ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201012. Sept. 2022 ·
26. Juli 2022: Von der Palmwag Lodge Campsite zum Bushcamp südlich des Huabs - Teil 3
Wir fahren denselben Weg im Flussbett wieder zurück, bis wir dieses irgendwo nach Süden verlassen können.
Zunächst machen wir aber eine ausgiebige Mittagspause an einer leider recht windigen Stelle, und kühl ist es auch noch 😣 .
Wie man sieht, trägt Ruth aber wieder ihr perfektes Schuhwerk für Afrika, eigentlich gehört dieses Foto in den Thread "Welche Schuhe sind ideal für Namibia?" 😎
Auch hier ist der Landschaftsgärtner aus dem Hoanib tätig gewesen, wie man an den hübsch bepflanzten Uferterrassen sieht.
Hier dagegen sieht es eher aus wie in meinem Garten 😗 😣
Ruth scheucht noch schnell eine Schleiereule auf, die ihr Gesicht aber leider nicht zeigen will (Ihr könnt versuchen, euch aus den drei Fotos eine halbwegs komplette Eule zu basteln 😛 ),
und dann geht es flott weiter. Eine halbe Stunde später sind wir draußen aus dem Flussbett und ich denke eigentlich, dass Uwe uns nun nach Süden lotst 😐 .
Aber so schnell gibt er nicht auf, er sucht nach einem Track parallel zum Fluss und siehe da, wir finden so was in der Art. Es fühlt sich – für mich zumindest – schon ein wenig abenteuerlich an, wie wir über steinige Pisten, vorbei an verbrannten Bergen, die keinen Eintritt kosten, zwischen kleinen Sandhügeln, neben großen Dünen und durch Hohlwege holpern – ohne dass ich auch nur ansatzweise wüsste, wo uns das hinführt und ob wir nicht wieder irgendwo umdrehen müssen 🤩 .
Irgendwann kommt dann die Durchsage: "Jetzt sind wir auf Höhe der Stelle, wo wir nicht rauskamen, und von dort kommt auch ein Track!" Na immerhin sind wir nicht komplett falsch 🙂 ! Und dann wird aus braun und schwarz plötzlich wieder knallgrün! Wir sind an den Sümpfen angekommen.
Na hoffentlich geht es da auch weiter, wobei ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe, wo Uwe hinwill. Zum nördlichen Aussichtspunkt schaffen wir es auf keinen Fall mehr 🙁 , es ist schon 15.30 Uhr 🙄 . Außerdem müssten wir dann morgen auch wieder ein gutes Stück zurückfahren und hätten laut Plan 144 km abzureißen. Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht, denn ich hatte vor einiger Zeit von Bekannten (nicht aus dem Forum) ein Foto von diesem Aussichtspunkt gesehen und wäre schon gerne auch mal dort gestanden 😵 .
Aber das ist Jammern auf hohem Niceau - wir schauen uns ein bisschen um, die Farbkontraste hier sind schon extrem 😮 .
Aber dann heißt es hopphopp, wieder in die Fahrzeuge,
denn dort müssen wir weiterfahren, irgendwie um den Berg rum - keine Ahnung was uns dahinter erwartet!
Also ab durchs Schilf….
Und weiter geht’s dann im nächsten Kapitel, morgen oder so....
H.Badger1’866 Beiträge · seit 201612. Sept. 2022 ·
Liebe Bele, das sind wieder schöne Landschaften - mit einem Abenteuergrad verbunden, der mir, so glaube ich, etwas zu hoch wäre... Daher freue ich mich einmal mehr darüber, dass du mir diese Seiten Namibias zeigst und ich sie vom Bildschirm aus verfolgen kann. 😉
Liebe Bele, schade das die Ausfahrt aus dem Huab bei euch nicht geklappt hat. Bei uns war es ziemlich unproblematisch. Als wir zurAusfahrt kamen stand da ein Iveco „Wohnmobil“ und der Fahrer schaufelte gerade die Löcher zu. Da haben wir uns verständigt zuerst zu fahren um ihn (wenn erforderlich )von oben ziehen zu können. Es war aber nicht nötig. Wir haben die Nacht davor im Huab geschlafen, und da kamen abends 4 Fahrzeuge (Südafrikaner) am Schlafplatz vorbei und fuhren Flussabwärts. Erst da haben wir uns entschlossen (wenn die nicht wiederkommen) ebenfalls im Flussbett weiterzufahren um dann die Ausfahrt zu nehmen. Es war genau die Stelle an der es beginnt feucht zu werden. Am Vortag waren wir wir von der Nordseite weiter westlich am Huab gewesen (nicht im), da waren immer noch Spuren von Autos zu sehen die es weiter im Fluss probiert haben. Für uns war der Huab eigentlich das Highlight gewesen, schon mal wegen der vielen Elefanten (auch ein Skorpion). Auf der Fahrt in den Norden sind wir am Südufer gefahren und haben wir 2 Nächte im Huab verbracht . Weil es so schön war haben wir uns dann dazu entschlossen auf dem Rückweg nochmal 2 Nächte dort zu verbringen.
