemenstarter8'057 Beiträge · seit 200801. Feb. 2017 ·
Fortsetzung
Joseph erklärt mir dass dieser Mann sich weigert das Bein amputieren zu lassen. Irgendwie kann ich ihn verstehen denn die Infektion scheint sich stabilisiert zu haben. Eiter läuft immer aus der Wunde heraus aber die Infektion verbreitet sich nicht. 🙄 Wir verschwinden sehr schnell denn der Gestank wird unerträglich..... 😗 Wir passieren eine Metzgerei
sowie eine Weberei
und eine Töpferei.
Ich möchte Joseph zum Lunch einladen aber er fastet heute. Ich beschliesse dann auch nichts zu essen. Langsam erreichen wir den Kern des Townships.
Der Student erklärt mir auch dass alle Angehörige einer Familie nicht blind sind. Meistens handelt es sich nur um den Familienvater und 2-3 Kinder. Die Armut spürrt man überall. Ich erfahre auch dass die Familien hier die verfaulten Waren vom Merkato Hauptmarkt zu einem symbolischen Preis abkaufen. Zu meinem Erstaunen kommt niemand auf mich zu und bettelt. Ich werde nur kommisch angeglotzt. Auf einemal höre ich: Mama, you coffee? Eine Frau mit Kind möchte mich zum Café einladen. Ich stimme sofort zu.
Masha, die Dame, erklärt mir dass sie für ihren blinden Mann sorgen muss.
Er hat vor 4 Jahren das Augenlicht nach einer schweren Infektion verloren. Ihr Haus ist bescheiden aber es fehlt nicht an Herzlichkeit.
Der Café schmeckt auch sehr gut.
Bald erscheint auch die ganze Familie.
Ich unterhalte mich eine Weile. Das Ueberleben hier bleibt ein Wunder! Ich verspreche ihr morgen einen Koffer voller Winterklamotten zukommen zu lassen. Von Zuhause habe ich einen ganzen Koffer voller Wintersachen mitgeschleppt. Da wird er auf jeden Fall Freude bereiten. Die Augen der Familie leuchten und sie zeigen ihre Anerkennung.
Es ist schon 18 Uhr als wir wieder Sidist Kilo per Fuss erreichen. Ich verabschiede mich mit einem 10 US$ Schein von meinem Studenten und fahre mit dem Minibus via Meskel Square wieder bis zum Hotel.
Langsam wird es kalt und dunkel und erst jetzt fällt es mir auf dass ich richtig Kohldampf habe. Nach dem Duschen esse ich im Hotel eine Nudelsuppe sowie ein Gemüsecurry. Lecker! 🙂
Ich spüre auch dass ich vom Laufen und nicht schlafen sehr müde bin. Gegen 21 Uhr gehe ich zu Bett und schlafe auch gleich ein.
ich muss hier jetzt auch unbedingt schnell aufspringen! Sehr spannend, wie es schon losgeht... Ich habe alle Achtung vor dir, dass du ein Land wie Äthiopien alleine bereist hast... Bin sehr gespannt, was du noch erlebt hast.
ANNICKThemenstarter8'057 Beiträge · seit 200802. Feb. 2017 ·
@Schorsch & Schorschine sowie Bianca, danke für die Blumen! 🤪
30.12.2017
Um 5 Uhr wache ich auf. Draussen bellen die Hunde wie verrück. Manchmal heulen sie auch. Keine Chance wieder einzuschlafen aber ich fühle mich fitt und nicht mehr müde. Ich beschliesse mich mit dem Internet ein bisschen zu beschäftigen. Es stellt sich sehr schnell heraus dass man nicht an Facebook und Twitter gelangen kann. Bilder hochzuladen geht auch nicht..... 😗 Die Regierung hat über alle Medien eine klare Uebersicht....... 😎
Gegen 07.30 erscheine ich zum Frühstück. Bin heute der einzige Gast. Der Kellner erklärt mir dass die Hochsaison dieses Jahr sehr schlecht aussieht. Vor 2 Monaten gab es im Land viele Unruhen. Viele Reiseagenturen sowie individuelle Turis haben ihre Reise einfach storniert. Später erklärt mir die Besitzerin wie ich von hier zum Entoto Berg gelange. Man muss drei verschiedene Minibusse nehmen: Piazza - Sidist Kilo - Entoto. Auf dem Gipfel des Berges befindet sich die 1885 erbaute Marienkirche, welche die Millionenmetropole sowie das ganze Umland überblickt.
Eintritt 200 birrs und zum Glück ist hier der Guide nicht obligatorisch. Neben der Kirche bietet das Entoto Museum den Besuchern eine interessante historische Ausstellung. Historische Bedeutung erlangte der Entoto, als Menelik II hier residierte, um eine geeignete Stelle zur Gründung der Hauptstadt zu finden. Sein Palast befindet sich hinter der Marienkirche und gleicht eher einem grossen Wohnhaus.
