Zustand Krüger Unterkünfte

99 Antworten · 16,0k Aufrufe · gestartet 20. Mai 2021 von Hippie
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Gast23. Mai 2021 · #41
@Wasserverschwendung hat Sabine recht, der Umgang mit dem vielerorts knappen Wasser ist aber generell im südlichen Afrika katastrophal schlecht und nicht auf Nationalparks beschränkt, das ist Alltag dort. Man muss nur schauen, wie verschwenderisch die Durchschnittsbürger im Alltag mit Wasser umgehen. Da werde ich immer fuchtig, wenn die Leute z. B. 10 Minuten unter der Dusche stehen. Die Trockenheit im Kap war für viele ein neues Erlebnis und Augenöffner.
If it’s yellow, let it mellow
It it’s brown, flush it down
war für Viele gewöhungsbedürftig und ein ganz neues "Lebensgefühl".
Wie Wolfgang gesagt hat, sind die rinnenden Spülkästen in der Regel mit ein paar Handgriffen repariert. Der Schwimmermechanismus wird bei schlechter Wasserqualität auch rasch immer wieder schwergängig.
Durch die WC-Spülung läuft übrigens fast immer Trinkwasser, auch bei uns, weil es keine getrennten Kreisläufe gibt oder geben darf. In trockenen Gegenden haben die Leute Selbstgestricktes, indem das „graue“ Wasser aus Bad und Küche aufgefangen und für den Garten verwendet wird. Dafür gibt es auch professionelle Lösungen. Ich kenne jemand in Kapstadt, wo die Eigentümergemeinschaft eines Apartmenthauses so was installieren hat lassen, sonst hätten sie den Garten verkommen lassen müssen.
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2021
4'984 Beiträge · seit 201623. Mai 2021 · #42
Makra schrieb:
ALM schrieb:Hingegen sind für mich die Kosten für die Übernachtungsstätten nicht nur deren Unterhaltung zuzuschreiben, sondern auch und insbesondere der Unterhaltung des kompletten Netzes der Restcamp- und Bushcamp-Einrichtungen wie Tankstellen, Shops, Swimming-Pools, Terrassen, Wegenetz sowie Pflege von Fauna in den Camps.
Na ja, Tankstellen und Shops dürften sich wohl selbst tragen. Würdest du in einer externen Unterkunft extra bezahlen für den Pool, Terrassen etc. ?

Bei dieser Einstellung wundert es mich nicht, wenn die Sanparks Unterkünfte teilweise immer mehr verkommen - die Akzeptanz ist offensichtlich vorhanden.
Die Krüger-Shops werden seit 2001 von einer Tourvest-Sparte, und nicht mehr von SANParks betrieben.

Es ist absolut üblich (auch in Mitteleuropa), dass ein Hotel o.ä. welches ein Pool anbietet,
ggü Gleichwertigem ohne Pool, teurer ist.
Ebenso üblich ist, dass ein Zimmer mit Terrasse, Balkon, o.ä. mehr kostet als eines ohne.
Gruß Gina
895 Beiträge · seit 201723. Mai 2021 · #43
GinaChris schrieb:
Es ist absolut üblich (auch in Mitteleuropa), dass ein Hotel o.ä. welches ein Pool anbietet,
ggü Gleichwertigem ohne Pool, teurer ist.
Ebenso üblich ist, dass ein Zimmer mit Terrasse, Balkon, o.ä. mehr kostet als eines ohne.
Gruß Gina
Das stimmt natürlich 😉
Liebe Grüße Makra
7'296 Beiträge · seit 200623. Mai 2021 · #44
Ist zwar OT, aber interessiert mich persönlich …
loser schrieb:
In trockenen Gegenden haben die Leute Selbstgestricktes, indem das „graue“ Wasser aus Bad und Küche aufgefangen und für den Garten verwendet wird. Dafür gibt es auch professionelle Lösungen. Ich kenne jemand in Kapstadt, wo die Eigentümergemeinschaft eines Apartmenthauses so was installieren hat lassen, sonst hätten sie den Garten verkommen lassen müssen.

