THEMA: 3 Flüsse Tour in der Regenzeit
04 Apr 2020 20:35 #585362
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Liebe Fomis,
wie so viele hier im Forum, bin auch ich zu Hause und habe nun viel Zeit zum schreiben. Nun versuche ich mich an meinem ersten kleinen Reisebericht und hoffe damit, Euch ein wenig auf andere Gedanken zu bringen. Wir, das ist mein Mann Jens und ich, waren vom 11. Februar 2020 bis 17.03,2020 unterwegs. Begleitet haben uns langjährige Freunde, die leider nur 3 Wochen mit dabei sein konnten. Gerade noch rechtzeitig sind wir beide noch regulär nach Hause gekommen. Unsere Reise führte uns das erste Mal nach Botswana, an das wir uns noch nie so richtig heran getraut haben, besser gesagt ich. Das erste Mal Namibia war für mich 1994, mein Mann kennt das südliche Afrika schon etwas länger, da er mit 11 Jahren für knapp zwei Jahre in SA in Vanderbylpark zur Schule ging. Aber vor Botswana hatte ich immer großen Respekt, warum auch immer.
Bevor es los geht, gibt´s ein Lieblingsfoto von mir…..



Unsere Route:
11.02.20 Abflug mit Qatar Airways von MUC
12.02.20 Windhoek Hilton
13.02.20 Zelda Guest Farm
14.02.20 Crocodile Camp Maun
15.02.20 Drifters Camp Maun
16.02.20 Nxai Pan
17.02.20 Planet Baobab
18.02.20 Senyati Camp
19.02.20 Senyati Camp
20.02.20 Chobe Safari Lodge
21.02.20 Zambesi Mubala Camp
22.02.20 Zambesi Mubala Camp
23.02.20 Namushasha Campsite
24.02.20 Ndhovu Lodge
25.02,20 Maori Campsite
26.02.20 Halali Etosha
27.02.20 Onguma Tamboti Campsite
28.02.20 Urban Camp Windhoek
Vom 29.02.20 bis 08.03.20 waren wir in Swakopmund, wo wir unter anderem einen fantastischen Ausflug nach Sandwich Harbour hatten. Dazu aber später mehr….
08.03.20 Abflug nach Kapstadt
09.03.20 Simonstown
10.03.20 Paternoster
11.02.20 Paternoster
12.02.20 Franschhoek
13.02.20 Franschhoek
14.03 – 16.03.20 bei Familie in Somerset West

Zum Thema Auto…. Da wir immer im Namibischen Sommer unterwegs sind und es auch mal etwas länger und heftiger regnen kann, haben wir lange überlegt, welches Auto wir nehmen. Nach sehr langen Überlegungen haben wir uns für den Navi Camper 4x4 von Britz entschieden. Im Großen und Ganzen war das Auto nicht schlecht, der Wagen hatte gerade mal gut 48 000km runter und lief die ganze Strecke sehr gut. Nur mit dem kompletten Aufbau, in der Regenzeit, waren wir nicht ganz so zufrieden. Aber dazu auch später mehr….

Unsere kompletten Übernachtungen haben wir von Click & Travel aus Swakopmund buchen lassen und wir waren super zufrieden. Toller Email Kontakt mit Birgit, die jeden Wunsch möglich machte. Auch unsere Unterlagen, in einem wunderbaren Lederetui verstaut, dazu noch so viele zusätzliche Beschreibungen der Unterkünfte, Umgebung, Aktivitäten, GPS Koordinaten usw. Toll!

Pünktlich ging´s in München los Richtung Doha. Qatar Airways war sehr gut und der Flughafen in Doha sehr übersichtlich. In Windhoek gab es die erste Überraschung, denn Namibia war schon auf den Corona Virus vorbereitet. Wir mussten ein Formular ausfüllen und Fieber wurde auch gemessen. Was uns verwundert hat, dass schon so viele Mitarbeiter des Flughafens Mundschutz trugen.

