Brot/Brötchen backen als Nicht-Camper

17 Antworten · 6'452 Aufrufe · gestartet 24. Mai 2012 von mamba29
Bilder klein
Antworten
Themenstarter835 Beiträge · seit 200624. Mai 2012 · #1
Hallo ihr Lieben,

ihr bräuchte bitte mal wieder euren Rat. Heute mal was haushaltstechnisches: Und zwar Brot/Brötchen backen. Ich weiß, wir hatten das Thema schon ein paar Mal, aber die wirklich guten Tipps haben sich dort fast alle auf Brot im Potje, Backform mit Deckel o.ä. bezogen. Klang auch alles wirklich toll, nur sind wir als Nicht-Camper damit leider nicht ausgerüstet.

Wir sind in knapp 2 Monaten für rund 3 Wochen in SA unterwegs, Schwerpunkt Selbstversorger in den Parks. Nun würde ich gerne ab und an selbst Brot/Brötchen backen. Zuhause lege ich einfach unseren Pizzastein auf den Rost und backe dort die Brötchen.
Wie mache ich das im Urlaub? Kennt ihr noch eine andere Alternative außer Stockbrot? Ein kleines Backblech auf den Rost legen scheint mir nicht wirklich sinnvoll, da sind die Brötchen vermutlich vorher unten schwarz, bevor sie durch sind.

Habt ihr Ideen?

Vielen Dank für euche Hilfe,
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
1'409 Beiträge · seit 201024. Mai 2012 · #2
Hallo Susanne,

wir hatten letztes Jahr, als wir noch keinen Potjie hatten, einen Topf genommen. Das war so ein Alu-Topf (wir waren als Camper unterwegs, aber vielleicht habt Ihr da auch so nen Top) und haben den mit Deckel samt Brot drin auf die Kohle gelegt bzw. auf den Rost. Hat eigentlich ganz gut funktioniert, aber ohne Gewähr 😗

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
1'419 Beiträge · seit 200924. Mai 2012 · #3
mamba29 schrieb:
Wie mache ich das im Urlaub? Kennt ihr noch eine andere Alternative außer Stockbrot? Ein kleines Backblech auf den Rost legen scheint mir nicht wirklich sinnvoll, da sind die Brötchen vermutlich vorher unten schwarz, bevor sie durch sind.

Mist und nun wollt ich grad wieder mein tolles Stockbrot-Pic posten 😄

Wir haben eigentlich nur Stockbrot gemacht, war auch superlekker! Alternativ würde ich halt den Teig sehr sehr flach kneten und dann aufs Rost packen und dauernd wenden? Nur ne Idee, hab damit auch noch keine Erfahrungen!

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
172 Beiträge · seit 201124. Mai 2012 · #4
Hi Susanne

also eigentlich hält das Schwarzbrot man in den 500g sehr lange, aber wenn du am Morgen was frisches haben willst würde ich das versuchen

Langschläferbrot

Ich hoffe du hast das nicht mit "Backform mit Deckel" gemeint.

Ich würde es mal zu Hause versuchen in welchem Behältnis sich das machen lässt oder vieleicht nur auf einem Stein etc. Vom Rezept her erscheint es mir sehr einfach.

LG Luigi
Themenstarter835 Beiträge · seit 200625. Mai 2012 · #5
Hallo,

vielen Dank für eure Tipps.
Die Idee mit dem Topf ist nicht schlecht. Das könnte vielleicht tatsächlich funktionieren. Mal ausprobieren.
Teig einfach nur auf den Rost packen geht meiner Erfahrung nach schief. Der klebt nämlich fest und legt sich sehr schön um das Rostgitter.
Danke auch für das Rezept mit dem Langschläferbrot. Auch das wird getestet.

Wahrscheinlich werden wir anschließend doch wieder beim guten alten Stockbrot landen, das klappt wohl am Einfachsten.
@Janet, ich bin natürlich an deinem tollen Stockbrot-Pic interessiert...:)

Noch weitere kreative Ideen? Was haltet ihr von einer Fliese als Steinersatz?

