sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201506. Aug. 2016 ·
Ein herzliches Dankeschön alle „kognito“ und inkognito Mitfahrer und an alle Danke Button-Nutzer. Es macht nicht nur viel Spaß mit Euch unsere Reise ein zweites Mal zu erleben, sondern ermuntert mich auch weiter zu schreiben. Euch Allen ein schönes Wochenende LG Elisabeth
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201506. Aug. 2016 ·
6. Tag: Erwartungen werden nicht immer erfüllt
Bereits um sechs Uhr laufen wir los. (Die Wanderwege 1-3 beginnen hintern Pool, eine Wegbeschreibung gibt es an der Rezeption).
Über Nacht hat es kaum abgekühlt. Zum Glück liegt der Hang lange im Schatten.
Nach einer guten halben Stunde erreichen wir die Weggabelung. Während ich gerne den Namib View Trail weitergehen möchte, streikt mein Mann. (Ursprünglich war einmal die Felsentaltour geplant) Also laufen wir den Plateau Walk weiter. Keine 15 Minuten später, inzwischen fotografieren/ laufen wir in der Sonne,
bin ich ihm wirklich dankbar. Beim Hinunterlaufen! pausieren wir zum Abkühlen im Schatten. Nach 1,5 Stunden und einem Verbrauch von 1,5l Wasser sind wir wieder zurück. Ein bisschen anders hatte ich mir das bei der Planung vorgestellt. puh
Vor unserem Chalet hüpft dieses Vögelchen auf Nahrungssuche herum.
Unser Frühstück ist auch unglaublich lecker. Eigentlich frühstücke ich wenig, aber hier wird alles ratzeputz aufgegessen. An eines der hübschen Metalltiere, die an der Rezeption stehen, kann ich nicht vorbei und es wandert in unser Gepäck.
Abschied von Koiimasis.
Die Berge von Kanaan sind traumhaft. Lange hatte ich bei der Planung zwischen Gunsbewys und Kanaan geschwankt. Letztendlich habe ich mich für die einfache Unterkunft entschieden und bin sehr froh darüber. Mit Frau Gräbner war der Sundowner einfach ein tolles Erlebnis und Kanaan kann ich vermutlich auch noch in ein paar Jahren besuchen. Kanaan oder irgendwo auf der 707
Während wir auf der gesamten 707 nur zwei Autos gesehen haben, beginnt auf der C27 die rush hour. Viele machen Mittagspause in BetaBeta. Die Kolonne setzt sich fast zeitgleich in Bewegung und da wir sehr langsam fahren, sind kurze Zeit später alle an uns vorbei und wir haben wieder unsere Ruhe.
Wir fahren am Family Hideout und an der Startstelle vom Tok Tokkie Trail vorbei (aus Zeitgründen passte leider beides nicht in diesen Urlaub). Wir sehen Bergzebras, viele Oryx, Strauße und biegen zu den nördlichen Wolwedans Camps ab. Oryx mit Feenkreis
Empfangskomitee
und sind gerade noch in gefühlter Einsamkeit, plötzlich am „quirligen“ Headquarter der Lodge.
Gleich vorneweg, es wurde letztendlich ein sehr schöner Aufenthalt im Namib Rand Reserve.
