KwaZulu-Natal, Swaziland, Lesotho - Afrika zum 3.

Reisebericht 51 Antworten · 14,9k Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2016 von Carinha
Themenstarter448 Beiträge · seit 201423. Jan. 2016 ·
Zurück im Camp stellen wir fest: Alle Nachbarn sind abgereist! 😁 Wirklich alle? Nein! Das ältere Paar aus Südafrika ist immer noch da. 😣 Es scheint ihnen aber wie den Löwen zu gehen: Müde von ihrer Aktivität. 😄 😄 Wir hören kaum einen Ton von drüben…
Wir haben Hunger und machen uns ans Kochen. Es gibt Bratkartoffeln mit Gemüse aus der Dose (ja, die gabs auch noch im Curio Shop 😵 ). Schmeckt aber ganz passabel.
Und was darf bei einer Übernachtung im Mpila Camp nicht fehlen? Richtig: Hyänenbesuch!!
Plötzlich schleicht etwas hundeartiges rasch an unserem Zelt vorbei. Eine Hyäne!!! 🤩 🤩 Sie hat uns aber nicht beachtet (kein Wunder, bei einem Vegi-Menü). Später steht sie plötzlich vor unserer Terrasse und schaut uns direkt an – um nicht zu sagen bettelnd mit Hundeblick! 🤩 😘
Ein sehr eindrückliches Erlebnis.

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Das Foto ist sehr schlecht, muss aber als Beweis reichen 😛

In der Nacht hören wir wieder Löwengebrüll und ein Hyänenrudel ist auch aktiv. Sie schleichen kichernd und heulend um die Zelte rum. 🤪
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Themenstarter448 Beiträge · seit 201424. Jan. 2016 ·
Wenn mir jemand erklären kann, wie ich hier ein Video anfüge, gibt's noch ein Filmchen von tanzenden Gnus! 😘 😄

Ich habe es nun herausgefunden! 😊 Hier also das Video...

Bei YouTube ansehen ↗

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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201429. Jan. 2016 ·
Mo, 30.11.15
Hippos und Crocs
Unterkunft: Lodge Afrique, St. Lucia
Tageskilometer: ca. 75 km


Heute heisst es Abschied nehmen von den schönen Safarifahrten, deshalb düsen wir bereits um 6 Uhr los, um den Tag maximal auszunutzen. Nachdem wir gestern gesehen haben, dass der Weg in den iMfolozi-Bereich hinter dem Mpila Camp doch nicht so schlecht zu fahren ist, wagen wir es auch mit unserem Jeep nochmal. Das Lämpchen leuchtet wie gehabt, aber fahren tut er einwandfrei. 😗 Ausser Impalas und Gnus kriegen wir aber kaum was zu Gesicht – bis auf diesen Vogel (Mocking Chat?), der sich im Mphafa Hide wirklich genau vor unsere Linse setzt.

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Kein Sichtungsglück im Hide

Zurück im Camp packen wir alles zusammen und fahren los Richtung Nyalazi-Gate. Unterwegs sehen wir Büffel, die gemütlich im Fluss herumstehen.

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In Nyalazi verlassen wir den Park Richtung St. Lucia. Wir fahren durch zersiedelte Landschaft und Zuludörfer. Auf beiden Seiten sind die Strassengräben voller Abfall. 🤢 Die Zulu-Müllabfuhr funktioniert etwas anders als bei uns oder in Swaziland – der nächste grosse Regenguss erledigt das Problem. 😈 Für mich ist es unbegreiflich, wie die Leute hier in diesem Dreck leben können. Sie scheint es jedoch nicht zu stören. 😵
Nach der Stadt Mtubatuba folgen grosse Flächen mit Baumplantagen, wo Kühe zwischen den Bäumen grasen. Nach gut einer Stunde haben wir unser heutiges Ziel schon erreicht: Das beschauliche Städtchen St. Lucia, bekannt für seine Hippos und Krokodile in direkter Nachbarschaft und umschlossen vom riesigen iSimangaliso Wetland Park. 😁
Im Restaurant Barraca genehmigen wir uns ein spätes Frühstück mit French Toast und köstlichem Cappuccino. 
Danach fahren wir ein paar Runden durch das Städtchen, bis wir unsere Unterkunft „Lodge Afrique“ finden. Hier wollen wir eine grössere Reisepause einlegen und 4 Nächte bleiben. Wir sind gespannt, ob wir bezüglich Ort und Unterkunft die richtige Entscheidung getroffen haben. 😗 Johann nimmt uns sehr herzlich in Empfang und entschuldigt sich gleich dafür, dass gerade die Terrasse runtergewaschen wird und deshalb ein kleines Chaos herrscht. Auch unser Zimmer ist noch nicht bereit (es ist erst 11 Uhr). Kein Problem für uns, wir machen uns gleich auf Richtung Meer. Auf einem Holzsteg („Board Walk“) am Estuary entlang laufen wir Richtung Strand uns sehen dabei tatsächlich Hippos und Crocs! Mäthu ist ganz begeistert! 🤩 🤩

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Der Einäugige 🤢 🙁

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auch auf dem Boardwalk zu finden...

Schilder warnen vor Gefahren: Hippos und Crocs im Estuary, Haie und Strömungen im Meer! 😗 (Das hier auch noch andere Gefahren lauern, erfahren wir später…) Der Strand (Estuary Beach) selber ist zwar schön, aber wegen dem starken Wind heute ist es sehr ungemütlich und wir bleiben nicht lange. Zurück auf dem Board Walk lassen wir uns gerne nochmal von den Hippos aufhalten, die im Wasser liegen und grunzen.

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Dann fahren wir zurück zur Lodge und lassen uns von Johann unseren Bungalow zeigen. Dieser ist absolut traumhaft! 😘 Die Einrichtung ist wunderschön und die ganze Anlage ist um einem tropischen Garten angelegt, die einzelnen Gebäude verbunden mit einem Holzsteg. Das einzige, was für uns nicht ganz optimal ist: Es fehlt ein Kühlschrank. Dies aber nur eine Bemerkung am Rande.

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Lodge Afrique

Nachdem uns Johann noch einige Infos mitgegeben hat und wir uns ausführlich über dieses und jenes unterhalten haben, legen wir uns eine Zeitlang an den Pool und relaxen. Später fahren wir nochmal an den Strand, diesmal zum Main Beach und machen einen langen Spaziergang. Hello again, beloved indian ocean! 😘 😘 Die Sonne scheint, aber der Wind bläst heftigst. Ausser uns ist keine Menschenseele unterwegs - wir treffen nur kleine Krebse. 😄

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Zurück in der Lodge lernen wir Martin kennen, den Partner von Johann. Auch er ist äusserst liebenswert und wir unterhalten uns prächtig – gemeinsames Thema ist unsere Liebe zu Katzen! 😄 Zum Abendessen fahren wir wieder ins Barraca-Restaurant. Es wäre gut auch zu Fuss erreichbar, aber nachts in St. Lucia muss man sich vor herumlaufenden Hippos hüten. 🤩 Meine Pasta schmeckt lecker, die Pizza von Mäthu eher mittelmässig (obwohl damit geworben wird, dass ein echter Italiener die Pizza bäckt… 😗) Die Kellnerin Tino ist sehr um uns bemüht, sie sucht das Gespräch, erzählt aus ihrem Leben und fragt woher wir kommen und wie es uns in Südafrika gefällt. Zum Schluss fragt sie uns, ob wir auf TripAdvisor eine Bewertung für das Restaurant und die Bedienung abgeben möchten. Klar doch, machen wir. Und dann bringt sie uns einen Laptop, dass wir die Bewertung gleich vor Ort vornehmen können! 😄 Ein cleveres Mädchen… 😎 Vor ihren Augen können wir ja schlecht etwas Negatives schreiben! 😗 Da das Frühstück sehr gut war, fällt unsere Bewertung trotz nur durchschnittlicher Pizza sehr positiv aus. Pappsatt fahren wir zurück (Hippos sind leider keine unterwegs) und fallen müde ins Bett…
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zuletzt bearbeitet 29. Jan. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201430. Jan. 2016 ·
Di, 01.12.15
Sandgestrahlt am Cape Vidal
Unterkunft: Lodge Afrique, St. Lucia
Tageskilometer: ca. 65 km


Immer noch im Safarimodus, wachen wir schon um 6 Uhr auf. Zum Aufstehen ist es aber zu früh, deshalb bleiben wir noch etwas liegen. Dann ruft das Frühstück: Es gibt eine grosse Auswahl an leckeren Sachen, inkl. frischen Pancakes und täglich wechselndem Gebäck. 😛 Wir schlagen uns die Bäuche voll und machen uns danach langsam bereit für die heutige Tour. Wir wollen zum Cape Vidal fahren. Zuerst besorgen wir uns Proviant für unterwegs im Spar. Auch einen netten Hut entdecke ich (wer will in Südafrika schon mit einem nicht ganz passenden „Corsica“-Cape herumlaufen?) 🤪 Danach fahren wir gemütlich durch den iSimangaliso Park Richtung Cape Vidal und machen an verschiedenen Orten Pause, um Tiere zu beobachten.

