Im Mai 2023 brechen wir nach etlichen Jahren endlich einmal wieder in Richtung Kwa Zulu Natal auf. Eigentlich war die Reise für 2020 geplant, aber das konnte ja aus bekannten Gründen nicht funktionieren. Leicht abgeändert kombinierten wir nun bekannte Plätze mit einigen unbekannten. Die wesentlichste Änderung war, dass wir uns leider nicht wie ursprünglich geplant mit Maddy im Ndumo treffen konnten. Dafür durften wir sie und Colin zu Hause zum Lunch besuchen und das war ganz sicher eines der Urlaubshighlights. Wenn auch leider viel zu kurz! Wie immer hat uns das Forum natürlich sehr weiter geholfen. Und ganz maßgeblich möchten wir uns hier bei Maddy bedanken, die auf Grund ihrer vor Ortskenntnisse, maßgeblich für die Reisezeit und einiges andere verantwortlich ist! Auch der liebe Graskop hat uns bei unserer Routenführung bestärkt. Aber auch die Berichte von Chrissie und Strelitzie und noch einige mehr. Tja, die Reisezeit! Den Mai wählten wir, weil es dann an der tropischen Ostküste nicht so heiß und schwül ist. Das mögen wir nämlich nicht so sehr! Die Reisezeit hatte Vor- und Nachteile, die wir im Wesentlichen vorher schon kannten. Kurze Tage (um 17:30 war es dunkel) und Nachts teilweise sehr frische Temperaturen. Hin und wieder einmal etwas Regen. Die Einheimischen sagten öfters zu uns „you are travelling during a good season“, während Fomis fragten „warum fahrt ihr denn im Mai?“.
Die Reise sollte auch einen Schwerpunkt auf Birding legen, ohne dass wir nur nach Vögeln suchten. Ich habe nun fast alle Vögel bestimmt und bin bei über 40 neuen Spezies. Das hätte ich niemals erwartet! Insgesamt darf ich einen Bericht über eine tolle Reise schreiben! Die Themen Loadshedding, Verkehr und Kriminalität begleiteten uns (Kriminalität Gott sei Dank nur in der Theorie) genauso, wie die unglaubliche Vielfalt dieses Reiselandes. Ohne diese Probleme wäre Südafrika auch zukünftig unser Reiseland Nr. 1! Kerstin hat mal wieder phantastische Unterkünfte ausgewählt. Unsere Route 05.05.2023 Flug mit Lufthansa Frankfurt Johannesburg 06.05.2023 Mietwagenübernahme Europcar (gebucht Fortuner/erhalten Kia Sorrento) und Fahrt ins Clarens House 07.05.2023 Clarens House – Kurztour zum Golden Gate und Shopping 08.05.2023 Karkloof Hideout 09.05.2023 Karkloof Hideout 10.05.2023 Karkloof Hideout 11.05.2023 Giants Cup Duckbay Lodge 12.05.2023 Giants Cup Duckbay Lodge - Phantastische Tagestour mit Birdguide Montli auf den Sani Pass 13.05.2023 Giants Cup Duckbay Lodge 14.05.2023 Oribi Gorge The Gorge 15.05.2023 Oribi Gorge The Gorge – Lake Eland Game Reserve 16.05.2023 St. Lucia The Sandpiper – Am Morgen Tour durch die Oribi Gorge 17.05.2023 St. Lucia The Sandpiper – Ganztagestour Birding mit Temba 18.05.2023 St. Lucia The Sandpiper 19.05.2023 Hluhluwe Nselweni View Tent Nr. 10 20.05.2023 Hluhluwe Nselweni View Tent Nr. 10 21.05.2023 Hluhluwe Nselweni View Tent Nr. 10 22.05.2023 Mkhuze Mantuma Safari Tent 23.05.2023 Mkhuze Mantuma Safari Tent 24.05.2023 Kosi Forest Lodge 25.05.2023 Kosi Forest Lodge - Kanutour 26.05.2023 Kosi Forest Lodge – Bootsfahrt auf den Seen und Fahrt zum Mouth 27.05.2023 Wakkerstrom De Koetzenhof 28.05.2023 Rückflug mit Lufthansa von Johannesburg nach Frankfurt Einige Teaserbilder müssen natürlich auch sein und dann geht es laaangsam los.
Viele Grüße, ich freue mich schon sehr aufs Schreiben Casimodo
Teil 222. Juni 2023
05.05.2023 Flug Frankfurt Johannesburg und Mietwagenübernahme / Fahrt nach Clarens
Mit etwas gemischten Gefühlen geht es per Shuttle Service zum nahen Frankfurter Flughafen. Gemischte Gefühle deshalb, weil uns die Negativberichte aus unserem geliebten Südafrika im Hinterkopf stecken und wir uns in diesem Urlaub selbst auf den Prüfstand stellen wollen. Die Frage ist „wie sehr Reisen diese sehr subjektiven Gedanken in unseren Köpfen mit?“. Am Flughafen läuft alles wie am Schnürchen. In Terminal 2 hat sogar ein Restaurant offen 😣
Wir treffen ohne jegliche Ausnahme auf nette Menschen, was in FRA nicht selbstverständlich ist. Sogar die Bundespolizisten bei der Passkontrolle sind gesprächig und wir unterhalten uns nett. Albert Einstein ist auch gut gelaunt 😉
Die gewohnte 747-8 scheint nicht sehr voll zu sein.
Wir beziehen die vorletzte Zweierreihe hinten und begrüßen gutgelaunt einen der Flugbegleiter. Auf mein Frage ob der Flieger voll sei, antwortet der nette Mensch nach kurzem Blick auf sein IPad: „am besten sie setzen sich gleich eine Reihe nach vorne, die ist leer. Woooow ! Wir sind sehr dankbar und kommen mit dem LH-Mitarbeiter ins Gespräch. Er meint, unsere gute Laune sei für die nette Behandlung verantwortlich. Und so verläuft der Flug ob des bequemen Platzes und des unglaublich netten Flugbegleiters sehr angenehm.
In Joburg kommen wir erneut mit einer ganz jungen und aufgeräumten Reisenden ins Gespräch, die ein mehrwöchiges Praktikum auf einer Wildtierauffangstation in der Nähe von Bloemfontein machen wird. Das Mädel ist wirklich Klasse und wir nehmen sie mit durch den Zoll und zum Vodacom Shop. Nach Kofferübernahme kaufen wir zwei Flaschen Wein und zeigen dem Girl den Weg zum Domestic-Abflug. Zum Abschied drücken wir uns und wünschen Ihr eine erlebnisreiche Zeit! Bei Europcar bekommen wir anstatt des erhofften Fortuners einen Kia Sorento. Er ist ziemlich neu und das mondänste fahrende Wohnzimmer, das wir bisher hatten. Er hat um die 200 PS unter der Haube und hat permanenten Allradantrieb. Apple Car Play ist schnell installiert und mit Hilfe der Waze App und des parallel laufenden Tracks für Africa auf dem Garmin starten wir mit Kaffee und Muffins bewaffnet zu unsere Fahrt nach Clarens. Bis die GPS Verbindung steht, haben wir sofort die Falsche Abfahrt erwischt.
Also einmal drehen und dann geht es los. Nach einem kurzen Stau läuft es wie geschmiert. Im Hinterkopf stecken die Berichte aus dem „Sicherheit in Südafrika“ thread. Auf der einen Seite sind solche Berichte über Highjackings eine Warnung vor Unvorsicht, auf der anderen Seite verunsichern sie einen auch wieder.
Bei Villiers verlassen wir die N2 und haben die Berichte über dort geschehene Highjackings präsent im Hinterkopf. Die Strecke kennen wir ja. Sie ist sehr ländlich, in gutem Zustand und Dank der Waze App hören wir immer mal wieder: „Watch oooooout, Poooothoole ahead!“. Das funktioniert richtig gut. Als ich dann doch irgendwann müde werde und wir für einen Fahrerwechsel anhalten, sitzt direkt vor mir im Gras ein total hübscher Vogel. Hektisch wird das Tele herausgeholt und das erste Urlaubsbild dokumentiert die erste Erstsichtung, eine Cape Longclaw, über die ich sehr happy bin.
Leider hat das herausgesuchte Cafe in Reitz zu und so fahren wir doch durch nach Clarens.
Zwischendurch regnet es auch einmal.
Vor Clarens wechselt das weite Farmland in eine mehr hügelige Gegend, die herbstlich sonnig sehr einladend aussieht.
Im Gras erwischen wir einen Levaillant’s Cisticola (glaube ich).
In allerbester Laune freuen wir uns auf die erste Etappe unserer Reise. Voller Vorfreude erreichen wir gegen 15:00 Uhr Clarens.
Teil 325. Juni 2023
06.05.2023 Clarens - Nach der Ankunft
Voller Vorfreude frischen wir nach der Linksabbiegung in den Ort unsere Clarens- Erinnerungen auf. Eigentlich ist alles so wie vor 10 Jahren. Die Straße könnte vielleicht mal ein Update gebrauchen, wir finden es aber nicht so schlimm, wie im 4x4 Forum beschrieben. Dieses Mal haben wir uns gegen einen dritten Besuch im Castle in Clarens entschieden. Wir wollten nicht ganz so einsam draußen sein und näher am kleinen, schnuckeligen Ort dran. Und so hat Kerstin das Ferienhaus „Clarens House“ ausgesucht.
Es liegt um die Ecke des Zentrums genau gegenüber der verschlafenen Polizeistation des Ortes. Die Schlüssel liegen wie vereinbart in einer Keybox und wir betreten…….. ein Wohnparadies.
Aus dem Wohnzimmer mit Panoramafenster einen super Blick in die Berge und innen komplett wie in Schöner Wohnen eingerichtet.