Jetzt kommt der schwierigste Teil meines Reiseberichts (kein Wunder das ich versucht habe das hinauszuschieben) Die folgenden Zeilen musste ich mir scheinbar von der Seele schreiben und habe diese, nach längerem Überlegen, im Bericht gelassen. Manchmal ist es vielleicht besser zu wissen, dass hier nicht immer alle Träume/Erwartungen sofort erfüllt werden. Auf alle Fälle drücke ich jedem von Euch die Daumen das auf Wolwedans zu finden, was er sich erträumt. Bitte Alle die nichts Negatives über Wolwedans lesen wollen, die nächsten Absätze überspringen und erst beim Sundowner wieder einsteigen. (Was ich sehr gut verstehen könnte)
Unser Traum ist möglichst viel von diesem Gebiet zu sehen. Die Realität, die uns der Guide zunächst anbietet, sieht wie folgt aus: 3 Sundowner, 2 x Morgenfahrt 8-12 Uhr. Erst schaue ich nur ganz entsetzt und kann das nicht so recht glauben. Es klingt nicht nach einen Scherz zur Auflockerung. Für so ein Programm hätte ich nicht drei Nächte gebucht. Wird man nicht eigentlich nach seinen Wünschen gefragt? Stockend sage ich „Ich hätte da gelesen, es gäbe Ganztagesausflüge in den Süden und in den Norden mit tollen Felsen-Picknicksites“. Wir schauen in ein seeeehhhhr langes Gesicht. Mir schwant, das war kein Scherz, nein wir haben ein Problem. Mein Mann erkennt, dass ich gleich sehr emotional werde und greift ein. Normalerweise hat er damit Erfolg, heute aber nicht und die Diskussion wird vom Guide vertagt. Während wir unser leckeres Mittagessen verspeisen, versucht man unsere Buchung zu finden. In Gedanken plane ich schon wo wir die drei Nächte alternativ verbringen könnten und bin fast enttäuscht, als herausgefunden wird, dass wir unter dem Vornamen der Safari Wilderness Agentin gebucht sind. Der Blick von Zelt 3 im Dune Camp
versöhnt mich erst einmal. Was für eine Landschaft - zum Niederknien schön, deshalb sind wir hier. Ich hole mir einen Kaffee, lege mich auf den Liegestuhl und bin immer noch vom Ausblick überwältigt. Zum Herumlaufen ist mir leider viel zu heiß und so sehe ich einfach den vor uns äsenden Oryx zu.
Als es zum Sundowner geht, greife ich das Thema Programm der nächsten zwei Tage wieder auf. Schnell ist klar, wir sollen uns einfach mal entspannen, eine Massage buchen und das Standardprogramm hinnehmen. O.K. nicht mit mir. Jetzt befinde ich mich eindeutig außerhalb meiner Komfortzone und werde früher abreisen oder im Notfall das bis zum Manager eskalieren. Ich schlage vor, es könnte uns ja IRGENDJEMAND z.B. N..., der uns zum Camp gebracht hat, herumfahren. Die Guides haben ja viel Menschenkenntnis und ihm schwant jetzt wohl, dass er bei mir nicht durchkommt. Er geht ans Funkgerät (ich verstehe nur etwas von Lunch und 2. Guide) und dann lässt er uns schmorren. Die Fahrt zum Sundownerplätzchen ist soooo schön.
Nachdem er ein Bierchen getrunken hat, rückt er heraus „was wir davon halten würden, morgen früh um halb sechs loszufahren und am Tag drauf die Ganztagestour in den Süden allerdings von 8-16Uhr“. Ich bin verblüfft und s..glücklich, damit habe ich gar nicht mehr gerechnet und strahle ihn an. Er lacht zum Glück zurück und brummelt irgendwas von „man müsste sich ja erst kennenlernen, um dann auf die Gäste eingehen zu können“. Wenn er das so sieht, soll mir das recht sein. Ich will nur noch, dass wir alle so schnell wie möglich diesen sehr ruppigen Start vergessen und wunderschöne Stunden vor uns liegen. Bis heute ist mir nicht klar, ob zu wenig Guides zur Verfügung standen oder unser Guide nur zu faul für einen Ganztagesausflug war. Oder es einen 3. Grund gab. Glücklich genießen wir den Sonnenuntergang.
Beim Abendessen loben die anderen Gäste den tollen Service, die tolle Logistik, das tolle Essen. Keiner erwähnt die Landschaft. Weil das selbstverständlich ist? Der Abend wird allerdings sehr interessant als das Gespräch auf weltübergreifende politische Themen kommt wie Trump und die weltweite Menschenmigrationen. Hier sitzen α-Tiere aus Australien, USA, Holland, Reunion und die Diskussion ist faszinierend. Ja die Gespräche sind spannend, nur ich fühle mich bei den Reichen und Schönen etwas fehl am Platz und würde am liebsten die nächsten Abendessen aussparen. Das Fünfgänge Menü ist aber so exquisit, dass ich diesen Plan sehr schnell wieder verwerfe. Später kuscheln wir sehr lange auf einem der Liegestühle vor unserem Zelt und wie könnte es anders sein, betrachten den Sternenhimmel. Oh wie schön ist Namibia!
Champagner8’796 Beiträge · seit 201006. Aug. 2016 ·
sphinx schrieb: Ja die Gespräche sind spannend, nur ich fühle mich bei den Reichen und Schönen etwas fehl am Platz ..... Oh wie schön ist Namibia!
