ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201202. Nov. 2016 ·
MAHANGO GAME PARK. und BUFFALO CORE CONS. nach einer Stipp visite bei Freunden, auf der Mongola Lodge (absolut hübsch dort), steuerten wir die Nunda River Lodge an. Zuvor noch zwei kleine Bilder vom Sonnenaufgang "in Mongola"
Der Campground direkt am Okavango ist ausgesprochen stimmig, es gibt auch schöne Bungalows, einen Pool, und das Personal ist auffallend freundlich - es verkauft "Game" 😉
Es sind nur wenige Kilometer, von der "Mobola" bis nach Bagani. Und so ist es kein Problem, am gleichen Tag den Mahango Park zu besuchen. Wir fahren den sog. "Ost-Loop", am Wasser entlang, dies sei der tierreichste Teil.
"think of it" bird. - White-browed Robin- Chat
Aber wo sind die Elefanten, wo die Löwen, wo die Büffel...? Unsere Sichtungen waren ehrlich gesagt, etwas enttäuschend, wir hatten uns deutlich mehr versprochen. 🙁 🙁
Schon auf der Fahrt nach Bagani fielen uns riesige schwarze Areale, links und rechts der Straße auf. Abgebranntes Buschland. Aber nicht nur Buschland, auch abgebrannte Hütten. Und in der Tat, ein Tourguide der NDHOVU Lodge, sagte uns: Im Mahango "brannte es gewaltig, die Elefanten sind abgewandert". Wir sollten es doch mal in der Buffalo Core Cons. versuchen. Die Conservancy gehört bereits zum Bwabwata N.P. - der Eingang befindet sich ca. 12 km hinter der Okavango-Brücke (Bagani).
E n d l i c h gefunden, schön!
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201202. Nov. 2016 ·
1: 0? - Da geht noch was!
- ein paar Eindrücke noch aus dem Buffalo Core.
Der Park gefiel uns gut. Die Tiere sind ausgesprochen entspannt. Es ist keine lange Fahrerei erforderlich, und: Es waren außer uns nur 2 Guides mit ihren Gästen auf Game Drive. In kürzester Zeit sahen wir mindestens 50 Elefanten, viele, viele Büffel, Hippos, eine Pferdeantilope, ein Buschböckchen... wat will'se mehr?
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201204. Nov. 2016 ·
Mamili Park. Auf dem Weg von Bagani zum Mamili Park muss sich der Autofahrer nach etwa 2 Fahrstunden auf eine Rechtskurve einstellen 😄 , bei Kongola nimmt man die C 49, übrigens durchgehend und komplett neu asphaltiert. Die Elefanten Warnschilder am Straßenrand machen Sinn!
Livingstone’s Camp liegt wenige Km hinter Sangwali. Am besten orientiert man sich dort am Zufahrtsweg zum „Nkasa Lupala tented Camp“, und wird dann den Abzweig zu "Adolf" finden, denn leider kannte unser T4A den Weg nicht.
Adolfs "Livingstone Camp" ist wunderbar. Riesige Plätze, ein jeder mit Außenküche und separater Du/WC. Üblicherweise kommen nachts Tiere aufs Gelände, denn es ist nicht eingezäunt. Aber die Hippos sind derzeit weggezogen und bedeuten keine Gefahr. Trotz dieser Entwarnung, war Adolf (Lodge Eigentümer) nach einem „Damenbesuch“ etwas hinfällig. Diagnose: ausgekugelte Schulter.
Die „Dame“, eine ausgewachsene Elefantenkuh, hatte sich ihm von hinten genähert, als er gerade einen Platz etwas herrichten wollte. „Sie war nicht aggressiv, aber ich bin halt vor Schreck in ein Loch gestürzt“, so seine Krankengeschichte.
little bee eater
Wiedehopf Arrow marked Babbler
Karminspint Der Mamili N.P. sei eigentlich der ursprünglichste und am schwersten zugängliche Park Namibias. Aber die enorme Trockenheit der vergangenen Jahre hat die Sumpflandschaft weitgehend trockengelegt. Hippos haben ein existenzielles Problem, auch Büffel sahen wir nicht. Hingegen erfreulich viele Elefanten. Obwohl auffiel, dass sie teilweise etwas scheu sind. Wir glauben aber nicht, dass es am Wildern liegt. Wahrscheinlich sind die vielen Buschfeuer (auch hier!) eine naheliegendere Erklärung. Natürlich sprachen wir Adolf auf die „200 gewilderten Elefanten“ (s. Forum) an. Aber er meint: „unmöglich! – es gibt hier kaum Hyänen, da hätte man auf jeden Fall Kadaver gefunden“. Im Übrigen gibt es im Park Ranger, und eine gut ausgerüstete „anti poaching unit“. Es bleiben also berechtigte Zweifel an der Geschichte.
