StrelitzieThemenstarter2’856 Beiträge · seit 201105. Dez. 2016 ·
Am nächsten Morgen sollte die Vertreibung aus dem Paradies erfolgen... Abreise! Sogar der Himmel war traurig, es war bewölkt und stürmisch.
So frühstückten wir in der kleinen Veranda und verabschiedeten uns, nachdem wir gepackt und bezahlt hatten. Es war auch zum 5.Mal in der Cliff Lodge wieder sehr, sehr schön! Und zum Abschied sahen wir dann auch endlich einen Jumper von einem Wal – die beiden Tage hatten wir so darauf gewartet. In diesem Moment versagte der Autofokus meiner Kamera - rien ne va plus! Vor Schreck bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, den Autofokus auszuschalten. Kamera aus-wieder ein, erneuter Jumper: nix ging! Die Kamera löste nicht aus.... Grrr, wie ärgerlich!
So nahmen wir das Bild in Gedanken mit und fuhren zunächst nach Stanford, um zu tanken und im dortigen Spar nach Maracuja-Extrakt zu suchen, den ich dort schon beim letzten Mal gekauft hatte. Und auch dieses Mal war er vorrätig und einige der kleinen Döschen wurde gekauft.
Unser heutiges Ziel – und damit der letzte Punkt unserer Reise – war Franschhoek. Wir fuhren zunächst nach Hermanus, bummelten dort durch den Ort, suchten ein Paar Shooshoos für unser Enkelkind in passender Größe -fündig geworden - und schließlich nach Walen. Einen haben wir sogar entdecken können.
Dann ging es über die N2, den schönen Houwhoek Pass, dann die R321 an Elgin vorbei über den Viljoen-Pass und schließlich über den Franschhoek Pass. Noch immer mochte meine Kamera nicht – irgendwann erinnerte ich mich dann daran, dass ich ja eine kleine (Ersatz)-Kamera dabei hatte. Es war eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke, der Franschoek Pass ist immer wieder eindrucksvoll zu fahren! Nur Anhalten konnten wir für Fotos nicht, da mein Mann einen Tanklaster überholt hatte, der sich mit 20-30 kmh über den Pass schob. Ansonsten hätten wir ihn wieder vor uns gehabt.
Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Franschhoek, im Franschhoek Manor, an und wurden sehr herzlich von Wolfgang, dem Besitzer, empfangen.
Hier hatten wir den Master Bedroom gebucht, mit eigener kleiner Terrasse zum wunderschönen Garten und Blick auf den Pool.
Wir kochten uns unseren Tee, dazu gab es ein Gläschen Port und unsere letzten Shortbreads, anschließend fuhren wir ins kleine, süße Örtchen. Die Läden hatten sich nicht verändert, vor allem gab es noch den wunderbaren „Masquerade“Shop! Viele, viele schöne, unwichtige Kleinigkeiten und ein wunderschöner Duft im Laden – immer wieder schön!
Am späten Nachmittag waren wir rechtzeitig zur kurzen Erholung am Pool zurück, der von einem wunderschön gepflegten Rosengarten umgeben ist. Überall gab es kleine, verträumte Sitzplätze - hier hätten wir gern mehr Zeit gehabt.
Später dann machte wir uns fertig zum Dinner. Wir hatten im Restaurant „Foliage“ – in der Hauptstraße gebucht – genau wie die Unterkunft hatte ich mir das hier im Forum aus einem Reisebericht abgespeichert. (Danke an Nane und Casimodo) So gingen wir zu Fuß, am Weingut "Mont Rochelle" vorbei, den kurzen Feldweg bis zur Stadt, ca. 20 Minuten.
StrelitzieThemenstarter2’856 Beiträge · seit 201105. Dez. 2016 ·
Sehr nett fand ich den Buchungshinweis vorab per Mail, dass es am Abend eine größere Gesellschaft im Haus geben würde – und es damit vielleicht lauter und ungemütlicher werden könnte. Wir wurden aber so platziert, dass wir hiervon gar nichts mitbekommen haben.
Das "Foliage" wirkt rustikal, keine Tischdecken, viel Holz. Wir fanden es gemütlich. Da wir wirklich hungrig waren, wählten wir das „Chef’s Menu“. Ich füge das Menü an- sehr phantasievoll wurde es umgesetzt.
(Hier fragten wir nach einer Alternative zum Crayfish - mein Mann wollte nichts riskieren...)
