8 Wochen entschleunigt in BOT, NAM & SA 10-11/2019

Reisebericht 263 Antworten · 57,6k Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2020 von @Zugvogel
194 Beiträge · seit 201812. Nov. 2020 ·
Was für faszinierende Eindrücke! Das Löwenmännchen auf der Suche, die hungerleidenden Antilopen, aufziehende Gewitter, Erdmännchen und ein wunderbarer Sonnenuntergang...
Vielen Dank für die schönen Momentaufnahmen!
LG Stefanie
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien www.kalahari-calling.com
112 Beiträge · seit 201113. Nov. 2020 ·
Hallo! Danke für die großartigen Bilder und den spannenden Bericht. Witzig, die beiden Gauner vom Bohrloch haben wir dort letztes Jahr auch getroffen. Ihr habt echt klasse Sichtungen gemacht! Viele Grüße, Gajol
Themenstarter547 Beiträge · seit 201413. Nov. 2020 ·
kalaharicalling schrieb:Was für faszinierende Eindrücke! Das Löwenmännchen auf der Suche, die hungerleidenden Antilopen, aufziehende Gewitter, Erdmännchen und ein wunderbarer Sonnenuntergang...
Vielen Dank für die schönen Momentaufnahmen!
LG Stefanie
Die Kalahari hat uns vor einem Jahr trotz Dürre wieder einmal ausgiebig verwöhnt mit fantastischen Sichtungen und tollen Stimmungen!
Gajol schrieb:Hallo! Danke für die großartigen Bilder und den spannenden Bericht. Witzig, die beiden Gauner vom Bohrloch haben wir dort letztes Jahr auch getroffen. Ihr habt echt klasse Sichtungen gemacht! Viele Grüße, Gajol
Hallo Gajol

Schön bist du auf unserer Reise (die sich langsam dem Ende zuneigt) dabei 🙂 . Wir hatten wirklich Glück mit unseren Sichtungen (wie meist bei unseren KTP-Besuchen...).

Gleich geht es weiter!
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter547 Beiträge · seit 201413. Nov. 2020 ·
Tag 37 – 6. November 2019 – Wo sind nur die Geparde hin? 152km
KTP, Kieliekrankie Chalet No. 4

Nach einer windigen Nacht stehen wir um fünf bei klarem Himmel auf. Das Morgenrot glüht bereits am Horizont. Auf der Lower Dune Road soll es heute nochmals ins Nossob-Tal rüber gehen.


Lanner Falke / Lanner Falcon

Als Tüpfchen auf dem i wünschen wir uns hier im KTP noch die Sichtung eines Geparden. In dieser Hinsicht waren wir in den letzten Wochen noch nicht erfolgreich 😗 .

Wir geniessen die atemberaubende Morgenstimmung in den Dünen sehr, auch wenn wir nur wenige Sichtungen zu verzeichnen haben.



Bei Kij Kij angekommen sind wir das erste Fahrzeug. Was für eine Wohltat gegenüber dem Auflauf von gestern Morgen 😉 . Gleich neben dem Wasserloch liegt ein stolzer Mähnenlöwe mit seinem frischen Eland-Kill von letzter Nacht!





Unglaublich! Hier liegen verstreut mindestens fünf Eland-Kadaver unterschiedlicher ‚Reifegrade‘ und letzte Nacht wurde das nächste gerissen 😐 . Wahrlich ein Schlachtfeld…









Am Elandkadaver von vorletzter Nacht laben sich die Schakale. Auch ihre Bäuche sind prall gefüllt 🤩 .





Eine Gruppe Elands, einige Oryx, viele Tauben und Flughühner sind ums Wasserloch verstreut. Alle würden gerne etwas Wasser abbekommen.


Namaqua Flughühner / Namaqua Sandgrouses




Fleckenflughuhn / Burchell's Sandgrouse

Wir bleiben über drei Stunden hier stehen und beobachten das Geschehen.





Es wird einfach nie langweilig!







Gegen zehn vertreibt der Löwe eine grosse Gruppe Oryx von ihrem Schattenbaum und legt sich selbst dorthin. Schade, hat er nie wirklich vom Kill gefressen in diesen Morgenstunden. Dafür ist er wohl einfach zu satt 😄 .

Wir entscheiden uns nicht mehr weiter südlich oder nördlich zu fahren und kehren zurück nach Kieliekrankie.




Irgendein Schmätzer/Schnäpper?

Dort gönnen wir uns einen kleinen Brunch, setzen passend zum Tages-Thema leckeren Eland-Stew auf ( 😗 ) und geniessen den Mittag auf der Terrasse.

Am späteren Nachmittag geht es in die entgegengesetzte Richtung - ins Auob-Tal. Es ist sehr heiß und egal wo wir hinfahren, es sind kaum Tiere zu sehen! Auch fast keine Vögel. Wir passieren Batulama, Montrose, Rooibrak – Nichts (bis auf einige hübsche Springböckchen wie ich bei der Sichtung der Fotos feststelle 😉 )





Da wir noch Zeit haben entscheiden wir uns hoch bis zum 13th Borehole zu fahren.



Immerhin treffen wir unterwegs auf einige Giraffen. Dies freut uns sehr, da wir die Langhälse in den nächsten Tagen im Norden vom KTP nicht mehr antreffen werden. Ansonsten erspähen wir hin und wieder ein Oryx und auf der Rückfahrt einige Erdmännchen.

Naja, solche Momente gibt es einfach, wo die Sichtungsfee mal Pause macht (oder braucht?! 😉 ).

Dieser Milchuhu







und die Abendstimmung in den Dünen (inkl. Konzert der Barking Geckos) lassen uns dann doch wieder zufrieden in Kieliekrankie ankommen. Mit den Geparden will es leider einfach nicht klappen auf dieser Reise… Immerhin - einige Tage bleiben uns noch hier im Norden Südafrikas 😗 .



