Kapitel 6: Mittwoch, 7. August 2012
Wolwedans – Rostock Ritz Desert Lodge Teil 2: Es erdmännchelt!Moment … Achtung! 😄
Liebe Freunde gepflegter Erdmännchen-Fotos, ihr wolltet es nicht anders! 😛 Nachfolgend ausschließlich nur Erdmännchen, Erdmännchen, Erdmännchen! Mehr wurde an diesem Nachmittag des 7. Augustes auch nicht fotografiert, ich gebe es zu 😗 .
Und das kam so 😉 …
Nachdem wir uns an diesem Tag ja den zweiten Platten gefahren hatten (übrigens ebenfalls unrettbar bzw. unflickbar, weil mit einem ca. 2 Zentimeter-Schlitz im Reifenmantel versehen 😵 ), beschlossen Christian und Fred nachdem wir die Zimmer bezogen hatten noch eine kleine Reifenumwuchtaktion zu starten und unsere verbliebenen zwei heilen Reservereifen unter den Wägen ab zu montieren und in die Kabine zu verfrachten.
Ja, wir waren zu diesem Zeitpunkt etwas Platte-Reifen-sensibilisiert, aber wer will uns das verübeln nach zwei geschrotteten Reifen innerhalb von zwei Fahrtagen. 😎
Die Reifen-Ummontieraktion war insofern auch ganz sinnvoll, weil wir feststellten, dass an unserem Ranger der Reifen unterhalb des Autos so festgezurrt war, dass erst drei Männer unter dem Auto (wir hatten tatkräftige Unterstützung von ein paar Arbeitern der Lodge 🙂 ) den Reifen los bekamen.
Wie ich da also so da stand und den Männern beim Arbeiten zu schaute (ich geb’s ja zu 😗 ), bog Lara um die Ecke. Lara ist die Tochter von Kücki, dem Eigentümer der Lodge, und managed diese zusammen mit Walter ihrem Mann. Wir hatten die beiden beim Einchecken schon kurz getroffen und uns mit ihnen ein wenig unterhalten. Und mit Lara bogen die Lodge-Hunde um die Ecke.
Drei Männer unter Auto, keine Erdmännchen weit uns breit in Sicht – da waren Hunde zum Durchknuddeln ja perfekt! 😉 Nachdem Lara dazu ansetzte die Racker in ihren Wagen zu verladen und dazu noch eine Schüssel mit … 🙄 naja … für mich sah es aus wie etwas dubioses Hackfleisch 😉 …in der Hand hatte, erlaubte ich mir zu fragen, was sie denn vorhabe.
Und so erfuhr ich, dass sie eben von Walter, der mit einer Gruppe auf Farmrundfahrt unterwegs war, angefunkt worden sei, dass einer ihrer Mitarbeiter gerade eben eine Gruppe ihrer bereits länger ausgewilderten Erdmännchen am Flugfeld entdeckt hätte. Immer wenn das passiere, würde man sofern es sich anböte, bei den kleinen Kerlchen nach dem Rechten sehen und einen kleinen Gruß aus der Küche mitbringen (dafür also das „Hackfleisch“ 🙂 ).
Ja und dann setzte ich meinen besten Hundeblick auf und fragte, ob ich nicht mitdürfte 😗 ! Und ich durfte! 🤩
Jetzt muss ich gleich sagen: Ich hatte – natürlich 😐 – zu diesem Zeitpunkt die falsche Kamera mit dem völlig falschen Objektiv dabei, insofern sind die Fotos entsprechend bzw. die Erdmännchen entsprechend klein!
Aber hey, ich durfte wilde Erdmännchen besuchen gehen! 🤩
Jedenfalls ... am Flugfeld angekommen, wurden wir per Funk von Walter Richtung Bau gelotst und näherten wir uns dann langsam an. Der Großteil der etwa siebenköpfigen Erdmännchentruppe verzog sich bei unserem Auftauchen sofort in den Bau und spitzte nur hin und wieder mit Ohren und Nasenspitzen hervor, aber zwei Halbwüchsige stellten wagten sich wagemutig hervor und untersuchten, was die komischen Menschenwesen da an ihrem Bau wollten. 😉
Dieses Foto finde ich insofern echt cool, denn wenn ihr euch den Baueingang hinter dem kleinen Erdmännchen anguckt, dann wisst ihr, weswegen man wirklich keine Erdmännchen im Garten haben möchte… 😎
Die zwei kamen teilweise erstaunlich nah an uns heran, wenn wir ganz still standen … wobei einer von beiden immer brav Wache stand und die Gegend beobachtete 🙂 .
Lara erzählte, dass die kleinen Racker verschiedene Bauten haben, und von einem zum anderen Bau ziehen, damit ihre Feinde wie etwa Schakale es schwerer damit haben, herauszufinden, wo sich das Rudel gerade befindet.
Nachdem Lara ein bisschen vom mitgebrachten Gruß aus der Küche in Richtung Bau geworfen hatte, stürzten sich die zwei Haudegen auf das Hackfleisch. Vom Rest der Truppe waren weiterhin nur schnüffelnde Nasen zu sehen – heraus trauten sie sich allerdings nicht.
Nachdem Lara noch einen Klecks „Hackfleisch“ in Richtung Bau geworfen hatte, zogen wir uns langsam zurück, damit der Rest der Truppe auch etwas den Leckereien hatte. 🙂
Dann fuhren wir zurück zur Lodge.
Nachdem mich Lara dort ausgeladen hatte, schlenderte ich beschwingt und glücklich zurück zum Zimmer und was sah ich da? 🤩 Die ganze Lodge-Erdmännchentruppe hatte sich tatsächlich im schönsten Licht auf einen Aussichtsfelsen gesetzt!
Also schnell ins Zimmer geflitzt, dem Göttergatten irgendwas von „noch mehr Erdmännchen, wenn du mich suchst, bin weg!“ erzählt 😗 , die richtige Kameraausstattung gepackt und wieder zurück zu den kleinen Rackern…
Erdmännchen… 🙂