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201204. Nov. 2016 ·
Fortsetzung "Mamili" Ein besonders schönes Erlebnis waren die Gamedrives mit Adolf: einmal 3,5 Stunden, dann fast 6 Stunden, beachtlich! Adolf ist ein großartiger Erzähler. Man könnte ihm stundenlang zuhören. Was er über David Livingstone zu erzählen wusste, ist spannend wie ein Krimi. Livingstone, der um 1850 auch in Sangwali war, ein „Missionary - Discoverer, und Deliberator“. Ein wahrer „Berserker“ von Mensch, der sich zeitlebens nicht mehr als 4 Stunden Schlaf pro Tag gönnte, und dessen Motto war: „Ich bin bereit, überall hinzugehen, vorausgesetzt, der Weg führt vorwärts“. Es lohnt sich, das Büchlein „SANGWALI“, von Konny von Schmettau, zu erstehen. Darin kann läßt sich die spannende Geschichte von „David Livingstone am Linyanti“ nachlesen. Es liegt auch als deutsche Sonderausgabe vor. Verlegt im Hippos Verlag Swakopmund. Wir fanden es aber auch in WDH.
red Lechwe
Die Weite des Parks
Blüte des "Leberwurst Baumes"
Die Früchte
Impala
Klaffschnabel
"Carmine" Der "Sundowner Platz"
Korrektur: Ich schrieb vorherstehend u.a. von der "Mongola Lodge". Das war natürlich vollkommener Unsinn. Richtig ist: "MOBOLA LODGE". Tut mir leid, Euch allen einen schönen Tag, und bis morgen; dann Kalizo.
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201205. Nov. 2016 ·
Nach 3 Tagen Aufenthalt in Livingstone’s Camp, mussten wir uns leider verabschieden. Man hätte es gut und gerne länger aushalten können. Zum Beispiel hätten wir sehr gerne den Leoparden gesehen, der in der vorletzten Nacht unter den Pavianen „gehaust“ hatte – und auch noch länger die Einsamkeit und Weite des Parks genossen. Aber die Tour Planung hieß: „Kalizo Lodge“. Wir nahmen die C 49, auf der sich „Katima“ mittlerweile in einer guten Stunde erreichen lässt. Man passiert unterwegs den Ort „Chinchimane“, doch um die Darbietungen des „Lusata Fest“ zu bestaunen, waren wir leider e i n e n Tag zu früh; schade.
Kalizo liegt direkt am Sambezi, nur wenige Kilometer südöstlich Katima. Es scheint, dass es hauptsächlich zwei Hauptgründe geben kann, die Lodge zu besuchen: Entweder ist man leidenschaftlicher Angler – oder der Karminspinte wegen. Und, zumindest die einen der Besucher, trafen wir zahlreich an: Die Angler, oft in blauem Dress, gruppenweise und geschäftig am Tun. Mein Gott, hätte nie gedacht, dass dieser Sport fast wissenschaftlich zu betreiben ist. Allein schon die Großraumzelte, um das Equipment unterzubringen, die Motorboote.. durchaus eine Art Expedition, Livingstone‘schen Ausmaßes. 😄 😄
Uns hatten es mehr die Karminspinte angetan. Sie sind, mit einem Wort: faszinierend! Wir hatten gehört, deren Brutkolonie auf Kalizo umfasse ca. 3.000 Vögel. Uns schien dies ein wenig übertrieben, aber gut, man will sich da nicht festlegen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass sie ihre Bruthöhlen ins Steilufer des Sambesi graben, aber was wir sahen, war ganz anders: Bodenhöhlen!
Füttern des Weibchens fördert die Bindung
Und dann beobachteten wir noch etwas rätselhaftes. Aber ich bin mir sicher, die Ornithologen im Forum werden die Lösung des Rätsels präsentieren? Ich mache an dieser Stelle einen kleinen Break, um diese "rätselhaften" Dateien hochzuladen
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201205. Nov. 2016 ·
.... vom Ufer des Sambesi, ließen sich mit großer Regelmäßigkeit Karminspinte beobachten, die sich regelrecht ins Wasser stürzten, kurz eintauchten und dann wieder davonflogen. Was bedeutet dieses Verhalten? Angesichts der hohen Temperaturen könnte man natürlich an ein Abkühlungsbad denken - aber auf diese merkwürdige Weise? Vielleicht nehmen die Tiere bei ihrem "Tauchgang" auch Wasser auf, um es zu ihren Jungen, in die Bruthöhlen zu tragen? Ich bin gespannt, ob dies jemand unter Euch erklären kann?
der hier war besonders krass!