Viele Grüße von Susanne, die jetzt erst mal ganz konventionell im Ofen Brot backen geht
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
89 Beiträge · seit 200925. Mai 2012 · #6
Hallo Susanne, mit dem Stockbrot ist schon gut. Hier ist auch bei jedem Braai ein Roosterbrood dabei. Den Teig (klar nicht zu dünn, Menge für ein Brötchen) einfach auf den Rost legen. Am besten etwas platte Teigstücken formen. Es darf natürlich kein offenes Feuer mehr sein und die Hitze nicht zu groß. Mache ich jedesmal wenn ich grille. Dann gibt es noch das Asbrood= Aschebrot. Teig in Alufolie, welche etwas größer gemacht wird, damit der Teig auch aufgehen kann. Dann in die Ascheglut vom Grillen und ist meist schon nach 15 min fertig. Wenn ihr Abends ein großes Feuer hattet, reicht die Glut am Morgen vielleicht noch und frische Brötchen am Morgen sind eben super. Guten Appetit, Gruß Karsten
667 Beiträge · seit 200625. Mai 2012 · #7
Hi Susanne,
hier mal meinen Senf dazu.
Brot (ausser Stockbrot) wirst Du nur in einem geschlossenen System (Topf) backen können. Nur so bekommst Du auch die notwendige Oberhitze, sonst ist es unten lange verkohlt bevor es oben gar wird.

Chrigu hatte vor Jahren mal eine gute Anleitung gegeben, die habe ich nach einigen „verbrannten Tests“ für mich modifiziert.
Teig: Ich benutze 250 g self raising flour (halbe Tüte), ein Päckchen Hefe, 2 TL Salz, 2 TL Zucker (wer's mag), Anrühren mit einer Dose BIER, NICHT aus dem Kühlschrank. Durchkneten und ins Auto mind. 30 Min zum Reifen stellen.
Danach Feuer: Eine ordentliche Menge Holz anbrennen für die Glut. Nach ca. 30 Min eine halbkugelförmige Grube naby ausheben, fertige Glut mit dem Spaten am Rand sparsam(!) kreisrund platzieren. Aber NICHT von unten, das strahlt von selbst dahin.
Den nochmal durchgekneteten Teig in den Topf, diesen in die Grube stellen, und von oben Glut ringsum auf den Deckel legen, ebenfalls sparsam. Das alles geht am besten mit dem Dreibeintopf, für einen Flachtopf Stein drunter.
Nach 15 min Deckel abheben (Zelthäring, Vorsicht, keine Asche in den Topf) und mit scharfem Messer längs oder kreuzweise tief einschneiden.
Mit dem Verglimmen aus dem Glutvorrat ringsum und auf dem Deckel nach ca. 30 Min einmal nachfüllen, wieder sparsam. Der gesamte Backvorgang sollte 40-50 Min dauern. Hauptfehler ist zuviel Glut - nach 30 Min ist alles schwarz! Encore une fois!

Morgens kann man sich auch „Brötchen“ herstellen: 250g self raising flour, 2 TL Salz, 3 TL Zucker, Anrühren mit (Dauer-)Milch, Ausbacken in kleinen Portionen in heissem Oel in der Pfanne. Da das Mehl schon Backpulver enthält, gehen sie wie Krapfen allein auf. Dazu Butter und Marmelade, oder die Reste tagsüber während der Fahrt.

Guten Erfolg wünscht Helmar
89 Beiträge · seit 200925. Mai 2012 · #8
Hallo ich noch mal. Die Sache mit dem Backen ohne Topf, also auf dem offenen Grill wird auch im Buch "Best South African Braai Recipes" vom Struik Verlag (englisch) angegeben. Rezepte zum Grillen, Brot, Potjie, Pap....
Wie geschrieben, ich habe beste Erfahrungen mit derm Roosterbrood. Klar muss das Brötchen auch mal gedreht werden, da gebe ich Helmar recht, sonst ist es unten verkohlt und oben roh. Im Buch sind auch sehr schöne Abbildungen dazu. Das "Beer bread" ist dort auch zu finden.
Ihr habt doch in Deutschland schönstes Grillwetter und es ist bald Wochenende, da kann man das schon mal probieren.
Gruß Karsten
154 Beiträge · seit 201026. Mai 2012 · #10
Hi,

Und falls ihr mal keine Lust habt nur Brot zu essen - ich habe früher auch meine Kuchen und Plätzchen im Topf gebacken.

Schönes Wochenende
Gruß Moochi
487 Beiträge · seit 201126. Mai 2012 · #11
Hallo Susanne,

was ich wirklich lecker fand war Fladenbrot vom Grill. Habe es leider erst im letzten SA-Urlaub ausprobiert, wenn ich gewusst hätte, wie gut es ist, hätte ich es schon vorher gemacht…

Wir haben immer self raising flour dabei (gibt’s in jedem Supermarkt) einfach mit Wasser oder auch Bier zu einem Teig kneten. Mache das am Nachmittag, dann kann der Teig gehen. Wenn du magst noch Zwiebeln und/oder Oliven dem Teig zufügen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, seid ihr auch nicht die wirklichen Camper, die alle möglichen Utensilien dabei haben, oder Gruben machen um Brot zu backen, wie wir auch. (Wobei ich das gerne mal ausprobieren würde!!!) Zumal hat man ja in den Camps nicht unbedingt die Möglichkeit dazu, sondern nur einen Grill zur Verfügung.

