ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201218. Dez. 2015 ·
Grüezi Gromi,
Weißer Landy auf weißem Grund - dies erinnert doch stark an die Kriegsflagge Ostfriedlands "Weißer Adler auf weißem Grund" (Fahnenträger: Otto Walkes 😄 ) - dachte eigentlich, die Idee sei geschützt.
Also... bei Eurer dollen Reise wäre ich auch gerne mit bei, ich hätte auch das richtige Alter! - Mein Motto: - Zum Arbeiten zu alt, - Zum Sterben zu jung, - Zum Reisen Topp fitt!
In diesem Sinne, schönste Grüsse, und erholsames Wochenende, Rolf
jetzt wisst Ihr dass ich auch mitfahre, juchu- amüsanter Reisebericht - und das ist erst der Anfang, na was da noch so alles passiert und kommt, ich lass mich überraschen. Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
GromiThemenstarter1’415 Beiträge · seit 201420. Dez. 2015 ·
BMW schrieb:
sehe auf Fotos viele geöffnete Auto-Türen.........
da sind offenbar NOCH keine Affen....... .wird sich später ganz sicher noch ändern.... 🙂 🙂 🙂 🙂
Ich muss das unbedingt kommentieren, aber das geht nicht so schnell, weil ich bestimmte Vorkommnisse rückblickend und vorgreifend erzählen muss.
Hier ist UNSERE Affengeschichte: sie begann schon langer vor unserer Reise. Sensibilisiert durch mein recherchieren im Forum und dem lesen der vielen Horrorgeschichten über Raubzüge bandenmässig organisierten Affenhorden, beschloss ich, MICH für alle Eventualitäten auszurüsten. Ernst sah die Dinge nicht so dramatisch und belächelte meine Aktivitäten. Im Forum las ich, dass die effektivste Waffe gegen Überfälle dieser Art eine Steinschleuder oder in schlimmen Fällen Pfefferspray wäre. Also ging ich mutig in ein Waffengeschäft und fragte nach einer Zwille. Der freundliche Verkäufer wusste was ich wollte, griff in die Vitrine und legte mir ein Ding auf den Tresen. Ich weiss ja wie eine Steinschleuder aussieht. Mein Grossvater hatte mir einmal eine aus einer Astgabel geschnitzt und Omas Einweckgummi daran montiert. Funktionierte super. Jedoch dieses Hightechding, was da lag war wohl der Requisitenkammer von Star Wars entlehnt und ähnelte eher einer mutierten Armbrust. Auf meine Frage, ob's denn kein einfacheres gäbe, meinte er milde lächeln "das ist das einfachste". Nun, ich kaufte dieses und noch ein Pfefferspray. Auf meine naive Frage, ob man dafür nicht einen Waffenschein brauche, antwortete er salbungsvoll "aber nein, würde ihnen aber raten, diese nicht im Handgepäck zu transportieren. Könnte zu Missverständnissen führe". Ernstens Kommentar zu meiner Aufrüstung möchte ich hier lieber nicht publizieren. Jetzt komme ich aber zum wesentlichen Punkt meiner Replik und damit zu der grundsätzlichen Frage: Wo waren diese durch alle Camps ziehenden kriminellen Affenbanden? Keine Affensichtungen in Khama Rhino, auf Kubu Island, 3-rd Bridge, Xakanaxa und Savuti. Dann endlich auf Linyanti. Mit lautem Gekreische und Gezetere kündigte sich eine Gruppe an. Ich machte mich kampfbereit. Ernst meinte grinsend, es fehle nur noch die Kriegsbemalung und machte es sich auf dem Zuschauerstuhl mit einer Flasche Bier bequem. Als erster kam der Kundschafter.
Er bedachte uns mit routiniert abschätzenden Kontrollblick und wir wurden als uninteressantes Objekt eingestuft. Er schnatterte etwas zu der ihm folgenden Grossfamilie, was sich anhörte wie: Leute, weiterlaufen, hier ist nichts zu holen, und keine Angst vor dieser lächerlichen Affenscheuche, die blufft nur! Dann kamen sie zivilisiert und etwas scheu daher. Ein paar liessen sich kurz zur Fellpflege nieder.
eine Mama zeigte stolz ihr Jüngstes
und mal ganz ehrlich
diesem netten Kerlchen unlautere Absichten zuzumuten, wäre doch wirklich eine böswillige Unterstellung! Nur der letzte drehte sich noch einmal um und ich fragte mich, ob Affen um die Bedeutung des auf gestreckten Mittelfingers wissen? Unsere Bedeutungslosigkeit hatte sich dann wohl in der Affengemeinde herumgesprochen. Auf jeden Fall wurden wir nachfolgend ständig sehr geringschätzig behandelt! So richtig Äktschen gab es immer nur bei den Nachbarn.