Ein paar "Angler" sahen wir noch, die sogar ohne Rute und ohne Motorboot erfolgreich waren:
Pied Kingfisher
African Fish Eagle
Zu den Fotos: Es stimmt, viele meiner Fotos sind verrauscht. Das hat damit zu tun, dass auch mit Tele, aus der Hand fotografiert wurde, und eine sehr kurze Belichtungszeit vorgewählt war. Dazu muss halt die ISO Zahl hoch. Ich dachte mir: Lieber verrauscht, als verwackelt - oder gar kein Bild. Sorry.
Noch ein Wort zur Location: Das Campgelände direkt am Sambezi hat durchaus eine schöne Lage. Aber nicht alle Sites profitieren davon. Site Nr. 1 liegt z.B. direkt am Zugang zur Bar; ok, suum quique. Insgesamt ist das Gelände auch sehr offen. Am schönsten sind vielleicht die Plätze: Nr.3 bis Nr.6, man sollte sie möglichst vorreservieren! - Genau, wegen die Anglers.
Champagner8’791 Beiträge · seit 201005. Nov. 2016 ·
Wow Rolf, das sind ja tolle Vogel-Fotos!! 🤩 Nicht nur von den Karminspinten, sondern überhaupt!!! 🙂 Wusste gar nicht dass du auch zur Birder-Fraktion gehörst.... 😉 Ich bin begeistert!
Und auch davon, dass du in deinem Bericht gleich zwei Unterkünfte präsentierst, die für August 17 noch auf der Auswahlliste stehen - danke dafür. Leider halten sich die Karminspinte mit ihrem Erscheinen ja nicht an die schwäbischen Sommerferien und so werden wir sie wohl nicht zu Gesicht bekommen (zumal wir auch noch sehr früh in den Ferien unterwegs sein werden) 🙁 .
Wenn ich mal groß bin (und vorallem alt genug 😗 ) werde ich auch mal September/Oktober da hoch fahren, das weiß ich! 🙄 Bis dahin erfreue ich mich eben an deinem Bericht (und anderen natürlich) - also schreib ruhig schnell weiter!
Hallo Bele, ja, das sind tolle Fotos von den Karminspinten! Ich weiß nicht mehr, wann genau Du unterwegs sein wirst - wir haben im vergangenen Jahr die Karminspinte am 21.8. bei Drotzkys Cabin gesehen - der Guide damals (Otto) sagte damals, sie wären gerade seit einem Tag da! Vielleicht hast Du ja nächstes Jahr Glück! Viele Grüße Friederike
Champagner8’791 Beiträge · seit 201005. Nov. 2016 ·
CuF schrieb:Hallo Bele, ja, das sind tolle Fotos von den Karminspinten! Ich weiß nicht mehr, wann genau Du unterwegs sein wirst - wir haben im vergangenen Jahr die Karminspinte am 21.8. bei Drotzkys Cabin gesehen - der Guide damals (Otto) sagte damals, sie wären gerade seit einem Tag da! Vielleicht hast Du ja nächstes Jahr Glück! Viele Grüße Friederike
Nööö, ich bin realistisch - zumindest was die Karminspinte betrifft ist die Sache mit dem Glück ziemlich unwahrscheinlich (ansonsten hoffe ich natürlich auf viel Glück in 2017 😎 ) - wir fliegen am 22.8. schon wieder heim 🙁 . Ich habe sie schon zweimal gesehen - einmal im Chobe und letztes Jahr bei Divundu, aber beides Mal waren die Guides total erstaunt und haben sich gewundert, dass sie schon da sind..... das war glaub immer Ende August/Anfang September. Aber so viele wie bei Rolf waren es niiieeeee - immer nur so drei/vier Stück - vermutlich die Vorhut! Wobei meine Bücher unterschiedliche Sachen sagen, mal heißt es sie sind eigentlich nie ganz weg sind, sondern in geringer Zahl immer vorhanden, mal sollen sie tatsächlich erst ab August wieder auftauchen. Vielleicht liest ja einer der Birding-Gurus mit und weiß es genau!
