29. August 2015 – Etosha Tag 2 – von Okaukuejo nach HalaliKurz nach Toröffnung machen wir uns auf den Weg nach Okondeka – und Albert Guggumann zeigt uns mal, was ein Fortuner ist 🤩 .... oder um mit Ingrids Worten zu reden: ein echter Guggumann in freier Wildbahn 😄 😄 😄 !
Wir hecheln mit unserm Audole hinterher – um dann vor einem verwaisten Wasserloch in ziemlich unhübscher Gegend zu stehen 🙄 . Albert schlägt vor, dass er die Büsche in der Gegend abfährt und scannt und wir halten die Stellung. Leider alles vergebens – Löwen waren gestern 🙁 .
Also nichts wie zurück – schnell noch das Wasserloch gecheckt – Mist, eine Tüpfelhyäne verpasst, da war hier sicher was los, während wir wie anno 2011 in Okondeka auf ein leeres Wasserloch geglotzt haben 😵 .

Also schnell zum Frühstück, das zumindest müsste noch da sein – wir lassen es uns in geselliger Runde schmecken (fragt mich ned, warum meine lieben Kolleginnen so grimmig schauen - vermutlich hätte ich nicht fotografieren dürfen 😊 ).

Danach trennen sich bis heute Abend unsere Wege – in Halali sind wir wieder zum Dinner verabredet.
Vor dem Auschecken schauen wir wieder am Wasserloch vorbei – immerhin ein Springbock....

nein, zwei...

Leider müssen wir jetzt das Auto packen und das Waterholechalet, das uns übrigens sehr gut gefallen hat, zur Überprüfung frei geben, damit wir unsere Kaution zurück bekommen. Vorne an der Rezeption treffen wir zu unserer großen Freude und Überraschung Petra (zombiegirl) und Familie. 🙂
Meine zwei Obersportlerinnen klettern noch schnell auf den Turm,

während wir da unten (die Oma fehlt übrigens auf dem Foto) schnell unsere bisherigen Erlebnisse – vor allem hier in Etosha - austauschen.

Wir stellen fest, dass wir am nächsten Tag gemeinsam in Halali sein werden – vielleicht klappt es ja mit einem Treffen!
Schlussendlich gehen wir dann doch noch einmal zurück zum Wasserloch, um dieses noch ein bisschen zu genießen – man kommt hier ja echt zu nichts.... 😮
Jetzt ist richtig viel los und man weiß nicht, wohin man schauen soll - ich liebe Kudus, ich liebe Oryxe, ich liebe eigentlich alle 😘 :








Das Kommen und Gehen diverser Rehe 😛 zu beobachten, und dies auch noch bei schönem Licht, macht richtig Spaß! Kurze Lernzielkontrolle – Renate, zeig mir mal Springbock, Kudu, Oryx, Schwarznasenimpala (heute mit Z 😎 ) .....

Um 9.30 Uhr machen wir uns dann aber auf den Weg Richtung Halali – um wenige Minuten später schon wieder zu stoppen. Ein paar Autos stehen neben dem dichten Gebüsch und wir sehen auch sofort den Löwen.

Das Fotografieren wird allerdings zur Herausforderung und da muss ich mal ein dickes Kompliment an die Fahrerin loswerden (ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob es Renate oder Irmela war, ich meine aber Renate....): sie positioniert uns an der eigentlich einzig guten Stelle in dem Bereich, der noch zu haben ist. Sogar meine Kamera entscheidet sich heute für Tier und nicht für Pflanze – Glück gehabt ! Hier also „unser“ letzter Löwe (und auch unsere letzte richtige Katzensichtung) auf dieser Reise. Sieht ganz schön gebraucht aus.... 😮





Der restliche Game-Drive ist eher beschaulich (ich glaube wir sehen unterwegs auch noch Gnus, aber sonderbarerweise habe ich kein Foto von ihnen....) 😗 – die Hauptattraktion des Tage spart sich Etosha eh für abends auf 😉 !!!
Wir fahren am Rand der Pfanne entlang und endlich sehe ich mal wieder einen Sekretär – die gefallen mir doch so gut! Nicht gerade Ideal zu fotografieren - und daran interessiert ist er schon gar nicht, schnell dreht er ab – aber besser als nichts.

Da geht er dahin mit wehendem Haar.... 😄

An den Wasserlöchern vor Homob herrscht tote Hose- und zu Letztgenanntem wären wir beinahe nicht hingefahren, weil wir ähnliches vermuten. Renate und Irmela sind aber zum Glück nicht zu bremsen – denn hier haben wir tatsächlich wieder ein paar Sichtungen. Die Giraffen und Strauße haben gestern bei der Arche Noah gefehlt – dafür sieht man hier keine Elefanten.

