Kapitel 8
Samstag, 28.12. 2013 –
Krüger Nationalpark (Pestana Krüger Lodge)oder auch: „Pirsch das Nashorn!“Teil IDer 28. Dezember 2013 begann mit einem recht olfaktorischen Erlebnis 😵 . Denn es stank außerhalb unseres Häuschens ziemlich bestialisch nach Hippo-Hinterlassenschaften 🤨 . Und so wurde das motivierte Aufstehen vor Sonnenaufgang zu einer noch motivierteren Flucht ins Auto während die Verursacher des „Geruchserlebnisses“ nur gelangweilt von der Uferbank zu uns herüber blinzelten 😎 .
Merke: Schöne Ausblicke auf einen Fluss können bei entsprechender Windrichtung in Afrika auch schnell zu unschönen Geruchserfahrungen führen! 😄
Aber- man muss es ja positiv sehen – dank der Stinkattacke waren wir wenigstens früh auf den Socken und saßen marschbereit im Hilux. Immerhin: Es wollten heute noch Löwen und Nashörner gepirscht werden.
Zuerst fuhren wir allerdings zum Sunset-Damm … vielleicht würde der ja auch zum Sonnenaufgang etwas hergeben.
Und tatsächlich: Als erste und einzige Zuschauer bekamen wir kurz nach Sonnenaufgang das Programm „Akrobatik des Schreiseeadlers“ geboten! 🤩 … und sollte es nun panische Aufschreie an den Bildschirmen geben, dass die Steffi tatsächlich mal den Namen eines Vogels weiß 😛 … hehe … von dem weiß ich sogar den englischen, man glaubt es kaum: African Fish Eagle 😉 .
Was letztendlich aber nur daran liegt, dass ich diesen tollen Vogel gerne mal beim Fischen Erwischen möchte – aber dies blieb uns dieses Mal versagt. Stattdessen fand es ein kleiner schwalbenähnlicher Vogel (ja da hört es auch schon wieder auf mit der Vogelbestimmung 😗 ) total doof, dass unser Schreiseeadler da saß, wo er gerade saß – was letzten Endes nur bedeuten konnte: ATTACKE! 🤩

Der Adler tat sich tatsächlich reichlich schwer mit dem Ausweichen, während der „Kleine“ so gar nicht locker lassen wollte.

Am Ende reichte es dem „Großen“ aber und er flog natürlich genau in dem Moment von dannen, wo ich nicht auf den Auslöser der Kamera drückte! 😣

Am Uferrand schritten noch diese zwei durchs Wasser … sofern jemand die Namen weiß, immer her damit! 🙂 (die Experten sagen: es handelt sich dabei um zwei Black-winged Stilt - Stelzenläufer, dickes Danke für die Bestimmung 😘 )

Ach ja und Hippos waren natürlich auch im Wasser… scheinbar noch sehr verschlafen und mir meinen langersehnten Hippogähner nicht gönnend lagen sie da bewegungslos im Wasser…

Bis… ja bis plötzlich direkt vor uns die Wasseroberfläche explodierte und zwei Hippos mit aufgerissenen Mäulern aufeinander los gingen… 🤩

Das Ganze ging so erstaunlich schnell, dass wir kaum unseren Augen trauten. Denn nach dem vielleicht 5 Sekunden langen Ausbruch, war wieder absolute Ruhe und Stille. 🙄
Als wir noch etwas baff zurück auf die Straße fuhren, um in Richtung Crocodile Bridge zu fahren, kamen wir nicht sonderlich weit, denn diese Dame hier war definitiv der Meinung, dass die Straße ihr gehörte… also Rückwärtsgang eingelegt… 😄

Irgendwie hatten wir ja das Gefühl Frau Elefant machte es tierisch Spaß uns da die Straße nach hinten zu treiben 🤨 …ihre halbwüchsige Begleitung hingegen ging brav auf dem „Seitenstreifen“ …

Aber Elefanten sind einfach immer schön anzusehen, selbst wenn sie einen vor sich her treiben 😄 …

Irgendwann bogen die zwei zu ihren grasenden Kumpels ins Gebüsch ab und wir fuhren weiter in Richtung Crocodile Bridge. Recht lange sahen wir nichts, bis dann plötzlich: Autos über Autos! 🙄 Nun gut, immerhin wussten wir jetzt wie die berüchtigten Krüger-Auto-Verknotungen aussehen 😗 … und da wir überzeugt waren, dass der Knoten seinen Grund haben musste, stürzten wir uns motiviert hinein ins Getümmel. ... Okay, ich geb’s zu 😗 : Es war eher langsamer Vorantasten, aber irgendwann standen wir dann am Straßenrand, guckten mit gefühlt weiteren 100 Touris gespannt in den grünen afrikanischen Busch und sahen: NICHTS! 🙄 🙄 🙄
Die Rettung nahte in Form eines sehr netten Guides des benachbarten Fahrzeugs einer Lodge der uns mitteilte, dass dort gaaaaaanz hinten wohl zwei Löwen lägen. Aha! 🤨 Da Löwen ja noch auf unserer „zu pirschen“-Liste standen, wollten wir ja schon wenigstens einen Ohrwaschel der Tiere erblicken und tatsächlich: Nach gar nicht so langer Wartezeit erhob sich eine der Löwinnen kurz, bevor sie fünf Meter lief und dann wieder im grünen Gras zu verschwinden. Aber: Wir hatten unseren Löwen gesehen! 🙂

Damit verabschiedeten wir uns dann auch wieder aus dem Autoknoten und fuhren die Schotterpiste, die entlang des Crocodile Rivers führte, entlang… trafen einen Geierbaum 😁 …

Recht freundlich bitte 😎 ! (übrigens ein White-backed Vulture - Weissrückengeier, danke fürs bestimmen 😘 )

Eine
Blauracke öhm Gabelracke 😗 (hey, schon wieder einen Vogel dessen Name ich weiß ... oder dachte zu wissen 😗 , denn ein Vögelchen zwitscherte mir, dass es sich dabei tatsächlich um eine Gabelracke handelt *peinlich**peinlich* 😊 , aber dickes Danke 😘 )…

Und einen weißen Vogel, dessen Namen ich nicht weiß 😗 (das Expertenteam sagt: Cattle Egret - Kuhreiher)…

Dann durften wir auch noch einem Gnu-Straßen-Crossing bewohnen 😁 …

Mit von der Partie waren auch ein paar noch ganz kleine Gnus 🙂

Und beobachteten recht lange eine Horde Vervet Monkeys, die in einem Baum direkt an der Straße turnten…

Vor allem der Nachwuchs hatte es uns angetan, der war ja soooo knuffig! - wir allerdings schienen den Kleinen nicht immer ganz geheuer 😉 !

Und der hier meditierte still vor sich hin! 😄

Und im nächsten Teil gibt es dann Schlammschlacht! 😎
Liebe Grüße
Steffi