ich oute mich mal als stiller Mitleser und Bewunderer eurer tollen Bilder.
Zu den "tauchenden" Karminspinten: wir haben dasselbe Verhalten zu ähnlicher Zeit bei White-Fronted Bee Eater und Little Bee Eater am Kwando bei unserer Bootstour mit Dan (Mashi River Safaris) beobachtet. Dan meinte, dass die Vögel so bei heißem Wetter trinken würden (und wohl auch Wasser für ihre Jungen sammeln). Das Verhalten war auch vor allem über Mittag zu sehen, morgens und abends weniger. Ob die Erklärung stimmt, entzieht sich meiner Kenntnis.
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201207. Nov. 2016 ·
Hallo fidel,
freut uns, wenn Dir die Bilder gefallen! Was die Erklärung für den "Tauchgang" der Karminspinte angeht, hast Du vielleicht inzwischen die durchaus plausible, aber andere Erklärung von "fotomatte" gelesen. Wir hatten an der "Kalizo" für den Besuch der dortigen Brutkolonie ein "Permit" gekauft. Damit soll der Schutz der Karminspinte finanziert und überwacht werden. Das Papier verwies nach meiner Erinnerung, auf eine dortige ornithologische Gesellschaft. Dummerweise habe ich dat Dingen nicht aufgehoben, sonst hätte man vielleicht deren Erklärung abfragen können. Mal sehen, vielleicht werde ich das gelegentlich nachholen.
LG. Rolf
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200807. Nov. 2016 ·
ich mag deine Portraits!
Hallo, rolfhorst,
vielen Dank für deinen sehr vielseitigen Reisbericht! Und nebenbei sehr informativ, - z.B. ist es gut zu sehen, dass Ondangwa offensichtlich ausgebaut hat und deutlich schöner geworden ist (das war vor 7 Jahren ganz anders...)
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201207. Nov. 2016 ·
Hallo lilytrotter,
Dein Kompliment ehrt mich sehr, schätze ich doch seit langem Deine fundierten Kommentare im Forum.
LbG. Rolf
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201207. Nov. 2016 ·
Zu den Victoria Fällen: Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Kasane, nahmen wir ein Shuttle zu den Victoria Falls. Ich denke, dies ist für den Tagesbesucher sinnvoll, kann man sich doch so auf das Wesentliche konzentrieren.
Wäre da nicht der schrecklich bürokratische Grenzübertritt nach Zimbabwe, könnte man die paar Kilometer in weniger als einer Stunde bewältigen. Denn so wie der Kram stapelweise umeinander liegt, kann man sich kaum vorstellen, dass die Einreisepapiere jemals einem anderen Zweck, als dem Reißwolf zugeführt werden. Aber bei 30 USD Gebühr/Person, muss offenbar irgendein gestempeltes Papier in der Wertschöpfungskette auftauchen. An den Falls werden weitere 30 USD/Pers. fällig - und ich überlege: Bei täglich Tausenden von Besuchern, sichern allein schon diese Gelder, „Robert“ den Lebensabend.
Der Baobab oberhalb des Städtchens, sei evtl 1500 Jahre alt; also zu Zeiten Theoderichs des Großen ausgesamt?
Die Fälle, auch bei Niedrigwasser höchst eindrucksvoll!
Von oben gesehen, sind die Fälle sogar noch um eine Facette imponierender, und auch das Städtchen wirft neue Fragen auf: Wer spielt hier Golf, wem gehören die Luxusunterkünfte, mit gleich mehreren Pools?
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201207. Nov. 2016 ·
Die Gischt der Fälle schenkt uns einen Regenbogen
Nanu, Bushböcklen mitten im Park?