Die Küche super ausgestattet und sogar mit Waschmaschine.
Offener Kamin plus Bollerofen. Und Nachts werden wir den Ofen benötigen. Wir arrangieren schnell unsere Sachen. Die Escom App zeigt ein baldiges Loadshedding an.
Und so gehen wir um die Ecke in den Ort und landen in einem extrem netten Cafe mit kleinem Shop. Die Courtyard Bakery können wir zu 100% weiterempfehlen! Die Bedienung ist total nett. Wir bestellen ganz kurz vor 4 einen Cappu und Cheesecake.
Der Angestellte meint, er versuche es vor dem Stromausfall. Und direkt nachdem der zweite Cappu fertig ist, fällt der Strom aus. Wir lachen und setzen uns auf die Terrasse, wo wir mit einer netten Südafrikanerin aus Joburg ins Gespräch kommen. Sie wundert sich, dass wir trotz Loadshedding und Kriminalität nach Südafrika reisen. Diese Art von Gespräch sollten wir im Laufe des Urlaubes noch öfters führen.
Gerade jetzt sind wir ziemlich happy und gar nicht mal so müde. Das Wetter ist durchwachsen und morgen soll es eher noch schlechter werden. Egal! Weiter geht es durch einige Shops. Immer wieder benötigen wir die Taschenlampenapp. Den Ginshop wollen wir morgen nochmal für ein Tasting besuchen. Das sollte aber nicht klappen.
Und so landen wir in der Brewery und gönnen und bei plötzlich einsetzendem Starkregen ein Tasting. Das ist ganz OK.
Nun kehren wir zurück ins Clarens House und betreiben etwa Augenpflege. Hier sind wir zum richtigen Moment am richtigen Ort! Für das Dinner ist das Clementines gebucht. Das liegt nur 500 Meter weiter.
Es regnet und seit 17:30 Uhr ist es stockdunkel. Im Restaurant bekommen wir einen schönen Platz direkt am Kaminofen. Die Hauskatze hat die Pole-Position.
Unsere Mahlzeiten sind bodenständig. Mein Lamb Shank ist sogar ausgezeichnet und Kerstin sagt gerade zu mir“ mein Steak war sogar sehr gut“!
Nun sind wir so richtig angekommen. Mit dem Auto erreichen wir unser Ferienhaus und schmeißen noch einmal den Bollerofen an. Richtig frisch ist es inzwischen und die Wärme des Ofens umschmeichelt unsere Beine. Bald übermannt uns die Müdigkeit und das extrem bequeme Bett bringt uns eine entspannte Nacht ! Südafrika, wir freuen uns sehr auf dich!
Teil 426. Juni 2023
07.05.2023 Clarens House Bummeln in Clarens und Kurztour in den Golden Gate
Wir schlafen erst einmal aus, denn der heutige Tag soll sehr verregnet sein. Wie immer bin ich vor Kerstin wach und mache schon einmal Kaffee.
Wieder wird mir bewusst, wie toll dieses Haus ist. Es ist total ruhig und einfach sauschön eingerichtet. Auch die Küchenutensilien sind erste Sahne. Wegen des Gasherdes ist Loadshedding für den Kaffee nicht so wichtig.
Wir gammeln etwas herum und gehen dann um die Ecke zum Frühstück. Nachdem es gestern so schön war, gehen wir direkt zum Courtyard Cafe.
Das ist vielleicht 500 Meter weg. Auch heute bekommen wir gerade noch vor dem Loadshedding unseren Kaffee. Dieses Mal allerdings zeitlich extra abgepasst. Die Escom App zeigt Stage 5 oder 6 (?), was um die 10 Stunden ohne Strom bedeutet. Wir sind darauf eingerichtet, aber die Einheimischen trifft das schon extrem hart. Wir genießen ein herrliches Frühstück und wollen ob des schlechten Wetters heute einfach hier ankommen, etwas bummeln und falls es eine Regenpause gibt, kurz in den nahen Golden Gate fahren.
Das Frühstück ist hervorragend, das Personal extrem nett und im Shop hat es allerhand Pasteten, die auch schnell abverkauft werden.
Kerstin hat die Idee, dass wir uns einfach welche mitnehmen und in der Mikro am Abend warm machen. Gesagt, getan. Dann geht es zu einer ausgiebigen Shoppingtour durch die zahlreichen individuellen Läden in Clarens.
Es ist einfach ein sehr netter Ort, in dem mir Shopping sogar auch Spaß macht.
Teilweise müssen wir mit der Taschenlampe leuchten, denn es ist ja Loadshedding. Die Ladenbesitzer entschuldigen sich deswegen fast alle bei uns. Aber wir wissen ja alle. Africa is not for Sissies.
Einige Kleinigkeiten wechseln den Besitzer. Unter anderem auch ein Kapuzenpulli, der Kerstin noch gute Dienste leisten wird.
Trotz des schlechten Wetters ist unsere Laune ziemlich gut! Nach einem Besuch im Käse- und Wurstladen geht’s zurück in unser schönes Heim.
Auf dem Nachbargrundstück ist eine Vogel-Futterstelle. Trotz schlechtem Lichtes sichten wir einige Piepmätze.
Cape Weaver
Fiscal ShrikeFiscal Flycatcher Danke Maddy und Fotomatte 😣
Southern Grey-headed Sparrow
Karoo Thrush
Red Bishop, der gerade gar nicht red ist.
Red-billed Quelea
Laughing Dove
Wir gammeln auf der bequemen Ledercouch herum und genießen mit einer Decke die herrliche Aussicht und die Ruhe!
Die ist dann jäh vorbei. In einem absoluten Schockmoment kommt der Strom zurück. Tja und da wir vorhin die Alarmanlage eingeschaltet hatte und sie bei abgestelltem Strom bei unserer Rückkehr nicht entschärfen konnten, springt sie auf einmal aus dem Nichts an. Die ohrenbetäubende Sirene schockt uns schon ziemlich. Ok, wieder etwas gelernt! Am Nachmittag raffen wir uns auf, um im kleinen Supermarkt einige erste Sachen für die Selbstversorgung zu erwerben. Nachdem die Sachen im Auto verstaut sind, wollen wir dann doch eine kurze Fahrt in den Golden Gate starten.
Und das sollte eine gute Entscheidung sein. Die tief hängenden Wolken verschaffen den schönen Felsformationen einen dramatischen Charakter.
Die herbstlich grüne Landschaft gefällt uns gut und wir legen einige schöne Fotostopps ein.
Unsere kurze Tour führ uns bis zu dem kleinen Friedhof kurz hinter dem Gladstone Dam Lookout Point.
Der kleine Friedhof liegt ganz verwunschen mitten in der Natur. Ein friedlicher Ort! Auf dem Rückweg erwischt Kerstin noch einen African Pied-Starling, für uns eine Erstsichtung.
Zu Hause zurückgekommen machen wir es uns gemütlich. Der Bolleroffen bollert, der Wein schmeckt und bei angenehmen Gesprächen mit viel Pläneschmieden verbringen wir einen herrlichen Abend. Hier könnte man sofort einziehen! Solch schöne und bezahlbaren Plätze gibt es in Südafrika ja zu Hauf!
Teil 530. Juni 2023
08.05.2023 Clarens House nach Karkloof Hideout Wie immer werde ich vor Kerstin wach, koche Kaffee und erfreue mich an der schönen Wohnung und der absoluten Ruhe. Die Stimmung schwankt zwischen Abschiedsschmerz und froher Erwartung! Ganz definitiv können wir uns eine Rückkehr in diese Unterkunft vorstellen. Zuerst aber wird lecker gefrühstückt und noch schnell einige Vogelbilder gemacht.
Speckled Mousebird
Cape Bulbul African Red-eyed Bulbul Danke Maddy
Dann packen wir die sieben Sachen und fahren in Richtung Golden Gate.
Das Wetter ist wenigstens ein wenig besser als gestern.
Ziemlich bald sehen wir eine von zahlreichen Jackal Buzzards.
Auch nach unserem dritten Besuch in Clarens haben wir noch eine Rechnung mit dem Golden Gate offen. Die geplante Wanderung und der Besuch der Loops ist ja wegen des Wetters ausgefallen. Macht nichts! Wir genießen den wenigen Verkehr und die schöne Landschaft.
Kurz hinter Glenn Reenen steht ein Jackal an der Straße.
Hinter einem kleinen Pass wird die Landschaft etwas offener.
Entlang der landschaftlich reizvollen R712 entdecken wir einen Sekretär mit Schlangensnack.
Zebras und Gnus (diese ohne brauchbares Bild)
und Elands.
Das dürfte eine Black-chested Prinia sein.
Schließlich erreichen wir am Sterkfontein Dam einen kleinen Picknick-Platz.
Die Aussicht ist genau wie in unseren Erinnerungen dramatisch schön. Ein Mann verkauft einfach, aber mit Passion hergestellte kleine Tonfiguren. Nach einem kurzen Gespräch sind wir uns nonverbal einig, dass wir ihm auf jeden Fall etwas abkaufen werden. Er ist nicht aufdringlich. Er trampt jeden Tag mit LKW’s ca. 20 KM hierher. Es gebe keine Jobs. Und so verbringt er die Tage hier auf dem kleinen Parkplatz und hofft auf die wenigen Touristen. Die Tiere stellt er wie jetzt gerade aus mitgebrachtem Lehm her.
Wir kaufen ihm zwei knuffige Stachelschweine ab. Ob wir etwas zu Essen hätten, fragt er noch schüchtern. Er bekommt unsere restlichen Rusks, etwas anderes haben wir leider noch nicht. Das Gespräch mit dem Mann bewegt uns sehr. Was haben wir es gut!
