THEMA: Steine, Staub und Elefanten
05 Jan 2020 19:57 #576613
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In ARBEIT
Tag 15_ 16.10.2019
Mudumu - Auf dem Weg nach Mavunje

Wir verlassen Camp Livingstone. Hier hat es uns sehr gut gefallen.



Schon gestern Abend hatten wir bemerkt, dass unsere Kühleinheit etwas in die Knie geht.
Also gibt es eine kleine Planänderung.
Wir fahren erstmal am Muduma NP und an Mavunje vorbei nach Kongala.
Hier kaufen wir Eis, um der Kühleinheit eine kleine Hilfe zu geben, da wir auch in den nächsten Tagen keine Möglichkeit haben werden, das Auto an Strom zu hängen.
Und wenn wir schon da da sind, findet auch noch die ein und andere Kleinigkeit ihren Weg in unser Auto.
Dieser „Umweg“ hat uns etwas mehr als 1 Stunde Zeit gekostet - dafür bleibt uns aber unser super gutes Fleisch aus der KWS erhalten.
Als wir von Kongola wieder zurück Richtung Muduma fahren, sehen wir dicke Rauchwolken. Sie sind in etwa dort, wo Mavunja liegt. Hoffen wir mal das Beste.

Wir erreichen den Muduma NP.
Am Entrance Gate erhalten wir wieder eine schöne neue Karte des Parks. Der Officer erzählt uns, dass die Pad entlang des Kwando gesperrt sei. Hm … er schaut uns an und fragt mit welchem Auto wir denn unterwegs wären… Landcruiser … dann könnt ihr alle Wege fahren.
Na, das ist doch mal eine Aussage.

Und … wer läuft uns als erstes über den Weg … Elefanten.



Wir passieren die Rangerstation und fahren Richtung Kwando.
Und auch hier: Right time ... right place!
Eine Herde Elefanten kommt zum Morgenbad.







Nebenbei schauen wir uns auch einmal die Campsites im Mudumu an. Immerhin wären diese eine Möglichkeit für eine der nächsten Reisen.

Campsite 1 und 3 sind die schönsten. Weitläufig und mit schöner Sicht auf den Kwando.











Nr. 2 ist uns zu zugebuscht.

Allerdings ist die Pad zur Campsite 3 sehr tiefsandig. Und prompt fahren wir uns hier fest. Die Sekunden, ob wir nach links oder rechts sollen, haben gereicht. Jetzt hilft nur noch schaufeln … und das in einem Gebiet, in dem überall Elefanten sind.

Wir befreien uns glücklicherweise recht schnell und ohne Elefantenbesuch aus unserer Situation.
Auf dem Weg zur Campsite 3 liegt ein Hide. Als wir dort ankommen, durchquert gerade eine Elefanten-Familie den Fluss. Wie könnte es auch anders sein.







Obwohl wir in diesem Urlaub schon so viele Elefanten gesehen haben, ist es immer wieder aufs Neue eine faszinierende Sichtung. Aus der sicheren Hide zu dem völlig entspannt.
Doch wir müssen ja auch wieder zurück.

Eine Büffelherde versperrt uns den Weg.



Der Muduma NP hat uns sehr gut gefallen. Er ist urtümlich, etwas wilder als die anderen Parks.

So langsam fahren wir Richtung Ausgang des Parkes und kommen gegen 15.00 Uhr in Mavunja an.
Wir hupen 3x … doch nichts tut sich.

Dan hatte mir schon mitgeteilt, dass er Campsite 2 an der Lagoon für uns reserviert hat und so fahren wir dort hin und richten uns für die nächsten 2 Nächte ein.
Wir beobachten ein paar Vögel und relaxen.