Ohhh....wie gut kann ich dich verstehen - ich bin glaub einfach ein bissle zu basic für solche Locations 🤪 Wobei die Landschaft und die Fotos davon wirklich ein Traum sind! Ich glaub ich muss ernsthaft über den Wunsch meines Sohnes, mal eine große alte Wüste zu erleben, nachdenken... 😗 😎 Da hätte ich ja gleich den passenden Vorwand für die nächste Reise 🙂 Wenns nur in den Sommerferien ned immer so schweinekalt da unten im Süden wäre 🙄 😕 Außerdem regnets immer wenn ich komm 🙁 .
Zwischendrin hab ich jetzt mal noch ne Frage: warum habt Ihr so oft das Quartier gewechselt? Wolltet Ihr möglichst viele Unterkünfte testen? (Oder fliegt Ihr nach einer Nacht wegen schlechten Benehmens eh raus 🤩 😄 😄 😄 ). Mir wäre das zu viel Ein- und Auschecken, da geht ja schon auch immer viel Zeit verloren - und man muss sich auch immer ein bissle zurechtfinden in der neuen Unterkunft (sonst gehts einem wie Rennade, die letztes Jahr nach dem Essen in einem Camp nach links abgebogen ist. Auf meine Frage, was sie da will, unsere Chalets lägen rechts, meinte sie: gestern sind sie aber noch links gewesen 😄 ).
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201407. Aug. 2016 ·
Liebe Elisabeth,
zwischendurch muss ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben 😉
Deine Fotos sind wahrlich ein Augenschmaus 🤩
Und besonders freue ich mich über die wunderschönen Aufnahmen aus dem Süden 🙂 Da werden schöne Erinnerungen wach und ich will eigentlich sofort wieder hin 🤩
Zu Wolwedans habe ich schon häufiger sehr ähnliche Berichte und Meinungen gehört - ihr seid mit Eurem Empfinden also überhaupt nicht alleine..... Der Knaller war eine Familie, die wir auf Aoba getroffen haben - sie sind quasi von Wolwedans geflüchtet und zwei Tage früher abgereist, weil sie sich überhaupt nicht wohlgefühlt haben - und es lag nicht am mangelnden Komfort 😗
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201508. Aug. 2016 ·
Champagner schrieb: Außerdem regnets immer wenn ich komm 🙁 .
Ein drittes Mal kannst Du der Namib schon die Chance geben. Außerdem bei schönem Wetter kann jeder!
Champagner schrieb: Zwischendrin hab ich jetzt mal noch ne Frage: warum habt Ihr so oft das Quartier gewechselt? Wolltet Ihr möglichst viele Unterkünfte testen? (Oder fliegt Ihr nach einer Nacht wegen schlechten Benehmens eh raus 🤩 😄 😄 😄 )
Eine Nacht können wir uns immer benehmen 😛 , dann wird es schwierig und wir wollen weiter 🤩 Im Ernst: ich versuche herauszufinden, was ich in einem Gebiet unternehmen könnte und will und dann entscheide ich über die Anzahl unserer Übernachtungen. Da wir bei dieser Reise, die meiste Zeit, nur sehr kurze Fahrstrecken hatten, konnten wir die Unterkünfte auch "genießen", eigentlich renne ich sowieso lieber in der Gegend herum, außer die Temperaturen bremsen mich aus. Ich weiß, man kann unsere Reiseart auch als „immer auf der Flucht“ bezeichnen. Wir versuchen halt möglichst viel in den Urlaub zu stopfen. Manchmal, ein ganz klein bisschen, würde ich es auch gerne genießen können länger an einem Ort zu verweilen, aber dafür bin ich zu hibbelig und mein Mann und ich sind uns einig, ausgeruht wird daheim und auf Reisen möchten wir möglichst viel sehen. Alles lässt sich halt nicht kombinieren. Außerdem je länger ich irgendwo verweile, desto mehr verstreut sich mein Tascheninhalt 😈 und dann muss ich alles wieder einpacken 🙁 . Bei einer Nacht bleibt fast alles hübsch sortiert in der Tasche 🙂 , das sind dann vielleicht 5 Handgriffe bis diese wieder reisefertig ist.