Aber Brüten tun sie glaub so richtig eben erst ab September - und das Spektakel würd ich halt schon gerne mal sehen....wenn ganze Schwärme unterwegs sind. Naja, frau kann nicht alles haben.... 🙄
Hallo Rolf, toll, toll, toll. Super schöne Aufnahmen - nicht nur von den Carminspinten. 🙂 🤪 Wir sind nächstes Jahr 25.-27.9. 2 Nächte in der Kalizo Lodge. Da müssten wir eigentlich Glück haben mit den Sichtungen 🤪 😗 Ich freue mich ganz dolle darauf.
Vor allem die Fotos von den Karminspinten sind grandios - habe ich in der Qualität bisher noch nicht gesehen.
Danke für den interessanten Bericht und die Knaller-Fotos.
Gruß, Bernd
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ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 ·
Guten Morgen, liebe Bele, Du schreibst:
Leider halten sich die Karminspinte mit ihrem Erscheinen ja nicht an die schwäbischen Sommerferien
ich fürchte, damit hast Du recht: Aber vielleicht wenn Kretschmann noch länger Ministerpräsident - oder gar....? Die Vögel kommen nach meiner Kenntnis i.d.R. so um den 25 August in Kalizo aus ihrem "Winterquartier" an. Bis sich die Paare gefunden haben ("Bienenfutter" hilft!), und die Jungvögel aufgezogen wurden, dauert das etwa 1/4 Jahr. In dieser Zeit lassen sie sich gut beobachten. Kalizo hat eine besonders eindrucksvolle Brutkolonie. Wir sahen die Vögel aber auch im Mamili, und im Mudumu - nur nicht in dieser eindrucksvollen Anzahl. Mag aber daran liegen, dass wir die Örtlichkeiten zu wenig kennen.
Freut mich, wenn Dir die Bilder gefallen haben - Vielen Dank fürs Löble!
LbG. Rolf
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 ·
Moin, Moin, Konni,
Danke für Deine "re" - die "tollen Fotos" gelingen quasi von alleine, es liegt am Gefieder der Karminspinte - nicht am Fotografen!
Hab' noch einen schönen Sonntag, Grüße, Rolf
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 ·
Hallo Guggu,
Danke für Dein Lob, freut mich, wenn Dir die Vögelchen gefielen. Eure Tourplanung wird perfekt sein - Ihr werdet sie sehen, zuhauf!!
Liebe Grüsse, Rolf
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200906. Nov. 2016 ·
Hallo Rolf,
ich habe nun mal deinen sehr interessanten Bericht aufgearbeitet 😉 und will ein paar Anmerkungen loswerden. Zu den eintauchenden Karminspinten kann ich nichts beitragen, ich habe dieses Verhalten selbst noch nicht beobachtet. Daß es etwas mit Wassertransport zu den Jungvögeln zu tun haben könnte, glaube ich nicht, denn zu der Zeit gibt es doch noch gar keine Jungen.
Aber zum "Anting" kann ich dir sagen, daß dieses Verhalten besonders von Hühnervögeln, sowohl den Raufusshühnern wie unserem heimischen Auerhuhn wie auch von den Feldhühnern wie Rebhuhn oder Fasan, bekannt ist. Auch Spechte lassen sich gerne ihr Gefieder putzen. Selbst habe ich dieses Verhalten schon bei Auerhühnern sowie in Afrika bei Tauben beobachtet. Jedenfalls erledigen die Ameisen ihren Putzjob, indem sie die Vögel von Federlingen befreien.
Auf jeden Fall geniesse ich deine herzerwärmenden Bilder an diesem überaus trüben Tag ( gerade geht der Regen in Schnee über 😈 ) und freue mich, selbst in absehbarer Zeit wieder in der Region unterwegs zu sein.
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 ·
Hallo Matthias, lieben Dank für Deine Zuschrift, Du meinst also:
...Daß es etwas mit Wassertransport zu den Jungvögeln zu tun haben könnte, glaube ich nicht, denn zu der Zeit gibt es doch noch gar keine Jungen.
Du magst natürlich recht haben, ich kenne und schätze Deine Expertise. Dennoch: Die Beobachtung, dass die Vögel eintauchten, konnte ich vielmals machen. Es waren keine Einzelfälle. Aber was steckt hinter diesem Verhalten? Rechnet man nach: Die Vögel kamen, so hörte ich, in diesem Jahr, am 23. August. Fotografiert hatte ich am 1. Oktober, Ausbrüten werden sie vermutlich ihr Gelege innerhalb 14 Tagen? - scheint mir also nicht völlig ausgeschlossen.