Eine Mitarbeiterin kommt nach ca 2 Stunden vorbei und entschuldigt sich, dass Sie uns nicht persönlich begrüßt habe. Sie hatte unser „Ankommens-Hupen“ gehört. Doch waren alle damit beschäftigt, das Buschfeuer (Brandrodung) einzudämmen. Und wie wir am nächsten Tag sehen werden, war dieses schon sehr, sehr nahe am Bushcamp von Mavunje.
Am frühen Abend kommt auch noch ein junger Mann vorbei. Sein Name ist Maswawi und er wird morgen mit uns die Bootstour machen.
Von der Campsite 2 kann man auch zu dem neuen Sundowner Platz gelangen.
In der Lagune tummeln sich6-8 Hippos.
Wir beobachten die Hippos, die Vögel und lassen diesen wundervollen Platz einfach nur auf uns wirken.



Mit dem Gegrunze der Hippos schlafen wir glücklich und zufrieden ein.



Gefahren Km: 179
Und morgen entspannen wir auf dem Kwando
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09 Jan 2020 09:27 #576860
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Tag 16_17.10.2019
Relaxen auf dem Kwando

Heute steht eine Tagestour auf dem Kwando auf unserem Programm.
Gegen 9.00 Uhr kommt Maswawi vorbei und erzählt uns, dass Dan noch mit Übernachtungsgästen unterwegs ist. Er ist unser Guide heute.
Wir haben nun die Möglichkeit zu warten bis Dan zurück ist, um zur Abfahrtsstelle zu gelangen oder, wenn es uns nichts ausmacht, mit unsserem Auto dort hinzufahren.
Natürlich entscheiden wir uns für Variante 2.
Um 10.00 Uhr kommt dann Maswawi zur Campsite. Wir sind erstaunt. Er hat sein löchriges T-Shirt und die alte Jeans gegen ein schwarzes Hemd und schwarze Jeans getauscht. Er sieht richtig gut aus.
Überhaupt ist er eine sehr offene und nette Person.

Gemeinsam fahren wir zur Unterkunft der Staff, laden die Kisten, Stühle und Tisch in unser Fahrzeug und fahren zur Ablegestelle. Dabei kommen wir am Bushcamp vorbei und sehen, wie nahe das Feuer am Camp war. Vielleicht noch ein 1 Meter, dann wäre Dan’s Camp in Flammen aufgegangen.

Wir laden alles auf das Boot und dann geht die gemütliche Fahrt über den Kwando auch schon los.
Außer uns und dem Guide ist niemand an Bord. Das ist schon mal wieder so ganz nach unserem Geschmack. Es weht ein leichter Wind und es ist nur herrlich durch diese Landschaft zu fahren.
Wasservögle, Hippos, Lechwe, Büffel … die üblichen Vertreter eben.









Hippos im Wasser sind für mich das Gleiche wie Elefanten an Land --- ich habe den großen Respekt vor ihnen.







Zur Mittagspause bleiben wir an einer schönen Stelle stehen.



Er erzählt über sich, sein Ziele und auch über den tragischen Tod von Shaddy. Ich habe das Gefühl, dass er die Geschichte wieder und wieder erzählen muss, um sie zu verarbeiten. Für mich ist dies ok und wir haben alle Zeit der Welt.

Dann fahren wir langsam zurück.









Da Maswawi oft deutsche Gäste betreut, bringen wir ihm ein paar deutsche Worte bei. Es ist so schön zu sehen, wie er alles aufsaugt, aufschreibt und mit Lautschrift ergänzt, damit er es richtig aussprechen kann.

Im schönsten Abendlicht fahren wir zurück.





Und wie könnte es in diesem Urlaub anders sein … zum krönenden Abschluss unserer Fahrt gesellen sich auch noch die Elefanten zu uns.



Elefanten in der untergehenden Sonne







Ein fantastischer Anblick.
Von einer solchen "Abendshow" können wir uns natürlich nicht losreißen und kommen erst nach Sonnenuntergang an die Anlegestelle zurück.



Ein herlicher, entspannter Tag geht zu Ende.

Und Morgen fahren wir dann in den Khaudum. Es wird also wieder etwas abenteuerlicher.