Dies noch zum Schluss: das war UNSERE Affengeschichte. Für alle mitlesenden Erstlinge sei's gesagt: EURE wird sicher eine andere sein.
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
....wichtig ist, mit der Zwille vorher zu üben. Wenn Du den Kundschafter an der richtigen Stelle triffst, zieht meist die ganze Familie beleidigt den Rückzug an 😉
GromiThemenstarter1’415 Beiträge · seit 201421. Dez. 2015 ·
😄 danke für den treffenden Hinweis 🤩
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
peter 08 schrieb:....wichtig ist, mit der Zwille vorher zu üben. Wenn Du den Kundschafter an der richtigen Stelle triffst, zieht meist die ganze Familie beleidigt den Rückzug an 😉
Wenn mans nicht besser wüsste, könnte man auch annehmen, hier hätte der Schütze mit der Zwille besonders gut gezielt. 😄
Champagner8’801 Beiträge · seit 201021. Dez. 2015 ·
Gromi schrieb: Dann endlich auf Linyanti. Mit lautem Gekreische und Gezetere kündigte sich eine Gruppe an. Ich machte mich kampfbereit. Ernst meinte grinsend, es fehle nur noch die Kriegsbemalung und machte es sich auf dem Zuschauerstuhl mit einer Flasche Bier bequem.
Hallo Gromi,
weiterhin bin ich höchst amüsiert mit dabei 😄 😄 😄 !!!
Was aber nicht heißen soll, dass ich Deine Fotos nicht auch sehr genieße!!
Auf jeden Fall hoffe ich mal schwer, dass es bei dir keine Weihnachtspause gibt 😵
GromiThemenstarter1’415 Beiträge · seit 201422. Dez. 2015 ·
Heute muss ich euch die Vorkommnisse der nächsten zwei Tage etwas textlastig erzählen, da meine Tätigkeiten an diesem Tag in der Hauptsache von koordinierender, vermittelnder und motivierender Art waren und dadurch die Dokumentation ins Vergessen geriet.
30. August: Bei unseren netten Campnachbarn auf Kubu Island informierten wir uns noch nach dem Weg zur A3. Die meinten es wäre gut zu finden. Ihr müsst zum Gumba Vet Fence, danach links am Zaun entlang und dann immer gerade aus. Wir gaben der Tante den Auftrag uns diesen Weg nach Maun über Gweta zu zeigen und fuhren hoffnungsvoll los. An der ersten Weggabelung meinte sie wir sollen nach links fahren, was wir brav auch taten. Weil aber der Kompass in Richtung Süden zeigte, wurden wir stutzig und vergrösserten die Route. Tatsächlich wollte sie uns nach Süden, über die B300 schicken. Das war aber nicht der Auftrag! Wir machten kehrt und hofften, dass sie ihren Irrtum einsehen würde. Doch sie blieb stur und maulte ständig, wir sollen wenn möglich umdrehen! Wir erklärten ihr dann in aller Ruhe von Anfang an nochmals unser Anliegen. Das brachte sie zum Nachdenken. Jedenfalls schwieg sie, bis zur besagten Gabelung. Dort angekommen sahen wir, es gab drei Wege zur Auswahl. Wir entschieden uns für den rechten. Da flippte sie völlig aus und ihre Stimmlage kippte ins schrille." Fahren sie zurück!" und das in einer Endlosschleife. Leichte Missstimmung kam auf. Doch dann sahen wir einiges wohlgenähte Nutzvieh herumstehen.