Sie flogen auch sehr regelmäßig in die Bruthöhlen, aber wenn mich die Erinnerung nicht trügt, blieben sie nicht in der Höhle verschwunden. Was man eigentlich erwarten sollte, wenn sie brüten.
Nun ja, Du siehst, ich spekuliere. Man sucht halt nach einer Erklärung für das Gesehene.
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 ·
Chobe N.P. - und Victoria Falls Für die darauffolgenden 3 Tage hatten wir in der „Water Lily Lodge“ (Kasane) gebucht. Das Haus liegt direkt am Ufer des Chobe River. Verpflegung und Unterbringung in der Lodge, sind absolut ok. Auch der Preis: ca. 160 € (DZ./HP.), dürfte schwer zu unterbieten sein. Die Boats Trips starten quasi ab „Hausgarten“ und dauern etwa 3 Stunden. Es stehen kleine, wie große Boote zur Verfügung.
Kaum dass sich das Boot „Sedudu Island“ nähert, vermeint man Großes zu verspüren:
„… und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels … Und die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und so geschah es…“ (Genesis)
Wäre da nicht das aufdringliche Dröhnen der Außenbordmotoren, man könnte glatt die Welt vergessen.
Wie eng der Kontakt zu den Tieren wurde, ohne dass sie Anstalten machen zu flüchten, ist einfach grandios! Ich schäme mich auch nicht, für den kitschigen Wunsch: „Elefanten vor untergehender Sonne“ zu fotografieren - allein, dies war uns nicht vergönnt. Petrus hatte für den 2. Oktober „abendliches Gewitter“ auf dem Programm Zettel. Fotoromantischer Sonnenuntergang war also nicht.
Water Lily - Atrium
"schau mir in die Augen ..." - Das "Kleine", ein Squacco Heron?
eine Zahnreinigung schiene mir durchaus angezeigt
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200906. Nov. 2016 ·
Hi Rolf,
ich habe mal bissle recherchiert und das Gefundene mit meinem Wissen über die heimischen Bienenfresser gepimpt. Wenn die Vögel in der letzten August- Woche im Brutgebiet eintreffen, brauchen sie runde vier Wochen für Paarbindung und Höhlenbau ( sie graben normalerweise jedes Jahr eine neue Höhle, wohl aus sanitären Gründen ). Dann brüten sie ca. 20 Tage, die chicks sind rund vier Wochen im Bau, bevor sie ausfliegen. Da du ja schön die rituelle Brautgeschenkübergabe fotografiert hast, haben die Vögel sicher noch nicht gebrütet. Sonst wäre ja der Partner auch "weg" gewesen. Was aber alle Bee- eaters sehr gerne machen, ist im Sand und - so hab ich´s nachgelesen- im Wasser ein Bad zu nehmen, denn sie leiden oft unter Lästlingen wie Federlingen, gerade da sie in Erdhöhlen brüten.
Vielleicht ist das die Erklärung, daß ich dieses Verhalten nicht kenne, weil ich die Vögel immer nach Beendigung der Brutperiode gesehen habe und sie dann die Höhle auch nicht mehr aufsuchen mussten?
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 ·
Fortsetzung "Chobe": ...am Folgetag „wühlten“ wir uns als Selbstfahrer im Chobe N.P. die sandige Waterfront entlang, bis „Ihaha“. Ursprünglich hatten wir überlegt, stattdessen, die Bootstour zweimal zu machen. Retrospektiv gesehen aber, ist das Gesamterlebnis "runder", wenn man Land- und Wassertour gemacht hat. Die Strecke zieht sich durchaus, weil man ja auch den Rückweg "im Auge" haben muss. Daher empfiehlt es sich evtl. rückzus die "Fire Break Nr. 15" (ab Ihaha) zu nehmen. Diese führt zurück auf die Teerstraße "Ngoma-Kasane".
Nein, der Schein trügt, die "Arche" ist das nicht!
schwupps, und weg! - Zum Glück nicht unseres. (Serondela Camping Site)
Glossy Ibis?
Giant Kingfisher - mit kräftigen Hieben gegen den Ast, machte er den Fisch "gefügig". Der Ruf des African Fish Eagle: Gieb - gib - gibb - gibb
sein Ruf ist wahrlich halsbrecherisch - aber herrlich zu beobachten.