ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201026. Apr. 2026 · #201
caroline schrieb: Liebe Bele, auch von mir ein Danke für diesen wunderbaren Reisebericht zum MItfiebern, von Station zu Station. Der Glockenreiher ist um-wer-fend <3 Liebe Grüße, Caro
Guten Morgen Caro, danke dass du bei uns mitfieberst 🙂 ! Und wie schön, dass dir der Glockenreiher auch gefällt 😘 ! Liebe Grüße von Bele
Makalani schrieb: Und Bele, dir vielen lieben Dank für die Aufnahmen der beiden spannenden Wasserduchfahrten im Moremi
Guten Morgen Sabine, nicht dass ich mich auf Grund eines Missverständnisses mit fremden Federn schmücke (ich hatte eigentlich gedacht, dass ich dazugeschrieben habe, von dem das Videomaterial ist, das ich dann auf meinem Kanal hochgeladen habe, mit Erlaubnis natürlich!): die Fahrt vorbei an den beiden LKWs bei Xini hat Uwe B. gefilmt und die Fahrt in der Nähe von Jesses Pool Tom.
ABER 🤩 : ich habe heute, nachdem mein Kopf wieder einigermaßen funktioniert, entdeckt, dass ich auch gefilmt habe, das Video lade ich nachher gleich hoch!
und natürlich für den gesamten tollen Reisebericht und die vielen Fotos. Über diese Reise werdet ihr bestimmt noch lange reden ...
Das denke ich auch! 😄
Xakanaxa steht bei mir auch noch auf der Wunschliste, deshalb bin ich auf die Motorbootfahrt gespannt und freue mich schon 🙂
Das dauert noch ein bisschen, da ich - siehe unten - ein paar Tage außer Gefecht war 🙄 und erst heute mal anfange, die Fotos zu sichten.
Wünsche euch viel Spaß beim Forumstreffen in Bonn.
Das ist für mich leider wegen Krankheit ausgefallen 😣 🙁 😠 !
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201026. Apr. 2026 · #202
So, nachdem ich ein bisschen ausgebremst wurde, dauert es mit dem Kapitel über die Boatcruise noch ein wenig, aber zur Überbrückung habe ich noch ein Video von der etwas anderen Bootsfahrt in der Nähe von Jesses Pool. Das Video ist von mir und ich habe es erst heute so richtig wahrgenommen auf meiner Speicherkarte 😄 .
Man kann darauf nochmal sehen, wie viel Wasser dort unterwegs war, bzw. vermutlich noch ist. Wir waren am 11./12.Februar dort, danach hat es nochmal viel geregnet, dann ist es ein bisschen abgetrocknet und später hat es wieder geregnet. Bei uns war - im Gegensatz zu der Erzählung von Walter vor ein paar Tagen - der neue Airstrip noch trocken, es muss also noch einiges an Wasser (ob von oben vom Himmel oder von Norden durch das Flutwasser ist schwer zu sagen) dazugekommen sein. Edit: habe eben nachgelesen, der Airstrip wurde wegen des vielen Regens gesperrt. https://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/297502-wetter-aktuell-botswana.html?start=102#724177
Das hier ist in etwa die Stelle (danke Simone für die Karte):
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202226. Apr. 2026 · #203
Danke Champagner, ich unterhalte (OT 😎 gesagt) eine persönliche „Wühlkiste“ über Allradfahren i. A. und beim „Safaritourismus“ i. Bes. Der link zu obigem Video kriegt einen Ehrenplatz. Prima- „Demovideo“ betr. Wasserverdrängung als einen der Gründe für Spureintiefung. Sieht man gut, weil offenes Auto und guter Winkel. Danke und Grüße
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201027. Apr. 2026 · #204
tacitus schrieb:Danke Champagner, ich unterhalte (OT 😎 gesagt) eine persönliche „Wühlkiste“ über Allradfahren i. A. und beim „Safaritourismus“ i. Bes. Der link zu obigem Video kriegt einen Ehrenplatz. Prima- „Demovideo“ betr. Wasserverdrängung als einen der Gründe für Spureintiefung. Sieht man gut, weil offenes Auto und guter Winkel. Danke und Grüße
Schön, dass ich zu deiner Sammlung (schon erstaunlich, was manche Menschen so anhäufen 🙄 ) beitragen konnte. Mir war klar, dass ein Beitrag in dieser Art von dir kommen wird, nur nicht, dass er mit so einer - nennen wir es mal "erstaunlichen" - These garniert wird 😗 .
Wasserverdrängung entsteht dadurch, dass jemand anderes den Platz einnehmen möchte, den das Wasser bisher inne hatte….. Wenn man sich weit in deine Richtung lehnen will, könnte man noch sagen: Wasserverdrängung ist eine Folge von Spureintiefung, aber sie ist doch nicht der Grund für eine Spureintiefung 🤩 . Es sei denn, du willst jetzt sagen, dass die Wasserverdrängung so viel Erde weggespült hat, dass sie der Grund für eine tiefere Spur ist als wenn man ohne Wasser dort durch feuchten Untergrund gefahren wäre..... Wenn du so argumentierst, dann darf man nie wieder durch Wasser fahren.... das versuch mal in Botswana 😕 . Vermutlich ist die Vertiefung bei Matsch, den man rausdrückt und der dann antrocknet, wesentlich größer und vor allem dauerhafter als bei Wasser, das etwas vom Untergrund mitführt und dieses Material teilweise auch wieder zurückspült beim Zurückfließen. Und warum braucht man ein Demo-Video für so etwas? Dass Wasser rausschwappt, wenn man durchfährt, weiß doch jedes kleines Kind, oder?
Eine Spur vertiefe ich, sobald ich mit meinem Reifen (auf dem das Gewicht meines Fahrzeuges liegt) darüberfahre, ob da jetzt Wasser ist oder nicht. Bei einer trockenen Spur vertiefe ich wenig bis gar nicht, bei einer feuchten oder nassen Spur entsprechend mehr, je nach Nässe, Untergrund und Fahrverhalten. Wenn du wirkliche Spurvertiefung erleben willst, dann schau den LKWs oder den untalentierten Touristen oder auch unerfahrenen Guides im Moremi oder anderen Feuchtgebieten zu, wie sie mit Tempowechseln und gerne auch mal plötzlichen Lenkbewegungen solche Stellen durchfahren, oftmals auch mal mit dem Erfolg, dass sie bei einer der Aktionen (zu starkes Beschleunigen oder zu starkes Abbremsen) stecken bleiben und bei der Befreiungsaktion so richtig schön die Spur vertiefen (wir haben einiges erlebt vor Ort).