Leider kann man momentan den Palast nicht betreten. Es wird renoviert......
Der Berg ist auch dicht mit Eukalyptusbäumen bewachsen, die während der Regierungszeit von Menelik II angepflanzt worden waren, wodurch der Berg oft als Lunge von Addis Abeba bezeichnet wird.
Danach beschliesse ich mich zu Fuss wieder nach Sidist Kilo zu begeben. Unterwegs treffe ich auch viele Arbeiter und bettelnde Kinder.
Man merkt schon dass man hier auf 3000 Meter ist. Manchmal spüre ich Herzklopfen.
In Sidist Kilo nehme ich wieder ein Minibus bis Piazza. Langsam werde ich auch hungrig. Habe entschlossen im Taitu Hotel, das Aelteste Aethiopiens, Mittag zu essen. Es liegt unweit von Piazza.
Jeden Tag wird da ein vegetarisches Buffet zu 70 birrs angeboten. Viele Einheimische besuchen die Aussenterrasse und das Restaurant.
Das Buffet erweist sich als ein Genuss. Grundnahrungsmittel bildet ein spezielles Sauerteig - Fladenbrot namens INJERA. Dieses wird idealtypisch hergestellt aus dem einheimischen äthiopischen Getreide TEFF. Da Teff jedoch nur unter bestimmten Bedingungen von Höhe und Klima gut gedeit und etwas teuerer ist als andere Getreide, verbacken ärmere Menschen auch andere Getreide zu Injera. Dazu werden verschiedene Saucen, WOT genannt, serviert die es in verschiedenen vegetarischen und fleischhaltigen Ausführungen gibt.
Pixabay Bild
Dabei gilt: wer es sich leisten kann, isst Fleisch, wobei unter anderem Lammfleisch beliebt ist. Schweinefleisch wird dagegen nur von missionierten Christen gegessen, weil der Islam und die äthiopisch-Orthodoxe Kirche dessen Verzehr ächten.
Anschliessend begebe ich mich zum Meskel Square. Fidel scheint hier seine Anhänger zu haben!
Da besuche ich die Christmas Expo.
Allerhand wird da zum Kauf angeboten
Danach begebe ich mich noch zum Red Terror Martyrs Memorial Museum. Es handelt sich um eine im Jahr 2010 eingerichtete Gedenkstätte für die Opfer des marxiistischen Derg Regimes.
Seit 1974 herrschte in Aethiopien eine Militärregierung, die das Land realsozialistisch umgestaltete. Mit Unterstützung der Sowjetunion wurde versucht, durch brutale Unterdrückung, die Macht zu erhalten. Im Museum sind diverse Folterinstrumente ausgestellt wie Lederpeitschen und Kneifzangen. Ausserdem sind originale Totenschädel und Knochen, Särge mit blutigen Kleidungstücken sowie Fotografien von Opfern zu sehen. Eintritt ist momentan noch kostenlos.
Gegen 18 Uhr erreiche ich wieder mein Hotel. Meine Füsse tun weh. Bin heute bestimmt 15 Kilometer gelaufen.
ich bin eben über Deinen spannenden Äthiopien-Bericht gestolpert und hab ihn direkt abonniert. 🙂 Super, das ist mal etwas ganz anderes und bringt einem ein eher unbekannteres Land näher. Vor allem Deine vielen Erläuterungen zum Land und den derzeitigen Verhältnissen finde ich unheimlich informativ und interessant. Da lernt man direkt etwas dabei. Und das kann ja nie schaden. 🙂 Ich bin mal sehr gespannt wie es weitergeht und freue mich auch sehr auf die noch kommenden landschaftlichen Eindrücke. Finde es außerdem toll, dass Du diese Reise alleine gemacht hast! Ich war selbst mal alleine in Botswana und Sambia unterwegs und finde beim alleine reisen kommt man einfach schneller in Kontakt mit anderen Menschen. Man ist halt offener eingestellt, weil einem selbst daran gelegen ist, Gesprächspartner zu finden. Bin ich mit meinem Partner oder Freundinnen gereist, war man da eher auf sich fixiert. Beides hat natürlich seine Vor- und Nachteile.
Liebe Grüße und ich hoffe sehr, bald mehr zu lesen. 😎 Kristina
Hi Annik, wie sieht's denn in Äthiopien mit der Verständigung aus? Spricht man im ausreichenden Umfang Englisch? Das vieles zweisprachig angegeben ist sieht man ja auf einigen deiner Bilder und macht die Sache schon mal einfacher.
Äthiopien würde mich auch mal interessieren.
Vielen Dank für deinen Bericht jw
Tinochika1'652 Beiträge · seit 201402. Feb. 2017 ·
Hallo Annick,
ich freue mich auf Deinen Reisebericht. Ich bin gerne dabei dieses für mich fremde Land kennen zu lernen.
Lieben Gruß Hartwig
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