ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200803. Feb. 2017 ·
31.12.2017
An die bellende Hunde werde ich mich wohl nicht gwöhnen........ 😣
Oyé war die Nacht wieder kurz!
Um 10 Uhr fährt mich der Hotelshuttle zum Domestic Airport Terminal 1. Zuerst muss das ganze Gepäck am Eingang durch den Scanner. Check in geht relativ zügig. Die Aethiopien Maschine startet um 13 Uhr nur mit 20 Minuten Verspätung.
An Bord wird sogar eine kleine Flasche Wasser sowie ein Stück Kuchen angeboten. Musik wird während des ganzen Fluges laut gespielt. Ich komme auch gleich mit meiner Nachbarin ins Gespräch. Sie heisst Saba und wohnt mit ihrem englischen Ehemann in Mekele. Sie hat in Addis Abeba ihre Einkäufe erledigt. In ihrem Haus bieten sie auch 2 Gästezimmer auf Booking.com an. Asimba Guest House liegt unweit von Debre Amo Hotel wo ich übernachten soll. Desta, die Besitzerin ist sogar ihre beste Freundin. Die Welt ist echt klein. Saba hat Desta heute Abend zur Sylvesterfeier eingeladen. Sie möchte unbedingt dass ich auch mitkomme. Ich weiss nicht Recht.... Zum Schluss gebe ich nach und akzeptiere die Einladung.
Um 14 Uhr landet die Maschine in Mekele. Ich muss noch 15 Minuten auf mein Gepäck warten. Draussen wartet auch schon der kostenlose Hotelshuttle. Der Flughafen befindet sich 10 Kilometer vom Stadtzentrum. Das Debre Amo Hotel liegt direkt auf der Hauptstrasse.
Ich werde von Desta recht herzlich Willkommen. Sie begleitet mich bis zur Suite 7. Eine echte Suite! 🙂 Alles sieht sauber und frisch aus.. Es gibt ein Schlafzimmer mit Einzelbett
einen Salon mit Wifianschluss
einen grossen Gang
sowie ein nettes Badezimmer aber ohne Vorhang........
Schlafen werde ich hier auch kaum. Die Vorhänge kann man vergessen und die Hauptstrasse sorgt die ganze Nacht für Unterhaltung .
Der Garten mit seinen Blumen und Pflanzen lädt zum Entspannen ein. Werde ich bestimmt morgen geniessen können....
Nach dem Auspacken und Duschen sende ich noch schnell eine E-Mail an meinen Mann um Ihm zu bestätigen dass ich immer noch heil bin! 😄
Punkt um 19 Uhr begleite ich Desta zu Saba's Haus. Wouah. Von Armut ist hier nicht die Rede......
Da würde ich das nächste Mal auf jeden Fall übernachten wollen. Es liegt ruhig hinter Debre Amo Hotel und ist herzig eingerichtet. Weihnachten kann man hier noch spüren.
Da mache ich auch gleich mit Saba's Ehemann Chris Bekanntschaft.
Es hat längere Zeit für die UN in Dubai gearbeitet und ist jetzt Rentner. 15 Minuten später kommen auch noch Freunde dazu. Ich hatte mich eigentlich auf eine richtige äthiopische Sylvesternacht eingestellt. Leider wird nur englisches Essen angeboten. Igitigit. Chris ist aber auf seine Kochkunst sehr stolz...... 😈
Zum Glück hilft der gute Acacia und Rift Valley Rotwein das Ganze herunter zu spülen.
In dieser Nacht wird mir das äthiopische Tanzen beigebracht. Die Schultern und Beine werden da sehr in Anspruch genommen. Für eine Reiterin wie ich kein Problem. Innerhalb einer halben Stunde konnte ich die Gesellschaft "entertainen".
Wir haben uns wie Kleine Kinder amüsiert. Gegen 3 Uhr finde ich endlich mein Bett...... 😗
ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200804. Feb. 2017 ·
Hallo Mutsel,
Das Foto habe ich in der Tigray Region unweit der Gheralta Lodge geschossen.
Stelle dir vor, ich bin da hochgeklettert! Mehr darüber später.