Bevor mir hier im Forum die Ohrwascheln lang gezogen werden, das soll nicht heißen, das ich dies für die einzig wahre und richtige Art zu reisen für Alle halte. Es ist einfach momentan die richtige Art für uns.
Hallo Sabine Schön das Du auch Deinen Senf dazu gibst. Und Danke für Deine Anmerkungen 🙂 . Schade drum, Wolwedans könnte immer ein Highlight einer Namibiareise sein und glücklicherweise hatten ja schon viele einen ganz tollen Aufenthalt dort. Ich denke ein wenig vorgewarnt zu sein ist nicht schlecht, aber bei uns ging es ja noch gut aus!
Hallo, Elisabeth, tja, mit Wolvedans ist das so eine Sache - wir hatten glücklicherweise einen Guide, der fast den ganzen Tag mit uns unterwegs gewesen ist und uns viel gezeigt hat. Außerdem ist es natürlich traumhaft, morgens aufzuwachen, ein kleines Frühstück vor der Tür zu finden und vom Bett aus die Landschaft mit vorbeiziehenden Oryxen zu sehen. ABER: Das Zelebrieren der Gänge beim Menue ist überkandidelt, das Vorhandensein eines in den Sand gebuddelten Weinkellers fanden wir ziemlich dekadent und das die Nase hochtragende Publikum war auch nicht so unseres. Es war schön, aber einmal genügt. Wir verfolgen Deinen Bericht weiter mit großem Vergnügen! CuFs
Eure Reiseart spricht mir aus dem Herzen. Für uns ist auch mehrheitlich der Weg das Ziel. Ich geniesse deinen Bericht sehr. Von der Neugierde werde ich getrieben und kann nicht einfach "nur" Sein. Zum Glück macht mein Mann mit. Wir werden 2017 im April im Süden Namibias und im KTP unsere Ferien verbringen. Vor 14 Jahren waren wir zum letztenmal in dieser Gegend Namibias und im 2009 im KTP. Die Planung ist im vollen Gang und schon bald abgeschlossen. Wolwedans besuchten wir im 2012, damals war keine Spur von Snobismus zu spüren und die Guides führten uns während des ganzen Tages mit tollen Picknicks....auch zum Hardrock Cafe! Liebs Grüessli
Malbec
Champagner8’796 Beiträge · seit 201008. Aug. 2016 ·
sphinx schrieb: Außerdem je länger ich irgendwo verweile, desto mehr verstreut sich mein Tascheninhalt 😈 und dann muss ich alles wieder einpacken 🙁 . Bei einer Nacht bleibt fast alles hübsch sortiert in der Tasche 🙂 , das sind dann vielleicht 5 Handgriffe bis diese wieder reisefertig ist. Elisabeth
Okeeeeeee...... das kann ich zu 100% nachvollziehen 😄 Und das mit dem Ausruhen daheim seh ich genau so ! Mir wird schon unheimlich, wenn ich in Afrika nen Nachmittag irgendwo rumsitze (bisher eigentlich nur zweimal passiert) - denn dann müsste ich ja Postkarten schreiben oder so... Mich nervt halt nur manchmal das Einweisungsprozedere und das eventuelle Warten, bis das Zimmer fertig ist, ich glaub, das ist der Grund, warum ich gerne mal länger als ne Nacht bleibe. Ansonsten bin ich auch eher Typ Nomadin 😎 und nehme deshalb nächstes Jahr mein Zimmer auf beiden Reisen mit.....
Heut Abend gehts weiter? Prima, dann freu ich mich aufs Frühstück morgen, heut abend bin ich in afrikanischen Angelegenheiten unterwegs 🤪
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201508. Aug. 2016 ·
7. Tag: meine Erwartungen werden doch noch erfüllt 🙂
Im herrlichen Licht erleben wir einen Teil des Namib Rand Reserves. Die Bilder sind redundant und können trotzdem leider nicht die Magie dieses Ortes wiedergeben.