Die gehörten zu einer kleinen Ansammlung von Hütten. Aber das Dorf war menschenleer und einfach an eine Tür klopfen trauten wir uns nicht. Als wir weiter fuhren kam uns Hilfe in Gestalt eines munter dahin spazierenden jungen Mannes entgegen, welcher uns glücklich ob der Abwechslung und nach der obligaten Begrüssungszeremonie im rudimentären bis unverständlichen Englisch den Weg erklärte. Wir verstanden: erst nach rechts und dann kommt gleich der Vet Fence. Wir tauschten noch ein paar Freundlichkeiten aus und fuhren weiter. Die Tante wurde langsam hysterisch und wir mussten sie, um des lieben Friedenswillen abstellen. Nach einer gefühlten Ewigkeit sollte ja nun mal der Zaun kommen. Doch der kam nicht! Wahrscheinlich hatten wir den netten jungen Mann doch falsch verstanden. Also wieder umkehren. Fröhlich winkte er uns zu und deutete in die andere Richtung. Wir taten so, als hätten wir's nicht gesehen. Ein Stück weiter überkamen uns dann doch Zweifel und wir fuhren wieder zurück. Der nette junge Mann tanzte vor Wiedersehensfreude und winkte uns mit beiden Händen zum Abschied nach. So wappneten wir uns mit Geduld. die war auch nötig. Von wegen "gleich"! Am Zaun mussten wir auf den Torhüter warten, welcher langsam aus einer etwas entfernt stehenden dürftigen Hütte geschlendert kam. Nach Begrüssung und den Woherwohinauskünften, fragten wir ihn ob er denn da wohne. Da erklärte er uns etwas weinerlich, ja er wohne da ganz allein ohne Geld und ohne Einkaufsmöglichkeiten und er habe immer Hunger. Wir schenkten ihm unsere letzten Früchte und Schoggiriegel (welche im defekten Kühlschrank so kurz vor dem Schmelzpunkt waren). Naja, etwas dürftig, aber von Herzen. Doch er hatte offenbar mit etwas anderem gerechnet und der Dank kam etwas verhalten. Danach empfing uns wieder diese unwirklich und unendlich scheinende Salzpfannenlandschft.
Nachdem vor Gweta die ersten verstreuten Dörfer auftauchten, beschlossen wir der Tante wieder eine Chance zu geben. Doch jetzt war sie total muff mit uns und sie gab vor kein Signal zu haben und uns nicht zu finden. Im Vorfeld von Gweta wurde für uns das unmarkierte Wegegewirr doch sehr unübersichtlich und wir baten Tante reumütig um Hilfe. Sie gab uns einlenkend eine akzeptabel aussehende Route an und wir fielen wieder auf ihr fieses Spielchen rein. Sie schickte uns kreuz und quer durch ein wirres Buschwegelabyrinth und immer wieder standen wir vor dem gleichen hohen Zaun eines Kraals! Da platzte dem Ernst nun endgültig der Kragen und er drückte unter nicht jugendfreien Flüchen den Ausknopf. Nachdem wir uns dann mühsam, immer wieder, in getarnte Bodenhöhlen von Grabtieren einsackend und unter schmerzhaften Gestöhne von Gemsbok auf die A3 durchgekämpft hatten, war es mittlerweile nach 15.00 Uhr.
In Maun kamen wir um 17.45 an. Wir hatten Im "Sedia Hotel" für eine Nacht reserviert.
Nach dem Zimmerbezug kümmerten wir uns erst mal um die Leerung des Kühlschrankes. Eine grauenhafte Gestankswolke schwoll uns da entgegen. Die Reste unserer diversen Lebensmittel waren leicht angekocht und stanken ekelhaft. Ein Joghurt war explodiert und hatte sich im ganzen Kühlschrank ausgebreitet. Da war erst mal putzen angesagt. Die vergammelten Lebensmittel entsorgten wir in einem Müllkübel mit stabilen Deckel. Nach ausgiebigen duschen verwöhnten wir uns mit einem ausgezeichneten Dinner (Lammchops und Salat vom Feinsten!) und einigen Gläschen Rotwein. Dann noch einen Schlummertrunk und kleinem Plausch mit der Barmäit und ab in die Heia.