Der zarte Eland-Stew mit Reis und ein Amarula runden unseren Abend ab. Wir sind gespannt, wie es Morgen weiter geht.
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zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2020
1’852 Beiträge · seit 201514. Nov. 2020 ·
Das ist ja fantastisch! Hoffentlich zeigt ihr das video der Verwaltung von Sanparks, so dass sie dort eine wildlife Camera aufstellen. Hier ist doch Beweis genug dass dort am Wasserloch genug Betrieb ist um das zu rechtfertigen. Da könnten sie gut Satara auslassen und Uri dazu nehmen. Finde ich.
Danke dafür!
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter547 Beiträge · seit 201422. Nov. 2020 ·
Tag 38 – 7. November 2019 – Von Kieliekrankie nach Nossob oder 'Gepardentag', 173km
KTP, Nossob Chalet CH4, No. 4

Eine windige Nacht geht zu Ende. Es hat massiv abgekühlt, der Himmel ist strahlend blau. Ein kurzer Game Drive ins Auob-Tal ist heute früh eingeplant, bevor es mit Sack und Pack nach Nossob gehen soll.

Kaum biegen wir in den Auob ein (es ist viertel vor sechs) sichtet Dani oberhalb des Flussbetts eine Geparden-Silhouette. Genau das hatten wir uns im Auob doch erhofft! 🙂 Der Gepard ruft flussabwärts, erhält jedoch keine Antwort und verschwindet nach einigen Minuten hinter der Düne.

Wir lassen nicht locker, denn wir sind uns ziemlich sicher, dass es in der näheren Umgebung noch weitere Geparde haben muss. Wir fahren kurz zum Auchterlonie-Picknickplatz hoch - nix los. Weiter zum Auchterlonie Wasserloch - und wer kommt uns im Flussbett etwa 200m weiter südlich entgegen: zwei Gepunktete! 🤩









Die beiden stellen sich später als ein Weibchen und als ein Männchen heraus. Während das Männchen lange am Wasserloch trinkt, wirkt das Weibchen ziemlich nervös. Immer wieder suchen wir mit dem Fernglas die Richtung ab, wo wir vorhin den ersten Geparden gesehen haben...



Und keine zehn Minuten später taucht er hoch oben am Rand des Flussbetts auf!



Zielstrebig steuert er auf die beiden Katzen am Wasserloch zu. Sobald diese ihn jedoch entdecken nehmen sie Reissaus. Nun geht es Schlag auf Schlag 😣 . Das Paar von vorhin sprintet über die Strasse, der dritte Gepard in einem Affenzahn hinterher und wir versuchen so gut es geht zu folgen. Zum Glück sind wir das einzige Auto!









Im schönsten Morgenlicht treffen die drei aufeinander. Das Einzeltier ist ebenfalls ein Männchen. Wir haben erwartet, dass sich die Männchen nun um das Weibchen streiten würden. Dem ist aber nicht so.







Gemeinsam bedrängen die beiden Herren nun das Weibchen, welches sich immer wieder lautstark wehrt.







Schnell ist klar, dass die beiden Männchen zusammengehören und es auf das ‚arme‘ Weibchen abgesehen haben. Während den nächsten mehr als eineinhalb Stunden erleben wir interessante Interaktionen zwischen den Dreien im besten Morgenlicht. So zusagen 'Cheetah-Dating' par exellence! 😉







Es folgt nun eine Bilderflut, sorry!





Es wird gerufen,



gerauft,



und auch immer wieder mal durchgeschnauft.



Auch dies ist wieder eine Interaktion zwischen wilden Tieren, wie wir sie zuvor noch nie erleben durften 🙂 !









Unglaublicherweise sind wir immer noch das einzige Fahrzeug an dieser Sichtung. Was für ein Glück!











Gestört wird die Szenerie irgendwann gegen zehn vor sieben von einem Löwen, welcher aus Süden das Flussbett hochstapft.





Es ist 'One Eye' aus dem Rudel, welches wir bereits mehrmals bei Kamfersboom beobachten durfen. Er ist alleine unterwegs an diesem Morgen. Die Geparde haben den Löwen bald entdeckt und legen sich flach hin. Fertig Geplänkel!



Der Löwe hingegen hat nur das Wasserloch im Auge und übersieht die Geparde erstaunlicherweise. Für uns Nervenkitzel pur! Irgendwann legt sich der Löwe weiter weg in den Schatten. Er ist für uns nur noch zu hören und nicht mehr zu sehen.

Ein Schwalbenschwanzspint setzt sich in der Nähe auf ein Ästchen und sorgt für etwas Abwechslung in der ganzen Katzen-Hysterie 😉 .





Nach einer halben Stunde geht die Plänkelei zwischen den drei Cheetahs etwas weniger intensiv, aber für uns nicht minder spannend weiter.





Mal wehrt sich das Weibchen gegen die Avancen der beiden Männchen, mal ohrfeigen sich die Männchen gegenseitig. Es ist grandios das zu erleben!



Um acht Uhr dann wieder Szenen-Wechsel 🤩 ! Im Augenwinkel sehe ich, wie sich der Löwe von vorhin wieder flussabwärts bewegt. Auch den drei Gepunkteten auf der Düne entgeht dies nicht.





Kurz darauf hat er die Geparden erblickt – und wirkt alles andere als erfreut.



Zielstrebig steuert er auf die grazilen Katzen zu.



Zuerst machen sich die Geparde klein. Da sie aber sowieso bereits entdeckt wurden, richten sie sich irgendwann wieder auf und schauen dem Löwen gespannt entgegen. Der Löwe zögert keinen Augenblick und schreitet zackigen Schrittes die Böschung hoch. Als er noch etwa 50m von den Geparden entfernt ist, nehmen diese Reissaus. Zack, zack und weg sind sie! 🤩



Der Löwe hinterher, jedoch gemächlichen Schrittes. Mit der Geschwindigkeit dieser ausgewachsenen Geparde kann er es sowieso nicht aufnehmen...