Die Waze App ist ein Segen, denn die Pothole Felder treten immer recht überraschend auf.
Kur hinter Mooi River erreichen wir in Rosetta unser erstes Ziel am Midlands Meander. Es ist der Wine Cellar, der eine gute Adresse sein soll.
Von außen sieht er bei dem schlechten Wetter nicht so einladend aus. Irgendwie haben wir ihn uns mondäner vorgestellt. Innen kommen wir nach kurzer Musterung mit dem extrem netten Eigentümerpaar ins Gespräch. Vor kurzem ist ein riesiger Baum quer in das kleine Lagergebäude gefallen und hat einiges zerstört. Er wir gerade von einem Bagger entfernt, Die „Unordnung“ tut ihnen sehr Leid! Wieder führen wir eines dieser herzlichen Gespräche.
Gerne lassen wir uns neben einigen selbst ausgesuchten Weinen einige Flaschen empfehlen. Leider sind die Bilder mit dem Handy schlecht, aber ich muss sie trotzdem einstellen! Eine wahre kleine Wein-Schatztruhe. Die wirklichen Schätze sind aber das Besitzer-Ehepaar! Eine ganz klare Empfehlung und für uns ein Herzensort!
Weiter geht es durch herbstliche Orte und kleine Landstraßen. Nur kurz später ist ein Besuch des Ugly Duckling angesagt.
Ein echt abgefahrener Laden, in dem es eine unfassbare Vielfalt von Acessoires und Schnickschnack aus aller Welt gibt. Wenn der Laden hier um die Ecke wäre, hätten wir noch eine alte Holztüre und irgendwelche Möbel gekauft. So bleibt es bei einem historischen Blechschild und einem Dekowal. Ein ziemlich außergewöhnlicher Laden, der einen Besuch wert ist!
Im nahen Nottingham Road fängt es an zu regnen und es wird nebelig.
Jetzt ist es wie in Schottland! Wir genießen die gespenstische Stimmung und kehren im bekannten Blueberry Cafe ein.
Es liegt auf der Netherwood Farm und ist kein wirklicher Geheimtipp.
Jetzt aber ist es unter der Woche, das Wetter ist schlecht und wir sind von der gerade recht leeren und richtig coolen Location begeistert!
Die Bedienung ist auch sehr nett. Natürlich kommen wir an einem lekkeren Blueberry Cheescake nicht vorbei.
Nun sind wir richtig euphorisch! Mein Gott, ist das schön hier! Der Cappu ist künstlerisch gestaltet und das WC einen Besuch wert.
Leider rennt die Zeit.
Noch ein Stück N3, dann geht es über Schotter in Richtung Karkloof.
Das Wetter ist weiter schlecht und wir sind froh, ein gescheites Auto zu haben.
Schließlich erreichen wir über eine kleine Farmzufahrt das im Wald liegende Karkloof Hideout.
Wir werden wieder richtig herzlich empfangen. Das Haus ist in echt nicht ganz so stylish, wie es auf den Bildern wirkte, aber es gefällt uns ausgesprochen gut!
Die Besitzer wohnen im Farmhaus nebenan. Dort leben auch drei riesige Doggen, die aber sehr freundlich sind. Wir sind dann doch froh, endlich angekommen zu sein. Den leckeren Wein und ein kaltes Abendbrot haben wir uns verdient und verbringen einen sehr gemütlichen Abend am Bollerofen.
Obwohl es unsere Stimmung nicht negativ beeinflusste, freuen wir uns morgen auf besseres Wetter! Wie schön ist denn bitte dieser Beginn des Urlaubes? Alles ist total relaxed und gemütlich! Und die Begegnungen waren allesamt so etwas von herzlich!
Teil 602. Juli 2023
09.05.2023 Karkloof Hideout – Midlands Meander
Ein friedlicher und ja sogar sonniger Morgen bricht an. Die Nacht war kalt, im Bett aber gut auszuhalten.
Ich werfe den Bollerofen an und koche Kaffee.
Draußen ist alles nass. Die Morgensonne sorgt für dampfende Baumstämme.
Überall Vogelgezwitscher und sonst nur Ruhe! So mögen wir das.
Das Loadshedding Stage 6 mit 11 ½ Sunden abgeschalteten Strom (!!!) macht uns wenig aus, das die Solaranlage hier hervorragend funktioniert.
Nachdem Kerstin wach ist machen wir uns so langsam auf. Wir wollen im Barn Owl Cafe Frühstücken gehen. Die Morgenstimmung ist wirklich phantastisch. Dieser Schmetterling ist der erste von vielen.
Von ihnen haben wir ja nun keinerlei Ahnung, aber ich werde jetzt neben dem Vogelordner einen Schmetterlingsordner anlegen. Common Waxbill
Black-eyed Bulbul
Fork-tailed Drongo
und direkt an der Straße entdeckt ihn Kerstin, den Long crested Eagle. Den hatten wir uns so gewünscht.
Zwei, drei Kilometer von unserer Lodgezufahrt entfernt liegt schon das Gelände des Karkloof Conservancy. Langsam fahrend beobachten wir die Felder und entdecken in großer Entfernung doch tatsächlich Kronenkraniche. Im südlichen Afrika eine Erstsichtung für uns und wir freuen uns sehr.
Etwas weiter fliegen einige Blue Cranes über die Felder. Die Gegend hier gefällt uns unglaublich gut.
Durch den gestrigen Nebel hatten wir ja keine Ahnung, wie schön ländlich es hier ist.
The Barn Owl liegt ca. 10 km von unserem Chalet entfernt. Der gestrige Tag hat aus unserem glänzenden SUV eine matschige Angelegenheit gemacht!
Das Barn Owl ist ein Volltreffer.
Das Personal extrem nett, die Sonne genau richtig warm und der Ausblick eine Augenweide.
Das können die Südafrikaner einfach!
Wir bestellen ein üppiges Frühstück und sind einfach nur happy.
Eine Buff-streaked Chat fliegt auch herum.
Als ich eine E-Mail von Europcar bekomme, sackt unsere Stimmung allerdings in den Keller. Wir sollen unser Auto zurück nach Johannesburg bringen, es bräuchte Service. Die haben sie wohl nicht alle! Wir sind echt wütend und überlegen, was wir tun sollen. Auf gar keinen Fall werden wir zurück nach Joburg fahren. Kerstin ruft in der Vermietstation in Joburg an und erklärt, dass wir auf gar keinen Fall zurück nach Joburg fahren werden. Ok, die Angestellte muss das erst einmal intern besprechen und meldet sich. Und das dauert.
Wir fahren weiter durch die herrliche Farmlandschaft und stoppen am Restaurant Fable.
Kerstin läuft durch das geschlossen wirkende Restaurant und ich warte im Auto. Ja wo bleibt sie denn? Ich gehe auch rein und betrete den aus dem Reiseführer bekannten, richtig cool gestalteten Gastraum.
Kerstin unterhält sich mit dem Koch. Auch hier werden die Themen Loadshedding und Kriminalität direkt angesprochen (nicht von uns).
Da wir keine Nachricht von der Autovermietung haben, ruft Kerstin den Fleet Manager an. Nein, Service bräuchte der Wagen nicht...... Was haben die Kollegen in der Branch da wohl gemacht? Er will es jetzt auch wissen und gibt uns eine unfassbare Antwort. Das Auto solle zurück nach Namibia, wo es trotz südafrikanischen Kennzeichen hingehöre. Und natürlich sei das nicht unser Problem. Er ist selbst etwas fassungslos und will das mit der Branch klären. Für uns ist die Angelegenheit nach mehreren Mails und drei Telefonaten erledigt!
Wir bedanken uns, finden es echt schön hier und fahren 2 KM weiter nach Terbodore.
Auch hier ist fast nichts los.
Kerstin kauft in einer kleinen Boutique ein Schmuckstück und ich zwei Beutel recht leckeren Kaffee. Auch hier ist es total schön.
Einige Kilometer weiter gibt es auf der mondänen Ardmore Farm Keramik, die uns aber nicht zusagt.
Weiter geht es zu Piggly Wiggly.
Hier gibt es allerlei Kunsthandwerk, Lebensmittel und andere schicke Sachen.
Auch hier sind wir fast alleine.
In der Hauptsaison dürfte das krass anders aussehen. Kerstin ist ganz glücklich und sogar mir gefällt es ganz gut.
Noch ein unbekannter Schmetterling.
Und ein phantastisch ausgestatteter Weinshop.
Das nebenan liegende Highgate Wine Estate lassen wir bewusst aus, den wir wollen noch etwas relaxen.
Sehr zufrieden erreichen wir die Zufahrt des Hideout.
Sacred Ibis
Dabchick
und noch ein schöner Schmetterling.
Auf der Terrasse genießen wir den schönen Spätnachmittag und Abend. Die Küche bleibt kalt.
Dafür hilft uns der Bollerofen wieder dabei, einen schönen Abend zu verbringen. Ein sehr,sehr schöner Tag geht zu Ende.
Ich freue mich auf den morgen geplanten Besuch im Karkloof Conservancy.
Teil 708. Juli 2023
10.05.2023 Karkloof Hideout – Karkloof Reserve und Midland Meander Teil 1 von 2
An einem sonnigen Morgen spielt sich alles wie immer ab. Ich liebe dieses Gefühl, an einem neuen naturverbundenen Ort den Tag zu beginnen. Es wird langsam wärmer, die Vögel zwitschern, der Kaffee duftet und wir lassen es langsam angehen.
Heute schauen wir rund ums Chalet etwas intensiver nach Vögeln. Durch die dichte Vegetation mit viel Schatten ist das gar nicht so einfach. Hoch über uns im Baum schwirren die Sunbirds herum. Und dann beginnt die Show mit einem Dark-backed Weaver. Den hatten wir bisher nur in Kenia, also Erstsichtung!