Und natürlich begegnet man hier einem ganz Großen der Geschichte: Dr. David Livingstone. Zeitlebens suchte er nach einem schiffbaren Wasserweg, quer durch den Afrikanischen Kontinent, der eine schnellere Schiffsverbindung nach Indien ermöglichen sollte. Wie wir wissen, hat ihm die Natur diesen Wunsch nicht erfüllt. Völlig entkräftet, und gezeichnet vom "Fieber" starb er 1873 in "Chitambo", im heutigen Sambia. Seine beiden einheimischen Träger trugen den zuvor präparierten Leichnam über 1000 km bis an die Küste, damit Livingstone in England seine letzte Ruhestätte finden konnte. Sein Herz aber betatteten sie unter einem Baum, denn sie waren der Überzeugung: Livingstones Herz gehöre Afrika.
"Missionary - Discoverer - Deliberator" ist auf dem Sockel eingraviert. Aber was war er wohl am meisten? - Ich habe mich dann so entschieden.
The Victoria Falls Hotel - Noblesse oblige!
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201209. Nov. 2016 ·
Liebe Mitreisende, heute, am Tag "11/9", fällt mir das Schreiben etwas schwer. Wie geht’s Euch so? - Ich muss mich aber trotzdem beeilen, denn bis Ende dieser Woche muss der RB aus zeitlichen Gründen abgeschlossen sein. Also:
Wer aus Simbabwe kommend, wieder nach Botswana möchte, muss über die übliche Stempelprozedur hinaus, auch noch dem strengen Kontrollblick gleich mehrerer Uniformierter standhalten. Sie wachen darüber, dass „einreisende Schuhsohlen“ auf jeden Fall über einen Wischlappen, in stinkender Desinfektionsbrühe, müssen. Man könnte ja die Seuche am Fuß haben.
"Disease control“ an der botswanischen Grenze: Auf jeden Fall eine tierisch ernste Sache.
Wir fuhren nach 3 Tagen Aufenthalt in Kasane weiter, zur „Namushasha Lodge“, unweit Kongola. Eigentlich stand auch die „Mazambala Island Lodge“ zur Diskussion, der Wildhunde wegen, die man dort evtl. sehen könnte. Aber das gesamte Anwesen war gut zwei Wochen zuvor, bis auf die Grundmauern niedergebrannt (Veldbrand, s. Forum).
Und damit komme ich zu jenem unsäglichen Brauch, der mich zur Formulierung: „smoke on the water“ greifen ließ. Nichts, aber auch gar nichts, wird hier „kontrolliert“ abgebrannt, wie auch? – Das Gras wird einfach in Brand gesteckt, nach dem Leitgedanken: Das Feuer wird schon wissen, wo es stehen zu bleiben hat. Ein wirklich übles „Brauchtum“. Überall hektarweite Brandflächen, teils kokelnd, teils aber auch lodernd. Und die Luft: stinkend und rauchgeschwängert. Am ersten Abend in Namushasha - übrigens mit schönen Campsites, direkt an einem Nebenarm des Kwando - plötzlich ein Knistern. Dann lauter, ein Krachen, heller Flammenschein! Etwa hundert Meter vom Camp entfernt schlugen die Flammen meterhoch in den Abendhimmel. Unsere Nachbarn rannten in heller Aufregung zur Lodge – und kamen nach einer Viertelstunde wieder, mit der Nachricht: Man habe alles im Griff, der Wind stehe doch der Flammenfront entgegen. Und sollte er sich wider Erwarten... dann werde man Gegenmaßnahmen treffen. Ich schätze mal: „auspissen“ (Tschuldigung). Es ist Gott sei Dank nichts passiert. Aber am anderen Morgen war unser Platz übersät von Rußfahnen. Wer weiß, vielleicht fliegen sie in Namibia gegen den Wind?
Der kitschige Sonnenuntergang in Namushasha ist der rauchgesättigten Luft zu verdanken
Schlafbaum der Ibis, über dem Kwando (oder heißt es Ibisse?)
"Horse shoe"
Zum Programm gehörte auch ein Game Drive in den angrenzenden Bwabwata N.P. – Die Lodge hat wenige hundert Meter flussaufwärts am gegenüberliegenden Ufer des Kwando, ihre Fahrzeuge stationiert. Wir sahen viele Löwenspuren, auch eine Leoparden Spur, aber den hier, fanden wir nicht!