Sedia Hotel: Pula 615.-/Unit, Dinner 185.-/P
31. August Da mussten wir den Kontakt mit dem Autovermieter finden. Uns standen zehn Tage ohne Frischverpflegung bevor. Angstvisionen von Büchsenfutter, Jedentagpasta und das schlimmste: WARMES BIER! und SAVANNA! liessen uns erschauer. Eine säichwarme abendliche "Malariaprofilaxe"! der reinste Horror! Als erstes versuchten wir es über E-Mail, doch das im Zimmerpreis Inklusivwlan funktionierte nicht. Dann mit dem vom Vermieter gratis gelieferte Satellitentelefon. Das machte keinen Mucks. Logisch! wenn der Akku nicht geladen war! Schlussendlich gelang es uns über Ernstens Handy (mit Swiss Prepaid) ein SMS loszuschicken. Und es funktionierte! Carel gab uns eine Adresse in Maun an. Dort würde dem Kühlschrank geholfen. An besagter dieser erwartete uns ein riesiger technischer Gemischtwarenladen (vom Kitschautoschlüsselanhänger über Velo- und Autoersatzteile bis Highteccampingausrüstung ) und ein hilfsbereite Chef von diesem. Nach einem professionellen Blick auf unseren Patienten verkündete er uns, dass er das nicht reparieren kann; ABER er wüsste Einen, der uns vielleicht, möglicherweise unter Umständen helfen könnte (habt ihr meine konjunktive hoch drei-Schreibform bemerkt!!) Er verschwand geschäftig und kam nach kurzer Zeit zurück und drückte uns eine Adresse in die Hand. Dort würden wir in einer halben Stunde diesen Jemand treffen! Dieser hiess Kevin war alleiniger Betreiber einer Werkstadt für Kühl- und Klimaanlagen und pünktlich zur Stelle. Das machte wieder Hoffnung! Er kam nach erstem Augenschein zum Schluss, für eine definitive Diagnose müsse er den Kühlschrank in die Werkstatt nehmen. Die wäre gleich um die Ecke. Und das war sie tatsächlich! Wir sollten ihn am späten Nachmittag anrufen. Dann könne er uns sagen ob er: 1. den Kühlschrank über Nacht flicken könne oder 2. Ersatzteile muss bestellen. Das würde etwa ungefähr 2-3 Tage dauern.
Wir waren ja bereits einen Tag im Verzug. Und dann noch mal drei weitere! Da kam schon mal leichte Panik auf!
Wir beschlossen in der Nähe zu bleiben. Im "Queness Inn" einem SC Hotel mit neuwertiger modernen Ausstattung (grad um die Ecke) fanden wir eine sehr schöne Bleibe. (BWP 600.-/Unit)
Später teilte uns Kevin am Telefon mit, dass er den Kühlschrank über Nacht flicken kann und wir ihn morgen früh gegen 9.30 abholen können. Freude herrschte!!!
Den Abend verbrachten wir auf der Terrasse in angenehmer Gesellschaft mit einer Gruppe Südafrikaner, welche uns ein KALTES Bier offerierten. Unsere Dankbarkeit war grenzenlos! Wir revanchierten uns mit einer Flasche lauwarmen Rotweins, welcher der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.
01. September Nach einem kümmerlichen Frühstück checkten wir aus und begaben uns zu unserem Helfer. Der Kühlschrank laufe wieder, er kann uns aber keine Prognose geben, wie lange das hält, weil das offensichtlich schon mal repariert worden war. Mit grosser Dankbarkeit und nach der Begleichung der Rechnung von (im Schweizer Vergleich) lächerlichen 980 Pula, machten wir uns auf ins nächste Einkaufzentrum, um unser wieder auf Hochtouren laufendes Kühlgerät mit Labsale und Tranksame zu füllen!
An dieser Stelle muss ich noch ein paar Worte über die Einkaufsmöglichkeiten in Botswana und später auch in Namibia verlieren. Wir waren immer wieder positiv überrascht ob des reichhaltigen und europäisch anmutenden Sortimentes der Supermärkte in den grösseren Ortschaften. Man bekam alles, was man brauchte. Problem bereitete uns immer nur das grosse Laufpensum durch die riesenlangen Regalstrassen und das Finden der Artikel. Wir fanden schlussendlich immer alles - ausser AROMAT!!
Anschliessend bezahlten wir noch im Wildlife Office unseren Obolus für 9 Tage Moremi und Chobe von 2610 Pula und machten uns gegen Zwölf auf den Weg in Richtung 3rd Bridge.
Das nun mal wieder der momentane Stand der Dinge.
Ich wünsche allen, mit dieser kleinen "Endegutallesgut Geschichte" ein fröhliches Weihnachtsfest.