Gegen 10 Uhr ist es schon wieder sehr heiß. Selbst der Fahrtwind kühlt nicht mehr. Länger als angekündigt werden wir durch diese Traumgegend gefahren 🤩 . Erst gegen 11 Uhr sind wir zurück. Da ich Hitze leider schlecht vertrage, wird es wieder nichts mit Herumlaufen und ich beschließe Namibiareise Nr. 3 wie Nr. 1 in den tiefen Afrikawinter zu legen, auch wenn die Tage dann sehr kurz sind und es nach Sonnenuntergang bibberlich kalt werden kann. Den Nachmittag verbringen wir extrem faul, auf der anderen Seite komme ich so wenigstens zum Tagebuchschreiben. Der heutige Sundowner findet auf einem Hügel mit Rundumblick s(t)att. Unbeschreiblich schön.
Das Essen ist wieder großartig und die Gespräche wieder gut. Diesmal sitze ich einem blutjungen Piloten gegenüber, der davon träumt seine eigene Firma in Südafrika zu gründen und nur die schwerreichsten Menschen durch die Gegend zu fliegen, die wären so entspannt. Ach ich mag es manchmal mit so vielen verschiedenen Charakteren zu quatschen und die hochnäsige (leider Deutsche) Vierergruppe sitzt weit weg von uns. Eine Australierin erzählt auch, dass sie in einer anderen Lodge aus der Dusche ins Zimmer auf einen Skorpion (wohl einem extrem giftigen) trat. Die Schmerzen müssen höllisch gewesen sein. Also wieder die Schuhe ausklopfen und nicht einfach irgendwo hintreten oder hinlangen. Ich vergesse diese Regeln leider immer wieder und meinen Mann muss ich sowieso ständig daran erinnern. Der Abend endet für uns business as usual.
Okeeeeeee...... das kann ich zu 100% nachvollziehen 😄 Und das mit dem Ausruhen daheim seh ich genau so ! Mir wird schon unheimlich, wenn ich in Afrika nen Nachmittag irgendwo rumsitze 🙁
Wunderschöne Bilder besonders auch von meinen Lieblingen, den Oryxen ( ist das die Mehrzahl von Oryx??)......vielen Dank Elisabeth 🙂
LG
Malbec
Champagner8’796 Beiträge · seit 201009. Aug. 2016 ·
Elisabeth - was für ein Kontrast!!! 🤩 Draußen nieselt es grau in grau - und hier drinnen gibt es die tollsten Fotos in wunderschönen Namib-Farben!! Viiielen Dank für das leckere Frühstück 😄 !
Und da ich euch sehr beneide um das tolle Licht, dass Ihr hattet, schaue ich mir wirklich gerne viele Fotos davon an (da ist mir Redundanz dann so was von egal 😎 ) !!!!
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201509. Aug. 2016 ·
Malbec schrieb:Wunderschöne Bilder besonders auch von meinen Lieblingen, den Oryxen ( ist das die Mehrzahl von Oryx??)......vielen Dank Elisabeth 🙂 LG Malbec
Liebe Malbec Ich rede mich mal raus und schlage Oryxantilopen als Pluralform vor.
Champagner schrieb:Elisabeth - was für ein Kontrast!!! 🤩 Draußen nieselt es grau in grau - und hier drinnen gibt es die tollsten Fotos in wunderschönen Namib-Farben!! Viiielen Dank für das leckere Frühstück 😄 !
Liebe Bele, Danke Dir für Deine Worte, das freut mich doch sehr Dein Frühstück zu bereichern. 🙂
Champagner schrieb:Und da ich euch sehr beneide um das tolle Licht, dass Ihr hattet,
Keine Sorgen die Regenbilder kommen auch noch (aber die können warten bis wir mal wieder Sommer haben) LG Elisabeth
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201509. Aug. 2016 ·
8. Tag: Namib Nature Reserve Südtour
Vor unserer Ausfahrt laufe ich in die Dünen. Ich schaffe es nicht ganz bis zum freien Blick ins Tal hinter dem Dune Camp,
Ameisen und Käfer halten mich immer wieder auf.
Obwohl nur ein paar Meter von den Zelten entfernt, fühle mich wie der einzige Mensch auf der Welt und genieße die Ruhe und Stille. Die Schönheit dieser Landschaft raubt mir fast den Atem oder sind es die bis oben mit Sand gefüllten, schweren Wanderschuhe oder die Temperaturen?