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In einem Hide verweilen wir recht lange, weil ziemlich was los ist: Eine Büffelherde beim Schlammbad, Antilopen und verschiedene Vögel sind zu sehen. Das kleine Büffelbaby erinnert uns ein bisschen an einen wuscheligen Grizzlybären. 😄 Später kommt eine weitere Büffelherde zum Schlammloch und man begrüsst sich wie alte Bekannte. 😘

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Sattelstörche

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Am Cape Vidal wollen wir dem Strand entlang laufen, aber der Wind bläst auch heute wieder dermassen heftig, dass unsere Beine regelrecht sandgestrahlt werden. 🤩 Nur einige Hartgesottene baden in den von Korallen geschützten Pools. Ich würde hier nicht freiwillig nass im Bikini herumlaufen… brrrr…. 😣 Auch gemütlich im Sand liegen geht nicht ohne Ganzkörperpeeling. Also kaufen wir uns eine Glacé im Shop und essen sie im von Bäumen geschützten Parking-Areal. Wir sind etwas unschlüssig, was wir nun tun sollen. Eigentlich wollten wir hier baden und vielleicht etwas schnorcheln. Aber am Strand sitzen geht bei dem Sturmwind gar nicht. 😵

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Also beschliessen wir, den Wetland Park noch etwas genauer zu erkunden (doch wieder Safari 😄). Leider ist der Zutritt zum Swamp-Loop gesperrt und auch die anderen Loops sind gerade „under construction“. 😠

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Kudu crossing...

Bei Catalina Bay machen wir eine Pause im schönen Hide. Im Wasser bzw. im Sand sind zwar keine Tiere zu sehen, dafür kriegen wir Besuch von einem Mann und zwei jungen Mädchen. Als wir aufbrechen, entdecken wir hinter dem Parkplatz ein Rhino!! 🤩 Damit hätten wir hier nicht gerechnet - eine nette Überraschung! 🙂 Als der Mann etwas aus dem Auto holt, weisen wir ihn auf das Rhino hin. Er ist ganz begeistert und wir kommen mit ihm ins Gespräch. Er kommt aus Belgien und reist mit seiner Tochter und einem Swazi-Mädchen, dass sie unterwegs kennengelernt haben, durch KwaZulu-Natal. Dann verabschieden wir uns wieder, denn wir wollen los und er will das Rhino seinen Mädels zeigen.

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Hairstyle "Cape Vidal" I

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Hairstyle "Cape Vidal" II

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Hairstyle "Cape Vidal" III

Bei Mission Rock wollen wir den Trail zum Viewpoint laufen, doch ich rieche einen Leopard und bekomme Angst! 🤩 🤩 🤩 Kein Scherz, es stinkt nach „Predator“ im Busch!! 😗 Mäthu macht sich lustig über mich, dabei hat normalerweise ER die bessere Nase. 😈 Aber mit Flipflops will ich mich dem Leopard nicht entgegenstellen, also lassen wir den Trail bleiben. Am felsigen Strand treffen wir einen jungen, arabisch aussehenden Mann mit einem Mietwagen mit Lesotho-Nummernschild. Er schiesst kurz ein Foto vom Meer und verschwindet dann wieder. 🤨 Das tun wir auch.

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Der Buschbock ist schon etwas angegraut...

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Strand Mission Rock

Zurück in der Lodge springen wir kurz in den Pool und lesen ein bisschen. Nach einer kleinen Unterhaltung mit den Lodge-Boys fahren wir zum Hippo-Check an den Board Walk, wo wir unsere neuen Nachbarn der Lodge treffen. Es stellt sich heraus, dass sie auch Schweizer sind 🙂 und wir unterhalten uns ein wenig, während wir den Hippos im Wasser zuschauen.

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Goliath-Reiher (gaaanz weit weg)

Danach fahren wir zum Essen in den Ski Boat Club. Das dazugehörige Restaurant am Estuary-Ufer hat eine traumhafte Lage (Johann meint dazu „It is soooo St. Lucia!“ 🤪 ) mit Blick aufs Wasser. Die Atmosphäre ist locker und erinnert eher an eine private Gartenparty, denn an ein Restaurant. Mäthu geniesst ein Maputo-Steak und ich kriege eine Veggie-Plate mit Fries und Gemüse, die auf meinen Wunsch so kreiert wird (das Vegi-Angebot auf der Karte ist ansonsten praktisch inexistent). Schmeckt alles hervorragend. Plötzlich steigt ein Hippo zum grasen im Vorgarten des Restaurants aus dem Wasser. Alle Leute rennen sofort an den Zaun, machen Fotos und es herrscht ein „aaahh“ und „oohhh“. 🤩 Dem armen Hippo sind's sogleich zuviel der quiekenden Damen und es verschwindet wieder im Wasser. 😣 Als die meisten mit Essen beschäftigt sind, kommt es wieder raus und da wir schon früher mit Essen angefangen haben, können wir es nun in aller Ruhe beobachten. Ein tolles Erlebnis, so nah an einem Hippo zu sein. Wir können deutlich sehen, wie seine Augen ständig die Umgebung beobachten, damit es bei Gefahr sofort zurück ins Wasser kann.

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Danach fahren wir zurück zu unserer Lodge. Unterwegs stellen wir mit Schrecken fest, dass wir unseren Schlüssel inkl. Garagenöffner an der Reception abgegeben haben. Die Lodge schliesst die Tore sobald es dunkel wird und rüstet deshalb alle Gäste mit einem entsprechenden Gerät aus, damit man selber öffnen kann. Was sind wir nur für Deppen!! 😈 😗 😵 Doch als wir ankommen, geht – schwupps – das Tor wie von Zauberhand auf! 😄 Johann und Martin stehen sichtlich erleichtert im Hof. Sie haben sich grosse Sorgen um uns gemacht und sogar versucht, uns anzurufen, aber das Klingeln haben wir leider nicht gehört. Wir entschuldigen uns - es ist uns gar nicht recht, dass sie extra wegen uns aufbleiben mussten… 😵 Aber die Beiden sind einfach froh, wieder alle ihre Schäfchen im Trockenen zu haben. 😄
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zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201431. Jan. 2016 ·
Hallo miteinander

Zwischendurch mal ein herzliches Dankeschön an alle Mitleser und Dankebutton-Drücker! Bei dem Wetter zur Zeit geht es flüssig voran mit schreiben... 😉

Mi, 02.12.15
Bootstour mit Hipps & Crocs / Auf der Suche nach Turtles
Unterkunft: Lodge Afrique, St. Lucia
Tageskilometer: ins Dorf und zurück


Nach dem wiederum sehr leckeren Frühstück wollen wir den Nature Trail in der Nähe des Sky Boat Clubs laufen. Nachdem uns Johann erzählt hat, dass es in St. Lucia einen Leopard gibt, der aus Altersgründen nicht mehr „wildnistauglich“ ist und deshalb seine Nahrung in der Nähe der Zivilisation sucht, finden wir den Trail schon etwas unheimlich. 😵 Wir sehen aber nur ein paar kleine Böcke und keinen Leopard. Später treffen wir zwei junge weisse Südafrikaner mit langen Hakenstäben. Ich frage nach, ob sie Schlangen suchen. Gesprächig sind die beiden nicht gerade, der eine antwortet knapp mit „Yes“ (Johann meint später, dass viele Südafrikaner Schlangen jagen). Wir würden den Leo suchen, sagen wir spasseshalber. Sie lachen nur und wünschen uns „Good luck“! 😄

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Danach fahren wir nochmals zu den Hippos beim Board Walk. Dort steht eine einheimische Familie unter den grossen Baum beim Anfang des Stegs. Plötzlich schreit eine Frau aus Leibeskräften, sie kreischt, dass sie sicher kilometerweit hörbar ist. 🤩 🤩 Wir schauen nach, was denn da los ist. Man sagt uns, dass eine schwarze Mamba vom Baum runtergehangen sei, direkt neben der Frau. Nun ist die Schlange in den Baumwipfel entwischt und ist nicht mehr zu sehen. Aber der Opa der Familie, ein einheimischer Fischer, der seine Familie zu Besuch hat, ist sich ganz sicher, dass es eine „Black Mamba“ war. Huhh… 😵 😐
Auf dem Board Walk verkaufen zwei Jungs Souvenirs und Schnitzarbeiten. Nachdem wir nun schon ein paarmal dran vorbeigelaufen sind, kaufen wir ihnen dieses Mal eine schöne blaue Holzschale ab. Der Ältere erzählt uns, sie seien aus Mozambique. Weil die Menschen dort sehr arm seien und es keine Arbeit gibt, versuchen sich viele Leute inkl. seiner Familie in Südafrika mit dem Verkauf von Souvenirs über Wasser zu halten. Er bedankt sich überschwänglich für unseren Kauf und wir wünschen ihm alles Gute.