Ferner liefen: Einige Antilopen, Büffel, Hippos, Crocs, mehrere Elefanten (Horse Shoe). Aber noch einmal: Wenn es ringsum derartig brennt, werden die Tiere wohl abwandern. – Wir dann auch!
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201210. Nov. 2016 ·
Mit einer Zwischenübernachtung in „Roys Rest Camp“ steuerten wir „Okonjima“ an. Der Aufenthalt dort, sollte alle Erwartungen übertreffen. Ein sehr schöner Abschluss unserer Reise. Doch zuvor noch ein paar Impressionen aus dem Norden Namibias - "am Rande der B 8“.
Neue Dächer braucht das Land
Kurz vor Otavi - könnte auch bei "Paris, Texas" sein?
Kaum zu glauben, aber de Zoch kütt
Bald darauf kommen wir in Okonjima an: Durch die Zwischübernachtung in Roys Rest Camp hatten wir "nur" ca 400 km bis Okonjima. Dieser Vorteil brachte die Chance, noch an der "afternoon activity" teilzunehmen. Dass wir kein Zimmer bekommen würden, war leider schon mehrere Wochen vorher klar, fully booked!
Allerdings glich die Camp Site "Chilala" eher einer "Camping Suite": Abgelegen, weitläufig; ausgestattet mit zwei Toiletten, zwei Duschen, einer Außenküche, einem respektablen Swimming Pool, und Sundowner Platz. - Ok, nehmen wir!
Blick vom Sundowner Platz
Über Okonjima möchte ich nicht viel ausführen, im Prinzip findet sich, was darüber zu sagen ist, auf deren Homepage. Aber vielleicht, den Bildern vorgeschaltet, eine kleine Geschichte, die unser Guide "Asher" erzählte: Es sei so, dass Termitenhügel nur dort zu finden seien, wo das Grundwasser relativ oberflächennah sei. Sieht man sich die Termitenhügel genauer an, fällt auf: sie sind alle "schief", sind Richtung Nord-Osten geneigt. Dies hätten sich die Früh- Bewohner Namibias als Orientierungshilfe zunutze gemacht. Eine andere Orientierungshilfe seien die Nesteingänge der "Sparrow weavers". Die Fluglöcher der Nester zeigen stets nach Westen. Interessant, wir haben darauf geachtet - und es scheint zu stimmen!
Hallo Rolf, beim Vortrag von Chrigu über den Caprivi-/Sambesizipfel am Samstag waren mir die Zebras schonmal aufgefallen. Weißst Du oder jemand anderes, ob dies eine eigene Art ist? Die Streifen sehen aus wie bei den Bergzebras, aber zumindest bei den Bildern von Chrigu waren die Zebras nicht weiß unter dem Bauch, sondern die Streifen gingen durch. Bei den Stepenzebras hat man ja zwischen den breiten schwarzen Streifen noch dünnere nicht so dunkle Streifen. Für mich sieht es aus, als ob diese Zebras im Chobe eine dritte Art wären.
Und dann noch vielen Dank für die schönen Bilder. Dahin werden wir irgendwann bestimmt auch noch reisen.
rolfhorst schrieb:Liebe Mitreisende, ... Wie geht’s Euch so? ...
.... beim Lesen derart lebendiger Reisegeschichten geht es mir regelmäßig ausgezeichnet 😉
vielen Dank Gruß Peter
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201210. Nov. 2016 ·
Hallo Sasa, in der Frage:
..."sieht es aus, als ob diese Zebras im Chobe eine dritte Art wären",
könnte es natürlich wunderbar sein, hätte man was geheimnisvolles, neues, fotografiert. Aber es gibt noch ein zweites Bild: Und danach sieht es so aus, als wäre es halt ein "Equus quagga", vulgo: Burchell's Zebra. Schade oder?