Nach einem kurzen Durchatmen verlassen wir diese tolle Sichtung und rollen etwas weiter südlich, um einen geeigneten Platz zum Wenden zu finden. Wir kommen mit einem sehr netten älteren südafrikanischen Paar ins Gespräch und gerade als wir wegfahren wollen, kommt uns der Löwenmann von vorhin wieder im Flussbett entgegen.



Mit dem haben wir noch eine Rechnung offen! So ergeben sich einige schöne Fotomöglichkeiten und später nochmals ein etwas längeres Gespräch mit dem südafrikanischen Paar. Was für ein Zufall, dass der Herr im selben Bereich wie Dani arbeitet. Die Männer tauschen Visitenkarten aus und wollen in Kontakt bleiben…

Um viertel vor neun überlassen wir den Löwen sich selbst, fahren noch bis Gemsbokplein hoch und schon geht es zurück nach Kieliekrankie. Schnell das Auto einräumen, uns von Jacques verabschieden und auf der Lower Dune Road nach Osten.

Bei Kij Kij haben die Huftiere wieder Überhand gewonnen. Im Beisein von grossen Oryx- und Gnuherden verspeisen wir ein kleines Frühstück. Vom gestrigen Eland-Kadaver ist nicht mehr viel über. Wahnsinn, wie schnell das geht!





Mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h fahren wir danach gen Nossob. Die Tiere haben sich in den Schatten zurückgezogen. Wir klappern alle Wasserlöcher auf dem Weg ab und machen bei Dikbaardskolk einen kurzen Toiletten-Stopp.

Kurz nach zwei sind die über 120km nach Nossob fast geschafft. Einige hundert Meter südlich des Camps wartet aber noch eine weitere Überraschung auf uns: eine Geparden-Dame mit Springbock-Kill! Das gibt es nicht - wochenlang keine Geparde weit und breit und am heutigen Tag bereits vier Stück… 🤩

Wir bleiben eine Weile bei ihr, entscheiden uns dann aber den Check-in zu erledigen sowie unsere diversen elektronischen Geräte und Akkus in unserem Häuschen einzustecken.


Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver

Gleich darauf, um drei Uhr, sind wir wieder auf Pad. Vom Licht her müsste die Gepardin mit ihrem Kill je länger je mehr in die Sonne geraten.





Zwar zieht sie den bereits stark malträtierten Springbock immer mehr in den Schatten, mit der Zeit ergeben sich jedoch einige tolle Fotomöglichkeiten.





Obwohl die Gepardin sehr vollgefressen aussieht und sich kaum noch bewegen kann, beginnt sich kurz nach vier nochmals zu fressen. Acht Schakale warten derweil darauf, auch einen Happen abzubekommen. So richtig traut sich aber keiner ran.









Um halb fünf verlässt die Gepardin ihren Kill und legt sich in unserer Nähe unter einen Baum.





Es vergehen keine drei Sekunden und schon hat sich der Trupp Schakale den Kill geschnappt.







Obwohl es archaisch zu und her geht scheint eine gewisse Rangordnung vorzuherrschen.







Nicht minder spannend anzusehen! Bereits nach einer viertel Stunde ist kaum noch etwas vom Kill zu erkennen!





Wir fahren südlich bis Marie Se Gat und stehen dort eine Weile. Das Licht wäre fantastisch, ausser einigen Schakalen und Oryx herrscht jedoch gähnende Leere.



So kehren wir heute bereits eine halbe Stunde vor Torschluss ins Camp zurück. Wir sind gesättigt für den Tag!

Nach einem kurzen Besuch im Shop grillen wir leckere Braajbrodjies. Später sitzen wir noch eine Weile im Hide am Wasserloch. Ein Löwe brüllt regelmässig, scheint sich mal zu nähern, ist dann aber länger nicht mehr zu hören. Und uns zieht es langsam aber sicher in unsere gemütlichen Betten im Chalet...
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zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2020
1’852 Beiträge · seit 201523. Nov. 2020 ·
Hallo ihr KTP Glückspilze!
Ist ja schon Wahnsinn was euch dieser Park an nur einem Tag mit Geparden gezeigt hat! Es war spanned zu lesen als dann noch der One Eye Löwe dazu kam. Danke dass ihr all das Geschehen mit uns teilt!
Es ist große Unterhaltung für mich und ich schätze eueren Bericht sehr.
Mit bestem Dank ins Schwyzli, Katrin
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201428. Nov. 2020 ·
Sadie schrieb:Hallo ihr KTP Glückspilze!
Ist ja schon Wahnsinn was euch dieser Park an nur einem Tag mit Geparden gezeigt hat! Es war spanned zu lesen als dann noch der One Eye Löwe dazu kam. Danke dass ihr all das Geschehen mit uns teilt!
Es ist große Unterhaltung für mich und ich schätze eueren Bericht sehr.
Mit bestem Dank ins Schwyzli, Katrin
Liebe Sadie

Obwohl der KTP so trocken war, wurden wir wirklich verwöhnt mit unseren Sichtungen. Leider waren letztes Jahr im November aber kaum (Greif-) Vögel anzutreffen im KTP, wie wir es von anderen Besuchen her kannten...

Liebe Grüsse aus der kalten Schweiz,
Stefanie & Dani
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201428. Nov. 2020 ·
Tag 39 – 8. November 2019 – Honeymoon Löwen zwischen Nossob und Grootkolk, 173km
KTP, Grootkolk Wilderness Camp, Chalet No. 2

Wir verlassen Nossob zur Toröffnung. Es geht nach Süden zum Rooikop Wasserloch, wo wir vor einer Woche die fantastische Sichtung der Braunen Hyänen hatten. Heute herrscht gähnende Leere. Macht nichts. Wir kehren um und fahren nun nach Norden, unserem heutigen Tagesziel entgegen.