Es war ein echtes Highlight aber auch mit viel Adrenalin verbunden. Ich war heilfroh dass mein Toni nicht dabei war. Der hätte bestimmt durchgedreht...... 😈
es ist sehr interessant, Deinem Bericht in einen uns bisher unbekannten Teil der Welt zu verfolgen. Man kann nicht sagen , dass Du ein Schisser bist, oder ? 😎
Respekt für Deinen Mut und danke für den schönen Bericht.
Danke Annick, tolle Landschaft. Hat denn dein Mann die Ruhe bewahren können, mit dem Wissen nur alle paar Tage von dir zu hören.? Viele Grüße Mutsel
ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200805. Feb. 2017 ·
Hallo Mutsel,
Mein Mann hatte keine Wahl, er wollte ja Zuhause bleiben. 🤪
Seit heute morgen ist er aber ganz stocksauer auf mich. Ich kann ihn verstehen.... 😎 Musste dringend ins Krankenshaus denn seit einigen Tage habe ich jede Nacht schlimme Kratzanfälle. Meine Vermutung auf Krätze hat sich bestätigt. Den ganzen Tag haben wir mit dem Desinfizieren verbracht. Bett, Wäsche...usw. Wir mussten uns Beide auch total duschen und zweimal mit einer Lotion von Kopf bis Fuss einreiben. Oh Mann.... Er flucht immer noch! 😣
ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200805. Feb. 2017 ·
01.01.2017
Um 9 Uhr werde ich schon von den ersten LKW's geweckt. Mein Schädel brummt wie verrückt. Ich habe zu viel Rift Valley Rotwein getrunken. Selber Schuld..... 😣 Gegen 10 Uhr klopft Desta an meine Tür und meldet das Frühstück wäre bereit. Ich freue mich sehr denn ich bin hungrig. Das englische Essen von gestern Abend war echt kein Highlight... 😎 Ich begebe mich zur Gartenterrasse.
Gleich wird auch das leckere Frühstück serviert. Es gibt frische Brötchen, frischgepresster Orangensaft, Spiegeleier, Fruchtsalat und einen starken Café wie ich ihn liebe. Vögel leisten mir da Gesellsschaft.
Danach mache ich mich auf den Weg zu Ethio Travel & Tours. Das Office befindet sich nur 2 Kilometer entfernt, im Hotel Milano. Unterwegs wird auch überall gebaut.
Auf der Hauptstrasse geschieht das alltägliche Leben.
Bei der Milano Rezeption treffe ich auch gleich 5 Amerikaner, richtige Backpackers. Ein Zimmer kostet hier nur 15 US$ aber mit Bedbugs..... 😗 Ich komme gleich mit ihnen ins Gespräch und erfahre dass sie auch morgen die Danakil Tour mitmachen. Sie bezahlen aber nur 400US$. Per internet wurde mir aber 600 US$ bestätigt. Zum Glück habe ich noch nichts bezahlt. Die 5 Amerikaner begleiten mich zu Ethio. Da erwartet uns die übliche Cafézeremonie.
Werde später noch genauer darüber berichten. Die Lady an der Kasse begrüsst mich ganz herzlich. Da erkläre ich ihr dass ich zu den 5 Amis gehöre und nicht einsehe wieso ich 600 US$ zahlen soll! Da höre ich auch gleich: sorry Mam, mistake, you pay only 400 US$. Sie bestätigt mir auch dass ich morgen früh um 09.30 im Debre Amo Hotel abgeholt werde. Ich verabschiede mich von den Kumpels und erkunde ein bisschen die Stadt. Ich werde auch eine Kleinigkeit im berühmten Abreha Castle Hotel essen.
Das Hotel besitzt zwar eine nette Anlage und Aussicht aber Preis/Leistung ist miserabel.
Auf dem Weg zu meinem Hotel höre ich wieder unterwegs: Mam, sister, you give money........ 😵
Ich freue mich sehr auf Deinen "Action" - Bericht, denn damit beginnt für mich der interessanteste Teil Deiner Tour. Denn was nun kommt, ist für mich wie vor dem Gorilla Tracking in Uganda - schaff ich das oder nicht - wenn Du verstehst, was ich meine.