Viele Grüße Ralf
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201013. Sept. 2022 ·
H.Badger schrieb:Liebe Bele, das sind wieder schöne Landschaften - mit einem Abenteuergrad verbunden, der mir, so glaube ich, etwas zu hoch wäre... Herzliche Grüße Sascha
Sascha, das ist auch nicht viel anders als nachts in Costa Rica Schlangen und Spinnen zu fotografieren 😎 😄 !
thorx schrieb:Liebe Bele, schade das die Ausfahrt aus dem Huab bei euch nicht geklappt hat. Bei uns war es ziemlich unproblematisch. Als wir zurAusfahrt kamen stand da ein Iveco „Wohnmobil“ und der Fahrer schaufelte gerade die Löcher zu. Da haben wir uns verständigt zuerst zu fahren um ihn (wenn erforderlich )von oben ziehen zu können. Es war aber nicht nötig. Viele Grüße Ralf
Hallo Ralf, wir haben danach auch drüber gesprochen, dass wir hätten versuchen können, die Rampe irgendwie zu präparieren. Wäre es unsere einzige Möglichkeit gewesen weiterzukommen, hätten wir das sicher auch probiert. Aber eigentlich hatten wir uns für diese Reise eher ein fahrzeugschonendes Fahren vorgenommen und hatten auch keine große Lust auf Streckenbau 😄 . Im Rückblick gesehen war die Strecke südlich außerhalb des Flussbettes bis man wieder auf den entsprechenden Track trifft ja auch recht spannend und abwechslungsreich. Und den Teil nach meinem letzten Kapitel, also wenn man um den Berg herum ist, kennst du ja sicher auch 😉 , und den haben wir durch unseren Umweg nicht verpasst. Also alles gut..... 🙂
Den Rest dieses Tages werde ich heute aber wohl nicht mehr schreiben... viel zu schönes Wetter- und dann auch noch Basketball-EM 😉 !
Liebe Grüße und zwischendurch auch mal wieder ein Dankeschön an alle, die den Dankebutton drücken, kommentieren und mitlesen 😘 Ich weiß das sehr zu schätzen 🙂 .
franzicke2’085 Beiträge · seit 201213. Sept. 2022 ·
Liebe Bele, da hattest du Recht - im Huab würde es mir wirklich sehr gefallen, kommt also definitiv auf die Liste und ein paar Elefanten gleich dazu 😎 Tatsächlich muss ich mir das mal genauer auf der Karte anschauen, auch wenn ich weiß, dass uns so ganz schnell der Weg nicht in die Ecke führen wird. Aber in der Schublade ist auf jeden Fall noch Platz ...
Über deine detektivischen Erörterungen könnt ich mich wirklich wegwerfen:
dann ist sie oberhalb des grünen Gewächses total unberührt, nachdem Uwe „fast oben“ 😉 war. Dort liegt noch jedes Stöckchen und jedes Sandkorn an seinem ursprünglichen Platz!
zumindest in der Erinnerung wird es wohl beim "fast oben" bleiben - und für euch wird das sicher ein geflügeltes Wort, bestimmt sehr vielseitig einsetzbar 😄
Ich muss heute noch ordentlich in die Tasten hauen, aber zumindest mal ein Zwischendurch-Grüßle Ingrid
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201014. Sept. 2022 ·
franzicke schrieb:Liebe Bele, da hattest du Recht - im Huab würde es mir wirklich sehr gefallen, kommt also definitiv auf die Liste und ein paar Elefanten gleich dazu 😎 Tatsächlich muss ich mir das mal genauer auf der Karte anschauen, auch wenn ich weiß, dass uns so ganz schnell der Weg nicht in die Ecke führen wird. Aber in der Schublade ist auf jeden Fall noch Platz ...
Hi Ingrid, wir sehen uns ja bald - ich bring' mal die Karte mit, dann können wir uns das zusammen anschauen 🙂 Vielleicht kommt der Huab dann ganz oben in die Schublade 😉 !
Über deine detektivischen Erörterungen könnt ich mich wirklich wegwerfen:
😮 Ich traue meiner subjektiven Wahrnehmung wirklich nicht immer 😊 , daher bin ich tatsächlich über die Möglichkeit eines Fotobeweises bei solchen Dingen immer recht froh 😄 !
Ich muss heute noch ordentlich in die Tasten hauen,
Das werde ich jetzt hier auch machen, um diesen Tag, der sich jetzt doch ein bisschen gezogen hat 😎 , endlich zu einem Ende zu bringen!
aber zumindest mal ein Zwischendurch-Grüßle Ingrid
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200914. Sept. 2022 ·
Moin MaBele,
" 😮 Ich traue meiner subjektiven Wahrnehmung wirklich nicht immer 😊 , daher bin ich tatsächlich über die Möglichkeit eines Fotobeweises bei solchen Dingen immer recht froh 😄 ! "
Das ist dann natürlich die Erklärung dafür, dass du 1. die 2. Schleiereule unterschlagen hast, die saßen da ja zusammen in der Uferböschung. Und dann hast du 2. unsere Fastsichtung eines Nashorns ebenso gekonnt ausgeblendet. Klar, gab ja kein Foto davon. 😉 Jedenfalls stand auf einem längeren Stück die frische Fährte eines solchen Tieres im feuchten Sand.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201014. Sept. 2022 ·
26. Juli 2022: Von der Palmwag Lodge Campsite zum Bushcamp südlich des Huabs - Teil 4
Als wir durchs Schilf und um den Berg herum sind,
dreht Matthias das Navi so, dass ich auch darauf sehe kann und lässt mich lachend 😊 – denn er weiß, wie sehr ich solche Botschaften liebe 😣 – den dortigen Text „steep rocky slope“ lesen.
Na toll 🤩 , ich hatte mir jetzt eher eine gemütliche Uferfahrt vorgestellt, was aber zeigt, dass ich keine Ahnung von der Strecke bzw. dem Gelände habe.
