09.05.2023 Karkloof Hideout – Midlands Meander
Ein friedlicher und ja sogar sonniger Morgen bricht an. Die Nacht war kalt, im Bett aber gut auszuhalten.

Ich werfe den Bollerofen an und koche Kaffee.

Draußen ist alles nass. Die Morgensonne sorgt für dampfende Baumstämme.


Überall Vogelgezwitscher und sonst nur Ruhe! So mögen wir das.

Das Loadshedding Stage 6 mit 11 ½ Sunden abgeschalteten Strom (!!!) macht uns wenig aus, das die Solaranlage hier hervorragend funktioniert.

Nachdem Kerstin wach ist machen wir uns so langsam auf. Wir wollen im Barn Owl Cafe Frühstücken gehen. Die Morgenstimmung ist wirklich phantastisch. Dieser Schmetterling ist der erste von vielen.


Von ihnen haben wir ja nun keinerlei Ahnung, aber ich werde jetzt neben dem Vogelordner einen Schmetterlingsordner anlegen.
Common Waxbill

Black-eyed Bulbul

Fork-tailed Drongo

und direkt an der Straße entdeckt ihn Kerstin, den Long crested Eagle. Den hatten wir uns so gewünscht.


Zwei, drei Kilometer von unserer Lodgezufahrt entfernt liegt schon das Gelände des Karkloof Conservancy. Langsam fahrend beobachten wir die Felder und entdecken in großer Entfernung doch tatsächlich Kronenkraniche. Im südlichen Afrika eine Erstsichtung für uns und wir freuen uns sehr.

Etwas weiter fliegen einige Blue Cranes über die Felder. Die Gegend hier gefällt uns unglaublich gut.


Durch den gestrigen Nebel hatten wir ja keine Ahnung, wie schön ländlich es hier ist.

The Barn Owl liegt ca. 10 km von unserem Chalet entfernt. Der gestrige Tag hat aus unserem glänzenden SUV eine matschige Angelegenheit gemacht!

Das Barn Owl ist ein Volltreffer.



Das Personal extrem nett, die Sonne genau richtig warm und der Ausblick eine Augenweide.

Das können die Südafrikaner einfach!

Wir bestellen ein üppiges Frühstück und sind einfach nur happy.
Eine Buff-streaked Chat fliegt auch herum.


Als ich eine E-Mail von Europcar bekomme, sackt unsere Stimmung allerdings in den Keller.
Wir sollen unser Auto zurück nach Johannesburg bringen, es bräuchte Service. Die haben sie wohl nicht alle! Wir sind echt wütend und überlegen, was wir tun sollen. Auf gar keinen Fall werden wir zurück nach Joburg fahren. Kerstin ruft in der Vermietstation in Joburg an und erklärt, dass wir auf gar keinen Fall zurück nach Joburg fahren werden. Ok, die Angestellte muss das erst einmal intern besprechen und meldet sich. Und das dauert.

Wir fahren weiter durch die herrliche Farmlandschaft und stoppen am Restaurant Fable.

Kerstin läuft durch das geschlossen wirkende Restaurant und ich warte im Auto. Ja wo bleibt sie denn? Ich gehe auch rein und betrete den aus dem Reiseführer bekannten, richtig cool gestalteten Gastraum.

Kerstin unterhält sich mit dem Koch. Auch hier werden die Themen Loadshedding und Kriminalität direkt angesprochen (nicht von uns).

Da wir keine Nachricht von der Autovermietung haben, ruft Kerstin den Fleet Manager an. Nein, Service bräuchte der Wagen nicht...... Was haben die Kollegen in der Branch da wohl gemacht? Er will es jetzt auch wissen und gibt uns eine unfassbare Antwort. Das Auto solle zurück nach Namibia, wo es trotz südafrikanischen Kennzeichen hingehöre. Und natürlich sei das nicht unser Problem. Er ist selbst etwas fassungslos und will das mit der Branch klären. Für uns ist die Angelegenheit nach mehreren Mails und drei Telefonaten erledigt!

Wir bedanken uns, finden es echt schön hier und fahren 2 KM weiter nach Terbodore.


Auch hier ist fast nichts los.

Kerstin kauft in einer kleinen Boutique ein Schmuckstück und ich zwei Beutel recht leckeren Kaffee. Auch hier ist es total schön.

Einige Kilometer weiter gibt es auf der mondänen Ardmore Farm Keramik, die uns aber nicht zusagt.



Weiter geht es zu Piggly Wiggly.

Hier gibt es allerlei Kunsthandwerk, Lebensmittel und andere schicke Sachen.


Auch hier sind wir fast alleine.

In der Hauptsaison dürfte das krass anders aussehen. Kerstin ist ganz glücklich und sogar mir gefällt es ganz gut.

Noch ein unbekannter Schmetterling.

Und ein phantastisch ausgestatteter Weinshop.

Das nebenan liegende Highgate Wine Estate lassen wir bewusst aus, den wir wollen noch etwas relaxen.

Sehr zufrieden erreichen wir die Zufahrt des Hideout.

Sacred Ibis

Dabchick

und noch ein schöner Schmetterling.

Auf der Terrasse genießen wir den schönen Spätnachmittag und Abend. Die Küche bleibt kalt.
Dafür hilft uns der Bollerofen wieder dabei, einen schönen Abend zu verbringen. Ein sehr,sehr schöner Tag geht zu Ende.
Ich freue mich auf den morgen geplanten Besuch im Karkloof Conservancy.











































































































