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Am Nachmittag wollen wir an einer Bootstour auf dem Fluss teilnehmen. Johann bucht zwei Plätze für uns. Die Tickets sollen wir im Städtchen bei der Agentur abholen. Er erklärt uns, dass sich die Agentur beim „Fisherman’s“ Restaurant befindet. Dort angekommen, sehen wir ein Schild mit „Deepsea Fishing“. Der Beizer lockt uns ins Restaurant und will uns Fisch verkaufen. 🙄 Als wir nach Tickets für die Bootsfahrt fragen, meint er, da seien wir hier falsch. Die Agentur sei 100m weiter oben. Also laufen wir die Strasse hoch und finden das Büro von Advantage Tours. Dort erzählen sie uns, dass ihre Boote nicht ablegen können wegen Niedrigwasser. 😮 Als wir unsere Reservation und die Abfahrtszeit 14.30 Uhr erwähnen, meint sie, dann hätten wir wohl bei Heritage Tours gebucht, denn hier fahren sie nur zur vollen Stunde. Ooch Mensch… 😈 Also laufen wir die Strasse wieder runter und finden das Büro von Heritage Tours mit einem lebensgrossen Hippo vor dem Eingang gleich neben dem Fishermans Restaurant. Wäre eigentlich nicht zu übersehen… 😗 Wir rechnen schon damit, dass unsere Tour ins Wasser fällt, doch weil der Jetty von Heritage weiter flussaufwärts liegt, haben sie hier genug Wasser für die Bootstour. 😎 Wir kriegen einen Zettel in die Hand gedrückt – bezahlen sollen wir direkt am Jetty. Mensch, ist das kompliziert! 😣

Obwohl der Himmel heute meist bedeckt ist, wird die Bootsfahrt unvergesslich. Hinter uns sitzen drei Osteuropäer, die als erstes gleich eine Pizza verdrücken auf dem Boot. Uns schwant nichts Gutes… 😵 Aber die Herren sind dann erstaunlich ruhig und interessiert an der Umgebung. Unser Guide hat ein enormes Wissen über Flora und Fauna des St. Lucia Estuary. Wir sehen viele Hippo-Gruppen, unter anderem die „Townies“, die bekannt dafür sind, nachts jeweils das Städtchen unsicher zu machen. 😄 Praktisch alle 50 Meter steht ein Reiher, es scheint als würden sie uns Spalier stehen. Daneben sind viele Krokodile, Wasservögel, Büffel, Kudus und Wasserböcke zu sehen. Sogar einen Giant Kingfisher entdecken wir! Die zwei Stunden sind im Nu vorbei.

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Goliath-Reiher

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Nimmersatt

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Giant Kingfisher

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Nach der Bootsfahrt haben wir Hunger und beschliessen, schon jetzt nach einem Restaurant fürs Abendessen Ausschau zu halten. Im Braza (gemäss Tripadvisor das beste Restaurant in St. Lucia) werden wir fündig. Um 17 Uhr sind wir natürlich noch die einzigen Gäste. Der Kellner namens Rambo empfängt uns sehr freundlich, er ist sympathisch und von einer ansteckenden Fröhlichkeit. Zur Vorspeise bestellen wir Oliven mit Tzatziki und frittierte Zucchini, als Hauptspeise nimmt Mäthu eine Beef/Chicken-Espetada (am Spiess über dem Teller aufgehängt) und ich Pasta. Allerdings sind die Zucchinis nicht wie erwartet einfach „frittierte Zucchini-Scheiben“, sondern zwei faustgrosse Plätzchen. Sie schmecken echt lecker, aber nachdem ich alles aufgegessen habe, muss ich schon nach dem zweiten Bissen Pasta Forfait geben. 😵 Zum Glück geben sie mir den Rest unkompliziert in einem „Doggybag“ mit. Von Mäthus Espetada schicken wir ein Foto an seine Eltern, worauf der Vater fragt, ob das ein grillierter Elefantenrüssel sei! 😄 😄

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Zurück in der Lodge treffen wir auf Martin und Johann, wieder unterhalten wir uns längere Zeit; Mäthu und Martin führen eine technische Diskussion über den Unterschied zwischen afrikanischen und asiatischen Elefanten, ausgehend von der Holzstatue in der Lounge der Lodge Afrique. 😄 Danach muss sich Mäthu losreissen, denn er will noch etwas „vorschlafen“, bevor er heute Nacht auf die Turtle-Tour geht. Ich bleibe noch etwas in der Lounge, bevor ich in unseren Bungalow zurückkehre und Mäthu zu gegebener Zeit wecke. Er wird um 22 Uhr abgeholt. Als er weg ist, hat‘s in meinem Magen wieder Platz für die restliche Pasta und ich darf die Mikrowelle der Lodge-Küche benutzen. Danach lege ich mich ins Bett.

Zur Turtle-Tour übergebe ich Mäthu das Wort:

Abends um 22 Uhr werde ich abgeholt und zusammen mit 8 anderen Touris und dem Guide fahren wir durch den iSimangaliso-Park Richtung Cape Vidal. Von dort soll es noch 25 Kilometer weiter nördlich den Strand rauf gehen, wo wir auf Leder- und Karettschildkröten hoffen, die zur Eiablage an den Strand kommen. Im Park sehen wir in der Dunkelheit grasende Hippos und Büffel. Unser Guide entdeckt sogar einen Leopard, aber der verschwindet für uns Touris leider zu schnell im Busch. 🙁 Am Cape Vidal sichten wir eine Hyäne, die auch gleich weg rennt. Unser Guide stoppt dann, um Luft aus den Reifen zu lassen für die Weiterfahrt am Strand. Leider entdecken wir nur die riesigen Spuren der Lederschildkröten, die Tiere selber sind bereits zurück im Meer. Wir sind zu spät! 😣 Der Guide versucht, unsere Enttäuschung mit vielen Infos über die Schildkröten wett zu machen. Obwohl er sehr bemüht ist und über ein grosses Wissen verfügt, gelingt es ihm nur schwer, die Stimmung aufrecht zu erhalten. Danach gibt es einen kleinen Imbiss für alle. Die Rückfahrt ist sehr anstrengend, es dauert ewig und es ist mit dem Fahrtwind sehr kalt. Ich bin zum Glück gut ausgerüstet mit Jacke und darüber der Regenjacke zum Schutz vor dem Wind. Andere haben nicht viel überlegt und sind in Shorts und T-Shirts mitgekommen, die erfrieren fast bis wir zurück in St. Lucia sind. 😗 Natürlich kann man auf den Zeitplan der Schildkröten keinen Einfluss nehmen…
In Anbetracht des stolzen Preises von ca. CHF 90.- war es heute eine gute Entscheidung von Karin, zuhause zu bleiben (ihr dauerte die Tour einfach zu lang). Um 4 Uhr morgens falle ich müde und enttäuscht ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 31. Jan. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201402. Feb. 2016 ·
Text gelöscht - Doppelpost 😕
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zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201402. Feb. 2016 ·
Do, 03.12.15
Lazy day
Unterkunft: Lodge Afrique, St. Lucia
Tageskilometer: einige wenige in/um St. Lucia


Trotz kurzer Nacht will Mäthu mich nicht alleine frühstücken lassen (er hat wohl Angst, dass für ihn nichts mehr übrig bleibt.. 😗) und zwingt sich aus dem Bett. Danach lassen wir es gemütlich angehen mit lesen und etwas surfen im Internet. Zudem rufe ich mal bei Bidvest Car Rental in der Filiale Richards Bay an wegen unserem leuchtenden Lämpchen. 😕 Man sagt mir, wir sollen es mal bei einer Garage überprüfen lassen und uns wieder melden. Später fahren wir los und kaufen im Shop „Banana Box“ in der Nachbarschaft ein paar Früchte und Wasser ein. Der Laden ist so richtig afrikanisch, es herrscht ein riesiges Chaos, die Einrichtung ist total unübersichtlich - ein paar Früchte, dann Eisenwaren, dann Gemüse und Velos… 😄 Aber erhältlich ist alles, was man so brauchen könnte. Ein Erlebnis für sich…
Nach dem Einkauf halten wir an einer Garage an der McKenzie-Road. Nach einem Blick auf das Lämpchen und unter die Motorhaube meint der Typ: „I don’t know“. 🤨 😄 Tja… Also fahren wir weiter zum Crocodile Center. Wir erwarten nicht viel von dem Besuch, aber irgendwas müssen wir ja machen. 😛 Im Center erfahren wir vieles, was wir ohnehin schon wissen. Einige Crocs haben ein schönes Gehege, andere leben eher in „Hühnerkäfigen“. 😣 Obwohl wir hier immerhin auch Crocs in Bewegung sehen, bevorzugen wir doch die faul herumliegenden in Freiheit.

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🤩 🤩

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Im Crocodile Center gibt's auch gefiederte Bewohner: Red-Capped Robin-Chat?

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Wir kaufen noch ein paar Postkarten im Shop und fahren dann kurz bei der Brücke vorbei zum Hippo-Check. Es sind aber keine zu sehen. Danach wollen wir im Postoffice Briefmarken kaufen und finden es nach ein paar extra Runden. Nun ist es Zeit für den Hippo-Check am Board Walk. Natürlich treffen wir unsere dicken, grunzenden Freunde dort im Wasser. 😄 Ein Hai umkreist die Gruppe, diese lässt sich aber nicht gross davon beeindrucken. Auch den grossen Goliath-Reiher sehen wir wieder.

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So sind sie uns lieber...

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Hai vs. Hippo

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Ein Nilwaran, ebenfalls vom Board Walk aus entdeckt

Dann ist es Zeit für einen Imbiss: Weil wir schon in der Gegend sind, setzen wir uns auf die Gartenterrasse vom Ski Boat Club. Mäthu bestellt Burger & Fries, für mich gibt es Focaccia mit Mozzarella und Knoblauch (erweist sich als fettiger Käseklumpen mit Teig). Zurück in der Lodge vertreiben wir uns die Zeit mit Postkarten schreiben und Käseklumpen verdauen (zumindest ich :S). Dann rufe ich nochmal bei Bidvest an. Der Herr am Apparat entschuldigt sich vielmals, dass er heute niemanden mit einem Ersatzwagen nach St. Lucia schicken kann. Naja, ein Ersatzwagen ist vielleicht etwas übertrieben, schliesslich fährt unser Jeep immer noch einwandfrei. Da wir morgen sowieso in Richards Bay durchfahren, schlage ich ihm vor, im Bidvest Büro am Flughafen vorbei zu kommen, damit sie das Problem begutachten können. Der Herr ist sehr glücklich über diesen Vorschlag und willigt ein.

