LottaThemenstarter401 Beiträge · seit 201121. Aug. 2017 · #1Hallo Zusammen,
ich weiß nicht, ob es sich schon bis zum Forum herumgesprochen hat (wir haben z. Zt. leider nur ganz selten die Zeit, das Forum zu verfolgen), wollte es Euch aber auf keine Fall vorenthalten:
Wir waren im Mai 17 zwei Nächte im alten Farmhaus Omandumba; sehr nett, intim, klein und authentisch. Nur wohnen die Inhaber hier nicht mehr! Diese bauen bzw. betreiben ein paar Kilometer weiter eine Jagd-Farm. Wir haben Harald Rust mit einem Jagd-Gast beim Sundowner aus Versehen getroffen - es war eigentlich ziemlich eindeutig, dass diese beiden "Urlaubsformen" sich nicht begegnen sollen.
Für uns war diese Situation nicht schön, da ich persönlich niemals Gast auf einer Jagdfarm sein möchte und auch nicht in einem "Nebengebäude" ein paar Kilometer weiter. Auf der HP von Omandumba ist dies in keinster Weise ersichtlich - daher hier diese Info. Nun kann es jeder selber entscheiden 🙂
LG Lotta
Dillinger796 Beiträge · seit 201521. Aug. 2017 · #2"Hunting with H&D Hunting Safaries", auf You Tube.
Scheint kein großes Geheimnis zu sein.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201621. Aug. 2017 · #3Hallo Lotta,
hier die Mitgliederliste des Berufsjagdverbandes Namibia >
https://ophaa.org/napha/Gruß Gina
Logi16,9k Beiträge · seit 201221. Aug. 2017 · #4Lotta schrieb:Wir waren im Mai 17 zwei Nächte im alten Farmhaus Omandumba; sehr nett, intim, klein und authentisch. Nur wohnen die Inhaber hier nicht mehr! Diese bauen bzw. betreiben ein paar Kilometer weiter eine Jagd-Farm. Wir haben Harald Rust mit einem Jagd-Gast beim Sundowner aus Versehen getroffen - es war eigentlich ziemlich eindeutig, dass diese beiden "Urlaubsformen" sich nicht begegnen sollen.
Für uns war diese Situation nicht schön, da ich persönlich niemals Gast auf einer Jagdfarm sein möchte und auch nicht in einem "Nebengebäude" ein paar Kilometer weiter. Auf der HP von Omandumba ist dies in keinster Weise ersichtlich - daher hier diese Info. Nun kann es jeder selber entscheiden 🙂
Liebe Lotta,
Omandumba liegt in einem Hegegebiet. Das ist doch kein Geheimnis. Du hast doch bei der Anreise die bewachten Tore passiert.
Ich kann Dir versichern, dass das auch kein Einzelfall ist. Es wird nahezu überall auf den Farmen gejagt. Was glaubst Du denn, wo das Game auf dem Teller der Gäste der Namibia-Urlauber herkommt?
Du wirst es nicht glauben, wen ich so alles auf der Jagd & Hund jedes Jahr antreffe. 😉
LG
Logi
binca751'567 Beiträge · seit 201521. Aug. 2017 · #5Hallo Lotta,
wir waren im Juni im Omandumba Bush Camp. Soweit ich es verstanden habe, leben Deike und Harald jetzt dort und die Farm wird extra "verwaltet". Als wir dort waren, waren keine Jäger vor Ort.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Harald jagen geht und auch Gäste mitnimmt. Das Essen ist vorzüglich und es gibt Wild. Für uns ist das kein Problem.
Auf Kambaku wird auch gejagt und es werden auch extra Reisen für Jäger angeboten. Der Besitzer meinte im letzten Jahr zu uns, dass er versucht, Jäger und Nicht-Jäger zu separieren...
Dass die Jagd extra geheimgehalten wird auf Omandumba kann ich mir nicht vorstellen...
Gruß
Bianca
binca751'567 Beiträge · seit 201521. Aug. 2017 · #6Hallo,
musste jetzt den Ursprungspost nochmal kurz nachlesen...
Eine explizite "Jagdfarm" betreiben Deike und Harald ganz bestimmt nicht... Sie wohnen und leben zur Zeit selbst im neuen Bushcamp! Und das Camp ist auch ganz bestimmt kein "JagdCamp".
Vielleicht war er auch mit Freunden jagen?
