13. Februar 2026:
PLANÄNDERUNG 🤩
Von Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8) zum Khwai Guesthouse
Ich muss kurz zurückrudern zu gestern Abend. Beim Briefing wurde uns erklärt, dass wir morgen wie üblich das Camp abbauen, die liegengebliebenen Arbeiten vom Vorabend noch erledigt werden und wir uns dann wieder in Richtung South Gate begeben müssen und auf die Cutline nach North Gate abbiegen werden. PLANÄNDERUNG 🤩
Von Xakanaxa (HATAB Capsite MGR#T8) zum Khwai Guesthouse
In Khwai ist ein Stopp beim Khwai Guesthouse geplant, um unseren Müll abzuladen. Danach soll es weitergehen über die Gravelroad nach Mababe zu der exklusiven Bushways-Campsite dort, auf die ich schon sehr gespannt bin. Dort sind 3 Nächte geplant, im Anschluss daran noch eine Nacht im Khwai Guesthouse vor dem Flug, wir wollen von Khwai Village aus am Morgen des letzten Tages direkt zum Flughafen Maun fahren.
Für heute Nacht hatten KD und DT die Plexiglas-Seitenwände schon ins Auto montiert, damit es nicht so nass wird im Innenraum, gestern Nacht, als es plötzlich anfing zu regnen, habe ich gehört, wie beide nochmal aufgestanden sind und die Wände schnell eingebaut haben. Da wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Arbeit die Beiden noch haben abgesehen von dem, was wir immer so mitbekommen. Da wird abends, während wir schon gemütlich im Zelt liegen, noch Brot gebacken, DT kehrt immer pedantisch die Fußräume des Autos aus, und so ist immer noch etwas zu tun 🙄 .
So, jetzt aber zurück zum Aufstehen 🤩 . Es regnet mal mehr, mal weniger, und wir versuchen, die Zelte so schnell wie möglich abzubauen. Logisch, dass sich meines ausgerechnet heute beim Zusammenrollen bockig zeigt 😈 😣 ! Erst beim dritten Anlauf fügt es sich so, dass es in die Tasche passt 😵 . Ich bin außen nass vom Regen, und von innen her klebt meine Kleidung vom Schwitzen durch die Anstrengung an mir 🤢 , nebenher jucken meine Stiche an den Beinen wie verrückt 😠 , Nässe und Schwitzen können sie gar nicht leiden... Über den ganzen Matsch und Dreck rede ich mal gar nicht…. 😗
Wir sehen alle ziemlich schlammig aus…. Das wird auch nicht besser, als wir helfen, das Schatten- aka Regendach abzubauen, wir suchen dann auch noch lange nach allen Haken, zwischendurch regnet es immer wieder und wir stehen mit den Füßen auch öfters mal im Wasser. Die Matten, die wir wie üblich auf den beiden Hüllen sammeln, sind natürlich auch nass, na das wird sicher eklig, wenn wir die dann wieder auspacken…. 🤢 Und unsere Taschen stehen natürlich auch in der Nässe herum, bevor sie in den Trailer, in den es auch reinregnet, geladen werden.
Wenn man der ganzen Sache irgendetwas Positives abgewinnen will, dann ist es die Tatsache, dass es wenigstens nicht kalt ist und wir keine klammen Finger beim Arbeiten haben (das kennen wir ja durchaus auch!) 🤪 !
Erstaunlicherweise sitzen wir bereits vor 7 Uhr wieder im Auto, der Trailer ist angekuppelt und los kann es gehen!
Unsere Sichtungen auf der Fahrt halten sich naturgemäß in Grenzen 😗 .
Water-Thick-knee :
Schau links, schau rechts, schau gradeaus…..



Das Gnu dagegen kümmert sich so gar nicht um irgendwelche Verkehrsregeln 😛 – lange läuft es stur vor uns auf dem Weg daher. Wir fahren langsam, weil wir es nicht stressen wollen, wundern uns aber schon, dass es nicht nach rechts oder links ins Gebüsch verschwindet. Da können diese Biester ganz schön dickköpfig sein!