Hallo Gromi, ein bisschen kommt ihr uns vor wie unser alter Ego. Ab Kubu Island tat unser Kühlschrank nicht mehr. Das Problem war die Batterie, die wohl so alt war wie ich zu jenem Zeitpunkt und bei dem Gerüttele und Geschaukele einen Kollaps erlitt. 🙁 Obwohl Hans Schoelink uns die Strecke bis Gweta geroutet hatte, sind wir vom Weg abgekommen. Mehrmals! Den Baum an dem Bauernhof habe ich ebenfalls fotografiert - mit einer riesigen Rinderherde drumherum. Ich frage mich, wie es Leute ohne Navi schaffen, sich in diesem weißen Nichts bis zum Horizont nicht zu verfahren. Schlimm wurde es kurz vor Gweta, weil alle Wege an Zäunen endeten, die zum Teil sehr neu aussahen. Vermutlich extra aufgestellt, um uns zu ärgern. 😉 Ich glaube, wir waren bis zu unserer Unterkunft Planet Baobab 7 Stunden unterwegs. Aber hinterher eignen sich solche Situationen bestens fürs Erzählen, nicht wahr? 🤪
Wir hatten übrigens auf unserer diesjährigen Tour auf den Tracks durch Swasiland, KwaZulu Natal und Lesotho mit T4A dieselben Probleme. Unsere Mathilda hat sehr hartnäckig immer wieder versucht, uns in die Irre zu führen. Wir haben ebenfalls einen Dickschädel, aber nicht immer gesiegt! 😄
Falls wir uns nicht mehr lesen: Fröhliche Weihnachten!
GromiThemenstarter1’415 Beiträge · seit 201422. Dez. 2015 ·
Hallo Freshy, danke für die Tröstung. Ich hatte es schon in eurem Bericht gelesen 😮 und hoffte "uns geht das sicher nicht so". Aber ersten kommt es anders..... 😉
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
"lauwarmer Rotwein" ...isch besser als warms Bier!
Ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals über einen Reisebericht soooo grandios amüsieren würde! Vielen Dank! Weihnachtliche Grüsse Friederike + Claus CUF
Eulenmuckel2’124 Beiträge · seit 200622. Dez. 2015 ·
Hallo Margitta,
vielen Dank für deine anschauliche Beschreibung eurer Irrfahrten durch die Pfannen und durch Maun. Wir haben herzlich gelacht, weil es so typische Situationen sind. Wir können eure Gefühlswelt gut nachempfinden.
Hoffentlich hält der Kühlschrank, und es geht bald weiter.
sternschnubi1’138 Beiträge · seit 201123. Dez. 2015 ·
Hallo Margitta,
vielen Dank für euren unglaublich schön geschriebenen und unterhaltsamen RB. Wenn ich so am Sofa sitze seh ich schon am breiten Grinsen meiner Frau, dass es wieder eine Fortsetzung eures RB´s gibt. Immer wieder witzig von euch zu lesen. Dankeschöööööön !!!
GromiThemenstarter1’415 Beiträge · seit 201404. Jan. 2016 ·
Hallo liebe Forumsgemeinde, ich hoffe ihr seid alle wohlbehalten ins neue Jahr hineingerutscht. und zu diesem sag' ich's euch mal mit Wilhelm Busch:
Will das Glück nach seinem Sinn dir was Gutes schenken, sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken. Jede Gabe sei begrüsst, doch vor allen Dingen: das, warum du dich bemühst, möge dir gelingen.
Nun, ich werde mich zumindest erst einmal um einen weiter fahrenden Bericht bemühen und hoffe er möge mir einigermassen gelingen. Also dann mal alle die wollen, einsteigen bitte - es geht weiter! In diese Richtung
Es ist der 01. September
Wir fahre in Richtung Moremi Game Reserve und da! unsere ERSTE SICHTUNG! Vor lauter Aufregung brauche ich eine Ewigkeit meine Kamera einzustellen. Ausserdem musste ich dann noch den Ernst aus der Schusslinie scheuchen (er war ja auch ganz aufgeregt). Somit gelang mir nur dieses abgängige Foto.