Collared-Sunbird
Greater Double-collared Sunbird
Während ich am Auto herum räume eskaliert Kerstin und ruft mitten über mir in den Wald zeigend „dadadadadada!“. Ich „wowowowo“ ? Na direkt über Dir!!! Mensch!!! Und dann sehe ich ihn. Über mir im Baum sitzt ein Narina Trogon!
Der heilige Kral eines Südafrika Birders! ER ist ultra schwer zu erwischen und so sind wir mit diesen Fotos, als er ziemlich weit weg im guten Licht sitzt erst einmal zufrieden.
Auch ihn hatten wir bisher nur in Kenia und dort nicht gut erwischt. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir nun von einer Euphoriewelle erfasst werden! Der wirklich extrem nette Besitzer kommt unserer Bitte per Mail nach und schaut mit seinen Doggen kurz vorbei.
Die Hunde sind echt beeindruckend, aber absolut nett. Die schwarze mag Bacon, wir haben heute aber keinen.
Die Glastür unseres Kaminofens war gestern Abend aus heiterem Himmel in der Mitte gebrochen. Das bescherte uns eine ziemlich verräucherte Bude. Er will sie austauschen. Das sei nun schon zum dritten Mal passiert und Glas würde ihm nun zu teuer. Wir verstehen das, aber die Romantik geht dann leider flöten. Egal! Wir frühstücken etwas Brot und brachen dann zum wirklich sehr nahen Karkloof Reserve auf.
Die Temperatur ist angenehm bei Anfang 20 Grad. Wir sind heute die einzigen Besucher und parken das Auto am Anfang einer urigen Allee.
Das Reserve befindet sich auf Farmland und beheimatet grundsätzlich alle drei Kranicharten.
Im Vorbeifliegen sehen wir zuerst Wattled Cranes.
Es ist zu 100% friedlich, idyllisch und wir genießen die freie Zeit so richtig. Nach ca. 10 Minuten erreichen wir den schönen Hide.
Hier haben wir den Bick auf einen kleinen See und herrliche Herbstlandschaft.
Vor uns ist ein kleiner Kingfisher auf Jagd.
An diesem Tag glauben wir noch einen Half Collared Kingfisher zu sehen. Aber es ist ein junger Malachite.
Common Moorhen
Red-billled Teal
Red knobbed Koot
Auf dem See schwimmen noch einige andere übliche Wasservögel herum. Leider ist aber ziemliches Gegenlicht.
Nach ca. einer Stunde ziehen wir weiter zum zweiten Hide.
Schmetterlinge sollten wir i diesem Urlaub noch viele sehen.
Southern Black Flycatcher
Auch hier glauben wir wieder an einen Half-collared und merken schnell, dass es ebenfalls ein junger Malachite ist.
Auch hier auf dem See ist einiges los. Aber leider auch zum Teil ziemlich weit weg. Yellow-billed Duck
Unter anderem sind auch South African Shellducks da eine Erstsichtung.
Reed Cormorant
Cape Robin
Dabchick
Ein unbekannter (?)
Auch hier sind noch allerhand weitere Vögel zu sehen. Ich beschränke mich aber mal auf die bis hierhin gezeigten. Sehr zufrieden fahren wir weiter. Es steht der zweite Teil des Midland Meander mit der Mandela Capture Site auf dem Plan. Der kommt zeitnah noch am Wochenende.
Teil 809. Juli 2023
10.05.2023 Karkloof Hideout – Karkloof Reserve und Midland Meander Teil 2 von 2
Sehr zufrieden geht es weiter. Es steht der zweite Teil des Midland Meander mit der Mandela Capture Site auf dem Plan. Der kommt zeitnah noch am Wochenende. Wir fahren los und entdecken auf den Feldern an der Straße gleich noch einmal Wattled Cranes.
The Old Mushroom Farm gehört dem Bruder des Eigentümers unseres Chalets.
Man erkennt ihn sofort und wir reden kurz mit ihm. Leider ist heute zu. Ein toller Platz in typisch relaxtem Midlands Meander Mood. Einige kleine Geschäfte und Lokale sind in den Gebäuden einer alten Pilzzucht untergebracht.
Wir schauen uns kurz um und fahren dann weiter.
Durch Howick durch erreichen wir nach kurzer Fahrt die Mandela Capture Site.
Die steht ganz oben auf der to do list dieses Urlaubes.
In einem sehr modernen Gebäude ist das wirklich toll gemachte Museum untergebracht.
Wir zahlen den Eintritt und betreten das Gebäude.
Bei einer netten Dame kaufen wir ein, zwei Souvenirs und stehen vor einem Exemplar des Autos, in dem Mandela genau hier festgenommen wurde (nicht das Original).
In einem großen Raum wird in einer Ausstellung das Leben Mandelas beschrieben.
Die Ausstellung interessiert uns sehr.
Wenn man sie komplett und in Ruhe anschauen möchte, benötigt man schon längere Zeit. Wir sind beeindruckt!
Unsere Bewunderung vor diesem charismatischen Mann wird hier noch einmal bestärkt!
Im Anschluss geht es über einen gepflasterten Weg an Schildern mit den Stationen Mandela’s Lebens vorbei in Richtung des tollen Kunstwerks.
Man hat einen weiten Blick über die Midlands, die Sonne scheint und wir genießen den Platz und den Moment.
Nach einigen Minuten kommt eine farbige schwarze Familie an. Alles Damen. Wir bieten ihnen an, sie zu fotografieren und chatten kurz.
Dann sagt das Mädchen „there are some nice people left in that horrible world!“. Wir sind überrascht! Hier passt denke ich eine Bemerkung zu den Begegnungen mit Einheimischen her. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein selbstbewusster, fröhlicher Gruß mit Augenkontakt eigentlich fast immer ebenso erwidert wird. Ganz selten ist das anders.
Allerdings grüßen meist wir zuerst. Ich könnte mir vorstellen, dass das von ihren Erlebnissen aus dem südafrikanischen Alltag geprägt ist. Die Family macht dann auch einige nette Bilder von uns.
Die Symbolik des Kunstwerkes ist schon einmalig.
Von der Seite aus sieht man nur Metallstäbe und nur von vorne den Kopf Mandelas.
Für uns ist der Besuch dieses Platzes ein Muss, wenn man hier in der Gegend ist. Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir "The Platform".
In einem alten Bahnhof ist eine Galerie, ein kleines Cafe und ein Shop untergebracht.
Ein cooler und sehenswerter Ort.
Ich wundere mich, dass Kerstin ins Granny Mouse zum Lunch möchte. Das hatten wir eigentlich gar nicht auf der Rechnung. Später stellt sich heraus, das sie es verwechselt hatte. Auf dem schicken Landhotel bekommen wir leider keine Platz draußen.
Die Baboons würden das nicht zulassen! Der Lunch ist gut und das in eine Art Wintergarten untergebrachte Restaurant stylish.
Im Nachhinein wären wir lieber ins Fable gegangen.
Auf der Rückfahrt zum Chalet kaufen wir noch kurz im Piggly Wiggly ein. Es gibt hervorragendes Brot, Wurst und Käse. Den späten Nachmittag verbringen wir auf der Terrasse und ruhen uns etwas aus.
Mit dem Karkloof Hideout sind wir inzwischen richtig warm geworden. Ein toller, ruhiger und laut Eigentümer auch sehr sicherer Platz. Im Freien genießen wir unser kaltes Abendbrot und leckeren Wein. Mit der Dämmerung müssen wir uns aber vor der Kälte ins Innere retten. Der Bollerofen wärmt uns, bis wir irgendwann müde werden. Morgen geht es weiter und wir sind sehr gespannt auf Giants Cup und vorher auf den Benvie Garden. Nach einem Anruf ist auch klar, dass er morgen offen hat.
Teil 913. Juli 2023
11.05.2023 Karkloof nach Giants Cup Teil 1 von 2 Benvie Garden
Leider müssen wir heute weiter fahren und das schöne Karkloof Hideout verlassen.
Aber zuerst gehe ich und dann auch Kerstin auf Vogelpirsch direkt vor der Hütte.
Collared Sunbird
Sombre Bulbul
Black-headed Oriole
Und dann eine wunderschöne Erstsichtung. Swee Waxbill.
Wir frühstücken, genießen die letzten Momente und brechen dann früh auf in Richtung Benvie Gardens.
Die sind eine kleine Überraschung, denn in letzter Zeit war wenig darüber im Netz zu finden. Bei der Ausfahrt sehen wir eine der vielen hübschen Stonechats.
Wir biegen nach links ab uns fahren ca. eine halbe Stunde durch holzwirtschaftlich genutztes, landschaftlich schönes Waldgebiet. Hier ist so gut wie nichts los. Irgendwann treffen wir dann auf eine Einfahrt zu den Gardens. Sie liegt mitten im Wald.
Wir sind die einzigen Besucher und werfen 100 Rand pro Person in einem Briefumschlag in die dafür vorgesehene Box. In den nächsten 1 ½ Stunden werden wir nur ganz kurz auf die Eigentümerin treffen und ansonsten keine Menschenseele treffen.
Es ist ein herrlicher, uriger Platz mit Bäumen und anderen Pflanzen aus der ganzen Welt.
Die Vögel zwitschern, die Wege sind mit Moos bewachsen,
Dutzende Schmetterlinge fliegen herum und was für welche!
😎 und für mich der Knaller
Hier und da blüht es.
Kleine Tümpel. Hoch oben im Baum ein Knysna Turaco.
Farne wachsen aus den Bäumen.
Es ist wie in einer Phantasielandschaft und wirklich ein Paradies.