Liebe Grüße
Dagmar
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12 Jan 2020 13:20 #577136
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Tag 17_ 18.10.2019
Khaudum Teil 1 - Die nördliche Anfahrt

Heute ist wieder frühes Aufstehen angesagt, denn wir haben eine weite Strecke vor uns.
Bereits um 7.00 Uhr sind wir abfahrbereit.
Wir bedauern es, dass wir dieses Mal Dan nicht getroffen haben.
Eigentlich hatte ich gehofft, dass er gestern Abend noch zu uns kommen würde.
Umso mehr freue ich mich, dass es plötzlich an das Fahrerfenster klopft und Dan doch noch gekommen ist.
Also nochmal den Motor abschalten und noch ein wenig erzählen.
Wir berichten über die Tour mit Maswari und Dan erzählt, dass er Ende des Monats für 3 Monate Urlaub machen will.
Dann ist es endlich Zeit aufzubrechen.

Um 11.00 Uhr erreichen wir die Junction Katere/Khaudum.



Hier steht allerdings nirgends ein Hinweisschild Richtung Khaudum.
Die Einfahrt ist direkt gegenüber der Abzweigung nach Katere. Es sieht nicht wirklich nach einer Straße aus die weiterführt. Eher wie eine Einfahrt zu den Gebäuden.
Nach ca. 100 m kommt dann ein kleines braunes Schild „Khaudum 46 km“.
Übrigens kommen diese kleine Schilder alle 5 km. Soll wohl eine Aufmunterung sein, nicht aufzugeben.

Die Strecke ist tiefsandig bis sehr tiefsandig. Wir sind im Laufe der Jahre schon viele Strecken gefahren, doch so tiefsandig noch nie.
Und prompt stecken wir erstmal fest. Wir haben den Luftdruck noch nicht abgelassen.
Danach geht es, was das Festfahren betrifft, ohne Probleme weiter.

Diese Strecke macht nicht wirklich Spaß zu fahren.
Nicht nur dass sie tiefsandig ist, sie ist auch waschbrettartig holprig und dies rechts und links versetzt.
Wir werden hoch und runter, kreuz und quer und von nach rechts nach links geschüttelt.
Doch nicht nur wir --- sondern auch der Inhalt unseres Autos.



Nach 2,5 Stunden (für 46 km) kommen wir gegen 13.30 Uhr am Gate an.
Während ich einchecke behebt Jürgen den Schaden.
Bilanz: Verlust von 4 Flaschen Savanna, 3 Flaschen Tafellager und 5 l Wasser !!!
All das hat sich mit dem Inhalt des Wagens vermischt.
Nun ist Hausputz angesagt.

Die Campsites von Khaudum Camp sind sehr großzügig angelegt.
Normalerweise fahren die meisten Leute ja auch mit 2-3 Autos dort hin.
Es ist eine Empfehlung den Khaudum nicht alleine zu fahren und keine Bestimmung. Diesbezüglich gab es auch am Gate keine Probleme.
Wir sind uns immer bewusst was mir machen und auch dementsprechend ausgerüstet.
Wir bekommen Campsite Nr. 3. Schöne Ablutions mit Blick über das Tal, Schattendach, Feuerstelle.

Außer uns ist nur noch eine Campsite belegt.

Nach dem Hausputz wird relaxt.

Abends fahren wir zum Burkea Waterhole.
Hier gibt es wieder Elefanten. Eine Tüpfelhyäne versucht auch ans Waser zu kommen, wird jedoch von den Elefanten immer wieder verscheucht.
Das Wasserloch eignet sich mehr für den Sonnenaufgang.





Wir fahren zeitig zurück, denn auf diese Strecke im Dunkeln haben wir nun wirklich keine Lust.

Wir essen das letzte Fleisch der KWS, welches bis jetzt gehalten hat.
Und morgen durchqueren wir den Khaudum von Nord nach Süd.

Gefahrene Km: 377
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16 Jan 2020 21:09 #577476
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Schön, dass noch einige von euch dabei sind.

Bald geht es mit dem 2. Teil des Khaudums weiter.
Die Zusammenfassung des Tages und der Informationen für euch war doch zeitaufwendig. Noch sind nicht alle Bilder gesichtet, doch geht es versprochen bald weiter.