Durch unseren Schlenker nach Süden sind nun nicht mehr so viele Fahrzeuge aufs Mal unterwegs, was wir als sehr angenehm empfinden. Nossob hat sich in den letzten Jahren zu einem stattlichen Camp entwickelt und aus unserer Sicht ist die Kapazitätsgrenze im Bereich der Strassen nördlich und südlich vom Camp mehr als erreicht 🙁 .

Ein Honey Badger gibt uns zwischen Nossob und Marie Se Gat die Ehre 🤩 . Er kreuzt vor uns die Strasse und entfernt sich erst. Jedoch zahlt sich unsere Geduld aus und langsam aber stetig verlegt er seine Nahrungssuche wieder in unsere Nähe.





Das Fotografieren ist schwierig. Zum einen, weil sich der Honigdachs flink und in rasantem Tempo fortbewegt, zum anderen, weil er seine Beute hinter und unter den dichtesten Büschen sucht 😉 .







Immerhin steht die Sonne auf der 'richtigen' Seite. Wir bleiben über eine halbe Stunde stehen, während andere Besucher achtlos an uns und dem Badger vorbeifahren.







Trotz allen Schwierigkeiten gehört diese zu einer unserer besten Honeybadger-Sichtungen bisher.







Bei Cubitje Quap tummeln sich viele Gnus und Oryx.







Kwang ist leer und bei Bedinkt ist ebenfalls eine Herde Gnus beim Trinken anzutreffen. Hier essen wir unser Frühstück. Später treffen wir alte Bekannte von unserem letzten KTP-Besuch vor einem Jahr. Es entsteht eine rege Unterhaltung und schwups ist wieder eine Stunde vergangen 😉 . Für uns ist es beruhigend zu hören, dass alle anderen Besucher aktuell in etwa mit denselben ‚Schwierigkeiten‘ wie wir zu kämpfen haben: es sind einfach kaum Vögel (bisher haben wir zum Beispiel noch keinen einzigen Blutschnabelweber gesehen, die ansonsten in Hülle und Fülle umherfliegen) und Kleingetier (Mäuse, etc.) anzutreffen. Hier zwei Ausnahmen:


Wiedehopf / African Hoopooe


Marico-Schnäpper / Marico Flycatcher

Um viertel nach zehn biegen wir auf die Pad zum Polentswa Wasserloch ein und erspähen in den Büschen nebenan einen stattlichen Löwenkater. Etwas weiter vorne unter einem Baum liegt zudem ein Honeymooner-Päärchen. Im fünf Minuten- bis Viertelstunden-Takt findet die Paarung statt. Und dies bei doch schon beachtlicher Hitze von ca. 34°C.











Nach einiger Zeit geht es endlich für einen Schluck kühles Nass ans Wasserloch











und weiter geht das Schäferstündchen mitten auf dem Platz vor dem Wasserloch. Lange sind wir das einzige Auto. Irgendwann gesellt sich auch der zweite Löwe dazu und spaziert vom Wassertank in Richtung Wasser. Auch er ist ein Prachtskerl!







Mr. Honeymoon sieht mittlerweile etwas mitgenommen aus 😉 .



Kurz vor Mittag fahren wir weiter und wärmen bei Lijersdraai unsere Essensresten von vorgestern auf. Schon praktisch, eine Küche mit dabei zu haben… Die Siedlerweber betteln was das Zeug hält.



Die weiss blühenden Büsche (kennt jemand den Namen?) bereiten uns auch dieses Jahr grosse Freude, stehen sie doch nur an wenigen Tagen im Jahr in Blüte.









Bis nach Grootkolk treffen wir noch auf einige wenige sehr scheue Kuhantilopen und bei Kannaguas auf drei Bateleure und zwei Raubadler.





Punkt zwei Uhr sind wir in Grootkolk, wo wir von Isak nicht besonders freundlich begrüsst werden. Wir kennen ihn vom letzten Jahr und doch ist hier die Stimmung nicht dieselbe wie in anderen Wilderness Camps. Teilweise hat man das Gefühl, als Gast eine Bürde zu sein 🙁 . Und heute irgendwie besonders - mit werden mit den knappen Worten 'You can go now!' in unsere Hütte bugsiert.

Von unserem Campnachbarn erfahren wir, dass das Wasserloch hier im Camp kein Wasser enthält und Isak sich weigere, das Wasser aufzudrehen, weil das Bohrloch aktuell zu wenig Wasser für das Camp fördere! Eine grosse Gnuherde warte jedoch bereits seit Stunden auf etwas Wasser. Scheinbar hat unser Nachbar bei Isak bereits ziemlich Druck gemacht. Dies erklärt auch die seltsame Stimmung im Camp 😵 . Irgendwie schade, denn wir können beide Seiten sehr gut verstehen... Wir entscheiden uns, noch sparsamer mit dem Wasser umzugehen, als wir das in der Kalahari (und in Afrika an sich) sowieso bereits tun!

Wir räumen das Häuschen ein und legen uns dann kurz aufs Ohr.

Die Ausfahrt am Nachmittag führt uns nochmals nach Kannaguass und Lijersdraai im Süden. Eigentlich haben wir gehofft, in Lijersdraai das ansässige Tüpfelhyänenrudel zu finden. Dem ist aber nicht so. Einzig einige Elands und Oryx sind vor Ort, machen sich jedoch aus dem Staub noch bevor wir mit dem Landcruiser stillstehen.


Sabotalerche / Sabota Lark?




