Toko schrieb:Hallo JR,
wir haben eine Zwischenuebernachtung im Red Dune Camp eingelegt. Kann ich nur waermstens empfehlen. Die zwei Campsites in den roten Kalaharieduenen sind total einsam/ Natur pur und fuer eine Nacht beinah ein bisschen zu schade. In einem Ritt haette ich nicht fahren wollen.
Viele Gruesse
Kitty
DER Empfehlung kann ich mich nur anschliessen!
Und zwar aus zwei Gründen:
1.:
Das Camp ist ein Traum.
Perfekt zum 'ankommen' geeignet. Die Leute, die es betreiben sind professionell, superflexibel und machen möglich, was möglich zu machen ist; mehr als freundlich sind sie auch 🙂
Grillfleisch und eigene Würste sind von sehr guter Qualität und selbst schuld ist der, der es nicht probiert 🙂
2.:
Wenn es die erste Etappe der Reise ist und man als geübter und selbstsicherer Fahrer nach 6 bis 100 Monaten wieder einmal am Steuer eines 4x4 sitzt und sich auf endlose Gravelroads freut (ich liebe sie, ich kann nicht anders 😊 ), der weiß ja auch, daß sich Körper, geist und Psyche erst ein wenig verzögert auf die Veränderungen reagieren.
Und im Namen der Unversehrtheit aller Reisenden, kann man nur immer wieder eins sagen: Wer diese Strecken nicht wirklich häufig fährt, ist gut beraten, erst einmal kurze Strecken zu wählen und sich selbst die Möglichkeit der genußvollen Urlaubserfahrung zu erlauben.
Von Windhoek zum Red Dune Camp sind immerhin auch schon ca. 430 Kilometer und je nachdem, wie man fährt ist da schon ordentlich gravel bei. Ich bin die Strecke im letzten Dezember, nach einer ersten Übernachtung in WDH und mit 24 Stunden Flugverspätung gefahren.
Ich war sehr froh, daß Pieter keine Probleme machte, nur weil wir einen Tag später ankommen würden. Und ich war sehr froh, nach eben all den Verspätungen erst einmal ausgeschlafen zu haben und mich dann ganz in entspannter Stimmung aufzumachen.
Wenn ich im Urlaub Auto fahre, dann fahre ich nicht, um mich danach vom Fahren erholen zu müssen, sondern, dann fahre ich gern (auch anspruchsvoll) so, daß ich erholt ankomme.
Dann sehe ich eventuell in Namibia nicht alles, was gehyped ist und auch nicht alles, was man "gesehen haben muß". - Na und?
P.S.: Ich schreibe den "Sicherheits"teil nur deshalb, weil wir auch hier ZU oft von Unfällen lesen, die durch reduzierte Etappenlängen, niedrig gehaltenen Geschwindigkeiten und erworbener Kenntnis des aktuellen Fahruntersatzes zumindest teilweise zu verhindern sind.
Und ich denke es ist besser darauf stets im Vorherein hinzuweisen, statt diese Dinge dann zu diskutieren, wenn es den Überschlag o.ä. gegeben hat; dann wirkt es immer so "Neunmalklug".