Das Wasser aus Dusche und Spüle enthält ja Seife, Spülmittel, Putzmittel und damit Basen/Laugen und Säuren. Wird da vor dem Bewässern des Gartens der PH-Wert des Wassers gemessen und nachreguliert oder wird das einfach so über die Pflanzen gekippt? Das würde doch vermutlich auch nicht lange gutgehen, oder?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gast23. Mai 2021 · #45
Hallo Wolfgang, OT zurück @ das Wasser
Ich habe mich für die Technik nicht genau interessiert. Die o. e. Anlage versorgt nur die Sprinkler für die Pflanzen. Eine Wiederverwendung im Haushalt, z. B. für WC-Spülung, wird dort nicht gemacht, ist aber möglich, aber eben etwas aufwändiger, weil man die Versorgungsleitungen ummodeln muss. Es gibt einen Auffang- und einen Vorratstank für das behandelte Wasser, dazwischen sind „Geräte“, also Filter und Desinfektion (Entkeimung), Pumpe und wahrscheinlich auch für „chemische Aufbereitung“ wie im Pool. Maddy u. a. in RSA lebende Forumsmitglieder könnten sicherlich besser Auskunft geben. Wenn du grey water treatment recycling udgl. gxxgelst findest du sicherlich Anbieter und Anlagenbeschreibungen.
Was ich in der Bundu im Northern Cape udgl. gesehen habe, war vollkommen untechnisch, simpel und home-made. Das Abwasser läuft durch eine kleines Bassin (wo Schaum abgeschieden wird) in einen Tank, basta. Die Leute sagten, dass es den Pflanzen damit besser geht als ohne Wasser 😎 .
Ich finde es gut, dass in RSA jetzt, gezwungenermaßen, mehr Bewusstsein für den Umgang mit Wasser einzieht. Viele Südafrikaner verleugnen hartnäckig die klimatische Realität ihres Wohnortes und sind nach meiner Beobachtung hemmungslose Wasserverschwender und die Touristen machen es ihnen genauso und völlig gedankenlos nach. Da sind ein paar tropfende Wasserhähne oder WC-Spülungen ein Lercherlschas dagegen. Man muss z. B. nur die Diskussionen über die "Badelandschaften" in Unterkünften, selbstverständlich mit Pool, in der Kalahari Revue passieren lassen, usw. Irgendwie scheint das Augenmaß verloren gegangen zu sein.
Um auch noch etwas zum eigentlichen Thema zu sagen. Natürlich kann man sich erwarten, dass der Spülkasten in der Unterkunft nicht arg leckt. Aber das Wasser einfach tagelang ausrinnen zu lassen, obwohl man es in ein paar Minuten selber reparieren oder abstellen könnte, wie ärgerlich auch immer ….. ist dann was? Prinzip Sache? Was macht man denn zu Hause in so einem Fall?
Grüße
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2021
4'984 Beiträge · seit 201623. Mai 2021 · #46
auch OT
Wer sich Gedanken über undichte Clospülungen oder tropfende Wasserhähne in SA macht,
sollte sich vorher Gedanken darüber machen,
wohin 37% des Wassers verschwinden bevor sie überhaupt im Spülkasten oder der Hauswasserleitung ankommen.
https://mg.co.za/environment/2021-04-09-sa-will-miss-uns-clean-water-targets/
P.S. selbstverständlich würde ich trotzdem versuchen die Hebegarnitur zu reparieren,
und den Stöpsel im Waschbecken oder der Spüle benutzen!
Gruß Gina
960 Beiträge · seit 201323. Mai 2021 · #47
loser schrieb:
Um auch noch etwas zum eigentlichen Thema zu sagen. Natürlich kann man sich erwarten, dass der Spülkasten in der Unterkunft nicht arg leckt. Aber das Wasser einfach tagelang ausrinnen zu lassen, obwohl man es in ein paar Minuten selber reparieren oder abstellen könnte, wie ärgerlich auch immer ….. ist dann was? Prinzip Sache? Was macht man denn zu Hause in so einem Fall?
Grüße
Hallo loser,
vollkommene Zustimmung zu dieser Aussage 😉
Du glaubst nicht, wie oft man auf den WC`s dieser Welt als Sanitärmonteur den Kopf schütteln muss!
Allein im südl. Afrika hab ich mindestens schon 10 Klo-Spülungen repariert. Aus diesem Grund gehört inzwischen eine
WaPuZa zu meiner Reiseausstattung.
Ronnie wollte mich vor 10 Jahren nach diversen Reperaturen ohne Werkzeug in seinem Sex-Shop an der Route 62 als Hausmeister anstellen. 😄
Auf einem Campingplatz in Francistown rief ich mal jemanden vom Reinigungspersonal dazu,
um ihm zu erklären mit welch einfachen Handgriffen man ein Schwimmerventil wieder gangbar bekommt.
Während meiner Erklärung starrte er auf sein Handy.
Als ich fertig war, erklärte er mir: We have enough water here, some times to much!