Das Ganze sieht auf den Fotos natürlich wesentlich weniger steil aus, als es tatsächlich ist, war aber durchaus machbar. Das einzige Problem: wir hatten eigentlich für dieses Jahr – wie schon erwähnt – eine stressfreie Tour ohne Streckenbau und Einweisungen geplant 😗 . Daher Uwes Spruch an dieser Stelle : „So wollten wir das dieses Mal ja eigentlich nicht haben!“ 😕
Trotzdem macht sich vor allem Ruth – sie wirft ja gerne mit Steinen 😛 – daran, ein paar Löcher aufzufüllen, damit wir ohne Aufsetzen hochkommen.
Die Aussicht ist schon auf halber Höhe toll, man sieht sowohl nach Osten als auch nach Westen über den Huab.
Halbe Höhe zu Fuß reicht aber nicht 😐 , wir müssen schon die Autos auch noch hochholen....
Beide Fahrzeuge fahren kurz auf nur 3 Rädern um die Kurve, in meiner Fantasie sehe ich ja bei solchen Situationen die Autos immer umkippen 🤩 !
Aber es geht natürlich alles gut und oben angekommen können wir noch einmal diesen Kontrast von sattem Grün und steiniger Berglandschaft genießen.
Ich bin ehrlich gesagt sehr zufrieden und glücklich mit diesem Aussichtspunkt 🙂 , auch wenn man vielleicht ein bisschen gegens Licht schauen muss zu dieser Tageszeit. Wieder daheim in Deutschland kommt dann der Aha-Effekt: ich stand fast genau an derselben Stelle wie Carina und Heiko und war also umsonst kurzfristig neidisch und enttäuscht gewesen, als wir unseren Plan ändern mussten 😄 ! Das erkenne ich, als ich das Foto von den beiden heraussuche – man sieht übrigens auch gut, dass es bei ihnen im deutschen Winter wesentlich mehr Schilf gab (und das Licht war besser 😉 ).
Foto Heiko Genzmer
Da es inzwischen schon 16.20 Uhr ist, müssen wir uns langsam nach einem Schlafplatz umschauen und werden auch recht bald fündig.
Als ich Uwe später frage, wo wir denn eigentlich sind, lacht er nur und meint: „Gute Frage!“. Naja Hauptsache wir finden morgen unsere geplante Strecke, alles andere ist unwichtig. Wir genießen einfach die schöne Aussicht, vertreten uns noch ein bisschen die Beine
und sind fasziniert von diesem besonders gelungenen Sonnenuntergang.
Wie schon fast üblich setzt eine halbe Stunde später das Nachglühen ein, dieses Mal mit einem hohen Anteil an Lila.
Zusammen mit einem sichtlich zufriedenen Barney Geröllheimer, der unsere Campsite bewacht, genießen wir diesen Anblick!
Leider kann er nichts gegen den starken Wind ausrichten, der unser heutiges Pizzaback-Event etwas schwierig gestaltet 😵 . Wir müssen unsere Feuerstelle sehr hoch mauern, und als die Pizza fertig ist, sucht sich jeder ein windgeschütztes Plätzchen, damit man die Köstlichkeit, die aber trotzdem sehr schnell auskühlt, einigermaßen genießen kann. Wenn uns jemand sehen würde… man könnte meinen, wir kennen uns nicht, so verteilt wie wir in den diversen Felsnischen sitzen. Schade, dass ich das nicht fotografiert habe 🤪
Morgen werden wir uns auf den Weg zu unserer letzten gemeinsamen Campsite machen, danach trennen wir uns wie geplant und werden uns erst am Flughafen für den Rückflug wieder treffen.
Mein schneller Blick über die Fotos des Folgetages zeigt mir wieder höchst unterschiedliche Landschaftsformen und ein paar kleine Ereignisse. Und ich werde den nächsten neuen Trockenfluss in meiner Sammlung kreuzen und dabei etwas für mich sehr Überraschendes entdecken!
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201014. Sept. 2022 ·
fotomatte schrieb:Moin MaBele, Das ist dann natürlich die Erklärung dafür, dass du 1. die 2. Schleiereule unterschlagen hast, die saßen da ja zusammen in der Uferböschung.
Hä, echt jetzt 😐 ? Wobei, vielleicht waren es ja sogar drei, ich hab nämlich 3 Fotos 🤩 🤪
Und dann hast du 2. unsere Fastsichtung eines Nashorns ebenso gekonnt ausgeblendet. Klar, gab ja kein Foto davon. 😉
Psssst, von Nashörnern darf man doch nichts schreiben..... 😗 😎 😎 !
Nein, mal ernsthaft, Spuren haben wir ja diverse gesehen, aber die erschienen mir nicht berichtenswert, denn wir haben auch Elefantenspuren und was weiß ich gesehen, vielleicht waren auch Dinosauriererabdrücke oder so dabei 😛 . Bei mir gilt - wie du weißt - nur was sich fotografieren lässt (egal in welcher Qualität). Wenn ich von jeder Spur schreibe, dann werde ich hier ja nie fertig 😮 !
Jedenfalls stand auf einem längeren Stück die frische Fährte eines solchen Tieres im feuchten Sand.
Hallo Bele, wir waren im August/Juli in Zimbabwe und Botswana mit mit einem gleichen Buschcamper von Bushlore wie ihr unterwegs. Lachen musste ich über das "Alugefängnis". Genau davor, also dass der Halter mit dem Reifen uns einsperrt, haben wir uns gleich am ersten Abend gefürchtet und uns die ganze Reise über mit dem verschließen des Reißverschlusses zufrieden gegeben. Durch die Fahrten auf den ausgelutschten Pisten hatten sich auch beide Teile der Befestigung für den besagten Halter verzogen, so dass wir den Wagen nur mit fremder Hilfe öffnen konnten. Anschließend liess sich der Halter nicht mehr befestigen und wir haben eine "afrikanische" Lösung mit dem Expander, der bis dahin die zweite Gasflasche fest hielt und Gewebeklebeband gefunden.