Die Einreise war unspektakulär, erst Geld vom Automaten ziehen, dann die MTC Karte kaufen und aktivieren und dann bei Britz Bescheid geben, dass wir da sind. Ein Fahrer holte uns und nach dem ganzen Papierkram wurden uns die Autos vorgeführt. Auf unserem Auto waren sogar 4 komplett neue Reifen und auch sonst machte das Auto einen guten Eindruck. Die erste Nacht verbrachten wir im Hilton Hotel in Windhoek und auf der Dachterrasse ließen wir den ersten Abend gemütlich ausklingen. Mit tollem Sonnenuntergang und der besten Pizza der gesamten Reise. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet ging´s in den Maerua Superspar, wo wir auch gleich eine gute Stunde verbrachten. Anschließend noch zur Klein Windhoek Schlachterei, um für die erste Nacht, die wir ja noch in Namibia verbrachten, leckeres Fleisch zu haben. Dann ging es endlich los Richtung Osten zur Zelda Guest Farm. Die Landschaft war schon sehr grün und das Gras stand üppig am Wegesrand. Die Zelda Campsite ist sauber und zweckmäßig und liegt schön unter großen Bäumen. Aber schon dort merkten wir, dass die Stromversorgung bei unserem Camper nicht so recht funktionierte. Es wurde viel ausprobiert, aber wir konnten während der Fahrt nicht unsere elektronischen Geräte aufladen. Blöd, wenn es in den Jahren zuvor immer hervorragend geklappt hat. Am Abend wurde das leckere Fleisch gegrillt, dazu gab´s Tomate mit Mozzarella. Und auch endlich wieder Savanna.
Gleich nach dem Frühstück war Aufbruchsstimmung und nur gut 20 Kilometer entfernt, um 9 Uhr waren wir an der Grenze zu Botswana. Es war wenig los und so hatte auch der Grenzbeamte viel Zeit, bei uns Fieber zu messen und das Formular auszufüllen. Dann Passport check und anschließend wechselte noch das Einreisegeld den Besitzer. Dann hieß es eine lange Fahrstrecke zu bewältigen, was wir aber mit Absicht so gewählt hatten, denn wir wollten ja früh an der Grenze sein. Die Fahrt war recht eintönig, aber auch dort musste es gut geregnet haben, denn die Bäume und das Gras waren üppig und grün.




Für Maun hatten wir keine Campsite, sondern einen wunderbares Häuschen im Crocodile Camp. Das Camp liegt am Ufer des Thamalakane River, der aber kein Wasser führte. Die Anlage ist sehr schön und gepflegt und am Abend hatten wir ein tolles Valentines Day Dinner. Sollte uns der Weg mal wieder nach Maun führen, würden wir sofort wieder in das Crocodile Camp gehen. Mein Mann konnte es gar nicht fassen, wie Maun sich gemacht hat. Er kannte die Stadt noch von 1980 und da war es nicht mehr als eine Ansammlung kleiner Hütten.

Am Vormittag des nächsten Tages wurde wieder mal eingekauft. Den Beef Boys wurde ein Besuch abgestattet und auch Obst und Gemüse wurden im Spar eingekauft. Anschließend fuhren wir zu Hillarys für eine Kleinigkeit zum Lunch. Nur hatten wir nicht auf unserem Schirm, dass es Samstagmittag ist und Hillary um 12 Uhr schließt. Doch wir hatten Glück und wir konnten noch die selbstgemachte Limonade und Toast´s von Hillary kosten. Einfach nur himmlisch. Man kann es nur jeden empfehlen, dort einen Stop einzulegen. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Flughafen um zu sehen, ob wir für den Nachmittag noch einen Rundflug über das Delta zu ergattern war. Das Glück war auf unserer Seite und bei Major Blue Air waren noch Plätze frei. Bis dahin war ich mir persönlich noch gar nicht sicher, ob ich überhaupt mit hoch in die Luft wollte. Aber alles ging so schnell und bis ich geschaut habe, war mein Platz mit gebucht. Wie bei einem ganz normalen Flug auch, wurde der Reisepass benötigt und auch die Sicherheitskontrolle wurde am Airport sehr genau genommen. Mit uns in dem kleinem Flugzeug war noch ein Franzose, der neben dem Piloten saß und noch zwei Frauen, die aber nicht viel sagten. Es war ein MEGA schönes Erlebnis, dass ich im Nachhinein nicht mehr missen möchte. Die Sonne tauchte die Erde unter uns in spektakuläre Farben und der Pilot bemühte sich sehr, jeden Passagier tolle Fotomotive zu präsentieren. Aber seht selbst….
