Grüße,
Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
7'296 Beiträge · seit 200623. Mai 2021 · #48
Graskop schrieb:
Auf einem Campingplatz in Francistown rief ich mal jemanden vom Reinigungspersonal dazu,
um ihm zu erklären mit welch einfachen Handgriffen man ein Schwimmerventil wieder gangbar bekommt.
Während meiner Erklärung starrte er auf sein Handy.
Als ich fertig war, erklärte er mir: We have enough water here, some times to much!

Manchmal unterhält man sich wohl besser mit einem Parkscheinautomat. 😉

Gruß
Wolfgang
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16,9k Beiträge · seit 201223. Mai 2021 · #49
BikeAfrica schrieb:Ist zwar OT, aber interessiert mich persönlich …
loser schrieb:
In trockenen Gegenden haben die Leute Selbstgestricktes, indem das „graue“ Wasser aus Bad und Küche aufgefangen und für den Garten verwendet wird. Dafür gibt es auch professionelle Lösungen. Ich kenne jemand in Kapstadt, wo die Eigentümergemeinschaft eines Apartmenthauses so was installieren hat lassen, sonst hätten sie den Garten verkommen lassen müssen.

Das Wasser aus Dusche und Spüle enthält ja Seife, Spülmittel, Putzmittel und damit Basen/Laugen und Säuren. Wird da vor dem Bewässern des Gartens der PH-Wert des Wassers gemessen und nachreguliert oder wird das einfach so über die Pflanzen gekippt? Das würde doch vermutlich auch nicht lange gutgehen, oder?
El Gouna (Ägypten) wird komplett nur mit Brauchwasser bewässert. Es riecht am Abend, wenn die Sprenger angestellt werden, gelegentlich etwas streng. Die meisten Touristen sitzen dann allerdings sowieso beim Abendessen.

LG
Logi
Gast24. Mai 2021 · #50
@Graskop
Das freut mich (@ Zustimmung) 😁 🙂 Das südliche Afrika durch die Augen eines Fachmann zu erleben, muss öfters frustrierend sein. Ich vermute auch, dass die hier monierten Mängel im Kruger vielleicht auch durch minderwertige Produkte und Verarbeitung quasi schon "programmiert" sind.
@Gina.
So ist es Gina. Leckortung und –behebung ist DIE Quelle schlechthin, so zu sagen der verborgene Fluss. Vielleicht erinnerst du dich noch. Als die Inbetriebnahme der 3. Wiener Wasserleitung wegen Vergiftung mit CKWn aus einer Deponie ausfiel bzw. jahrelang verschoben werden musste, konnte/musste die Gemeinde Wien den Mengenausfall durch konsequente Leckbehebung kompensieren.
Für Nicht-Österreicher: Wien wird durch zwei WLn mit Quellwasser aus dem Alpenvorland versorgt. Die dritte WL ist ein Grundwasserbrunnen, für Spitzenbedarfszeiten.
@Graues Wasser
Das stammt nur von Küche und Bad. Das WC geht logischerweise in den Kanal. Man kann aber das wiederaufbereitete graue Wasser für die WC-Spülung verwenden.
zuletzt bearbeitet 24. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200624. Mai 2021 · #51
loser schrieb:
@Graues Wasser
Das stammt nur von Küche und Bad. Das WC geht logischerweise in den Kanal. Man kann aber das wiederausbereitete graue Wasser für die WC-Spülung verwenden.