Herzlichen Dank fürs mitnehmen. Ich hoffe, Dein Mann wird Dir vergeben.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Hallo Annick, bist Du sicher,dass es ein Mitbringsel aus Äthiopien ist? Mittlerweile ist die Krätze bei uns auch heimisch geworden.? Am besten du schreibst schnell weiter-das lenkt ab. 😕 Viele Grüße Mutsel
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201405. Feb. 2017 ·
ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200806. Feb. 2017 ·
@danke Mutsel und Sabine. Ja Mutsel es war in Aethiopien, da bin ich mir leider sicher! 😎
02.01.2017
Natürlich ist um 09.30 noch Niemand gekommen um mich abzuholen....Desta meint es sei üblich! 😎 Aber um 09.45 ruft sie Ethio Travel an. Da erfährt sie dass es noch eine halbe Stunde dauert. Ich habe nur das Nötigste in meinem kleinen Rucksack verpackt. Der Koffer bleibt im Debre Amo Hotel. Da steht er sicher.
Um 10.15 kommt endlich der Driver von Ethio und nimmt mich mit. Wir fahren aber nicht ins Office sondern direkt zum Flughafen. Er soll da noch eine Dame abholen die auch noch die Danakil Tour mitmacht. Sie steht auch draussen am Ausgang, eine Chinesin namens Ethieu. Erster Stop ist dier Stadt Agula wo wir alle 4X4 Autos vom Danakil Convoy treffen sollen. Wir halten am Hauptcafé an. Im Ganzen sind wir 28 Farenjis, 7 Driver mit je einem Wagen. 4 Turis pro Wagen. 20 Farenjis von Ethio Travel und 8 von zwei andere Agenturen. Die Atmosphäre ist locker und man lernt sich sehr schnell kennen.
Ich teile unseren Wagen mit der Chinesin, einem Amerikaner und einem Engländer. Eine halbe Stunde später fahren wir alle zusammen Richtung Berhale. Der Weg bis dorthin führt durch tolle Landschaften.
Ein englisches Ehepaar mit je einem Motorrad begleitet auch das Convoy. Ein Jahr lang ziehen Beide durch Afrika. Ihre Reise hat in Kapstadt begonnen. Sie haben so viel schon erlebt und wollen später ein Buch schreiben.
Berhale erreichen wir um 13.30. Es handelt sich um ein kleines Dorf. Da halten viele an um ihren Durst zu löschen. Man merkt gleich dass die Einwohner genügend zu essen haben.
Salzkaravanen ziehen oft durch den Ort auf dem Weg nach Mekele. Jeden Samstag findet in Mekele der Kamelmarkt statt. Wir werden schnell durch eine Schar fröhlicher Kinder belagert.
Unsere Wagen werden im Schatten geparkt.
Das Mittagessen gehört bestimmt nicht zu einem kulinarischen Delight aber das eiskalte Bier hilft das Ganze herunter zu spülen. Die Temperatur beträgt jetzt 30 Grad.
Ab Berhale kommen auch noch 2 Landrover mit je 4 schwer bewaffnete Bodyguards zu unserem Convoy dazu. Danach machen wir uns auf den Weg nach Hamedela. Unterwegs treffen wir schon viele Kamel und Esel Karavanen.
Gegen 16.30 erreichen bei 40 Grad das Kaff. So ein hässliches Dorf habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. In ein Paar aus Planen, Bastmatten und Aesten zusammenimprovisierten Hütten, leben hier oberhalb eines ausgetrockenen Flussbetts einige Hundert Afar im Grau der sie umgebenden Landschaft.
Wir bleiben nicht sehr lange. Die Schlafsäcke sowie das Proviant werden aus den Fahrzeugen getragen und es kann gleich weitergehen. Wir fahren nur 5 Kilometer weiter. Und da können wir die zahlreichen Karavanen mit vielen hundert Kamele bewundern. Ich komme mir echt wie im Film Laurence d'Arabie vor.