Gegen Abend fahren wir zum Main Beach für einen Abendspaziergang. Diesmal bläst kein Wind, dafür ist der Himmel bewölkt. Die Locals fangen hier wohl schon donnerstags mit dem Wochenende an, denn es sind viele Familien am braaien, dazu wird laute Musik gehört und man tanzt mitten auf dem Parkplatz! Die Lebensfreude ist ansteckend! 🤪

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Nach dem Strandspaziergang sind unsere Füsse schwarz.. wohl eisenhaltig?

Als es eindunkelt, fahren wir nochmals durchs Städtchen, auf der Suche nach den „Townies“. Doch leider bleibt uns der Anblick von Hippos auf den Strassen verwehrt. Das Abendessen fällt heute aus, wir verpflegen uns in der Lodge mit Früchten und Cookies und quatschen noch etwas mit Martin, einem britisch-südafrikanischen Paar sowie zwei deutschen Gästen, bevor wir unsere letzte Nacht in St. Lucia in Angriff nehmen.

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Gruppenbild mit Martin 🙂
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zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2016
57 Beiträge · seit 200903. Feb. 2016 ·
Bin später zugestiegen, aber ab jetzt gerne dabei.
Toller Reisebericht!
Dank für‘s Teilen
Angi
https://www.TickerFactory.com/
Themenstarter448 Beiträge · seit 201406. Feb. 2016 ·
Fr, 04.12.15
Dejà-vu am indischen Ozean
Unterkunft: Villa Jaime, Ballito
Tageskilometer: ca. 202 km


Heute heisst es Abschied nehmen von St. Lucia und der Lodge Afrique. 🙁 Um alles zu sehen, würden sicher 2-3 Tage reichen, aber wir fanden es ganz schön, mal etwas länger an einem Ort zu verweilen und haben uns richtiggehend eingelebt. St. Lucia hat uns (und insbesondere Hippo-Freund Mäthu B)) so gut gefallen, dass wir uns vorstellen könnten, hier eine Zeit lang zu leben. Man ist nahe an der Natur und hat doch alle Annehmlichkeiten der Zivilisation. (Natürlich muss man berücksichtigen, dass wir nicht in der Hochsaison da waren, wo es sicher nicht mehr soo gemütlich zu und her geht…)

Nach dem Frühstück trommeln wir das gesamte Team zusammen, um Abschiedsfotos zu schiessen. Auch das nette britisch-südafrikanische Paar von gestern Abend kommt mit aufs Foto. Die beiden betreiben eine Glamping-Farm mit diversen Unterkunftsmöglichkeiten in England (Achtung Werbung 😛 www.manorfarmglamping.co.uk), die wir bei unserer für nächstes Jahr geplanten England-Tour mit dem Wohnmobil ev. anpeilen werden. Nochmal unterhalten wir uns angeregt mit den beiden und Johann, es ist richtig familiär und lustig. Nach einer halben Ewigkeit müssen wir uns leider endgültig verabschieden. Zum Glück wartet heute nur eine relativ kurze Fahrstrecke auf uns. 😕

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Lodge Afrique-Katze Nr. 1: McKenzie
(es gibt noch 2 weitere)

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Team Lodge Afrique mit Johann und der netten Ferienbekanntschaft

Dank Navi finden wir den Flughafen mit dem Bidvest Büro in Richards Bay mühelos. Nach einem kurzen Check unseres Autos mit der Bemerkung, dass das Lämpchen nur den Reifendruck reklamiert, könnten wir eigentlich weiterfahren. Doch man besteht darauf, uns trotzdem einen Ersatzwagen zu geben. 🙄 Wir müssen nur noch unterschreiben und unser Gepäck umladen. Unsere Hoffnungen auf ein „normales“ afrikataugliches Auto zerschlagen sich schnell, denn wir erhalten das gleiche Modell wie vorher: Einen nagelneuen Jeep Compass in weiss. 🤪 Die Umstellung auf ein anderes Auto fällt also aus und wir fahren ohne Probleme weiter. Kurz vor Ballito überfällt mich ein Hungerast und wir beschliessen, auf der Autobahnraststätte einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. Auf dem Parkplatz laufen viele Kinder mit in Plastiksäcken abgepackten Litchis herum. Schnell flüchten wir ins Restaurant. Im „Steers“ gibt’s für mich nicht viel anderes als Pommes zur Auswahl. Mäthu’s Hunger scheint grösser zu sein als angekündigt, denn er nimmt ein ganzes Menü mit fettem Burger. Von jetzt an wird’s übel… 😣
Zuerst werden wir von etwa 30 Kindern - wir nennen sie die Litchi-Mafia - umzingelt. Wir wollen aber keine Litchis. Und selbst wenn, wir wollen uns auch nicht entscheiden, bei welchem der 30 Kinder wir etwas kaufen. 😣 Also schnell ins Auto. Wir können kaum die Türen schliessen. Aber sobald wir drin sind, ziehen die Kinder ab. Am liebsten hätten wir ihnen gesagt, sie sollten besser zur Schule gehen, wenn sie nicht in 20 Jahren noch Litchis verkaufen wollen… 😈 Uns ist sowieso unerklärlich, wie die Menschen drauf kommen, 20 Stände nebeneinander am Strassenrand mit den gleichen Früchten (oder eben 30 Kinder mit Litchi-Säcken) aufzustellen. Unterschiedliche Angebote böten doch für den einzelnen viel bessere Verkaufschancen. Aber wahrscheinlich steckt wirklich die (Farmer)Mafia dahinter, welche die Leute mit dem Verkauf beauftragt und dann nach Anzahl verkaufter Kilos bezahlt. 😣 Wer kann, solls mir erklären… 

Nach einer Fahrt durch die „Einkaufshölle“ von Ballito (welch ein Kontrast zur bisherigen Reise) erreichen wir unsere Unterkunft „Villa Jaime“. Der schwarze Angestellte hockt in der Garage am Boden und ruft seine Chefin, als er uns sieht. Wir werden in der Privatwohnung empfangen, wo es penetrant nach Hund und Raumspray „duftet“ und an den Wänden Ölbilder mit Porträts der Besitzer inkl. Hund hängen. Ausserdem stehen mehrere kleine Käfige mit einzelnen Papageien herum. Mir wird fast übel. 🤢 Die ältere Empfangsdame (wohl die Schwester der Besitzerin) ist für ihr Alter völlig overdressed und geschminkt wie eine Puppe. Wir werden über eine wackelige, enge Metalltreppe in unser Appartement (sie nennen es Penthouse) nach oben gebracht. Dieses hat eine grosse Dachterrasse mit schönem Blick über den Ozean. Nach dem Anblick der Wohnung unten hätte es schlimmer kommen können, aber doch fühle ich mich nicht wohl, die Wohnung wirkt schmuddelig und die Einrichtung ist nicht nach unserem Geschmack (auf der Website hatte es viel gepflegter ausgesehen). Das schlimmste ist der penetrante künstliche Erdbeerduft, den jemand vorher ausgiebig versprüht hat. Sofort öffnen wir alle Fenster und Türen zum lüften *hust* 🤢 .
Da es nur für eine Nacht ist (ein Stop auf der Strecke in die Drakensberge), werden wir es schon überleben… 😗

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Die Dachterrasse ist nett

Wir beschliessen, noch etwas an den Strand zu fahren und später irgendwo zu essen. Der Strand haut uns nicht gerade aus den Socken, er ist völlig zugebaut mit mondänen, riesigen Häusern und Hotels. Es ist Freitagabend und alle Welt sitzt am Strand und feiert. Wir laufen ein bisschen herum und entdecken Felsenpools in den Klippen zwischen zwei Stränden. Leider sitzen schon saufende Teenies drin.

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Zwischen all den teuren Häusern entdecken wir diese Ruine an bester Lage am Strand 🤩

Wir fahren noch in eine ruhigere Ecke und setzen uns auf einer Klippe auf eine Bank und sehen den Wellen zu. Mäthu beklagt sich über ein Völlegefühl, obwohl es bereits einige Stunden her ist seit dem Burger. Ich ahne was… 😗 Der Restaurantbesuch zum jetzigen Zeitpunkt scheint sich zu erledigen. In weiser Voraussicht wollen wir in einem Shop noch etwas zu essen kaufen, um es später im „Penthouse“ zu essen. Vor dem Laden spricht uns ein weisser „Surfertyp“ an, ob wir ihm etwas zu essen kaufen würden. Wir denken, aah, ein Reisender mit knapper Kasse. Wir kaufen unser Abendessen sowie ein paar Früchte und Müsliriegel für den Surfer. Als wir es ihm übergeben, ist er sehr dankbar und kann es kaum glauben. Mäthu fragt ihn, was er denn so mache. Es stellt sich heraus, dass er ein Einheimischer ohne Obdach und auf Jobsuche ist. 😵 Uns ist es etwas peinlich, aber er scheint nicht zu merken, dass wir seine Situation total falsch eingeschätzt haben. Wir wünschen ihm alles Gute und fahren zurück zum Appartement.
Dort fangen Mäthus Magenkrämpfe an. Oh wie schön… hatten wir das nicht schon mal? 😈 Damals, vor 2 Jahren in Wilderness mit Blick auf den indischen Ozean, nach einem Burger bei Steers? 😈 🤢 😈
Mäthu verbringt die Nacht abwechselnd im Bett und auf dem Klo und ich flüchte auf die Dachterrasse, wo ich die halbe Nacht im Liegestuhl unter Strassenlampenlicht verbringe (und mich dann infolge Rückenschmerzen doch zurück ins Bett lege). 😣
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zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016
962 Beiträge · seit 201307. Feb. 2016 ·
Hallo Carinha,
oh je Ballito, dieser Ort erweckt auch bei mir
zwiespältige Erinnerungen.
Auf meiner ersten Afrikareise wurde ich dort in der Nacht ausgeraubt.
Aber die Hilfe und Fürsorge der Einwohner am nächsten
Tag werde ich ebenfalls nie vergessen.
Mit diesem Bericht weckst du bei mir viele schöne Erinnerungen.
Vielen Dank dafür!