Was Diteko dort gemacht hat, – und das sieht man dank des offenen Wagens, der Perspektive 😛 und hört man dank des Tons (und was er uns übrigens auch immer wieder demonstriert hat in verzwickten Situationen) - das war ein ruhiges Gleiten durch die Spur mit keinerlei Tempo- und unnötigen Richtungswechseln. Ich denke, die Spur lag nach kurzer Zeit wieder genauso ruhig da wie zuvor, und wer weiß, ob die paar Gramm Sediment pro Meter, die herausgepült wurden durch uns, nicht spätestens durch den nächsten Regen wieder ihren Weg zurück gefunden haben.
Die erfahrenen (Mobile-) Guides sind clever genug, dass sie wissen, dass sie sich mit unnötigen Aktionen ja selber den Untergrund kaputt machen. Wer wenn nicht sie müssen dort x-mal im Jahr durch 🤩 ??? Entsprechend ist auch ihre Begeisterung über die LKW-Fahrer (und deren Chefs, die sie mit ganz schlechtem Material losschicken) und wilden Touristen (die aus deinem Thread) 😈 .
Natürlich wird die Spur unter uns etwas nachgegeben haben, aber ganz ehrlich: zu dieser Jahreszeit geben in diesen Gegenden Botswana der Großteil der Spuren nach!
Und bestimmt denkst du jetzt, dass dies "Fahrspaß im Moremi" war 😛 . Weit gefehlt: als wir in diese Stelle eingefahren sind (und das war schon wesentlich weiter vorne vor dem Video), war nicht klar, wie weit sich das zieht. Anhalten und Umdrehen irgendwann zwischendurch war aus ersichtlichen Gründen keine Option. Also gab es nur diese Möglichkeit, dort rauszukommen. Dass wir danach (und Diteko währenddessen) auch mal fröhlich waren, liegt in unserem Naturell. Das spricht aber nicht dagegen, dass wir – und vor allem Diteko – uns einer Verantwortung bewusst sind.
Wir standen am nächsten Tag vor der Überlegung, nochmal in diese Gegend zu fahren, was wir (Mitfahrer) mit einem erschreckten „Aber bitte nicht wieder durch diese Seenlandschaft 🙄 “ quittiert haben, worauf Diteko meinte, nein nein, da fahren wir natürlich nicht nochmal durch. Es lässt sich auf unserem Strecken-Tracking (von Simone) sehr gut verfolgen, dass wir danach in trockenere Bereiche ausgewichen sind (ich verstehe sowas vor Ort nicht wirklich, aber dank der Karten dann schon).
Spaß macht das nämlich niemandem….. wir haben nur alle zusammen versucht, es mit Humor zu nehmen. Ich bezweifle außerdem, dass außer uns dort viele Fahrzeuge durchgefahren sind. Gesehen haben wir dort vor Ort vielleicht mal irgendwo ein Lodgefahrzeug, das wars aber auch. Die "Spurvertiefung durch Wasserverdrängung" 😐 wird sich also sicher im Rahmen gehalten haben…. 😎 Vermutlich wird dort, sobald mal wieder mehr Leute hinfahren, dann wirklich Schaden angerichtet werden, siehe oben.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200627. Apr. 2026 · #205
Champagner schrieb: Und bestimmt denkst du jetzt, dass dies "Fahrspaß im Moremi" war 😛 . Weit gefehlt: als wir in diese Stelle eingefahren sind (und das war schon wesentlich weiter vorne vor dem Video), war nicht klar, wie weit sich das zieht. Anhalten und Umdrehen irgendwann zwischendurch war aus ersichtlichen Gründen keine Option. Also gab es nur diese Möglichkeit, dort rauszukommen. Dass wir danach (und Diteko währenddessen) auch mal fröhlich waren, liegt in unserem Naturell. Das spricht aber nicht dagegen, dass wir – und vor allem Diteko – uns einer Verantwortung bewusst sind.
Diese Gefühle verstehe ich gut. Manchmal gibt es leider - besser eigenen Wollens - nur die Option: Augen zu und durch. Das ging uns in Moremi im Mai mal ähnlich. Ich denke, dass das, was in Deinem Bericht manchmal wie Spaß klingt eher Ausdruck von Erleichterung ist - zumindest das könnte ich nachvollziehen. Würdest Du in der Jahreszeit eine solche Tour noch einmal machen wollen?
LG Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201027. Apr. 2026 · #206
Sanne schrieb: Ich denke, dass das, was in Deinem Bericht manchmal wie Spaß klingt eher Ausdruck von Erleichterung ist - zumindest das könnte ich nachvollziehen.
Guten Morgen Sanne, das trifft es ganz gut - ab diesem Matschgebiet vor dem Mawana Vet Fence war Erleichterung eine Emotion, die uns sehr oft bis zum Ende der Reise begleitet hat.
Würdest Du in der Jahreszeit eine solche Tour noch einmal machen wollen?
Wenn ich vor Ort leben würde und spontan auf Grund guter Wetter- und Fahrbedingungen entscheiden könnte, dann ja. Die Vogelvielfalt und diese zufrieden fressenden Tiere haben schon was! Lange vorausgeplant und fest gebucht wohl nicht mehr, aber nicht, weil es mir in Summe nicht gefallen hätte, wir hatten ja auch zwei Wochen mit richtig schönem Wetter und guten Fahrbedingungen, ich dachte damals schon "Und das soll die Regenzeit sein?".
Sondern weil "wir es jetzt ja gesehen haben" und vor allem weil es wie erlebt zu unabwägbar ist. Uns war aber auch bei dieser Reise schon bei der Planung klar und wir haben das mit Bushways auch deutlich kommuniziert, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass es eventuell Änderungen geben wird. Für den Fall eines wegen Regen geschlossenen CKGRs hatte ich auch einen schönen Plan B im Kopf. Dass wir in eine außergewöhnliche Regenzeit geraten werden, konnten wir damals nicht ahnen. Und ab Xakanaxa haben wir dann deshalb auch einiges an unserer Tour modifiziert, dazu komme ich im Bericht noch.