Dieses Schauspiel werde ich in meinem Leben nie vergessen können. Man muss es einfach erlebt haben. Bevor sie im Morgengrauen des nächsten Tages zum Aufnehmen der Salzlasten ins Zentrum des Salzsees aufbrechen, nächtigen sie bei Hamedela.
franzicke2’085 Beiträge · seit 201206. Feb. 2017 ·
WOW - Annick! Jetzt hab ich zwar die Abfahrt verpasst, aber selbstverständlich bin ich auch dabei! Das ist schon echt der Hammer, dass und wie du diese Reise gemacht hast. Da hätte ich schon am ersten Tag in manchen Situationen zurückgezuckt. Ich find's echt großartig, dass du da so überhaupt keine Berührungsängste hast! Und vielen Dank, dass du darüber berichtest und die beeindruckenden Fotos zeigst. Liebe Grüße Ingrid
ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200807. Feb. 2017 ·
Fortsetzung
Die Afar waren oder sind zum Teil immer noch Nomaden und leben seit jeher in der Danakil Wüste. Sie bauen das Salz in den Salzseen der Afar Region ab, transportieren das kostbare Gut in riesigen Kamelkaravanen durch die Wüste und verkaufen das Salz in den Städten um die Danakil-Senke.
Die Farben hier werden mit der Zeit magisch und das Ambiente finde ich einmalig.
Den Sundowner geniessen wir in vollen Zügen.
Die Drivers haben für Honig Wein gesorgt. Eine Karavane nach der Anderen folgt.
Der Honigwein ist nicht gerade mein Ding aber auf einmal sieht die Welt noch geiler aus! 😄
Es ist stockdunkel als wir das Kaff Hamedela wieder erreichen. Hier leben rund 1000 urbanisierte Nomaden in für uns heruntergekommenen Verhältnisse. Alles, was die Leute finden, wird zum Bau ihrer Hütten verwendet. Kein Strom, kein fliessendes Wasser, nicht mal Toiletten gibt es hier. 😗 Aaaaaber man hat Handy-Empfang! 😁 Die Siedlung erinnert mehr an eine Müllhalde als einem idyllischen Wüstendorf. Die Leute scheinen ihr Nomadenleben nicht ganz aufgegeben zu haben. Wenn sie früher Abfall wegwarfen, sah man den am nächsten Tag nicht mehr da man ja weiter zog. Heute wird der Abfall immer noch vor die Hütte geschmissen und langsam aber sicher lebt man in einem Abfallberg.
Ein tolles Buffet erwartet uns aber. Es gibt eine frische Gemüsesuppe, frischgemachter Salat und Pasta. Es schmeckt köstlich.
Ich muss gestehen dass ich in Aethiopien nie Durchfall bekommen habe. 🙂
Danach bereiten wir unser Bett für die Nacht vor. Da Ethieu, Devon (der Amerikaner) und Steve (der Engländer) auch noch nicht schlafen wollen, besuchen wir die Dorfbeiz. Es ist stockvoll. Alle Leute gucken die französische Fussballbundesliga sowie Englische an. Dabei wird ordentlich Bier gesoffen. Wir trinken auch Einige hinunter. Zum Glück gibt es für die Flaschen Pfand sonst würden sie alle am Boden bleiben und Keiner würde sich darum kümmern.
Gegen Mitternacht legen wir uns zum Schlafen hin. Wie ihr sehen könnt, es ist Natur pur. Kein Luxus, nur frische Luft bei 25 Grad.
Später muss ich aber pinkeln. Ich entferne mich 500 Meter von den Hütten, stolpere auf ein Haufen Plastikflaschen und Müll. Ich trete natürlich auch auf Menschenkot. Eine echte Scheisse! 😣
Fleur-de-Cap1’409 Beiträge · seit 201007. Feb. 2017 ·
Hallo Annick,
ich reise auch noch begeistert mit und muss Dich für Deinen Mut, alleine nach Äthiopien zu reisen, echt bewundern. Ich hätte die Bux voll, wenn ich da alleine durch müsste 😉 Chapeau! Aber es macht Spaß, von der Couch aus mit Dir mit zu fahren. Wünsche Dir auch gute Besserung!!
ANNICKThemenstarter8’064 Beiträge · seit 200808. Feb. 2017 ·
03.01.2017
Um 6.30 werden wir auch schon durch unseren Driver geweckt. Mensch war die Nacht kurz! Zum Glück hat Ethio Travel für genügend Wasserflaschen gesorgt. So können wir wenigstens unser Gesicht und die Hände waschen. 😎 Um 7 Uhr wird gefrühstück. Es gibt Omelette, Wassermelone und einen ordentlichen Café. Devon und Steve schlagen schön zu!
Punkt um 7.45 verlassen wir Hamedela Richtung Osten. Wir werden die Schwefelfelder der Dallol Senke besuchen. Unterwegs können wir wieder die Kamelkaravanen beobachten die zur Arbeit gehen.
Im 21. Jahrhundert scheint der mühsame und langsame Transport auf dem Rücken der Kamele ein Anachronismus, vom Nordwesten kommend gibt es inzwischen sogar eine Teerstrasse zur Dallol Senke. Doch die stolzen Afar halten an ihrer Tradition fest. Dank ihrer Kalaschnikows scheint sie auch Niemand herauszufordern. Angeblich soll es auch der Sturheit der Afar geschuldet sein, dass in Dallol kein Hotel öffnen darf. Ist mir ganz Recht so aber ich würde mich auf Toiletten echt freuen! 🙂 Der Tourismus ist willkommen - aber wohl nur bis zu einem gewissen Grad. 🙄
Das Wort Dallol bedeutet in der Afar Sprache Auflösung.
Mit 35,6 Grad besitzt Dallol eine höhere Durschnittstemperatur als alle andere Orte der Erde. Selten wird es kühler als 24 Grad. Regen fällt nie, somit ist Dallol auch einer der trockensten Orte der Welt.
Dallol gilt als eines der aussergewöhnlichsten Geothermalgebiete der Erde. Es liegt in der Danakil Depression, im Nordosten Aethiopiens und in Grenznähe zu Eritrea. In dieser schwer erreichbaren Gegend wurden die höchsten durschnittlichen Jahrestemperaturen der Erde registriert. Die letzte phreatische Explosion des Dallol fand 1926 statt und formte einen 30m weiten Krater. Seidem beschränkt sich die Aktivität auf eine grosse Anzahl von heissen Salzwasserquellen. Das etwa 4Km2 grosse Vulkangebiet erhebt sich auf 30m aus einer Salzebene, welche 120m unter dem Meeresspiegel liegt.
Heisses Grundwasser löst beim Aufsteigen durch die 1000m dicken Salz-und Anhydritschischten Mineralien auf, die an der Oberfläche wieder abgelagert werden. Dabei bilden sich verschiedenartigste Formen, welche an Korallenstöcke oder Hornitos erinnern.
Die Ausfallprodukte erhalten durch Schwefel und verschiedene Kaliumsalze ihre charakterischen Weiss-Gelb-und Rotfärbungen.
Die Austrittstemperatur der Quellen beträgt ca 70 Grad, ein pH Wert von unter 1 zeugt von extremem Säuregehalt. Die vulkanische Gase lösen sich im Wasser, jedoch verdunstet das Wasser auf Grund der trockenen Luft und ihrer hohen Temperatur. Zudem ist die Luft auf Grund der Gase selbst sauer. Das Schauspiel ist echt grandios. So etwas habe ich in meinem Leben nie gesehen.
Dabei vergisst man sogar die Bodyguards die für unsere Sicherheit verantwortlich sind!
Hallo Annick, die Goldmulls sind natürlich auch dabei und lesen fleißig mit - vor allem hast du uns ja die vielfältigen vulkan. Erscheinungen, für die Athiopien berühmt ist, in tollen Bildern vorgelegt! Und großen Respekt für diese Reise in ein solches Land - noch ganz allein! Du wirst in Kronau berichten! Bis danne!
liebe Grüße, Goldmull
franzicke2’085 Beiträge · seit 201208. Feb. 2017 ·
... danke für deine interessanten Hintergrund-Informationen - und die gigantischen Bilder!!! Viele Grüße Ingrid