Du kannst gerne mal in meinen Reisebericht schauen, da findest du auch Bilder von der vermeintlichen "Jagd-Farm"...
Gruß
Bianca
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201321. Aug. 2017 · #7Hallo, wir waren 2015 auf Omandumba, unser Fahrer ist ein Freund der Rusts, und auch er erzählte, dass er mit Harald und dessen Bruder zum Jagen gegangen ist, das ist kein Geheimnis. Wie schon bemerkt wurde, das Fleisch auf dem Teller fliegt nicht von selbst in Scheiben drauf.
Wir sind absolut keine Freunde der Trophäenjäger, die sich dann in grinsender Siegerpose mit dem getöteten Tier fotografieren lassen, aber Jagd zur Nahrungsbeschaffung erscheint mir nicht sträflicher, als Tiere im Schlachthof zu töten. Auch in D esse ich gerne mal Wild, was ebenfalls nicht freiwillig in den Kochtopf wandert.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200821. Aug. 2017 · #8Hallo, Lotta,
du möchtest „persönlich niemals Gast auf einer Jagdfarm sein... auch nicht in einem "Nebengebäude" ein paar Kilometer weiter.“
Da könnte dir ein Urlaub im südlichen Afrika schwer fallen, bis unmöglich sein. Überall hast du in der direkten Nachbarschaft Jagd.
Du schreibst, dass dieses „Auf der HP von Omandumba... in keinster Weise ersichtlich“ ist.
Das braucht es auch nicht. Es ist die HP von Omandumba.
Und nicht die HP der Jagdfarm, so es eine weitere Farm/Camp, das Jagd anbietet gibt.
Lotta schrieb: „Diese bauen bzw. betreiben ein paar Kilometer weiter eine Jagd-Farm. Wir haben Harald Rust mit einem Jagd-Gast beim Sundowner aus Versehen getroffen - es war eigentlich ziemlich eindeutig, dass diese beiden "Urlaubsformen" sich nicht begegnen sollen.“
Ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich rücksichtsvoll, dass man dort den allgemeinen Gästebetrieb von der Jagd trennt. Es stört viele Gäste.
Es ist schon schwierig: Man geht dort als Tourist auf eine „typisch namibische Farm“, so steht es auf der HP von Omandumba.
Dort kann man auch mit den San jagen gehen und sich ggf. das Fallen stellen zeigen lassen.
Das scheint ja Akzeptanz zu finden.
Und zu einer landestypischen Farm gehört übrigens die Jagd.
Die Jagd zur Fleischversorgung gehört auf einer namibischen Farm schon allein deshalb dazu, um die Fleischversorgung der Arbeiter abzudecken (wozu ein Farmer vertraglich verpflichtet ist).
Aber auf eine typisch namibische Farm zu gehen und ein Problem damit haben, wenn man den Hausherren bei der Jagd „erwischt“...
Es tut mir leid, Lotta, dass du so unsanft erwacht bist.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
LottaThemenstarter401 Beiträge · seit 201121. Aug. 2017 · #9Ganz kurz dazu, ich möchte das Thema nicht ausufern lassen...:
Ich habe keinerlei Probleme mit dem "normalen" Jagen auf Farmen, um Fleisch zu bekommen. Ich bin kein Vegetarier und weiß selber, dass es viele vernünftige Gründe für die Jagd gibt.
Wir haben uns das Camp selber angeschaut, haben dort auf der Terrasse gesessen und in einem Fotobuch eines Gastes von 2016 geblättert, welches er dem Camp als Geschenk zugesendet hat:
6 Tiere in 6 Tagen inkl. Dik-Dik (kann man die essen?) und Leo (er wurde mittels Ziegenfleisch termingerecht für den Jäger seit Wochen angelockt): Der Leo wurde erst tiefgefroren und dann leicht aufgetaut, um ihn in Pose zu bringen - die Fotos des zahlenden deutschen Jagdgastes empfand ich als ekelig. Seine Schilderung war ziemlich detailliert. Ich will noch nicht einmal darüber urteilen, ob der Leo "überzählig" war - aber mit einem "Halbgefrorenen" stolz zu posen?
Während unsere Aufenthaltes in Omandumba kam ein Junge des Camps und fragte den Verwalter nach Ziegenfleisch, zum Anfüttern eines Leos...