Lieben Dank für Dein Interesse, und mit besten Grüssen, Rolf
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201210. Nov. 2016 ·
Hi Peter,
.... beim Lesen derart lebendiger Reisegeschichten geht es mir regelmäßig ausgezeichnet 😉
na ist doch supi, freut mich. Und das Beste daran: Ein umeinsunst Gschichtli, wie der Franke sagt. 🤩 🤩
LG. Rolf
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201210. Nov. 2016 ·
„Okonjima“: In früheren Jahren eine eher kleinere „Guest Farm“ der Familie Hanssen, aus WDH. Nach und nach vergrößerte man sein Gelände durch Zukauf weiterer Farmen, auf heute ca. 22. 000 ha. Etwa 10% des Geländes sind aufwendig gesichert (eingezäunt). Hierin befindet sich einerseits die Gäste Lodge, und andererseits die sog. "AfriCat Foundation". Zu den Tieren die hier "im core" leben, es sind durchaus viele, gehören keine Großkatzen, keine Wildhunde, und auch keine Hyänen. Also „nix was beißt“. 😄
Außerhalb des Sicherheitszaunes leben zu Forschungszwecken verschiedene Carnivoren, u.a. drei Tüpfelhyänen; damit sie sich nicht fortpflanzen: solche, gleichen Geschlechts. Weiterhin (derzeit) zwei Wildhunde, und einige Leoparden. Sie alle sind mit Ortungs- Halsbändern versehen. Es leben auf dem Gelände aber auch mehrere wilde Leoparden, „zu viele“, wie Asher, unser Guide meinte. Sie sind von irgendwoher zugewandert. Und natürlich eine große Artenvielfalt anderer Tiere, wie sie für Namibias wildlife typisch ist.
Es ist schon bemerkenswert, dass sich eine frühere Jagd- Farm dazu verstanden hat, einen echten Forschungsbeitrag zum Schutz und Erhalt der namibischen Großkatzen zu leisten. Man also den Schießprügel in die Ecke stellte und durch: „schützen statt schießen“, einen Weg fand, der sowohl den existentiellen Bedürfnissen der Farmer, als auch dem Schutz der Großkatzen viel besser entsprach, als alles Vorherige. (s. a. http://okonjima.com/okonjima/the-okonjima-story/)
Zum Gelände der Foundation gehört auch eine Tierklinik, wo verletzte Tiere versorgt werden – aber Tiere auch zu Forschungszwecken mit Ortungshilfen versehen werden. Zu den Aufgaben gehört darüberhinaus der Informationsaustausch mit Farmern, und es werden im Museum auch Schulklassen empfangen, denn viele namibische Kinder kennen aus eigenem Erleben die Tiere des Landes gar nicht.
Der "morning game drive" begann um 6:00 Uhr. Asher sollte uns Hyänen und Wildhunde zeigen. Um sie auf dem riesigen Gelände überhaupt zu finden, wollte man von einem Bergrücken erst einmal orten.
"Paulus, der Navigator" meinte, die Hyänen seien mindestens 7 km entfernt, die Wildhunde gäben leider kein Signal. Also dann los!
Jungtier - die Mutter war ca. 50m entfernt - wir sahen sehr viele Giraffen.
noch etwas unausgeschlafen?
kleiner Scherz - pardon!
Plötzlich rief Asher: "There's a Leopard, look there! - He's got something in his mouth, a prey! - Could be the leg of a baboon?" Wow, tatsächlich! - Wir sahen ihn, vor einem Gestrüpp hatte er sein Opfer niedergelegt. - Und schon düste Asher mit dem Jeep los, um möglichst nahe heranzukommen - welch ein fataler Fehler! Natürlich war der Leo schneller und mit seinem kill auf Nimmerwiedersehen davon. Einerseits wirklich unschön, aber zu sehen, dass auch Profis Fehler machen, tut gut.
wir fahren langsam weiter... Hey, was ist das denn - sieht man auch nicht alle Tage: brown hyena!
und dann entdecken wir dies hier: Überreste zweier Oryxkälber, noch ziemlich frisch.