Danke nochmal für die Erklärung. Das war mir schon klar.
Wenn man Jauche auf die Felder kippt, läuft das ja unter Düngung und nicht Bewässerung. Was die da in Ägypten machen, weiß ich natürlich nicht.

Mir ging es vor allem um die Wirkung der ganzen Seifen, Spül- und Reinigungsmittel, die letztlich im Brauchwasser landen. Saures Wasser bzw. saure Böden vertragen ja nur wenige Pflanzen. Wenn ich aber mal so überschlage, was da am Ende im Wasser landet, dürfte das Ergebnis eher basisch sein. Damit kommen Pflanzen wohl recht gut aus.

Gruß
Wolfgang
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7'296 Beiträge · seit 200624. Mai 2021 · #52
loser schrieb:@Graskop
Das freut mich (@ Zustimmung) 😁 🙂 Das südliche Afrika durch die Augen eines Fachmann zu erleben, muss öfters frustrierend sein. Ich vermute auch, dass die hier monierten Mängel im Kruger vielleicht auch durch minderwertige Produkte und Verarbeitung quasi schon "programmiert" sind.

Dazu noch eine kleine Beobachtung von mir über längere Zeit und etliche Länder Afrikas. In allen anderen Regionen, die ich bisher bereist habe, war es bei einem roten und einem blauen Wasserhahn (bzw. entsprechend farbigen Markierungen bei Einhebelmischern) so, dass der rote Wasserhahn für warmes und der blaue für kaltes Wasser zuständig war.
In Afrika war es in ca. 60% der Fälle so, dass der blaue Wasserhahn ans warme Wasser angeschlossen war und der rote ans kalte. In besseren Unterkünften mag das besser aussehen, aber in den einfachen (falls sie überhaupt Wasser bzw. warmes Wasser hatten), war es häufiger falsch als richtig montiert.
Manchmal steht sogar noch ein "H" für "hot" und ein "C" für "cold" auf den Wasserhähnen und es ist trotzdem falsch angeschlossen. Hauptsache, irgendwo kommt Wasser raus, wenn man dran dreht. 😉

Gruß
Wolfgang
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Gast24. Mai 2021 · #53
@Wolfgang, klar hast du.
@Abwasser in Nationalparks
Naturkonsum und -schutz hat viele Aspekte, auch "verborgene". Für die Touristen sind Braai, Bier, Wein und GT nach dem Genuss rasch aus den Augen und aus dem Sinn, weil und sobald einfach „hinuntergespült“. Wo das landet, was daraus wird und wie damit umgegangen wird, interessiert meist nicht. Septic tank und french drain funktionieren nur für eine begrenzte Anzahl von Leuten und das auch nur, wenn das System richtig verwendet und auch GEWARTET werden. Vor 50 Jahren konnte man z. B. bei Third Bridge das Wasser aus dem Fluss trinken, jetzt ist wahrscheinlich nicht ein Mal zum Duschen tauglich. Scheint aber niemand zu stören. Mich schon, bei einigen „Anlagen“ die ich über die Jahre gesehen habe, graust mir sogar vor dem Duschen.
Der KNP ist wohl einer der wenigen „großen“ Parks, der professionelle Abwasserentsorgung praktiziert, mit so ca. einem Dutzend richtigen Kläranlagen. Das ist vorbildlich. Eine der „verborgenen“ Sachen für die man im Kruger bezahlt.
zuletzt bearbeitet 24. Mai 2021
4'382 Beiträge · seit 201524. Mai 2021 · #54
OT
@ loser
Man muss z. B. nur die Diskussionen über die "Badelandschaften" in Unterkünften, selbstverständlich mit Pool, in der Kalahari Revue passieren lassen, usw. Irgendwie scheint das Augenmaß verloren gegangen zu sein.
Danke, Werner, für diesen Satz! Mir stellen sich immer schon die Nackenhaare auf, wenn ich das Wort "pool" lese........
Schöne Grüße
Friederike