Champagner schrieb: Das Ganze sieht auf den Fotos natürlich wesentlich weniger steil aus, als es tatsächlich ist, war aber durchaus machbar. Das einzige Problem: wir hatten eigentlich für dieses Jahr – wie schon erwähnt – eine stressfreie Tour ohne Streckenbau und Einweisungen geplant 😗 . Daher Uwes Spruch an dieser Stelle : „So wollten wir das dieses Mal ja eigentlich nicht haben!“ 😕
Trotzdem macht sich vor allem Ruth – sie wirft ja gerne mit Steinen 😛 – daran, ein paar Löcher aufzufüllen, damit wir ohne Aufsetzen hochkommen.
Beide Fahrzeuge fahren kurz auf nur 3 Rädern um die Kurve, in meiner Fantasie sehe ich ja bei solchen Situationen die Autos immer umkippen 🤩 !
Hallo Bele,
ein spezielles Dankeschön für diese Erinnerung. Dort sind wir im November 2019 vom Rhino Camp kommend nach etwas 'Wegebau' runter gerumpelt und ich sagte noch zu Marion: "Hoffentlich müssen wir hier nicht wieder hoch."...
Nach 1,5 Stunden im Flussbett ohne eine Überquerung zu finden, ging es dann retour. 😣
Viele liebe Grüße Henning
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201017. Sept. 2022 ·
CuF schrieb:…nur ein tiefes „seufz“…und ein Dank an Dich für die wegmütig machenden Bilder…Grüßle Friederike
Für dich doch immer gerne…. 😘 Schön dass du noch mit dabei bist 🙂 !
Puffi schrieb:Hallo Bele, wir waren im August/Juli in Zimbabwe und Botswana mit mit einem gleichen Buschcamper von Bushlore wie ihr unterwegs. Lachen musste ich über das "Alugefängnis". Genau davor, also dass der Halter mit dem Reifen uns einsperrt, haben wir uns gleich am ersten Abend gefürchtet und uns die ganze Reise über mit dem verschließen des Reißverschlusses zufrieden gegeben. Durch die Fahrten auf den ausgelutschten Pisten hatten sich auch beide Teile der Befestigung für den besagten Halter verzogen, so dass wir den Wagen nur mit fremder Hilfe öffnen konnten. Anschließend liess sich der Halter nicht mehr befestigen und wir haben eine "afrikanische" Lösung mit dem Expander, der bis dahin die zweite Gasflasche fest hielt und Gewebeklebeband gefunden.
Hallo Puffi (sorry, ich muss bei diesem Nickname ein bisschen lachen 🤪 ), es tröstet mich, dass meine Probleme wohl nicht nur meiner Doofheit geschuldet waren 🙄 , sondern es sich wirklich um eine leichte Fehlkonstruktion handelt. Insgesamt würde ich keinen Bushcamper mehr mit hochklappender Tür haben wollen. Abgesehen von der Gefängnisproblematik und davon, dass er von innen nicht ganz einfach zu schließen ist, finde ich auch die Taschen, wo man dies und das drin verstauen kann, nicht sonderlich praktisch. Wenn die Tür offen, also nach oben geklappt ist, kommt man schlecht dran und wenn sie zu ist und ich innen drin, brauche ich die meisten Dinge in den Taschen gar nicht. Dafür hat es ja noch genug andere Fächer im Auto und oben im aufgestellten Dach.
MaHe schrieb: Hallo Bele, ein spezielles Dankeschön für diese Erinnerung. Dort sind wir im November 2019 vom Rhino Camp kommend nach etwas 'Wegebau' runter gerumpelt und ich sagte noch zu Marion: "Hoffentlich müssen wir hier nicht wieder hoch."... Viele liebe Grüße Henning
Hallo Henning, danke für deinen Input! Ich habe backstage jetzt auch noch von anderen Leuten gehört, dass sie diese Strecke nicht so easy-peasy fanden wie sie auf den Fotos wirkt, das beruhigt mich ein bisschen. Ich habe ja immer Bedenken, dass ich zu dramatisch berichte (denn gerne geht mal der Gaul mit dem Namen „Schriftstellerische Freiheit“ mit mir durch 😗 😎 ) und habe mich daher an diesem Punkt eher bedeckt gehalten.
Dann noch dazu:
Nach 1,5 Stunden im Flussbett ohne eine Überquerung zu finden, ging es dann retour. 😣 :
Ja, die Beschilderung im Huab lässt sehr zu wünschen übrig 🤩 . Da scheint es wohl öfters Probleme mit nicht gefundenen Ein- und Ausfahrten zu geben, das habe ich auch „hintenrum“ erfahren. Aber besser so als wenn sich dort die Touristenströme durchwälzen und man nur hinterher fahren muss 😉 .
So, wir haben hier so richtig hässliches Wetter draußen 😣 , da macht es sogar mal wieder Spaß, am Laptop zu sitzen und ich werde mich demnächst ans nächste Kapitel wagen.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201017. Sept. 2022 ·
27. Juli 2022: Vom Bushcamp südlich des Huabs zur Elephant Rock Community Campsite beim Brandbergmassiv - Teil 1
Vorab: ich wurde backstage gefragt, ob das Überraschende für mich, das ich am Ende des letzten Kapitels erwähnt habe, ein Nashorn gewesen sei. Nein, weit gefehlt 😮 , es geht wirklich nur um eine Kleinigkeit, die auch nur für mich überraschend war… und das dauert auch noch bis zum nächsten Kapitel, ist aber für 99% der hier Mitlesenden völlig uninteressant! Mit Tieren größer als Greife kann ich leider nicht dienen 😵 (es gab einen einsamen Springbock, aber den habe ich wegen Gegenlicht nicht fotografiert) !