Danach war ich gewappnet. Kamera und zweites Objektiv schussbereit auf dem Schoss, Ernst mit Gemsbok instruiert: bei "Achtung Irgendwas rechts oder links" sofortige ruhige Fahrweise bis Stillstand und freies Schussfeld!
na bitte, ging doch.
Gegen 14.50 Uhr erreichten wir das
Wir wiesen uns als vorreserviert aus und trugen uns (d.h. ICH) in das Anmeldebuch ein.
Apropos Anmeldung(en): die gingen immer im gleichen Schema von statten (auch in den "besseren" Etablissements): - freundliche bis herzliche Begrüssung durch die anwesenden Empfangsdamen (mehrheitlich) oder -herren. - Fragen nach unserem Wohlbefinden und Woherundwohin beantworten - die Präsentation diverser XXL-Anmeldebücher Da ich, als die des lesbaren Schreibens mächtigere bin, machte ich mich an die Aufgabe gefühlte hundert Tabellenfragen auszufüllen, dieweil sich Ernst der launigen Aufgabe des fröhlichen Plauderns mit den anwesenden (mehrheitlich) Empfangsdamen widmete (und das wenn rein und wenn raus). Die Erklärung, dass wir keine Wiedergutmachungsansprüche erheben, nach möglichen körperlichen und geistigen Schäden durch Wildtierkontakte, musste er allerdings selber unterschreiben. Danach verbummelten wir ziemlich viel Zeit bei Diesen und Jenen
und bei Zebras in vorabendlicher Schmusestunde
wir kamen auf diversen Holzwegen
um 18.00 Uhr in
an.
Uns wurde CS5 zugewiesen
in Nachbarschaft mit einer SA-Campergruppe. Wir richteten uns ein (siehe Artikel "Dachzeltmontage"), gingen zu Nachbars uns vorstellen, wurden herzlich empfangen und für einen späteren Toast eingeladen. Dann versuchten wir uns an einem Braai . Naja, -wir mussten noch viel lernen! Während des Bewachens des Grillfleisches erhielt Ernst, eine seinem Namen gerecht werdende erste Lektion in Sachen Wildtierbegegnung! Eine Hyäne! hatte den Braten gerochen und schlich um unsere Feuerstelle herum. Diese war offensichtlich schon bei den Nachbarn unverrichteter Dinge abgehauen und diese zündeten mit ihren scheinwerfermässigen Taschenlampen zu uns herüber. Als wir sie dann auch noch mit unseren läppischen Lampen anstrahlten, trollte sie sich davon. Beim späteren geselligen Beisammensein mit den SA-nern, wo sich herausstellte , dass ein Pärchen in dritter Generation deutschstämmig war und diese Sprache auch noch beherrschte, gab es noch viel Gesprächsstoff und einen feinen Toast.
Die Nacht verbrachten wir, umtönt von wohlig schaurigen Hyppogeschnarche und Hyänengegickere fast schlaflos. Wir befanden uns ja immer noch in der "Annäherungsphase" und mussten uns erst mal mit den diversen Nachtgeräuschen anfreunden. Als ausgleichende Entschädigung wurde uns im Morgengrauen ein fantastisches Vogelstimmenkonzert geboten. Dieses morgendliche Highlite wird uns auf unserer weiteren Reise immer wieder faszinieren.
3rd Bridge: BWP 800.-/CS/N,
02. - 05.September: nach einem kräftigen Eier-Speck-Toast packten wir alles wieder zusammen, verabschiedeten uns von den netten Nachbarn und machten uns um 10.00 Uhr auf in Richtung Xakanaxa. Wir konnten uns Zeit lassen, denn es war ja "gleich um die Ecke". Nach einer Stunde gemütlichen fahrens standen wir vor unserer nächsten grossen Herausforderung:
Selbstverständlich hatten wir uns im Forum durch einige Beschreibungen und Bilddokumente schlau gemacht, einschlägige Youtubevideos angeschaut und wussten also, was beim Durchqueren solcher Hindernisse zu beachten wäre: 1. einmal ein bisschen Zeit aufbringen um auf andere Fahrzeuge zu warten, welche man vorausschicken konnte 2. eine Umfahrung suchen 3. den Partner oder Partnerin mit aufgekrempelten Hosen zur Pegelstandsmessung ins Wasser schicken. nun, 1. wollten wir nicht und 2. gab es nicht, desshalb schaute Ernst prüfend auf's Wasser, dann aufmunternd auf mich und nochmal auf's Wasser. Mein Kommentar war kurz und bündig "vergisses!!" So fassten wir uns beide ein Herz und Ernst den Gemsbok etwas verkrampft am Lenkrad und fuhren ganz einfach durch! Erleichtert und mit etwas schiefen Grinsen fanden wir es hinterher fast lustig. Selbst Gemsbok war hocherfreut um die feine Unterbodenwäsche! Übrigens, dies war die erste und auch letzte Wasserdurchfahrt. Die extreme Trockenheit verschonte uns auf all unseren Fahrten vor diversen solchen.
