die Papageienfotos, besonders das mit dem Wasserhahn sind wie der mal ein Traum 😎 Die Offroadpassagen mit der Steigung sehen nicht ganz so komfortabel aus 🙄
Viele Grüße und ein schönes Wochenende Carsten und <kerstin
Champagner8'751 Beiträge · seit 201008. Mai 2016 ·
CuF schrieb:Liebe Bele, ich brauch Deine Zaunpföschdle no e Weng!
Friederike
Aber gerne, Friederike - ich bin froh, wenn mir jemand das anstrengende Winken mal abnimmt 😄 😎 😗
Schönen sonnigen Sonntag allerseits wünscht Bele (und ich verstehe vollkommen, dass man bei diesem Wetter nicht am Bericht weiterarbeitet...und das ist ausnahmsweise mal ernst und ohne irgendein Zwinkern oder Winken gemeint 🙂 )
EulenmuckelThemenstarter2'100 Beiträge · seit 200608. Mai 2016 ·
Tag 39. Montag, 3. August 2015 – Fliegen und Gesang
Opuwo Country Lodge – Hoada Campsite
Gegen Morgen wurden wir wach, weil der Wind an den Zeltwänden rappelte und andere Camper bereits aufstanden. Da wir aber keine allzu große Tagesetappe auf dem Programm hatten, ließen wir uns dennoch Zeit. Die Sonne ging auf, und wir saßen ein letztes Mal mit Karin und Peter zusammen beim Frühstück. Dabei leisteten uns zwei sehr hübsche Katzen Gesellschaft, die unsere leere Milchtüte aus dem Mülleimer grabbelten. Eine war grau-, die andere rot-getigert. Am liebsten hätte Ruth gleich beide mitgenommen.
Akaziendrossel
Nach dem Spülen und Zusammenpacken fuhren Karin und Peter zur Lodge, wir folgten wenig später. Dort versendeten wir noch einige Nachrichten nach Deutschland und wollten so gar nicht aufbrechen. Zum einen gefiel es uns in der Lodge sehr gut, und zum anderen stand unser Abschied unmittelbar bevor.
Gemeinsam fuhren wir nach Opuwo zur Tankstelle und füllten Diesel auf. Ruth ließ sich noch ein weiteres Armbändchen aufschwätzen. In Opuwo herrscht immer viel Betrieb, und man wird ständig angesprochen. Das war bereits vor fünf Jahren so. Schließlich war es so weit: Wir verabschiedeten uns von Karin und Peter. Die Tage mit den beiden hatten uns viel Spaß gemacht. Die zwei sind tolle Reisepartner. Hoffentlich können wir irgendwann wieder gemeinsam auf Pad gehen. Wir schlugen den Weg Richtung Süden ein und wurden recht bald an einer Polizeikontrolle gestoppt. Nach einem Blick in den Führerschein wurde Uwe wie so häufig auch hier nach seinem Vornamen gefragt. Er musste ihn mehrere Male laut aussprechen, und der Polizist lachte sich fast schlapp. Immer wieder versuchte er, die drei Buchstaben nachzusprechen, was wohl eine ziemlich große Herausforderung darstellte, denn es gelang ihm nicht, und er hatte sichtlich Spaß dabei.
Kurz vor Kamanjab hielten wir an einem Rastplatz und machten ein Picknick. Anstelle sich die Beine zu vertreten, sprang Ruth ein wenig durch die Gegend.
In Kamanjab bogen wir nach Westen ab und fuhren noch eine Stunde bis zur Hoada Campsite. Entlang der Straße sahen wir eine Gruppe Kudus und ein paar Esel-Familien. Bei der Campsite wurden wir sehr freundlich von Andi begrüßt, der uns einen Brief von unseren Freunden Cora und Gert übergab. Die beiden waren Mitte Juli hier gewesen und hatten uns eine Nachricht hinterlassen. Unser Campingplatz Nummer 4 lag sehr schön zwischen Felsen und hatte eine eigene Dusche.
Wir hätten den Platz uneingeschränkt genießen können, wenn nicht unzählige kleine Fliegen um unsere Köpfe geschwirrt wären.