LG
Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Feb. 2016 ·
Hallo Silvio

Vielen Dank für deine Rückmeldung.
Ballito war einfach ein totaler Kontrast zum bisher gesehenen und aufgrund der Magenverstimmung war es ganz sicher kein Highlight unserer Reise.
Es war aber von Anfang an nur als "Transitnacht" gedacht, deshalb auch nicht weiter schlimm...

Liebe Grüsse
Karin
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Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Feb. 2016 ·
Sa. 5.12.15
Ab in die Berge
Unterkunft: "Luxury Cave" mit Halbpension; Antbear Lodge, Estcourt
Tageskilometer: ca. 218 km


Das Frühstück fällt heute dürftig aus: Weizenscheiben mit Butter und Milch. Eigentlich wollten wir ja ein nettes kleines Café zum Frühstücken suchen, aber nach dieser Nacht… 😗
Auch Mäthu probiert ein paar Bissen; es endet jedoch wieder in Magenkrämpfen. Wenigstens hat sich die Kadenz der Toilettengänge wieder auf einem normalen Level eingependelt. 🤪
Schnell packen wir zusammen und checken aus, diesmal treffen wir auf die Besitzerin der Villa Jaime. Sie ist sehr nett und zeigt sich besorgt über Mäthus Zustand. Sie meint, wir hätten uns bei ihr melden sollen für Medikamente… Zum Glück sind wir selber gut ausgerüstet (es sind sogar noch dieselben Pillen, die wir vor 2 Jahren in Wilderness gekauft haben 😄).
Der Plan für heute lautete ursprünglich, wenn nicht die Stadt, dann mindestens das Fussballstadion von Durban besichtigen. Mäthu wollte unbedingt die legendäre Stätte besuchen, wo während der WM 2010 die Schweiz den späteren Weltmeister Spanien besiegte. Doch unterwegs entscheiden wir uns um: Zuviel Verkehr, zuviel Trubel und ausserdem regnet es auch noch wie aus Kübeln. Also fahren wir auf direktem Weg Richtung Pietermaritzburg und die Drakensberge. Die Strasse ist in einem guten Zustand und wir kommen schnell voran. Trotzdem scheint die Fahrt endlos, mit dem vor Schmerzen wimmernden Beifahrer. 😣 Irgendwann verlassen wir auf Anweisung des Navis die Autobahn und fahren jetzt durch Farmland, vorbei an vielen Kühen und Pferden. Die Strassen sind schlecht und voller Potholes. Die Landschaft wirkt völlig ausgetrocknet. Kein Vergleich zu den Fotos aus dem Internet mit den sattgrünen, riesigen Weiden. Mitten in der Pampa steht plötzlich ein Schild mit der Aufschrift „Antbear Lodge“. Mühelos finden wir die Lodge, obwohl es noch etliche Kilometer über Gravelroad ins Nirgendwo geht. Dass hier Deutsche am Werk sind, merkt man schon an der Beschilderung. 😄 Wir werden von der Managerin (ich glaube sie hiess Lindy) herzlich empfangen und können unsere Unterkunft, den „Luxury Cave“ beziehen. Das Zimmer ist einer Höhle nachempfunden und bietet sämtlichen Komfort (davon konnten die Höhlenbewohner nur träumen :P). Es gibt sogar ein Cheminée, mitsamt dem rauchigen Geruch. Das Beste ist die Terrasse mit superbequemen Hängesesseln und einem kilometerweiten Ausblick in die Ferne. Ich erhalte von der Managerin noch eine kurze Einführung, während Mäthu sich hinlegt und etwas ausruht.

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Mein Reiterherz schlägt höher... 🙂

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Nachbar

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Aussicht vom Luxury Cave

Als die Magenkrämpfe endlich weniger werden, machen wir einen kleinen Rundgang durch das Farmgelände. Es gibt Pferde, Schafe, Kühe, Federvieh, Hunde, Esel und Katzen sowie einen Gemüsegarten und einen Workshop für Schreinerarbeiten. Die Lodgegäste werden wo immer möglich mit farmeigenen Produkten versorgt.

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Ich habe leider schon gesündere Schafe gesehen... 😵

Um 19 Uhr gibt es Abendessen im Restaurant: Butternut Soup, Kartoffeln mit Gemüse und Schoggi-Mousse (Vegi-Variante). Es schmeckt alles sehr lecker, aber Mäthu ist total „am Anschlag“. Zurück im Cave mache ich ein Feuer (und räuchere dabei unser Schlafzimmer aus 😗) und wir lassen den Abend gemütlich in den Hammocks auf der Terrasse ausklingen.

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gemüüütlich... 😄
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2016
1’561 Beiträge · seit 201109. Feb. 2016 ·
Liebe Carinha,
ich habe bis hierher eure Reise mit großem Interesse verfolgt. Die Magenverstimmung tut mir leid, 🤢 😐 lässt sich aber leider nicht immer auf Reisen vermeiden. Ich hoffe, es ging dann doch schnell bergauf mit Mäthu? 😊 🙂
Vielen Dank für die vielen Infos und die schönen Fotos eurer Tour. Wir starten Mitte März in die Richtung und leider sind wir in den südafrikanischen Osterferien unterwegs, so dass wir Mpila oder St. Lucia ebenso voll erleben werden, wie ihr. Nun sind wir schon einmal drauf vorbereitet!
Die Bootstouren kann man dann hoffentlich noch vor Ort buchen.
Ihr hattet schöne Unterkünfte, gerne hätten wir die Africa Lodge getestet, doch der Tipp kam zu spät!
Nun bin ich gespannt, wie es bei euch weiter geht...
Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Feb. 2016 ·
Liebe Biggi

Vielen Dank für dein Feedback! Ja, da ich Mäthu sofort zu Medikamenteneinnahme "gezwungen" habe, war das Problem nach einem Tag zum Glück wieder verschwunden. 🙂

In St. Lucia gibt es sooo viele schöne Unterkünfte, du wirst es bestimmt auch gut treffen! Und sonst halt das nächste Mal Lodge Afrique. 😉 Die Bootstouren kannst du sicher noch vor Ort buchen, es gibt ja mehrere Anbieter, die mehrmals am Tag losfahren.

Liebe Grüsse
Karin
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Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Feb. 2016 ·
So. 5.12.15 (Teil 1)
Die gute Tat 😗
Unterkunft: "Luxury Cave" mit Halbpension; Antbear Lodge, Estcourt
Tageskilometer: ca. 94 km (hin und zurück)


Der Morgen begrüsst uns neblig und feucht. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine Wanderung am Giants Castle. 😵 Beim Frühstück macht uns Lindy Mut, das Wetter werde bestimmt noch besser. Hoffen wirs… 😐 Aber erstmal geniessen wir das gute Frühstück, es gibt deutsches, selbstgemachtes Brot 🤩 und Scones sowie diverse andere Leckereien.
Dann fahren wir los Richtung Giants Castle. Die Fahrt soll eine gute Stunde dauern und führt durch riesige Weideflächen, Baumplantagen und Zuludörfer.

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Ideal nach dem Frühstück.. 😄

Entlang der Gravelroad stehen lange Stacheldrahtzäume. In einer unbewohnten Gegend treffen wir auf Pferde, ein paar hinter dem Zaun, einige am Strassenrand. Die müssen wohl rüber gesprungen sein.

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Pferde am Strassenrand

Kaum gedacht, sehen wir ein Pferd im Zaun hängen. 🤩 Sofort stoppen wir. Langsam gehe ich Richtung des Tieres, um seine missliche Lage genauer zu begutachten. Es scheint Menschen grundsätzlich gewohnt, lässt mich trotzdem nur ungern nahe heran. Ich stelle fest, dass sein Hinterbein zwischen dem obersten und dem zweitobersten Draht verkeilt ist. 😣 Der Stacheldraht hat sich tief ins Fleisch geschnitten und die Fliegen hängen schon dran. Ich beruhige das Pferd, kann es jetzt streicheln. Leider schneidet sich der Zaun bei jeder Bewegung tiefer ins Fleisch. 🤢 Ich versuche, den obersten Draht zu lösen, aber der Zaun ist so fest gespannt, dass er sich kaum bewegen lässt. Mäthu durchsucht unser Auto nach möglichen Hilfsmitteln. Aber ausser dem Wagenheber findet er nichts. Mithilfe eines Steins schaffe ich es immerhin, den obersten Draht vom Pfahl zu lösen. Bringen tut es leider gar nichts. 🙁 Ich merke, alleine können wir hier gar nichts ausrichten. Mir wird schlecht. Das arme Pferd. 🤢 Aber einfach weiterfahren geht irgendwie auch nicht. Plötzlich sehe ich in der Ferne ein Auto heranfahren. Ich renne auf die Strasse und halte den Wagen an. Drinnen sitzt ein schwarzer Familienvater mit seinen 2 Kindern. Ich frage ihn, ob er weiss, wem das Pferd gehört. Er hat natürlich keine Ahnung. Dann frage ich, ob er Werkzeug dabei hat. Tatsächlich findet er im Handschuhfach eine Zange. Damit schneiden wir gemeinsam den obersten Draht durch und das Pferd ist frei. 🤩 Die beiden Buben schauen stumm und staunend zu. Ich bedanke mich vielmals bei dem Herrn, dann fährt er weiter. Das Pferd läuft trotz Verletzung recht gut, gebrochen ist jedenfalls nichts. Wir hoffen, dass seine Fleischwunde bald behandelt wird oder von selbst verheilt. Kurz machen wir noch ein Foto von dem Pferdchen, dann fahren wir weiter. Uff… was für ein Abenteuer! Meine Nerven flattern noch etwas…  😵 😗

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Frei... aber noch lässt es den Kopf etwas hängen

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Da läuft es...

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Die Sonne taucht auf! Ist Petrus etwa auch ein Pferdefreund? 😄

Fortsetzung folgt…
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2016
1’947 Beiträge · seit 200910. Feb. 2016 ·
Hallo Karin,
jetzt bin euch aber schnell hinterher gefahren und das hat sich sehr gelohnt.

Sehr schön geschriebener Reisebericht mit tollen Fotos. Einiges kam mir sehr bekannt vor...und Neues ist bei mir immer erwünscht.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
Themenstarter448 Beiträge · seit 201410. Feb. 2016 ·
Herzlichen Dank für euer Interesse! 😘

Nun geht es weiter mit Teil 2 vom So, 6.12.:

Giants Castle

Weiter geht es auf holperigen, von Schlaglöchern durchsetzten Strassen Richtung Giants Castle Camp. An einer Dorfkreuzung steht eine skurrile Gestalt mit Sonnenbrille und goldenen Zähnen und „reguliert“ den (kaum vorhandenen) Verkehr. 🤨 Wir winken und fahren weiter, bis wir das Camp erreichen. Dort stellen wir unser Auto unter einem Baum ab, wo ein Schild vor einer Krähe mit einem „Gummi-Fetisch“ warnt. 🤪 Es ist weit und breit keine Krähe zu sehen, nur viele Baboons.

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aus dem fahrenden Auto fotografiert 😊

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Trotzdem haben wir Angst um die neuen Scheibenwischer und wickeln sie zur Tarnung mit Klopapier ein. Sieht super aus (warum bloss haben wir das nicht auf Foto festgehalten... :S)

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Diesen "Blumenstrauss" könnte man glatt als Mordwaffe gebrauchen... 🙄

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Den Plan, eine 4-stündige Wanderung zu machen, begraben wir schnell, denn es ist glühend heiss und Mäthu ist kräftemässig noch nicht ganz auf der Höhe. Also kaufen wir Tickets für die Main Caves und laufen gemütlich durch die märchenhaft anmutende Landschaft. Hier ist es dank der Höhe um einiges grüner als rund um die Antbear Lodge. Für die Drakensberge hatten wir eigentlich mit kühleren Temperaturen gerechnet und dafür extra warme Jacken eingepackt. Doch nun ist es über 30 Grad! 😎

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Bei den Main Caves erhalten wir eine Führung von einer Zulu-Frau, die wohl eine extra Schulung für doofe Touris erhalten hat. 😕 Sie spricht ein auffallend langsames, überdeutliches Englisch. Sie erzählt uns allerlei Wissenswertes über die San, von denen die zahlreichen Felsmalereien stammen. Zudem gibt sie uns lautstarke Kostproben von Klicklauten der San-Sprache. Wir versuchen, es ihr nachzusprechen, scheitern jedoch kläglich. 😛

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Die Felsmalereien haben auf den Fotos leider nicht dieselbe Wirkung, deshalb gibt's hier keine Bilder davon.

Nach der Führung wandern wir ins Tal, wo wir entlang dem Fluss Richtung Camp zurücklaufen. An einer schönen Stelle mit grossen Steinen machen wir eine Pause und verspeisen die mitgebrachten Scones vom Frühstück. Später machen wir uns auf den Rückweg. Auf der gesamten Wanderung konnten wir die herrliche Landschaft praktisch für uns alleine geniessen.

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Unterhalb des Felsens sind die Main Caves

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Im Shop des Camps kaufen wir uns ein kaltes Getränk und laufen dann zurück zum Auto. Die Scheibenwischer blieben unangetastet, das Klopapier hängt immer noch dran. 😛 

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Auf dem Weg zum Auto treffen wir dieses Kerlchen...

Während der Fahrt entdecken wir eine afrikanische Autowaschanlage: Das Auto einfach mitten in den Fluss fahren und Türen aufmachen 🤩 (Gut, das Wasser war nicht sehr tief und vielleicht haben sie auch einfach vom bequemen Sitz aus gefischt...) 😄

Einige Kinder haben hier auf der Zufahrtsstrecke zum Giants Castle Camp eine interessante Verdienstmöglichkeit gefunden, indem sie gut sichtbar Kies in die Schlaglöcher füllen und dann die hohle Hand machen. Wir wurden diesbezüglich schon vorgewarnt. Wir halten an und schenken den 2 Jungs den letzten Rest der Scones. Sie bedanken sich und setzen sich hinter uns direkt auf die Strasse, um das Gebäck zu verspeisen (höchstwahrscheinlich werden sie danach den Kies wieder aus dem Loch buddeln, damit ihnen das Baumaterial nicht ausgeht... 😄). 

Nun fahren wir zurück durch das schöne Abendlicht, der Antbear Lodge entgegen.

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An manchen Orten kriecht der Nebel wieder empor...

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Darf ich vorstellen: Unser neues Auto 😉

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Begegnung am Strassenrand (gut zu sehen der leidige Stacheldraht, der hier überall gebraucht wird)

Bis zum Abendessen verbringen wir die Zeit mit lesen, fotografieren und chillen in den Hammocks.

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Hauptgebäude und Restaurant der Antbear Lodge

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Unser Luxury Cave

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Selfie auf der Terrasse 😄

Dann laufen wir ins Restaurant und quatschen noch ein bisschen mit Lindy. Den Starter (Tuna-Rolls) lasse ich aus, ich mag lieber genug Platz im Magen fürs Dessert haben.  Mäthu schmeckt’s vorzüglich, obwohl er Thunfisch normalerweise nicht ausstehen kann. Danach essen wir Pasta und zum Dessert gibt es Malva Pudding. Leeeeekker!!! 😛
Heute Abend sind noch zwei weitere Gäste anwesend. Nachdem wir ein paar Worte gewechselt haben, laden wir sie zu uns an den Tisch ein. Harry und Regina kommen aus Deutschland, kennen aber unsere Heimat, die Schweiz, beinahe besser als wir. 😊 Wir bleiben bis nach 22.30 Uhr sitzen, unterhalten uns angeregt und bedienen uns an der Bar. 😗 Ein sehr netter und gemütlicher Abend.
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zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201410. Feb. 2016 ·
Mo, 7.12.15
Wonderful view
Unterkunft: 2-Bed selfcatering Chalet, Tendele Upper Camp, Royal Natal Nationalpark
Tageskilometer: ca. 133 km


Heute mache ich noch vor dem Frühstück einen Ausritt rund um die Farm, begleitet werde ich von einem schwarzen Angestellten mit dem ich mich ein wenig über südafrikanische Landwirtschaft und die Farm selber unterhalten. Er erzählt mir u.a., dass er jeden Tag eine halbe Stunde zur Arbeit marschiert.

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Ich habe ja etwas bedenken, ob Spot mich tragen mag... 😐

Mäthu zügelt währenddessen vom Bett in die Hängematte. 😄 Ich beauftrage ihn damit, Fotos zu machen, wenn wir zurückkommen. Doch als wir nach einer Stunde durchs Tor reiten, steht mein Mann mit Harry neben dem Parkplatz und quatscht und quatscht und quatscht – und vergisst Fotos zu machen! 😈 Meine Rufe ignoriert bzw. hört er nicht. Muss ja ein spannendes Gespräch sein.. Als die Pferde versorgt sind, ziehe ich mich kurz um, danach geselle ich mich zu den beiden Herren (mal hören, was es zu besprechen gibt ;)). Mäthu meint, der Harry sei fast wie sein Vater… Auch mit über 60 immer noch ultra-sportlich und aktiv.

Ich dränge jetzt aber zum Frühstück, denn reiten macht hungrig. Es schmeckt wieder sehr lecker. So ein Frühstücksbuffet hat schon klare Vorteile! 😛 Lindy teilt uns mit, dass wir uns Zeit lassen können mit auschecken, denn heute werden keine neuen Gäste erwartet. Also geniessen wir nochmal unsere Terrasse und gehen das Packen gemütlich an. Später gehen wir zur Reception, um unsere Rechnung für die Zusatzleistungen zu begleichen. Da treffen wir auf Connie, die Besitzerin. Wir unterhalten uns mit ihr und Lindy und bezüglich der Magenverstimmung von Mäthu meint Lindy: „Steers? Don’t go there!“ Nun ja… das haben wir uns mittlerweile auch schon vorgenommen. 😗 
Andrew, der Partner von Connie, der leider gerade auf Reisen ist, hat übrigens ein Ultraleicht-Flugzeug, mit dem er ab und zu auch Gäste mitnimmt. 🤩
Auch hier fällt uns der Abschied schwer. Zum Entspannen und runterkommen ist die Antbear Lodge ideal. Für längere Aufenthalte sind die Aktivitäten vor Ort jedoch begrenzt, wenn man nicht längere Autofahrten in die Region in Kauf nehmen will.

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Das Wetter will noch nicht so recht...

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Von den Red-collared Widowbirds haben wir Dutzende gesehen...