Gut und gerne könnten wir hier mit einem Picknick viele Stunden umherstreifen und uns mit etwas mehr Zeit mehr auf die Suche der zahlreichen Vögel machen.
Da wir aber noch ein gutes Stück zu fahren haben, müssen wir etwas auf die Uhr achten.
Unter besonders knorrigen Bäumen liegt ein kleiner Friedhof mit einer Bank. Ein wunderschöner Ort.
Schweren Herzen brechen wir zur Weiterfahrt auf. Und zwar zu einer der schönsten Orte, an dem wir bisher sein durften! Giants Cup Wilderness Reserve am Rande der Drankensberge ganz in der Nähe von Underberg.
Teil 1017. Juli 2023
11.05.2023 Karkloof nach Giants Cup Teil 2 von 2 Fahrt nach Giants Cup
Die Fahrt nach Underberg/Himeville führt uns an einem kontrollierten Waldbrand vorbei über Howick und die R617.
Sie ist landschaftlich sehr schön und wir haben nicht viel Verkehr. Weite landwirtschaftliche Flächen, Hügel und einige Städtchen mit weit zerstreuten Townships und immer wieder gewollte Waldbrände.
Alles in Allem fühlen wir uns sicher und genießen den sonnigen Tag mit herbstlich gefärbten Bäumen.
Trotzdem sind wir froh, endlich Underberg zu erreichen. Nach einem Aussichtspunkt geht es hinunter in die quirlige Kleinstadt.
Im ganz gut sortierten Superspar bleibe ich mal lieber im Auto, während Kerstin unsere Vorräte aufstockt. Und so beobachte ich das Treiben der Einheimischen und fühle mich ganz und gar nicht unwohl.
Etwas später als geplant erreichen geht es weiter nach Giants Cup. Nach dem Ortsausgang von Underberg geht es nacht rechts in eine kleine Straße. An dieser entlang reihen sich einige kleine Farmen und Lodges auf. Wir haben Mühe, unsere Einfahrt zu finden. Auf Google Earth und Basecamp war sie nicht ganz klar zu erkennen. Letztendlich hatte ich mich in Garmin Basecamp um ca. einen Kilometer verhauen…. Die Zufahrt erfordert wie von der Lodge beschrieben ein High Ground Clearance Car. Und das haben wir ja. Teilweise ist Schrittgeschwindigkeit angesagt. Die Landschaft um uns herum ist vielversprechend. Schließlich erreichen wir das Farmhaus, treffen dort aber niemanden an. Ein anderer Gast will Tash eine Nachricht schicken. In großer Vorspannung fahren wir langsam zu unserer Duck Bay Lodge. Die hatten wir zu einer Zeit gebucht, als das Vorgängerchalet noch stand. Das brannte dann aber bis auf die Grundmauern nieder. Das Nachfolge- Haus kann unsere extrem hohen Erwartungen dann sogar noch übertreffen. Die Seite zum See ist komplett verglast. Die Einrichtung stylish, sauber, hochwertig und neu.
Hinter dem Haus ein Wäldchen, hinter dem in guter Entfernung die Hütten der Angestellten liegen. Hiervon bekamen wir aber absolut nichts mit. Das nächste Chalet liegt hinter einem kleine Wald UND der Blick auf die Drakensberge und den See ist einfach der absolute Kracher.
Am Hang auf der anderen Seite des Sees zieht eine Eland-Herde vorbei.
Wenn man von vorne auf das Haus schaut, ist links und rechts jeweils ein Schlafzimmer mit eigenem Bad und WC. In der Mitte liegt der riesige Wohnraum mit offener Küche.
Freilich ist das Haus viel zu groß für uns zwei. Wir wollten hier aber unbedingt hin.
Da wir für morgen eine ganztägige Birding Tour auf den Sani Pass gebucht haben, wollen wir nach dem Auspacken sofort eine kleine Runde zum Bootssteg laufen.
Und den dortigen Ausblick können wir ganz getrost ziemlich oben auf unserer „Geilste Plätze der Welt-Liste“ einordnen.
Leider sind wir beim Fotografieren etwas hektisch. Dieses Bild von Kerstin und den Drakensbergen lieben wir aber trotzdem.
Die Drakensberge spiegeln sich auf dem glatten See. Um uns herum ist es komplett ruhig.
Keine Zivilisationsgeräusche, nur wir und die Natur!
Zwischendurch kommt auch noch Tash mit ihrer kleinen Tochter und begrüßt uns. In euphorischer Stimmung geht es zurück. Nun ist ein Savannah angesagt.
Danach hole ich etwas Kleinholz aus dem Haus und renne mit einem lauten Rummms ungebremst mit dem Kopf gegen die sauber geputzte Schiebetür. Das Holz fliegt durch die Gegend und ich muss (echt) sofort an die liebe Berti denken. Ich fasse an meine Nase und checke, ob die Knochen noch am Stück sind. Das Dröhnen im Kopf wird schnell weniger und ich habe nochmal Glück gehabt. Puuuh! Die riesige Schiebetür ist aus der Verankerung gesprungen, was mir wahrscheinlich die Nase gerettet hat. Nach der Schrecksekunde verbringen wir einen unglaublich schönen Grillabend.
Unter dem Vordach lässt es sich ganz gut aushalten.
Da es wieder schnell dunkel wird und dann irgendwann auch ziemlich kalt, ziehen wir ins traumhafte Wohnzimmer um.
Der dortige offene Stahlkamin ist schon mit Reisig, Kleinholz und Zeitungspapier vorbereitet. Holz gibt es auch noch zu genüge. Ich halte das Feuerzeug dran und sofort startet ein wohlig warmes, knisterndes Feuer.
Auf dem sehr bequemen Sofa liegend würden wir am liebsten die Zeit anhalten, aber irgendwann übermannt uns die Müdigkeit! Morgen treffen wir uns um 7 Uhr mit unserem Guide Montli in Himeville. Das Wetter soll hervorragend sein, übermorgen soll es dann schlechter werden. Im ultra bequemen Bett schlafen wir schnell ein.
Teil 1120. Juli 2023
12.05.2023 Giants Cup – geführte Birding Tour zum Sani Pass Teil 1 von 3
Auf das Ziel des heutigen Tages hatten wir nun lange warten müssen. Da wir eigentlich keinen 4x4 gebucht hatten, wollten wir die Tour geführt machen. Und so war es naheliegend, eine kombinierte Birding / Sani Pass Tour zu buchen. Unsere erste Wahl, Stuart Mc Lean, war leider nicht verfügbar. Und so entschieden wir uns schon vor der Reise für Roofs of Africa Tours, die wir über Get your Guide buchten. Der Kontakt war schnell, nett und zielführend. Leider ging uns dadurch ein ganzer Tag im tollen Giants Cup flöten… Aber das Wichtigste…. Das Wetter soll heute Spitze werden und erst am späten Nachmittag dann schlechter. Morgen soll es dann regnen. Der Wecker bimmelt erbarmungslos früh und um kurz vor sechs sitzen wir dann bei völliger Dunkelheit müde, aber mit froher Vorerwartung mit einer Tasse Kaffee im leise klappernden Kia. Am Ende der Lodgezufahrt beginnt der Himmel sich zartrosa zu färben.
Als wir dann die Teerstraße erreichen, entwickelt sich langsam eine Morgenstimmung, wie sie schöner nicht sein sollte.
Bodennnebel hängt in den niedrigeren Teilen der Landschaft und teilweise durchfahren wir ihn.
Als Die Sonnenstrahlen stärker werden, entsteht eine völlig abgefahrene Lichtstimmung, die jedem Phantasy Film gut zu Gesichte stehen würde.
Einfach nur Hammer schön! Leider habe wir überhaupt keine Zeit, da wir um 7 in Himeville verabredet sind. Jetzt mit etwas Zeit und einem Stativ diesen Moment einfangen! Leider nicht möglich…
Durch das verschlafene Underberg erreichen wir schnell den vereinbarten Treffpunkt, an dem ein Fortuner älteren Modells steht. Neben ihm steht Mondli, unser farbiger Guide, der sich ls Volltreffer herausstellen sollte. Ein fröhlicher, offener und angenehmer Mann, der ein spürbare Passion für Natur, Pflanzen und Vögel hat.
Er erklärt uns, dass nun Vogel-Nebensaison sei und er trotzdem sein Bestes tun würde. Aber without guarantee! Wir erklären ihm, dass wir null pressure verspüren würden und er sich keine Sorgen machen solle. Das sei nicht selbstverständlich entgegnet er. Wir fahren los und sofort scannt er die Gegend nach Federvieh ab. An einem landschaftlich schönen Punkt knipsen wir die ersten Bilder, die aber nicht zeigbar sind.
Mondli hat von einigen Farmen und Lodges Zugangserlaubnis. Direkt neben der Straße beginnt dann die Vogelparade. Red-throated Wryneck
und gerade so erkennbar Cape Canary
Beides Erstsichtungen! Den Bokmakierie lasse ich als Bild jetzt weg. Bei 5 Grad Außentemperatur biegen wir auf eine kleine Lodge ab, die von Fischern gebucht wird.
Hier soll ein Half-collared Kingfisher leben. Das wäre natürlich klasse! Zuerst stapfen wir im nassen Gras herum und bestaunen die phantastische Landschaft und den mystisch wirkenden See.
Vögel zeigen sich keine.
Ok, es gibt noch einen zweiten See.
Und an ihm sitzt direkt vor uns die niedliche Erstsichtung Nr. 3, eine Drakensberg Prinia.
Als wir gerade Bilder von dem spiegelglatten See machen, eskaliert Montli neben uns.
There, there! The Half-collared Kingfisher. Er sitzt ziemlich weit weg in eine Busch, aber wir haben ihn.