Ein anderer Grund, warum ich im Februar - zumindest Stand heute - nicht mehr nach Botswana reisen würde ist die Tatsache, das mir noch andere Monate "fehlen", in denen ich früher berufsbedingt nicht reisen konnte. Meinen Geburtstag im November (u.U. auch nicht die ideale Reisezeit 😉 ) mal in Botswana feiern zu können, ist z.B. ein großer Wunsch von mir....
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202227. Apr. 2026 · #207
Hallo Champagner, hier sage ich nur dazu, dass du wieder auf Sachen antwortest, die ich so gar nicht angesprochen habe. Dass Reifen und Fahrwerk Wasser verdrängen (und dabei Kräfte mit Folgen ausüben) ist für mich Fakt. Mit meiner Meinung, dass forsche 😎 Wasserfahrten oder mit Bugwelle (wenn nötig, weil tief) die Spur eintiefen, sehe ich mich auch in guter Gesellschaft. Deine Begründung, dass falsch, würde mich interessieren … du kannst sie ja ins „Moremi-Fahrspaß“-Thema schreiben. Wäre zwar OT (aber für mich schon OK 😎 ), weil das dort von mir angesprochene Thema ein ganz anderes ist, nämlich langfristige Nachhaltigkeit der derzeitigen Nutzungsweise und die Meinung der Community dazu. Dabei geht es eben nicht um einzelne Fahrten, sondern deren Mehrung und Summierung über die Jahre. Dass das nicht dein Thema ist, ist für mich schon klar und auch gleichzeitig Antwort 😉 . Grüße Übrigens schau ich mir solche Videos grundsätzlich ohne Ton an.
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201028. Apr. 2026 · #208
12. Februar 2026: Boatcruise am Vormittag - Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8)
Heute Nacht hat es geregnet und ich bin froh, dass ich meine Abweiser auf dem Dach montiert habe. Die Wände sind auch einigermaßen trocken geblieben bis nach innen, aber natürlich ist es nicht so angenehm, wenn alles nass draußen ist, wenn man aufsteht 🤢 . Herzlich willkommen in der Regenzeit 😗 .
Um zur Bootsstation zu kommen, fahren wir einen kleinen Umweg und schauen auf dem Leoparden-Hügel nach. Aber dort ist natürlich niemand daheim 😐 . Auch am Old Airstrip ist nicht viel los.
Aber immerhin bekomme ich eine Neusichtung geboten, wenn auch bei schlechtem Licht und weit weg: ein Broad-billed Roller. Auf den hatte ich in meinen bisherigen Reisezeiten keine Chance.
Eine African Green Pigeon hatten wir meines Wissens in diesem Bericht auch noch nicht, also rein damit 😉 !
Und dann kommt – auf der Zufahrt zu den Campsites – auch schon die nächste Neusichtung 🤩 : ein Black Coucal.
An der Bootsstation angekommen, klärt es sich schnell, dass wir tatsächlich schon Viertel vor 8 Uhr rum starten können. Der Guide muss sich nur noch fertig anziehen, solange können wir uns noch ein bisschen umschauen und auf die kleine Aussichtsplattform klettern.
Die Treppe und der Belag oben wirken nicht 100% vertrauenswürdig, aber wer schon auf dem Dombo Hippo Pools Aussichtsturm im Moremi war, der empfindet jeden anderen Aussichtsturm als TÜV-geprüft 😗 .
Das Wetter ist leider nicht so toll, aber das kann man sich nicht aussuchen. Also los geht’s – und da ist jemand offensichtlich froh, dass er jetzt 3 Stunden Ruhe von uns hat 😎 !
Hier ist unsere Strecke (beim roten Kreuzchen starten wir die Bootsfahrt), wir fahren erst in einem großen Bogen nach Westen durch die untere Seite der Xakanaxa Lagoon und dann nach Norden. Übrigens bewegen wir uns auf dem Monachira-Channel - für diejenigen unter uns erwähnt, die sich wie ich für dieses ganze Fluss-System-Dingens hier im Delta interessieren (Komoot schreibt ihn Maunachira, ist aber dasselbe). Danke Simone für die Karte!
Vorbei an den diversen Lodges (es gibt ja inzwischen drei Stück hier)
und einem Dark-capped Bulbul, der auch noch nicht im Bericht war,
tuckern wir abwechselnd über offenes Wasser und durch enge Kanäle. Das Wetter ist weiterhin ein bisschen bähhh.
Trotzdem wird natürlich gebirdet – hier African Stonechats in verschiedenen Ausführungen.
Ein Hauch von blauem Himmel….
Und dann kommt etwas ganz Süßes 😘 und wir werden dies auch noch zwei weitere Mal auf der Bootsfahrt beobachten dürfen (ja, da müsst Ihr durch 😛 , dreimal 🤪 ! ): ein African Jacana-Papa mit seinem Nachwuchs unter den Fittichen.
Eines läuft schon frei herum, bevor er die anderen rauslässt, braucht er aber noch einen Snack in Form eines armen Fröschchens.
Ein bisschen bizarr sieht das schon aus mit den vielen Beinchen, die ihm da aus dem Bauch hängen, oder? Die Kleinen sind übrigens gegen die "Fahrtrichtun" dort eingeparkt.
Nach und nach wird er seine Fracht los
und wir schippern weiter, vorbei an bisschen Pflänzchen und Landschaft.
Hier sogar mit Regenbogenfarben...
Es ist ziemlich ruhig, bis wir diesen schwarzen Kopf im Wasser entdecken 🤩 ! Ein Spotted-necked Otter (eine Neusichtung für mich!).
Wenn man die Entfernung zum Boot sieht, denkt man, dass man den Kerl sicher gut fotografieren konnte. Pustekuchen 😣 . Davon abgesehen, dass unser Kahn sich auch bewegt, ist der Otter ständig unterwegs. Und dies auch meistens komplett unter Wasser, so dass er an völlig unerwarteten Stellen wieder auftaucht. Ich hätte gerne ein Video von uns von einem anderen Boot aus gemacht, wie wir uns hektisch die Köpfe verdrehen, begleitet von ständigem „Wo ist er denn?“ 😄 😄 😄 .