Nicht nur optisch, auch geschmacklich waren wir sehr zufrieden. Nach diesem schönen Dinner riefen wir den Shuttle-Fahrer an, den das Franschoek Manor kostenlos anbietet. Nach wenigen Minuten waren wir so in unserer Unterkunft und saßen noch lange auf der gemütlichen Terrasse. Beim Zuziehen der Vorhänge entdeckte ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung – dachte sofort an Maus oder Ratte. Nein- eine recht dicke Kröte hatte es sich gemütlich gemacht - bis mein Mann sie im Garten aussetzte....
Unser nächtlicher Wetterfrosch hatte sich gerächt – es goss am Morgen! So nahmen wir das Frühstück im hübschen Frühstücksraum ein.
Unser Plan sah eigentlich vor, diverse Weingüter zu besuchen – bei dem Wetter wurde daraus ein Besuch in Stellenbosch. Meine „Wetterrechnung“ ging auf – hier war es trocken! So bummelten wir also durch die kleine Stadt, durch die Geschäfte, sahen uns in der Schoon Bakery um, die das tolle Brot zum Frühstück lieferte. Dann machten wir uns auf den Rückweg und fuhren das Weingut „Boschendal“ an, auf dem wir schon mehrmals ein schönes Picknick eingenommen hatten – doch huch, was war hier passiert? Wir mussten uns entscheiden, ob wir zum Picnic oder Bistro wollten?! Das lag doch alles nebeneinander – plötzlich musste man wählen, ob man nach links oder rechts fahren wollte? Also die neue Möglichkeit (rechts) gewählt – an Pferdekoppeln vorbei ging es zum „Rasen-Picnic“. Hier gab es keine Tische, sondern man konnte ganz leger auf dem Rasen Platz nehmen. Anschließend haben wir uns dann noch die andere Seite (links der Einfahrt) angesehen. Das alte Picnic-Areal gab es nicht mehr, es wurde neu angelegt, ebenso ein Organic und Rosen-Garden. Alles hatte sich hier verändert!
Jetzt hatten wir doch etwas Appetit bekommen und wir setzten uns im ehemaligen Bistro, jetzt Farmshop & Deli nach draußen; ich orderte eine Gemüse-Suppe, mein Mann einen Boboti-Pie.
Schade, mir hatte es im „alten“ Boschendal besser gefallen, jetzt war alles viel zu groß geworden.... Aber vielleicht lag es auch nur am bewölkten Himmel, wir werden beim nächsten Mal sicherlich das "neue" Picnic testen.
Nach Rückkehr ins schöne Franschhoek Manor legten wir uns noch kurz an den Pool, das Wetter hatte sich auch hier beruhigt und dann kam leider schon das Unvermeidliche: Packen! Und hier musste nun etliches eingewickelt und verpackt werden – unsere 6 Solarlampen, Weinflaschen, Duftsprays, Lotions ... mussten gut gesichert werden. Nach einer Stunde war alles sicher verpackt, wir tranken schnell unsere Tasse Tee und machten uns dann für den Abend fertig: das letzte Restaurant des Urlaubs war das "Le Bon Vivant".
Dieses Mal fuhren wir mit dem Auto, da es kein großes Menü werden sollte – vor dem Rückflug am nächsten Mittag. Wir wurden sehr herzlich begrüßt, bekamen auch hier einen sehr schönen Platz am Fenster, Zunächst wurde ein Gruß aus der Küche serviert,
dann kam eine ganze Brot-Platte.
Wir hatten beide die Soup Extravaganza gewählt – Erbsen, Consommé, Butternut – sehr köstlich in Geschmack und Konsistenz!
Als Hauptgang gab es einmal Springbok Loin und einmal Beef Fillet – ebenfalls exzellent.
Auf ein Dessert verzichteten wir, ein Espresso rundete den schönen Abend ab. Wehmütig fuhren wir ins Guesthouse, wo wir noch lange, bei einem Tee und Glas Wein, auf der Terrasse saßen.
StrelitzieThemenstarter2’856 Beiträge · seit 201105. Dez. 2016 ·
Am nächsten Morgen strahlte die Sonne - schön, aber wir mussten ja nach Hause, ins herbstlich-nass-kalte Wetter! So genossen wir das Frühstück auf der Terrasse, ich schrieb schnell die letzten Karten... hüstl ... und probierte meine Kamera erneut. Und plötzlich mochte sie wieder ihren Dienst verrichten! So ging ich noch einmal durch den schönen Garten und machte Fotos im Sonnenschein.