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201210. Nov. 2016 ·
... und da ist er:
Asher meinte: Ein junges Männchen, vielleicht 2 bis 3 Jahre alt?
etwa eine Minute lang ließ er sich beobachten, der "wilde" Leo - und dann Tschüs!
Die spotted hyena fanden wir natürlich auch, aber eine schlafende Hyäne unter Gebüsch? - ich glaube, das wollt Ihr nicht wirklich sehen.
Die beiden Wildhunde, obwohl einer davon mit Sender versehen, waren schwer zu orten. Sie bewegten sich lange Zeit, und ziemlich beliebig im Gelände. Asher meinte, sie würden wohl jagen. Inzwischen erzählte er uns über das "brutale" Jagdverhalten dieser Hunde, die ihr Opfer, lebendigen Leibes, regelrecht in Stücke reißen. Man solle ja vorsichtig sein, wenn man sich ihnen nähere. Sie seien die effektivsten Jäger unter den Carnivoren, weil sie die einmal ins Visier genommene Beute nie mehr losließen. - Na ja, erst mal finden 😕 😕
Aber irgendwann waren sie wohl genug gerannt, here they are:
Asher sagte: Man habe ursprünglich fünf Wildhunde gehabt, aber drei von ihnen seien vermutlich von Leoparden getötet worden.
Schade, trotzdem schön, dass wir "den Rätselhaften" doch noch gefunden hatten
und von diesem hier, werde ich morgen noch ein paar Bilder hochladen:
und von diesem hier, werde ich morgen noch ein paar Bilder hochladen:
das wird auch höchste Zeit 🤩 ! lang genug hast du uns an dieser (im wahrsten Sinne des Wortes) hinterhältigen Bildsymbolik hängen (oder zappeln) lassen! 😉
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201211. Nov. 2016 ·
Guten Morgen, liebe Gromi, schön, dass Du zuguckst. Aber, ähm: "hinterhältig" trifft's nicht, wäre mir auch völlig wesensfremd. Sieh es mal so wie Angi: "Immer vom Ende her denken" 😉
Dir einen schönen Tag, Rolf
ROrolfhorstThemenstarter538 Beiträge · seit 201211. Nov. 2016 ·
Fortsetzung Okonjima: Vor ziemlich genau 18 Jahren, habe der Sohn des Okonjima- Farmers „Hanssen“, einen wenige Tage alten Leoparden gefunden, ihn mit nach Hause genommen, und heimlich aufgezogen. Monate später, kam der „Boss“ ins Haus, und sah durch den ganzen Flur eine Blutspur bis in die Küche. Entsetzt rannte er dorthin und sah: Der Jungleopard hatte ein warthog erbeutet und war gerade am Zerlegen. Wie er den Farmer sah, habe er ihn sofort angesprungen - und nur dem Umstand, dass Leo auf dem glatten Steinboden keinen grip hatte, und der Farmer nicht zweiter Sieger werden wollte, sei es zu verdanken, dass die Sache keinen üblen Ausgang nahm (Asher).
“You can tame Cheetahs, you can tame lions, and you can tame elephants, but you will never tame a Leopard successfully, it’s impossible. They are loners, as long as they live” (Asher).
Und so lebt nun der Leopard “Uaa” (so rief der verwaiste Kleine damals), seit 18 Jahren im Gehege. Dieses Alter wird ein wild lebender Leo niemals erreichen, vielleicht ein Drittel? Uaa frisst täglich 3 Kilo Fleisch, d.h. einige Mangusten beklauen ihn dabei ein wenig.
das "Ende" Ich weiß, für manch einen schließt sich das Fotografieren gefangen gehaltener Wildtiere kategorisch aus. Ich respektiere dies. Wenn allerdings Tiere nicht gefangen werden, um sie „auszustellen“, wenn das Ziel geradezu gegenteilig ist, wie z.B. bei den Cheetahs in Okonjima, teile ich diese Absolutheit nicht.