Beim Frühstücken beobachten wir Sandhühner, Tauben und Oryx am Wasserloch. Kurz vor acht fährt unser Guide mit uns los. Bis auf eine vierer Gruppe, die ihre Privattour hat, will keiner der Gäste einen ganzen Tag unterwegs sein. Leider liegt viel Staub in der Luft, so dass ich kaum fotografiere und wenn entstehen Bilder Kategorie “so sah das da aus“. Gleich zu Anfang sehen wir Unmengen von Oryx, später ein paar Springböcke und Bergzebras.
Nahe an der Grenze zum Naukluft Park rennen drei Oryx wie um ihr Leben. Wir können keinen Grund erkennen. Sie rennen und rennen, queren vor uns die Straße und rasen auf den Zaun zu. Plötzlich zwei Staubwolken und kurze Zeit später sehen wir die Oryx auf der anderen Seite des Zaunes weiterrennen. Sie kennen ihre Löcher unter dem Zaun sehr gut! "so sah das da aus"
Um zwölf erreichen wir das Hard Rock Cafe.
Da unser Guide mit dem Lunch nicht zufrieden ist, beschließt er spontan zum Boulders Camp zu fahren. Dort bekommt er sein geliebtes Tuna-Sandwich. Wir dürfen uns an der Kaffeebar 🙂 bedienen und die Füße im Pool kühlen. Auf dem idyllischen Loo besucht mich eine Elefantenrüsselmaus und läuft kaum einen Meter vor mir herum. Natürlich ist sie verschwunden, als ich noch einmal mit der Kamera wiederkomme. Das Boulders Camp hat einen bombastischen Ausblick. Im südlichen Teil des Reserve werden meine Augen immer größer.
Spätestens jetzt weiß ich, ich will noch einmal in dieses Gebiet und dann aber wandern. Den 50. Geburtstag auf dem Tok Tokkie Trail feiern? Ich fürchte diesen Floh im Ohr werde ich nicht mehr loswerden. Um halb fünf sind wir zurück beim Camp und obwohl wir den ganzen Tag nichts getan haben, sind wir völlig erledigt. Den Sonnenuntergang erleben wir heute vor dem Zelt.
Das 3. Abendessen wird leider eine herbe Enttäuschung. Die Vorspeisen können nicht mit den der Vortage mithalten und der Hauptgang, völlig vertrocknete Schweinefilets, ist indiskutabel. Zum Glück teilen sich mein Mann und ich wie üblich den Hauptgang. Auch die Gespräche sind heute nicht mehr so mein Fall. Dafür gönne ich mir einen extra großen Amarula, während wir vor dem Zelt liegen und den schönen Tag Revue passieren.
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201511. Aug. 2016 ·
8. Tag: Hidden Vlei Bei Sonnenaufgang bewölkt es sich zunehmend.
Die „Mädels“ vom „Frauen“-Camp (darauf sind sie sehr stolz) waren die ganzen drei Tage supernett und haben immer wieder dezent nach unserem Wohlergehen gefragt, beim Verabschieden umarmen sie uns. Die Fahrt nach Sesriem führt durch diese gigantische Landschaft, die mich in den letzten 13 Jahren nicht losgelassen hat und wegen der ich unbedingt wiederkommen wollte und auch eine dritte Reise plane.