Was für eine Challenge 🙄 – und gute Fotos kommen zumindest bei mir nicht dabei raus. Ich kann ein ganz hässliches bieten, wo man die weißen Flecken sieht, die ihm seinen Namen geben,
und eines, auf dem man sein Gesicht vielleicht ein wenig erkennen kann 😕 .
Falls jemand Interesse hat 🙂 : ich habe auch noch ca. 100 Fotos mit Wasser und Schilf, davon ein paar mit einem unscharfen schwarzen Etwas darauf. Manchmal ist es der Otter, manchmal auch nur ein dunkles Blatt, das ich für den Otter gehalten und mich schon gewundert habe, warum er so schön stillhält 😗 🤪 .
Aber lustig ist es und ich freue mich auch wirklich sehr, endlich mal einen Otter in Afrika erlebt zu haben 🙂 !
Das nächste Tier ist wesentlich ruhiger unterwegs, viel farbiger und lässt uns auch näher an sich heran 🙂 . Eine African Swamphen.
Ist sie nicht schön?
Das Wetter bessert sich
und alles sieht gleich viel netter aus!
Hier geht es bei sehr flottem Tempo in eine recht scharfe Rechtskurve – da merkt man erst, wie schnell diese Blechschalen fahren können. Wir machen hier aber nur einen Schlenker, den man auf der Streckenkarte auf dem mittleren geraden Teil erkennen kann.
Ich glaube es ist dort, wo die nächste Neusichtung auf einem Schilfhalm in Wind hin- und herschaukelt: eine Chirping Cisticola. Ich vermute zumindest mal, dass es eine Neusichtung ist, ich kann mir die kleinen braunen Vögelchen doch nicht alle merken – und eine Liste führe ich nicht. Die Bestimmung hat Matte übernommen, aber ich war gar nicht mal so schlecht, sie hatte ich auch in der engeren Auswah 😎 l!
Und siehe da, ein Stückchen weiter sitzt nochmal so ein Village Indigo Bird! Etwas näher dran bei besserem Licht als der letzte, aber trotzdem schwierig…..
Nun kommt African-Jacana-Papa-Sichtung Nr.2. Ein bisschen spooky sieht das wirklich aus, gell?
Er lässt zunächst die beiden rechten frei
und dann die zwei auf seiner linken Seite.
Einer der Zwerge beschwert sich auch noch lauthals darüber, vermutlich weil er der letzte ist.
Da sind sie alle vier!
Ich könnte denen stundenlang zuschauen,
aber irgendwann müssen wir uns losreißen und weiterbirden, denn wer gehört unbedingt zu einer Boatcruise in Botswana?
Richtig – ein Malachite Kingfisher 🤩 .
Kurz vor 10 Uhr wird es Zeit für eine Kaffeepause. Wir landen an einer Insel an, die kann man hier gut erkennen.
Danach drehen wir um und machen uns auf den Rückweg.
Nach einer längeren Fahrtstrecke ohne Ereignisse kommt die Zeit, um uns mit Hilfe der Delta-Deko ein bisschen zum Narren zu machen. Man darf nämlich nicht außer Acht lassen, dass heute Weiberfasching ist 🤩 !!!
Hier das Bastelmaterial – alles 100% Bionaturfaser!
Unser Guide schnitzt den Damen Ketten (sieht man nachher auf einem Gruppenfoto noch besser, aber vermutlich kennt die eh jeder, der schon mal eine Bootstour dort gemacht hat).
Während an den Geschenken für die Herren gearbeitet wird, haben wir Gelegenheit, Blaustirnblatthühnchen-Papa Nr.3 bei der Arbeit zu beobachten. Ein Kleines hat sich alleine auf eine Blätterinsel verirrt und versucht, wieder zu Papa zurück zu finden.
Es schafft dies schlussendlich mit einem beherzten Sprung auf ein großes Blatt, den ich leider nicht fotografiert habe.
Endlich wiedervereint!
Der Vater hat nun aber genug und packt seine Brut wieder ein.
EDIT - danke Katrin für den Impuls durch deine Frage:
Hier noch Infos zu der Tatsache, dass bei den African Jacanas die männlichen Vögel die Eier ausbrüten und die Küken alleine aufziehen:
African Jacanas (und noch andere Blatthühnchen) haben ein polyandrisches Fortpflanzungssystem, bei dem sich dominante Weibchen mit mehreren Männchen paaren. Die Brut und Jungenaufzucht ist anschließend allein Sache der Männchen, während die Weibchen weiter über die Reviergrenzen wachen. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen verteidigen Reviere, jedoch in unterschiedlichen Grenzen: Ein Männchen verteidigt die Umgebung seines Nestes, ein Weibchen aber all seine Männchen mitsamt deren Revieren. Die Reviergrenzen ändern sich hierbei: Die zuerst brütenden Männchen unterhalten recht große Reviere. Oft sind sie zu diesem Zeitpunkt die einzigen Partner der Weibchen. Sobald die Eier aber gelegt sind und die Brut beginnt, können die Männchen nur noch ein verkleinertes Revier verteidigen. In den äußeren Gebieten des ehemaligen Reviers bauen nun weitere Männchen Nester und gründen eigene kleine Reviere. Das Weibchen verteidigt nicht nur sein großes Revier nach außen, sondern hilft auch seinen Männchen bei der Verteidigung ihrer Reviere, auch gegen die eigenen Partner. Dies ist jedoch die einzige Aufgabe des Weibchens, nach der Eiablage hat es mit Eiern und Jungvögeln keinerlei Berührung.
Inzwischen ist der Kopfschmuck für die Herren fertig geworden. Die Verschlüsse auf dem Hinterkopf sind schon sehr aufwändig und tricky!
Matthias schummelt ein bisschen und trägt weiterhin seinen Hut unter dem Blatt 😛 .
Uwe und er schauen sehr gefasst aus auf den Bildern, aber wenn man genau hinschaut, kann man ein leichtes Grinsen erkennen und sich vorstellen, dass wir viel gelacht haben 😄 🤪 !