Das gilt im vorliegenden Fall auch für den Leo. Auswildern? - Inzwischen unmöglich, vielleicht früher? - Mag sein, aber früher war Okonjima eine Jagdfarm. Der Abschuss von Leoparden war damals üblich. Also keine Lösung.
Bei der Auswilderung verletzter oder verwaister Cheetahs gibt „AfriCat“ eine Erfolgsquote von ca. 80% an. Sollte es so sein, wäre es in unseren Augen ein großer Erfolg. Okonjima hat eigentlich nicht das richtige Gelände für Cheetahs. Es ist zu felsig, zu bergig, es gibt zu viel Gebüsch, und die Weite eines Cheetah Revier fehlt. Cheetahs kommen in dieser Gegend natürlicherweise gar nicht vor. „AfriCat“ hat daher zwei großflächige Gehege angelegt, in denen die Tiere aufgezogen, und auf die Freiheit vorbereitet werden können.
jeder kennt ihn: Rotbauch W...
Damit bin ich nun am Ende unseres RB angekommen. Dies gibt uns die Gelegenheit, allen „Mitreisenden“ danke zu sagen. Jenen die „aktiv“ dabei waren, genauso herzlich aber auch allen, die den „Danke-Button“ drückten. Natürlich gibt es allerlei Bilder, die wir nicht hochluden, wir haben uns auf das Wesentliche zu konzentriet.
Und unser Fazit?
Die Reise war richtig, richtig schön. Keine Probleme, nette Menschen, keinerlei Gefahren, kein platter Reifen, kein Unfall - oder was auch immer. Einen „8-Zylinder“ bräucht’s für diese Tour ganz sicher nicht, hätte auch eine Nummer kleiner genügt. Allerdings hatte der Vermieter gar keinen anderen Camper mehr, weil wir so spät gebucht hatten.
Der Tour Verlauf war für 22 Fahr-Tage etwas überdehnt. Also: besser Caprivi – oder „Kaoko“, aber nicht beides! – So wär’s noch schöner. Hat uns aber keiner aufgeschwatzt, war unsere eigene Entscheidung. Ohne die Affenhitze wäre es wohl etwas verträglicher gewesen.
Was uns nicht gefiel: Die Überweidung im Kaokoveld hat uns schockiert, hier droht eine ökologische Katastrophe. Vor 3 Jahren sah es bereits kritisch aus, aber jetzt noch viel drastischer. Alles kahlgefressen!
„Pete“, von der Kunene River Lodge, verzweifelt schon an der Uneinsichtigkeit der Himba. Obwohl das Vieh fast nichts mehr zu fressen hat, werden die Bestände nicht reduziert. Die Häuptlinge sind beratungsresistent. Schlachtprämien der Regierung würden zwar verhandelt – aber stets abgelehnt, weil man mehr verlangt, als geboten wird! Lieber lasse man das Vieh verhungern, weil ein verhungertes Rind durch die Regierung immer kostenlos ersetzt wurde. Also Nullrisiko. – Und weil es immer war, soll es immer so bleiben…
Wer so denkt, denkt wie der Hamster in der Rolle, im Kreis!
Abschließend, weil im Forum auch schon anderes zu lesen war: Von unserer Seite, ein großes Dankeschön an Carsten Möhle und sein Team! - Sie haben die Tour nach unseren Wünschen super umgesetzt und uns überall bestens untergebracht. Thanks a lot and see you!
vielen Dank für den schönen Reisebericht mit den tollen Bildern. Du hast uns an bekannte Orte mitgenommen - da sind dann wieder sehr sehr schöne Erinnerungen aufgekommen - aber auch an Orte, die wir erst nächstes Jahr besuchen werden - und darauf freuen wir uns auch schon so richtig. Und auch nochmals Danke für die vielen Infos über Okonjima - wo es uns auch sehr gut gefallen hat.