THEMA: "Wir halten nur für Vögel" - NAM/BOT August 2017
31 Aug 2017 15:33 #487493
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  • Champagner am 31 Aug 2017 15:33
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fotomatte schrieb:
Danke, lilytrotter,

für dein Nachhaken. Ich hab mir nochmals die drei Fotos angesehen, bei deren Entstehung ich ja nicht dabei war, und ich ( flapsigerweise ) beim drüberschauen der irrigen Annahme war, es handele sich um Vögel einer Art.
Mittlerweile denke ich, dass maddy mit ihrer Nonnenlerche bei Foto 1 richtig liegt.
Foto 3 , da bleibe ich dabei, halte ich für eine Lerchenammer.
Foto 2 finde ich sehr schwer.

Monotonous Lark ( die kenne ich ) habe ich dort nicht gehört oder gesehen. Und der Gesang ist ja eindeutig.

Spannend, das Ganze mit den LBJs.

Grüssle, Matthias

Graaaad hab ich's geändert und da kommst du wieder mit neuen Informationen ums Eck - soll ich das so nachtragen, oder überlegst du es dir bis nach dem Kaffee nochmal wieder anders??? :woohoo: :laugh: :kiss: (Ich könnt ja jetzt auch beleidigt sagen: "So gugsch du meine Bilder an :( !")

Grüßle von der Mabele
Letzte Änderung: 31 Aug 2017 15:36 von Champagner.
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31 Aug 2017 15:45 #487496
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6. August 2017 – Von Puros nach Opuwo durch den oberen Hoarusib – Tag 1 / Teil 1

Vorab zu der oben genannten Streckenführung: Wenn man von Puros nach Opuwo möchte, kann man der D3707 folgen.

Man kann aber auch das gerade Stück nach Nordwesten durch den Hoarusib fahren und dann an der Stelle, wo er von rechts aus den Bergen kommt, das Flussbett verlassen und etwas später in den Khumib wechseln.

Wir sind ja aber besonders clever :lol: und wählen die tatsächliche Abkürzung nach Opuwo – einfach der Strecke im Flussbett des oberen Hoarusib folgen, bis dieser die D3707 wieder schneidet. :whistle:

Nein – damit es hier keine Aufschreie gibt B) : so naiv waren wir bei der Planung natürlich nicht und dass dies keine Kaffeefahrt werden würde, war uns auch klar. Es gab vor uns ja auch schon ein befreundetes Fomi-Paar, die Claxens, die diese Strecke (an einem Tag!) gefahren sind. Kurz vor Kronau 2016 saßen die Muckels und die Claxens wohl zur Beratung beieinander. Freitags in Kronau begrüßte mich Claudia mit den Worten: „Ich hab schon gehört, wo Ihr 2017 langfahren wollt!“ :whistle: . Ihre hochgezogenen Augenbrauen hätten mir zu denken geben sollen sowie ihr nächster Satz: „Ruth hat schon gesagt, dass sie einen Teil davon lieber zu Fuß gehen wird!“. :woohoo:

Tja, da wusste Ruth sicher noch nicht, dass sich dies teilweise tatsächlich so ergeben würde :blink: !

Trotz allem konnten wir uns natürlich nicht ausmalen, was auf uns zukommen würde – und im Rückblick ist dies auch gut so :) !
Wobei das jetzt - wo ich es nochmal lese - doch seeehr dramatisch klingt - uns ist nichts passiert oder dergleichen!

Auf jeden Fall sind wir bestens gerüstet, als wir am 6.8. starten, wir haben zwei wirklich gut ausgestattete Fahrzeuge, zwei tolle Fahrer ( :kiss: :kiss: ), zwei Tage Zeit, ausreichend Diesel, ein SAT-Phone, genug Vorräte und Wasser sowie jeweils 2 Ersatzreifen und wir sind alle gesund und munter und bester Dinge!

Um sieben Uhr zusammen mit der aufgehenden Sonne wird gefrühstückt. Übrigens war diese vorletzte Nacht in Khowarib mit den 27°C eine einmalige Ausnahme, schon gestern am Signal Hill war es wieder kühler, aber nicht unangenehm, Uwe hat es sicher notiert, ich denke irgendwas um 12°C rum oder und heute ähnlich.



Wir knipsen bis halb acht noch bissle in der Gegend rum – und was wir die nächsten 2 Stunden machen, entzieht sich meiner Erinnerung :huh: – ich auf jeden Fall keine Fotos! Um ca. halb zehn verlassen wir die Campsite und fahren zuerst oberhalb des Flussbettes eine Zeit lang durch viel Nichts!