Die Bilder sind extrem vergrößert und zudem noch im schwachen Morgenlicht gemacht.
Aber wir sind übergücklich!
Überall stehen schöne Blumen
und in einem Busch hüpft ein Cape Whiteeye herum.
So langsam kehren wir zum Auto zurück und essen in gemütlicher Stimmung das von Mondli mitgebrachte Frühstück. Zurück auf der Landstraße nimmt sich Mondli viel Zeit. Außer uns ist kein Auto unterwegs.
Die starten alle erst später, meint er!
Und so genießen wir die Ausblicke, sichten ein Eland
Gymnogene
und eine Sickle-winged Chat.
Wailing Cisticola
und Erstsichtung Nr. 4, ein Gurney´s Sugarbird.
Southern Boubou
Olive Thrush
Cape-Rock Thrush
Greater Double-collared Sunbird
und eine Levaillants Cisticola.
Am entspannten südafrikanischen Grenzposten endet die Teerstraße.
Wir kassieren unsere Stempel und fahren weiter.
Teil 1223. Juli 2023
12.05.2023 Giants Cup – geführte Birding Tour zum Sani Pass Teil 2 von 3
Nun geht es auf ziemlich holpriger Pad zuerst langsam bergauf. Die Umgebung ist herrlich. Montli fährt gemütlich und bemerke den Unterschied zum Selbstfahren.
Ich kann nun deutlich mehr von der Landschaft aufsaugen.
Wir halten immer mal wieder an, machen Pics und Motli scannt die Gegend ab.
In der Hauptsache sucht er nach Cape Vultures, leider aber ohne Erfolg.
Eigentlich sind wir die ganze Zeit am Reden. Mit Montli ist es jetzt schon fast wie mit einem guten Freund. Und dementsprechend ist auch unsere Stimmung aller bestens.
So langsam kommt der ernste Teil des Passes in Sicht. Auch hier halten wir immer wieder an.
Wie froh sind wir über das gute Wetter!
Wie gesagt, morgen soll es regnen. Nicht auszudenken, wie viel weniger schön es dann hier ist!
Dann geht es steil durch die Haarnadelkurven. Sicher mit dem richtigen Auto und etwas Geduld nicht schwer zu fahren. Montli nutzt den zweiten Gang der Geländeuntersetzung und nimmt sich Zeit.
Mitten zwischen einer der Haarnadelkurven wird Motli wieder hektisch. There, there! A Drakensberg Rockjumper (=Erstsichtung)!
Und direkt vor uns noch eine ziemlich knuffige Ratte.
Der Vogel kommt immer näher zu uns gehüpft und wir wechseln zwischen den beiden Motiven hin und her. Nebenbei noch ein Cape Bunting.
Und eine Agame (?).
Die Ausblicke sind gigantisch!
Dann erreichen wir das bekannte Hinweisschild auf den Sani Pass.
Bei Fotografieren bleiben wir nicht unbeobachtet.
Unmittelbar danach bittet Montli um unsere Pässe.
Die lässt er in Windeseile im Lesothozoll stempeln und kommt zurück. Voller Spannung fahren wir auf einer bestens geteerten Straße durch extrem ärmlich wirkende Behausungen.
Das ist hier schon eine ganz andere Welt!
Eine weite Hochebene liegt vor uns.
Und die kommenden Vogelsichtungen machen wir bis zum Picknick aus dem Auto heraus.
Mountain Chat
Sentinel Rock Thrush
Drakensberg Rockjumper
African Pipit
Und Träärää Drankensberg Siskin = Erstsichtung
Mmmmh, was ist das?
Langsam fahren wir weiter
und erreichen unseren Picknick Spot direkt an der sehr einsamen Straße. Autos sehen wir hier gar keine.
Während wir Essen, hüpfen um uns herum allerlei Vögel durchs niedrige Gebüsch.
Southern Grey Tit = Erstsichtung
Drakensberg Prinia
Wailing Cisticola
Layard´s Titbabbler = Erstsichtung
Nach einer gemütlichen Pause kehren wir um und fahren langsam in Richtung Pass zurück.
Teil 1324. Juli 2023
Frage an die "Nicht Birder"
Mit unserem im Laufe der Jahre gestiegenen Interesse am Birden ist auch der Anteil der Vögel in unseren Reiseberichten deutlich gestiegen. Deswegen meine Frage: Nervt das die Nicht-Birder?
Eine Idee wäre es, die Vogelbilder im Bericht wegzulassen und am Ende eines jeden Reisebericht-Teils einzufügen. Ich bin dankbar für euer Feedback!
Viele Grüße Casimodo
Teil 1424. Juli 2023
12.05.2023 Giants Cup – geführte Birding Tour zum Sani Pass Teil 3 von 3
Auf der Rückfahrt zum Pass passiert zuerst einmal nichts spektakuläres.
Aber eines haben wir im Kopf. Auf der Hinfahrt sahen wir in (zu) großer Entfernung Southern Bald Ibisses. Allerdings zählen wir Erstsichtungen nur dann, wenn wir auch ein Foto von dem Vogel haben. Und so sind wir begeistert, als die Ibisse uns in brauchbarer Umgebung begegnen.
An einem kleinen Dorf biegt Montli nach rechts ab. Er sucht noch irgendeinen endemischen Vogel. Wir sehen ihn auch, allerdings diesmal wirklich ohne brauchbares Photo. Irgendein Drakensberg …. Allerdings sichten wir eine Sentinel Rock Thrush, die direkt neben einer Ratte sitzt. Die beiden stören sich gar nicht aneinander. Das hätten wir niemals für möglich gehalten! Diese Natur ist einfach unglaublich!
Am Pub machen wir die üblichen Photos und klemmen uns die obligatorische Einnahme eines Kaltgetränkes.
Anstatt dessen beobachten wir die wenigen anderen Reisenden, meist Kleingruppen.
Hier oben zu nächtigen ist bestimmt ein cooles Erlebnis. Wir beginnen aber mit der Abfahrt. Meine Esmeralda meistert den Pass mit ihrer ausgeprägten Höhenangst mit Bravour!
Ein mit Holz beladener Mann wird von Montli als „he ist totaly crazy“ beschrieben. Hier geht es echt übel bergab.
Der Himmel ist inzwischen wie angekündigt leicht bedeckt.
An der südafrikanischen Grenze erregen einige Vögel unsere Aufmerksamkeit. Wie in Karkloof ein hübscher Swee Waxbill.
Montli deutet ziemlich begeistert an eine andere Ecke des Busches. Kerstin meint „Aaaah i have it!“. Stolz zeigt sie Montli ihr Pic von der Cape Rock Thrush.
Montli „Noooooooo!!!!“. There is a Streaky headed Seedeater!!! He is sooo rareeee!!“ Ja wo denn ? Ach da ist er ja und schon wieder eine Erstsichtung!
Auf der Rückfahrt fotografieren wir nochmal einen der zahlreichen Gurney´s Sugarbird’s
und eine total aufgefluffte Sickle-winged Chat.
Mit Montli hatten wir ausgemacht, dass wir die geplante Tagestour nicht ausreizen müssen. So toll das ist. Einen ganzen Tag Birding non Stop ist zu viel für uns. Das sollte sich später in St. Lucia bestätigen. Montli ist Freelancer und arbeitet hin und wieder für Roof of Africa Tours. Er ist eilfroh, dass wir gemeinsam einen so schönen Tag ohne Druck verbringen konnten und hat große Bedenken wegen seiner morgigen Tour. Bei schlechtem Wetter und in der Nebensaison! Er könne eben auch nicht zaubern.
In Himeville angekommen erregt eine Menschenansammlung unsere Aufmerksamkeit. Montli meint, am kommenden Wochenende fände hier ein regionales Poloturier statt. Und er würde Polo lieben. Schon als Kind sei er mit seinem Vater immer dort hin gekommen. Und so sind wir uns schnell einig, dort noch einmal kurz anzuhalten.
Und wir lieben den ca. zwanzig minütigen Stopp.
Noch nie haben wir Polo gesehen. Die Pferde schnauben, die Grasnarben spritzen umher.
Die Reiter sind konzentriert. Und die Rollenverteilung ist wie so oft in Südafrika klar verteilt.
Besser und interessanter hätte der Abschluss unserer Tour nicht sein können. Wir danken Montli, umarmen uns und wir wünschen ihm alles Gute. Vielleicht bringt ihm dieser Bericht den einen oder anderen Touri ein. Wir können ihn zu 100% empfehlen. Dann geht es zurück nach Giants Cup.
Dort wollen wir wenigstens noch ein, zwei Stunden bei Helligkeit genießen. Die Anfahrt ist gewohnt steinig.
Extremst zufrieden genießen wir den Abend, auch wenn der Himmel nun stahlgrau ist.
Bei einem guten Tropfen genießen wir die Stille.
Mit der Taschenlampe leuchte ich irgendwann die Bäume ab und tatsächlich sitzt ca 20 Meter von uns entfernt eine Spotted Eagle Owl im Baum.
Es sollte unsere einzige Eule des Urlaubes bleiben. Aber das wussten wir ja noch nicht.
Wieder klingt der Abend im Wohnzimmer bei knisterndem und erneut vorbereiteten Kamin aus. Wie immer lassen wir den Tag Revue passieren und sind uns einig. Dies war ein perfekter Tag!
Teil 1530. Juli 2023
13.05.2023 Giants Cup Duckbay Lodge – ganzer Tag
Als ich relativ früh aufwache und nach draußen schaue, bestätigt sich die Wettervorhersage von gestern.
Mit dem Sani Pass hatten wir wirklich Glück. Heute wollen wir einfach mal gar nichts machen.