Nach gut einer Stunde, in dem wir sehr ergriffen waren von dieser Landschaft und den Tieren setze der Pilot unsere kleine Maschine wieder sanft in Maun auf. Aufgedreht ging ich zu unserem Auto, denn so eine Achterbahnfahrt hatte ich noch nie mitgemacht. Weiter ging es noch Richtung Osten, ca. 30 Kilometer und bevor es dunkel wurde, erreichten wir das Drifters Camp. Es liegt am Ufer des Boteti River, der aber auch fast kein Wasser führte. Nur ein paar Pfützen wo Rinder und Pelikane waren. Das haben wir aber erst am anderen Tag gesehen, als es hell wurde. Unser Platz war auch unter sehr großen Bäumen gelegen und als wir ankamen, war gerade ein Gospel Chor lautstark am singen. Später stellte sich heraus, es sind Pastoren mit ihren Ehefrauen, die zu einer Art Tagung dort zusammen gekommen waren. Wir versuchten wieder unser Auto an das Stromnetz anzuschließen und bei dem ersten Versuch legten wir das Camp gleich in völlige Dunkelheit. Sehr peinlich…. Da wir spät dran waren, und wir immer noch aufgedreht waren und niemand Hunger hatte, ließen wir das Abendessen ausfallen, stellten nur noch unsere Stühle um das Feuer und lauschten mit Bier und Savanna dem Gospelchor der so schön sang.
Am anderen Morgen sangen dann wir, denn mein Mann hatte Geburtstag, aber bei weitem nicht so schön, wie der Chor am Abend zuvor. Nach dem Frühstück sind wir aufgebrochen in die Nxai Pan, aber zuvor wurde noch ein nettes schwätzchen mit diesen überaus sympathischen Leuten gesprochen.







Nach einigen Kilometern der Veterinärzaun, den wir, besser gesagt ich, total übersehen hatten. Im Kühlschrank unserer Freunde war das Fleisch der Beef Boys, dass wir ja heute Abend in der Nxai Pan grillen wollten. Der Beamte erklärte uns, dass wir Obst, Gemüse, Milchprodukte und helles Fleisch mitnehmen dürften, aber kein rotes Fleisch. Vor lauter Enttäuschung sind mir die Gesichtszüge entglitten und ich stammelte noch, dass es doch der Geburtstag meines Mannes ist und wir auf der Strecke bis zur Nxai ja keine Möglichkeit mehr hätten einzukaufen. Der Beamte schaute sich um, legte den Zeigefinger auf die Lippen und murmelte dass wir uns sofort vom Acker machen sollten. Wir konnten unser Glück kaum fassen, sind noch schnell durch das Desinfektionsbad und dann schnell abgedüst. Im Grunde war es ja mein Fehler, da ich ja die ganze Reise geplant habe und die anderen sich auf mich verlassen hatten. Aber diesen Vet. Zaun hatte ich einfach übersehen....
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06 Apr 2020 13:19 #585524
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schubs..............
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06 Apr 2020 19:28 #585566
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Am Eingangstor der Nxai Pan wurde erst mal Luft aus den Reifen gelassen. Nachdem die Formalitäten am Eingang erledigt waren ging´s los auf einer sehr sandigen Pad Richtung Baines Baobab. Unser Hillux schaffte die sehr sandigen Passagen ganz locker, nur durch diesen etwas höheren Aufbau bekam der Wagen oft eine sehr große Schieflage wobei ich sehr oft die Augen zu gemacht habe und dachte, wir kippen um. :unsure: Bei den Baobabs war schon ein Wagen da und anschließend kamen noch ein paar Besucher.



Eine kleine Herde Oryxe durchquerten eine der kleineren Salzpfannen und wir genossen so richtig dieses friedliche Bild.



Zurück ging es wieder die gleiche Strecke bis zum Abzweig South Camp. Kurz bevor wir das Camp erreichten, gab es einen Road Block von Elefanten. Da an den Seiten das Gebüsch etwas höher war konnte man schlecht sehen, wo sich die Elefanten aufhielten. Mit Herzklopfen fuhren wir vorsichtig weiter…



Im Camp hatten wir die Campsite Nr. 3. Nach gründlichen inspizieren der Campsite und diskutieren haben wir uns entschlossen, uns hintereinander hinzustellen.



Im Auto unserer Freunde war eine Glasflasche kaputt gegangen und so wurde erst einmal mit viel Klopapier die Sauerei weggemacht. Zwischenzeitlich wurde der Geburtstagskuchen ( von Spar, Biskuitrolle mit Marmelade – lecker ) aufgetischt. Plötzlich rief mein Mann, dort hinten kommt ein Elefant durch das Camp. Tatsächlich tauchte auf Campsite Nr. 5, durch das Gebüsch ein Elefant auf. Keine zwei Meter neben dem Bodenzelt unserer Nachbarn vorbei, die aber gerade auf einem Gamedrive waren. Wir schnappten uns alle unser technisches Equipment nur meine Freundin blieb ganz entspannt sitzen und als er näher kam, stand sie ganz ruhig auf und entfernte sich. Gebannt verfolgten wir, wie er immer wieder stehen blieb und sich umsah und auch an einigen Bäumen zupfte.










Er schlenderte weiter ruhig durch das Camp, genau auf uns zu und direkt hinter unserem letzen Auto marschierte er auf seinem ausgetretenen Weg Richtung Wasserloch, das nicht weit entfernt war. Dort konnten wir ihn noch eine Weile bobachten, bevor er weiter zog.





Noch ganz aufgewühlt, wurde dieses Erlebnis von uns noch lange durchdiskutiert, als unsere Nachbarn von ihrem Drive zurück kamen. Meine Freundin und ich sind zu ihnen rüber und schlugen ihnen vor, doch ihr Zelt etwas weiter nach hinten zu rücken. Ganz nette junge Polen, schauten uns verwundert an, und als ich ihnen dann die Bilder auf meinem Handy zeigte wie der Elefant keine zwei Meter neben ihren Zelt vorbei schlenderte, bekamen sie große Augen und bauten anschließend ihr kleines Bodenzelt ab und weiter hinten wieder auf. Unsere Männer hatten in der Zeit ein schönes Feuer entzündet und schon das Abendessen vorbereitet. Es gab leckere Rindersteaks mit Kartoffeln, Butter und Salz. Die Kartoffeln wurden im Camper auf dem Gaskocher gekocht, da der Gaskocher an der Außenwand unseres Wagens nicht richtig funktionierte und die Gasflasche am Camper unserer Freunde schon leer war. Wind kam auf und Richtung Süden blitze es gewaltig aber wir blieben von dem Unwetter verschont. Welch ein toller Ort, um abends mit einem Glas Wein zu sitzen und den Geräuschen der Nacht zu lauschen.

Bei einem leckeren Frühstück am nächsten morgen widerholte sich das Spiel- nein, kein Elefant, dafür ein Rudel Wild Dogs die aus der gleichen Richtung kamen wie der Elefant am Vortag. Es ging alles so schnell, aber nur gut, dass die Kameras immer griffbereit auf dem Beifahrersitz liegen.
Vorsichtig und ohne Hast liefen die 7 – 8 Tiere wieder erst bei unseren Nachbarn vorbei, die übrigens genauso überrascht waren wie wir, und dann ohne Scheu bei uns an der Campsite durch. Es war ein sehr ergreifender Moment, diese Tiere so nach zu sehen, da sie doch eine vom Aussterben bedrohte Art ist.











Nach dem Frühstück sind wir noch ein paar Wasserstellen abgefahren, leider ohne eine Katzensichtung. Aufgefallen sind uns viele Zebras mit ihrem Nachwuchs die herzallerliebst anzusehen waren. An der ersten Wasserstelle ein toter Elefant an dem schon einige Aasfresser und ein Schakal herum zupften.







Wir machten uns auf den Rückweg, aber wir nutzten die Seitenpad, die uns persönlich weitaus besser gefallen hat, als die Hauptstrecke am Vortag.



Am Gate wurde wieder Luft in die Reifen gepumpt und wir hatten schon Angst nass zu werden, denn von Norden wurden die Wolken immer dunkler. Auf dem Weg zum Planet Baobab wiederholte sich das Spiel, wir fuhren direkt in einen Wolkenbruch der gut 10 Minuten anhielt.





Im Planet Baobab hatten wir Glück, dass es trocken war und wir so in Ruhe unsere Autos abstellen konnten und uns einrichten konnten. Es war drückend heiß und so wurde der Nachmittag am Pool verbracht.





Spätnachmittags wurde wie immer der Grill angeheizt, doch dieses Mal wollte es uns nicht gelingen, ein Feuer zu entfachen. Das Holz, das wir am Parkeingang der Nxai Pan gekauft hatten, war so hart das es nicht brannte. Das ist uns auch noch nicht passiert. Unser Freund hatte aber noch die rettende Idee, eine Rolle Klopapier mit Sonnenblumenöl zu tränken und dieser Trick funktionierte – das Feuer brannte! Leckeres Game mit Kartoffelsalat und Gemüse war dann das Ergebnis. Den Abend ließen wir an der coolen Bar des Planet Baobab ausklingen, wo wir leckere Cocktails schlürften. :kiss:
Letzte Änderung: 06 Apr 2020 19:33 von PeWa.
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06 Apr 2020 19:43 #585568
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Hallo, PeWa,
also Ihr traut Euch was :silly: :laugh: :laugh:
und so wurde erst einmal mit viel Klopapier die Sauerei weggemacht.
Unser Freund hatte aber noch die rettende Idee, eine Rolle Klopapier mit Sonnenblumenöl zu tränken und dieser Trick funktionierte

Schön, daß Du weiter berichtest!
Grüße
Friederike
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06 Apr 2020 20:22 #585576
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Hallo Friederike,

ja, einfach das Klopapier zum säubern des Autos verschwenden :laugh:

Liebe Grüße
Petra
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07 Apr 2020 18:50 #585657
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Ein etwas längerer Fahrtag mit ca.380 Kilometern lag vor uns. Die Fahrt ging vom Planet Baobab erst Richtung Osten bis Nata und dann hoch auf der A33 nach Kasane. Die Straße nach Nata war gut zu fahren, aber ca. 20 Kilometer vor Nata war die Pad in so einem erbärmlichen Zustand, dass wir höllisch aufpassen mussten, nicht in einem Schlagloch zu verschwinden. Aber nur dieser kurze Streckenabschnitt verlangte vollste Konzentration, die Straßen sind ansonsten sehr gut ausgebaut. Zwischen Pandamatenga und Kasane sahen wir den ersten Elefanten, der friedlich grasend am Straßenrand stand und den Autos keine Beachtung schenkte. Unglaublich wenn man bedenkt, wie viel Verkehr, insbesondere LKWs, hier lang fahren und Elefanten am Straßenrand sind.



Unsere Freunde fuhren vor uns und kurz vor dem Abzweig zu Senyati bemerkten wir, dass ihre hintere Tür aufgegangen war. Schnell über Funk Bescheid gegeben damit wir alle anhalten und die Tür wieder schließen konnten. Was aber nicht so einfach war, weil das Schloss kaputt war :S In unserem Reise Fundus befindet sich auch immer ein Tape und mit eben diesem wurde notdürftig die Tür zugeklebt.
Im Camp machten sich die Männer erst einmal daran das Schloss zu reparieren und wir erkundeten neugierig die schöne Wasserstelle. Fasziniert beobachteten wir, wie Elefanten diese Wasserstelle aufsuchten, wo in der Mitte eine Frischwasserquelle sprudelt. Ein sehr heißbegehrtes Objekt für die Dickhäuter, die auch schon mal darum etwas heftiger rangelten. Das Wetter war in der Zwischenzeit von Sonne auf Wolken gewechselt. Dicke dunkle Wolken Richtung Osten, die jeden Moment ihre Schleusen öffnen konnten. Ein unvergessliches Farbenspiel… B)















Das Abendessen wurde vorbereitet, und wie immer gegrillt. Frischer Gurkensalat wurde zubereitet, und Reste des Kartoffelsalates mit Rindersteaks und sehr scharf eingelegten Sousatis der Beef Boys. Was ich schon immer einmal ausprobieren wollte beim Campen, ist Brot backen. Im Forum habe ich viel darüber gelesen und so wurde an diesem Tag ein Hefeteig angerührt, und als er sich schön verdoppelt hat ein runder Leib geformt, in einem Kochtopf- ausgelegt mit Kugeln aus Alufolie- gelegt und nach dem Fleisch grillen in die nicht mehr so heiße Glut gelegt. Na ja, das Ergebnis war eher deprimierend… der Leib war auf der Unterseite steinhart und seeeehr dunkel, die Mitte klebrig und die Oberseite sah von außen noch am besten aus. :unsure: Da muss noch viel geübt werden… Kennt jemand Tipps, wie man am besten Brot in der Glut backt?

Hocherfreut stellten wir in der Zwischenzeit fest dass sich an der Wasserstelle einiges tat. Eine große Herde Büffel zog laut stampfend vorbei, wobei sich die Elefanten aber nicht stören liesen. Gefesselt von diesem Schauspiel gingen wir dann doch endlich zu Bett, denn am anderen Morgen hieß es früh aufstehen. Unser Tagesausflug zu den Victoriafällen war geplant.

Pünktlich um 7.00 Uhr war unserer Fahrer von Puku Safaris da und holte uns ab. Gebucht haben wir den Trip zusammen mit den Übernachtungen bei Click & Travel schon von zu Hause. Über Nebenstrecken mit teilweise tiefem Sand sind wir an die Grenze gefahren. Dort ging es erst einmal zur Ausreise und anschließend zu den Grenzbeamten Simbabwes. Wie uns von allen Seiten geraten wurde, haben wir die Gebühren in US Dollar in kleinen Banknoten mit dabei gehabt. Nur der Beamte verlangte Pula und keine US Dollar. Erstaunt, aber ohne ein Wort zahlten wir und weiter ging es die 60 Kilometer Richtung Vic- Falls. Gleich nach der Grenze posierte Herr Pavian wie ein Showstar auf diesem Schild. :woohoo:



Angekommen fuhren wir als erstes in das Look Out Cafe mit diesem spektakulären Ausblick auf die Brücke.



Weiter ging es, wo die Helikopter starten- wobei keiner von uns so recht Lust hatte in einen Hubschrauber zu steigen. Wir wollten nur die Fälle endlich sehen. Am Ausgangspunkt stiegen wir aus und unser Fahrer erklärte uns, dass er in der Zwischenzeit bei seinem Freund Joseph, der mit seiner Schwester am Parkplatz Souvenirs verkauft, auf uns warten würde. Der Tipp unseres Fahrers, den Rundgang auf der linken Seite zu starten, war goldrichtig. Der Weg führte uns als erstes zu der Statue von Livingstone und das donnern und brausen des Wasserfalls wurde immer lauter. Diese gewaltigen Wassermassen, die sich dort in die Tiefe stürzen, sind gigantisch. Es wurde immer feuchter uns so schlüpften wir schnell in unsere Regencapes. Unsere Kameras wurden vorsichtshalber auch noch mit Müllbeuteln, die wir von zu Hause mitgebracht hatten, gut eingepackt. Es waren doch einige Menschen unterwegs, vor allem Asiaten, die es einem nicht immer einfach machten, zu fotografieren.















Trotz unserer Regencapes waren wir gut durchnässt als wir nach Abschluss unseres Rundweges in das Rainforest Cafe einbogen. Da wir noch gut US Dollar übrig hatten- Dank der Grenzbeamten - haben wir uns leckeren Lunch bestellt. Als mein Cappuccino kam und ich einen Moment abgelenkt war, schwupps – klaute ein Äffchen meinen Zucker. Die Angestellten fanden es nicht so lustig, aber wir mussten nach dem ersten schrecken noch lange darüber lachen. Am Parkplatz bei Joseph wartete unser Fahrer ( den Namen konnten wir uns leider nicht merken ) und die restlichen US Dollar wurden dort in Souvenirs investiert. Im Camp grillten wir unser letztes Fleisch aus Maun, und machten uns dazu einen leckeren Salat aus Kichererbsen, Mozzarella, Gurke und Tomaten. Den Abend verbrachten wir natürlich wieder an der Wasserstelle, wo aber an diesem Abend nicht viel los war. Nur ein paar lebenslustige Zebras sah man in der Ferne. :P



Am anderen Morgen war unser erster Weg wieder an die Wasserstelle wo aber nur in weiter Ferne ein paar Affen rumturnten.



Unser Weg führte uns heute an die Chobe River Front….
Letzte Änderung: 07 Apr 2020 18:52 von PeWa.
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