Unsere Bordkarten hatte ich mir schon am Vortag ausgedruckt – Drucker und Computer stehen frei zugänglich im Guesthouse. Sehr angenehm! Dann verabschiedeten wir uns von Wolfgang und dem Franschhoek Manor. Beim nächsten Mal würde ich die letzte Unterkunft für drei Nächte buchen, damit man (Frau) mehr Ruhe hat. Wir fuhren durch das quirlige Örtchen, fanden sogar einen Postkasten und fuhren dann über die R45 in Richtung N1. Und wie gut, dass ich immer genügend Zeit einplane – es fand ein Amateur-Radrennen statt, mit Kindern, so dass wir recht viel Zeit benötigten. Über die N1 waren wir dann schnell am Airport, hatten wieder vergessen, wo sich dort die Tankstelle befindet (BP-GPS: -33.969126, 18.591479 ) fuhren also einmal die Runde und konnten unser vollgetanktes Auto abgeben. Wieder völlig problemlos wurde nur die Kraftstoff-Füllung kontrolliert, dann gingen wir zur Gepäckabgabe. Die sehr nette Dame fragte, ob ich verbotene Substanzen in den Koffern und Taschen hätte – meine Antwort: „No, only wine“. Und schon machte sie ein bedenkliches Gesicht, fragte, in welchen Gepäckstücken. Oh,oh – sollte das ein Problem sein? Nein, gar nicht – sie wollte nur „Fragile“-Aufkleber anbringen! Und schon bekam jedes Gepäckstücken so einen Signal-Aufkleber, damit waren auch unsere Lampen gesichert.
Wir hatten jetzt noch genügend Zeit, um in die SAA-Lounge zu gehen. Unser Flieger startete pünktlich nach Johannesburg.
Auch hier hatten wir reichlich Zeit, so dass uns die lange Schlange an der Passkontrolle nicht störte - auch hier sollte man genügend Zeit einplanen, wir standen über 30 min an. Ein letzter Besuch im "Out of Africa", dann gingen wir in die ziemlich überfüllte und nicht sehr gemütliche Lounge und warteten auf unseren Weiterflug mit LH nach Frankfurt. Dieser verlief, bequem im Oberdeck sitzend und sehr gut umsorgt, schnell und vor allem mit genügend Schlaf!
Good Bye, South Africa - es war auch zum sechsten Mal wieder wunderschön!
Und damit keine Entzungserscheinungen aufkommen, ist auch das nächste Mal Südafrika bereits gebucht.
Ich danke allen stillen Mitlesern, Dankedrückern und Kommentatoren ganz herzlich für Euer Aushalten!
... also das "Aushalten" hielt sich in Grenzen.... Zur Not 😄 hätte ich noch länger gedarbt.
Liebe Strelitzie, ich danke dir ganz herzlich für die viele Mühe des Bericht-schreibens und -zeigens! Die Berichte aus Südafrika sind ja hier eher in der Minderheit und ich hole mir soooo gerne Anregungen für weitere Reiseideen.
Viele Grüße, Nette
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201405. Dez. 2016 ·
Liebe Strelizie,
auch von mir ein dickes Dankeschön für Deinen schönen und informativen Reisebericht 🙂
Ich bin gerne mit Euch gefahren und habe mir so einige Notizen gemacht.
franzicke2’085 Beiträge · seit 201205. Dez. 2016 ·
Hallo Strelizie, da kommst du mir heute aber sowas von sehr gelegen mit der Fortsetzung deines Berichts! Ich wäre auch gut und gern noch eine ganze Weile bei euch sitzen geblieben 😎 Wir sind hier in der Feinplanung für die Weihnachtstage und -ferien am Kap und so hast du mit vielen vertrauten Stationen eine ganz spezielle Gemengelage zwischen Schwelgen in Erinnerungen und Anheizen der Vorfreude geschaffen. Vielen Dank für den wunderbaren Bericht und liebe Grüße Ingrid
Du hast mir nicht nur einen Abend "versüßt" mit Deinem tollen Reisebericht. Vielen Dank! Und ich freue mich schon auf die nächste virtuelle Reise mit Dir.