https://www.betterplace.me/kanyaruchinya-primary-school
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 24. Mai 2021
4'984 Beiträge · seit 201624. Mai 2021 · #55
BikeAfrica schrieb:
loser schrieb:@Graskop
Das freut mich (@ Zustimmung) 😁 🙂 Das südliche Afrika durch die Augen eines Fachmann zu erleben, muss öfters frustrierend sein. Ich vermute auch, dass die hier monierten Mängel im Kruger vielleicht auch durch minderwertige Produkte und Verarbeitung quasi schon "programmiert" sind.

Dazu noch eine kleine Beobachtung von mir über längere Zeit und etliche Länder Afrikas. In allen anderen Regionen, die ich bisher bereist habe, war es bei einem roten und einem blauen Wasserhahn (bzw. entsprechend farbigen Markierungen bei Einhebelmischern) so, dass der rote Wasserhahn für warmes und der blaue für kaltes Wasser zuständig war.
In Afrika war es in ca. 60% der Fälle so, dass der blaue Wasserhahn ans warme Wasser angeschlossen war und der rote ans kalte. In besseren Unterkünften mag das besser aussehen, aber in den einfachen (falls sie überhaupt Wasser bzw. warmes Wasser hatten), war es häufiger falsch als richtig montiert.
Manchmal steht sogar noch ein "H" für "hot" und ein "C" für "cold" auf den Wasserhähnen und es ist trotzdem falsch angeschlossen. Hauptsache, irgendwo kommt Wasser raus, wenn man dran dreht. 😉

Gruß
Wolfgang
Hi Wolfgang,
ich denke die vertauschten Wasseranschlüsse sind noch ein Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit
wo es üblich war, rechts Warmwasser zu montieren. Zu manchen hat sich diese Änderung offenbar noch nicht rumgesprochen 😉
Gruß Gina
2'319 Beiträge · seit 201125. Mai 2021 · #56
BikeAfrica schrieb:
ALM schrieb:
Hingegen sind für mich die Kosten für die Übernachtungsstätten nicht nur deren Unterhaltung zuzuschreiben, sondern auch und insbesondere der Unterhaltung des kompletten Netzes der Restcamp- und Bushcamp-Einrichtungen wie Tankstellen, Shops, Swimming-Pools, Terrassen, Wegenetz sowie Pflege von Fauna in den Camps.

… Pflege von Fauna in den Camps?
Ist wohl eher Flora gemeint, oder? 😉

Gruß
Wolfgang
Hi, Wolfgang,

klar war die Flora gemeint 🙂
Makra schrieb:
ALM schrieb:Hingegen sind für mich die Kosten für die Übernachtungsstätten nicht nur deren Unterhaltung zuzuschreiben, sondern auch und insbesondere der Unterhaltung des kompletten Netzes der Restcamp- und Bushcamp-Einrichtungen wie Tankstellen, Shops, Swimming-Pools, Terrassen, Wegenetz sowie Pflege von Fauna in den Camps.
Na ja, Tankstellen und Shops dürften sich wohl selbst tragen. Würdest du in einer externen Unterkunft extra bezahlen für den Pool, Terrassen etc. ?