Und man glaubt es kaum: wir werden heute keinen einzigen davon sehen! Das ist mir aber auch erst bei Sichtung der Fotos wieder so richtig bewusst geworden. Man merke: nichts ist selbstverständlich – wären wir gestern nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen ..... ich weiß nicht, wie meine Stimmung heute wäre... 😕
Auf jeden Fall hat es hier viel Bewuchs - diese ganz kahlen Wasserlöcher sind nicht so mein Ding....

Die Tiere treten in Gruppen auf und da ja keine Elefanten da sind, herrscht auch keine Unruhe.



Wobei – die Zebras legen mal wieder (wie auch Kudus oft) ein merkwürdiges Verhalten an den Tag – gerade noch trinken sie - um in der nächsten Sekunde völlig panisch zu flüchten. Wir können nichts erkennen – aber man könnte meinen, dass der kleine Wassermann knapp unter der Oberfläche lauert und ab und zu mit einem lauten Buhhh nach oben kommt!

Diese hier sind mutiger

Als nächstes steuern wir Rietfontein an – die Giraffen kurz davor machen uns aber falsche Hoffnungen – hier ist es sehr sehr ruhig.


Nur dieser Kerl kann seinen Schnabel nicht halten


Leider ist es inzwischen wieder recht diesig und wir sind von der vielen Sucherei ziemlich müde – also checken wir in Halali ein. Nach Erledigung der Formalitäten und Bezug unserer geräumigen Bushchalets sehen wir uns das Wasserloch an, auf das ich schon sehr gespannt war.

Naaajaaa..... wirklich was los ist hier nicht. 🤨 Diese Giraffe ist die „Sensation“ des Nachmittags, sie treibt sich dort sehr lange herum.

Schon eine komische Situation – man starrt auf das Wasserloch und auf die endlos scheinende Buschlandschaft, hofft gespannt auf das Erscheinen eines Tieres... aber nichts geschieht. Wenigstens darf ich einen neuen Vogel für meine Sammlung ablichten – ein Little Sparrowhawk (Zwergsperber) setzt sich in meine Nähe – leider in den Schatten. Aber auch hier gilt: besser als nichts 🙂 !


Irgendwann wird’s wirklich langweilig, aber wir müssen ja auch mal unsere teuer bezahlten Unterkünfte abwohnen und Wäschewaschen steht auch auf dem Programm....
Das Abendessen mit Guggus ist dafür wieder sehr unterhaltsam – trotzdem dehnen wir es nicht zu lange aus, weil wir ja noch ans Wasserloch müssen. Schließlich habe ich hier im Forum schon so viele Fotos von dort spielenden Elefanten gesehen – da muss doch was gehen... 😗
Tja, und nun kommen wir zurück zu den BIG5. Da war doch noch ein Wunsch offen 😐 – richtig - ein Spitzmaulnashorn. Offensichtlich hat die Sichtungsfee aber nicht genau zugehört – oder Etosha (immer noch in Bringschuld für 2011) hat zur Vorsicht einfach ein paar mehr bestellt: als wir gegen 19.30 Uhr am Wasserloch eintreffen, stehen wir mit offenem Mund da und starren auf 8 Spitzmaulnashörner! 🤩

Stativ habe ich keins dabei – und auch ehrlich gesagt keinen Plan, was ich alles einstellen muss, aber so ganz falsch kann es nicht gewesen sein, denn es ist etwas zu erkennen – Beweisfotos erledigt 😉 . Meine Kamera stelle ich einfach auf meinen Rucksack, der auf einem großen Stein liegt – so muss das irgendwie gehen, wenn auch meistens unscharf.

Leider kommt auf den Fotos nicht rüber, was sich dort unten abspielt. Es wird geschnaubt, gegrunzt, den Kumpel ins Gebüsch gedrückt, getrunken, Nasenküsse verteilt – es ist eine ganz besondere, fast schon archaische Stimmung, die ich nie vergessen werde! Ganz großes Kino!! 🙂

Daniela (D u M) sind am selben Abend vor Ort (siehe ihren Reisebericht) – wir hatten im Vorfeld eigentlich auch angedacht, uns hier zu treffen, aber vor lauter Nashörnern habe ich alles andere auf dieser Welt vergessen... 😐
Als Sahnehäubchen betreten dann auch noch 3 Tüpfelhyänen die Bühne – man kann sie gerade so am hinteren Wasserlochrand erkennen (sie spiegeln sich sogar im Wasser...). Auch deren Verhalten finde ich sehr speziell – ich mag sie sehr, und wenn sie aus der Dunkelheit neben dem beleuchteten Bereich kommend am Wasserloch erscheinen und sich vorsichtig umschauen finde ich sie nicht nur schön, sondern sogar schaurigschön 😄 !
Danke Etosha – das war ein sehr gelungener Tag – auch ohne Elefanten! 😘