Herzliche Grüße
Dagma(r)

Schon verdächtig, wenn man den eigenen Namen falsch schreibt :silly:
Vielen Dank für den Zaunpfahl Friederike
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17 Jan 2020 00:03 #577489
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Heihei, Dagma(r),
ich fiebere der Fortsetzung geradezu entgegen! Also hau rin!
Liebe Grüße Friederike
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17 Jan 2020 20:01 #577614
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Tag 18_19.10.2019
Khaudum Teil 2

Im Zuge unserer Planung für den Khaudum habe ich das Forum vor und rückwärts durchsucht und doch nur wenige Informationen darüber gefunden.
Für alle die ebenfalls den Khaudum bereisen möchten, zeige ich hier unsere Strecke mit den angefahrenen Wasserlöchern.



Insgesamt haben wir mit vielen Pausen an den Wasserlöchern für die Strecke ab dem Khaudum Camp bis zum südlichen Gate rund 7 Stunden gebraucht.

Da wir nicht genau wissen, was auf uns zukommt, starten wir mit den ersten Sonnenstrahlen um 6.50 Uhr.



Unser erstes Ziel ist das Tsau Watehole.
Die Strecke führt uns bei herrlichem Licht durch das Khaudum Omuramba Tal. Eine herrliche Ebene, in der plötzlich eine Roan Antilope unseren Weg kreuzt. Ich bin etwas überrascht und noch nicht wirklich im Fotografiermodus.



Auch ein Gnu verirrt sich noch in die Ebene.



Dann zweigt unser Weg nach Süden ab und wir fahren wieder auf tiefsandiger Rüttelpiste.



Der Weg ist rechts und links zugebuscht bzw. brandgerodet. Schätzungsweisesind im nördlichen Teil des Khaudums 80-90% der Fläche brandgerodet.
Teilweise klimmt das Holz noch und es liegt Brandgeruch in der Luft. In der Ferne steigt auch noch Rauch auf. Wir hoffen, dass wir nicht noch zu brennenden Flächen kommen und umkehren müssen.
Natürlich lässt sich in dieser trostlos erscheinenden Gegend auch kein Tier blicken.



Da ich ja nun weiß, dass man mit Elefanten reden kann --- schicke ich ihnen eine telepathische Nachricht -- unser Abkommen:
„WIR TREFFEN UNS AN DEN WASSERLÖCHERN UND NICHT AUF DIESER ENGEN TIEFSANDIGEN PAD“
Und wir ihr sehen werdet, haben sich die Elefanten daran gehalten. ;)

Ich werde im Folgenden nur noch die einzelnen Wasserlöcher beschreiben, da sich an der Fahrsituation ja nichts ändert.

Tsau Waterhole (8.00 Uhr)
Schon bei der Anfahrt sehen wir die Roan Antilopen. Doch kaum hören und sehen sie uns kommen, flüchten sie in die nahe liegenden Büsche.
Wir besteigen die Hide und warten. Hier gibt es hunderte von kleinen, gelben Vögeln.
Keine Ahnung, ob es sich hier um Gelbbrustbülbül handelt - vielleicht kann einer der Vogelexperten ja aushelfen.





Und obwohl ein löchriges Netz gespannt ist, trifft uns schon hin und wieder ein Ministrietzel Vogelkacke.

Nach und nach kehren die scheuen Antilopen zurück.



Es ist fast unmöglich ein Bild zu schießen, in dem nicht ein kleiner Vogel dazwischen flattert.
Die Roan Antilopen in einer solch großen Anzahl zu beobachten macht Spaß.



Während die einen ihren Durst stillen, sichern die anderen ab.





Leeupan Waterhole (9.00 Uhr)
Die Leeupan ist eine große, offene, übersichtliche Ebene. Wie wir sehen können, wird hier wohl auch wildgecampt.
Auch hier gibt es eine Hide.
Und wie abgemacht, sind die Elefanten schon am Wasserloch. Nur leider im schlechten Licht.
Schlecht zum Fotografieren, aber trotzdem schön anzusehen.
Elefanten, Antilopen, Warzenschweine.