Heute sind wir schon deutlich vor 9 Uhr unterwegs
und werden dafür mit wunderschönem Licht, welches die tolle Landschaft großartig in Szene setzt, belohnt.
Mugels 😉 und Hügels werfen noch lange Schatten.
So cruisen wir gutgelaunt immer tendenziell nach Süden - please follow me .
Auch Frau Namaflughuhn wirft noch einen langen Schatten und mir sogar einen kurzen Blick zu, vermutlich ist sie sich dessen bewusst und daher gnädig mit mir, dass sie mal wieder eins der wenigen Tiere in meinem heutigen Kapitel sein wird 😊 .
Wer hier glaubt, dass ich den markanten Bergkegel fotografieren wollte, liegt nur halbrichtig. Mindestens genau so wichtig sind die beiden Trappen im Vordergrund, die sich - gut getarnt - eine sehr schöne Heimat ausgesucht haben.
Eine von den Beiden in "nah"
Weiter geht’s….
Suchbild mit Eulenmuckelschem Fahrzeug
Ah, da sind sie ja, wir hatten sie schon vermisst!
Und noch ein Suchbild: na, was für einen Vogel hat Matthias hier entdeckt (es waren sogar zwei, aber man „sieht“ nur einen)? Na 😕 ? Rechts hinter dem Stein?
Genau, eine Wachtel 🤩 ! Es wird wohl ein Common Quail sein, auch wenn die wohl laut Roberts erst im September/Oktober hier ankommen, aber es soll auch Überwinterer geben. Es kommen eh nur zwei in Frage, und beim Harlequin Quail passt noch viel weniger.
Wir tuckern weiter
und erreichen kurz nach 10.30 Uhr die Wasserstelle Gai-As, was ein Wort aus der Khoisan-Sprache ist und je nach Deutung „großes Loch“ oder „Großes Wasser“ bedeutet. Ich hatte schon in anderen Berichten flüchtig davon gelesen, konnte mir aber nicht so recht etwas darunter vorstellen. Diese mitten in einem riesigen Trockengebiet liegende Quelle finde ich spontan sehr faszinierend.
Direkt am Wasser und auf den Steinen drumherum gibt es viele Vögel, vor allem Nonnenlerchen, Lerchenammern und Flughühner.
Es herrscht auch ständiger und meist hektischer Flugbetrieb.
Die Hektik ist vielleicht nicht ganz grundlos 🙄 , denn etwas weiter hinten sitzt ein Lannerfalke und studiert das Speisenangebot.
Nicht nur die Vögel, die sich teilweise sogar aus der Nähe fotografieren lassen,
und die Quelle , sondern die Gesamtkomposition begeistert mich!
Offensichtlich ging es anderen auch schon so, denn wir treffen, als wir ein paar Meter weiter hoch fahren,
auf Reste menschlicher Ansiedlungen.
Natürlich haben sich deren Bewohner aber nicht zu allererst für die Schönheit der Landschaft interessiert wie ich 😎 .
Nachdem ich zuhause ein bisschen gegoogelt habe, habe ich mir dieses (gebrauchte, neu gibt es das nicht mehr) Büchlein erstanden.
Darin ist zu lesen, dass vor weit über 1000 Jahren (Wilton-Zeit) die Wasserstelle bereits von Jägern und Sammlern aufgesucht wurde, was durch Felsgravuren und Steinwerkzeuge nachgewiesen werden konnte. In den letzten 500 Jahren gehörte Gai-As zu einem Netz aus Weideland der Hirtennomaden aus dem Brandberg- und Ugabgebiet. Im Umkreis von 800 m um die Quelle liegen 10 Siedlungsplätze mit rund 175 Bauten – wir haben also nur einen Bruchteil davon gesehen. Die recht gut erhaltenen Bauten nahe der Quelle werden der Spätzeit von Gai-As zugeordnet, Man geht davon aus, dass durch Überweidung die aride Grasnarbe dauerhaft zerstört wurde und die Bauten danach deshalb nicht mehr genutzt wurden.
Wir schauen uns die Rundbauten direkt am Weg etwas genauer an.
In einer Nische finden sich diverse Hefte, in denen sich Touristen mehr oder weniger originell verewigt haben.
Ruths Begeisterung für die Notizen endet jäh, als ihr aus den gefalteten Blättern ein „riesiger Dino-Silberfisch“ entgegenwuselt 🤩 . Selten habe ich Ruth so panisch erlebt, das war schon fast wieder lustig 🤪 ! Arme Ruth, wer den Schaden hat…. 😵
Nach einer halben Stunde Aufenthalt hier fahren wir weiter zur Klein Gai-As Fountain. Auf T4A hier im Netz findet man diese Aussage: “Note that if you camp here, the Rhino cannot drink and the calf will die.” Ich meine mich zu erinnern, dass Uwe oder Matthias dies auch vom Navi abgelesen haben, denn anders kann ich mir nicht erklären, dass wir hier herumgefahren sind und erfolglos nach Nashörnern gesucht haben 😊 😗 .
20 Minuten später fahren wir über farblich wechselnde Fahrbahnbeläge eine Anhöhe hinauf, um von dort in Richtung Ugabtal zu blicken.
Ein toller Ausblick - den wir aber nicht lange genießen, sondern uns an die Talfahrt machen.
Die Strecke macht zwischendurch einen rechtwinkligen Knick nach Westen, um dann wieder nach Süden abzubiegen und wir eiern entsprechend durch die Gegend. Kommt einfach mit….