Nun geht die Reise weiter. Unser heutiges Ziel ist der Royal Natal Nationalpark, wo im Tendele Upper Camp ein Chalet für uns reserviert ist. Da nun wieder 2 Tage Selbstverpflegung angesagt ist, wollen wir in Bergville unsere Benzin- und Essvorräte auffüllen. Aufgrund des europäisch klingenden Namens hatten wir uns unter Bergville ein kleines, hauptsächlich von Weissen bewohntes Städtchen vorgestellt. Der einzige Weisse, den wir sehen, ist jedoch der Filialleiter vom Spar. Der Laden ist brechend voll mit Menschen, einige davon riechen nicht gerade nach Blumenstrauss. 😣 Vor dem Fleischregal fängt ein junger Typ an, in einer unbekannten Sprache auf Mäthu einzureden. Das „I don’t unterstand you“ ignoriert er einfach und quasselt weiter. Mäthu schnappt sich irgend ein Fleischstück und ergreift die Flucht. An der Kasse steht der Typ plötzlich hinter uns und glotzt auf unsere Kreditkarte. Hilfe!! 😵 Schnell packen wir unsere Sachen ins Auto und fahren davon. Das war ganz schön ungemütlich. Wahrscheinlich war der Typ auf Drogen oder sonst nicht ganz klar im Kopf… 😗

Kurze Zeit später erreichen wir das Tendele Camp und beziehen unser Chalet. Was für eine Aussicht!! 🤩 🤩 Wir können uns kaum sattsehen am Blick aufs Amphitheater!

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Den ganzen restlichen Nachmittag verbringen wir auf unserer Terrasse, geniessen die Landschaft, lesen und entspannen. Zudem studieren wir die Wandervorschläge. Da es morgen wieder heiss werden soll, wollen wir ganz früh los. Zwischendurch zieht ein Gewitter auf, das aber schnell weiterzieht.

Diese Blüte steht direkt vor unserer Terrasse und lockt diverse Vögel an:
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irgend ein Sunbird

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Cape White-eye

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Ein Gewitter zieht vorbei...

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schon ist's vorüber:)

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Unser Chalet

Das Abendessen (zumindest das Fleisch) ist so la la… Mäthu meint, es schmecke wie ein alter „Schuehblätz“ (Schuhsohle) 🤢. Wenigstens habe ich dafür gesorgt, dass es gut durchgebraten wird. 😄 Wir erhalten noch Besuch von Panik- bzw. Perlhühnern, die sich an Bröseln am Boden erfreuen.

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Rätsel: Was ist das? 😛

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Auflösung 😄

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Die Wolken setzen bis zum Schluss farbige Akzente

Irgendwann gehen wir rein und legen uns ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201411. Feb. 2016 ·
Di, 8.12.15
Policeman’s Helmet und stürmische Pizza
Unterkunft: 2-Bed selfcatering Chalet, Tendele Upper Camp, Royal Natal Nationalpark
Tageskilometer: ca. 35 km


Um 5.30 Uhr schrillt der Wecker. Nach einem kleinen Frühstück mit Toast/Butter und O-Saft laufen wir los. Wir haben uns für die Wanderung zum Policeman’s Helmet entschieden, obwohl wir nicht genau wissen, was uns erwartet. Die kopierten Wanderkarten sind ziemlich ungenau und es gibt verschiedene Angaben zur Länge und Dauer. 😐 Der Himmel jedenfalls ist wolkenlos und schon nach einer Stunde geniessen wir jeden Schattenfleck.

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Oberhalb des 3. Rückenbalkens von rechts ist der Policeman's Helmet zu sehen 😎

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Der Weg führt bis ganz nach hinten ins Tal, wo wir einen kleinen Fluss überqueren. Dort machen wir eine erste Pause und essen einen Apfel. Wir fragen uns, ob wir hier noch richtig sind. Wir laufen doch in die total falsche Richtung!? 😐 Es ist heiss (wieder über 30 Grad), wir schwitzen und kämpfen. Doch dann erblicken wir einen Wegweiser - wir sind also doch auf dem richtigen Pfad.

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Auf der anderen Seite des Flusses geht es hoch bis zu dem Fels, der von weitem wie ein Kopf mit Helm aussieht. Der Wanderweg ist wirklich wunderschön, die Ausblicke sind grandios und wir sehen viele Vögel, Eidechsen und spezielle Pflanzen.

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Zuvorderst an der linken Bergflanke liegt das Tendele Camp

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Das Ziel vor Augen 🤪

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Geschafft!! 🤩

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Von hier oben erinnert der Fels eher an einen Tatzelwurm 😄

Nach 3 Stunden und einer Kletterpartie zum Schluss sind wir endlich oben. 😎 Kaum setzen wir uns auf den Fels, um etwas auszuruhen, schrillt mein Telefon. 😈 Die tamilische Putzfrau vom Büro will ihren nächsten Einsatz besprechen. Ich schicke ihr ein SMS, sie möge das doch bitte mit meinem Chef besprechen. 😄 Dieser Anruf hatte etwas so komisches, wie eine Erinnerung an ein anderes Leben. Die Arbeit war sooo weit weg, keine Sekunde haben wir während unseren Ferien daran gedacht (ausser eben in diesem Moment 😄)!

Nach ca. 10 Minuten ist es leider vorbei mit unserer Pause. Plötzlich dreht der Wind auf und dunkle Wolken werden über das Amphitheater geschoben. In der Ferne hören wir Donner. 😣 Nichts wie weg hier! 🤩 Jetzt wo wir den Weg kennen und es vorerst alles runter geht, kommen wir gut voran. Nach der Flussüberquerung fängt es jedoch an, sich in die Länge zu ziehen. Wir sind hungrig und durstig und gegen Schluss kommen das Gewitter und der Regen definitiv. 😵 Zum Glück sind wir hier durch Büsche und niedrige Bäume etwas geschützt, so dass wir hoffentlich nicht vom Blitz erschlagen werden. 😕 Kaum sind wir zurück im Chalet, hört der Regen wieder auf. 😈

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Unsere Blüte...

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...wird wieder von einem Sunbird besucht! 😘

Da wir zu faul zum Kochen sind, entscheiden wir, ins Restaurant „Tower of Pizza“ zu fahren, das sich etwa 17 km ausserhalb des Parks befindet. Die Pizzeria kommt ziemlich rustikal und „selbstgebastelt“ daher, aber die Pizza schmeckt echt lecker! 😛 Wir sitzen auf der gedeckten Terrasse auf originellen, effektiv selbstgebastelten Stühlen und beobachten die anderen Gäste, eine bunte Mischung aus Buren, Schwarzen und ein paar Touris.

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Plötzlich fängt es wieder an zu stürmen. Draussen fliegt der Staub nur so herum und Gegenstände und Äste werden durch die Luft gewirbelt. 😮 Wir flüchten nach drinnen. Schnell machen die Angestellten alle Fenster und Türen zu. Dann kommt der Regen mit Blitz und Donner. 😣 Es schüttet wie aus Kübeln und der Sturm bläst sogar die schweren Schaufel-Stühle um. Echt heftig! 🤩 Wir sind eine ganze Weile in der Pizzeria eingeschlossen, bevor wir uns wieder raus trauen. Die Erde scheint zu dampfen! Hoffentlich haben sie auch auf der Antbear Lodge etwas Regen abbekommen, Natur und Mensch haben es überall dringend nötig.

Bei YouTube ansehen ↗



Später fahren wir via Zuludorf zurück ins Camp, denn an der Hauptzufahrt sind sehr aggressive Souvenirverkäufer am Werk, die uns nun schon 2x fast vors Auto gesprungen sind. Mit ihrem Verhalten bewirken Sie eher die Flucht von potentiellen Kunden. 😠 

Wir setzen uns auf unsere Terrasse, lesen und beobachten „unsere“ Chicks, die hier gar nicht scheu sind. Nach der Dusche ist schon wieder Zeit für das Nachtessen, obwohl wir noch nicht gross Hunger haben. Doch wir müssen noch unsere Reste aufbrauchen, denn von nun an werden wir nicht mehr selber kochen. Es gibt Spaghetti und Gemüse sowie eigentlich das übrige Fleischstück. Doch als Mäthu es zum Kühlschrank rausnimmt, stinkt es zum Himmel! 🤢 🤢 Ein kleines Dilemma: Man darf Essensreste nicht an die Tiere verfüttern, damit sie nicht angelockt werden; aber im Abfallkübel würde das Fleischstück das Chalet verpesten. Also steigt Mäthu den Hang hinter dem Chalet hoch, um das Fleisch in genügend grosser Entfernung in den Büschen zu entsorgen. Soll’s der Affe holen! 😄 😗 Danach gucken wir noch etwas Fussball im TV, bevor es ins Bett geht.
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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2016
Themenstarter448 Beiträge · seit 201414. Feb. 2016 ·
Mi, 9.12.15
Lesotho is calling!
Unterkunft: Riverside Hut, Maliba Mountain Lodge, Lesotho
Tageskilometer: ca. 228 km


Heute führt unser Weg nach Lesotho. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet und ich bin etwas aufgeregt. Aber zuerst heisst es packen und auschecken. Zum letzten Mal geniessen wir den herrlichen Blick auf das Amphitheater.

