THEMA: Schwierige Reiseplanung-schöner Urlaub in Bot+Zimb
11 Feb 2017 18:22 #463457
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  • chrissie am 11 Feb 2017 18:22
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Prolog:
Diese Urlaubsplanung hat reichlich Nerven gekostet –besonders meine, denn ich kümmere mich hauptsächlich darum. :lol:

Das Ziel Zimbabwe war schon im Oktober 15 klar- dachte ich. Als ich jedoch die Preise für Camper/ Allradfahrzeuge mit Dachzelt recherchierte , fiel mir siedend heiß ein, warum wir im September 2014 nicht nach Namibia/Botswana gefahren, sondern dies auf April/Mai 2015 verschoben haben. September/Oktober ist Hochsaison, da wird mitunter der Tagespreis mal eben verdoppelt. :(

Dann soll(te) es eben Uganda werden – wir sind ja flexibel. ;) Reichlich Informationen – u.a. auch auf der ITB bei Speke (Veranstalter in Uganda) und mit Douglas von Alpha-rent-a-Car in Berlin - wurden gesammelt. So langsam kristallisierte sich heraus, dass unsere Reisezeit – in unseren Augen- nur suboptimal für Uganda ist (durch Regenfälle schwer befahrbare Matsch- und Schlammpisten). Wir zogen auch die Möglichkeit eines Fahrers in Betracht, was zwar zu höheren Kosten aber auch zu mehr Hintergrund- / Insiderwissen unterwegs führt, was beim ersten Besuch eines Landes sicherlich ein großer Vorzug ist. Aber besonders mein Mann konnte sich nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, die meiste Zeit des Tages mit einem Fremden zusammen zu sein (wenn die Chemie stimmt, kann es ja auch sehr nett sein, aber das weiß man ja vorher nicht :silly: ). Da das Preisniveau in Uganda im Vergleich zu SA/Namibia recht hoch ist, nahmen wir davon Abstand.

In diesem Zusammenhang war es vielleicht gut, dass mein Mann erst im März von seinem AG definitiv die Urlaubsfreigabe zum gewünschten Zeitraum erhielt, wenngleich auch die Ungewissheit genervt hat.

Nun war guter Rat teuer: wohin jetzt? SA geht eigentlich immer, aber wir waren erst über den Jahreswechsel dort (ja, ich weiß, dass sind Luxusprobleme :blush: ), außerdem sollte es etwas „Neues/Besonderes“ sein, da mein Mann einen runden Geburtstag hatte. Nachdem diverse Alternativen entweder aufgrund des Kostenfaktors oder aufgrund der Reisezeit verworfen wurden, sagten wir uns, dass wir in den sauren Apfel beißen würden und die (über-)teuer(t)en Mietwagenpreise in Kauf nehmen würden.

Wer jetzt aber denkt, es ist einfach, noch ein entsprechendes Fahrzeug –es war inzwischen Juni – für September zu buchen, der irrt gewaltig. Schlussendlich haben wir jedoch bei Suedafrika Wohnmobile und Camper einen Discoverer DC 4x4 zu einem akzeptablen Preis gebucht. Unnötig zu erwähnen, dass es natürlich nicht unser Wunschcamper war.

Konnten wir nun also endlich uneingeschränkt die Urlaubsvorfreude genossen werden? Mitnichten! :pinch:

Die allgemeine Situation in Zimbabwe (Unruhen, kein Geld per ATM) und vor allem der Hinweis von Suedafrika Wohnmobile und Camper, dass die Geschäftsführung von Britz, KEA und Maui allen Kunden von der Fahrt nach Simbabwe abrät, da dort in den letzten Monaten Mietwagen unbegründet beschlagnahmt und nur gegen Zahlung hoher unberechtigter Gebühren wieder frei gegeben worden sind, sprachen dagegen. Speziell der Hinweis auf eine unbegründete Beschlagnahmung des Mietwagens verunsicherte uns sehr. Da ich jedoch im Forum nichts darüber gelesen habe und auch meine gezielte Nachfrage diesbezüglich nichts ergab, wollten wir erst vor Ort entscheiden, ob wir uns nur auf Botswana beschränken.
Ich telefonierte auch mit einer netten Angestellten vom Zimbabwe Tourist Office in Frankfurt, die mir zwar bestätigte, dass die Polizei korrupt sei, jedoch bei Touristen eher zurückhaltend agieren würde. Für den Fall, dass dennoch Probleme bei Polizei-Kontrollen auftreten würden, gab sie mir noch Telefonnummern von ihren Vorgesetzten vor Ort und auch ihre eigene.
Ich hoffe, ihr fühlt euch durch meine lange Einleitung nicht abgeschreckt. Ich verspreche, dass ich mich im Reisebericht kürzer fasse und freue mich über jeden Mitreisenden. Kommentare sind wie immer willkommen.
Für alle, die den Reisebericht ohne Kommentare lesen wollen, scheint die Sonne :)
Gruss Chrissie
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Letzte Änderung: 08 Apr 2017 18:25 von chrissie.
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12 Feb 2017 16:52 #463654
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25.9. / 26.9.2016 Flug über London nach Johannesburg
Endlich geht es ins südliche Afrika. Da es wie fast immer ein Nachtflug ist, packen wir am Vormittag in aller Ruhe. Während andere ihren Nachmittagskaffee trinken, lassen wir uns mit dem Taxi zum Flughafen chauffieren. :)
Der Zubringerflug nach London landet zum Glück pünktlich, denn die Umsteigezeit liegt nur unwesentlich über dem Minimum von 70 Minuten. Leider müssen wir jedoch noch 25 Minuten im Flieger sitzen bleiben, da unsere Parkposition belegt ist. Wir stellen uns schon auf einen Spurt zum entsprechenden Gate ein, aber wir haben Glück, die Gates liegen nicht weit auseinander.
Als wir im Langstreckenflieger sitzen, beginnt auch gefühlsmäßig der Urlaub. Die Bordverpflegung (Gemüselasagne, das Curry ist schon aus) ist ok. Ich döse im Vergleich zu den letzten Flügen relativ viel. Gegen 6:00 h bin ich endgültig wach. Wir überfliegen gerade Nxai Pan und sehen einen schönen Sonnenaufgang –natürlich haben ich keinen Fotoapparat zur Hand. :( Das Frühstück fällt für die hinteren Reihen – und somit auch für uns- aus nicht nachvollziehbaren Gründen aus. :dry:
Da wir so weit hinten sitzen, dauert es dementsprechend lange, bis wir durch die Passkontrolle sind. Unser Gepäck wartet schon neben dem Kofferband.
Für uns ist es ungewohnt, dass wir dieses Mal nach jemanden mit unserem Namensschildchen Ausschau halten müssen. Malou von Bobo Camper erwartet uns bereits. Nach kurzer Rücksprache mit ihr heben wir noch Geld ab und laden unsere Simkarte mit Guthaben auf.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Gelände von Bobo Camper. Wir werden von einer anderen Dame übernommen und regeln das Vertragliche. Anschließend weist sie uns geduldig in das Auto ein – einen Toyota Hilux mit Automatikgetriebe. Wir hätten gerne einen Bushcamper gehabt, da es bei einem Dachzelt doch –zumindest bei uns- immer etwas dauert, bis wir zum Game drive aufbrechen können. Aber wir sind zufrieden, überhaupt noch einen Camper bekommen zu haben. Nach 2,5 h fahren wir mit unserem Camper vom Hof. Wir sind erst die zweiten Mieter, was uns nicht so ganz recht ist, denn vermutlich wird da noch genauer bei der Rückgabe nach Kratzern etc geschaut.
Bei Pick n Pay kaufen wir ein und endlich bekommt unser Magen auch etwas. Christian geht abschließend zum Alkoholshop, während ich im Auto sitzen bleibe. Prompt geht die Alarmanlage an. :silly: Zum Glück hat er mir den Schlüssel dagelassen, so kann ich die unangenehme Geräuschkulisse schnell zum Verstummen bringen.
Wir tanken voll, und um 13:00 Uhr geht es Richtung botswanischer Grenze.

Schon als unsere Planungen noch im Anfangsstadium waren, haben wir gelesen, dass der Grenzübertritt von Südafrika nach Zimbabwe ziemlich nervenaufreibend sein soll, daher haben wir von Anfang an die Einreise nach Zimbabwe von Botswana aus geplant.
Unterwegs kristallisiert sich raus, dass wir heute nicht mehr bis zum Matamba Bush Camp kommen, was wir im Vorfeld anvisiert hatten. Daher beschließen wir, die erste Nacht auf dem Silver Rocks Caravan Park zu verbringen. Ich liebäugele mit einer Übernachtung in einer festen Unterkunft, damit ich unser Gepäck den Ansprüchen für die nächsten Campingnächte entsprechend sortieren kann, aber die Preise sind für unseren heutigen Bedarf (wir würden zB kaum die HP in Anspruch nehmen, da wir uns schon für heute was zu essen besorgt haben) unangemessen: über 1100 Rand pro Person mit Halbpension. Daher entscheiden wir uns, eine Campsite zu belegen.
Neben uns sind noch drei andere Camper anwesend. Die Sanitäranlagen sind sehr gut, sauber und durchdacht: die Duschen mit Extraabteil zum Umziehen und genügend Haken. Nach dem Duschen lege ich mich eine halbe Stunde im Dachzelt hin, da ich wie üblich aufgrund des Schlafmangels Kreislaufprobleme habe. Christian ist fleißig und räumt derweil am Auto rum. Später essen wir, und ich sortiere danach das Gepäck. Wir hören die verschiedensten Tierlaute. Ich sehe so etwas wie Hauskatze in einiger Entfernung laufen. Nicht allzu spät ziehen wir uns ins Dachzelt zurück.


Damit der Tag nicht ganz bilderlos bleibt, ein Foto unseres Autos vom nächsten Morgen.

Übernachtung: Silver Rocks Caravan Park bei Bela Bela
Kilometer: 190

Gruss Chrissie
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Letzte Änderung: 12 Feb 2017 16:53 von chrissie.
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12 Feb 2017 17:02 #463656
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Hallo Chrissie,

ich fahr gerne mit.
Da wir ja vor kurzem auch in Zimbabwe unterwegs waren, lese ich gerne, wie es euch ergangen ist.

Viele Grüße
Mabe
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12 Feb 2017 17:15 #463660
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Ach, noch was...magst du kurz eure Route skizzieren?
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13 Feb 2017 18:22 #463831
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Mabe schrieb:
Ach, noch was...magst du kurz eure Route skizzieren?

Khama Rhino- Elephant Sands- Hwange NP – Matobo NP – Great Zimbabwe und zum Abschluss noch zwei Nächte bei Louis Trichardt
Gruss Chrissie
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13 Feb 2017 18:35 #463832
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27.09. Grenzübertritt nach Botswana
Die Nacht ist von einer tierischen Geräuschkulisse geprägt, wenn diese auch nicht zwangsläufig mit Afrika in Verbindung zu bringen ist: Frösche quaken, mitten in der Nacht beginnt ein Hahn zu krähen und Katzen tragen ihre Revierkämpfe aus. Es ist sehr frisch.
Nach der obligatorischen Tasse Tee bzw. Kaffee und einem kleinen Snack schauen wir uns noch in der Anlage um.





Es blühen gelbe Akazien (?), und wir können einige Vögel beobachten: Haubenbartvögel, Stare, Strauße und andere Vögel, die wir nicht identifizieren können. In einiger Entfernung grasen Zebras. Gegen 8:30 Uhr fahren wir ab.

Die Fotos von unterwegs sind aus dem (fahrenden) Auto geknipst worden, daher ist die Qualität mitunter sehr mau, aber um einen kleinen Eindruck zu bekommen, sicherlich ausreichend. B)





Um 9:40 h erreichen wir Vaalwater.



Bei „The Black Mamba“ (wird im Reiseführer als Souvenirshop für außergewöhnlich schöne afrikanische Kunst beworben- muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden) kaufe ich eine Kerze für eine Freundin. Anschließend stocken wir bei Spar unsere Lebensmittel auf.



Eine Stunde später erreichen wir die vergleichsweise große Ortschaft Lephalale. Wir kaufen nach langem Suchen eine Sicherheitsweste (wir dachten, wir hätten nur eine, in Zimbabwe werden jedoch zwei benötigt. Während des Urlaubs finden wir dann auch die zweite Sicherheitsweste von Bobo Camper – so wie von uns im Vorfeld bei Bobo Camper bestellt-, als wir den Kompressor hervorholen :silly: ), heben Geld ab und schauen auch bei Pick n Pay noch rein. Kurz vor der Grenze packen wir die Wurst- und Käsewaren in die separate Kühltasche.
Auf südafrikanischer Seite sind die Grenzformalitäten innerhalb von 10 Minuten erledigt. Bevor wir jedoch in Botswana einreisen können, müssen wir mit einem unfreundlichen Grenzbeamten Vorlieb nehmen und brauchen fast eine Stunde, um die Straßengebühren von 150 Pula (per Kreditkarte) zu bezahlen, da Lkw-Fahrer sich vordrängeln, indem sie ihre Papiere einfach einem Fahrer geben, der schon an der Kasse steht. Christian kann seinen Unmut nach einer Weile nicht mehr zügeln. :evil:
Knapp zwei Stunden benötigen wir bis Serowe, wo wir Geld abheben und das Angebot von Spar checken.
Um 17:10 Uhr sind wir im Khama Rhino Sanctuary.





Wir begleichen die Eintritts- und Campinggebühren (rund 960 Pula) und fahren zum unter Mokongwabäumen gelegenen Campingplatz. Die Campsite ist mit Grillstelle, Wasseranschluss und Abfalltonne ausgestattet. Wir bauen das Zelt auf und gönnen uns erst mal einen frühen Sundowner.



Leider gibt es sehr viele kleine nervige Fliegen an der Campsite. Wir zünden eine Anti-Mücken-Kerze an, die zwar schnell herunter brennt, uns aber die Fliegen und Käfer größtenteils vom Leib hält. Der Tisch ist anschließend von vielen Käfern übersät. :woohoo:
Zum Abendessen gibt es nur eine Kleinigkeit. Später gehen wir duschen, bevor wir uns im Dachzelt verkriechen.
Übernachtung: Khama Rhino Sanctuary
Kilometer: 449
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