Was guckst du? 😎
Ist der/die/das Kleine nicht einfach nur niedlich? 😁
… noch mehr Erdmännchen…
Guckst du hier, guck ich dort! 😉
Im Vergleich zu den ganz Wilden von der Tour mit Lara, nahmen die „Halbwilden“ das mit dem Aufpassen und Ausschauhalten noch recht entspannt … bzw. taten manchmal auch nur, so als würden sie aufpassen 😗 … mit halbgeschlossenen Augen 😄 !

Synchron-Gucken...

Bitte recht freundlich 🙂 !
Während sich manche der Erdmännchen etwas von mir zurückzogen, war der hier ein sehr dankbares Fotomodell… 🙂



und ein letztes Foto von dem kleinen Mann 🙂

Kurz vor Sonnenuntergang verzog sich die Truppe dann und ich mich auch! Auf dem Rückweg begegneten mit dann noch Ursula und Fred, die gerade total begeistert von einer kleinen Wanderung zurückkamen.
Nach Sonnenuntergang watschelte die ganze Reisefamilie dann ins Restaurant. Und was soll ich sagen: Mjam, war das lecker! 🤩 Wir hatten vorweg ein Oryx-Carpacio und irgendwas Leckeres mit Avocado, dann zum Hauptgang die Männer ein Oryx-Steak (zum Hineinlegen 🙂 ), Ursula ein Wildgeschnetzeltes (auch super lecker) und ich Springbockfilet. Ich sag euch: Wenn der Oryx zum Hineinlegen war, so was mein Springbock zum darin Baden 🤩 ! Dieser Springbock wurde definitiv nicht umsonst geschossen – er wird mir noch lange sehr wohlwollend im Gedächtnis bleiben 😎 😗 ! … ja und zum Nachtisch – nein, wir sind nicht gefräßig 😗 – teilten wir uns noch zwei Crêpes! … bevor wir dann kugelrund wieder ins Zimmer rollten! 😄
Fazit Rostock Ritz Desert LodgeEine sehr schöne Unterkunft mit sehr, sehr herzlicher Atmosphäre zu der wir jederzeit wieder zurückkehren würden – auch gerne für ein, zwei Nächte länger! Bei längerem Aufenthalt würden wir uns das nächste Mal allerdings eines der Luxus-Zimmer buchen, da die normalen Zimmer für Christian mit seinen fast zwei Metern an mancher Stelle durch die Rundung etwas beklemmend waren und bei den Luxus Zimmern die runde Hütte gleich dem Zimmer ist und damit mehr Luft nach oben sein dürfte für größere Menschen.
Das Essen war ein Traum – eines der Besten im ganzen Urlaub! 🙂 Naja und die Erdmännchen waren das Sahnehäubchen oben drauf! 😉
Was euch an Tag 7 der Reise erwartet?- Wir landen am Atlantik
- …und gehen auf die Suche nach Robben
Liebe Grüße
Steffi