Wir konnten uns kaum gegen die kleinen Plagegeister wehren, die ständig versuchten, an unsere Augen zu gelangen oder in die Ohren oder die Nase zu krabbeln. Das Gesummse und das Herumgeschwirre um die Augen waren zum Verrücktwerden, und so versuchten wir uns ein bisschen abzulenken, indem wir einen großen Käfer, Agamen und einen Gecko fotografierten. Die Agamen wollten uns helfen und schnappten nach den kleinen Fliegen.
Wir stellten eine Schüssel mit Wasser auf, und obwohl einige hundert Fliegen dort ertranken, schwirrten immer noch genauso viele um unsere Ohren. Ruth versuchte es mit Gewalt: Sie erschlug knapp zweihundert der schwarzen Dinger, aber es kamen immer mehr. In der Hoffnung, dass es nur auf unserem Campingplatz so schlimm sei, gingen wir wild mit Armen und Händen rudernd zurück zur Rezeption und auf einen kleinen Berg, wo sich ein Pool und eine Bar befanden. Wir tranken eine Kleinigkeit und unterhielten uns mit Andi. Doch auch dort war alles voller Fliegen. Auf unsere Frage, was man gegen die lästigen Viecher unternehmen könnte, meinte er nur lachend: „Sich ein paar weiße Touristen einladen!“ Tatsächlich wurden wir viel stärker umschwirrt als er selbst. Er entschuldigte sich, dass es an einigen, wenigen Tagen im Jahr wegen der Mopanesträucher so wahnsinnig viele Fliegen gebe und dass man rein gar nichts dagegen unternehmen könne. Also beschlossen wir, sie so gut es ging zu ignorieren, uns den Spaß an der schönen Landschaft nicht verderben zu lassen und nicht hysterisch zu werden. Letzteres klappte auch einige Male. Wir konnten also nur auf den Sonnenuntergang warten, für den wir einen Felsen hinter unserer Campsite erklommen.
Als es dunkel wurde, duschten wir und begannen danach mit den Vorbereitungen für unser Abendessen. In einiger Entfernung begann ein Chor zu singen, und die kräftigen, vollen Stimmen hallten über die Campsite herüber. Ruth wollte sofort loslaufen, aber das Fleisch lag schon fast auf dem Grill. Umso mehr freute sie sich, als plötzlich der Camp-Manager mit einer A-Capella-Gruppe erschien und uns vorsichtig fragte, ob wir ein oder zwei Liedchen hören wollten. Und ob, was für eine Frage! Die Damara-Gruppe bestand aus je drei Frauen und Männern. Wir dürften frei entscheiden, ob wir ihnen am Schluss ein wenig Geld für ihren Auftritt geben wollten oder nicht, denn sie würden für die Aufnahme einer eigenen CD sammeln. Sie Gruppe war wirklich fantastisch. Beim ersten Lied hielt Ruth noch tapfer durch, doch dann kullerten ihr die Tränen aus den Augen. Sie war nicht mehr in der Lage, noch viel zu sagen, sondern umarmte den Manager für diese großartige Überraschung. Nach zwei weiteren Liedern mit passenden Tänzen verabschiedete sich der Chor wieder von uns und zog weiter zum nächsten Platz, von wo aus wir seinem Gesang beim Abendessen hören konnten. Einen eindrücklicheren Auftritt haben wir selten erlebt. Zum Abendessen aßen wir Avocado-Salat und Folienkartoffeln mit Sour Creme. Das letzte Brennholz sorgte für ein stattliches Feuer. Dazu war es noch herrlich warm. Unser letzter Campingabend war mehr als schön. Spät ging der Vollmond auf und beleuchtete die Landschaft.
Wir sind uns schon jetzt sicher, dass wir nicht zum letzten Mal hier gewesen sind. Zum Beginn einer Afrikareise hat man zwar einen Plan hinsichtlich der Route, kennt bereits ein paar Stationen und hat entsprechende Erwartungen. Aber am Ende weiß man, wie die Wochen verlaufen sind und hat unzählige Bilder und Erlebnisse im Kopf. Unendlich reich kommen wir wieder nach Hause und werden viel Erlebtes erst nach und nach verarbeiten. Oft sind es solch kleine, unerwartete Begegnungen, die die bleibendsten Eindrücke hinterlassen.