PS: Das wird mein einziger Kommentar dazu bleiben - ich wollte es einfach nur mitteilen und als 2. PS:
Wir sind Tierärzte, mit Sicherheit nicht naiv, keine Weicheier, keine PETA-Anhänger und auch nicht auf der Tier-Streichel-Welle. Wir kennen den Nutzen der Jagd, aber eben auch das Gegeteil - das habe ich, meiner Meinung dort gesehen!
LG Lotta
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200821. Aug. 2017 · #10Danke,
wäre gut gewesen, wenn du es gleich so eindeutig und informativ geschrieben hättest.
So sind sie die Trophäenjäger.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
LottaThemenstarter401 Beiträge · seit 201121. Aug. 2017 · #11Nein, ich wollte nur mitteilen, dass es dort eine Jagd-Farm/Camp auf dem Gelände gibt - ich möchte nicht eine Familie ruinieren; jeder Gast muss das selber entscheiden!
Nur ist eine Jagd-Farm eben nicht eine Farm, auf der gejagt wird, damit Mann und die Gäste etwas auf dem Teller haben.
LG Lotta
PS: Jetzt konnte ich mich mit meinem Kommentar doch nicht zurückhalten 😊
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200921. Aug. 2017 · #12Hallo Lotta,
danke für deine Info - bin nun sehr froh, dass ich nicht Omandumba gebucht habe, obwohl es immer sehr als Übernachtung im Erongo emphohlen wird (oder wurde).
Logi16,9k Beiträge · seit 201221. Aug. 2017 · #13Nochmal: das hier ist eines der Tore der Conservancy (Hegegemeinschaft)

Alles, was zwischen diesem Tor und dem vor Omaruru liegt, ist Gebiet, das auch legal von den Farmern bejagt wird.
LG
Logi
binca751'567 Beiträge · seit 201521. Aug. 2017 · #14Hallo Lotta,
für mich sind es zwei verschiedene Dinge, die du hier ansprichst:
1. Die Jagd generell auf dem Farmgrundstück
2. Jagd auf Leoparden (mit zweifelhafter Zurschaustellung)
Zu Punkt 1 kann ich sagen, dass sie sicher stattfindet auf Omandumba, was ich auch überhaupt nicht verwerflich finde. Auch, dass ihr "versehentlich" Harald auf der Jagd getroffen habt, finde ich nicht schlimm. Ich nehme an, das war der Ausgangspunkt deiner Überlegungen, zumindest hatte man bei deinem ersten Post den Eindruck.
Zu Punkt 2: Natürlich würde ich auch ungern bei jemandem zu Gast sein, der so etwas praktiziert. Wir waren zwei Nächte dort. Hätte ich dieses Fotobuch gesehen, hätte ich mit Sicherheit Deike oder Harald darauf angesprochen und nachgefragt. Zugegebenermaßen fällt es mir schwer, mir diese Szene bei Harald und Deike vorzustellen.
Gruß
Bianca
LottaThemenstarter401 Beiträge · seit 201121. Aug. 2017 · #15Hallo Bianca,
vielleicht habe ich mich in meinem ersten Post nicht eindeutig ausgedrückt (obwohl ich das eigentlich schon denke):
Mir geht es um eine Jagdfarm und NICHT um eine Farm, auf der für Lebensmittel gejagt wird!
D. H.
Punkt 1 auf Deiner Liste: kein Problem
Punkt 2 für uns völlig indiskutabel - und diese Jagdfarmen würde ich gern auf ihren Hp`s erkennen können, um dann für mich entscheiden zu können, ob ich sie buche.
Auf der HP von Omandumba wurde uns eine namibianische Farm verkauft - keine Rede von professioneller (Trophäen)- Jagd. Das war es, was uns so enttäuscht hat.
LG Lotta
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200822. Aug. 2017 · #16Hmm, ich kann dich nun verstehen, aber das ist in Namibia kein Widerspruch und das müssen sie auf der HP der einen Firma nicht schreiben, was sie bei der zweiten Firma/ihrem zweiten Standbein machen: Das eine ist die Rinderfarm/Gästefarm und das andere das JagdCamp – ist ungefähr so, wie Rosen aus fairem und unfairem Handel, die kommen aus Kenia auch vom gleichen Hersteller, - will man deshalb die guten fairen nicht kaufen sobald man das weiß?