Habe den Teig dann abends geteilt und zu kleinen Fladen gedrückt, ein Stück Alufolie ganz wenig mit etwas Öl bestrichen und die Fladen darauf gelegt. Da die Grills in SA ja meist in der Höhe verstellbar sind, habe ich die Fladen schon vor dem Braai, wenn das Holz noch richtig brannte, gebacken. Grillrost ganz nach oben, Alufolie mit Fladenbrot drauf und wenige Male wenden. Hat super funktioniert, ich war auch überrascht!

Liebe Grüße

Kathy
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
Gast26. Mai 2012 · #13
Hi,

...und wenn alles schief geht: In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot....

Tipp: Kein Roggenmehl oder welches für Brown Bread nehmen - das gelingt mit Campermöglichkeiten garantiert nicht...

Gruß
gk
Themenstarter835 Beiträge · seit 200626. Mai 2012 · #14
Hallo an alle,

nochmals vielen Dank für die tollen Ideen und Tipps.
Ich bin beim Lesen schon ganz hungerig geworden.
@Janet: Sieht sehr lecker aus....:)

Die Idee von Kathy erscheint mir angesichts unserer begrenzten Möglichkeiten wohl am einfachsten umsetzbar, ich werde aber alle anderen Varianten daheim auch mal testen und euch bei Gelegenheit eine Rückmeldung geben.

Und falls wir uns im nächsten Urlaub dann tatsächlich endlich mal zum Campen entscheiden werden, werde ich selbstverständlich auch mal Brot im Potje ausprobieren.

Noch ein schönes restliches Pfingstwochenende,
viele Grüße,
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
487 Beiträge · seit 201127. Mai 2012 · #15
Hallo Susanne,

habe es gerade gestern Abend wieder ausprobiert, funktioniert auch mit Vollkornmehl auf einem deutschen Grill 🙂 🤪

Lieber Gruß

Kathy
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
zuletzt bearbeitet 27. Mai 2012
Themenstarter835 Beiträge · seit 200628. Mai 2012 · #16
Hallo Kathy,

danke für den Selbstversuch. 😉
Ich werde heute abend zumindest ein Brötchen mal nicht auf dem Pizzastein backen, sondern auch auf Alufolie auf den Rost legen.
Schmecken Brötchen mit Backpulver eigentlich anders als die mit normalem Hefeteig?

Viele Grüße
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
461 Beiträge · seit 200828. Mai 2012 · #17
Hallo Susanne

Hefe: Beeinflusst den Geschmack des Brots im besonderen Masse = das ergibt erst richtig Brot.
Backpulver ist was für den Kuchen und geschmacksneutral.

Brot am Grill, mache ich auch zu Hause weil es einfach so toll schmeckt.
Auf Reisen nehme ich einfach eine Tüte Trockenhefe mit, den Teig kann man während der Fahrt gehen lassen.
Den Teig mache ich eher "nass" und lege ihn nur Anfangs auf die Alufolie - bis die Form stabil ist und nicht mehr durch die Stäbe quillt. Den Teig einfach mit der Hand auf die gute gemehlte Folie klatschen und flach lassen (so 1-2cm). Kurz bevor er fertig ist noch mit etwas Olivenöl einpinseln (auf Reisen etwas darübergiessen und mit Küchenpapier verteilen). Das macht ihn besonders knusprig. Alternativ kann man den Teig (oder einen Teil davon) mit Oregano mischen.

Ich esse das Brot meistens noch warm ...

Gruss
Tom

PS: Wenn Du am Abend Brot für den Morgen willst, dann einfach einen Teigrest in Alufolie wickeln (Platz lassen zum gehen, nicht zu eng) und diesen nach dem Grillen in die Glutreste legen und zudecken.
Themenstarter835 Beiträge · seit 200629. Mai 2012 · #18
Hallo Tom,

danke für Deine Antwort, Du hast meine Vermutung bestätigt.
Ich werde also normales Mehl kaufen und von daheim Trockenhefe und evt. sogar noch ein bißchen Sauerteigpulver mitnehmen.

Oregano mache ich hier auch in unsere Grillbrötchen sein. Und Du hast Recht - lauwarm schmecken sie so richtig lecker.

Nochmals vielen Dank an alle für eure tollen Ideen und Vorschläge!

Liebe Grüße,
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016