Ich schleiche mich in die Küche und merke, dass es doch ziemlich kalt ist. Also mache ich zuerst den Kamin an und koche dann Kaffee. Das knisternde, offene Feuer erwärmt das große Haus schnell und es ist richtig gemütlich.
Gegen 10.00 Uhr (Kerstin ist inzwischen auch wach geworden), laufen wir noch einmal am See entlang. Auch bei bedecktem Himmel ist es hier ein Paradies. Die hinter dem Wald liegende Otter Cove ist immer noch frei. Beim nächsten Besuch würden wir sie buchen.
Sie ist einfach ein gutes Stück günstiger und auf zwei Besucher ausgerichtet, während die Duckbay Lodge großzügig für vier Personen Platz hat. Von der Otter Cove aus hat man einen besseren Blick auf den See, von der Duckbay Lodge aus sieht man weiter in die Berge. Beides hat etwas!
Wir schlendern zum Bootssteg und machen wieder Bilder.
Dieser Platz ist einfach magisch schön!
Nebenbei hat es hier auch etliche Vögel. Cape Weaver
Grey Heron
Common Moorhen
Cape Wagtail
Cape Turtle Dove
Wir frühstücken in Ruhe und brechen später zu einer kleinen Wanderung auf.
Sie führt am Haus der Eigentümer vorbei um den See.
Wir genießen die kleine Wanderung, die Einsamkeit und die herrliche Landschaft.
Levaillants Cisticola
Red-knobbed Koot
African Stonechat
Von der anderen Seite des Sees kann man die einzelnen Häuser ganz gut überblicken.
Ganz rechts unsere Duckbay Lodge, links hinter einem Wald die Otter Cove
und wieder weiter links im Wald (ich glaube) zwei einfachere Hütten und die Hatchery.
Der Wanderweg führt an einigen abgebrannte Flächen vorbei. Immer wieder hat es Blumen und einige gurgelnde Bäche.
Eigentlich wollten wir den See umrunden, aber am Damm wussten wir nicht so Recht, wie es weiter geht. Also drehen wir um und laufen den gleichen Weg wieder zurück. Eine wirklich nette kleine Runde und etwas Excercise tut uns sowieso mal gut!
Am späten Nachmittag bricht der stahlgraue Himmel doch noch einmal kurz auf.
Es entstehen dramatische Wolkenstimmungen und kurz sogar ein Regenbogen.
Wegen des Wetters bleibt der Grill heute kalt. Es gibt Nudeln mit Gemüse und Fleisch und einen ausgedehnten, herrlichen Abend am offenen Kamin.
Mit netten Gedanken an Ingrid und den Ranger 😘
Morgen müssen wir Abschied nehmen von diesem Herzensplatz, der einen der ganz oberen Plätze in unserem Traum-Unterkunftsranking einnehmen wird!
Teil 1605. Aug. 2023
14.05.2023 Giants Cup nach Oribi Gorge
Am heutigen Umzugstag packt uns etwas die Wehmut. Es ist einfach zu schön hier. Mein erster Blick aus dem Fenster bestätigt den Wetterbericht.
Der Nebel hängt im Tal und es ist kalt. Also feuere ich den Kamin an und mache es mir so lange gemütlich, bis Kerstin auch aufsteht.
Etwas unerwartet reißt der Himmel auf und taucht die Wolkenfetzen in ein wunderbares Licht.
Es ist herrlich und wir genießen die letzten Momente und das abschließende Frühstück.
Das Packen ist Routine. Nach all den Reisen sind wir ein perfektes Team.
Wir verabschieden uns von Tash und machen uns auf den Weg in die Oribi Gorge.
An der kleinen Landstraße nach der Ausfahrt sehen wir an einem kleinen See African Shellducks, eine Erstsichtung.
An einem Jackal Buzzard und wunderbarer Herbstlandschaft vorbei
erreichen wir die R617. Sie führt uns über viele Kilometer und an zahlreichen Potholes vorbei durch eine entspannte, offene Landschaft.
Wie von unserem lieben Graskop angekündigt, ist die Strecke landschaftlich reizvoll.
Die WAZE App leistet wieder sehr gute Dienste.
Irgendwann schickt uns das Navi aus unerklärlichen Gründen nach links auf eine kleinere Pad. Nach drei, vier Kilometern wird diese dann unschön. Als ich drehe, sagt Kerstin trocken „Kronenkraniche!“. Was? Nicht weit weg auf der Wiese stehen sie. Die ersten Bilder mussten leider aussortiert werden, da der Entfernungsschalter am Tele mal wieder auf nah eingestellt war.
Die weitere Strecke führt uns dann durch eine Baustelle auf die N2, auf der wir erstmals auf mehrere Trucks treffen. Hier machen sich die knapp 200PS unseres Kia’s positiv bemerkbar. Den Long-crested Eagle kümmert das nicht.
Da es hier gute Stellen zum Überholen gibt, ist es nicht allzu schlimm. Dann erreichen wir die Zufahrt zur Lodge. Die geht sehr ländlich durch einige kleinere Orte. Besser wäre der Weg anders herum gewesen. Das haben wir erst später festgestellt.
Und so erreichen wir über eine kleinen Umweg über die Nachbarfarm die Zufahrt zur The Gorge Lodge.
Der Empfang ist extrem herzlich und nach einem Begrüßungsdrink beziehen wir unser Chalet.
Es ist erfüllt unsere bei diesem Preis extrem hohen Erwartungen zu 100%.
Der Ausblick auf die aktuell in Wolken liegende Schlucht ist wunderschön und die Einrichtung ebenfalls.
Wir ruhen uns etwas aus und genießen den schönen Ort. Ich liebe Außenduschen und diese hier ist einfach nur geil! Zum Sundowner nehmen wir einen G+T am Kaminfeuer.
Ein uriger Platz!
Im Restaurant realisieren wir dann, dass Muttertag ist.
Einige einheimische Gäste haben ein Special gebucht. Und so sind wir die einzigen weißen Gäste. Grundsätzlich finden wir das cool, aber die jüngere farbige Generation ist extrem Insta süchtig. Nebenan wird munter fotografiert, Selfies gemacht und laut Tiktok geschaut.
Das gute Dinner wird nebenan kaum beachtet. Hmmmmpf!
Die Ladys gehen dann irgendwann ins Bett, während wir noch etwas sitzen bleiben.
Der Ober ist wieder extrem nett. Ein wirklich stilvoller Platz hier! Im Chalet drinken wir noch ein Glas Wein, bevor es ins phantastische Bett geht! Mal schauen, wie der morgige Tag wird. Wir wollen ins Lake Eland Game Reserve.
Teil 1712. Aug. 2023
15.05.2023 Oribi Gorge The Gorge – Lake Eland Game Reserve
Das unwirklich bequeme Bett würde man am liebsten gar nicht verlassen. Als wir aufwachen sind die Scheiben beschlagen.
Ich wische sie erst einmal mit einem Handtuch sauber, damit wir den Blick in die Gorge. Der Himmel ist bedeckt. Wir gammeln noch etwas herum, bevor wir zum Frühstück gehen.
Der Himmel reißt auf, es soll heute durchwachsen werden. Das Frühstück ist erwartungsgemäß gut, die Bedienung wieder sehr, sehr nett und wir genießen diesen mondänen Platz.
Auf jeden Fall haben wir das Gefühl, dass wir das viele Geld für das Schmankerl dieses Urlaubes an der richtigen Stelle ausgeben.
Dann geht es los zum recht nahen Lake Eland Game Reserve.
Black-bellied Glossy Starling Cape Starling - Danke Maddy 😘
Vorher stoppen wir am Mac Valley Farm Stall.
Die liebe Strelitzie hatte uns den Tipp gegeben, dass es hier leckere Macadamias gibt.
Der Shop ist ganz cool gestaltet und es gibt allerlei ungewöhnliche und leckere Sachen zu kaufen. Ein netter Platz zum Stöbern.
Entlang der weiteren Pad sitzen immer mal wieder Vögel auf dem Zaun. Fiscal Flycatcher
Cape Sparrow
African Stonechat
Yellow-eyed fronted Canary - Danke Maddy 😘 - liegt wohl an meinem uralten Bestimmungsbuch 😉
Brimstone Canary (Erstsichtung)
Pin-tailed Whydah - Danke Maddy 😘
Junger Jackal Buzzard (?)
Levaillant's Cisticola
Cape Grassbird (Erstsichtung)
Der Eingang nach Lake Eland sieht recht kommerziell und wenig einladend aus. In der Hauptreisezeit scheint hier der Bär zu steppen. Heute ist es ruhig. Das Wetter ist wenig promising, was uns aber nicht stört.
Nach kurzer Fahrt wird es etwas uriger.
Und es hat sehr viele Vögel hier.
Greater Double-collared Sunbird
Southern Boubou
Emerald-spotted Wood Dove
Cardinal Woodpecker
Speckled Mousebird
Brown-hooded Kingfisher
Cape Weaver (nicht sicher) Spectacled Weaver - Danke Maddy 😘
Zuerst fahren wir in dem leicht hügeligen Gelände über offene Grasflächen, bevor wir nach rechts auf einen Loop abbiegen.
Es geht etwas nach unten in bewaldetes Gebiet. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wieder einmal fast keine anderen Autos unterwegs sind. Uns gefällt es ganz gut hier, auch wenn das Gebiet ziemlich mit touristischer Infrastruktur durchzogen ist. Unten im Tal gelangen wir an eine heute vereinsamte Zip-Line Station. Wir kehren um, da wir auf jeden Fall noch zur Hängebrücke möchten und dann auch nicht zu spät in die Lodge zurückkehren wollen.