Tari Kora Waterhole (10.30 Uhr)
Wir erreichen Tari Kora. Schon beim Anfahren sehen wir SIE !!! - DIE ELEFANTEN!!!
Der Hide liegt sehr nahe am Wasserloch, ist durch Drahtseile geschützt und hat 3 Ebenen - Parterre mit eingerechnet.
Das Ding ist nur --- wir stehen mit dem Auto neben der Hide. Und um zu dieser gelangen müssen wir in einem Abstand von ca. 25-30 m an den Elefanten vorbei.



Ein Bulle hat unsere Ankunft bemerkt und stellt schon mal die Ohren -- dies ist unser Platz.
Alles gut, wir wollen euch den Platz ja auch nicht streitig machen -- sind meine gesendeten Gedanken.
Langsam und leise öffne ich die Tür, schließe sie lautlos und gehe langsam die paar Schritte zur „sicheren“ Hide … und ich fühle mich sicher.
Meine Gedanken: „Wenn die Elefanten wüssten wie stark sie sind.“ (diese sende ich natürlich nicht)

Das Schauspiel, das sich uns hier bietet ist einmalig. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen.
Jürgen zählt über 70 Elefanten.
Das Beste daran ist … wir können es ganz alleine und ganz in Ruhe genießen.
Das ist das Afrika, das wir so lieben.







Es wird geplanscht









Kräfte gemessen



Lautstark trompetet



Geschmust





Wir sind vollkommen happy und genießen die Situation in vollen Zügen. Und das alles für uns alleine. Fantastisch!!









Nach etwa 1 Std. nähern sich 6!!! Autos. :woohoo:
Sie gehören zu dem Tour-Operater, der auf dem Hinflug neben mir saß und mir erzählen wollte, dass wir nicht alleine den Khaudum befahren dürfen.

Und nun geschieht genau das, was wir nicht lieben.
Nach dem Motto, es ist ja eine organisierte Tour, was kann mir schon passieren, wird relativ lautstark ausgestiegen, Türen geknallt und in Wildwest-Manier und erhobener Brust an den Elefanten vorbeigegangen.
Auch wird für unser Verständnis viel zu viel gesprochen. :angry:

Für uns ist dies nach über 1 Stunden alleine mit den Elefanten das Zeichen zum Aufbruch.

Wir fahren Richtung Dossi.
Mein Sichtungswunsch dort sind Löwen oder Wilddogs.


Dussi Waterhole (12.00 Uhr)

Keiner der Wünsche wird erfüllt.
Es sind wieder Elefanten.
Auch mit der Gefahr, dass es überheblich klingt … wir fahren noch nicht einmal bis an das Wasserloch.
Ich mache ein paar Bilder aus der Ferne und dann fahren wir weiter.





Ab Höhe Dussi ist auch der Tiefsand Geschichte.
Entspannt fahren wir über Omuramba und Soncona Richtung Sikereti.
Das alte, verfallene Camp Sikereti ist komplett abgebaut. Es ist ein schöner Platz, evtl auch zum Wildcampen (ob es erlaubt ist, weiß ich nicht) geworden.

Gegen 14.00 Uhr erreichen wir das südliche Gate des Khaudum.
Und hier endet erst mal diese Etappe des Reiseberichtes.

Fazit Khaudum:
Unser Fazit zu diesem Park ist etwas zwiespältig.
Landschaftlich ist es nicht DAS Highlight. Der Park ist im nördliche Teil sehr zugebuscht (sofern nicht brandgerodet).
Die Tiersichtungen waren außer Elefanten und Antilopen sehr gering.
Direkt nach der Durchfahrt war unser Votum: Einmal reicht!
Heute mit etwas Abstand betrachtet und dem Wissen, was uns erwartet, könnte ich es mir durchaus vorstellen irgendwann dort nochmals hinzufahren.

Übrigens ist der südliche Teil des Parks einfach zu befahren.
Gefahrene Km: 178

Der Rest des Tages erfolgt in einem Extra- -Teil.
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Zu den Reiseberichten:
www.namibia-forum.ch...n-afrika.html#471572
Letzte Änderung: 17 Jan 2020 20:50 von take-off.
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