Hallo Eulenmuckels, klasse Bericht und Bilder. Ganz besonders großartig finde ich zum Abschluss eurer Reise das Erlebnis mit dem Chor. Ich liebe diese Musik und bin auch immer, falls ein Konzert in meiner Nähe stattfindet, bei Ladysmith Black Mambazo oder dem Soweto Gospel Choir. viele Grüße Lothar
lilytrotter4'132 Beiträge · seit 200809. Mai 2016 ·
Liebe Eulenmuckels, kurz vor Schluss (ich mag mich kaum wiederholen, mach es aber trotzdem): Viele eurer Vogelbilder sind wirklich outstanding. Also, nochmals ein herzliches Dankeschön, euch tapferen Reiseberichtschreibern, für den interessanten Reisebericht eurer langen und interessanten Reise! Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Liebe Muckels, da wird man ja sogar beim bloßen Lesen in der Schlusskurve richtig sentimental ... mal wieder so schön bei euch! Ok - die Fliegen hätte es echt nicht gebraucht (wir nehmen dann vielleicht lieber ein paar andere als die paar wenigen Tage im Jahr 😗 ) Ansonsten hab ich der kleinen Schreib-Pause eure letzten Reise-Tage fast auswendig gelernt - der Plan reift, sogar der Ranger liest inzwischen Berichte im Forum 🤪 Viele Grüße und viel Danke Ingrid und Helmut
da habt ihr es ja gerade noch so (fast) geschafft vor unserem Abflug den RB zu vervollständigen. Wir möchten uns auch für den wunderbaren Bericht und die tollen Fotos bedanken. Wie immer etwas Besonderes 🙂
Liebe Eulenmuckels, es war wunderschön mit euch zu reisen. Vielen Dank für die Mühe und das Teilen eurer Erlebnisse. Was ein wunderschöner Abschluss eurer Reise, ich kann Ruth sehr gut verstehen. Die hübsche rote Katze hätte ich auch eingepackt 😉 Grandiose Fotos und ein sehr informativer RB.
Mein Lieblingsbild obwohl der Sternenhimmel ist auch saustark 🤩
Hallo Eulenmuckels, auch von mir einen ganz herzlichen Dank für die wundervollen Tier- und Landschaftsbilder! Ich habe einige eurer Reiseberichte "heimlich" als blinder Passagier mitgelesen und war jedes Mal begeistert und fasziniert. So fotografieren möchte ich auch können... Ich finde, dass eure Bilder einfach so verflixt nach einem wundervollen Urlaub aussehen, dass man fast neidisch werden möchte! 🤩 Aber nur fast, denn Neid ist nicht wirklich das richtige Wort und Gefühl und so wünsche ich euch noch weitere herrliche Urlaube und uns viele tolle Berichte!
Viele Grüße Sabine
EulenmuckelThemenstarter2'100 Beiträge · seit 200620. Mai 2016 ·
Liebe Sabine,
vielen Dank für deine nette Anmerkung. Du hast Recht: Wir hatten einen wunderschönen Urlaub. Das ist aber ganz unabhängig davon, wie viele und wie gute Fotos man dabei macht. Aber es freut uns natürlich sehr, dass sie dir gefallen. Und neidisch brauchst du nicht zu sein. Denn jeder von uns verbringt hoffentlich seinen persönlichen Traumurlaub im südlichen Afrika – du bestimmt auch mal wieder.
auch von meiner Seite vielen Dank für diesen wunderschönen Reisebericht - verbunden mit der Hoffnung, ab Herbst dann wieder Eure Erlebnisse der (sicherlich wieder anstehenden) diesjährigen Afrika-Reise verfolgen zu können. 😎
Liebe Eulenmuckels, zurück von einer kleinen Vogelreise habe ich Euren Bericht zu ende gelesen: Wie immer grosses Kino! Danke! Bis zur nächsten Reise grüßt Friederike
EulenmuckelThemenstarter2'100 Beiträge · seit 200622. Mai 2016 ·
Ihr Lieben,
verständlicherweise geht ihr davon aus, dass der Reisebericht bereits vorbei ist. Aber auch den letzten Tag in Namibia und die Rückreise wollen wir nicht unterschlagen. Es folgt also (in Kürze) noch ein abschließendes Kapitelchen.