Bei dieser Einstellung wundert es mich nicht, wenn die Sanparks Unterkünfte teilweise immer mehr verkommen - die Akzeptanz ist offensichtlich vorhanden.
Moinsen Makra,

zur Info.... In einer "externen" Unterkunft zahle ich ebensowenig extra für die Annehmlichkeiten wie Swimming Pool, Board walk, Aussichtsterrassen und -plattformen, etc. wie in irgendeiner Sanparks-Unterkunft.
Du hast da etwas mißverstanden.... Der Übernachtungspreis inkludiert neben Übernachtung, ggf. Mahlzeiten auch die Annehmlichkeiten der Gesamtstruktur. So, wie bei Sanparks. Wenn ich einen Übernachtung im Hut in Letaba buche, dann beinhaltet der Preis des Huts nicht nur meine Unterkunft sondern auch das Ganze drum und drann des Restcamps Letaba.

Um bei EXTRA zu bleiben, extra im Sinne von zuzüglich zahle ich für den KNP eben die Nationalparkseintrittsgebühr pro Tag; welche der Pflege des Nationalparks zuzuschreiben sind.

Gruß vom Alm
16,9k Beiträge · seit 201201. März 2022 · #57
Ein paar Impressionen aus Olifants Anfang Januar 2022:


Olifants0.jpg



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Olifants3.jpg



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Olifants9.jpg




Fazit: traumhafte Lage mit unterirdischen Unterkünften.

LG
Logi
1'927 Beiträge · seit 200801. März 2022 · #58
Hallo Logi,
was habt Ihr mit der Mikrowelle im Schlafzimmer gemacht?
Grüße
Peter
661 Beiträge · seit 201501. März 2022 · #59
Hallo Logi

Herzlichen Dank für die Vorwarnung....wäh.
Wir werden Skukuza, Lower Sabie, Satara und Letaba je 2 Nächte im April besuchen!!
Trotzdem viel Spass und gute Sichtungen wünsche ich dir
LIebs Grüessli
Malbec
1'927 Beiträge · seit 200801. März 2022 · #60
Viele Camps im Krüger haben derzeit ein massives Problem - Fledermäuse in den Reetdächern !
Alles Natur - klar - nur werden einzelne Dächer nicht von Fledermäusen nur bewohnt, sondern sie sind schlicht verseucht.

Man hat vom SAN in einzelnen Camps schlicht versäumt, gegenzusteuern. Am schlimmsten ist das Haupthaus von Olifants betroffen. Schon beim Betreten schlägt einem ein beißender Geruch entgegen, im Flur sind zwei Angestellte nur mit dem Kehren von Kot beschäftigt. Die paar verbliebenen Servicekräfte, die noch bereit sind im Restaurant zu arbeiten, lösen sich alle 2 h ab, länger sind die Bedingungen nicht mehr zu ertragen! Voraussichtlich wird das Dach komplett abgetragen.

Die Innenräume der Chalets in Olifants sind nicht betroffen, die Terrasse siehe Logis Foto. Keine Probleme hatten wir in Shingwezi, Satara, Mopane, Skukuza und Punda Maria. In Lower Sabie wurden die Dachunterseiten mit Maschendraht abgespannt, aber im Terrassenbereich finden die Tierchen überall einen Durchschlupf.

Mit Ausnahmen der vor beschriebenen Sachen, fanden wir den Zustand in sämtlichen Camps ok. Einzig der Austausch der ursprünglichen normalen Kühlschränke gegen nun hohe Modelle führte in den Aussenküchen zu Problemen. Mal geht die Affensperre nicht mehr zu, mal ist die Steckdose über dem Kühlschrank nun verdeckt, so dass man ich der Küche keinen Strom mehr hat. Manchmal muss man sogar die Mikrowelle mit in den Schlafraum nehmen..... 😄

Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 02. März 2022