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Nach einer guten halben Stunde Fahrt erreichen wir das Little Switzerland Resort, wo beim Eingang eine Tankstelle und ein einladendes Café stehen. Ich hoffe auf einen leckeren Cappuccino… 😊 Doch leider hat das Café geschlossen. Im Shop nebenan kaufen wir etwas Proviant für unterwegs und für mich gibt’s „Coffee to go“ aus der Thermoskanne - immerhin. 😉 Zucker rein… doch wo ist die Milch? Die Verkäuferin weist auf die Kühlvitrine, wo 2 angefangene Milchtüten stehen. Ich schütte etwas Milch in den Kaffee, wir bezahlen und weiter geht die Fahrt. Als ich den ersten Schluck nehmen will, riecht der Kaffee irgendwie komisch… 😵 Bääh, die Milch war wohl hinüber. 🤢 Bei der nächsten Pause schütte ich den Becherinhalt weg. Mäthu regt sich fürchterlich auf – immer müssen wir dem Kaffee nachrennen und dann schmeckt er mir doch nicht! 😗 Naja, ich gebe die Suche nach gutem Kaffee nicht so schnell auf, hihi.. Mäthu, der der braunen Brühe gar nichts abgewinnen kann, versteht das überhaupt nicht. 😄

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Wir fahren entlang der R74 und R712 Richtung Clarens und freuen uns über die super ausgebaute Strasse, die praktisch leer ist. Doch plötzlich ist die Strasse gesperrt und wir werden auf eine üble Gravelroad umgeleitet. Es holpert, schüttelt und staubt und die Strasse will kein Ende nehmen. Die Lastwagen, die uns entgegen kommen, fallen ab dem Gerüttel beinahe auseinander. 🙄 Als wir wieder auf die Hauptstrasse zurück können, sehen wir Arbeiter, die an einem kurzen Streckenabschnitt tätig sind. Doch anstelle den Verkehr an dieser Stelle einspurig vorbei zu leiten, sperrt man einfach über Kilometer die ganze Strasse. 😣

Etwas später erreichen wir den Golden Gate Highlands Nationalpark, wo der Transitverkehr gebührenfrei durchfahren darf. An einem schönen Aussichtspunkt machen wir Pause. Die Felsformationen sind eindrücklich und wir sehen auch ein paar Tiere (Antilopen und Zebras).

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Später erreichen wir Clarens, ein hübsches Städtchen mit ein paar netten Läden. Hier wollen wir etwas essen, bevor wir dann den Grenzübertritt nach Lesotho in Angriff nehmen. Eine Bäckerei mit der Anschrift „Homemade“ erweckt unsere Aufmerksamkeit. Eventuell ist ja hier ein deutscher Auswanderer am Werk?! 😗 Doch als wir eintreten, finden wir das übliche: Toast, Rusks und die gummigen, geschmacklosen Brötchen aus Weissmehl. Homemade hin oder her… aber hier werden wir nicht fündig. 🙁
Kurze Zeit später entdecken wir ein kleines Restaurant, dass mit allerlei leckeren Sachen wirbt. Wir setzen uns auf die Terrasse und suchen die Menütafeln nach etwas Passendem ab. Als wir bestellen wollen, meint die Kellnerin: „This is not available today“ – zu jedem Menü. 😈 Also fragen wir, was den heute erhältlich sei. Chocolate cake und Lemon cake. 😗 Auf die Frage, wie gross die sind (ich will eigentlich was richtiges und kein Dessert), antwortet sie: „Ooohh it’s a piece“ 🙄 😄
Ok… was auch immer das heissen mag. 😗 Die Antwort erhalten wir kurze Zeit später: Zumindest mein Stück Schokokuchen ist so gross, dass man mindestens 5 Portionen daraus machen könnte!! 🤩 Er schmeckt ganz lecker, extrem schokoladig, aber ich kriege nur einen Bruchteil davon runter. Also frage ich nach einem "Doggybag", zum mitnehmen. Kein Problem. 😄 Mäthu isst sein Stück mit Mühe auf, ich packe den Rest ein. Weiter geht’s. 😉

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Das Foto wird dem monströsen Kuchenstück nicht gerecht (wenigstens war der Cappuccino 1A! :P)

Der Grenzübertritt läuft recht unkompliziert ab, auffallend sind die vielen einheimischen alten Leute, die zu Fuss über die Grenze wollen. Ob das wohl ein Seniorenausflug war? 🤪 Danach fahren wir gefühlt durch eine andere Welt: Alles wirkt sehr ärmlich und einfach, einzig die (kleinen) Regierungsgebäude an der Strasse sehen etwas moderner aus. Zudem fahren wir an einigen Schildern von bekannten Hilfsorganisationen vorbei. Wir passieren die grössere Ortschaft Butha Buthe, wo infolge des Marktes ein riesiges Chaos herrscht! Alle laufen kreuz und quer über die Strasse. Die Shops sind z.T. sehr originell, wir entdecken einen Friseursalon kombiniert mit einem Carwash (wahrscheinlich können sie so das Shampoowasser 2x benutzen 😄). Danach fahren wir durch ländliches Gebiet, mit vielen Kuh- und Ziegenherden inkl. Hirten auf den Feldern. Links und rechts der Strasse sind überall Hütten zu sehen, es ist recht zersiedelt. Ich müsste dringend aufs Klo, aber nirgendwo ist man vor Blicken sicher. 😵 Am Fluss sind die Frauen am Waschen und die Büsche dienen als Wäscheleine. Kurz vor dem Eingang zum Tsehlanyane National Park sehen wir einen kleinen Jungen mit Fell-Lendenschürze, der am Strassenrand Schafe hütet. Wir halten an und bieten ihm den Rest vom Schokocake an. Er strahlt über das ganze Gesicht und freut sich riesig. Wir hoffen, dass er nicht den ganzen Kuchen auf einmal isst, denn sonst wird ihm die süsse Überraschung bestimmt in schlechter Erinnerung bleiben. 😗 😛

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Was uns aufgefallen ist in Lesotho: Die Leute schauen zwar neugierig, winken auch mal freundlich, aber betteln tut hier niemand. Keine hohlen Hände auf dem ganzen Weg hin und zurück!

Kurze Zeit später erreichen wir das Gate zur Maliba Mountain Lodge. Nachdem wir uns angemeldet haben, dürfen wir das letzte Stück Strasse bis zur Lodge in Angriff nehmen! Der Weg ist sehr steil und steinig, zum Teil ausgewaschen und löcherig und verlangt von unserem schweren Wagen alles ab. 😣 Um ca. 14.30 Uhr sind wir oben und werden sehr freundlich mit Willkommensdrink und kühlen Tüchern empfangen. Vielen Dank, aber ich muss zu allererst mal auf die Toilette! 😗
Als ich zurückkomme, streckt mir Mäthu die Menükarte entgegen, ich solle das Menü fürs Abendessen wählen. Danach setzen wir uns ins Restaurant um etwas Kleines zu essen. Doch als wir Sandwiches bestellen wollen, schaut uns der Kellner verständnislos an. Was ist denn hier los? 😐 Nachdem der Kellner 2x zur Küche und zurück gerannt ist, klärt sich auf, wir haben vorhin das Mittagessen bestellt und nicht das Dinner. Oh weh… 😵 Ein ganzes Menü mögen wir jetzt aber nicht essen. Also vereinbaren wir, dass wir anstelle der Sandwiches den mittlerweile bereits angerichteten Salat essen und auf den Rest verzichten. Nach dem Salat möchten wir endlich unsere Unterkunft beziehen, aber zuerst erhalten wir noch eine längere Einführung zur Maliba Lodge von der reizenden Receptionistin. Danach müssen wir nochmals warten (warum ist nicht ganz klar 🤔). Also geniessen wir den Ausblick auf die Berge von der wirklich wunderschönen Terrasse aus.

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Das sind die 5***** Chalets der Lodge

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Maliba Mountain Lodge

Später wird uns mitgeteilt, dass wir jetzt runter zum Gate und dann links fahren sollen, dort warte eine Angestellte auf uns. Also fahren wir die Rumpelstrasse wieder runter und laden die wartende Angestellte in unseren Wagen. Von dort geht es noch einige 100m weiter bis zu den Riverside Huts. Die Einrichtung unseres Rondavels ist einfach, aber nett. Nur das Badezimmer überzeugt uns nicht ganz. Auch wenn diese Unterkunft nur 3*** vorzuweisen hat (im Vergleich zu den 5***** der Lodge), könnte man für den Preis ein etwas gepflegteres Badezimmer erwarten.
Wir bringen unser Gepäck rein und verabschieden die Angestellte. Danach erkundigen wir die Umgebung. Die Lage am Fluss ist sehr schön und die nebenan stehenden Häuschen sind unbewohnt. Leider ist der Fluss - auch hier - momentan eher ein Rinnsal. Ein paar Meter flussaufwärts entdecken wir einen wunderschönen, natürlichen Pool, in dem sich das Flusswasser sammelt. Wir setzen uns auf die Felsen und wagen ein Bad (oder zumindest die Füsse, denn das Wasser ist kalt 😗 ).

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am Rock Pool

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Wir entdecken einen Cape Robin-Chat

Gegen Abend müssen wir für das Nachtessen wieder zur Lodge hochfahren. 😵 Armes Auto. Das Essen ist wirklich deliziös, aber irgendwie ist die Atmosphäre etwas anstrengend. Alle paar Minuten kommt das Servicepersonal zur Tür rein und fragt, ob alles in Ordnung ist. Für uns ist das zu viel des Guten. Leider kann ich mich nur noch an das Dessert erinnern: Es war eine Art Panna Cotta mit Karamell/Fleur-de-sel-Sauce. Wirklich aussergewöhnlich und kunstvoll angerichtet! 😛

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Nach dem Essen setzen wir uns noch etwas in die Lounge, geniessen den Sternenhimmel mit einem Amarula-Shot und frönen den neuzeitlichen Errungenschaften (Internet) bevor es dann den Rumpelweg zurück in unser Rondavel geht. 
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zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2016