Der Rest der Cruise besteht aus Zurückfahren zur Bootsstation, und zwar nicht im großen Bogen durch die Lagune, sondern über den kleinen Channel, was wesentlich kürzer ist.
Unser verschlammtes Auto wartet schon auf uns,
wir müssen aber erst noch das obligatorische berühmt-berüchtigte Gruppenfoto der neun Gestalten machen, was dankenswerterweise Diteko übernimmt! Wir hatten uns vor Ort noch darüber gefreut, dass er sogar alle Beine + Füße komplett mit drauf hat, aber: der Horizont war schief und beim Geraderücken (nicht dass der Monachira-Channel oder gar das ganze Delta ausläuft 🙄 ) eben sind ein paar Zehen verloren gegangen. Sorry…. 😊
Die „Verhaftung“ eines Crested Barbets, der oben in den Bäumen lärmt, verzögert die Abfahrt erneut.
Um 11.15 Uhr ist es dann aber soweit
und vorbei an einem nicht gegroundeten Southern Ground Hornbill
und Impalas beim Säugen
geht es mitten durch das hohe Gras zurück zum Camp.
Damit KD auch in unsere Narrenzunft aufgenommen werden kann, leiht ihm einer unserer vier Jungs seinen Hut…. 😎
Nach dem mir unbekannten Lunch 😕 geht es in die wohlverdiente Mittagspause!
Danach wartet im nächsten Kapitel ein weiterer Game-Drive auf uns. Bis dahin!
speed66751 Beiträge · seit 201128. Apr. 2026 · #209
"Mei" Bele, ich bin jedes mal wieder erstaunt wieviel Mühe du dir mit jedem (Halb-) Kapitel machst. So viele nette Details, Karten und vorab Videos, die Fotos perfekt herausgesucht (apropos die winzigen Jacanas sind ja allerliebst) - ein Zeitaufwand den ich dir hoch anrechne! Dank dir und viele Grüße, Nette
Sadie1'835 Beiträge · seit 201528. Apr. 2026 · #210
Liebe Bele und alle, Bei eurer Bootsfahrt ab Xakanaka war ich auch gerne dabei. Gerade vor ein paar Tagen guckte ich beim Pangolin YouTube Channel rein und habe dort zum ersten Mal Jacana Papa mit Kücken gesehen. Diese kolossalen Zehen bei so kleinen Federbällen sind ja echt zu komisch, aber natürlich eine goldige Adaption. Und nur der Papa trägt sie unter seinen Flügeln? Wo ist denn die Mama? Der Otter war auch ein grandioser und seltener Fund. Hier in Florida haben wir die auch, sogar mal in meinem Hintergarten über dem Kanal. Aber, ist auch selten dass man die sieht. Danke fürs Zeigen und Schreiben! Liebe Grüsse von Katrin (morgen geht’s wieder in den Krüger!!)
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201028. Apr. 2026 · #211
speed66 schrieb:"Mei" Bele, ich bin jedes mal wieder erstaunt wieviel Mühe du dir mit jedem (Halb-) Kapitel machst. So viele nette Details, Karten und vorab Videos, die Fotos perfekt herausgesucht (apropos die winzigen Jacanas sind ja allerliebst) - ein Zeitaufwand den ich dir hoch anrechne! Dank dir und viele Grüße, Nette
"Mei" Nette, das ist aber ein sehr schönes Kompliment 😘 , danke dir, das freut mich sehr! Ja, das macht alles recht viel Arbeit, aber ich habe meistens ausreichend Zeit und mich zwingt ja niemand dazu 😉 , im Gegenteil, ich mache das sehr gerne, weil es eine mir sehr wichtige Erinnerung ist, da ich ja nicht "Team Fotobuch" bin. Außerdem lerne ich dabei oft auch noch Neues dazu. Das Ganze ist sowas wie ein Hobby.
Sadie schrieb:Liebe Bele und alle, Und nur der Papa trägt sie unter seinen Flügeln? Wo ist denn die Mama?
Hallo Katrin, ich kopiere hier mal eine aus dem Netz geklaute und ein bisschen aufgearbeitete Erklärung dazu rein (und bau die auch noch ins Kapitel ein, danke, dass du mich auf diese Idee gebracht hast):
African Jacanas (und noch andere Blatthühnchen) haben ein polyandrisches Fortpflanzungssystem, bei dem sich dominante Weibchen mit mehreren Männchen paaren. Die Brut und Jungenaufzucht ist anschließend allein Sache der Männchen, während die Weibchen weiter über die Reviergrenzen wachen. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen verteidigen Reviere, jedoch in unterschiedlichen Grenzen: Ein Männchen verteidigt die Umgebung seines Nestes, ein Weibchen aber all seine Männchen mitsamt deren Revieren. Die Reviergrenzen ändern sich hierbei: Die zuerst brütenden Männchen unterhalten recht große Reviere. Oft sind sie zu diesem Zeitpunkt die einzigen Partner der Weibchen. Sobald die Eier aber gelegt sind und die Brut beginnt, können die Männchen nur noch ein verkleinertes Revier verteidigen. In den äußeren Gebieten des ehemaligen Reviers bauen nun weitere Männchen Nester und gründen eigene kleine Reviere. Das Weibchen verteidigt nicht nur sein großes Revier nach außen, sondern hilft auch seinen Männchen bei der Verteidigung ihrer Reviere, auch gegen die eigenen Partner. Dies ist jedoch die einzige Aufgabe des Weibchens, nach der Eiablage hat es mit Eiern und Jungvögeln keinerlei Berührung.
Spannend, oder? Da könnte man grad drüber nachdenken, im nächsten Leben African-Jacana-Frau zu werden 😗 😄 🤪 ! Wobei.... mit den süßen Kleinen hätte ich schon gerne zu tun - sofern der Papa die Arbeit macht 🤪 !
Hier in diesem Video ist auch die Rede von dem alleinerziehenden Vater. Ich finde zwar die Geschichte mit dem Krokodil etwas konstruiert 🙄 , aber wichtig ist, dass man ab Minute 2.0 schön sieht, wie er seine zwei Küken "einpackt". https://www.youtube.com/watch?v=Vzi1qNykIu0
Der Otter war auch ein grandioser und seltener Fund. Hier in Florida haben wir die auch, sogar mal in meinem Hintergarten über dem Kanal. Aber, ist auch selten dass man die sieht.
Ein Otter im Hintergarten könnte mir auch gefallen - aber ich fürchte, die Chancen dafür stehen bei mir nicht hoch.
Danke fürs Zeigen und Schreiben!
Sehr gerne und danke fürs Dabeisein - und natürlich eine tolle Zeit im Krüger!
fotomatte2'517 Beiträge · seit 200929. Apr. 2026 · #212
Liebe Bele,
vielen Dank für die detailreiche Schilderung der sehr ereignisreichen Bootsfahrt, einiges hatte ich schon wieder vergessen.
Aber: da muss ich doch direkt einhaken. Einen Village Indigobird, oder Steel-blue Widow Finch, hatten wir in der Tuli Wilderness gesehen, nicht aber im Moremi. Denn wie deine Fotos zeigen (und ich habe den Vogel auch entsprechend im Newman´s notiert) hat dieser Vogel einen weißen und eben keinen roten Schnabel, was ihn als einen Purple Widow Finch ausweist. Hatte mich sehr darüber gefreut, da eine Erstsichtung. 😎
Viele Grüße, Matthias
Nachtrag: Veto bezüglich der angeblichen Erstsichtung des Broad-billed Rollers, den hast du schon in Sambia gesehen. Du erinnerst dich? Letzter Tag, letzter Stop fürs Mittagessen vor dem Flughafen Lusaka.
tigris768 Beiträge · seit 200729. Apr. 2026 · #213
Bele schreibt: Nach dem mir unbekannten Lunch 😕 geht es in die wohlverdiente Mittagspause!
Ich habe mein Tagebuch gefragt und kann das ergänzen: Da unklar war, ob die frühe Bootstour, wie eigentlich geplant, auch stattfindet, hatte uns KD etwas für die Kaffeepause und zum Lunch gerichtet und eingepackt. Zum Glück konnten wir aber um 07:45 Uhr mit der Bootstour starten 🤩
Somit verspeisten wir dann im Camp unser Lunch und es gab Nudelsalat, gemischten grünen Salat mit Hühnchen und dazu frisch gebackenes Brot.
Liebe Grüße, Simone 😘
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
tigris768 Beiträge · seit 200729. Apr. 2026 · #214
Das hatte ich doch glatt überlesen 😗
Damit nicht genug, regnet es abends und nachts auch noch, ich kann mich jetzt allerdings nicht mehr erinnern, ob unser Essen Wasser von oben abbekommen hat und vor allem nicht, was es war. Da hoffe ich mal wieder auf unsere Tagebuchschreiberinnen 😎 !
Also: Zum Dinner gab es Chicken-Potjie mit braunem Reis und zum Dessert hatten wir Birne gefüllt mit Mandelkeksen und Custard 🤩
Viele Grüße, Simone 😘
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Guten Morgen, liebe Bele, die Fotos von den Federbällchen mit den Spinnenfüßen sind ja allerliebst und Dir gut gelungen. Wir sahen in Muchenje auch einmal Papa Lilytrotter mit Küken und konnten uns nicht sattsehen an dem Gewusel - freilich leider nur mit Fernglas. Bei Matthias Anmerkung“
….der angeblichen Erstsichtung des Broad-billed Rollers
musste ich sehr schmunzeln! Irgendwann in Shakawe, als wir uns wie im Birderparadies vorkamen, meine C., jetzt müssten wir nur noch einen Broad-billed Roller sehen - da würde Fotomatte aber staunen. Zehn Minuten später hatten wir den Vogel vor der Linse😎. Matte anrufen - hilft! Grüßle Friederike
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201030. Apr. 2026 · #216
fotomatte schrieb:Liebe Bele, vielen Dank für die detailreiche Schilderung der sehr ereignisreichen Bootsfahrt, einiges hatte ich schon wieder vergessen.
Immer gerne 🙂 !
Aber: da muss ich doch direkt einhaken. Einen Village Indigobird, oder Steel-blue Widow Finch, hatten wir in der Tuli Wilderness gesehen, nicht aber im Moremi.
Du/Ihr vielleicht 🙄 , aber ich habe sowas in Tuli Wilderness nicht gesehen! Mein erstes Foto (und auch meine erste Sichtung) war in der Xini Area am 10.2.26. Damals hab ich mich für einen Village Indigobird entschieden, auch wenn er einen weißen (so sieht es zumindest auf dem Foto aus) Schnabel hatte. Laut meinem Roberts gibt es nämlich den "okavangoensis" mit weißem Schnabel, der im Caprivi und in Nordbotswana lebt. Entscheidend waren für mich die "Haxen" 🤪 , die waren nämlich auf dem Foto deutlich rot, was ihn laut Roberts zum Village Indigobird macht. Bei dem Vogel auf der Boatcruise bin ich mir jetzt tatsächlich nicht mehr sicher. Wegen des weißen Schnabels könnte er trotzdem ein Village Indigobird (auch okavangoensis) sein, die Ständer sieht man aber auf dem Bild nicht. Allerdings habe ich ein gaaaaanz schlechtes im Abflug, darauf könnte man eher von hellpink reden. Ich würde sagen: schwiiiieeerig das alles 🤩 ! Das Abflugfoto kann ich dir gerne bei Gelegenheii, die es ja bald gibt 😗 , hier am Rechner zeigen....
Denn wie deine Fotos zeigen (und ich habe den Vogel auch entsprechend im Newman´s notiert) hat dieser Vogel einen weißen und eben keinen roten Schnabel, was ihn als einen Purple Widow Finch ausweist. Hatte mich sehr darüber gefreut, da eine Erstsichtung. 😎
Siehe oben, der Roberts sieht das etwas differenzierter, er nennt ihn übrigens auch Purple Indigobird, aber ich weiß schon, dass es die "Widow Finch" -Bezeichnung auch gibt! Was die Bestimmung aber trotzdem nicht eindeutig macht, so richtig gute Fotos von beiden Vögeln, die ich gesehen/fotografiert habe, wären mir lieber.... 😐
Nachtrag: Veto bezüglich der angeblichen Erstsichtung des Broad-billed Rollers, den hast du schon in Sambia gesehen. Du erinnerst dich? Letzter Tag, letzter Stop fürs Mittagessen vor dem Flughafen Lusaka.
Ich erinnere mich sehr gut an diesen Stop, ich hab den auch im Bericht, mit diesen Flamboyantbäumen am staubigen Straßenrand, die viel zu wenig Schatten gegeben haben. Von einer Zimtracke ist dort nicht die Rede und ich kann mich auch an keine erinnern. Ich weiß, dass Ihr, also ein paar der anderen und du, mal in den Wald/die Bäume gegenüber gestarrt habt, aber keine Ahnung, was da war... Also für mich war diese Racke eindeutig eine Erstsichtung (es sei denn, ich hätte sie sonst schon mal gesehen und das wieder vergessen, aber im Sambiabericht hätte ich sie garantiert erwähnt, wenn ich sie gesehen hätte!).
tigris schrieb: Ich habe mein Tagebuch gefragt und kann das ergänzen: Liebe Grüße, Simone 😘
Liebe Grüße zurück an dich und dein Tagebuch - vielen lieben Dank einmal mehr fürs Ergänzen! 😘
CuF schrieb: Bei Matthias Anmerkung musste ich sehr schmunzeln! Irgendwann in Shakawe, als wir uns wie im Birderparadies vorkamen, meine C., jetzt müssten wir nur noch einen Broad-billed Roller sehen - da würde Fotomatte aber staunen. Zehn Minuten später hatten wir den Vogel vor der Linse. Grüßle Friederike
Guten Morgen Friederike, ich meine mich sogar an diese Geschichte zu erinnern 😄 . Da mein Foto von der Racke alles andere als schön ist, würde ich mich über eine weitere und bessere Sichtung sehr freuen. Sollte ich also mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, werde ich den Matte-Trick ausprobieren 😎 !
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201003. Mai 2026 · #217
12. Februar 2026: Gamedrive am Nachmittag - Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8)
In der Mittagspause merken wir, dass unsere untere Toilette (sie liegt etwas tiefer als die andere, etwa auf Höhe dieser überschwemmten Wiese) ein kleines Problem hat. In dem tiefen Loch liegt nicht wie sonst Sand, auf den man dann als „Spülung“ ebenfalls Sand wirft, sondern es steht ein bisschen Wasser darin 🤢 . Und ich kann sogar ein kleines Fröschchen entdecken. Zu diesem Zeitpunkt machen wir uns noch keine großen Gedanken darüber...
Und es ist ja jetzt auch Zeit, zum Gamedrive aufzubrechen 🤩 . Bei diesem Wetter und den Pistenverhältnissen erwartet man nicht viel – um so erstaunter und erfreuter werden wir über die Sichtungen – wenn auch erst ganz am Ende - sein 🙂 !
Zunächst ist es tatsächlich eher unspektakulär, was uns vor die Linse kommt, hier ein Vögelchen, dort ein Elefant und natürlich viel Wasser!
Fork-tailed Drongo
Riesentausendfüßer an Squirrel
Wasser - Wasser - Wasser
Nein, hier fahren wir nicht weiter - Diteko dreht um, auch wenn dies definitiv nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählt 😛 !
Auch dies hier war mal eine Fahrspur- sie erholt sich vermutlich gerade von der Spureintiefung durch Wasserverdrängung 😎 😛 .
Ein Pärchen African Pygmy Goose - leider auch nicht viel leichter zu fotografieren als die in Xini.
Woodland Kingfisher
Nachdem wir knapp 2 Stunden grob in der Gegend von Jesses Pool (ohne ihm zu nahe zu kommen 😣 ) rumgecruist sind, möchte Diteko auf dem Heimweg noch beim Airstrip vorbeischauen, da er gehört hat, dass sich dort ein kleines Löwenrudel rumtreiben soll. Es ärgert ihn schon ein bisschen, dass er uns nicht die „gängigen“ Sichtungen bieten kann, da kann er sich nicht völlig von der Tourguide-Attitude freimachen 😉 und ehrgeizig ist er ja dazu auch noch 🤩 .
Was wir dann aber entdecken, ist ein Side-striped Jackal, der leider gerade die Bühne verlässt – sie sind ja generell sehr scheu, kein Wunder also, dass er bei unserer Ankunft verschwindet!
Schade 🙁 , das wäre schön gewesen, ihn mal richtig zu fotografieren. Wir folgen ihm eine Weile, haben aber keinen Erfolg. Also drehen wir wieder um (schon wieder 😗 ) und machen uns endgültig auf den Heimweg. Auf einer größeren Ebene hält Diteko nochmal an und zückt das Fernglas. „Da sind sie!“ ruft er nur und brettert los 🤩 !
Und tatsächlich, kurz kommen wir in den Genuss der Bande – eine Mutter mit vier Kleinen liegt hinter einem Erdwall. Sie scheint aber andere Pläne für den Abend zu haben als ihn mit uns zu verbringen 🙄 und verschwindet schnell mit ihren Sprösslingen im Schlepptau im Gebüsch.
Was für ein schönes, wenn auch nicht langes Erlebnis. Das Gute an der Kürze ist, dass ich hier mal ausnahmsweise kaum Fotos aussortieren muss… 😎 .
Und wir freuen uns sehr für Diteko, dass er nun endlich diese Löwen gefunden hat 🙂 – er betont noch einmal, dass er wusste, dass sie irgendwo hier sind und sie uns unbedingt zeigen wollte. Hoffentlich kann er jetzt beruhigt schlafen 😎 🤪 !
Aber stop – der Knüller des Tages kommt ja erst noch 🤩 . Denn plötzlich sehen wir nicht einen, nicht zwei, sondern drei Side-striped Jackals auf der Ebene verteilt, als wir zurückfahren 😮 .
Es ist ein Elterntier mit zwei Jungtieren. Die Kinder scheinen etwas verblüfft über unsere Anwesenheit und statt schnell zu flüchten, betrachten sie uns erst mal ganz genau. Ich bin hin und weg. Streifenschakale sind hauptsächlich nachtaktiv (okay, es ist auch schon 18.30 Uhr durch…) und leben sehr versteckt. Und dann auch noch Jungtiere. Das ist wie ein Sechser im Lotto. Zum Glück liegen oder sitzen sie teilweise ganz nahe vor uns, so dass man sie trotz des schlechten Lichtes ganz gut fotografieren kann. Wenn sie sich in Bewegung setzen, sieht das schon ein bisschen anders aus, aber ich bin trotzdem sehr glücklich über diese Bilder als Erinnerung an dieses Erlebnis! Die Fotos sind in chronologischer Reihenfolge, ich habe keine Erinnerung mehr daran, wer jetzt welcher Schakal ist (und denkt euch die Bilder einfach durch drei Tiere geteilt, dann sind es gar nicht so viele Fotos 😛 ).
Hier steht der letzte unvermittelt auf und so fehlen Teile von ihm 😁 , so schnell konnte ich nicht rauszoomen. Aber immerhin kann man so sehr gut seinen namengebenden Streifen studieren 😉 .
Und tschüsss....
Nun sind wir wohl alle zufrieden 🙂 und schaukeln nach Hause, dabei immer den Blick auf den Himmel gerichtet, der sich immer mehr zuzieht 😣 .
Als wir im Camp ankommen und die untere Toilette aufsuchen, müssen wir feststellen, dass der Grundwasserspiegel dort noch weiter gestiegen ist. Die Brühe in der Grube droht bald überzulaufen 🤢 und so meiden wir diesen Teil unserer Sanitäranlagen lieber….. Ein deutliches Zeichen, dass unterirdisch hier einiges in Bewegung ist, die Füße werden auch immer schneller nass, wenn man Richtung überschwemmte Wiese geht.
Und damit ich hier nicht nur von Grundwasser schreiben muss, öffnet der Himmel auch bald seine Schleusen 😮 . Schnell wird alles soweit möglich unter unser Sonnendach, das nun zum Regenschutz mutiert, gebracht. Das Abendessen (Simone?) wird auch eher ungemütlich bei der vielen Feuchtigkeit um uns rum, dazu kommen dann auch noch Donner und Blitz 😵 .
Als wir in den Zelten liegen, regnet und gewittert es immer wieder, und ich beobachte meine Wände und Nähte, wo langsam die Feuchtigkeit einen Weg zu mir ins noch kuschelige Innere sucht 😐 .
In der Nacht haben wir dann auch noch Hippo-Besuch, danke Tanja und Uwe für die Aufzeichnungen eurer Wildkamera (es ist zwar eigentlich erst am nächsten Tag, da kurz nach Mitternacht, aber ich nehm das trotzdem noch in dieses Kapitel mit rein). Das fliegende Ding in dem Filmchen finde ich ja fast noch interessanter als das Hippo. Ist das eine Fledermaus?
Und dass es regnet – wenn da auch gerade nicht stark – kann man auch erkennen. Oje, wie wird das morgen früh sein 😵 😐 😕 🙄 ??
Bele schrieb: Und damit ich hier nicht nur von Grundwasser schreiben muss, öffnet der Himmel auch bald seine Schleusen 😮 . Schnell wird alles soweit möglich unter unser Sonnendach, das nun zum Regenschutz mutiert, gebracht. Das Abendessen (Simone?) wird auch eher ungemütlich bei der vielen Feuchtigkeit um uns rum, dazu kommen dann auch noch Donner und Blitz 😵 .
ALSO.... Ja, wir hatten echt Glück, dass wir gegen 18.50 Uhr noch trocken in unserem Camp ankamen.... Hier mal einige Wolkenstimmungen auf dem Weg zurück, kurz vor der CS:
Als wir das Camp erreichten, hatte KD noch außerhalb unseres Sonnendachs bzw. Regendachs 😛 das Feuer am Lodern. Das Foto hier ist von 19.10 Uhr
Wie Ihr am Trailer sehen könnt, stehen da schon die „Gefäße“ für unseren GT bereit. Nach so einem erfolgreichen Gamedrive darf der trotz ungemütlichem Wetter natürlich nicht fehlen! 😈 Zum Dinner gab es Braai mit Rindersteaks und Kartoffel-Käse-Gratin. 🤩
Später verfrachtete er den Rost mit dem Essen unter das Dach. Denn rings um uns rum und zog es sich sehr schnell zu und wurde immer dunkler! 😮
Wir haben es gerade so mit dem Essen geschafft, bevor es richtig losging. 😮 KD war sehr erleichtert, als wir ihm mitteilten, dass wir heute auf den Nachtisch verzichten! 🤨
Mittlerweile schüttet und gewittert es..... Der Abwasch soll morgen früh erledigt werden! 😗
Laut meiner Tagebuchaufzeichnung liege ich schon um 20:30 Uhr im Zelt, eingemummelt im Schlafsack, und hoffe, dass alles dicht bleibt. Ist es auch…. 😉 Nur an 2 geflickten Stellen am Boden in den Ecken kam etwas Wasser rein. Das konnte ich mit meinen Handtüchern gut abdichten.
Liebe Grüße Simone 😘
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
ChampagnerThemenstarter8'691 Beiträge · seit 201005. Mai 2026 · #220
TinuHH schrieb:Moin Bele, die Side-striped Jackals sind ja der Knüller! Die habe ich definitiv noch nie irgendwo gesehen, die sehen total knuffig aus! 🤩 Danke für's Zeigen und auch für den Rest des tollen Berichtes! HG Martin
Lieber Martin, gerne 🙂 ! Und ja, die Schakale waren der Hammer. Für mich mal wieder der Beweis, dass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt! Egal wie schwierig die Bedingungen sind - Botswana lässt sich irgendetwas Spannendes einfallen! 🙂
Danke Simone für deine detaillierten Ergänzungen inklusive Fotos 😘 - ich bin sehr froh über dieses Zweitgedächtnis 😄 😄 😄 ! Und dies hier ist ganz wichtig - natürlich lassen wir uns von so ein bisschen Wetter nicht den GT vermiesen - Matte wäre ja sonst arbeitslos geworden 😉 .
tigris schrieb: Wie Ihr am Trailer sehen könnt, stehen da schon die „Gefäße“ für unseren GT bereit. Nach so einem erfolgreichen Gamedrive darf der trotz ungemütlichem Wetter natürlich nicht fehlen! 😈
Und da das hiesige Wetter heute einigermaßen gut zu dem im nächsten Kapitel passt, werde ich mich gleich mal an die Arbeit machen!