Teil 1814. Aug. 2023
15.05.2023 Oribi Gorge The Gorge – Lake Eland Game Reserve
Auf der Grasfläche sehen wir Zebras
und erreichen dann schließlich den Parkplatz der Brücke.
Ich schaffe es tatsächlich auf die andere Seite,
Kerstin dreht nach einem guten Stück um.
Die Ausblicke sind wunderbar, es hat sogar einen kleinen Regenbogen. Ein sehenswerter Platz.
Am Rande der Schlucht entlang fahren wir eine kleine Pad, die zu einem Aussichtspunkt führt.
Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht. The Gorge ist zu sehen,
der Himmel ist sogar etwas blau und auf dem Steg zur Plattform liegt eine kleine, wunderschöne Schlange. Da wir keine Ahnung haben, ob sie gefährlich ist, sind wir ziemlich vorsichtig. Aber wir können ihre Angst spüren. Sie bewegt sich kaum und schaut uns aus ihren großen Augen an.
Kerstin entdeckt einen schönen Schmetterling und wir sind recht happy.
Ein Jackal Buzzard schwebt über der Gorge.
Auf dem Rückweg sehen wir zahlreiche Black-headed Herons auf einer Wiese sitzen.
Und dann mittendrin zwei Kronenkraniche! Donnerlüttchen!
Leider spielt sich das Ganze in ziemlicher Entfernung ab. Die Herons haben ziemlichen Respekt vor den Kranichen, die einfach wunderschön sind.
Die Crowned Cranes standen ganz oben auf unserer Wunschliste und nun ist es schon unsere vierte Sichtung. An einem Sekretär vorbei verlassen wir das Reserve und kehren zur Lodge zurück.
An der Zufahrt sehen wir noch African-Black Ducks
und Yellow-billed Ducks.
Dort trinken wir einen Tee und erkunden dann noch kurz das Gelände.
An der Poolbar holen wir zwei Weißwein und unterhalten uns mit den Angestellten.
Kerstin erwischt noch einen greater Double-Collared Sunbird.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir auf der Terrasse und genießen den tollen Ort.
Die Zeit vergeht leider viel zu schnell.
Beim wieder guten Dinner sind wir heute ganz alleine.
Die Tiktok und Insta Show von gestern vermissen wir gar nicht.
Zufrieden gehen wir ins Chalet. Es fängt wieder an zu regen. Es war wieder ein schöner Tag!
Teil 1920. Aug. 2023
16.05.2023 Oribi Gorge nach St. Lucia The Sandpiper
Am heutigen Morgen lassen wir uns das Frühstück im Zimmer servieren. Aufwachen und sofort aus dem Bett den herrlichen Blick genießen (OK, nachdem die beschlagenen Fenster mit dem Handtuch frei gewischt wurden), das ist einfach wunderbar! Einige Wolken hängen noch unten in der Schlucht und die Morgensonne taucht das Tal in warmes Licht.
Nach einer tollen Freiluft-Dusche genießen wir das köstliche Frühstück und freuen uns auf einen kurzen Besuch der Oribi Gorge.
Beim Auschecken macht die Lodge auf der Rechnung einen Trinkgeldvorschlag. Da das Personal wirklich extrem zuvorkommend war, akzeptieren wir den recht üppigen Betrag. Dann fahren wir bei bestem Wetter mit frisch gewaschenem Auto in Richtung Gorge.
Der Kia klappert seit einiger Zeit. Auf eine Pfahl sitzt ein Black-headed Heron
Spur-winged Goose
Die Zufahrt zur Oribi Gorge ist frei und wir zahlen keinen Eintritt. Langsam geht es über eine Asphaltstraße hinunter in den üppigen Wald.
Es gefällt uns hier auf Anhieb.
Außer uns sind nur wenige Autos unterwegs. Überall sind die Stimmen der Waldbewohner zu hören.
Schade, dass wir nur eine bis eineinhalb Stunden Zeit übrig haben. An einem Picknickplatz fotografieren wir einige wuselige kleine Vögel aus dem Auto. Grey-Waxbills = Erstichtung = Yeah!
Der obligatorische Collared Sunbird.
Kerstin erwischt einen Olive Woodpecker, den wir erst einmal vorher in Tsitsikamma hatten!
Besonders freuen wir uns über den Trumpeter Hornbill, den wir auch vorher nur einmal (und zwar tot) im Maul eines Krokodiles sahen.
Entlang der Straße blühen viele Büsche und Blumen,
in denen zahlreiche bunte Schmetterlinge unterwegs sind.
Die Oribi Gorge ist ein kleines Paradies, in dem wir sehr gerne einmal in Ruhe Wandern würden.
Langsam fahren wir über die Brücke über den Fluss.
Plötzlich ruft Kerstin „Stoooop!!“. „Rechts über mir sitzt ein Narina Trogon mitten in der Sonne, giiiiib mir das Teeelee!“. Und in dem Moment fliegt er Weg! Meine Esmeralda ist außer sich, ob der vertanen Superchance, ein perfektes Bild zu machen….. Wir scannen den Wald ab, spielen Trogon Sounds ab und der Vogel bleibt verschwunden! Dann heißt es langsam Abschied nehmen. Leider ist Leopard Rock heute geschlossen. Wie Graskop es beschrieb, steht ein „zu Verkaufen“ Schild am Eingang.
Die ungeliebte Strecke über Port Shepstone und Durban nach St. Lucia steht an. Bis Port Shepstone ist diese gut befahrbar.
Begeistert sind wir von den meterhohen gelben Blumen, die in Massen wachsen.
In Durban haben wir die Berichte von Highjackings im Kopf und sind ein wenig angespannt. Der Verkehr ist sehr dicht, aber wir kommen in keinen Stau. Die Ecke gefällt uns ganz und gar nicht und wir sind froh, als wir den Ballungsraum langsam hinter uns lassen können und am Airport vorbei auf der nun beschaulicheren N2 voran kommen.
Das Klappern wird langsam immer lauter.
Da die N-Straße gut ausgebaut ist, stören die LKW’s nicht ganz so sehr, wie wir es befürchtet hatten. An einer Baustelle stehen die wartenden Fahrzeuge in der Gegenrichtung in langen Schlangen.
Wir haben Glück und können nach ca. 10 Minuten Warten weiter fahren.
Nach einem Tankstopp geht es an Mtubatuba vorbei auf das letzte Stück in Richtung St. Lucia. Auch dort treffen wir auf eine one-way Baustelle, die gerade jetzt auf „go“ switcht. Uff, Glück gehabt.
Im The Sandpiper werden wir extrem herzlich empfangen. Die junge Managerin gibt sich wirklich Mühe und zeigt uns das Haus. Unser Zimmer ist OK, aber nicht ganz so stylish, wie es im Netz aussah.
Der Garten und der Pool sind allerdings wirklich schön, momentan aber von zig Affen bevölkert. Man warnt uns eindringlich, die Türen immer abzuschließen. Mit einem Savanna machen wir es uns am Pool bequem.
Es ist schwül, aber doch ganz gut auszuhalten. Peaceful Sleep ist ein Muss.
Am Abend gehen wir dann zum Dinner ins altbekannte Brazzas. Die Speisekarte sagt uns nicht mehr so sehr zu, wie vor einigen Jahren. Kerstins geliebtes kapmalayisches Curry ist nicht mehr zu haben. Also dann doch für beide eine der üppigen Fischplatten.
Diese schmeckt hervorragend. Allerdings sind die vielen Saucen recht fetthaltig.
In der Nacht sollte sich dies bei mir rächen. Die Fischplatte wanderte rückwärts in den WC! Das lag aber an der Menge, nicht an der Qualität. Morgen müssen wir früh raus, denn wir sind mit Temba, einem bekannten Birdguide verabredet. Dank Klimaanlage schlafen wir gut (bis auf meine kurze Unterbrechung)….
Teil 2024. Aug. 2023
17.05.2023 St. Lucia The Sandpiper / Tagestour mit Birdguide Temba
Wir stehen gegen sechs Uhr auf, brauen eine Tasse Kaffee, eine schnelle Katzenwäsche und schon treffen wir uns wie verabredet mit Temba an der Tankstelle. Auf ihn aufmerksam geworden sind wir durch einen Reisebericht im Nachbarforum. Wir besprechen kurz den Tag und beginnen in einem kleinen Park mitten in St. Lucia. Temba pfeift die ganze Zeit und deutet in die Baumwipfel. Dort ist einiges los. Auf einem einzigen Baum sehen wir Wattled Starlings, Black Collared Barbet und eine fliegende Taube.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Thick-billed Weaver
White-earred Barbet = Erstsichtung
Golden-rumped Tinkerbird = Erstsichtung
African Hoopoe
Black-bellied Glossy Starling = Erstsichtung
Unfassbar knuffige Bronze Mannikin
Dark-capped Bulbul
African Golden Weaver = noch eine Erstsichtung
Brown-hooded Kingfisher
Und eine noch etwas müde Esmeralda mit Temba.
Wir sind etwas fassungslos und fast ein wenig überfordert mit der Artenvielfalt. Temba hat wirklich ein super Gespür für die Vogelwelt. Er bildet andere Birdguides aus und ist wohl recht bekannt. Wir laufen langsam durch den Park und treffen auf richtig coole Crowned Hornbills = Erstsichtung in Südafrika!
Auf dem Baum nebenan sitzen zwei Trumpeter Hornbills.
Crested Barbet
African Green Pigeon
African Pied Wagtail
Eastern Olive Sunbird = Erstsichtung und ganz schwer zu erwischen.
6 Erstsichtungen bei uns im Park um die Ecke! Das übertrifft alle unsere nicht zu knapp bemessenen Erwartungen! Nun wollen wir runter in Richtung Boardwalk und fahren ein Stück mit dem Auto. Forstsetzung folgt….