Um 12.30 Uhr ist dann an dieser Stelle Picknick-Time.
Zum Glück denke ich dieses Mal daran, die Kamera mitzunehmen, als ich mal hinter den Busch muss. Somit kann ich auf meine Tiersichtungsliste wenigstens diese kleine Echse (?) eintragen. Sie lässt sich nur mit Schwierigkeiten ablichten, denn automatisch schaue ich immer in Richtung Kopf,
und ein bisschen gruselige Beine hat sie auch
vergesse dann aber, dass danach noch gaaaaanz viel Schwanz kommt, der kaum aufs Foto passt!
Auf unsere Mittagspause folgen einige Stunden mit sehr rumpeligen Passagen, von denen dann das nächste Kapitel handeln wird!
Liebe Bele, es wird wirklich Zeit Dir ein ganz dickes Dankeschön zu sagen. Ich hab Dir ja schon geschrieben, wie sehr ich diese(n) Landschafttyp(en) liebe und daher finde ich es Klasse soviele Fotos davon präsentiert zu bekommen. Fast wie ein kleiner Urlaub. Liebe Grüße Elisabeth
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201019. Sept. 2022 ·
sphinx schrieb:Liebe Bele, es wird wirklich Zeit Dir ein ganz dickes Dankeschön zu sagen. Ich hab Dir ja schon geschrieben, wie sehr ich diese(n) Landschafttyp(en) liebe und daher finde ich es Klasse soviele Fotos davon präsentiert zu bekommen. Fast wie ein kleiner Urlaub. Liebe Grüße Elisabeth
Liebe Elisabeth, bald geht es ja in echt für dich in Urlaub - und bestimmt wirst du auch tolle Landschaften sehen! Aber bis dahin überbrücke ich gerne.... 😉 😘 !
Es geht heute auch mit noch ein bisschen Landschaft weiter, so viel sagen mir die Fotos, die ich schon rausgesucht habe - aber bisher hat mich die Text-Muse noch nicht geküsst, mal schaun, wann sie aktiv wird 🤪 .
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201019. Sept. 2022 ·
27. Juli 2022: Vom Bushcamp südlich des Huabs zur Elephant Rock Community Campsite beim Brandbergmassiv - Teil 2
Nach unserer Mittagspause wird die Strecke schnell steinig, Pflanzen gibt es immer weniger, von Tieren reden wir schon gar nicht mehr 🙄 . Ruth meldet durchs Funkgerät, dass sie sich wirklich Mühe gegeben und jeden Dollarbusch nach Chamäleons abgesucht hat. Nix! 🙁
An dieser Stelle ist mal wieder große Vorsicht geboten 🤩 (ja, ich weiß, es sieht nicht wild aus 😗 ), denn keiner will aufsitzen oder Reifen schlitzen.
Unser Navi hat wirklich Sinn für Humor 😄 : wieso wird das nicht früher angemerkt, sondern erst, wenn man eigentlich schon mitten im Schlamassel steckt 😐 ? Kann man verstehen, muss man aber nicht.
Plötzlich wird es wieder grün – hä, warum wächst hier Schilf?
Die Erklärung folgt nach ein paar Metern: hier gibt es ein bisschen Wasser und wir müssen da runter und durch.
Die Strecke ist teilweise rustikal (und zieht sich dementsprechend 😉 ):
bis wir dann endlich unten im Ugab stehen - mein nächster neuer Trockenfluss.
Wir queren ihn aber nur und kommen im Ugab Rhino Camp raus.
Was hab ich euch eigentlich erzählt von wegen keine Tiersichtungen? Natürlich haben wir ein Nashorn gesehen und einen Elefanten sogar auch 🤩 !
Hier sieht alles ziemlich verlassen und auch teilweise kaputt aus (wobei ich noch nie hier war, und ich den ursprünglichen Zustand nicht kenne), aber soweit man im Forum lesen kann, ist Camping dort trotzdem möglich.
Auf jeden Fall hat das Info-Center des Save the Rhino Trusts geöffnet
Kaum bin ich drin, traue ich meinen Augen nicht 🤩 . Und das ist jetzt die Stelle, an der ich etwas für mich Überraschendes erlebt habe (und ja, ich weiß, das ist nur für mich spektakulär, aber das hier ist schließlich MEIN Reisebericht 😗 😎 ):
Schon vor Jahren habe ich mal im Netz (vielleicht sogar hier im Forum?) eine Karte oder ein Foto von einer Karte der Trockenflüsse Namibias und ihren Einzugsgebieten gesehen. Seitdem bin ich – die ja ein gewisses Faible für Fluss-Systeme, egal ob nass oder trocken, hat – ziemlich angefixt von dieser Karte und hätte sie zuuuu gerne für daheim! Im Netz konnte ich sie nicht zu kaufen finden – und jetzt hängt sie direkt vor meinen Augen zum Greifen nah.
Mitgehen lassen ist keine Option und natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht, aber irgendwie auch aufgeregt, dass es sie gibt, aber nicht für mich zu haben ist 🙁 und nehme mir vor, in Swakopmund danach zu suchen. (Spoiler: Niemals im Leben hätte ich aber an der Stelle in Swakopmund danach gesucht, an der ich sie schlussendlich dann gefunden habe! )
Ne, nach Tweyfelfontein wollen wir nicht, sondern weiter nach Südwesten.
Wir verlassen das Camp durch eine Schranke, wo tatsächlich ein menschliches Wesen auftaucht und uns registriert.
Diese Kunststoff-Iglus habe ich irgendwo auf Fotos, aber soweit ich mich erinnern, in einem anderen Zusammenhang mal gesehen. Skeleton-Coast 😕 ? Ich weiß es nicht mehr…
Egal, weiter geht’s.
Ruth hatte uns schon gewarnt, dass jetzt eine ziemlich düstere Strecke käme, die Muckels sind das in nördliche Richtung 2017 gefahren.. Aber zum Glück sind wir ja in die richtige Himmelsrichtung unterwegs, so dass alles nur halb so trübselig aussieht wie beschrieben.
Oben angelangt steigen wir aus und genießen den tollen Ausblick! (Als meine Tante, 86 Jahre alt, gebürtige Stuttgarterin, fit und munter und oft zum Einkaufen unterwegs, ein paar Fotos der Reise gesehen hatte, meinte sie an dieser Stelle: "Des sieht ja scho beeindruckend aus, aber au ziemlich einsam - weit und breit koin Laden!" 😄 )
Ich bin erstaunt über diese Pflänzchen hier. Sicher braucht man einen starken Willen, um hier zu überleben!
Bitte wieder alle einsteigen - Ruth und Uwe fahren schon mal vor.
Die Pad ist bald gar nicht mehr besonders wild und so rollen wir einigermaßen gemütlich grob Richtung Brandbergmassiv. 10 Minuten später machen Matthias und ich einen Stopp wegen eines Augurbussards.
Eulenmuckels sind ja schon vorausgefahren und wir sehen sie nicht mehr. Als wir wieder losfahren wollen, hört Matte auf seiner Seite ein pfffffffffffff. Sauber, jetzt werden wir doch nicht noch einen Platten haben 🤩 ?
Tatsächlich, unser rechter Hinterreifen ist hinüber 😈 .
Schnell die Muckels informieren, aber die hören uns nicht. Kurz darauf krächzt das Funkgerät, aber sie sind nicht zu verstehen. Meinen „Rückruf“ nimmt niemand an. Während wir noch unsere Siebensachen zum Reifenwechseln zusammensuchen (das Ersatzrad rollt uns ja praktischerweise gleich aus der Kabine hinten entgegen) ,
kommen Ruth und Uwe aber dann zum Glück zurück, sie hatten an einer Stelle, wo sich die Spur teilt, gewartet, weil sie nicht wussten, ob wir dann den richtigen Abzweig nehmen würden.
Die beiden Männer wechseln schnell den Reifen – eine viel bessere Stelle als hier, breit und eben, hätte man kaum finden können heute, Glück im Unglück also 🙂 .
So, schnell die Radmuttern nochmal nachziehen und alles wieder aufräumen
und dann kommt der Rest des Tages im nächsten Kapitel!
H.Badger1’866 Beiträge · seit 201619. Sept. 2022 ·
Liebe Bele, es ist mal wieder Zeit für ein Zwischen-Dankeschön dafür, dass du mich mit auf eure Rumpelpisten nimmst. Das sind wirklich wieder schöne Landschaften - auch ohne Ladengeschäfte. 😛 Ähnliche Iglus stehen meines Wissens im Quivertree Forest Rest Camp - nicht dass das eine irgendwie relevante Information wäre... 😉
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201020. Sept. 2022 ·
H.Badger schrieb:Liebe Bele, es ist mal wieder Zeit für ein Zwischen-Dankeschön dafür, dass du mich mit auf eure Rumpelpisten nimmst. Das sind wirklich wieder schöne Landschaften - auch ohne Ladengeschäfte. 😛 Ähnliche Iglus stehen meines Wissens im Quivertree Forest Rest Camp - nicht dass das eine irgendwie relevante Information wäre... 😉 Herzlich grüßt Sascha
Lieber Sascha,
das ist durchaus eine relevante Information - auch wenn ich das genannte Camp nicht kenne. Es kann aber sein, dass ich in diesem Zusammenhang mal Fotos von den Iglus gesehen habe. Für eine tiefergehende Internetrecherche bin ich allerdings jetzt zu müde und habe ein Gläschen zu viel Rotwein intus 🤪 . Mal schaun, ob ich in diesem Zustand noch ein Kapitel hinbekomme - also bitte mal auf alle Fälle nicht wundern, falls sich ein paar Schreib- , Grammatik- und sachliche Fehler im Text tummeln 😗 😎 .
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201020. Sept. 2022 ·
27. Juli 2022: Vom Bushcamp südlich des Huabs zur Elephant Rock Community Campsite beim Brandbergmassiv - Teil 3
Nach unserer Reifenpanne rollen wir ganz sanft Richtung Brandbergmassiv. Für mich sehr beeindruckende Bilder, denn hier war ich noch nie.
Um 16.30 Uhr treffen wir dann an der Elephant Rock Community Campsite ein. Die beiden Camp Attendants freuen sich wie Bolle über uns – wir sind die einzigen Gäste (erst nach Einbruch der Dunkelheit taucht noch ein Paar mit Dachzelt auf).
Wir fragen frech nach der schönsten Campsite und bekommen sie auch: die Nr.1. Toll gelegen ganz am Ende des Geländes, eingebettet in die Felsen ringsrum, mit einem überdachten Sitzplatz.
Wir unterhalten uns ein bisschen mit Kennedy (hieß er so?) und Gerhard (auch hier bin ich mir mit dem Namen nicht sicher), der für die Kamera ein paar Faxen macht.
Unser Ablutions sind außer Betrieb, ist aber egal, wir können die gleich außerhalb unseres Platzes benutzen, die noch schnell hergerichtet werden.
Ich nehme eine wunderbare Dusche und bin sehr zufrieden mit unserem heutigen Zuhause. Es gibt hier ein Paar Rußnektarvögel, deren Nest sich auf der Campsite befindet, was ich etwas gewagt finde, denn es gibt ja immer wieder Störungen durch die Gäste.
