THEMA: Leofants (verspäteter) Adventskalender
27 Dez 2019 13:32 #575948
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  • UDi am 27 Dez 2019 13:32
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Lieber Walter,

was bin ich froh, dass ich die Suchmeldung aufgegeben habe. Bei deinen Fotos geht mir das Herz auf und garnicht mehr zu. :laugh: Dein Adventskalender zum Jahresausklang: Was will man mehr :silly: . Daaanke!

Herzlichst aus Aachen
Ute
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27 Dez 2019 23:01 #575985
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  • tigris am 27 Dez 2019 23:01
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Lieber Walter,

bis jetzt habe ich knapp die Hälfte der Türchen still und leise genossen und mich an Deinen wunderschönen Fotos erfreut. Eins ist so gelungen wie das andere... :)

Doch jetzt muss ich aus meiner Deckung kommen, um ein gewaltiges DANKESCHÖN los zu werden.

Mit diesem Foto eines meiner Lieblingstiere, hast Du mich voll erwischt:



Ich bin ganz hin und weg :kiss:

Da konnten auch die herzallerliebsten Impalas in Blümchenwiese nicht mithalten...

Ich freu mich auf die nächsten Türchen!

Liebe Grüße
Simone
Historie meiner 15 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour *
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28 Dez 2019 08:17 #575987
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  • leofant am 28 Dez 2019 08:17
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Hallo Ute, Hallo Simone,
lieben Dank für eure Kommentare. Ich werde mich bemühen, auch in den nächsten Tagen (hoffentlich) einige Türchen zu
präsentieren, die eure Zustimmung finden :woohoo:
@ Simone
obwohl ich finde, dass es keine hässlichen Tiere gibt und ich den Begriff "ugly five" nicht ok finde, muss ich gestehen: ich fotografiere lieber braune Hyänen, als Tüpfelhyänen. Die "Braunen" gucken immer so traurig ... ;)

Türchen 12

Heute ist Halbzeit! Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Egal, ein paar Bilder habe ich ja noch. Heute kommen wir zu zwei Arten
von Raubkatzen, auch dabei hat sich der Spruch bewahrheitet: Wenn man entspannt ist und keine grosse Erwartungen hat,
dann passieren öfter unerwartete Sichtungen :)


März 2019 in Savute. Wir hatten gerade unseren Sundowner beendet und wollten zurück zur Lodge, da kam der Funkspruch: Die längere Zeit vermissten Geparden-Brüder sind wieder aufgetaucht. Auch wenn es schon ziemlich dunkel war und das Licht für akzeptable Fotos eigentlich nicht mehr ausreichend war - ich musste die "Rennkatzen" auf dem knorrigen Baum einfach fotografieren. Glücklicherweise sahen wir sie am nächsten Tag noch einmal.


Nächster Tag am frühen Morgen. Alle Mitglieder einer Impalaherde starren gebannt in eine Richtung! Das kann eigentlich nur eins heissen... Richtig! Ein Leopard war unterwegs. Also, nichts wie hin und das Tier bei seinem morgendlichen Rundgang beobachtet.




Diesen Leopardenmann mit Beute konnten wir in Moremi aufspüren. Auch wenn meine Frau den Anblick mit leichter Kritik kommentierte "wie sieht der denn aus? abgefressene Ohren und eine kaputte Nase", war ich begeistert von der Situation und den Lichtverhältnissen.


Dieses Leopardenmädchen erspähten wir im November im Khwai Gebiet. Unser Guide hatte ein "gutes Näschen" für den Aufenthalt des Kätzchens.


Bei unserer ersten Ausfahrt in Savute am Nachmittag lag dieser Leo einfach so am Wegesrand. Totzdem hätten wir ihn fast übersehen. Es ist unglaublich, wie er sich im Schatten fast unsichtbar machte und gespannt ein paar grasende Impalas beobachtete. Leider wechselte er dann den Standort, ohne zu jagen :unsure:

Letzte Änderung: 28 Dez 2019 08:19 von leofant.
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28 Dez 2019 13:33 #576005
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UDi schrieb:
Lieber Walter,

was bin ich froh, dass ich die Suchmeldung aufgegeben habe. Bei deinen Fotos geht mir das Herz auf und garnicht mehr zu. :laugh: Dein Adventskalender zum Jahresausklang: Was will man mehr :silly: . Daaanke!

Herzlichst aus Aachen
Ute

Liebe Ute, Dir gebührt also auch noch ein Extradank! Dankeschön für Deine Initiative!
Liebe Grüße
Friederike
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29 Dez 2019 08:32 #576041
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Guten Morgen liebe Fomis,
frisch motiviert durch die netten Kommentaren öffne ich das nächste Türchen :woohoo:
Heute geht es nicht hauptsächlich um Tiere, sondern um ein kleines Abenteuer, das wir im Frühjahr erlebten.

Türchen 13

Okavango Delta im März 2019. Wir verlassen das Camp Moremi und fliegen zu unserem nächsten Ziel, dem Camp Okavango


Was uns beim Einsteigen in den Buschflieger auffällt: Die Maschine ist fast voll besetzt. Allerdings sind wir die einzigen Gäste. Alle anderen Passagiere sind augenscheinlich Angestellte von benachbarten Unterkünften. Der Flug dauert nicht besonders lange, deshalb fliegen wir ziemlich niedrig über die Landschaft