In Sesriem besorgen wir uns das Permit für den Park und gleich dazu das Permit für den Welwitschia Drive, den wir in ein paar Tagen fahren wollen. Wir erkennen Sesriem und auch die Bar vom Campingplatz nicht wieder. Nach der Ruhe und oft auch Einsamkeit der letzten Tage ist das hier ein ganz schöner Trubel. Ich freue mich umso mehr im Sossus Dune Camp übernachten zu können. Der Shuttle dieser Lodge ist da, kaum dass wir unser Gepäck halbwegs sortiert haben. Überhaupt sind alle supernett und superschnell in dieser Lodge. Wir bekommen das vorletzte Zimmer auf dem rechten Flügel und haben ziemlich lang zu laufen. Was an für sich nicht schlecht ist, sich allerdings am nächsten Morgen als lästig erweist, als wir zur Ballontour aufbrechen, um pünktlich viertel vor fünf am Gate zu sein und wir bereits unser Gepäck wieder mitnehmen müssen. Von der Unterkunft bin ich sofort begeistert. Mein Mann testet schon einmal das Bett, während ich mich an der „Kaffeebar“ vom Zimmer, ausgestattet mit Milch 😁 , bediene und mich auf die, von den Nachbarn nicht einsehbaren, Terrasse setze. Obwohl das Licht, um es milde auszudrücken, nicht gut ist, fahren wir los. An der Düne 45 gegen 14 Uhr teilt uns einer vom Shuttle Service mit, dass der 4x4 Shuttle bereits eingestellt ist. Damit hatten wir nicht gerechnet. Unser Plan uns hineinzufahren zulassen und dann rauszulaufen ist somit geplatzt. Wir fahren zum 4x4 Parkplatz und stehen etwas bedröppelt herum. Wenn ich nicht weiter weiß, gibt es immer erst einmal Kaffee. Der hilft diesmal leider nur bedingt. Wir haben die Wahl selber zu fahren, mit Stativ und Unmengen an Wasser hin und zurückzulaufen oder ins Hidden Vlei zu gehen. Natürlich befürchten wir im Sand stecken zu bleiben. Wasser und einen Schlafsack hätten wir, aber die 4 übrigen Kekse reichen definitiv nur für unsere Kaffeepause. Gut vorbereitet sein geht anders 😠 Außerdem würden wir tatsächlich im Sand übernachten müssen, wäre unsere bereits bezahlte Ballontour futsch. Da die Wolken immer dichter werden und es sehr heiß ist, nehme ich schweren Herzens Abstand den Sonnenuntergang im Sossusvlei zu erleben. Wir entscheiden uns noch etwas im Schatten der Bäume zu warten und dann zum Hidden Vlei, das wir bei unserer 1. Reise aus Zeitgründen nicht geschafft hatten, zu laufen. Das ist nicht nur ein guter Plan, sondern wird sich auch als sehr schöne Alternative herausstellen. Kurz vor vier gibt es immer weniger Wolken, die Dünen liegen nun nicht mehr im Schatten und wir laufen los.
Plötzlich tauchen 3 Autos auf und 7 Leute rasen in Richtung Hidden Vlei. ( am nächsten Tag erfahren wir, einer hatte sich eingebuddelt und die anderen 2 halfen erst und trauten sich dann nicht mehr weiterzufahren) Irgendwie sind sie alle der Meinung bei der ersten Lehmmulde das Hiddenvlei gefunden zu haben.
Einen höre ich sagen „das sind aber kurze 2 km“. Und so schnell wie sie da gewesen sind, sind sie alle wieder weg. So haben wir die Dünen wieder für uns. 😘
Zurück am Auto schütten wir erst einmal jede Menge Wasser in uns hinein (wir hatten 1,5l dabei!) und ein Orangensaft schmeckt uns wie selten vorher. Unfassbar wie viel man schwitzen kann. Der Sonnenuntergang ist trotz Wolken wenig spektakulär. Das „Nachglühen“ einige Minuten nach Sonnenuntergang verbringen wir an der Düne 45.
Langsam fahren wir bei Dunkelheit die Teerstraße zurück, auf der alle paar km ein Gecko sitzt.
Um unseren Mineralienhaushalt wieder auf die Beine zu bringen, holt mein Mann kaltes Bier von der Bar. Das zischt! Trotz Mücken sitzen wir leicht bekleidet auf der Terrasse und auch dieser Abend endet unter einem tollen Sternenhimmel. Morgen klingelt der Wecker um halb vier.
...und mein Reisefieber steigt fast stündlich, die Vorfreude ist riesig. 🤩 Super Reisebericht und absolut grandiose Bilder - mir fehlen die Worte!
Gruss Andrea
Das Namibia-Fieber steigt - 04.11.2016
sphinxThemenstarter1’625 Beiträge · seit 201511. Aug. 2016 ·
Liebe Friederike Danke Dir für Dein Riesenkompliment. Als ich die Namib Rand Reserve Fotos durchklickte, um Bilder fürs Forum auszusuchen, da begann dieses Ziehen, dieser Sehnsuchtschmerz nach der Namib bei mir auch wieder. Wann geht es bei Euch wieder dorthin? Irgendwie fehlt auch bisher Euer 2016er Reisebericht.
Liebe Andrea Du hast es gut, der November kommt schnell und während wir hier Schmuddelwetter haben, bist Du in Namibia unterwegs. Es freut mich, dass unsere Bilder Deine Vorfreude schüren, ging mir vor unserer Reise durch andere Reiseberichte genauso.