Kampf Raubadler / Tawny Eagle

Für die wenigen Tiersichtungen entschädigen heute Nachmittag immerhin die dramatische Gewitterstimmung am Himmel, die Einsamkeit hier im Norden sowie südlich von Kannaguass weiss-gelb blühende Büsche. Ein klein wenig Regen scheint hier in letzter Zeit wohl gefallen zu sein 🙂 .



Auf dem Rückweg geraten wir nochmals in einen veritablen ‚Dust Storm‘. Kurzzeitig können wir die Strasse kaum noch erkennen 🤩 .





Um fünf nach sieben sind wir zurück in Grootkolk.



Eigentlich wollten wir heute grillieren, entscheiden uns aufgrund des starken Windes und der Wetterlage dazu, auf Pasta mit Pesto auszuweichen. Es fallen wenige vereinzelte Regentropfen.

Nachdem der Wind abgeflacht ist, verbringen wir einen gemütlichen Abend mit Blick aufs Wasserloch. Ein stattlicher Kudubulle ist der erste, welcher vorbei schaut. Später haben wir einen Schakal, einen Fleckenuhu und kurz darauf eine Schleiereule, zwei Braune Hyänen sowie einige Oryx zu Besuch. Mehrmals hört man Schakale und Hyänen heulen. Wir geniessen diesen ruhigen Abend draussen so sehr, dass es wieder halb zwölf wird, bis wir uns endlich schlafen legen 😗 .
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zuletzt bearbeitet 05. Dez. 2020
886 Beiträge · seit 200728. Nov. 2020 ·
Ihr Zwei,

erstmal Glückwunsch zu der freudigen Nachricht 🙂

Und ja, ich lese hier immer noch mit, obwohl es oftmals schwer auszuhalten ist.
Eure Sichtungen und die Bilder sind großartig. I remember last year November.... Mata-Mata, keine Ahnung von Corona, Hitze, gute Laune, funktionierender Bushcamper ( jedenfalls bei uns) und unser netter Plausch. Uiiiih, Normalität scheint so weit weg.

Freu mich weiterhin sehr über euren Bericht.

LG
Lisolu
705 Beiträge · seit 201429. Nov. 2020 ·
Danke für die Berichte. Jetzt kommen sie gerade im richtige Moment, da wir uns entschieden haben, doch für nächsten November/Dezember ine REise in KTP zu buchen. Eigentlich dachten wir ursprünglich das Risiko wäre wegen Corona und Grenzschliessungen, Quarantäne etc zu gross.

Am Dienstag versuche ich Grootkolk zu buchen. Habt ihr alles selbst über Online-Buchungen gemacht?

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
1’061 Beiträge · seit 200630. Nov. 2020 ·
Hey Winterthuuuur was geeeht? 🙂

Bin natürlich auch immer noch fleissig am Mitlesen. Einfach genial, was ihr da im KTP wieder alles für tolle Sichtungen hattet. Bei euch merkt man echt gut, wie sehr ihr den KTP mögt und dass ihr so gerne dort seid. Und eure Leidenschaft und die Geduld scheint sich ja definitiv ausgezahlt zu haben. Was für grandiose Katzen- und Dachs-Sichtungen! 🤩

Hierzu muss ich noch rasch was loswerden:
@Zugvogel schrieb: (...)Das Paar von vorhin sprintet über die Strasse, der dritte Gepard in einem Affenzahn hinterher und wir versuchen so gut es geht zu folgen. (...)
Ich musste recht schmunzeln ob des Ausdrucks «Affenzahn». Ich finde, als das schnellste Landtier der Erde hätte der Gepard nun wirklich ein eigenes Wort verdient, das eine in hoher Geschwindigkeit ausgeführte Aktion beschreibt. 😄
@Zugvogel schrieb:

Wiedehopf / African Hoopooe
Ein Foto von einem Wiedehopf! Der RUHIG dasitzt! Auf einem Ast! 🤩 Ich habe das noch nie hingekriegt... 😉
@Zugvogel schrieb:
Kampfadler / Tawny Eagle
Stimmt diese Übersetzung? Ich bin grad überhaupt nicht mehr sicher: Kampfadler = Martial Eagle und Raubadler = Tawny Eagle. Der Robert's gibt den Tawny aber nur mit «Savannenadler» an.

Liebi Grüess us Züri
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2020
4’388 Beiträge · seit 201530. Nov. 2020 ·
Hallo Stefanie -
jetzt muß ich doch mal nachhaken: Bei wem habt Ihr wieviel bezahlt, um derartige Sichtungen zu haben???
Ich krieg das Neidgelb gar nicht mehr aus meinem Gesicht............
Isaak in Grootkolk scheint immer mies drauf zu sein........
Und dies hier:

RaubadlerTawnyEagle.jpg

ist der Tawny Eagle= Raubadler und nicht der Martial Eagle = Kampfadler - da hat Sam durchaus Recht!
Ganz viele Dankesgrüße für diese Fotos
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter547 Beiträge · seit 201430. Nov. 2020 ·
TinuHH schrieb:Moin Ihr Beiden!

Eure Sichtungen im KTP sind schon erwähnenswert! Große Klasse, danke für die schönen Bilder!

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
Hallo Martin, danke für deinen lieben Kommentar auch hier im Reisebericht. So macht das Schreiben noch mehr Spass!
lisolu schrieb:Ihr Zwei,

erstmal Glückwunsch zu der freudigen Nachricht 🙂

Und ja, ich lese hier immer noch mit, obwohl es oftmals schwer auszuhalten ist.
Eure Sichtungen und die Bilder sind großartig. I remember last year November.... Mata-Mata, keine Ahnung von Corona, Hitze, gute Laune, funktionierender Bushcamper ( jedenfalls bei uns) und unser netter Plausch. Uiiiih, Normalität scheint so weit weg.

Freu mich weiterhin sehr über euren Bericht.

LG
Lisolu
Hallo ihr zwei!

Im letzten November war die Welt noch in Ordnung 😗 Berichtet mal, wie denn eure Sichtungen im November waren! Sicherlich auch nicht so schlecht, oder 😉 Wir denken auch sehr gerne an unseren kurzen Plausch mit euch zurück und grüssen euch herzlich!

Stefanie & Dani
felix__w schrieb:Danke für die Berichte. Jetzt kommen sie gerade im richtige Moment, da wir uns entschieden haben, doch für nächsten November/Dezember ine REise in KTP zu buchen. Eigentlich dachten wir ursprünglich das Risiko wäre wegen Corona und Grenzschliessungen, Quarantäne etc zu gross.

Am Dienstag versuche ich Grootkolk zu buchen. Habt ihr alles selbst über Online-Buchungen gemacht?

Felix
Hallo Felix

Unser 'Geheimrezept' für die KTP-Buchungen sind das anrufen zum frühstmöglichen Zeitpunkt bei Central Reservations und/oder einem Satellite Office. Häufig ist das eine ziemlich enttäuschende Angelegenheit. Danach werden über online-Buchungen alle vorhandenen Lücken im Reiseplan gefüllt. Und dann beginnt das grosse Warten auf Stornierungen in den begehrteren Camps. Als es den Notifier nicht mehr gab hat jeder von uns mindestens 1x täglich das gewünschte Camp & Datum online abgecheckt. Und so hatten wir mit viel Geduld, Glück und Ausdauer nach einiger Zeit diesen tollen Reiseplan!

Ich drücke euch die Daumen für Morgen! (Grootkolk haben wir telefonisch noch nie bekommen, sondern immer nur über Stornierungen...)

LG Stefanie & Dani
kalachee schrieb:Hey Winterthuuuur was geeeht? 🙂

Bin natürlich auch immer noch fleissig am Mitlesen. Einfach genial, was ihr da im KTP wieder alles für tolle Sichtungen hattet. Bei euch merkt man echt gut, wie sehr ihr den KTP mögt und dass ihr so gerne dort seid. Und eure Leidenschaft und die Geduld scheint sich ja definitiv ausgezahlt zu haben. Was für grandiose Katzen- und Dachs-Sichtungen! 🤩

Hierzu muss ich noch rasch was loswerden:
@Zugvogel schrieb: (...)Das Paar von vorhin sprintet über die Strasse, der dritte Gepard in einem Affenzahn hinterher und wir versuchen so gut es geht zu folgen. (...)
Ich musste recht schmunzeln ob des Ausdrucks «Affenzahn». Ich finde, als das schnellste Landtier der Erde hätte der Gepard nun wirklich ein eigenes Wort verdient, das eine in hoher Geschwindigkeit ausgeführte Aktion beschreibt. 😄
@Zugvogel schrieb:

Wiedehopf / African Hoopooe
Ein Foto von einem Wiedehopf! Der RUHIG dasitzt! Auf einem Ast! 🤩 Ich habe das noch nie hingekriegt... 😉
@Zugvogel schrieb:
Kampfadler / Tawny Eagle
Stimmt diese Übersetzung? Ich bin grad überhaupt nicht mehr sicher: Kampfadler = Martial Eagle und Raubadler = Tawny Eagle. Der Robert's gibt den Tawny aber nur mit «Savannenadler» an.

Liebi Grüess us Züri
Sam
Hey Sam!

Natürlich hast du mit dem Tawny Eagle = Raubadler absolut recht! Ich war scheinbar geistig ein wenig umnachtet 🤩 Wird gleich geändert...

Unsere Liebe zum KTP ist wirklich sehr gross (wie eure ja auch 😘 ). Und dies seit 2015, wo wir im Juli bei -10°C nachts zwei Nächte in Nossob und 3 Nächte in Rooiputs campierten. Bei unserem ersten Besuch hatten wir nicht mal wirklich spektakuläre Sichtungen. Im Gegenteil, wir sind wirklich viele Stunden ohne irgendwelche Sichtungen durch diese fantastische Landschaft gefahren und waren auch ohne viel Getier einfach hin und weg. Seither hat auch das Sichtungsglück massiv zugenommen 😄

Meine sprachlichen Fähigkeiten beschränken sich leider auf 'Affenzahn'. Aber du hast absolut recht, dass dieser Ausdruck einem sprintenden Geparden nicht wirklich gerecht wird 🤩 . Die Safari Brothers haben hier doch sicher einen 'besseren' Vorschlag?! 😗 Auf alle Fälle sind wir von Geparden immer wieder zutiefst beeindruckt...

Und nun noch zum RUHIGEN Wiedehopf! Die Hoopoes sind Dani's grosse Leidenschaft und das Ziel eines jeden Gamedrives im KTP ist das Auffinden, Beobachten und natürlich vor allem Fotografieren von diesen wirklich hübschen Geschöpfen. Häufig strapaziert das meine Geduld bis aufs Äusserste (obwohl ich das Federvieh auch sehr mag). Belohnt werden wir dadurch aber immer wieder mit solchen tollen Fotos! 🙂 Meist stochern sie bei uns aber auch irgendwo nervös im Schatten eines Baumes am Boden rum und eignen sich ganz und gar nicht als Fotosujet 😗

Herzliche Grüsse nach Zürich!
CuF schrieb:Hallo Stefanie -
jetzt muß ich doch mal nachhaken: Bei wem habt Ihr wieviel bezahlt, um derartige Sichtungen zu haben???
Ich krieg das Neidgelb gar nicht mehr aus meinem Gesicht............
Isaak in Grootkolk scheint immer mies drauf zu sein........
Und dies hier:

ist der Tawny Eagle= Raubadler und nicht der Martial Eagle = Kampfadler - da hat Sam durchaus Recht!
Ganz viele Dankesgrüße für diese Fotos
Friederike
Liebe Friederike

Das mit dem Tawny hat sich ja bereits geklärt, ihr habt natürlich recht 🙂 Habe wohl etwas geschlafen...

Die Sichtungsfee meint es im KTP wirklich meist sehr gut mit uns. Ganz ohne Bestechungs-Willi oder so... 😗 Die nächsten Tage wird es aber deutlich ruhiger bzgl. Sichtungen. Das darf bei 18 Nächten im Park aber auch mal sein!

Mit Isak wurden wir noch nie warm, aber so 'schlimm' wie im November war es noch nie! Schade, denn sonst schätzen wir den Kontakt und die Gespräche mit den Camp Attendants sehr.

Danke an euch alle, dass ihr immer noch mit dabei seid!!!
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 01. Dez. 2020
705 Beiträge · seit 201401. Dez. 2020 ·
@Zugvogel schrieb:Bei unserem ersten Besuch hatten wir nicht mal wirklich spektakuläre Sichtungen. Im Gegenteil, wir sind wirklich viele Stunden ohne irgendwelche Sichtungen durch diese fantastische Landschaft gefahren und waren auch ohne viel Getier einfach hin und weg. Seither hat auch das Sichtungsglück massiv zugenommen 😄
Wir sahen im April 19 bei unserem ersten Besuch auch nicht so viele Tiere. Die Landschaft im KTP gefällt uns aber nur teilweise. Die Flusstäler sind teilweise aber schon eher öde (Dünen sind aber super) und wir wollten einmal sogar früher abreisen. Danach wurden Sichtungen aber besser (zum Glück gingen wir doch noch nach Polentswa). Ev lag es aber auch der grossen Trockenheit.
Mir gefällt der Mabua Teil deutlich besser. Am besten gefällt uns aber die Einsamkeit im Park wenn man nicht gerade in den grossen Camps ist.
@Zugvogel schrieb:Unser 'Geheimrezept' für die KTP-Buchungen sind das anrufen zum frühstmöglichen Zeitpunkt bei Central Reservations und/oder einem Satellite Office. Häufig ist das eine ziemlich enttäuschende Angelegenheit. Danach werden über online-Buchungen alle vorhandenen Lücken im Reiseplan gefüllt. Und dann beginnt das grosse Warten auf Stornierungen in den begehrteren Camps. Als es den Notifier nicht mehr gab hat jeder von uns mindestens 1x täglich das gewünschte Camp & Datum online abgecheckt. Und so hatten wir mit viel Geduld, Glück und Ausdauer nach einiger Zeit diesen tollen Reiseplan!

Ich drücke euch die Daumen für Morgen! (Grootkolk haben wir telefonisch noch nie bekommen, sondern immer nur über Stornierungen...)
Grootkolk wäre jetzt nur eine schöne Ergänzung, da ich heute von Botswana Footprints bereits die Bestätigung für drei Nächte Polentswa (und zwei Swartpan) erhalten habe 😛 D.h. Grootkolk würde eine Nacht Polentswa oder Swartpan ersetzten.
KTC und Camping in Nossob sollten weniger ein Problem sein (war zumindest für April 19 so). Und Mabua Mpaya 1 ist auch schon bestätigt 🙂

Ergänzung 2.12. Grootkolk (wie auch Urikaruus und gössenteils Kieliekrankie) waren um 5:45 ausgebucht. KTC und Nossob wären keine Probleme gewesen aber da öffnet Buchung erst am 2.2.
Wie gefällt euch Gharagab? Das wäre noch zu haben. Aber da ziehe ich wohl Polentswa vor. Und Nossob Riverfront?

Jetzt bin ich gespannt, wie es bei euch weiter geht.

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
zuletzt bearbeitet 02. Dez. 2020
Themenstarter547 Beiträge · seit 201402. Dez. 2020 ·
felix__w schrieb:
Ergänzung 2.12. Grootkolk (wie auch Urikaruus und gössenteils Kieliekrankie) waren um 5:45 ausgebucht. KTC und Nossob wären keine Probleme gewesen aber da öffnet Buchung erst am 2.2.
Wie gefällt euch Gharagab? Das wäre noch zu haben. Aber da ziehe ich wohl Polentswa vor. Und Nossob Riverfront?

Jetzt bin ich gespannt, wie es bei euch weiter geht.

Felix
Hallo Felix

Wir sind bekennende Gharagab-Fans! Gefiel uns jedes Mal deutlich besser als Grootkolk und zwar der Atmosphäre wegen. Waren beim ersten Mal eine Nacht dort und haben dann letzten November (kommt bald im Bericht) zwei Nächte dort verbracht. Du kannst von Gharagab aus halt nur schlecht Game Drives machen, wobei es uns erlaubt war, am Morgen (wenn noch keine neuen Gäste kommen) in Richtung Unions End zurückzufahren. Ansonsten ist die Strecke ja nur one-way zu fahren. Gharagab ist der beste Ort zum einfach geniessen.

Bisher hatten wir dort auch Glück mit den Sichtungen. 2018 eine badende Braune Hyäne (siehe Bericht von damals) und am nächsten Morgen zwei stattliche Löwenkater. Und jetzt im 2019 ein Leopardenmännchen abends am Wasserloch 🙂 Ansonsten finden wir einfach die Häuschen besonders toll und die Abgeschiedenheit und leicht erhöhte Lage des Camps mit Blick runter zum Wasserloch und auf die Ebene...

Die Nossob Riverfront Chalets sind wunderschön und toll gelegen mit grosszügigem Grundriss und Aussenbereich mit direktem Blick aufs Flussbett. Diese würden wir den älteren Chalets immer vorziehen. Sind aber auch deutlich teurer...

Beste Grüsse
Stefanie
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705 Beiträge · seit 201403. Dez. 2020 ·
Danke für die Infos zu den beiden Unterkünften. Da wir Polentswa haben, das uns letztes Mal sehr gut gefiel, werden wir Gharagab lassen (ausser deine kommender Bericht stimmt uns noch um 😛 ).
Aber die Nossob Riverfront Chalets tönen wirklich gut. Zumindest eine Nacht werden ich wohl ein solches buchen.

Felix
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201405. Dez. 2020 ·
africanerd44 schrieb:Danke für den tolle Reisebericht! Ich bekomme Fernweh ...
Hallo africanerd

Fernweh haben wir mittlerweile auch ganz happig! Schön liest du mit, es geht gleich weiter...wenn auch mit einem ziemlich unspektakulären Tag zwischen Grootkolk und Union's End.

Gruss
Stefanie & Daniel
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Themenstarter547 Beiträge · seit 201405. Dez. 2020 ·
Tag 40 – 9. November 2019 – Ruhiges Grootkolk, 90km
KTP, Grootkolk Wilderness Camp, Chalet No. 2

Trotz wenig Schlaf sind wir um viertel nach fünf wach. Der erste Blick aus dem Fenster zeigt ein leeres Wasserloch. Einige Meter links davon liegt jedoch ein Schatten, der sich dank Feldstecher als Löwenmännchen herausstellt. Wie cool! Der hat sich irgendwann in der Nacht klammheimlich angeschlichen 😄 .

Wir trinken gemütlich einen Tee und machen ‚Lion-Watching‘. Uns könnte es definitiv schlechter gehen. Irgendwann macht sich der Löwe zum Wasser auf, kehrt dem trockenen Wasserloch dann aber enttäuscht den Rücken. Zum Glück können wir Isak dazu überreden, den Wasserhahn für einen kurzen Augenblick aufzudrehen! Der etwas ältere Bursche sieht danach aus, als ob er etwas kühles Nass dringend gebrauchen könnte. Sobald der Löwe das Wasser plätschern hört macht er rechtsumkehrt und trinkt genüsslich während über einer viertel Stunde!







Eine Weile unterhalten wir uns noch mit unserem Campnachbarn von nebenan. Leider verlässt der Löwe das Wasserloch genau zwei Minuten, bevor die Morgensonne das Wasserloch erreicht hat… Ein Lanner Falcon jagt erfolglos Tauben. Mittlerweile strahlt die Sonne vom blauen Himmel.


Kapsperling / Cape Sparrow

Kurz nach sieben fahren wir dann doch noch los bis ans Union‘s End Wasserloch. Es ist bereits ziemlich warm. Dementsprechend sehen wir eher wenige Tiere.



Hie und da eine kleine Herde Springböcke, einige nervöse Wiedehopfe, Drongos und viele Greifvögel (Raubadler, Schlangenadler, Steppenfalken und Lanner-Falken).


Raubadler / Tawny Eagle

An drei unterschiedlichen Orten entdecken wir auf der Pad ‚frische‘ Löwenspuren. Vermutlich stammen sie von heute Morgen früh oder den Nachtstunden. Unsere Suche nach den Katzen verläuft jedoch erfolglos…

Am Union‘s End Wasserloch trinkt eine Herde Kudus sowie ein einzelnes Eland.



Sie nehmen schon bald Reissaus. Zurück bleiben die Vögel.


Schnurrbärtchen / Scaly-feathered Finch


Kaptäubchen / Namaqua Doves




Namaflughuhn / Namaqua Sandgrouse

Wir frühstücken und fahren dann langsam zurück nach Grootkolk. Nach einem leckeren Frühstück verbringen wir den restlichen Vormittag draussen vor der Hütte. Für Unterhaltung ist dank den vielen Vögeln hier in Grootkolk immer gesorgt.


Siedelweber / Sociable Weaver







Zum ersten Mal sehen wir in der Kgalagadi eine Akazien-Drossel.


Akaziendrossel / Groundscraper Thrush

Das Wasserloch wird von einem Kampfadler sowie einem Weissrückengeier und einem Schlangenadler besucht. Die Gefiederten sind definitiv in der Überzahl heute.


Kampfadler / Martial Eagle




Schwarzbrust-Schlangenadler / Black-chested Snake Eagle

Säugetiere kommen keine vorbei.






Gelbbauchgirlitz / Yellow Canary



Nach einem Nickerchen fahren wir am späteren Nachmittag nochmals ans Union‘s End Wasserloch. Dort hatten wir letztes Jahr eine tolle Begegnung mit einer kleinen Löwenfamilie.





Heute ist es mit 39°C um siebzehn Uhr einfach zu heiß. Wir sehen leider noch weniger Tiere als am Morgen. Spuren im Sand hätte es ja genügend...


Termitenschmätzer / Ant-eating Chat



Zurück in Grootkolk unterhalten wir uns eine Weile mit unseren deutschen Bekannten (auch sie haben wir im KTP kennengelernt 😉 ), welche heute in Grootkolk angekommen sind. Kurz bevor es komplett eingedunkelt hat, sind wir dann zurück in unserem Chalet. Scheinbar ist der alte Löwe von heute Morgen am späteren Nachmittag nochmals ans Wasserloch zum Trinken gekommen.

Wir schichten ein schönes Feuer auf. Es gibt Knoblauchbrot, gefüllter Gemsquash und Chicken Kebabs vom Upington Slaghuis. Verglichen mit unserem Botswana-Fleisch einfach hammer lecker!



Wie gestern auch verbringen wir den restlichen Abend am Wasserloch und hoffen auf ‚hohen‘ Besuch…

Wie ihr seht, liebe Leser des Reiseberichts, gibt es auch bei uns gelegentlich sehr unspektakuläre Tage in der Kalahari (abgesehen vom Löwen am Morgen) 🙄 .
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 05. Dez. 2020