EulenmuckelThemenstarter2'100 Beiträge · seit 200624. Mai 2016 ·
Tag 40. Dienstag, 4. August 2015 – Zurück nach Windhoek
Hoada Campsite – Casa Piccolo, Windhoek
Nach dem wunderschönen letzten Campingabend schliefen wir noch einmal sehr gut im Zelt. Es war angenehm warm, und die Vögel zwitscherten, als wir aufwachten. Zum Frühstück gab es nur Kaffee und Tee. Essen wollten wir später in Outjo bei der Bäckerei. Ein paar Geckos waren schon unterwegs und genossen genau wie wir die ersten Sonnenstrahlen.
Vom Felsen über uns beobachteten uns ein paar Klippschliefer, die dort in der Sonne lagen. Vögel kamen, um ein paar Wassertropfen an der Leitung zu trinken, und die Fliegen schienen zum Glück noch zu schlafen.
Lerchenammer
Hier tippen wir auf einen Weißkehlgirlitz (White-throated Canary). Was meint ihr?
Wir hatten recht gut mit unseren Lebensmitteln gehaushaltet. So waren nur wenige Vorräte übrig geblieben. Als wir an der Rezeption die Getränke vom Vorabend bezahlten, ließen wir die restlichen Dinge dort. Auf dem gleichen Weg, den wir gestern gekommen waren, fuhren wir zurück nach Kamanjab.
Von dort ging es auf Teerstraße bis Outjo, wo wir gegen Mittag eintrafen. Leider hatte die Bäckerei mal wieder wegen Renovierung geschlossen. Schon ein wenig enttäuscht besuchten wir das Cafe im Farmstall und setzten uns in den Hof. Ein junger, sehr motivierter, jedoch ein wenig unbeholfener Kellner nahm unsere Bestellung auf. Wir aßen ein Omelett und saßen gemütlich im Innenhof. Als wir zurück zum Auto kamen, hatte sich dieses in der Sonne auf über 40 Grad aufgeheizt.
Die letzte Etappe führte uns über Otijwarongo und Okahandja nach Windhoek.
Der Verkehr nahm stetig zu, und wir mussten viele langsame LKWs überholen. Am Straßenrand sahen wir ein Auto, das sich überschlagen hatte. Es sah nicht gut aus. In Windhoek holten wir bei Savanna unsere Reisetaschen und brachten ein paar Handtücher in die Wäscherei. Dann fuhren wir zur Pension und wechselten ein paar Worte mit Claudia. Schnell hatten wir das Auto von unseren Sachen befreit und diese im Zimmer verteilt. Dort herrschte dann das Chaos. Uwe holte unsere Ausrüstungskiste vom Dachgepäckträger, und Ruth machte sie von außen und innen sauber. Dann packten wir alle Dinge hinein, die hier bleiben sollen. Wieder sind ein paar Sachen hinzugekommen.
Wir duschten und fuhren mit dem Taxi in die Innenstadt zum Restaurant „Am Weinberg“. Dieses musste vor wenigen Tagen umziehen und befindet sich nun im Craft Center. Vom Ambiente her längst nicht mehr so gemütlich und edel, haben wir dennoch selten so lecker gegessen. Außer dem üblichen Gruß aus der Küche bestehend aus frischem Brot mit vier verschiedenen Aufstrichen und einem kleinen Avocado-Tomaten-Häppchen aßen wir gegrillten Haloumi mit warmem Broccoli und Oliven und fruchtigen Weinbergsalat mit Gorgonzola. Danach gab es Oryx mit Süßkartoffelbrei bzw. Rinderfilet mit Nudeln und Spinat. Zum Nachtisch teilten wir uns eine Auswahl aus Creme Brülee, Mouse au Chocolat und Erdbeereis.
Zurück im Zimmer packten wir schon die erste Reisetasche, um das Durcheinander etwas zu verringern.