Gegen halb eins erreichten wir
und wurden vom Empfangskomitee herzlich begrüsst, an diesem erst mal kein Vorbeikommen war.
Unsere CS XA-6 war wundervoll am Wasser gelegen
und das Badehaus war frisch renoviert
und zog auch andere Interessenten, dankenderweise nur zum outsitigen Sandduschen an. An einen Blitzbesuch des stillen Örtchens war da aber nicht zu denken!
Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit zu einer Bootssafari im Delta. Dort erwartete uns eine fantastische Wasserlandschaft mit Unmengen Wasser- und anderer Vögel. Die ornithologisch Gebildeten unter euch bitte ich um Nachsicht: wir konnten nur wenige identifizieren.
seine Heiligkeit der Ibis
ein scheuer Seeadler
ein paar weisse Schönlinge
zwischendurch bezauberndes Art dèco
Wasserliebende Säuger und anderer Reptilien glänzten leider durch Abwesenheit. Als Abschlussveranstaltung wurden wir noch mit einem fantastischen Sonnenuntergang verwöhnt.
Die folgenden zwei Tage (und auch im Grossen und Ganzen alle folgenden) liefen ungefähr immer nach dem gleichen Schema ab: Nach Abhören des morgendlichen Abonnementskonzertes der vereinigten Vogelsolisten - ein kurzer Espresso mit Biskuits - nach Dachzeltdemontage Aufbruch zum morgendlichen Gamedrive
dort begegneten uns: die allgegenwärtigen Impalas
liebevoll auch Mc Donalds genannt
Richtungsweisende
und Schönlinge der besonderen Art
machten Strassenbekanntschaften mit Diesen
und Jenen
entdeckten am Rande Merkwürdigkeiten
- gegen Mittag ein ausgiebiger Brunch mit anschliessender Siesta, Haus- oder Büroarbeit umgeben von unseren Hausgenossen
- am Nachmittag Abfahrt zum Abenddrive - nach Rückkehr Dachzeltmontage - Belohnung - Nachtessen in Varianten: Pasta, Salate, Folienkartoffeln, Rotwein, div. Braais (Ernst konnte seine Grillkochkünste enorm verbessern, nur das letzte Kudusteak war leicht ledersohlenartig ausgefallen oder hatten wir das falsche Fleischstück gekauft?) - Ernstens Gang zum abendlichen soziale Kontakte pflegenden Abwaschtreff - sein verschlungener und zeitintensiver Rückweg (wegen Schwatzstopps bei diesen und jenen) - spätestens ab 21.30 Uhr forderten die erlebnisreichen, konzentrations- und arbeitsintensiven Tagesabläufe ihren Tribut und wir krochen todmüde aber glücklich und dankbar unter unsere Decken. Erwähnenswert wäre noch die Tatsache, dass ich ja, von meiner sorgsamen Tochter ein e-Book-Reader dabei hatte ("Mutti, falls mal Langeweile aufkommen sollte"). Es stellte sich am Ende als eines der überflüssigsten Gepäckstücke heraus!
Und so wären wir wieder einmal an den momentanen Stand der Dinge angelangt. Wie wir unsere Wege zum und im Chobe bewältigten und wie wir ungerechterweise einen berüchtigten Aztekenherrscher der Rachegelüste verdächtigten, erzähle ich euch das nächste Mal.
Xakanxa CS US$ 60.-/N, Bootsfahrt BWP 175.-/P
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Bin erst heute auf euren Bericht gestoßen. Wir haben schon des Öfteren an euch gedacht und uns gefragt, wie eure Reise weitergegangen ist. Schön, von euch zu lesen!! Ein Frohes Neues Jahr und allzeit gute Pad wünschen Dir und Ernst