Mal wieder ein Blümchen
Die anderen sind schon unterwegs nach oben auf den Berg, ich warte noch, bis mir ein Bild von unserer Camp-Ratte gelingt (nein, ich habe nicht vergessen, das Bild gerade zu rücken, es war tatsächlich so schief dort 😛 ).
Dann marschiere ich los, denn ich will natürlich auch noch nach oben und den Elefantenkopf entdecken 🙂 !
Matthias ist weit voraus, er will mal wieder Drohne spielen 😛 und Ruth und Uwe kommen mir entgegen, sie müssen unten auf der Campsite irgendwas erledigen. Schnell erklären sie mir nochmal, wie ich diesen Elefantenkopf finde, einfach da hoch und dann rechts. Okay, alles klar 😏 . Ich sehe ihn gedanklich vor mir, ganz da oben auf dem Fels, ein riesiger Fels in Elefantenkopfform 😮 . Ich beginne also den (hier noch sanften) Aufstieg für meine Suche (hier der Blick zurück ins Tal).
Bevor ich aber überhaupt nur ansatzweise so weit bin, um den Dickhäuter zu finden (so denke ich zumindest, die Wirklichkeit sieht anders aus, wie sich später herausstellen wird 😗 😊 🙄 ), entdecke ich etwas ganz anderes 🤩 . Nein, nicht die Landkarte von den Trockenflüssen 😄 , sondern dieses kleine Chamäleon! 😮
Uhhhh, wie niedlich 😘 – das ist, wenn ich mich richtig erinnere, mein zweites Chamäleon überhaupt und mein erstes selbstentdecktes.
Das Kerlchen tut mir ein bisschen leid, wie es versucht, sich auf diesen abgefressenen Grasbüschel vor mir zu retten.
Das ist zwar ein netter Versuch, wäre aber im Ernstfall wohl nicht sonderlich effektiv 😕 .
Nun bin ich ja kein Fressfeind, aber der Kleine färbt sich trotzdem mal vorsichtshalber schwarz, was nur noch halb so appetitlich aussieht.
Ich versuche ihn nicht noch mehr zu nerven, aber ein paar Fotos müssen sein von MEINEM 😎 Chamäleon.
Dann fällt mir ein, dass Ruth doch unbedingt eines sehen wollte 🙄 und beschließe, meinen Aufstieg zum Elefantenkopf sausen zu lassen (bin eh ein bisschen faul, das sieht noch nach einem recht weiten Weg aus da hoch 😣 ) und laufe schnell runter zu den Autos, um Ruth und Uwe zu holen. Natürlich habe ich Angst, dass das Chamäleon nicht mehr da ist, wenn wir hochkommen, aber die Beiden sind optimistisch und nehmen ihre Kameras mit.
Kurz bevor wir an der Stelle sind, wo ich das Chamäleon zuletzt gesehen habe, erzähle ich ihnen, dass ich beschlossen habe, dass mich der Elefantenkopf heute nicht interessiert. Ruth schaut mich etwas ratlos an und fängt dann an zu lachen. „Du bist doch schon an ihm vorbei – und es ist auch nicht nur ein Kopf, sondern ein ganzer Elefant! Ich habe doch gesagt, du musst dich umdrehen bzw. nach rechts über die Schulter schauen!“
Jetzt wo sie es sagt erkenne ich ihn auch 🤩 ! Keine Ahnung, was da in meinem wirrren Hirn abging und warum ich felsenfest davon überzeugt war, dass ich einen Kopf suchen muss (hab das wohl mit dem Elephant’s Head bei Ameib verwechselt, da war ich ja auch noch nie), denn die Campsite heißt ja ganz klar „Elephant Rock“. Und dass der komplette Elefant doch recht klein ist (okay, ist wohl noch ein Junger, das hat mir ja auch niemand gesagt 😎 ) wusste ich ebenfalls nicht. Außerdem war für mich klar, dass er ganz oben auf dem Bergrücken lebt!
Da steht er (gell, Ihr habt ihn auf dem Foto vorhin auch nicht entdeckt, oder 😄 ?).
Eigentlich kommen meine Fotos immer chronologisch und am entsprechenden Tag vor, aber heute mache ich mal eine Ausnahme: das Bild habe ich am nächsten Morgen gemacht, als er nicht im Schatten stand. Man kann das Rüsseltier ganz gut erkennen, oder 😉 ?
Aber jetzt schnell zurück zum eigentlichen Grund unserer Anwesenheit hier!
Tja, nur leider ist das Chamäleon nicht mehr auf seinem abgefressenen Grasbüschel 🙁 . Doch was für ein Glück 🙂 – es ist noch in der Nähe und gerade dabei, ins Bett, sprich auf seinen Schlafbaum zu gehen. Noch ist es (wieder) ganz hell,
aber als es uns bemerkt, muss es sich gleich wieder schwarzärgern.
Ich bin sehr erstaunt, wie gut es klettern kann und finde es irgendwie rührend, wie es da so ganz langsam und vorsichtig, aber doch sehr sicher senkrecht am Stamm hinaufklettert. Hier ein paar bewegte Bilder davon:
und uns ums Abendessen zu kümmern, unser letztes gemeinsames auf dieser Reise (wenn man vom Essen im Flugzeug in ein paar Tagen absieht, aber da saßen wir ja auch nicht nebeneinander), das wir gemütlich auf dem überdachten Platz einnehmen. Natürlich nicht ohne vorher mit einem GinTonic anzustoßen 😉 ! Bald danach geht es ab ins Bett - das war wieder ein anstrengender Tag mit sehr vielen Eindrücken