Springbock an viel Nichts



Die Eulenmuckels haben schon eine Weile einen schleichenden Platten, der in Swakopmund versucht wurde zu reparieren und sie beschließen, dieses Rad nicht zu wechseln, sondern immer wieder zu kontrollieren und gegebenenfalls aufzupumpen, da ihnen ein neuer Reifen zu schade für die kommende Strecke ist.



Die Sicht auf de Landschaft rund um das Trockenflussbett ist toll





und bald fahren wir auch in eben diesem.



Es bieten sich uns wieder viele Motive







Die Himba-Sphinx



dekoriert mit vielen Zieglein



Zwei Toyotas beim Kuscheln :P



Und wieder viel Landschaft:






Dieses Bild mag ich irgendwie ganz besonders gern! :) :kiss:



5 flüchtige Strauße für die 4 Birder:



Kurz nach elf Uhr erreichen wir die Stelle, an welcher jeder andere vernunftbegabte Mensch sich eher links hält Richtung Khumib - wir biegen rechts ab, um dem Hoarusib weiter flussaufwärts zu folgen :unsure: !



ein letzter Blick zurück:



Ich werde nie Uwe’s Kommentar an dieser Stelle vergessen :silly: : "Das ist immer das Tolle an Strecken, die man noch nie gefahren ist – man weiß nicht, was einen nach der nächsten Kurve erwartet!"



Ja, Uwe, ja...... du hast Recht – und eins sei schon mal gesagt: Kurven gibt es hier wie Sand am Hoarusib B) .

Dem aufmerksamen Beobachter wird bereits beim Betrachten der obigen Satellitenaufnahmen nicht entgangen sein, dass sich das liebliche, breite und vorallem gerade Bett des Hoarusib an dieser Stelle in einen schmalen, stark mäandrierenden hässlichen Wurmfortsatz verändert - hier noch einmal in aller Deutlichkeit :sick: !



Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf zu unserem Höllenritt – Ruth nimmt das ziemlich wörtlich - ich sterbe tausend Tode, dass sie bei einer heftigeren Bodenwelle mal aus dem Fenster fällt :woohoo:



Die landschaftliche Schönheit (denn schön ist das mäandrierende hässliche Etwas ja doch irgendwie ;) begeistert uns



Immer wieder treffen wir auf Stellen, an denen noch recht viel Wasser vorhanden ist



A stoinigs Äggerle – würde der Schwabe hier sagen!





Auch Zeichen menschlicher Zivilisation gibt es: Esel und andere Nutztiere. Uns ist völlig unklar, wie man hier in dieser verlassenen und irgendwie auch unwirtlichen Gegend leben kann…… Menschen sehen wir allerdings sehr lange keine.



Kurz vor 12 Uhr: Rumpelnd quälen wir uns über große Flusskiesel vorwärts :blink:



An dieser Stelle ist weniger das Wasser, als der fluffige Sand am anderen Ufer, in dem Uwe kurz hängen bleibt, das Problem.



Uns begegnen bizzare Felsformationen



Und lässige Paviane





Birden im Oberen Hoarusib stellt sich als eine der großen Herausforderungen der Gegend dar :S – außer den üblichen Verdächtigen am Wasser ist nichts zu sehen.




Matte jammert ein bisschen vor sich hin: Und wo sind hier die Greife???

Steinige Passagen wechseln sich mit sandigen, zum Teil unterspülten Stellen ab, wir wissen nicht, was wir besser (schlimmer?) finden sollen. Ständig den Reifendruck zu ändern ist keine Option, sonst wären wir vermutlich noch heute dort unterwegs – also müssen Matthias und Uwe große Vorsicht walten lassen.







Und wieder ein schmaler Streifen Wasser direkt am Felsrand, in dem eine Nilsgans mit ihrem süßen Nachwuchs schwimmt.





Hier bräuchte man eigentlich Schwung, um gut über den oberen sandigen Teil zu kommen, aber die Anfahrt ist matschig – egal, unsere beiden Fahrer schaffen das mit links. Apropos links, jeweils der linke Vorderreifen hebt kurz ab, seh ich gerade…. :)







45 Minuten lang kämpfen wir uns weiter voran und beschließen dann, im Schatten dieses mächtigen Baumes, an dem sich jede Menge Treibholz abgelagert hat, unsere Mittagspause zu machen.



Pause B)
Letzte Änderung: 19 Sep 2021 05:28 von Champagner.
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31 Aug 2017 15:45 #487497
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  • fotomatte am 31 Aug 2017 15:45
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Sorry, Bele, wenn ich dir Umstände mache :ohmy: :S

aber DU hast doch die Bildle gemacht, du bist doch selber groß, und zudem Lehrerin, und ein LBJ- Büchle hasch auch noch im Regal.... :blush: und überhaupt... :blink:

P.S.: hab´s grade nochmals relativiert, hasch gsähe?