Kurz bevor wir das Camp erreichen, sehen wir grosse Rauchschwaden, die vom Boden aufsteigen. Wir landen auf dem Airstrip von Camp Okavango. Beim Aussteigen ist klar. Hier riecht es stark verbrannt. Im Camp werden wir informiert, dass in der Nähe ein Buschfeuer ausgebrochen ist. Aus diesem Grund wurden alle verfügbaren Angestellten eingeflogen, denn sie sollen mithelfen, das Camp vor dem Feuer zu schützen. Zunächst müssen wir uns aber keine Gedanken machen, der Boatcruise am Nachmittag findet statt. Im goldenen Licht tuckern wir durch die Kanäle und geniessen eine entspannte Fahrt



Beim Dinner am Abend treffe ich einen guten Bekannten. Er ist mitverantwortlich für die D&D Camps, kam aus Maun heraufgeflogen und hilft bei der Organisation der „Feuerwehr“. Die Bilder, die er uns auf seinem Smartphone zeigt, lassen nichts Gutes erahnen. Als Grund des Brandes nennt er einen Gewittersturm, der zwar wenig Regen, aber viel Blitze mit sich brachte. Das wurde der Gegend zum Verhängnis.
Am nächsten Morgen steht ein Bushwalk auf dem Programm. Wir fahren per Boot nach Buffalo Island, dort starten wir unseren Fussmarsch. Ich kann zwei interessante Situationen auf der Speicherkarte festhalten. Zunächst nähert sich ein Elefantenbulle, der uns erst im letzten Moment bemerkt und erschrocken das Weite sucht


Ich finde, Aufnahmen aus der Perspektive eines Wanderers vermitteln die Grösse eines (noch nicht wirklich ausgewachsenen) Elis noch etwas besser. Auch der Blickwinkel auf dem folgenden Bild ist eher ungewöhnlich. Ein Kudubulle, der uns sehr nahe herankommen lässt


Als er dann doch aufsteht, erkennen wir den Grund für seine „Gelassenheit“. Er hinkt sehr stark und hat deshalb kein Bedürfnis, wegzurennen. Armes Kudu. Buffalo Island wird auch hin und wieder von Löwen besucht, es ist also völlig unklar, wie lange sein weiteres Leben mit dieser starken Beeinträchtigung wohl noch dauern wird.

Als wir am späten Vormittag ins Camp kommen, sind die dunklen Rauchschwaden schon ziemlich nah. Ab und zu können wir auch Flammen erkennen. Wir werden gebeten, unsere Sachen zu packen und uns – für den Fall der Fälle – reisefertig zu machen. Immer wieder kommen Mitglieder der Staff in die Main Area. Sie sind total ausgelaugt vom Kampf gegen das Buschfeuer und wollen nur eins: KÜHLES WASSER!
Nach dem Brunch erkunde ich die Gegend. An einem Holzsteg, der dem Camp etwas vorgelagert ist, kann man das Inferno ganz gut erkennen. Es ist unglaublich, wie schnell das Buschwerk Feuer fängt



Eigentlich ist es ja kurz nach der Regenzeit, aber die war nicht wirklich ergiebig und speziell das Riedgras ist staubtrocken und enthält eine ölige Substanz, die dem Feuer zusätzlich Nahrung gibt. Was mir noch auffällt: Die Feuerwand, die da auf uns zukommt, ist sehr laut. Es knackt, knistert und rauscht ununterbrochen. So langsam wird mir etwas unheimlich. Nahe an der Feuerwand kann ich Personen erkennen, die mit grossen Feuerschippen versuchen, einzelne Brandherde auszulöschen. Ein Traktor versucht, eine Feuerschneise zwischen Camp und der Feuerwand zu ziehen. Und das bei dieser enormen Hitze!

Ich gehe zurück zur Main Area und komme gerade richtig. Mein Bekannter teilt mir mit, dass die Gäste des Camps ausgeflogen werden. Bei der Brandbekämpfung mithelfen dürfen wir aus versicherungstechnischen Gründen auch nicht, also bleibt uns nur noch die Abreise. Die einzelnen Gruppen werden – je nach Reiseziel – aufgeteilt, dann wird das Gepäck markiert, wir verabschieden uns von unserem Bekannten Walter (ja, er heisst genauso wie ich) und laufen den kurzen Weg zum Airstrip. Auch hier kann man das Desaster erahnen


Etwa eine halbe Stunde später landet ein Buschflieger, der uns nach Savute bringt. Als wir abheben, können wir das Ausmass der Zerstörung gut erkennen. Überall sehen wir pechschwarze Flächen, aus denen immer noch Rauch hervorquillt. Wie soll das nur weiter gehen? Die nächste Regenzeit wird noch Monate auf sich warten lassen.
Am nächsten Tag in Savute erfahren wir, dass es der Staff tatsächlich gelungen ist, das Camp vor der Vernichtung zu bewahren. Das hatte ich – wenn ich ganz ehrlich bin – eigentlich nicht geglaubt.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal erwähnen, wie perfekt der Evakuierungsplan erstellt und auch umgesetzt wurde. Es war nicht einfach für die Staff, gegen das Feuer zu kämpfen und gleichzeitig auch noch einige hysterische Gäste zu beruhigen, die sich schon als Opfer der Flammen sahen. Vielen Dank Leute, ihr habt das wirklich SUPER gemacht!
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29 Dez 2019 10:49 #576055
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  • freshy am 29 Dez 2019 10:49
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Guten Tag Walter,
das letzte Türchen, ausgerechnet mit Nr. 13 war sehr spannend!!! So nah am Feuer möchte man eigentlich nicht sein, oder?
Nachfolgendes Foto lädt zum Träumen ein, könnte das Cover eines Liebesromans schmücken:

Sehr schön getroffen, das Licht auf den Graswedeln, der angeleuchtete Dunst über dem stillen Wasser und die Spiegelung, ich bin begeistert!

Vielen Dank sagt
freshy
Letzte Änderung: 29 Dez 2019 10:50 von freshy.
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