Harald Rust ist also Berufsjäger und wurde bisher immer als netter Mensch beschrieben.
Auf seiner Bilderbuchfarm gefällt es irgendwie allen. Und das nicht ohne Grund!
Will man auf eine typisch namibische Farm, wäre Omandumba in der Gegend die erste Wahl.
Rinder zu farmen ist mit Verlusten verbunden, z.B. „füttern“ Rinderfarmen IMMER einen Teil ihrer Kälber an die Leoparden. Sie nehmen das hin, es gehört dazu. Wenn das aus dem Gleichgewicht kommt und Anzahl die Risse aufs Doppelte ansteigen, sind sie interessiert, es wieder auf das „akzeptierte“ Maß zu reduzieren, mit Jagd. In der einen oder anderen Art.
Ich habe mich hier schon sehr viel über die Jagd geäußert. Die Fleischjagd ist für mich akzeptabel, Trophäenjagd nehme ich hin, denn sie ist eine wichtige Einnahmequelle (es hängen sehr viele Arbeitsplätze daran), aber ich mag sie nicht und will nicht mit Trophäenjägern am Esstisch sitzen und mir ihre Begeisterung für das Töten der, „unter den begehrten Trophäen lebenden", Tiere anhören. Das Prahlen und fast immer damit verbundene Saufen schütteln mich (hab einige Flüge zwischen Trophäenjägern verbracht, sie waren immer sehr offene Gesprächspartner, - insbesondere, wenn der Alkoholspiegel stieg – in Vorfreude... 😮
Läuft Trophäenjagd unethisch ab, weil der zahlende Kunde wichtiger ist als die eigene Jagdethik (so man sie noch kennt und nicht nur die Dollars), geht mir der Hut hoch.
Das allerdings schließe ich bei Harald Rust aus !!
Mir ist es lieber, gute Jagdführer begleiten den gierigen Kunden, als schlechte, denn die aufgeregten Kunden treffen oft nicht richtig, was zu Problemen und Qualen führt. Da ist ein guter Jagdführer wichtig.
Gruß lilytrotter
Und abschließend noch
@ Lotosblume, du schreibst:
„...bin nun sehr froh, dass ich nicht Omandumba gebucht habe, obwohl es immer sehr als Übernachtung im Erongo emphohlen wird...“
Schau dir in dem Zusammenhang, doch mal in deinem Thread deine „Alternativen“ Wildacker und Bush Baby etwas genauer an... 😗
Meiner Meinung nach, ist Omandumba ebenso empfehlenswert wie bisher.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200922. Aug. 2017 · #17OT
Hallo lilytrotter,
das habe ich gestern gleich getan. 🙂 Wildacker entfällt sowieso wegen der Entfernung und
zu Bush Baby finde ich diesbezüglich nichts, außer das es eben eine Jagdfarm ist (was für uns ok ist) - aber nichts von Trophäenjagd. Deshalb frag(t)e ich auch nach Erfahrungen zu Bush Babys 😗
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Für uns ist es selbstverständlich, dass auf vielen Gäste-Farmen gejagt wird, schließlich müssen Angestellte / Gäste satt werden - aber Trophäenjagd ist für uns inakzeptabel.
Ich kann deshalb Lotta gut verstehen, wir wären vielleicht sogar -hätten wir die Aufzeichnungen in die Finger bekommen- gleich abgereist...zumindest hätten wir ein klärendes Gespräch mit den Eigentümern gesucht.
Logi16,9k Beiträge · seit 201222. Aug. 2017 · #18@Lotusblume
Jagdfarm bedeutet immer Trophäenjagd. Die wenigsten Gäste fahren wegen der Fleischjagd dorthin. Das können sie auch zu Hause haben. Und warum soll der Farmer das Wild selbst schießen, wenn es zahlungskräftige (und willige) Gäste dafür gibt? Geschossen wird es so oder so, ob mit oder ohne Trophäe. Tot ist tot.
Da hat Lilytrotter eindeutig recht: Omandumba schließt Du aus - interessierst Dich aber im gleichen Atemzug für Wildacker. 😗 Und Wildacker fällt ja nur raus, wegen der Anreise, nicht weil es etwa unter anderem auch Jagdfarm ist.
Jetzt rate mal, wo ich die Wildackerer kennen gelernt habe?