"(Ich könnt ja jetzt auch beleidigt sagen: "So gugsch du meine Bilder an :( !")" Was soll ich sagen: hast ja recht. Nochmals sorry. :blush: :blush:

P.P.S.: bei den vier flüchtenden Straussen zähle ich so ganz en passant deren fünf-- so gugsch du deine eigenen Bilder an?!? :P
Letzte Änderung: 31 Aug 2017 15:59 von fotomatte.
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31 Aug 2017 16:29 #487503
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  • Champagner am 31 Aug 2017 15:33
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Matte, nimmsch du miii nach 3-Wochen-tagsüber-zusammen-im-Bushcamper-eingesperrt-Sein etwa immer no ernschd???

Danke für deine Mühe, die du dir mit meinen Piepmätzen machst! :kiss: :kiss: :kiss:
P.P.S.: bei den vier flüchtenden Straussen zähle ich so ganz en passant deren fünf-- so gugsch du deine eigenen Bilder an?!?
:P Bis 5 kann ich grad noch zählen, das war ein Tippfehler, die 4 liegt so arg nah bei der 5 :silly: !
Letzte Änderung: 31 Aug 2017 16:30 von Champagner.
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31 Aug 2017 18:28 #487528
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  • Topobär am 31 Aug 2017 18:28
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Champagner schrieb: Kleine Korrektur. Die Himba Sphinx ist der Berg hier über dem Auto.

Ich weiß gar nicht weshalb Du so über die Strecke durch den oberen Hoarusib jammerst. Für mich ist das eine der schönsten Strecken in ganz Namibia und ich würde sie jederzeit wieder fahren. Die Schlucht ist grandios und bietet traumhafte Plätze zum übernachten. Schade, dass die Strecke aufgrund von zu viel Wasser so häufig nicht zu fahren ist.

Das Problem mit dem passenden Luftdruck kenne ich. Bin zum Schutz der Reifen mit 1,8bar gestartet. Damit hab ich mich dann allerdings an einer Stelle eingegraben. Ein guter Kompromiss waren dann 1,5bar. Damit bin ich überall durchgekommen und die Reifen sind trotzdem heile geblieben.
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31 Aug 2017 18:52 #487531
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Topobär schrieb:
Champagner schrieb:
Kleine Korrektur. Die Himba Sphinx ist der Berg hier über dem Auto.

Hallo Thomas,

danke für die Info - das ist sehr interessant und hilfreich, denn ich war mir eigentlich total sicher, dass sie das sein muss, weil man sie so schön liegen sieht mit den ausgestreckten Pfoten (nicht gerade auf diesem Foto, das ich als Sphinx bezeichnet hatte, aber auf anderen) - allerdings war ich die ganze Zeit irritiert, weil ich sie auf der Karte weiter nördlich gesehen habe. Nun ist das auch geklärt (wobei ich immer noch finde, dass dieser Berg mehr wie eine Sphinx aussieht als der andere - ich muss nachher mal schauen, ob ich ein besseres Fotobeispiel finde).

Zu meinem "Gejammer": wir alle vier fanden die Strecke sehr anstrengend (wenn auch landschaftlich sehr toll), nicht nur für den Mensch, sondern auch für die Maschine, und die wollten wir ja heil wieder zurück geben. Ich hab mir eben deinen entsprechenden Bericht durchgelesen und auch die Geröll- und Steinbrocken- sowie Sandfelder wieder erkannt. Dazu kamen bei uns noch hohe Sandabhänge, wo wir immer mal wieder aus dem Flussbett rausfahren mussten. Gab's bei dir aber vermutlich auch - nur bist du sicher wesentlich erfahrener was Off-Road betrifft als wir und hast daher bestimmt ein ganz anderes Verhältnis zu solchen Strecken.

Wir waren auf jeden Fall nach den zwei Tagen ganz schön geschafft! Missen wollen wir die Erfahrung nicht, aber nochmal fahren...???

Was die Übernachtungsplätze angeht, stimme ich dir voll zu - wir hatten dort auch eines unserer schönsten Schlafplätzchen :) !

LG Bele

P.S.: noch etwas in deinem Bericht deckt sich übrigens mit unserer Wahrnehmung, dazu schreib ich aber erst an der Stelle was, wo es hingehört ;)
Letzte Änderung: 31 Aug 2017 19:23 von Champagner.
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