Omandumba

55 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 21. Aug. 2017 von Lotta
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2'462 Beiträge · seit 200623. Aug. 2017 · #41
Hallo Lotta,

Tiere wird es vermutlich auf der Farm schon geben, aber ich glaube auch, dass es schwieriger ist, diese zu entdecken, wenn sie bejagt werden. Natürlich verstecken sie sich dann eher.
Ich hatte Dich auch eher so verstanden, dass Ihr nicht mochtet, dass Ihr unter anderen Voraussetzungen die Farm ausgesucht habt. Und dafür habe ich durchaus Verständnis. Ich war vor vielen Jahren mal auf Kuzikus, die warben seinerzeit auf ihrer HP vor allem für Ihr Engagement im Tierschutz hinsichtlich Elefanten und Nashörnern. Als ich da ankam, empfingen mich die Damen des Hauses, beide sehr engagiert im Tierschutz, es war informativ, die beiden sehr herzlich, ich freute mich auf einen tollen Aufenthalt. Beim Gang zur Unterkunft "stolperte" man dann über präparierte Antilopen, Elefantenschädel und Tierfelle, da war ich das erste Mal irritiert. Abends beim Essen traf ich dann auf die Herren der Farm - beides passionierte Jäger, die professionelle Trophäenjagd anboten. Ob das heute immer noch so ist, kann ich nicht sagen, ich habe die Website nicht mehr angeschaut. Ich war aber vor allem wegen des Engagements im Tierschutz dort hingefahren und fand es dann doch echt krass, wie die Männer ihre Trophäenjagd und frühere Löwenjagden in Afrika anpriesen. Das war für mich tatsächlich ein No-go, auch wenn ich bei Jagd und auch Trophäen eher auch den wirtschaftlichen Aspekt sehe und dafür ein gewisses Verständnis habe. Außerdem glaube ich immer noch, dass es den Tieren wurscht ist, warum man sie tötet 🙁

Ich kenne eigentlich nur Jagdfarmen, die auch Trophäenjagd anbieten, wieso sollten sie dem Touristen auch anbieten, was für die Küche zu schießen? Das scheint der Markt ja nicht zu wollen. Ich war mal auf einer Jagdfarm, da hat der Besitzer ähnliches berichtet wie Lillytrotter hier... er ließ erst mal alle im Schießstand zeigen, was Kerl da kann und er meinte, das war leider nie viel... Allerdings gab er auch genau vor, was der Jäger schießen durfte und während des Aufenthalts der Jäger war seine Unterkunft für Nicht-Jäger "gesperrt" und umgekehrt. Ich habe einige Jäger kennengelernt. "Hege-Jäger" in Deutschland, aber eben auch die Trophäenjäger in Afrika. Leider kann ich auch nur sagen, dass bei letzteren die trinkenden "Schießamateure" überwogen, dennoch ist meine Erfahrung nicht, dass jeder Jäger ein saufender asozialer Typ ist, der sich erhöht, in dem er Tiere erlegt..

PS: Gerade im südlichen Afrika habe ich viele Einheimische getroffen, die nicht der Jagd nachgingen, aber jeden Pavian erschossen, den sie kriegen konnten. Gerade in Südafrika hatten viele echt Angst um ihre eigenen Haustiere (Hunde, Katzen), die offenbar auch von Pavianen bejagt werden.

Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
16,9k Beiträge · seit 201223. Aug. 2017 · #42
Ich kenne eigentlich nur Jagdfarmen, die auch Trophäenjagd anbieten, wieso sollten sie dem Touristen auch anbieten, was für die Küche zu schießen? Das scheint der Markt ja nicht zu wollen.

@Sanne
Alles Fleisch landet in der Küche - auch das aus der Trophäenjagd. Und es gibt durchaus auch Angebote für die sogenannte "Fleischjagd". Dann wird nur das Wild geschossen und die Trophäe eben nicht verarbeitet.

Ebenso gehen alle fälschlicherweise davon aus, dass es nur um besonders große Trophäen geht (das ist zwar in der Mehrzahl so), aber es gibt auch Jäger die sich auf sogenannte "Anomalien" (Horn ab oder krumm usw.) spezialisiert haben.

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 23. Aug. 2017
2'462 Beiträge · seit 200623. Aug. 2017 · #43
Hallo Logi,

ich habe ja nicht behauptet, dass das Fleisch nicht auch in die Küche geht 😉 Aber wenn man sich die Listen der Jagdfarmen für Abschüsse anschaut, geht es da schon eher um die Antilopen und vermutlich um die Hörner, zumindest habe ich bewusst noch nie Preise für Rebhühner gesehen 😛 und die machen ja super leckere Suppen...

"Unser" Bekannter in Namibia, der die Jagdfarm/Jagdlodge hat, berichtete auch, dass er sich besonders über die "Anomalien-Jäger" freut... Eben weil sie nicht dem klassischen "groß gleich toll" entsprechen.

Ich widerspreche Dir ja nicht grundsätzlich, habe aber auch Verständnis für Lotta, für sie gab es offenbar zwischen Anspruch/Erwartung und Realität eine Diskrepanz und ich finde es okay, dass sie das auch so schreibt...siehe meine Erfahrung zu Kuzikus.. 🙁
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'060 Beiträge · seit 201323. Aug. 2017 · #44
Zur Sache möchte ich ergänzen: 1. Ich bin mir nicht bewusst, dich Lotta beschimpft zu haben.
2. Du hast nochmals die Schlussfolgerung heraufbeschworen, dass auf Omandumba keine Tiere sind, weil dort gejagt wird.
3. Du hast beteuert, du möchtest nicht eine Familie ruinieren, hast aber heftig gegen die Rusts agitiert.


Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass mancher Europäer mit vorgefertigten Meinungen in ein fremdes Land reist und meint, er müsse den dortigen Menschen diese nahebringen, weil sie die allein richtige Lebensweise beinhalten würden. Nicht viele hier in diesem Forum haben so viel Einblick in die Lebensbedingungen Namibias, dass sie sich ein Urteil über dortige Gepflogenheiten erlauben könnten - ich gehöre sicher nicht dazu.

Auch ich kam zu meiner ersten Reise mit gewissen Vorbehalten im Gepäck an, zum Glück waren wir viermal mit namibischen Fahrern unterwegs, die Farmersöhne waren und uns im täglichen stundenlangen Beisammensein manches nahe brachten, was man in keinem Reiseführer lesen kann. Obwohl ich mich dennoch nicht als Experte für namibische Verhältnisse betrachte, haben mich diese Gespräche gelehrt, die andere Lebensweise mit Toleranz zu betrachten und zu verstehen, dass andere Verhältnisse andere Lebens- und Sichtweisen erfordern.

Ich selbst halte nichts von Trophäenjagd, mag die Bilder mit entsprechenden Posen absolut nicht, aber mir ist bewusst, dass diese Jäger Geld ins Land bringen, dass mancher Farmer ohne sie nicht überleben könnte in diesem kargen Land. Wenn ich daheim in ein Restaurant zum Essen gehe, weiß ich auch nicht, mit welchen Menschen ich womöglich im selben Raum sitze, hier sind Steuerhinterzieher im großen Stil hochachtbare Leute auf Posten mit Vorbildcharakter - dagegen ist für mich ein Trophäenjäger ein kleines unbedeutendes Würstchen.

Wo gibt es noch einen Platz auf Erden, wo man nur "anständigen, sauberen" Menschen begegnen kann?
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'042 Beiträge · seit 201623. Aug. 2017 · #45
Hallo zusammen,
Berg-Eule schrieb:
1. Ich bin mir nicht bewusst, dich Lotta beschimpft zu haben.
Ich kann auch nicht erkennen, wer hier wen beschimpft haben sollte. Ist doch bisher recht sachlich zugegangen.
Berg-Eule schrieb:
2. Du hast nochmals die Schlussfolgerung heraufbeschworen, dass auf Omandumba keine Tiere sind, weil dort gejagt wird.
Dazu möchte ich anmerken, dass ich es geschafft habe einen ganzen Tag lang selbst im Etosha kein Tier gesehen zu haben. 😄
Wenn ich mit dem Reisebericht irgendwann einmal so weit bin, findet das dann besondere Beachtung. Da wir aber 5 Tage im Etosha waren gibt es von den anderen Tagen dennoch Löwen, Nashörner, Elefanten, Giraffen, div. Antilopen Bilder... 🤩

Je nachdem mit welchem Fortbewegungsmittel man unterwegs ist sieht man mehr oder weniger Tiere. Zu Fuß habe ich den Eindruck, dass ich als Raubtier wahrgenommen werde und Oryx, Springbock und Zebra schnell die Flucht ergreifen, die Kudus verstecken sich so gut, dass man die wirklich ganz schlecht sieht. Häufig erkennt man aber an den Spuren, dass doch sehr viele Tiere vor nicht allzu langer Zeit dagewesen sein müssen.
Berg-Eule schrieb:
3. Du hast beteuert, du möchtest nicht eine Familie ruinieren, hast aber heftig gegen die Rusts agitiert.
Vielleicht aber auch Werbung gemacht. Ich freue mich schon auf den Besuch auf der Gästefarm, was diese nach all den Beschreibungen auch ist.
Berg-Eule schrieb:
Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass mancher Europäer mit vorgefertigten Meinungen in ein fremdes Land reist und meint, er müsse den dortigen Menschen diese nahebringen, weil sie die allein richtige Lebensweise beinhalten würden. Nicht viele hier in diesem Forum haben so viel Einblick in die Lebensbedingungen Namibias, dass sie sich ein Urteil über dortige Gepflogenheiten erlauben könnten - ich gehöre sicher nicht dazu.
Da gehöre ich auch nicht dazu, aber ich lerne jedes Jahr ein wenig mehr über das Land.
Berg-Eule schrieb:
Ich selbst halte nichts von Trophäenjagd, mag die Bilder mit entsprechenden Posen absolut nicht, aber mir ist bewusst, dass diese Jäger Geld ins Land bringen, dass mancher Farmer ohne sie nicht überleben könnte in diesem kargen Land. Wenn ich daheim in ein Restaurant zum Essen gehe, weiß ich auch nicht, mit welchen Menschen ich womöglich im selben Raum sitze, hier sind Steuerhinterzieher im großen Stil hochachtbare Leute auf Posten mit Vorbildcharakter - dagegen ist für mich ein Trophäenjäger ein kleines unbedeutendes Würstchen.
Ich halte auch überhaupt nichts von der Trophäenjagd und für mich hat das auch nichts mit jagen zu tun. Wenn ein Farmer wirklich auf die Trophäenjagd angewiesen ist um überleben zu können, dann sollte er sich Gedanken machen ob er die Farm am richtigen Ort hat. Es gibt sicher andere und bessere Methoden sein Land zu bewirtschaften. Im Gegensatz zu daheim erkennst Du die Trophäenjäger halt häufig sofort wenn die sich so aufführen wie sie es daheim nie machen würden. Ist zwar völlig vom Thema weg, aber einen Steuerhinterzieher wirst Du allein schon deswegen nicht erkennen, weil er nicht erkannt werden will. Ein Taschendieb wird sich auch selten mit seiner Beute fotografieren lassen und möchte auch unerkannt bleiben. Der Trophäenjäger macht so ziemlich das Gegenteil davon.
Berg-Eule schrieb:
Wo gibt es noch einen Platz auf Erden, wo man nur "anständigen, sauberen" Menschen begegnen kann?
Wo gab es den jemals? (und ich möchte keine Geschichten vom "edlen Wilden" hören)
Du findest höchstens noch Plätze auf der Erde wo man keinen oder möglichst wenig Menschen begegnen kann...

Gruß Markus
544 Beiträge · seit 201423. Aug. 2017 · #46
Markus615 schrieb:
Berg-Eule schrieb:
Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass mancher Europäer mit vorgefertigten Meinungen in ein fremdes Land reist und meint, er müsse den dortigen Menschen diese nahebringen, weil sie die allein richtige Lebensweise beinhalten würden. Nicht viele hier in diesem Forum haben so viel Einblick in die Lebensbedingungen Namibias, dass sie sich ein Urteil über dortige Gepflogenheiten erlauben könnten - ich gehöre sicher nicht dazu.
Da gehöre ich auch nicht dazu, aber ich lerne jedes Jahr ein wenig mehr über das Land.
Berg-Eule schrieb:
Ich selbst halte nichts von Trophäenjagd, mag die Bilder mit entsprechenden Posen absolut nicht, aber mir ist bewusst, dass diese Jäger Geld ins Land bringen, dass mancher Farmer ohne sie nicht überleben könnte in diesem kargen Land. Wenn ich daheim in ein Restaurant zum Essen gehe, weiß ich auch nicht, mit welchen Menschen ich womöglich im selben Raum sitze, hier sind Steuerhinterzieher im großen Stil hochachtbare Leute auf Posten mit Vorbildcharakter - dagegen ist für mich ein Trophäenjäger ein kleines unbedeutendes Würstchen.
Ich halte auch überhaupt nichts von der Trophäenjagd und für mich hat das auch nichts mit jagen zu tun. Wenn ein Farmer wirklich auf die Trophäenjagd angewiesen ist um überleben zu können, dann sollte er sich Gedanken machen ob er die Farm am richtigen Ort hat. Es gibt sicher andere und bessere Methoden sein Land zu bewirtschaften. Gruß Markus
Moin Markus,

so ganz verinnerlicht hast Du Bergeules Post scheinbar doch nicht:
Du warst lediglich zwei Mal dort (wenn ich das richtig im Hinterkopf habe) maßt Dir aber (aus meiner Sicht ziemlich überheblich) an, beurteilen zu können, dass diejenigen Farmer, die Trophäenjagd anbieten, alles falsch machen. Ach nee, die machen es nach Deinen Worten nicht falsch, deren Farm liegt offenbar nicht am richtigen Ort.
Und nun? Farmhaus und x Tausend Hektar Farmland unter den Arm klemmen und woanders hin, wo es mehr regnet oder wie sieht Deine Lösung aus?

Das kannst Du bei Deinem nächsten Aufenthalt ja mal einem dürregeplagten Farmer so vorschlagen, der freut sich bestimmt über den guten Tipp.

Rinder- und Ziegenhaltung wird amS immer mehr reduziert, sicherlich nicht, weil die Geschäfte da so toll laufen. Dazu passt auch, dass die großen Investoren laufend Farmen übernehmen. Wir haben bisher im Zentrum und in Süden Namibias Zahlen von 10 bis 80 Hektar je Rind gehört ... da relativieren sich die Größen der Farmen von mehreren Tausend Hektar doch sehr schnell. Wenn die (Trophäen)Jagd dann die Möglichkeit bietet, über die Runden zu kommen, dann ist es eben so.

Gruß
Henning
4'382 Beiträge · seit 201523. Aug. 2017 · #47
Logi schrieb:
travelNAMIBIA schrieb:Auf fast allen Farmen wird mindestens Jagd zur Selbstversorgung betrieben.
Es wäre ja auch ziemlich dämlich hunderte Kilometer zu fahren, um sein Fleisch im Supermarkt zu kaufen.

LG
Logi
...das von an Alterschwäche gestorbenen Tieren stammt...
Duck und weg...
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
16,9k Beiträge · seit 201223. Aug. 2017 · #49
CuF schrieb:
Logi schrieb:
travelNAMIBIA schrieb:Auf fast allen Farmen wird mindestens Jagd zur Selbstversorgung betrieben.
Es wäre ja auch ziemlich dämlich hunderte Kilometer zu fahren, um sein Fleisch im Supermarkt zu kaufen.

LG
Logi
...das von an Alterschwäche gestorbenen Tieren stammt...
Duck und weg...
Du hast vergessen zu erwähnen, dass diese an Altersschwäche gestorbenen Tiere fast ausschließlich aus Filets, Schnitzeln & Koteletts und Schinken bestehen. 😗

LG
Logi
125 Beiträge · seit 201523. Aug. 2017 · #50
Maecs schrieb:http://www.outfox-world.de/blog/trophaeenjagd-unerwartete-schuetzenhilfe-von-youtubern.html
https://www.researchgate.net/publication/288931539_Banning_Trophy_Hunting_Will_Exacerbate_Biodiversity_Loss
http://www.face.eu/sites/default/files/documents/english/trophy_hunting_in_africa-facts_evidence.pdf
http://www.hsi.org/assets/pdfs/economists-at-large-trophy-hunting.pdf
http://www.africanwildlifeconservationfund.org/wp-content/uploads/2011/09/Economic-and-conservation-significance.pdf

...so als zusätzliche Info - allerdings nicht so leicht verdaulich wie ein yt-video 😉
197 Beiträge · seit 200723. Aug. 2017 · #51
lilytrotter schrieb:@ Dillinger u. Rauhaarbracke:
Derartig dumme Bewertungen kann man in die gleiche Schublade stecken, in der die Bezeichnung "Mörderinnen" der Katholischen Kirche steckt, für die Frauen, die einen Abort haben durchführen lassen.

Eure Sensibilität ehrt euch, dass ihr euch füreinander einsetzt.
Vielleicht liege ich falsch, aber mir fällt insbesondere bei Diskussionen in denen auch nur am Rande Jagd und Jäger eine Rolle spielen, Jäger sich schnell getroffen fühlen und aufgerufen zur Solidarität mit denen, mit denen sie eigentlich nix zu tun haben, außer dass sie zufällig auch Jäger sind.

Viele alteingesessene Namibier haben eine sehr kritische Meinung zu den schwarzen Schafen in der Trophäenjagd, der Streit geht z.T. durch die Familien.
Ihr könnt sicher sein, dass wir schon wissen, wovon wir sprechen und sehr wohl differenzieren können. Über die Guten braucht man nicht zu reden.

In Namibia macht jeder PH mit seinen Kunden Probeschießen und wenn man mit ihnen redet, rollen sie mit den Augen: Die wenigsten Jagdgäste sind im Veld der Lage sauber zu treffen. Nicht selten müssen sie Stunden hinter dem angeschossenen Tier her...
Ich will deine/eure Fähigkeiten nicht bestreiten, ich meine euch nicht persönlich, ich kenne euch nicht, - aber die erzählten Sachen sind Fakt und das alles kann auch dem Jäger im allgemeinen und im Besonderen nicht egal sein, - das was die Dummen in ihren Reihen so anstellen... Es gibt viele Jäger, die sich davon distanzieren. Auch von dem Geprahle, dem Gesaufe und vom Posen mit dem erlegten Tier - es zu „ehren“... 😊 – Nein, das Tier wird damit nicht geehrt! Es geht dabei ausschließlich um Selbstdarstellung und Jägerstolz. Das sollte man dann auch einfach so benennen können. Und ich finde es wohl ebenso abstoßend wie Lotta, die es anfangs beschrieb.

Es ist alles ausgeufert, den Jägern der Welt quillt das Geld aus den Taschen und jeder Jagdbetrieb in Namibia versucht etwas davon abzukriegen...
Auf Deibel komm raus.
Regelmäßig betteln die Jagdfarmen/Jagdführer alle umgebenden Farmer an, denn sie haben schon seit Jahren Probleme, die Kundenanfragen nach sehr großen Trophäen auf ihrem eigenen Gelände zu bedienen...

und bei all dem, was ich schreibe, geht es nicht gegen DIE Jagd an sich oder DEN Jäger an sich.



... eigentlich ging es ja nur um die Klarstellung, was Gästefarmen sind und was sie auch sein können und so.


Gruß lilytrotter
Hallo Lillytrotter,

oh Gott, wenn sich dann mal zwei Jäger gegen X Nichtjäger zusammen schließen!

Also, wie geschrieben, bin ich Jäger und versuche so zu schießen, dass ich dem Tier möglichst wenig Leid zufüge, überlege mir dreimal ob ich schieße oder nicht! Blöd laufen kann es immer mal, aber dafür habe ich dann noch meinen Hund. Ich jage zuhause, eigentlich nur zur Fleischbeschaffung, freue mich aber auch über eine gute Trophäe! 😈 Meiner Meinung nach, ist da eine Kuh im Schlachthof ja wohl wesentlich ärmer dran!

Mir dreht es auch den Magen um, wenn ich höre, dass ein Leo geschossen wird, ich könnte es nicht! So ein edles Tier erschießen. Aber muss halt manchmal auch sein, so wie bei uns Füchse schießen.
Zur Trophäenjagd: Dass ist doch so eine blöde Bezeichnung. Es geht doch letztlich ums Fleisch, dem namibischen Farmer zumindest und wenn es auch noch zahlende Jäger gibt, dann hat er doch noch eine gute Einnahmequelle, warum nicht. Wenn das ganze dann ordentlich abläuft! Bei uns werden doch auch tausende Euro für den Abschuss eines Hirsches bezahlt.

Die schwarzen Schafe gibt es doch immer! Auch bei Touristen, die in Namibia zu schnell fahren! 🤩
Leider ist es dann so, dass es auf alle zurückfällt.

Ich weiß nicht, was diese ganze Diskussion soll?

...aber es ist ja einfach, da das Fleisch ja aus der Kühltheke kommt!

Ach übrigens nicht nur den Jägern quillt das Geld aus den Taschen, auch den Golfern, Seglern den Touristen, die nach Namibia fahren usw. usw., und jeder will sein Stück vom Kuchen abhaben! Ist das bei uns in Deutschland anders?????


Gruß
Alex, der jetzt rausgeht und sich auf seinen Hochsitz setzt! 😛
1 x Kenia, 2 x Tansania, 2 x Südafrika, 5 x Botswana, 6 x Namibia
6 Beiträge · seit 201723. Aug. 2017 · #52
Hallo,

ich bin sicher kein alter Afrikahase, aber möchte mich jetzt doch zu diesem Thema äußern.

Trotz aller europäischer Nähe ist Namibia ein fremdes Land mit fremder Kultur und wie in vielen anderen Ländern wird man wohl vieles nie verstehen, wenn man seine eigenen deutschen Massstäbe zum Grundsatz nimmt.
Ich möchte und kann mir kein Urteil erlauben über die Notwendigkeit oder Sinnhaftigkeit von Trophäenjagd. Natürlich wird niemand es gutheißen und unterstützen, wenn Tiere aus Nationalparks gelockt werden um geschossen zu werden oder sonstige verwerflichen Methoden.

Für mich persönlich ist es eine grundsätzliche Entscheidung ob ich denke, dass man Tiere nutzen oder gar töten darf. Ist diese Entscheidung für mich gefallen ist die nächste Einschränkung Tier- und Umweltschutz. Rein kopfmäßig macht es für mich keinen Unterscheid, welche Art Tier getötet wird, ob eine Antilope oder ein Gepard erschossen wird. Entscheidend ist für mich, wie stark dieser Abschuss die Art gefährdet und in das ökologische Gefüge eingreift um sie verurteilen zu können oder zu wollen.

Solange aber Jagden im legalen Rahmen stattfinden, werde ich mich sicher nicht 8000 km von zuhause hinsetzen und mich weigern einen Jäger an meinem Tisch zu tolerieren. Mag sein, dass mich das gesponnene Jägerlatein annerven oder auch abstossen würde. Das kann mir aber auch mit Gerede von dem Kleinwagenhändler an meinem Tisch auch passieren oder mit einem passionierten Ornithologen.

Auf unserer Reise haben wir Jäger getroffen, die ganz offensichtlich versucht haben sich dezent zu verhalten und sich nicht zu den Touristengruppen gesellt haben. Das fand ich ein wenig schade, da ich gerne etwas mehr über ihre Motivation erfahren hätte.

Irgendwie kommt mir diese Diskussion so vor,wie diese Hardcore veganer Diskussionen. ja, sie mögen ja recht haben, dass wir ohne tierische Produkte besser leben würden. Trotzdem haben sie nicht das Recht anderen zu verurteilen oder gar ausgrenzen zu wollen.

Nur meine Gedanken dazu
572 Beiträge · seit 201323. Aug. 2017 · #53
Rauhhaarbracke schrieb:
lilytrotter schrieb:@ Dillinger u. Rauhaarbracke:
Derartig dumme Bewertungen kann man in die gleiche Schublade stecken, in der die Bezeichnung "Mörderinnen" der Katholischen Kirche steckt, für die Frauen, die einen Abort haben durchführen lassen.

Eure Sensibilität ehrt euch, dass ihr euch füreinander einsetzt.
Vielleicht liege ich falsch, aber mir fällt insbesondere bei Diskussionen in denen auch nur am Rande Jagd und Jäger eine Rolle spielen, Jäger sich schnell getroffen fühlen und aufgerufen zur Solidarität mit denen, mit denen sie eigentlich nix zu tun haben, außer dass sie zufällig auch Jäger sind.

Viele alteingesessene Namibier haben eine sehr kritische Meinung zu den schwarzen Schafen in der Trophäenjagd, der Streit geht z.T. durch die Familien.
Ihr könnt sicher sein, dass wir schon wissen, wovon wir sprechen und sehr wohl differenzieren können. Über die Guten braucht man nicht zu reden.

In Namibia macht jeder PH mit seinen Kunden Probeschießen und wenn man mit ihnen redet, rollen sie mit den Augen: Die wenigsten Jagdgäste sind im Veld der Lage sauber zu treffen. Nicht selten müssen sie Stunden hinter dem angeschossenen Tier her...
Ich will deine/eure Fähigkeiten nicht bestreiten, ich meine euch nicht persönlich, ich kenne euch nicht, - aber die erzählten Sachen sind Fakt und das alles kann auch dem Jäger im allgemeinen und im Besonderen nicht egal sein, - das was die Dummen in ihren Reihen so anstellen... Es gibt viele Jäger, die sich davon distanzieren. Auch von dem Geprahle, dem Gesaufe und vom Posen mit dem erlegten Tier - es zu „ehren“... 😊 – Nein, das Tier wird damit nicht geehrt! Es geht dabei ausschließlich um Selbstdarstellung und Jägerstolz. Das sollte man dann auch einfach so benennen können. Und ich finde es wohl ebenso abstoßend wie Lotta, die es anfangs beschrieb.

Es ist alles ausgeufert, den Jägern der Welt quillt das Geld aus den Taschen und jeder Jagdbetrieb in Namibia versucht etwas davon abzukriegen...
Auf Deibel komm raus.
Regelmäßig betteln die Jagdfarmen/Jagdführer alle umgebenden Farmer an, denn sie haben schon seit Jahren Probleme, die Kundenanfragen nach sehr großen Trophäen auf ihrem eigenen Gelände zu bedienen...

und bei all dem, was ich schreibe, geht es nicht gegen DIE Jagd an sich oder DEN Jäger an sich.



... eigentlich ging es ja nur um die Klarstellung, was Gästefarmen sind und was sie auch sein können und so.


Gruß lilytrotter
Hallo Lillytrotter,

oh Gott, wenn sich dann mal zwei Jäger gegen X Nichtjäger zusammen schließen!

Also, wie geschrieben, bin ich Jäger und versuche so zu schießen, dass ich dem Tier möglichst wenig Leid zufüge, überlege mir dreimal ob ich schieße oder nicht! Blöd laufen kann es immer mal, aber dafür habe ich dann noch meinen Hund. Ich jage zuhause, eigentlich nur zur Fleischbeschaffung, freue mich aber auch über eine gute Trophäe! 😈 Meiner Meinung nach, ist da eine Kuh im Schlachthof ja wohl wesentlich ärmer dran!

Mir dreht es auch den Magen um, wenn ich höre, dass ein Leo geschossen wird, ich könnte es nicht! So ein edles Tier erschießen. Aber muss halt manchmal auch sein, so wie bei uns Füchse schießen.
Zur Trophäenjagd: Dass ist doch so eine blöde Bezeichnung. Es geht doch letztlich ums Fleisch, dem namibischen Farmer zumindest und wenn es auch noch zahlende Jäger gibt, dann hat er doch noch eine gute Einnahmequelle, warum nicht. Wenn das ganze dann ordentlich abläuft! Bei uns werden doch auch tausende Euro für den Abschuss eines Hirsches bezahlt.

Die schwarzen Schafe gibt es doch immer! Auch bei Touristen, die in Namibia zu schnell fahren! 🤩
Leider ist es dann so, dass es auf alle zurückfällt.

Ich weiß nicht, was diese ganze Diskussion soll?

...aber es ist ja einfach, da das Fleisch ja aus der Kühltheke kommt!

Ach übrigens nicht nur den Jägern quillt das Geld aus den Taschen, auch den Golfern, Seglern den Touristen, die nach Namibia fahren usw. usw., und jeder will sein Stück vom Kuchen abhaben! Ist das bei uns in Deutschland anders?????


Gruß
Alex, der jetzt rausgeht und sich auf seinen Hochsitz setzt! 😛
Danke, Alex, sehr gut geschrieben! Ich sitze heute Abend lieber auf dem Sofa, die Blattzeit ist bei uns rum. Schönen Hund hast Du, die Steirer hatte ich auch mal im Blick, im Moment führe ich einen Drahthaar!
Schönen Abend, Maecs
1'166 Beiträge · seit 201724. Sept. 2017 · #54
Wir werden Mitte Oktober 2 Tage auf Omandumba verbringen. Das es dort professionelle Jagd gibt wussten wir nicht, aber das ist ein Thema mit dem man sich auseinandersetzen muss. Ich verurteile das nicht generell, finde den Beitrag von Alex und auch gerade das "Comedy-Video" zur Erklärung und Verständnis sehr anschaulich.

Für mich eher schade ist, dass wir dort speziell gebucht hatten um etwas über das typische Farmleben zu erfahren und auf einen netten Abendplausch gehofft hatten. Das scheint etwas komplizierter zu werden. Aber wir campen eh'... weiß jemand wie weit weg von der ursprünglichen Farm das BushCamp liegt?

Und weiß jemand ob die Sundowner und Farmrundfahrten noch von den Rusts begleitet/durchgeführt werden?
(sonst stellen wir unsere Pläne etwas um und verbringen zumindest nicht so viel Zeit auf der Farm selber, wir haben ein paar Optionen zur späteren Anreise etc.)



PS.
Die Jagd dort gibt es übrigens schon wesentlich länger. Also kann zumindest keine Rede davon sein, die Farm hätte sich jetzt erst zu einer Jagdfarm verändert. Beitrag von 2014 sihe im Link:
https://jww.de/hauptgewinn-jagdreise-mit-vier-abschuessen-2492/
Unsere Reisen: Uganda 2026 | Im grünen Herzen Afrikas ||| NAMIBIA 2024 | Wolkenlos Glücklich im Kaokoveld ||| KTP & MOREMI 2022 | Erstmal sitzen! ||| BOTSWANA 2021 | Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! ||| KRÜGER 2020 | Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! ||| BOTSWANA 2018 | ABER, irgendwas ist ja immer! ||| NAMIBIA 2017 | Been there. Done it! Got it?
zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2017
16,9k Beiträge · seit 201229. Sept. 2017 · #55
Logi schrieb:Omandumba liegt in einem Hegegebiet. Das ist doch kein Geheimnis.
Wie so eine Hegegemeinschaft funktioniert lässt sich heute in der AZ nachlesen:

Ein Tier für viele Menschen:
https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:FKN8oB0hRXkJ:https://www.az.com.na/nachrichten/ein-tier-fr-viele-menschen+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

....2004 gegründet und 2008 schließlich offiziell registriert, erstreckt sich Bamunu über fünf Dörfer und eine Gesamtfläche von rund 565 km2. „Und alles ohne Zäune“, berichtet der Sekretär des Hegegebiets, Austin Muyabe. Ein Paradies für die hier lebenden Wildtiere. Laut Muyabe beläuft sich der Bestand aktuell auf etwa 500 Elefanten, 3000 Büffeln und 4000 Zebras. Und das ist das, womit Bamunu Geld verdient – die Trophäenjagd.

Als alles anfing und die ersten meist ausländischen Jäger für ihren Abschuss bezahlten, wurden die Einnahmen noch bar an die Dorfbewohner verteilt. Doch das wollen sie mittlerweile nicht mehr. „Das Geld war schnell ausgegeben und nachhaltig war das nicht“, erzählt Muyabe. So sei die Strategie schnell geändert worden und der 15-köpfige Vorstand, zu dem auch jeweils zwei Vertreter eines Dorfes gehören, entscheide über die Verwendung....


LG
Logi
12 Beiträge · seit 202224. Feb. 2022 · #56
.
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2025