Edit: Und falls Du jetzt alternativ Dornhügel in Betracht ziehen solltest, dann rate ich dringend zu einem netten B&B in der Stadt. 😉
LG
Logi
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200922. Aug. 2017 · #19Hallo Logi,
wie erkennt denn ein "normaler Tourist", der nicht Gast der "Jagd & Hund" ist, ob es sich bei der Gästefarm um eine Jagdfarm handelt, wenn es nicht explizit in der Homepage erwähnt wird?
Bei Wildacker steht es in der Homepage. Ich hatte dies beim 1. Mal tatsächlich überlesen, aber nachdem du vom langen Zufahrtsweg geschrieben hast, habe ich nochmals auf der HP nachgelesen und auch die Rubrik Jagd gefunden.
Bei Dornhügel steht davon nichts in der Homepage - und es steht auch nichts diesbezüglich bei Omandumba.
Ich habe tatsächlich auch ein nettes B&B gefunden 😗
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200822. Aug. 2017 · #20Ich entnehme den interessanten Gedankengängen der beiden aktuellen Threads von Lotusblume und Lotta,
dass man zwar sehr gern auf möglichst typisch namibischen Gästefarmen sein will, aber auch irgendwie doch nicht so richtig... 😎
Die Gästefarm soll keine reine TrophäenJagdfarm sein, das kann ich verstehen. Sie soll aber darüber hinaus weder in der Nachbarschaft einer TrophäenJagdfarm sein noch der Besitzer ein Berufsjäger sein oder irgendwie mit Trophäenjagd in Verbindung gebracht werden können. Dann fallen sie durchs Raster.
Das finde ich schwierig.
Auch finde ich es schwierig, zu glauben, auf einer Jagdfarm fände keine Trophäenjagd statt..., - auf jeder Jagdfarm findet Trophäenjagd statt. Auch auf anderen Farmen findet Trophäenjagd statt, wenn es dort genehmigte Abschüsse gibt.
Es addiert sich nun bei der Suche nach geeigneten Gästefarmen, die Abneigung gegen kantige Persönlichkeiten des Farmers, z.B. Mäuser.
Da nützt auch der gute Ruf und das gute Essen nix... 🙁
Wir kennen die Gästefarm Tigerquelle, den Mäuser, nicht, - haben aber schon viel gehört, viel Gutes und auch, dass der Mäuser eine recht „eigenwillige“ Persönlichkeit sei.
Nun gibt es ja in Namibia (und anderswo) viele Lodge-/Gästefarmbetreiber, die sehr kantige Persönlichkeiten sind. U.a. z.B. Marius Steiner, der das sehr beliebte Camp Aussicht betreibt.
Oder eben der Mäuser oder VIELE ANDERE, deren Einstellung und Sicht auf das Leben und die Welt man vielleicht nicht teilen kann. Deshalb bleibt ihre gastfreundliche Leistung, dem Kunden/Touristen ein gutes Äquivalent für sein Geld zu bieten, immer noch die gleiche hervorragende.
Das was ich mich schon oft gefragt habe:
Nach welchen Kriterien wird denn jemand, der als „zu speziell, nicht mein Typ“ bezeichnet wird, dann plötzlich zum „no go“...? Wann wird etwas „spezielles“ als so unangenehm empfunden, dass man von einem Aufenthalt abrät, - obwohl alles andere dort O.K. oder gut ist.
Um was geht es dabei?
Muss der Gastgeber sich mehr weichspülen, seine Meinung dem Touristen anpassen? Sind Gastfreundlichkeit, Integrität, Herzenswärme und Hilfsbereitschaft von Menschen nicht ein Konglomerat erster Güte und von einer unangepassten/“spinnerten“ Meinung unabhängig?!
Kann es sein, dass Gästefarmer, die sich mit all ihrer Persönlichkeit eingeben zuviel Einblick in ihr Leben geben? Sollten sie lieber die Gäste mehr für sich allein lassen?
Da sitzt der Widerspruch: Die Gäste wollen den genauen Einblick und dann kommt der Schock. Und die entsprechende Bewertung.
Sind vielleicht auch einige Vorstellungen dem fehlenden Allgemeinwissen geschuldet, was eine Conservancy, also ein Hegegebiet = Jagdgebiet bedeutet? Es bleibt einem ja nicht wirklich verborgen, wenn man in ein umzäuntes Hegegebiet einfährt...
Nur mal so zur Anregung.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt