Flood Okavango

387 Antworten · 56,1k Aufrufe · gestartet 10. Feb. 2013 von Rajang
Bilder klein
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8'684 Beiträge · seit 201020. Nov. 2020 · #21
Man schaut ja momentan recht oft auf Diagramme und erschrickt über steigende Kurven.

Manchmal kann das aber auch Freude machen 😎 . Wie man sieht, fällt seit kurzem der Pegel des Okavangos bei Guma Lagoon (dort liegt der Messpunkt Guma/Lobjot) nicht mehr - das ist sehr frühzeitig in der Saison!

Aus Shakawe und und Samochina, also weiter nördlich am Panhandle, wird sogar berichtet, dass der Okavango dank guter Regenfälle in Angola bereits 6 cm gestiegen ist seit dem 15. November. Mal schaun, wann das Wasser bei Guma Lagoon ankommt.

Ich bin sehr gespannt, ob 2020/21 wieder so ein gutes Flutjahr wie 2019/20 wird! 🤩


ORI.JPG



Grüße Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2020
33,1k Beiträge · seit 200620. Nov. 2020 · #22
So ist es und die zuständigen namibischen Ministerien haben für die Flussregionen (also Sambesi, Kavango-Ost und-West) schon jetzt eine "extreme Hochwasserwarnung" ausgegeben. Alle Menschen, Lodges etc. sollen sich auf extrem schnell steigende Flüsse, v. a. Zambezi und Chobe in den nächsten Wochen einstellen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
8'684 Beiträge · seit 201001. Jan. 2021 · #23
Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht - zum Jahreswechsel wurde am Panhandle der höchste Pegelstand seit den 7 Jahren der Erfassung gemessen (die ersten beiden Jahre sind nicht drauf, weil man nur 5 Kurven gleichzeitig anzeigen lassen kann, aber sie lagen auch drunter).

ORI31.12.2020.JPG


Die hellere blaue Kurve in der Nähe der aktuellen blauen stammt aus 16/17, und damals konnten wir im April 17 nicht in den Moremi einfahren, weil alles unter Wasser stand, bzw. die Spuren total zerfahren waren.

Und es regnet weiter - sowohl vor Ort als auch im Einzugsgebiet des Cubango (=Okavango).

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2021
1'835 Beiträge · seit 201501. Jan. 2021 · #24
Glaubst du es gibt Chancen dass der Savuti Channel wieder fließen wird nach all dem Regen?
Wäre doch schön obwohl wir für dieses Jahr keine Savuti Pläne haben.
Hast du Afrika Pläne die du voraussichtlich ausführen kannst?
Ein glückliches Neues Jahr wünscht dir Katrin
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8'684 Beiträge · seit 201001. Jan. 2021 · #25
Katrin, der Savuti Channel kümmert sich meines Wissens nicht sonderlich um Regenmengen 🙄 . Es ist bis heute nicht ganz klar, warum er wann fließt (Savuti ist ein Setswana-Wort und heißt übersetzt "unpredictable", also unvorhersagbar). Man vermutet, dass ein Hauptgrund tektonische Verschiebungen sind, die es in dieser Gegend ja (meist unbemerkt auf Grund der dicken Kalahari-Sanddecke) recht häufig gibt.

Ich fände es auch cool, ihn dieses Jahr mal wieder mit Wasser zu sehen (stopp, ich korrigiere mich: ich fände es cool, ihn dieses Jahr überhaupt zu sehen 😵 😗 ). Allerdings ist man in der Fahrerei dann auch ein bisschen eingeschränkt - ohne Wasser kann man das Flussbett ja bequem kreuzen bzw. darin herum fahren 😉 .

LG Bele

P.S. Habe deine Frage eben erst gelesen: ja, Botswana pur, knapp 3 Wochen, steht auf dem Plan 😕, inklusive 2 ÜN in Savuti (bereits gebucht 😎 ).
Und auch dir ein gutes neues Jahr, liebe Katrin 😘 !
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2021
1'835 Beiträge · seit 201501. Jan. 2021 · #26
Ach du glückliche Frau! Gibt es was schöneres als gebuchte Afrika Pläne? Für dich und mich wahrscheinlich nicht. Du hast sicher schon enorme Vorfreude, jetzt wo wir ja schon im 2021 stehen. Wirst du wieder mit dem gleichen Tour Operator gehen, oder mit den Muckels mit Self Drive?
Inquiring minds want to know! Jedenfalls warte ich schon ungeduldig auf deinen amüsanten Bericht.
Da hoffe ich fest dass der Channel Wasser führen wird, für dich und natürlich für das Wild dort. Umfahrungen wird du wohl gerne in Kauf nehmen.
Wann ist Abflug?
Für uns gibt es Krüger im Juli und August and die Mara im September. Vorfreude auch bei uns da nun das Impfmittel beinahe ergreifbar ist.
Beste Grüße nach DE zur lieben Bele von der Katrin
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4'984 Beiträge · seit 201609. Feb. 2021 · #27
Mmegi
20 Std.
Although there have been good rains in Botswana and the Okavango Delta, the amount has been very low in the Okavango catchment area in Angola. So the flood levels of the Okavango River at Rundu, Namibia, before the river enters Botswana, are at their lowest in recent history. This means there could be much less water arriving in the Okavango Delta this year.
Graph from the Hydrological Services Namibia

BOTSOkavango08022021.jpg


Gruß Gina
8'684 Beiträge · seit 201009. Feb. 2021 · #28
Ergänzend/erklärend hierzu noch dies: ich hatte ja schon am 1.1.2021 die Grafik gepostet mit einem sehr hohen Pegelstand bei Guma, also am Panhandle. Gestern sah das wie folgt aus - also immer noch sehr hoch und früh im Vergleich zu den Vorjahren. Allerdings handelt es sich bei dem Wasser laut den Leuten aus der "Maun-Flood-Gruppe", die sich teilweise sehr gut auskennen und selber messen, ausschließlich um die Auswirkungen des Regens und nicht einer "Flut" des Okavangos ("Bele,this rise at Guma is all local rain related. Nothing to to do with Flood water from Angola.")




Gumak08.02.2021.JPG


Hennie Rawlinson, Moderator, zu der Grafik, die Gina gepostet hat: "Dear Flood followers. A quick update for those of you who are not residents of Ngami Land. We have had unprecedented rain in Maun and surrounding areas. Up to 1000mm already recorded in Areas around Maun and no end in sight. The river is nice and full and so is the Delta just with local rain. However it not looking good in our Catchment area(Angola) As you can see from the graphs I've posted that the Okavango river in Rundu and Divundu is very low compared to last year at the same time and shockingly lower than 2018/19 flood which was one of the lowest ever recorded. There is still hope for rain Angola but time is running out fast. The good thing is the amazing local rains. It will save the day but an average flood will be a huge bonus on top.

Schaunmermal, wie es weitergeht... es bleibt spannend und es gibt natürlich einige (teils wilde) Mutmaßungen in der Gruppe, woher das kommen könnte, trotz angeblich viel Regen in den letzten Tagen in Angola, was aber noch zu beweisen wäre ("Could this have anything to do with the alleged oil rigging activities in the Kavango area of Namibia?", "Its the earthquake,,,?? Platonic plates move !?","I’d say that earthquake you had last week opened up some new routes", "Maybe the dam"- am besten gefallen hat mir: "Ah oh! The river has a leak!")

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2021
8'684 Beiträge · seit 201026. März 2022 · #30
Nachdem es letztes Jahr eine sehr komische "Flut" im Delta gab, nämlich hauptsächlich aus Regen vor Ort bestehend, sieht es dieses Jahr nach einem "normalen", wenn nicht sogar guten Verlauf aus. Zu dem Regen im Delta kommt dieses Mal wieder eine Flutwelle des Okavangos hinzu.

Unbenannt-2-3-4-5-6-7.JPG


Letztes Jahr im April sah es so aus:

171764905_10208431757909229_55670318186943434_n.JPG


Dieses Jahr mal der Vergleich "Anfang Februar bis heute":

collagehakusembek.JPG


Übrigens gibt es außer der bekannten Monitoring-Seite http://www.okavangodata.ub.bw/ori/monitoring/water/ eine ganz neue, die heute in der Maun Flood Arrival-FAcebookgruppe vorgestellt wurde : https://datastudio.google.com/s/jL9El4dQh1g

Hennie Rawlinson schreibt dazu:

Good morning folks.
The NGOWP and Wild Bird Trust are excited to celebrate World Meteorological Day and its focus on greater coordination between meteorological and hydrological services by launching their Hydrological and Meteorological Monitoring Project dashboard.
Apt to this year’s theme of Early Prevention and Early Action, this dashboard will help provide near real-time hydrological, water quality and meteorological data in the Okavango system. You can now see for yourselves the contribution of the Cuito river by selecting Dirico on the Dashboard. The difference between Dirico and Divundu will be the Contribution of the Kavango river to the Okavango Delta. The reading at Divundu is the total amount of water arriving in Botswana. Well done Team NGWOP for managing to set up this amazing motoring tool. Up too this week we had no idea how much the Quito river contributed to the Okavango system. Currently is about 50/50 we are looking forward to other stations being added to the monitoring system. The good news is that the rivers are still rising and that its raining in the Okavango and in Maun as I'm typing g this message..


Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende!

Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
8'684 Beiträge · seit 201001. Mai 2022 · #31
Heute habe ich in der Facebook-Gruppe "Maun Flood Arrival 2020 & Beyond" gelesen, dass das Wasser aus dem Delta nun die "Boro-Junction" erreicht hat wo dieser in den Thamalakane fließt. An sich ist das nichts soooo Besonderes, außer dass sich alle jedes Jahr darüber freuen, wenn das Wasser diese Stelle erreicht hat.

ABER: dieses Jahr gibt es ein Phänomen, das noch niemand aus dieser Gruppe - und es sind viele Locals dort vertreten - jemals erlebt hat 🤩 : das Wasser fließt nicht wie sonst zunächst nach Nordosten (Zitat aus den Jahren zuvor: The water arived at the junction between 2 and 3am this morning. It's now pushing nort east up the Thamalakane towards Shorobe. After filling those floodplains for a while it will continue down towards Maun.), um dann später, wenn genug Wasser dort ist, nach Südwesten seinen Weg zu machen, sondern es fließt direkt Richtung Maun! "The flood water is at the Boro Junction but coming down the Thamalakane via Gomoti. I have never seen the water getting to Maun via the Thamalakane first. " (Hennie Rawlinson, Moderator der Gruppe)

Ich hatte ja schon im Reisebericht von Martin (und vielleicht auch damals in meinem, könnte sein) vermutet, dass es in der Gegend eine größere tektonische Aktivität gegeben haben könnte, da das Gebiet um den Bodamatau-Loop überhaupt nicht abtrocknet und wir ja auch einen neuen See hinter South Gate gesehen haben, den es bisher nicht gab.

Die Leute in der Gruppe vermuten dies nun auch, da der Abfluss des Boro Rivers so untypisch verläuft. "There must have been a major 'tilt' to the east (along the fault lines)".

Sehr spannend das alles 😮 - finde ich zumindest 🤪 - und die Leute aus Maun freuen sich sehr, weil sie hoffen, dass dadurch mehr Wasser in ihre Stadt fließt.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2022
8'684 Beiträge · seit 201003. Feb. 2023 · #32
Anders als letztes Jahr, als ja viel Regenwasser im Delta stand, scheint es dieses Jahr wieder eine Flutwelle zu geben. Zumindest steigt der Kavango bei Rundu aktuell typisch an. Auch fließt das Wasser recht schnell und so könnte es wieder einen richtigen "Push" geben, anders als letztes Jahr, wo das Waser eher rumgedümpelt ist.

Hennie Rawlinson, Admin der Maun-Flood-Gruppe auf Facebook, schreibt:

"Although we have not had much rain in North West Botswana the flood waters from Angola is looking quite good at this stage."

Graphklein.jpg


Gruppenmitglied Fred Jansen schreibt dazu:

"Historically the water goes furthest down the system when this graph makes a double peak. Certainly heading the right direction for now."

Seit Dezember hat sich der Fluss bei der Hakusembe Lodge deutlich verändert - immer wieder faszinierend und spannend!

KavangobeiRundu(Hakusembe)klein.jpg



Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2023
1'835 Beiträge · seit 201503. Feb. 2023 · #33
Liebe Bele,
Danke für die Info. Das ist das Wasser das dann mal im Savuti Chanel enden könnte, nicht?
Da wir beide im August in Savuti sein werden, hoffe ich fest mit dir dass es zu diesem Push kommen wird. Wäre doch genial für all die Tiere dort!
Liebe Grüsse von Katrin
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8'684 Beiträge · seit 201004. Feb. 2023 · #34
Guten Morgen Katrin,
Sadie schrieb:Liebe Bele,
Danke für die Info. Das ist das Wasser das dann mal im Savuti Chanel enden könnte, nicht?
Nein, das ist es eher nicht. Dieses Wasser ist ja das vom (O)Kavango, welcher über die (geologisch bedingte) Engstelle des Panhandles sich dann ins Delta auffächert und am Ende über diverse Arme (Kunyere, Boro, Gomoti, Khwai usw.) das Delta wieder "verlässt". Die meisten Arme treffen auf die Thamalakane-Verwerfung, die sie plötzlich in eine andere Richtung lenken, so wird der Thamalakane gebildet. Bei der Boro/Thamalakane-Junction sieht man das sehr gut:

95938051_10157316168441824_7931913106530238464_o-2.jpg


Wenn dieser eben diesen angesprochenen "Push" bekommt, dann fließt er stark Richtung Südwesten und biegt fast rechtwinklig in einer Lücke der Verwerfung nach Südosten ab, kurz danach teilt er sich in einen westlichen und einen östlichen Arm ab, der östliche heißt dann Boteti. Der westliche Teil fließt weiter Richtung Lake Ngami (der wiederum auch vom Kunyere gefüllt wird, soweit ich weiß), da heißt er dann aber meines Wissens schon anders. Für diejenigen, die Wasser im Boteti haben möchten, ist also dieser Push, bzw. einfach auch nur viel Wasser aus dem Delta, wichtig.

Katrin schrieb:
Da wir beide im August in Savuti sein werden, hoffe ich fest mit dir dass es zu diesem Push kommen wird. Wäre doch genial für all die Tiere dort!
Liebe Grüsse von Katrin
Der Savuti Channel (gelb) ist eine "andere Baustelle" 😉 , er wird hauptsächlich aus dem Kwando gespeist, der an dieser Stelle zum Linyanti wird und die entsprechenden Sümpfe bildet (rot) und später dann Chobe heißt.

Linyantik.jpg


ABER: Ganz theoretisch (ich meine gelesen zu haben, dass es 2009 zum letzten Mal der Fall war), kann auch der Okavango insofern eine Rolle für den Savuti Channel spielen, als es aus dem Delta einen ganz östlichen Arm gibt, genannt Selinda Spillway (blau). Dieser Wasserweg bildet bei entsprechenden Bedingungen eine Verbindung zwischen dem Okavango-Delta und den Linyanti-Sümpfen. Dann könnte theoretisch auch Okavangowasser den Savuti Channel (rot) speisen.

Savuti1k.jpg


Praktisch ist es aber so, dass sowohl Selinda Spillway schon lange nicht mehr geflossen ist als auch der Kwando den Savuti Channel seit Jahren nur noch ein Stück weit zum Fließen bringt (und nach Westen den Spillway ein bisschen füllt). Als der Kwando vor einigen wenigen Jahren (war es auch 2020 wie die große Deltaflut?) sehr viel Wasser hatte, wurde beobachtet, dass der Savuti-Channel ein Stück weit Wasser führte und man hatte die Hoffnung, dass er wieder richtig zum Fließen kommt bis in das Savuti-Gebiet, in dem wir uns rumtreiben. Das war dann aber schlussendlich doch nicht der Fall.....

Man sieht hier, dass nach beiden Richtungen ein bisschen Wasser in den Kanälen ist, mehr passiert aber wie gesagt seit Jahren nicht mehr, auch bei wirklich guter Flut und guten Regenfällen vor Ort.

Savuti2k.jpg


Es wird vermutet, dass tektonische Ereignisse Verwerfungen gebildet haben, die das Wasser am Fließen hindern bzw. dass das ganze Niveau so gekippt hat, dass es kein entsprechendes Gefälle fürs Fließen mehr gibt. Sollte es mal wieder "Rumpeln" und sich dadurch die Geländebedingungen ändern, könnte auch der Channel wieder fließen.

Nur weiß niemand, wann das sein wird - daher auch der Name "Savuti", was in Setswana "nichtvorhersehbar" bedeutet.

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2023
4'382 Beiträge · seit 201504. Feb. 2023 · #35
Guten Morgen,
wie schade, dass man hier kein „Bravozeichen“ hinterlassen kann! Gut erklärt, Bele! Danke!
Gruß
Friederike
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1'678 Beiträge · seit 200704. Feb. 2023 · #36
@Bele: "... wurde beobachtet, dass der Savuti-Channel ein Stück weit Wasser führte und man hatte die Hoffnung, dass er wieder richtig zum Fließen kommt bis in das Savuti-Gebiet, in dem wir uns rumtreiben. Das war dann aber schlussendlich doch nicht der Fall....."

Kleine Korrektur: z.B. ist der Savuti-Kanal 2012 bis in die Savuti Marsh geflossen, deswegen wurde die Metallbrücke nahe der Cam
pingplätze gebaut. Das waren unglaubliche Bilder damals.


DSCN8674.JPG


P1030312.JPG
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
8'684 Beiträge · seit 201004. Feb. 2023 · #37
pollux schrieb:@Bele: "... wurde beobachtet, dass der Savuti-Channel ein Stück weit Wasser führte und man hatte die Hoffnung, dass er wieder richtig zum Fließen kommt bis in das Savuti-Gebiet, in dem wir uns rumtreiben. Das war dann aber schlussendlich doch nicht der Fall....."

Kleine Korrektur: z.B. ist der Savuti-Kanal 2012 bis in die Savuti Marsh geflossen, deswegen wurde die Metallbrücke nahe der Cam
pingplätze gebaut. Das waren unglaubliche Bilder damals.
Ja, ich weiß, aber in dem Fall, wo du mich eben zitiert hast, ging es mir ja um die Zeit vor 2 oder 3 Jahren!

Bele schrieb:
Als der Kwando vor einigen wenigen Jahren (war es auch 2020 wie die große Deltaflut?) sehr viel Wasser hatte, wurde beobachtet, dass der Savuti-Channel ein Stück weit Wasser führte und man hatte die Hoffnung, dass er wieder richtig zum Fließen kommt bis in das Savuti-Gebiet, in dem wir uns rumtreiben. Das war dann aber schlussendlich doch nicht der Fall.....
Dass der Savuti-Channel geflossen ist, ist aber eben schon viel länger her. Ich war 2014 auch dort, als er noch floss, aber 2015 war dann meines Wissens Schluss (2015 und 2016 war ich nicht dort, 2017 aber, und da war er auf jeden Fall schon trocken), trotz einiger guter Flutjahre, die folgten:


h4e6c141.jpg


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LG Bele
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zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2023
1'127 Beiträge · seit 202204. Feb. 2023 · #38
noch (m)eine Theorie zum Savuti Kanal:

Für eine Flutung des „Savuti Kanals“ müssen wahrscheinlich mehrere Sachen zusammenpassen. Außergewöhnlich viel Wasser (von beiden Seiten des Abzweigs!) aber auch die Tektonik. Diese hat immer die Wasserführung im Delta und rundherum gestaltet. Maun wurde gegründet, weil sich die Wasserführung durch tektonische Ereignisse vom Westen des Deltas nach Norden verlagert hatte und den Batawana im Südwesten das Wasser ausging. Zuvor hatte der Boteti und Lake Ngami das Wasser von der Westseite des Deltas erhalten.
In (europäisch) historischer Zeit hat sich der Kanal vielleicht 5 x derart gefüllt, dass es am Savuti-Camp für ein paar Jahre gereicht hat. Wenn man sich die Größe der „ertrunkenen“ Bäume dort und anderswo im und um Delta anschaut, kann man sich vorstellen, wie lange wasserfreie Perioden gewesen sein müssen.
Tektonische Verschiebungen werden sicher eine Rolle bei der Füllung des Kanals spielen (bei der letzten Teilfüllung wurde ein Rumpeln berichtet), aber das alleine wird es nicht ausmachen können. Wenn man sich den Verlauf des Kanals anschaut, der die Luftlinie um den Faktur 2 bis 3 verlängert (siehe Sat-Bild von Champagner), kann man ermessen, welche Wassermenge nötig ist, um „Savuti“ zu erreichen.
Deswegen erscheint es mir logisch, dass Tektonik alleine nicht unbedingt genügt, es muss auch seeehr viel Wasser geben. Ein derartiges Szenario ist extreme Wasserführung von beiden Seiten, also nördliches Delta und Kwando und Zambezi, der bis Selinda rückstaut bzw. die Fließrichtung chobeaufwärts umkehrt. Nach meiner Erinnerung gab es diese Konstellation bei der letzten Flutung bis Savuti in 2012 (?).
Würde die Füllung des Kanals nur durch tektonische Verschiebungen passieren, das Wasser also nur „umgeleitet" werden, würde dieses im Einzugsgebiet fehlen. Erschiene mir logisch.
Es ist also ein ständiges Auf und Ab, mit dem die Tiere schon fertig werden.
1971 schaute es dort so aus

Reeves-SavutiChannel-1971.jpg


Anfang/Mitte der 1990er war das Camp in Savuti geschlossen, weil Touristen die Elefanten mit Geschrei vom Wasserhahn am Platz vertrieben haben …. Oder zumindest versucht haben.
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2023
1'470 Beiträge · seit 200804. Feb. 2023 · #39
Hallo in die Runde,

danke für diese faszinierenden Ausführungen! Sehr spannend.
Bele, ich erinnere mich von Dir mal gelesen zu haben, dass Deine Söhne Glück hatten , VOR Deiner Afrika-Leidenschaft geboren worden zu sein, sonst hätte mindestens einer den Namen Okavango bekommen... 😄
Liebe Grüße,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
1'678 Beiträge · seit 200704. Feb. 2023 · #40
@tacitus: "Anfang/Mitte der 1990er war das Camp in Savuti geschlossen, weil Touristen die Elefanten mit Geschrei vom Wasserhahn am Platz vertrieben haben …"

1997 gab es nur die temporäre Campsite bei 18°34'13", 24°04'21", mit einem einzigen eingemauerten Wasserhahn mit Schlauch, sonst nichts. Die vorherige Site war von Elefanten zerstört worden.

Nachtrag: In Google Earth gibt's von 9/2013 Aufnahmen, die zeigen, wie voll die Marsh da war, und dass auch der selinda Spillway geflossen ist.

Botswana_1997_122.jpg


Botswana_1997_134.jpg
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2023