Hallo Strelizie, Voller Vorfreude bin ich gerne mit Euch gereist. Und so viele toll angerichtete Teller mit sicherlich sehr schmackhaften Speisen. Darauf freue ich mich auch schon sehr. Vielen Dank für Deinen Bericht. 🙂
Viele Grüße von
Gila
Old Women1’545 Beiträge · seit 201306. Dez. 2016 ·
Hallo Strelitzie, auch von mir ein herzliches "Dankeschön" für den schönen Reisebericht. Die beiden Restaurants in Franschhoek standen auch auf unserer Liste. Das "Foliage" ist wohl sehr speziell, aber wir werden das mal ausprobieren. Ich werde berichten. Ein Picknick in Boschendal könnte uns auch reizen. Es sieht dort sehr schön aus, und der Boschendal-Wein ist ja auch nicht zu verachten. Mal schauen, wie viel Zeit uns letztendlich bleibt. Herzliche Grüße Beate
StrelitzieThemenstarter2’856 Beiträge · seit 201106. Dez. 2016 ·
Hallo, ihr lieben Dankedrücker, liebe Konni, vielen Dank für die Mühe, liebe Nette, Sabine, Ingrid, Elisabeth, Annik, Gila, Beate - es freut mich, wenn auch nur ein Tipp jemandem hilft. Ich habe hier aus so vielen Reiseberichten so viele Anregungen bekommen, dass ich nur ein kleines Stückchen davon zurück geben wollte.
Leider ist die "Teller"-Fotografie zum Ende sehr überlastig geworden - irgendwann freut man sich selbst dann auch gar nicht mehr auf "gutes Essen", weil es um Cape Town, und besonders in Franschhoek, unglaublich gute Restaurants gibt. Bis auf einen lieblosen "Reinfall" kann ich alle Lokalitäten empfehlen. Insgesamt fanden wir die Reise sehr abwechslungsreich, die gut 3 Wochen kamen uns vor wie sechs, der KTP muss seine 2.Chance bekommen (dann mit größerem Radius), das "Laborie" als Übernachtungsort würde ich nicht mehr empfehlen (das Weingut schon) die letzte Übernachtung würde ich- wenn möglich - auf drei Nächte ausdehnen. Die Kapregion haben wir schon so oft besucht, dass es nicht so viel Interessantes aufzuschreiben gab, wir haben schon viele Weingüter besucht (2014 ausschließlich 10 Tage CPT und Umgebung), daher erfolgte auch kein erneuter Besuch vom Cape of Good Hope und ähnlichen Highlights. Wir sind sehr gut mit "Scout" gefahren, alle Unterkünfte und wichtige Punkte hatte ich mir vorab als Favoriten markiert. Insgesamt sind wir 2930 km gefahren - also recht entspannt, allerdings blieb das Auto ja auch einige Tage stehen, während wir mit Guide unterwegs waren. Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt im Urlaub unsicher gefühlt, allerdings waren auch wieder alle "Sensoren auf Empfang". Türen stets geschlossen, nichts sichtbar! im Fahrzeug, nicht mal Reiseführer, Adapter oder Sonnenbrille. Das wird einfach zum Automatismus. Beim Geldabheben bleibt mein Mann mit dem Rücken zu mir zur Straßenfront und die Quittung wird stets mitgenommen!
Euch allen viele liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit und vielleicht auch schönen Urlaub! Strelitzie
Hallo liebe Strelitzie, hab`vielen Dank für deinen tollen Bericht; hach, da wächst die Sehnsucht wieder... 😁 !! Das Kap steht bei uns im Oktober/November 2018 wieder auf dem Plan; da möchte ich nämlich gerne meinen runden Geburtstag feiern ... 😣 😉 😄 Und dank deines Berichts habe ich wieder einige Anregungen erhalten; mal schauen, ob ich nicht auch Paternoster einbauen kann 😎 . Die Cliff Lodge; das Weingut"Creation" und so einige Restaurants stehen jetzt auf meiner (immer länger werdenden) Liste. Ich bin übrigens auch März/April im Kruger - wann geht es denn bei Euch los ? LG, Nane 🙂
hallo liebe Strelitzie, auch von mir ein herzliches Dankeschön für den kurzweiligen und vor allen Dingen informativen Reisebericht. War für mich besonderes interessant, da wir im Februar in der Kap- und Weinregion unterwegs sind , habe ich mir natürlich gleich alle Restaurants und Weingüter notiert, das war für mich ein Glücksbericht 🙂 Auch Dir wünsche ich noch eine schöne Vorweihnachtszeit liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
StrelitzieThemenstarter2’856 Beiträge · seit 201113. Dez. 2016 ·
Guten Morgen Hanne,
herzlichen Dank für Deine Zeilen - es freut mich, dass Du mitgefahren bist. Das schönste Weingut ist für mich noch immer "Vergelegen" - das musste dieses Jahr leider ignoriert werden... 🙂 Bei den Restaurants hat man ja rund um Kapstadt und besonders in Franschhoek wirklich die Qual der Wahl - so viel kann man gar nicht essen! Ich wünsche Euch schon jetzt eine wunderschöne Tour und bis dahin noch eine schöne Adventszeit.