Und dann ist da plötzlich eine "hyena on the mainroad" (dieses Mal eine echte) 🤩 😄 ! Und es sollte nicht die letzte auf dieser Reise sein!




Die anschließende Fahrt ist wieder sehr anstrengend, wir hangeln uns von Matschloch zu Matschloch 🙄 .


Die Umfahrungen wurden auch schon eine zeitlang nicht mehr genutzt oder wenn, dann nur von kleineren Fahrzeugen und so sieht sich DT ab und zu genötigt, Äste, die zu sehr im Weg sind, zu entfernen.


Bei einer solchen Aktion kreist plötzlich ein Flugzeug über uns, und zwar eine Piper Super Cub (Matthias erkennt sie sofort als eine, Heiko bestätigt dies später).

Diteko schaut hoch, lacht und meint, das sei jemand von Bushways, vermutlich Heiko. Im Nachhinein stellt es sich heraus, dass es Marc, einer der anderen Direktoren von Bushways war, der nach noch fahrbaren Strecken im Moremi gesucht hat (und nicht nach uns, wie wir zunächst mit einem Augenzwinkern vermutet hatten – frei nach dem Motto „Verschollen im Busch“ 🤪 ). Originalton von Heiko (ich liebe sein geschriebenes Deutsch) 🙂 : „war Marc, der sucht nach wege im MGR, die nicht geflütet sind“. (Seit kurzem hat Heiko das "ü" auf seiner Tastatur entdeckt 😄 !)

Manchmal steht man auch vor solchen Stellen und dann bleibt Diteko nichts anderes übrig, als den Rückwärtsgang einzulegen und eine Alternative zu suchen - grrrrrrr, das kann er ja gar nicht leiden!

Ja und dann, ca. 9.30 Uhr, fahren wir auf eine schwarze Wolkenwand zu 😊 .
Noch während DT überlegt, ob wir die Seitenwände einsetzen (zum Fahren waren sie am Morgen entfernt worden, weil man sonst sehr schlecht sieht bei eventuellen Sichtungen) oder noch abwarten wollen, beginnt es zu regnen. Schnell reinigt DT die Frontscheibe, bevor er sie hochklappt und die Scheibenwischer montiert, KD setzt die Seitenscheiben wieder ein – beide werden dabei schon ziemlich nass.

Was dann folgt, kann man am besten dem Video weiter unten entnehmen 🙄 . Es schüttet wie aus Kübeln, vor allem DT und KD und die erste Reihe bekommen sehr viel Wasser ab, aber auch in die anderen Reihen dringt es vor. Matthias meint irgendwann ganz trocken: "Im Dusty Donkey Café habe ich die Wettervorhersage angeschaut, das soll wohl jetzt mindestens drei Tage lang so weitergehen." Na toll 🤩 ! Heiko hat sich, als ich ein paar Stunden später Wlan hatte, auch dazu geäußert: „next few days there is a cyclone hitting us so might or might not be LOTS of rain“. Ich kann schon mal vorgreifen „might“ war richtig – „might not“ falsch 😗 !
Die Fahrt dauert ewig – normalerweise reißt man die ca. 30km vom South zum North Gate in etwa einer Stunde ab, so habe ich es schon zweimal in der Trockenzeit erlebt. Wir sinnieren unterwegs darüber, wie das wohl werden soll bei diesen Sintfluten, wenn wir in der Mababe Area auf einer Campsite mit NICHTS sitzen. Der einzige Schutz wird unser Regendach und das Auto sein.
Als wir am North Gate zur Kaffeepause und für das Paperwork im Office anhalten, gibt es zum Glück eine Regenpause.
Wir nutzen die Gelegenheit und versammeln uns zu einem Krisengipfel (danke Simone für das Foto!).

Ich spreche das aus, was mir schon die ganze Fahrt über durch den Kopf gegangen ist: Sollen wir vielleicht fragen, ob wir jetzt schon im Khwai Guesthouse unterschlüpfen können und Mababe Mababa sein lassen 😕 ? Und siehe da – wie meistens sind wir 9 Gestalten uns sofort einig 🤩 ! Niemand kann sich drei Tage im Regen irgendwo im Busch als Urlaub schönreden- und das, also Urlaub, ist es ja schlussendlich, was wir hier machen wollen.
Meine Aufgabe ist es nun, dies mit Diteko zu besprechen. Oweia, noch gestern Abend habe ich ihn gefragt, welche Touren von Bushways er am liebsten fährt, die Lodgetouren, die Fully-Serviced oder solche wie unsere. Seine Antwort ist ganz klar: so basic wie möglich! Dieses ganze Luxuszeugs ist nicht sein Ding. Ich nehme ihm das auch ab, er hat sich schon öfter so in dieser Art geäußert und es passt auch zu ihm, er ist sich für keine Arbeit und Staub und Dreck und Nässe und Matsch zu schade. Sicher wird es uns für Sissies halten, die wegen ein bisschen Regen kneifen….. 😊 😣
Aber nein, er meint, das sei eine sehr gute Idee, er glaube nicht, dass das Wetter sich schnell bessert und außerdem hätte er gehört, dass die weitere Strecke nach Mababe eine große Herausforderung wäre.
Gut, dann wäre das also auch geklärt. Er greift zum Handy (hier gibt es dank des Funkmastens ja Empfang) und telefoniert mit dem Khwai Guesthouse und dem Office, es gibt natürlich einiges zu klären. Wer weiß, ob sie nicht fully booked sind? Ich überlege schon anzubieten, dass wir auch zusammenrücken oder vielleicht unsere Zelte unter einem Dach aufschlagen könnten, als er uns mitteilt, dass – Überraschung, denn wer außer uns kommt wohl sonst noch auf die schräge Idee, zu dieser Jahreszeit dort Urlaub zu machen 😛 - das Guesthouse aktuell keine Buchungen hat. Entsprechend muss aber auch erst das Personal zusammengetrommelt und die Chalets gerichtet werden. Diteko ist sich nicht sicher, ob wir heute Nacht schon dort schlafen können, es könnte sein, dass wir doch erst zunächst nach Mababe müssen, aber er hofft auf das Beste. Wir fahren jetzt hin und schauen mal, wie die Lage ist.
Kaum sind wir wieder los- und über den vollen Khwai River gefahren, öffnet der Himmel erneut seine Schleusen. Gerade so, als wolle er unsere Entscheidung untermauern! Danke 😛 ! Wäre aber nicht nötig gewesen.....


Als wir im Khwai Guesthouse ankommen, werden wir von Virginia, der langjährigen Managerin dort, empfangen. Wir verstehen wegen des prasselnden Regens zwar kaum ein Wort, aber es scheint alles zu klappen, nur ein paar Chalets sind noch nicht ganz fertig!


Uff, das ist ja nochmal gutgegangen! Was das Ganze jetzt für unsere restliche Reise bedeutet - darüber werden wir später nachdenken… 🙁
Hier noch zwei kurze Videos, von der Fahrt nach Khwai und der Ankunft dort (und nein, das war nicht alles an Regen, was ich filmen konnte, das ist nur ein Bruchteil davon, aber ich wollte meine Kamera nicht länger der Nässe aussetzen)
und dann noch das obligatorische Unterkunftsvideo von Tom (vielen Dank dafür)
Ich verspreche: im nächsten Kapitel gibt es wieder mehr Fotos und weniger Text - wir werden nämlich tatsächlich nachmittags einen Gamedrive in die Khwai Concession wagen 🤩 !
Bis dahin liebe Grüße von Bele































































































































































































































































